Schlagwort-Archive: Felix Zwayer

Bundesliga: 1.FC Köln vs. RB Leipzig 1:2

Siebter Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig trat beim 1.FC Köln an. Packendes Spiel. Unheimlich viel los vor den Toren. RB nach 90 Minuten mit dem besseren Ende, das man sich vor allem durch ein deutliches Chancenplus in der zweiten Halbzeit verdiente.

In die Partie gegangen war Ralph Hasenhüttl mit einer Rotation light. Vier Spieler tauschte er im Vergleich zur Istanbul-Partie unter der Woche. Keita fehlte gesperrt und Werner war verletzt. Augustin und überraschend auch Orban saßen auf der Bank. Dafür durfte Ibrahima Konaté sein Debüt im RB-Dress feiern und standen Bruma, Lukas Klostermann und Yussuf Poulsen in der Startelf.

Organisiert war das wie immer im 4-2-2-2, in dem Sabitzer an die Seite von Poulsen in den Sturm rückte. Allerdings waren die Offensivpositionen recht flexibel besetzt. So tauschten nicht nur Bruma und Forsberg auch mal die Positionen, sondern spielte Bruma zeitweise auch mal neben Poulsen im Sturm, während Sabitzer auf die Zehn zurückrutschte.

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Der Videobeweis und seine Grauzonen

Gerade mal zwei Spieltage hat die aktuelle Spielzeit gesehen und die Diskussion um den Videobeweis ist schon im vollen Gange. Viel Zweifel wird angemeldet zur Sinnhaftigkeit des Unterfangens. Viele Geschimpfe über angeblich falsche Entscheidungen bzw. über den Unsinn der neuen Technik ist auch von Seiten der am Spiel Beteiligten zu vernehmen.

Es ist für eine abschließende Bewertung der Dinge natürlich noch viel zu früh, aber ein paar Ansatzpunkte, in welche Richtung die Sache läuft, gab es an den ersten beiden Spieltagen (und im Supercup zuvor) schon. Erstaunlich dabei, dass nach einjähriger Testphase im Hintergrund am ersten Spieltag teilweise die Funkverbindung zwischen Videoassistent und Schiedsrichter auf dem Platz ausfiel und dass generell die Abseitslinien nicht zur Verfügung stehen. Das ist natürlich ein Unding, dass man mit dem Videobeweis auch in der Praxis anfängt (und das zweite Jahr nun ist ja weiterhin nur als Testphase deklariert) und die Technik nicht mitmacht. Wenn die nicht hinhaut, kann man die ganze Geschichte tatsächlich einfach schnell wieder einstampfen.

Davon abgesehen, habe ich bisher auf Sachebene wenig gesehen, was gegen den Videobeweis spricht. Vielmehr wurden Entscheidungen in einem nachvollziehbaren zeitlichen Rahmen vernünftig und auch richtig getroffen. Ich verfolge die Bundesliga nicht sklavisch, aber das Gelb gegen Papadopoulos, das zurückgepfiffene Abseitstor im Spiel der Freiburger gegen Frankfurt oder der nachträgliche Elfmeterpfiff nach Ziehen gegen Bayern Lewandowski im Autaktspiel gegen Leverkusen, das waren alles ordentlich abgewickelte Vorgänge mit einem vernünftigen Ergebnis und insofern für den Videobeweis und seine Anwendung sprechende Prototypen.

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Bundesliga: FC Schalke 04 vs. RB Leipzig 2:0

Erster Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig ging es zu Schalke 04. Interessantes Duell zweier Teams, die man in dieser Spielzeit im oberen Tabellendrittel erwarten könnte. Interessant auch, weil man bei beiden Mannschaften nicht so richtig wusste, wo sie stehen. Wenn man die 90 Minuten als Maßstab nimmt, dann ist RB Leipzig abgesehen von Aktionen im letzten Drittel schon sehr weit und wusste Schalke durch gute Defensivarbeit und taktisches Konzept zu gefallen.

In die Partie gegangen war RB Leipzig wie erwartet ohne Diego Demme und auch ohne Emil Forsberg. Demme blieb zu Hause, weil er noch nicht ganz fit ist. Forsberg durfte nach Angina auf der Bank sitzen. In der Innenverteidigung entschied sich Hasenhüttl auch diesmal für Upamecano und nicht für Compper. Etwas überraschend vielleicht, dass die Doppelsechs von Laimer und Ilsanker gebildet wurde. Dafür rückte Keita statt Bruma nach vorn auf die Forsberg-Position.

Wobei Hasenhüttl seine Formation als ein 4-3-3 mit Laimer und Keita auf der Acht erklärte. Ganz in live sah man (bzw. ich als Beobachter) diese klare Formation mit Sabitzer, Poulsen und Werner als Anläufer in vorderster Front nur in den allerersten Spielminuten. Danach war es eigentlich recht schnell wieder meist ein 4-2-2-2, in dem Keita aber tatsächlich eine etwas tiefere Rolle spielte, als es ein Forsberg normalerweise tut.

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Bundesliga: Borussia Mönchengladbach vs. RB Leipzig 1:2

Drei Auswärtsniederlagen hintereinander ohne eigenes Tor für RB Leipzig. Dazu die letzten beiden Ligaspiele verloren. Ein bisschen stellte sich vor dem Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach die Frage, ob aus Einzelereignissen nun doch ein Trend wird. Am Ende der 90 Minuten feierte RB eine Art Statement-Sieg gegen die aufkommenden Unkenrufe und Hoffenheim-Vergleiche, den man sich durch viel Aufwand und durch das bessere Agieren vor dem gegnerischen Tor auch verdiente.

Etwas überraschend, was Ralph Hasenhüttl in Mönchengladbach aufstellungstechnisch veranstaltete. Der eigentlich angekündigte Upamecano blieb auf der Bank. Dafür rückte Ilsanker neben den nach Gelbsperre zurückkehrenden Compper in die Innenverteidigung. Statt Orban/ Upamecano also Compper/ Ilsanker als Startduo. Keita rutschte von der Zehn für Ilsanker auf die Sechs, auf der er wirkungsvoller ist. Sabitzer spielte statt zweiter Spitze wieder auf der Stammposition auf der Zehn, die ihm auch näher liegt. Und Burke bekam dafür den Platz neben Werner im Sturm, wo er allerdings etwas wirkungslos blieb. Überraschend aber vor allem, Schmitz für Bernardo in die Startelf zu stellen. Wobei Schmitz seine Sache abgesehen von kleineren Wacklern sehr gut machte.

Am Ende war es das gewohnte 4-2-2-2-System, nachdem man vor dem Spiel noch rätseln durfte, ob Hasenhüttl eventuell eine Systemumstellung plant. Zumindest ließen sich seine Äußerungen, Upamecano, Ilsanker und Keita spielen zu lassen, entsprechend interpretieren, wenn man davon ausging, dass Keita nicht noch mal auf der Zehn spielen würde. Durch Upamecanos Bankplatz blieb es dann aber doch beim gewohnten System und Keita fand trotzdem einen Platz auf der Sechs.

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Bundesliga: FC Bayern München vs. RB Leipzig 3:0

Sportliches Gipfeltreffen des deutschen Fußballs kurz vor Weihnachten. Erster gegen Zweiter. Beide mit identischer Punktzahl. Eine Partie, die mit einem wahnwitzigen Aufgebot an Artikeln allerlei Qualitätssorten begleitet und mit Bedeutung aufgeladen wurde. Am Ende wurde es eine erstaunlich einseitige Angelegenheit und eine Demonstration der Stärke der Bayern, die es aber bei einem verhältnismäßig erträglichen 3:0 beließen.

RB Leipzig war mit den fraglichen Halstenberg und Keita in die Partie gegangen. Und entsprechend mit derselben Mannschaft wie am Wochenende gegen Hertha BSC. Ralph Hasenhüttl war damit nach der Partie nicht so zufrieden, weil er Keita in der Halbzeit schon vom Platz nehmen musste. Weil er dann doch nicht so fit war, wie gedacht.

Bayern auf der anderen Seite wechselte zweimal. Lahm und Robben kamen in die Mannschaft. Rafinha und Müller mussten dafür weichen. Etwas überraschender, dass sowohl Ribery als auch Müller auf der Bank Platz nehmen musste. Douglas Costa durfte dafür mitmachen.

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Elf Schmuddelkinder müsst ihr sein

Länderspielpause. Wieder mal Zeit zum Podcasten und zum Aufarbeiten all der Dinge, die RB Leipzig zwischen St. Pauli und Nürnberg so passiert sind. Dazu wird die Wintersportsaison langsam in den verdienten Ruhestand verabschiedet, werden diverse gesundheitserhaltende oder -fördernde Hausmittelchen vorgestellt und geben sich ein paar Trainerkandidaten die virtuelle Klinke in die Hand.

In (von der Zeit her) geschmeidiger Europapokalversion mit Hin- und Rückspiel besprachen Co-Gastgeber Dirk Hofmeister, Buchautor Ullrich Kroemer von der Mitteldeutschen Zeitung und meine Wenigkeit alle wichtigen Themen zwischen Grippe und Sport, zwischen Buch und TV und zwischen Wasser und Aquavit.

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2.Bundesliga: 1.FC Nürnberg vs. RB Leipzig 3:1

Topspiel zwischen Nürnberg und Leipzig. Die Chance für RB, den Abstand auf Rang 3 auf neun Punkte auszubauen. Eine Chance, die man trotz Führung verpasste, weil man ab der 60. Minute oft zu passiv agierte und im intensiven Kampf gegen physisch starke Gastgeber immer größere Probleme bekam.

Auf beiden Seiten waren vor der Partie Ausfälle zu beklagen. Nürnberg musste in der Abwehr den gesperrten Bulthuis durch Hovland und Erras im Mittelfeld durch Petrak ersetzen, blieb sich mit dem 4-4-2 aber treu.

Leipzig musste auf Demme und Kaiser verzichten, was deutlich weniger Ausfälle als befürchtet waren. Poulsen und Selke bildeten erstmals seit dem 20. Spieltag in der Startelf die Doppelspitze. Sabitzer, Halstenberg und Ilsanker kehrten nach Erkrankungen ins Team zurück. Was ein im Vergleich zum Club von der Grundformation her ziemlich ähnliches 4-4-2 bzw. 4-2-2-2 ergab.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Eintracht Braunschweig 2:0

Das Ende der Winterpause brachte für RB Leipzig eine Partie gegen Eintracht Braunschweig. Tabellenführer gegen den nicht nur heimlich auf die Aufstiegsränge schielenden Fünften. Am Ende der Partie, das in Braunschweig zum „Endspiel“ ausgerufen worden war, stand ein absolut souveräner und phasenweise beeindruckender 2:0-Sieg von RB Leipzig, die ihrem Gegner in allen Belangen überlegen waren.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig im 4-2-3-1-System, durch das Davie Selke erwartungsgemäß aus dem Team fiel und Anthony Jung ebenso erwartungsgemäß den verletzten Marcel Halstenberg ersetzte. Die letzte offene Kaderstelle besetzte Marvin Compper, für den sich Ralf Rangnick per „Bauchgefühl“ entschied. Letztlich auch eine Entscheidung für den etwas sachlicheren Innenverteidiger und für Erfahrung in der letzten Reihe. Sicherlich nachvollziehbar, auch wenn dadurch der bessere Zweikämpfer Atinc Nukan auf der Bank Platz nehmen musste.

Von Beginn an übernahm RB Leipzig gegen Braunschweig die Kontrolle über das Spiel. Von der Braunschweiger Ankündigung, der Begegnung einen eigenen Stempel aufdrücken zu wollen, war wenig bis nichts zu sehen. In der Vorwärtsbewegung konnten Kumbela, Khelifi oder Hochscheidt zu wenig Bälle sichern und so auch Zuck, Ofosu-Ayeh oder Boland zu selten mit in die Vorwärtsbewegung nehmen. RB verteidigte schon im Mittelfeld beginnend bei der Doppelsechs und immer wieder nach vorn aufrückenden Innenverteidigern sehr gut und sicher, nahm dem Gast so früh die Luft zum Spielen und generierte einige gute, frühe Ballgewinne.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Eintracht Braunschweig 3:1

Das Spiel zwischen RB Leipzig und Eintracht Braunschweig versprach sportlich einiges. Gut gestarteter Aufsteiger gegen spielerisch starken, aber zuletzt strauchelnden Bundesliga-Absteiger, der sich einiges zur Wiedergutmachung vorgenommen hatte. Und die Partie hielt einige der Versprechungen, war überwiegend ein intensives, vor allem in der ersten Halbzeit auch hochklassiges Duell, in dem RB Leipzig letztlich das vor dem Tor zielstrebigere, gefährlichere und effektivere Team war. Braunschweig überzeugte dagegen vorwiegend zwischen den Strafräumen und zeigte in Ansätzen die spielerischen Potenziale, blieb aber offensiv meist harmlos und leistete sich defensiv die entscheidenden Fehler, die zur insgesamt verdienten Niederlage führten.

Weil Dominik Kaiser nach Verletzung erstmal nur auf der Bank saß und Clemens Fandrich gesperrt ausfiel, war RB Leipzig im schon vermuteten 4-3-3-System mit Matthias Morys als zusätzlichem Stürmer gestartet. Ein System, das insgesamt ganz gut passte und vor allem in Umschaltsituationen seine große Stärken entwickelte, weil man dann mit Poulsen und Morys gleich zwei schnelle Außenstürmer hatte, die mit tiefen Bällen gefüttert werden konnten und so dafür sorgten, dass viele Bälle sehr weit in der gegnerischen Hälfte gesichert werden konnten.

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