Schlagwort-Archive: Heribert Bruchhagen

Throwback KW 35 bis 41

Vor fünf Jahren stand man als erklärter Favorit in der ersten Regionalligasaison nach dem dritten Spieltag und drei Unentschieden schon ordentlich unter Druck vor der Fahrt nach Kiel in den ganz hohen Norden. 1:0 führten die Gastgeber bis fast in die Schlussviertelstunde hinein. Die Häme, die über den Verein mit dem vielen Geld und der Erfolgslosigkeit ausgeschüttet werden sollte, war in Teilen des Landes schon vorbereitet. Aber Lars Müller und Timo Rost kurz vor Schluss drehten die Partie noch in ziemlich emotionaler Art und Weise. Es war einer dieser besonderen Momente rund um den RasenBallsport, als man es der Umwelt unter ordentlichem Druck gezeigt hatte. Was sich auch in befreiten Jubelszenen manifestierte.

Druck war damals durchaus ein besonderes Thema. Anfeindungen bei den Auswärtsspielen, dazu ein beschädigter Mannschaftsbus beim Auswärtsspiel in Braunschweig. Klar, dass das in den Köpfen der Spieler eine Rolle spielte. Bzw. laut Carsten Kammlott offiziell keine Rolle spielte (bzs. spielen durfte), weswegen er auch einen Mentaltrainer (den man später unter Rangnick und Zorniger richtigerweise trotzdem holte) überflüssig fand. Der Sieg in Kiel, der Jubel dort und die Worte von Stefan Kutschke, der eine ablehnende Atmosphäre als besonders motivierend empfand, zeigten aber recht deutlich, dass der nicht immer freundliche Umgang mit RB Leipzig bei den Spielern sehr wohl in den Köpfen steckte und die Ummünzung dessen in positive Energie durchaus ein Erfolgsbaustein sein konnte. Wurde es aber so richtig erst unter Zorniger, als man eine recht verschworene Gemeinschaft zusammen hatte.

Inwieweit bei dieser Entwicklung hin zu einer verschworenen Gemeinschaft auch die immer wieder mal auftretenden RB-kritischen Vereinsoffiziellen eine Rolle spielten, ist nicht zu benennen. Fakt ist, dass Magdeburgs Volker Rehboldt in dieser Regionalliga-Saison der erste Vereinschef war, der vor dem Spiel gegen RB die Atmosphäre mit ein paar Äußerungen noch anheizte. Äußerungen mit Versatzstücken, die es in verschiedensten Variationen aus verschiedensten Mündern auf verschiedensten intellektuellen Stufen seitdem immer wieder gab.

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Hans-Joachim Watzke in der Zeitschleife

Zweieinhalb Jahre hat Hans-Joachim Watzke Zeit gehabt zum Nachdenken. Mitte Oktober 2010 war er mit der bahnbrechenden Forderung an die Öffentlichkeit gegangen, man möge im Kampf gegen Hoffenheim, Wofsburg, Leverkusen und RB Leipzig die Verteilung der Fernsehgelder der DFL anders organisieren. Und zwar nicht nur nach sportlichen Gesichtspunkten, sondern auch nach Gesichtspunkten wie dem Zuschauerinteresse.

Gestern dann trat Watzke im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem Spobis-Kongress auf, einem Treffpunkt aller wichtigen und weniger wichtigen Entscheider rund um den Fußball. Unter dem populistischen Ausruf „Was wollen wir mit Rasenschach Leipzig?“ zog er in die Bütt. Und wiederholte praktisch Wort für Wort seine alte Idee von vor zweieinhalb Jahren. Die schon damals nicht gut wahr. Ein Versuch einer fragmentarischen Zusammenstellung aus zweieinhalb Jahren:
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Widersprüchliches

Grundsätzliche Probleme an den zweiten Mannschaften der Proficlubs festzumachen, ist aber Quatsch. (…) Und den Wettbewerb verfälschen wir auch nicht, weil niemand Lizenzspieler delegiert, um die zweite Mannschaft zu stärken. (Heribert Bruchhagen, Mitglied des Ligavorstandes der DFL zur Forderung, die Zweitvertretungen der Proficlubs in eine eigene Regionalliga zu verschieben, siehe zdf.de (broken Link) –  oder in ausführlicher Replik hier)

Der FC Energie Cottbus wird erst im Sommer 2011 das geplante Benefizspiel in Görlitz zugunsten der Hochwasser-Opfer austragen. Ursprünglich war dieses Testspiel (…) für den 7.November 2010 vereinbart worden. Da die U 23 des FC Energie Cottbus an jenem Sonntag gegen RB Leipzig um Regionalliga-Punkte spielt und dort so viele Spieler wie möglich aus dem Profikader zum Einsatz kommen sollen (…) wurde Kontakt zum NFV Gelb-Weiß Görlitz aufgenommen. (Offizielle Vereinsmitteilung des FC Energie Cottbus auf der eigenen Homepage [broken Link]) Widersprüchliches weiterlesen

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