Schlagwort-Archive: FSV Zwickau

Früher war alles…

Waren die Anfeindungen gegen RB Leipzig damals mehr oder weniger als jetzt?
Es war damals gefühlt mehr. Mittlerweile ist das deutlich weniger und vor allem auch sachlicher geworden. Wir reden hier aber von Minoritäten, die für diese Anfeindungen stehen. Zudem war der Support unserer eigenen Fans in der ersten Zeit noch nicht so ausgeprägt.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass es deutlich weniger geworden ist, weil mehr über unsere Ergebnisse und unserer Art Fußball zu spielen, gesprochen wird. Wir stehen für viele positive Attribute, sind ein Verein zum Anfassen. Natürlich muss man manche Plakate bei Auswärtsspielen nicht wegdiskutieren. Aber die werden uns nicht daran hindern, unseren Weg konsequent weiterzugehen.
Was ist denn bislang passiert. Wir haben zuletzt drei Bundesliga-Spiele in einer Top-Atmosphäre erlebt. Und über Dortmund mussten wir sogar schmunzeln (voller BVB-Gästeblock trotz Abwesenheit und Protest verschiedener Fangruppen/ Anmerkung rotebrauseblogger). Ernst nehmen kann man das dann nicht. Grundsätzlich interessiert uns diese ganze Thematik auch nicht. (Dominik Kaiser in Sportbild, 21.09.2016)

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24.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Man könne sich nun wieder komplett auf die Liga konzentrieren. So hört man es gern nach Pokalniederlagen rund um die entsprechenden Vereine. Ein nachvollziehbarer Versuch, nach einer sportlichen Niederlage wieder schnell die Reihen zu schließen und weiterzumachen. Aber auch ein Versuch mit überschaubar geistreichem Hintergrund. Denn dass ein Zweitligist es bspw. nicht schaffen soll, sich wegen dreier Pokalspiele in sieben Monaten auch auf die 24 Ligaspiele drumherum zu konzentrieren, klingt durchaus etwas abwegig.

Wie auch immer, seit vorgestern haben auch die letzten der 18 Zweitligisten alle Augen und Synapsen frei für den Zweitligaendspurt, der noch 11 Spieltage vorsieht, bis auch die letzte Entscheidung getroffen sein wird (mal von den Teams, die dann in die Relegation müssen, abgesehen). Vier Zweitligateams waren im DFB-Pokal in die Runde der letzten 16 vorgedrungen, alle mussten dort dem Bundesligisten den Vortritt geben. Alle verloren mit 0:2.

Jubeln durfte mit Manuel Junglas wenigstens einer in ganz zentraler Position, der in der Hinrunde in Aalen noch Zweitligafußball spielte, dort keine Zukunft mehr hatte und nach Bielefeld wechselte. Wo er Werder Bremen gleich zwei Tore einschenkte und dafür sorgte, dass die zweite Liga wenigstens ein klein wenig sportlichen Anteil an einem unterklassigen Pokalerfolg nahm.

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Zweitliga-Aufsteigerbilanzen

Mit Heidenheim und RB Leipzig steigen diese Saison zwei komplett neue Mannschaften in die zweite Liga auf. Dazu kommt Darmstadt, die zuletzt 1992/1993 zweitklassig waren, also in den letzten 20 Spielzeiten, in denen die zweite Liga gesamtdeutsch und mit 18 Mannschaften spielte, auch nicht vertreten war.

Insgesamt gab es seit 1994 (die aktuellen Aufsteiger nicht mitgezählt) 49 verschiedene Vereine, die insgesamt 72 Aufstiege in die zweite Liga feiern durften. Sechs dieser Vereine spielten in diesen 20 Jahren jeweils nur ein Jahr zweitklassig. Essen gelang das Kunststück, direkt wieder abzusteigen, gleich dreimal. Bei Babelsberg, Schweinfurt, Erfurt, Oldenburg und Siegen blieb es bei einjährigen Geschichten.

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Neue Vereine, neue Wege

RB Leipzig ist genau der Klub, den die Fußballverbände für ihre Ostpolitik verdienen; also für eine Politik, die es nie gab. (FAZ, 13.05.2014)

Red Bull ist letztlich die Konsequenz daraus, dass es im ostdeutschen und speziell im Leipziger Fußball keinen nachhaltigen Aufschwung gab. Es ist letztlich die Folge der wirtschaftlichen Überlegenheit der alteingesessenen Bundesligavereine. Und letztlich ist das Gejammer, dass nun plötzlich vielleicht Vereine verdrängt werden könnten, die vorher noch selbst die Verdränger waren, weil nun ein Fisch kommt, der wirtschaftlich eventuell Augenhöhe herstellen kann, ziemlich verlogen. Wären die ostdeutschen Clubs (neben gerade in Leipzig vielen anderen Faktoren) nach der Wende nicht von den damals dicken Fischen verdrängt worden, wir würden heut und hier nicht über Red Bull reden. That’s for sure. (rotebrauseblogger, 28.03.2012)

Es ist natürlich immer ein bisschen simpel, ein Problem zu konstatieren und dann gleich mit ausgestrecktem Finger auf jemanden zu zeigen, dem man das Problem anhängen kann. Wenn man über den Ostfußball nach der Wende spricht, ist dies auch so. Klar kann man auf die nackten Zahlen verweisen und aufzählen, wie viele alteingesessene Clubs aus dem Gebiet der alten DDR (die hier als gemeinsamer wirtschaftlich-historischer Rahmen für die Vereine gesehen wir) im Mittelmaß versunken sind und dann auf irgendeinen Verband zeigen, der daran Schuld gewesen sein soll.

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Regionalliga: RB Leipzig vs. FSV Zwickau 0:0

Debütantenball in der Red Bull Arena. Und das ausgerechnet im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten FSV Zwickau. Die vorzeitig gesicherte Meisterschaft, ein physisch hartes Spiel gegen Lok unter der Woche und das anstehende Pokal-Highlight gegen den Chemnitzer FC machten es möglich, dass nicht nur (abgesehen von Dominik Kaiser) die zentralen Stützen von RB Leipzig Coltorti, Kutschke, Müller und der innenbandverletzte Frahn das Spiel im Freizeitdress von der Tribüne aus verfolgten, sondern dass mit Domaschke, Hoffmann, Nattermann und später Siebeck gleich vier Spieler ihre ersten Spielminuten in die Regionalliga-Saisonbilanz eintrugen. Insgesamt auf neun Positionen veränderte sich die Startelf von RB Leipzig im Spiel gegen Zwickau im Vergleich zum Duell mit Lok vier Tage zuvor.

Nun ist die Bank von RB Leipzig sicherlich eine tiefe und Ziegners Anmerkung in der Pressekonferenz nach dem Spiel, dass bei seinem Team auch  die Anstrengungen der letzten Woche zu spüren seien, er aber nicht die Möglichkeiten habe, mehreren Spielern mal eine Pause zu geben, eine richtige, aber selbst beim überlegenen Spitzenreiter der Regionalliga Nordost ist eine derartige Umstellung natürlich nicht ohne Qualitätsverlust zu kriegen. Einerseits individuell, wenn man beispielsweise aus Mangel an einem Rechtsverteidiger plötzlich Sebastian Heidinger dort auflaufen lässt. Und andererseits als Team, denn die völlig umformierte Mannschaft hatte so noch nie zusammengespielt, konnte also demnach im Zusammenspiel auch gar nicht am Optimum agieren.

Was Alexander Zorniger dazu bewog, seine Mannschaft kein Dauerpressing spielen zu lassen. Zwar versuchte man bei Ballverlust meist sofort in ein Gegenpressing zu kommen, aber in normaler 4-4-2-Verteidigungsgrundposition setzte man nicht wie sonst üblich die Innenverteidiger oder gar den Torwart mit unter Druck, sondern wartete mit den Stürmern ein Stück oberhalb der Mittellinie auf den Spielaufbau des Gegners. So kam es, dass sich die Zwickauer Innenverteidiger desöfteren eine Minute lang den Ball hin und her schoben und noch mal zum Keeper zurück spielten, weil sie einerseits den Platz dazu hatten und ihnen andererseits die Räume fehlten, den Ball anderweitig sinnig ins Spiel zu befördern. Denn das 4-4-2 mit Doppelsechs machte trotz völlig neuer Besetzung das Spielfeld eng und es den Gästen sehr schwer, sich vernünftig dem Domaschke-Tor anzunähern.

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Pressekonferenz: RB Leipzig vs. FSV Zwickau

[Nach der Partie RB Leipzig gegen den FSV Zwickau folgen hier die Einschätzungen der beiden Trainer Torsten Ziegner und Alexander Zorniger live aus der Pressekonferenz zum Spiel. Ab ca. 15.30 Uhr. Zudem wird insbesondere Alexander Zorniger sicherlich ein paar Worte zum in der Halbzeitpause ausgelosten Relegationsgegner von RB Leipzig zu verlieren haben.]

15.50

Zur Auslosung muss man gar nicht viel sagen. Es wurde – aus meiner Sicht glücklicherweise – nicht Kiel und ansonsten muss man es nehmen, wie es kommt. Es werden zwei schwere Spiele gegen eine in jedem Fall sehr gute Regionalliga-Mannschaft. Alles reinwerfen und dann aufsteigen und feiern. That’s it.. In diesem Sinne einen schönen Sonntag noch. Pressekonferenz: RB Leipzig vs. FSV Zwickau weiterlesen

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Sportliche Randereignisse

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den FSV Zwickau (12.05.2013, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger.]

Bereits zum siebten Mal in knapp vier Jahren kreuzen RB Leipzig und der FSV Zwickau (rechnet man ein Testspiel mit ein) nun schon die Klingen. Doch erstaunlicherweise wird das sonntägliche Spiel in der Red Bull Arena erst das zweite sein, bei dem RB Heimrecht hat. Als man das erste Mal in dieser Konstellation gegeneinander spielte, hieß der Spielort noch Stadion am Bad und lag in Markranstädt und für RB folgte (sieht man vom vorigen heimrechtgetauschten Landespokalspiel gegen Blau-Weiß Leipzig ab) das erste Heimpflichtspiel von RB überhaupt. Rund 2.500 Zuschauer, unter ihnen einige Gästefans, sahen im August 2009 einen deutlichen 4:0-Sieg. Wäre ja mal interessant, wie viele der Zuschauer von damals beim neuerlichen Aufeinandertreffen noch/ wieder dabei sind..

Sechs Spiele und knapp vier Jahre später kommt der FSV Zwickau also wieder mal für ein Liga-Auswärtsspiel vorbei. Dass man nach so langer Zeit immer noch in derselben Liga spielen würde, hätten die sportlichen Entscheidungsträger und die ersten Interessierten auf den Rängen damals wohl nicht gedacht. Dass es dazu nur die vierte Liga sein würde aber erst recht nicht. Ist es aber und das Duell gegen den FSV ist tabellarisch und auch faktische ein echtes Spitzenspiel, wenn der Tabellenführer auf den aktuellen Tabellenzweiten trifft.

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Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2012/2013

Macht man es kurz, könnte man einfach den Fakt für sich stehen lassen, dass RB Leipzig im dritten Anlauf nach der Vorrunde zum ersten Mal Platz eins belegt und somit die beste Bilanz aller Regionalligazeiten vorweisen kann. Moment mal, wir standen doch schon im letzten Jahr in der Winterpause auf Platz eins, wird der eine oder die andere jetzt einwenden. Das ist nicht falsch, aber damals wurde vor Weihnachten noch ein Rückrundenspieltag ausgetragen, an dem sich RB Leipzig die zuvor durch die Niederlage gegen Halle verlorene Tabellenführung zurückholte. In diesem Jahr dagegen kann selbst das eine Spiel weniger, das man im Vergleich zum Zweiten Jena hat, nichts an der klaren Tabellenführung ändern. Wenn man es zuspitzt, sind die Vorspielzeitserwartungen eingetroffen:

Im Normalfall gibt es in dieser Saison tatsächlich vor dem Erreichen der Relegation keine ernsthafte Konkurrenz für RB Leipzig. Wenn sich ein Mannschaftskern herausbildet, der tatsächlich aufsteigen will und Bock auf Fußball hat, dann steht der Meisterschaft und zwei Aufstiegsspielen nichts im Wege. Wie die dann ausgehen, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt. (RB Leipzig in der Regionalliga Nordost 2012/2013)

Klar, die Regionalligameisterschaft wird trotz allem kein Selbstläufer, aber im Normalfall sollten sich die RasenBallsportler die Relegationsteilnahme nicht nehmen lassen. Wie man dann gegen wen in der Relegation aussehen würde, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das Spiel gegen Jena hat jedenfalls deutlich gezeigt, wie schwer sich RB gegen einen taktisch sehr gut eingestellten Gegner tun kann. Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2012/2013 weiterlesen

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Verpasstes Spitzenspiel!

Nach menschlichem Ermessen wird RB Leipzig wird in diesem Jahr keinen Fußball mehr spielen. In Berlin und somit auch im rasenheizungslosen Poststadion des Berliner AK liegt so viel Schnee, dass an eine Spielaustragung nicht zu denken ist und man das Spiel absagen wird (Entscheidung heute vormittag) abgesagt hat. RB Leipzig kommt demnach bis zur Winterpause auf 14 Spiele, der FSV Zwickau als Ligakonkurrent gar nur auf 13 Regionalliga-Partien. Man könnte es Bezirksliganiveau nennen..

In den anderen Regionalligen haben die Teams zu diesem Zeitpunkt hingegen bereits mindestens 17 Partien hinter sich. Und auf 17 kommen auch nur Mannschaften, die noch Nachholespiele zu bestreiten haben. Der absolute König in Sachen bereits absolvierte Partien heißt Bayern München II und kommt auf wie viele Spiele? 24! In Worten: Vierundzwanzig. Fast doppelt so viele Regionalliga-Partien wie der FSV Zwickau! Man möchte dem NOFV die Zahl in einer ewigen Spamwelle per Post, Mail, Rauchzeichen und Telefon zukommen lassen, als Zeichen, dass man eine Regionalliga auch als normale Liga mit (mindestens) 18 Mannschaften innerhalb des üblichen Saisonrahmens ausrichten kann.

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Regionalliga: FSV Zwickau vs. RB Leipzig 0:1

Es ist schon ziemlich unglaublich. Da quält sich RB Leipzig in zwei Regionalliga-Serien am Stück mehr schlecht als recht durch den Fußball und hat im Aufstiegsrennen zweimal das Nachsehen und dann kommt die Saison Nummer 3 und plötzlich hat man neben dem Können auch noch das Glück auf seiner Seite. Und das 1:0 beim FSV Zwickau mag verdient gewesen sein, weil man 90 Minuten lang das wesentlich aktivere Team war. Insgesamt war es dann aber doch glücklich, weil man zur Halbzeit schon hätte hinten liegen können und die zweite Hälfte bis zu Frahns Toreinsatz eine klassische 0:0-Partie war.

Man hatte sich seitens der Gastgeber dank ideologischer Sticheleien vor dem Anpfiff alle Mühe gegeben, das Duell 2 gegen 1 (auch für die Zuschauer) zusätzlich motivierend aufzuladen. Reichlich 3.300 Zuschauer folgten dann auch dem Angebot, einer Art fußballerischem Klassenkampf beizuwohnen. Und die Mannschaften nahmen den kämpferischen Unterton der Ankündigungen („Arbeiterbewegung vs Profitum“!) an und lieferten sich 90 Minuten lang eine aggressive Schlacht. Insbesondere die Zweikampfführung der Gastgeber im Luftkampf war einige Male nah an der Grenze zur Körperverletzung. Dass Christoph Göbel bei einer solchen Aktion, als er ohne Rücksicht auf Verluste in das Kopfballduell mit Schinke hineinspringt und dabei zusätzlich noch vom eigenen(!) Mitspieler abgeräumt wird, seine Zunge verschluckt, ist eine ziemlich übel-bittere und gar nicht witzige Ironie der Geschichte.

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Kreuzende Hauptstraße

Eine Saison ist gewissermaßen wie eine lange Reise. Und jeder Spieltag ist eine Kreuzung. Manchmal kreuzt nur eine Nebenstraße, manchmal ist es aber auch eine Hauptstraße. Und an jeder Kreuzung besteht die Möglichkeit auf einen Umweg ausweichen zu müssen oder gar in einer Sackgasse zu landen. In dieser Saison gab es eigentlich erst ein Spiel, durch das RB Leipzig in eine ziemlich falsche Richtung hätte abbiegen können. Und dieses Spiel bei der TSG Neustrelitz hat man nach großem Kampf gewinnen können. Mit dem FSV Zwickau wartet wieder mal ein Spiel, von dessen Verlauf der weitere Saisonverlauf zwar nicht existenziell, aber doch einigermaßen erheblich abhängt.

Denn als Zweitplatzierter ist der FSV Zwickau aktuell der erste Verfolger von RB Leipzig. Die Verfolgerrolle ist bei sieben Punkten Rückstand relativ, aber das direkte Duell bietet sowohl die Möglichkeit, Zwickau aus dem sportlichen Spiel zu nehmen oder andersherum besteht die Gefahr, dass nach dem 13. Spieltag der Regionalliga Nordost nur noch vier Punkte Vorsprung auf der Tabellentafel stehen (bzw. sechs auf Jena, die in einer Woche nach Leipzig kommen). Stichwort kreuzende Hauptstraße.

Dass der FSV Zwickau als Aufsteiger aus der Oberliga in der Regionalliga Nordost eine gute Rolle spielen wird, konnte man schon vor der Saison ahnen. Dass es für Platz 2 nach 13 Spieltagen langen könnte beim besten Willen nicht. Die Basis für diesen Erfolg legten die Westsachsen vor allem in Heimspielen und in der Abwehr. Im heimischen Ausweichstadion „Sojus 31“ gelangen bisher in sechs Spielen fünf Siege. Lediglich im Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena, das zwar die Saisoneröffnung sein sollte, aber aufgrund von Problemen mit der Gästetribüne verschoben und nach dem sechsten Spieltag ausgetragen wurde, gab man beim 0:0 zwei Punkte ab. 12:1 Tore sprechen auch eine deutliche Sprache. Lediglich Hertha BSC II konnte bisher in Zwickau treffen. Und auch insgesamt zeigt sich die FSV-Defensive bei nur vier Gegentreffern in 12 Spielen absolut sattelfest.

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RB Leipzig in der Regionalliga Nordost 2012/2013

Hier an dieser Stelle gab es ja erst ganz kürzlich einen Blick auf die neue Regionalliga Nordost vor dem Hintergrund neu gewonnener Reisefreiheiten. Viel wichtiger sind aber natürlich die sportlichen Aussichten in der neuen Saison, in einer teilweise recht neuen Staffel. Und nach dem EM-Aus ist ja vielleicht Ablenkung gen Zukunft auch gerade gefragt

Blickt man ernsthaft über die Regionalliga Nordost bleibt als einziger wirklicher Konkurrent nur Carl Zeiss Jena bestehen. Und auch hier rekrutiert sich die Annahme eher aus dem Vereinsnamen als aus überbordender sportlicher Klasse. Nach dem Abstieg aus der dritten Liga ist die Mannschaft komplett auseinander gebrochen. Bisher stehen außer Torhüter Berbig, den ehemaligen Chemnitzern Marcel Schlosser und Matthias Peßolat und dem allseits bekannten ehemaligen RasenBallsportler Tom Geißler nur eine Handvoll Junioren und junge Spieler im Kader. Jena wird letztlich – auch wenn die genaue Zusammensetzung noch unklar ist – eine gut gemischte Mannschaft aus Erfahrung und Zukunft an den Start bringen. Dass sie damit aber tatsächlich ganz oben landen können, halte ich insgesamt für unwahrscheinlich, auch wenn man in Jena ein wenig davon träumt. Einzig des Trainers Petrick Sander klaren taktischen Vorstellungen könnten hier ein Hoffnungsschimmer auf größeres sein.

RB Leipzig macht unter Beteiligung von Carl Zeiss Jena also die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost vermutlich mit sich selbst aus. Dahinter wird es dann schon schwieriger die Lage einzuschätzen. Zu vermuten ist, dass es zwischen Platz 3 und der Abstiegszone ein ziemlich breites Mittelfeld gibt, das folgende Teams umfasst: Berliner AK, ZFC Meuselwitz, VFC Plauen, Hertha BSC II, 1.FC Magdeburg, FSV Zwickau und mit Abstrichen VfB Auerbach, Germania Halberstadt und Lok Leipzig. Mal der Reihe nach.

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Straflosigkeit

Warum sollte ich die Jungs bestrafen? Die sind gestraft genug. (Peter Pacult in der heutigen LVZ.)

Der Herr Chefcoach hat mit dieser Aussage nach dem Sachsenpokalaus in Zwickau – wie desöfteren – recht. Weil:

Natürlich wären wir gerne eine Runde weiter gekommen. Aber ich kann der Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht gewollt hat. Zwickau hat dreimal aufs Tor geschossen, wir haben sie zu zwei Toren eingeladen. Und dann kann ein Regionalligist beim Ersten der Oberliga ein Spiel verlieren.

Und genau dies macht die Niederlage (ähnlich wie das Unentschieden in Havelse) so bitter und ärgerlich (hoffentlich auch für die Spieler). Dass man sie sich durch zwei Nachlässigkeiten praktisch komplett selbst eingebrockt hat. Wäre das nicht passiert, dann hätte RB Leipzig sicherlich immer noch nicht überragend gespielt, aber man hätte das Spiel wohl als routinierten 1:0-Sieg abgehakt. Einmal in Fahrt lässt sich Peter Pacult dann aber noch zu einer kleinen Polemik hinreißen: Straflosigkeit weiterlesen

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Sachsenpokal: FSV Zwickau vs. RB Leipzig 2:1

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Jetzt können wir uns wenigstens voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren. Der FSV Zwickau ist ein ganz starkes Team, das schon jetzt Regionalliganiveau hat. Beim Spitzenreiter der NOFV-Oberliga Süd kann man verlieren. Dort werden noch ganz andere Mannschaften Probleme bekommen. Ähm ja. Oder so.

Man hätte wohl fast auf das wetten können, was da gestern im Zwickauer Ausweichstadion vor reichlich 2.000 Zuschauern passierte. Unterklassige Mannschaft, die aufgrund ihrer Qualität nicht unterklassig ist, trifft mit 110% Engagement auf den großen Favoriten RB Leipzig, der zwar um die Schwere der Aufgabe weiß, aber trotzdem (typische Pokalpsychonummer) nur bei 90% landet. Und mit 90% gewinnt selbst der FC Bayern (wie es Uli Hoeneß irgendwann mal sagte) gegen keinen Gegner, wenn der 100% oder mehr bringt. So depremierend einfach ist die Formel.

Überraschungen sind natürlich das A und O des Pokals, nur will man eigentlich nicht als ausscheidender Part daran beteiligt sein. Und schon gar nicht fetzt es, auswärts in der 90. Minute auszuscheiden. Wie ein überraschender Schlag in die Magengrube. Und geschlagen trotteten sie von dannen..

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Enttäuschungen, die weder Krise noch Blamage sind

Wir sind einen Punkt hinter Kiel, es sind noch 14 Spiele. Hört’s mir auf mit Blamage und Krise. (Peter Pacult in der heutigen LVZ)

Chefcoach Pacult hat natürlich recht, wenn er sich Begrifflichkeiten wie Blamage oder Krise verweigert. In Havelse unentschieden zu spielen, ist natürlich keine Blamage und der Verlust der Tabellenführung, eine Woche nachdem medial die Perfektion ausgerufen worden war, keine Endzeitkrise. Was es ist, hat Marcus Hoffmann gut auf den Punkt gebracht:

Es ist eine Riesenenttäuschung.

Genau das ist es immer noch, auch zwei Tage nach dem 1:1 von RB Leipzig in Havelse, ein mistiges Ergebnis nach unnötigem Spielauftakt. Ein Ergebnis, das den weiteren Saisonverlauf nicht gerade einfacher macht. Und allen, die die Auswärtsfahrt nach Havelse nachträglich als ein schwieriges Unterfangen interpretieren, sei gesagt, dass mit Zwickau, Magdeburg, Plauen, Kiel und Halle die wirklich heftigen Auswärtskaliber erst noch kommen. Spiele, bei denen man es sich nun vorerst nicht mehr leisten kann, hinterher von einem Punkt zu sprechen, mit dem man leben könne.

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Nachholer

Nun bin ich nach meiner kurzzeitigen Abwesenheit vom Geschehen rund um RB Leipzig endgültig wieder auf dem Stand der Dinge. Es ist nicht so, dass sich in meiner Abwesenheit weltbewegendes getan hätte, aber gänzlich ereignislos verliefen die Tage auch nicht.

Sportlich gesehen habe ich einerseits den 3:1-Arbeitssieg von RB Leipzig beim Berliner AK verpasst, zu dem es wohl nicht wirklich viel relevantes zu sagen gibt, außer dass man diese Spiele eben notwendig gewinnen muss.  Andererseits ereignete sich sportbezogen die Auslosung zum Viertelfinale im Sachsenpokal. Und das Los bescherte den RasenBallsportlern eine Reise nach Zwickau zum dortigen FSV. Der ist aktuell überlegen Tabellenführer der Oberliga (spielt somit wohl auf ordentlichem Regionalliganiveau) und hatte vor zwei Jahren bereits einmal das Vergnügen, den Favoriten RB Leipzig im Viertelfinale des Sachsenpokals aus dem Wettbewerb zu kegeln. Wenn man es positiv sehen will, ist dies endlich die Chance zur Revanche, wenn man es negativ sehen will, dann hat man sich eine undankbare Aufgabe geangelt bei einem sportlich anspruchsvollen und hochmotivierten Gegner gegen den man trotzdem nur verlieren kann, weil er formal ein unterklassiger ist. Klingt ein bisschen nach Auerbach im letztjährigen Sachsenpokal-Viertelfinale. Damals ging es in einer kampfbetonten Partie gut für RB aus.

Ansonsten wurde die Nachrichtenlage von Personalien bestimmt. BILD behauptete am 23.11., dass RB Leipzig an Thomas Paulus dran sei, seines Zeichens Stamminnenverteidiger bei Erzgebirge Aue. Möglicherweise gar schon zur Winterpause. Inwieweit das ein belastbares Gerücht ist, möchte ich nicht beurteilen. Ein kleiner Vorgeschmack auf die mediale Begleitung der Winterpausen-Transferperiode dürfte es trotzdem gewesen sein.

Währenddessen fing Tomas Oral im Duett mit Thomas Linke seine Arbeit beim Zweitligisten FC Ingolstadt an und wurde dabei auch auf seine RB-Zeit angesprochen. Während man in Leipzig die letzten Monate nutzte, um den einen oder anderen Giftpfeil Richtung Ex-Coach zu schleudern, übte sich Oral im Sport1-Interview in relativer Zurückhaltung und betonte noch einmal die schwierigen Rahmenbedingungen bei RB Leipzig im Umbruch von Amateur zu Profi: „Wir hätten uns einen anderen sportlichen Ausgang gewünscht, aber wenn man analysiert, dann muss man bei A anfangen und Z aufhören.“ Genau, und das O wie Oral hat ein besonders Gewicht, aber die anderen Buchstaben gibt es eben auch noch.

Und: Das Maskottchen wurde nun auf den Namen Bulli getauft. Drei Monate Namensfindungsaktion und heraus kommt Bulli! Nur zur Erinnerung: das alte Maskottchen hieß Bullidibum.. Dem Verein zufolge hätten 400 der über 2.000 Namensvorschläge Bulli gegolten. Was willste da noch machen. Die Welt ist eben wie sie ist. Und meine Welt ist das nicht, aber wenn ich die Kids unter 10 in Ekstase geraten sehe, wenn sie auf ähm Bulli treffen, dann hat dieses komische Viech offenbar seine Berechtigung. Die Kindertagesstätte Zwergenland darf sich nun übrigens über ein Kinderfest mit Red Bull und Bulli freuen (weil sie bei der Namensfindung auch mitmachte und für Bulli votierte). Nun ja, ich hatte ja bereits erwähnt, dass nicht viel passiert ist..

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Meine 18 bis zur Dritten Liga

Wenn ich nun einmal für ein paar Minuten unterstelle, das Leben wäre ein Wunschkonzert, und ich könnte mir eine erste Bundesliga nach völlig willkürlichen tendenziell nostalgischen Kriterien zusammenstellen. Oder müsste es sogar, ohne Abstieg, closed shop, festgeschrieben auf 11 Jahre (also bis Katar, weil danach die Fußballwelt ja ohnehin eine ganz andere ist). Wenn ich weiter unterstelle, dass alle Vereine mit sportlich wie finanziell vergleichbaren Voraussetzungen in diese Phase gingen, wenn also beispielsweise Blau-Weiß 90 Berlin nicht von vornherein nur Kanonenfutter für die Bayern und viele andere wäre, dann könnte meine Bundesliga so aussehen. (Meine 18 bis Katar)

Mit diesen Worten und unter dem Titel „Meine 18 bis Katar“ löste Heinz Kamke bei angedacht.de eine Lawine von Beiträgen in den diversesten Fußballblogs aus, die alle zum Ziel hatten, die subjektiv perfekte Bundesliga zu kreieren, was sich sehr leicht nachvollziehen lässt, wenn man die Kommentare zum obigen Beitrag durchwühlt und den gesammelten Pingbacks von anderen Bloggern folgt.

Die Wunschbundesliga der Bloggosphäre hatte Herr Kamke dann dankenswerterweise auch noch zusammengefasst. Auffällig daran, die fast komplette Abwesenheit des Fußballostens. Bis auf Dynamo Dresden (die oft nach dem Motto ‚irgendeiner aus dem Osten muss auch noch rein‘ gewählt wurden) schafft es kein Verein auch nur ansatzweise in die Top 18. Einmal mehr ein Beweis dafür, wie wenig Fußballmannschaften aus dem Osten das Bild der Bundesliga geprägt haben oder aufgrund ihres Images (Cottbus) als nicht bundesligatauglich erachtet werden. Bundesliga, das ist für viele immer noch eher Braunschweig, Düsseldorf oder 1860 als Magdeburg, Rostock oder gar Leipzig. Völlig verständlich aus meiner Sicht, aber auch schräg 20 Jahre nachdem der zuvor aufgelöste Deutsche Fußball-Verband (DFV) als Nordostdeutscher Fußball-Verband (NOFV) und somit als Regionalverband dem DFB beitrat. Meine 18 bis zur Dritten Liga weiterlesen

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FSV Zwickau vs. RasenBallsport Leipzig 0:4

8. und vorletztes Testspiel des Sommers und vor der Generalprobe am Freitagabend in Markranstädt gegen Hertha BSC die letzte Möglichkeit noch einmal (fast) allen Spielern eine Einsatzchance zu geben. Nicht eingesetzt wurden lediglich Ersatzkeeper Bellot, Kammlott (Erholungspause), Schinke und Rosin (beide verletzt). ‚Dank‘ Kammlotts und Rosins Pause durften Frommer und Rost 90 Minuten auf dem Platz bleiben, während sich Frahn für einen Platz im Sturm bewerben durfte und nicht auf der linken Außenbahn spielen musste. Interessant auch, dass Trainer Oral das Testspiel nutzte, um zumindest für 45 Minuten die Variante mit der Doppel-Sechs Bick/ Rost zu probieren, die von Geißler und Watzka auf den Außenbahnen links und rechts unterstützt wurden. Sicherlich eher die defensivere Variante zur Mittelfeldraute mit Rost und Geißler, aber aus meiner Sicht mit einem spielstarken Stürmer wie Kammlott oder Frommer und einem Torjäger wie Frahn eine denkbare Alternative.

Aufstellung 1. Halbzeit: Neuhaus – Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller – Watzka, Rost, Bick , Geißler – Frahn, Frommer

Aufstellung ab der 46. bzw. 64.Minute: Neuhaus – Albert, Hertzsch, Buszkowiak, Franke – Lewerenz (75. van den Bosch), Rost, Baier, Laas – Kutschke, Frommer

Links: RBL-Bericht (broken Link), Zwickau-Bericht (broken Link)

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Saisonrückblick

Auch wenn die Saison noch nicht in allen Ligen beendet ist, wird es langsam Zeit einmal einen kurzen Blick auf die Gewinner und Verlierer der Saison zu werfen, zumal die Entscheidungen auch in Regional- und Oberliga (zumindest was die Vereine in Ostdeutschland angeht) bereits gefallen sind.

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FSV Zwickau vs. RasenBallsport Leipzig 0:2

Die Oberliga-Abschiedstour geht weiter. Nach dem 6. Rückrundensieg in Serie und nachdem die RasenBallsportler bereits alle Spitzenteams der Oberliga bespielt und besiegt haben, dürfte der Rest der Saison als Vorbereitung auf die neue Saison dienen. Es fühlt sich so langsam an wie Sommerpause. Den RasenBallsportlern sei wie auch allen Besuchern dieser Website ein frohes Osterfest gegönnt.

Links: der RBL-Liveticker [broken Link], Bericht aus Sicht des RBL [broken Link], MDR-Bericht [broken Link], Bericht aus Sicht des FSV Zwickau [broken Link]

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