Schlagwort-Archive: FC Augsburg

Regionaler Kern

Irgendwo hatte ich vor einiger Zeit mal wieder das Argument gelesen, dass der Anspruch von RB Leipzig, Jugendliche aus der Region zu förden, nicht wirklich erfüllt sei. Weil die Jugendarbeit nach oben nicht durchlässig ist und man nach unten überregional scoutet und so die Nachwuchsteams nur noch wenig Platz ließen für regionale Talente.

Was gleich die Frage aufwarf, wie dies eigentlich im großen Fußball, zu dem RB Leipzig ja jetzt dazugehört oder dazugehören will, aussieht und ob der Anspruch regionaler Talentförderung in globalisierten Zeiten und bei überregionalem Scouting überhaupt noch Teil der Vereinsphilosophien ist.

Wenn man sich mal die U19-Nachwuchsmannschaften der Bundesligisten anschaut, soweit sie selbst in der Bundesliga spielen, dann fällt auf, dass die Differenzen insgesamt geringerer Natur sind, als man denken könnte. Für alle U19-Mannschaften gilt, dass sie in der vergangenen Spielzeit im Kern aus Spielern aus der jeweiligen Region bestanden. Wobei Region hier so definiert wird, dass der letzte Verein der Spieler nicht weiter als 100 km entfernt war. Was eine eher unzureichende Klassifizierung ist, da manche Teams in Ballungsgebieten agieren und andere wiederum nicht.

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Bundesliga-Aufsteigerbilanzen

Mit dem SC Freiburg ist diese Saison ein alter Bekannter in die Bundesliga aufgestiegen, mit RB Leipzig dagegen ein kompletter Frischling. Leipzig ist der 55. Verein, der in die Bundesliga aufsteigt.

Seit Einführung der Dreipunktregel 1995 haben 28 verschiedene Vereine in 21 Spielzeiten als Aufsteiger in der Bundesliga gespielt. Dabei traten diverse Teams mehr als einmal als Aufsteiger auf. Insgesamt waren es in den 21 Spielzeiten 58 Aufsteiger, die sich darin versuchten, die Klasse zu halten. Was im Normalfall das erste Ziel eines Aufsteigers ist.

Gleich fünfmal Aufsteiger waren der 1.FC Köln und der VfL Bochum. Eintracht Frankfurt, der 1.FC Nürnberg und Arminia Bielefeld waren mit je vier Aufstiegen auch sehr häufig Neulinge. Nicht die allerkonstantesten Vereinskarrieren.

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Festes Band

Letztens bin ich in meinem Kopf irgendwie darüber gestolpert, dass ich es merkwürdig finde, dass in dieser Saison gleich beide Bundesligaaufsteiger keine wirklich relevanten Abgänge zu verzeichnen haben. Bis auf Immanuel Höhn (wechselte nach Darmstadt), der in Freiburg verzichtbar war und schon in der zweiten Liga seinen Stammplatz verloren hatte, blieben alle Spieler an Bord, die mit wesentlicher Spielzeit zum Aufstieg beitrugen.

In meiner Vorstellung gab es dagegen eine Fußballwelt, in der Aufsteiger immer damit leben müssen, dass die großen Clubs kommen und sich die besten Spieler der Aufsteiger holen, weil die sich mit ihren Leistungen in die Scoutingblöcke der Republik gespielt hatten. Wie das aber immer so ist mit Vorstellungen, sie müssen nicht wirklich stimmen. Weswegen ich mir zumindest für die letzten acht Spielzeiten seit Wiedereinführung der Relegation für die Aufsteiger angeschaut habe, welche der elf in der Liga meisteingesetzten Spieler auch im Jahr nach dem Aufstieg noch im Club waren.

Interessanterweise verloren zwölf von achtzehn Aufsteigern seit 2010 maximal einen ihrer Zweitligastammspieler. Gleich sieben Clubs verloren keinen ihrer Stammspieler. Im Schnitt sind es pro Aufsteiger 1,22 Stammspieler, die nach dem Aufstieg den Verein verlassen. Düsseldorf hatte einst das Maximum von fünf Spielern, die man ziehen ließ. Was eventuell auch mit den Wirren nach der Relegation gegen Hertha und dem sich lange ziehenden Sportgerichtsnachspiel zu tun gehabt haben mag.

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RB Leipzig in der Bundesliga 2016/2017

Bundesliga. Wie ungewohnt das noch klingt. Aber jetzt darf man sich ja damit beschäftigen. Und was böte sich als Anlass für eine erste Annäherung an die kommende Saison besser an als die Tatsache, dass seit gestern die Zusammensetzung der Liga klar ist.

Dass RB Leipzig der 55. Neuling der Bundesliga sein würde, war klar. Auch dass Freiburg, der Inbegriff eines deutschen Top20-Teams (ok, Top23), wieder dabei sein würde. Seit nunmehr 25 Jahren war Freiburg immer Bundesligist oder nie schlechter als Fünfter in der 2. Liga.

Vervollständigt wurde das Bundesliga-Feld gestern durch Eintracht Frankfurt, die in der Relegation vergleichsweise dominant den 1.FC Nürnberg besiegten und die Klasse hielten. Und damit den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen zu einem freudetrunkenen Grüßmarathon vor laufenden Kameras zwangen. Eltern, Freunde, Gartenzwerge, Krümelmonster und all die anderen, die gegrüßt wurden, werden sich sehr gefreut haben.

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Nicht viel passiert in der englischen Woche

Englischen Wochen wird ja manchmal nachgesagt, dass sie ordentliche Verschiebungen in der Tabelle bewirken können, weil man bei drei Spielen in kürzester Zeit entweder mit einem Lauf ganz viele Punkte auf einen Schlag einfahren oder bei Negativlauf eben verlieren kann. Wenn man sich die erste englische Woche in der diesjährigen zweiten Liga anschaut, dann ist genaugenommen nur sehr wenig passiert, weil sich die Mannschaften ganz im Duktus der extrem ausgeglichenen Liga gegenseitig die Punkte abgenommen haben und fast niemand nach oben oder unten heraussticht.

Herausnehmen muss man da vielleicht oben Erzgebirge Aue, die mit den wenigsten Gegentoren aller Teams, nämlich genau einem, die ersten sieben Punkte der Saison und damit mehr Punkte als alle anderen sichern konnten. Erzgebirge Aue an der positiven Spitze einer Tabelle, daran muss man sich auch erst mal gewöhnen nach dem unterirdischen Saisonstart.

Am unteren Ende fallen zwei Teams heraus. Einerseits der FSV Frankfurt, der bei gleich 12 Gegentoren in nur drei Spielen nur einen Punkt holen konnte. Und andererseits der VfR Aalen, der zwar nur drei Tore kassierte, aber damit als offensivschwächstes Team (ein Tor) trotzdem nur auf einen Punkt kam.

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Zweitliga-Aufsteigerbilanzen

Mit Heidenheim und RB Leipzig steigen diese Saison zwei komplett neue Mannschaften in die zweite Liga auf. Dazu kommt Darmstadt, die zuletzt 1992/1993 zweitklassig waren, also in den letzten 20 Spielzeiten, in denen die zweite Liga gesamtdeutsch und mit 18 Mannschaften spielte, auch nicht vertreten war.

Insgesamt gab es seit 1994 (die aktuellen Aufsteiger nicht mitgezählt) 49 verschiedene Vereine, die insgesamt 72 Aufstiege in die zweite Liga feiern durften. Sechs dieser Vereine spielten in diesen 20 Jahren jeweils nur ein Jahr zweitklassig. Essen gelang das Kunststück, direkt wieder abzusteigen, gleich dreimal. Bei Babelsberg, Schweinfurt, Erfurt, Oldenburg und Siegen blieb es bei einjährigen Geschichten.

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DFB-Pokal: RB Leipzig vs. FC Augsburg 0:2

Fußballfesttage feiert man ja auch nicht alle Nase lang. Flutlichtspiel mit 30.000 Zuschauern. Dazu ein Pflichtspiel gegen einen Bundesligisten. In Sachen Fußball könnte es wesentlich schlechtere Konstellationen geben. Dass man dann dem Favoriten unterliegt, gehört eigentlich zu den ganz normalen Dingen, über die man nicht wirklich lamentieren muss. Und trotzdem fühlt sich das 0:2 von RB Leipzig gegen Augsburg beim dem Gastgeber zugeneigten Beobachter als das an, was es letztlich eben ist, als Niederlage. Und als unangenehm frühes Ende der DFB-Pokal-Reise.

In der Startaufstellung tauchte entsprechend der Spekulationen vor dem Spiel nicht ganz unüberraschend der Name Carsten Kammlott an der Stelle von Spielgestalter Thiago Rockenbach auf. Sodass aus dem gewohnten 4-3-1-2 irgendwas zwischen 4-3-1-2 und 4-3-3 wurde. Die Idee dahinter lag auf der Hand. Einerseits mit den drei Offensivkräften das Aufbauspiel der Augsburger über Innenverteidiger und Sechser Daniel Baier aggressiv zu stören und andererseits Optionen für das Vertikalspiel, also das schnelle Spiel in die Spitze zu haben.

Das klang auf dem Papier gut, sinnig und auf den Gegner zugeschnitten, hinterließ aber auf dem Platz dann doch einige Fragezeichen. Denn die Augsburger entzogen sich der ersten Pressinglinie, indem sich die Innenverteidiger teilweise extrem tief und bis an die eigene Strafraumgrenze fallen ließen und von dort das Spiel eröffneten. Was dazu führte dass die erste RB-Pressinglinie zwar relativ hoch in des Gegners Hälfte stand, oft aber (weil man die drei bis fünf Meter bis zum gegnerischen Sechzehner dann doch nicht mehr schloss) ohne direkten Zugriff auf die Gegenspieler zu haben. Die das dazu nutzten, einige Male relativ präzise in die notwendig großen Räume zwischen Stürmern und Mittelfeld- bzw. Verteidigungskette von RB Leipzig zu spielen.

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Pressekonferenz: RB Leipzig vs. FC Augsburg

[Nach der Partie RB Leipzig gegen den FC Augsburg folgen hier die Einschätzungen der beiden Trainer Markus Weinzierl und Alexander Zorniger live aus der Pressekonferenz zum Spiel. Ab ca. 22 Uhr. Bei Verlängerung und Elfmeterschießen entsprechend später.]

22.33

In diesem Sinne wünsche  ich ein schönes Wochenende. Morgen dann die ausführliche Spielanalyse hier im Blog in gewohnter Form. Gehabt euch wohl. Pressekonferenz: RB Leipzig vs. FC Augsburg weiterlesen

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Statistiksieger

Der Worte sind fast schon genug gewechselt vor dem DFB-Pokal-Erstrundenmatch RB Leipzig gegen den FC Augsburg. RB Leipzig sieht sich als Underdog, der FC Augsburg sieht sich vor einer ganz, ganz schweren Aufgabe. Um die 30.000 Zuschauer werden prüfen, wessen sportliche Vorstellungen sich besser umsetzen lassen. (Vorbericht RB Leipzig gegen FC Augsburg inklusive Pressekonferenzticker)

Als Vorteil wird gemeinhin gesehen, dass RB Leipzig bereits zwei Pflichtspiele Vorsprung vor dem FC Augsburg hat, sprich demnach auch zwei Wochen weiter in Sachen Spritzigkeit und Pflichtspielrhythmus ist. Wenn dem so ist, sollte sich anhand der vergangenen Spielzeiten eigentlich zeigen lassen, dass die Drittligisten (seit Einführung der eingleisigen dritten Liga 2008) in der ersten DFB-Pokal-Runde die Erstligisten in Scharen aus dem Wettbewerb gekegelt haben, denn in all den Jahren seitdem startete die Saison für die Bundesligisten immer mit dem DFB-Pokal, während die Drittligisten zuvor schon im Ligenbetrieb waren.

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Abseits des Alltags

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Erstrunden-Begegnung im DFB-Pokal RB Leipzig gegen FC Augsburg (02.08.2013, 20.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Daniel Frahn und Tobias Willers.]

So richtig groß ist die Wahrscheinlichkeit nicht, dass man in zwei aufeinanderfolgenden DFB-Pokalauslosungen (an denen man teilnimmt) (in unterschiedlichen Jahren versteht sich) den gleichen Gegner zieht. Zumindest nicht, wenn die frühen Runden mit 32 bzw. 64 Teams gelost werden. Und doch wollte es der Zufall so, dass RB Leipzig bei der zweiten DFB-Pokalteilnahme zum zweiten Mal den FC Augsburg als Gegner zog. Diesmal eine Runde früher als beim letzten Versuch vor zwei Jahren, der für RB Leipzig mit einem Ausscheiden aus dem bundesweiten Pokalwettbewerb als großer Bühne für die sportliche Selbstdarstellung endete.

Die Leserinnen und Leser, die damals dabei waren, werden sich sicherlich noch gut erinnern, dass damals Jos Luhukay mit der in Augsburg nicht unumstrittenen Maßnahme, quasi mit einer B-Elf aufzulaufen, alles richtig machte und ein rumpeliges 1:0 mit nach Hause nahm. Letztlich war das Funktionieren der taktischen Ordnung der gewinnbringende Punkt, dank der man RB 90 Minuten lang fast vollständig vom eigenen Tor fern hielt und vorn eine (bzw. die eine) Chance abeklärt nutzte. „Erste Liga, keiner weiß warum“, hallte es (nicht ganz zu Unrecht) durch die Red Bull Arena als Reaktion auf die Vorstellung des Bundesligisten, aber letztlich taten die Gäste mit einer durchschnittlichen bis guten Zweitligaaufstellung genau soviel wie nötig (aber auch kein Prozent mehr).

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DFB-Pokal-Los: RB Leipzig vs. FC Augsburg

„Erste Liga, keiner weiß warum.“, hallte es vor knapp zwei Jahren durch das mit rund 34.000 Zuschauern gut gefüllte Rund der Red Bull Arena zu Leipzig. Zu Gast war beim Regionalligisten RB Leipzig  in der zweiten Runde des DFB-Pokals der Bundesligist FC Augsburg und zeigte mit einer B-Elf eine schwache Leistung, die aber trotzdem reichte, um nach einem 1:0 RB Leipzig aus dem Wettbewerb zu werfen. Der Gast hatte clever die eine Chance, die sie kriegten genutzt und defensiv wenig zugelassen. Gut genug, um nicht wie derVfL Wolfsburg eine Runde zuvor zu scheitern, aber auch schlecht genug, um vom Publikum eine größere Portion Hohn mit auf den Nachhauseweg nehmen zu können.

Es war letztlich ein Spiel, nach dem man mit einem guten Gefühl aus dem Stadion ging, weil RB Leipzig einem Erstligisten mehr als Paroli geboten hatte und nur knapp ausschied. Erst einen Tag später wich das gute Gefühl dem leisen Ärger, dass man ein Spiel abgegeben hatte, dass man dem Spielverlauf nach nie und nimmer hätte abgeben müssen.

Knapp zwei Jahre später spielte das Losglück gestern wieder einmal ein merkwürdiges Spiel und präsentierte den RasenBallsportlern erneut das Los FC Augsburg. Nicht schon wieder mag hier in Leipzig, aber sicherlich auch in Augsburg der eine oder die andere gedacht haben. Eine gute Chance auf eine Revanche dürfte aber auch zum hiesigen Fazit der Auslosung gehören.

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DFB-Pokal: RB Leipzig vs. FC Augsburg 0:1

Die Niederlage von gestern verhält sich emotional so ganz anders als sonstige Niederlagen. Während man beispielsweise nach der Niederlage gegen den HSV II am Tag des Spiels noch niedergeschlagen war, einen Tag später aber bereits wieder ein positives Gefühl (‚Das wird schon‘) hatte, geht es mir nach der gestrigen Partie genau andersherum. Gestern war ich enttäuscht vom Ergebnis, aber schritt insgesamt zufrieden ob des Spiels und der Atmosphäre nach Hause. Heute aber sackt langsam die Tatsache, dass man den Bundesligisten gestern genaugenommen hätte mindestens zu einer Verlängerung zwingen müssen.

Es ist ja eigentlich der Pokal-Klassiker. Der Favorit kommt zwar nicht richtig ins Spiel und tut sich schwer, ist dann aber doch irgendwann in den entscheidenden Phasen etwas konsequenter und fährt zufrieden, aber auch ein wenig unverdient mit einem Sieg nach Hause. Gestern war es beim Spiel der A-Mannschaft von RB Leipzig gegen die A2-Mannschaft vom FC Augsburg (also vermutlich so etwas wie Drittliga- gegen Zweitliga-Niveau) ähnlich. In einem mindestens ausgeglichenen Spiel machen die Gäste aus ihrer einzigen Großchance mit Unterstützung der kompletten Leipziger Rückwärtsbewegung und einem schlecht postierten Keeper Borel das 1:0. Zwei oder drei mittelgefährliche Fernschüsse hatten die Augsburger in der Vorwärtsbewegung noch zu bieten, das war es dann auch schon. Völlig zu Recht ertönte gleich mehrmals im weiten Rund der Ruf „1.Liga, keiner weiß warum“.

Es war insgesamt dass erwartete Spiel zwischen einem Gast, bei dem das robuste, und nicht das kreativ-offensive Spiel auf der Kompetenz-Haben-Seite ganz oben steht und einem Gastgeber, der mit viel Aufwand, aber nicht immer höchster Genauigkeit versuchte, den Gast mit schnellem, direkten Spiel zu ärgern. Heraus kam dabei kein hochklassiges, aber doch ein hochintensives und bis zur letzten Sekunde spannendes und heftig umfightetes Spiel. Eines, bei dem es selbst den Geradenbesucher irgendwann nicht mehr auf dem Sitzplatz hält.

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Kampfbetontes Geduldsspiel

Wenn ich die Bemerkungen Pacults vor dem heutigen Spiel (im Red Bull Audioplayer [broken Link] von gestern) richtig interpretiere, dann hat er ziemlich Respekt vor Augsburg und Angst, dass Mannschaft und Zuschauer im Hurra-Stil untergehen bzw. ein kampfbetontes, kompaktes Geduldsspiel nicht annehmen und aushalten können.

Ich hoffe, die Spieler gehen nicht übermütig in das Spiel, denn hier kommt ein Gegner mit einer ganz anderen Qualität als Wolfsburg. (…) Augsburg ist eine sehr gut organisierte Mannschaft. (…) Mit der gesamten Kompaktheit und Spielern, die sehr rustikal und körperlich dominant sind, wird das ein ganz anderes Spiel als gegen Wolfsburg. (…) Gegen Wolfsburg war für beide Mannschaften viel Platz auf dem ganzen Spielfeld. Das wird gegen Augsburg sicherlich nicht der Fall sein.

Wenig Raum, viel Kampf, robustes Auftreten. Eine Spiel, bei dem man wohl nicht viele Chancen auf ein Tor kriegt und kleine Fehler entscheiden können. Ich für meinen Teil habe auch vor Pacults Aussagen vom heutigen Abend kein Spiel für Feinschmecker erwartet. Dafür hoffe ich auf viel Intensität und im Optimalfall einen spannenden Pokalfight in einem Spiel in umgekehrten Rollen, können doch die RasenBallsportler heute das machen, was sie an ihren Regionalliga-Gegnern immer beklagen. Abwarten, das Spiel des Gegners (zer-)stören und im richtigen Moment zuschlagen. Hoffentlich. Der Worte sind jedenfalls genug gewechselt. Mehr als genug.

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One day before tomorrow

Ja, klar. Morgen ist für RB Leipzig DFB-Pokal gegen den FC Augsburg. Der Vorverkauf läuft auch ok und 25.000 Zuschauer plus x sollten es in der zumindest im Unterrang sehr gut gefüllten Red Bull Arena schon werden. Trotzdem lohnt vielleicht noch mal ein kurzer Blick zurück (hinein in den Red Bull Audioplayer [broken Link] vom 21.10.2011, also nach dem Spiel von RB Leipzig gegen St.Pauli II), vor dem Blick nach vorn:

Und dann kriegen wir wieder mit der ersten Chance das Gegentor. (Daniel Frahn)

Wir haben dann in der zweiten Halbzeit mehr oder weniger durch nichts nichts den Ausgleich bekommen. (Peter Pacult)

Also kurz gesagt: Beide liegen falsch. Denn das Gegentor der St. Paulianer war genaugenommen ihre dritte Großchance (eine in Halbzeit 1 beim Stand von 0:0, zwei nach der Pause). Und das Tor kam im Gegensatz zum RB-Treffer auch nicht aus dem Nichts, da das Spiel der Gäste schon zuvor gefährlich aussah und man bereits ein paar Minuten vor dem Ausgleich einen Kopfball nur knapp neben das Gehäuse setzte. Und: insgesamt habe ich 3:3 Großchancen gezählt und das entsprach ziemlich genau den ausgewogenen verteilten, mannschaftlichen Qualitäten. Was die deprimierendste Nachricht des vergangenen Freitag-Abend war.

Ich weiß, Vergleiche mit der Vorsaison nerven, aber die Parallelen – wenn man nur auf RB Leipzig guckt – sind durchaus vorhanden. Auch damals war die Laune bis zum achten Spieltag eigentlich ok. Nach fünf Siegen hintereinander war man auf Platz zwei hinter Chemnitz gerutscht. Ein klarer Auswärtssieg, der Rest knappe Siege und Unentschieden. Das folgende 0:0 beim VfB Lübeck hielt man für einen Ausrutschter, der am grundsätzlichen Aufwärtstrend nichts ändern konnte. Und dann kam am Spieltag 10 der VfL Wolfsburg mit seiner U23 nach Leipzig, gewann bei trostlosem Auftritt der Heimmannschaft mit 1:0 und die Zuschauer pfiffen erstmalig (und berechtigt) in der vergangenen Saison nach einem Spiel. Es war ein Spiel, nach dem man sich eingestehen musste, dass RB Leipzig noch keinerlei spielerische/ spieltaktische Mittel hatte, um den Gegner auszuhebeln. Und man schätzte damals innerhalb des Teams die Lage auch noch völlig falsch ein und attestierte sich selbst eine gute zweite Halbzeit und dass man doch einen Punkt verdient gehabt hätte.

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DFB-Pokal: RB Leipzig vs. FC Augsburg

(Update 16.08.2011: Der DFB hat das DFB-Pokal-Spiel RB Leipzig gegen FC Augsburg inzwischen auf den 25.10.2011, 19 Uhr terminiert [broken Link]. Infos zum Kartenvorverkauf folgen, sobald sie vorliegen.)

(Update 09.09.2011: Der Kartenvorverkauf für das Spiel RB Leipzig gegen den FC Augsburg in der zweiten Runde des DFB-Pokals startet am Montag, den 12.09.2011. Details und Vorverkaufsstellen finden sich auf der Homepage des Vereins in der Rubrik Vorverkauf [broken Link].)

Ob man bei Sky heimlich auch auf einen schnellen Aufstieg von RB Leipzig hofft, weil es ihnen erhöhte Absatzquoten im einwohnerreichen Großraum Leipzig bescheren würde? Bei der gestrigen Auslosung für die zweite DFB-Pokal-Runde jedenfalls dürfte Sky noch nicht allzuviele Leipziger und Leipzigerinnen begrüßt haben. Die, die es sehen konnten, erfuhren das, was die anderen auch erfuhren, nämlich dass RB Leipzig am 25. oder 26.10. in der Red Bull Arena auf den Fc Augsburg treffen wird, einfach etwas eher. Bei allen zusammen dürfte die Auslosung eine ähnliche Indifferenz hinterlassen haben.

Der FC Augsburg ist sicherlich aus dem Lostopf der Profis nicht das Los, das sportlich gesehen Angst und Schrecken verbreitet, erst recht nicht bei einem auf Drittliga-Niveau gepimpten Viertligisten wie RB Leipzig. Es ist aber auch nicht das Los, das die Red Bull Arena binnen weniger Tage ausverkaufen wird. Augsburg ist für RB Leipzig sicherlich nicht das Riesen-Traumlos, aber es ist ein Bundesligist mit einigen interessanten Namen und je näher das Spiel rücken wird, desto interessanter wird der Gegner und das Spiel werden werden.

Zu Augsburg fällt mir sportlich zugegeben nicht viel ein. In grauer Vorzeit habe ich mal einen Tag in Augsburg verbracht, ohne mich daran irgendwie erinnern zu können. Meistens begegnete mir Augsburg nur als ICE-Halt auf dem Weg nach München. Sportlich gesehen hätte ich bis vor nicht allzulanger Zeit bei Augsburg fast ausschließlich an Eishockey gedacht. Inzwischen hat sich der FC Augsburg aber auch fußballerisch durch die Ligen bis in die Bundesliga gekämpft, auch wenn ich den Eindruck habe, dass man dort von deren Anwesenheit noch nicht wirklich Notiz genommen hat.

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