Schlagwort-Archive: Emil Forsberg

Potenzial sucht Effektivität

Letztes Jahr im Juni gab Red Bull Salzburg die Verpflichtung des damals 20jährigen Massimo Bruno bekannt. Einen Fünfjahresvertrag gab es für den Belgier. Eine mittlere einstellige Millionensumme hat Ralf Rangnick für ihn damals wohl hingeblättert. Mit der Idee, dass in den fünf Vertragsjahren Bruno einerseits sportlich zurückzahlt und sich so entwickelt, dass bei einem eventuellen Weiterverkauf wirtschaftlicher Zahltag wäre.

Ein paar Wochen nach der Verpflichtung wurde bekannt, dass Bruno eigentlich von RB Leipzig gekauft und nur an Salzburg verliehen wurde. Ralf Rangnick meinte damals zu Brunos Situation: „Sollte Leipzig tatsächlich schon diese Saison in die Bundesliga aufsteigen, ist es vorstellbar, dass er nächstes Jahr in Leipzig spielt. Wenn nicht, ist es selbstverständlich auch möglich – und das sieht der Spieler auch so – dass er dann noch ein Jahr in Salzburg bleibt.“

In diesem Sommer, also ein Jahr später war der Verbleib in Salzburg offenbar keine Option mehr. Trotz  der Tatsache, dass Leipzig weiterhin in der zweiten Liga spielt. Bruno selbst flirtete ein wenig mit der spanischen, ersten Liga, um den von ihm angestrebten Weg in eine europäische Topliga gehen zu können. Am Ende setzte sich seine Vertragslage durch und er landete in Leipzig.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Fortuna Düsseldorf 2:1

Wenn man nach sieben Spielen ohne Niederlage als Aufstiegsmitfavorit den 16. der zweiten Liga empängt, dann agiert man zwangsläufig aus der Favoritenrolle heraus. Selbst wenn Fortuna Düsseldorf als Gast über einen nominell gar nicht schlechten Kader verfügt und einiges an Potenzial hat. Dieser Favoritenrolle wurde RB Leipzig über große Teile des Spiels gerecht und gewann auch mit einer nicht durchgehend sehr guten Leistung völlig verdient mit 2:1.

In die Partie gegangen war der Gastgeber wenig überraschend mit derselben Formation wie beim Auswärtssieg in Bochum. Im Gegensatz zur dortigen 4-3-3-Partie begann man allerdings in einem 4-2-3-1 mit einem offensiveren Kaiser und einem alleinigen Stürmer Selke. Wie immer allerdings dies nur die schematische Grundformation, da Forsberg und Sabitzer auch häufig mit in die vorderste Reihe rückten und ein Demme eine wesentlich offensivere Rolle bekleidete als ein Ilsanker.

Bei Fortuna Düsseldorf mussten kurzfristig Didier Ya Konan und Mathis Bolly passen. Vor allem letzterer wäre mit seiner Physis und Schnelligkeit auf der Außenbahn ein Gewinn gewesen. Fortuna-Coach Kramer entschied sich angesichts dessen zu einer Umstellung auf ein 4-2-3-1, in dem Kerem Demirbay auf die Zehn rückte, wo er wenigstens ein wenig Spielkultur und Struktur in das Spiel seiner Mannschaft brachte und sich spannende Duelle mit Diego Demme lieferte. Mike van Duinen rückte mit überschaubarem Erfolg auf die rechte Außenbahn.

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Auf gutem Wege

Der erwartete oder erhoffte Qualitätssprung ist bei RB Leipzig jedenfalls im Vergleich zur Rückrunde der vergangenen Saison noch nicht eingetreten. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund der enormen Kaderverstärkungen in diesem Sommer aus RB-Sicht ein unbefriedigender Befund. Insgesamt ist aber auch der Weg klar, auf dem sich die Mannschaft zusammen mit den Veranwortlichen befindet bzw. den sich letztere für die Mannschaft ausgesucht haben. Jetzt muss sich halt nur noch zeigen, ob die Mannschaft diesen fußballerischen Weg gehen kann.

Fünf Spiele sind es bis zur nächsten Länderspielpause, darunter eine englische Woche mit den Spielen in Heidenheim, gegen Freiburg und in München. Dazu die Heimspiele gegen Paderborn und Nürnberg. Am Ende dieses zweiten Ligaspielblockes mit einigen Herausforderungen wird man schon genauer wissen, wie RB Leipzig sportlich funktioniert, ob man eine Entwicklung hinbekommt und inwiefern man mit der Spitze (Platz 1 und 2 sind schon sieben bzw. vier Punkte weg) mithalten kann oder weiter Boden verliert. (Erwartbar unbefriedigend, Bilanz nach fünf Spieltagen)

10 Spieltage sind in der zweiten Liga vorbei. Nach knapp einem Drittel der gesamten Saison haben sich die ersten Tendenzen verfestigt und sich Problemkinder und Überraschungsteams herausgeschält. Zu diesem Zeitpunkt der Saison darf man dann doch schon mal anfangen, die sportlichen Entwicklungen und den Stand der Dinge ernst zu nehmen und entsprechend zu bewerten. Alles immer noch kein Zeitpunkt für ganz große Panik, wenn man auch bedenkt, dass Karlsruhe vor einem Jahr nach zehn Spielen Neunter war und fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsrang hatte, den man am Ende der Saison belegte. Aber immerhin ein Zeitpunkt, an dem sich schon besser einschätzen lässt, ob die Ideen, die am Saisonanfang in ein Team und den Kader gesteckt wurden, funktionieren oder nicht.

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2.Bundesliga: TSV 1860 München vs. RB Leipzig 2:2

Zum Abschluss der englischen Woche reiste RB Leipzig zum TSV 1860 München. Im Spiel beim Tabellenvorletzten war man Favorit und wollte die zuletzt ansteigende Formkurve mit drei Punkten unterstreichen. Stattdessen zeigte man einen Mix aus den schlechten Versatzstücken der bisherigen Saisonspiele und erweckte den am Boden liegenden Gegner mit zum Leben und musste sich entsprechend am Ende mit einem 2:2 begnügen.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit drei Veränderungen im Vergleich zur letztwöchigen Startaufstellung. Anthony Jung sollte links hinten mehr Frische ins Team bringen und Marcel Halstenberg ersetzen. Diego Demme blieb angeschlagen nur ein Platz auf der Bank und wurde schmerzlich vermisst. Für ihn rückte Stefan Ilsanker aus der Innenverteidigung auf die Sechs und Georg Teigl als Rechtsverteidiger ins Team, weil Klostermann nach innen ging. Und offensiv begann der wiedergenesene und zumindest sehr bemühte Yussuf Poulsen für Massimo Bruno.

Beim TSV 1860 München rutschte der mit seinem Bankplatz unzufriedene Michael Liendl wieder in die Startelf, der dem Spiel seines Teams durchaus Struktur geben konnte. Dadurch verschob sich auch das Spielsystem ein wenig. Statt des gewohnten 4-4-2 bzw. 4-4-1-1 spielte man eher ein 4-1-4-1 mit einem zentralen Sechser Degenek und zwei Achtern Adlung und Liendl, die je nach situativer Erfordernis etwas offensiver oder defensiver spielten und zwei Außen Wolf und Vollmann, die auch die Aufgabe hatten, die Außenverteidiger intensiv bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Zudem kam auch Rubin Okotie, der zuletzt im Februar getroffen hatte, nach Pause wieder zurück in die Startelf und sollte im Laufe des Spiels noch von sich reden machen.

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2.Bundesliga: 1.FC Heidenheim vs. RB Leipzig 1:1

Siebter Spieltag in der zweiten Liga. Das Tabellenbild wird langsam klarer. Was dann immer auch bedeutet, dass klarer wird, wann man besonders dringend Punkte braucht, um seine Saisonziele nicht aus den Augen zu verlieren. Bedeutete für RB Leipzig, dass man aus Heidenheim drei Punkte mitnehmen wollte, um die vier bzw. fünf Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze nicht noch größer werden zu lassen oder im besten Fall zu verringern. Dass man sich in Heidenheim am Ende mit einem 1:1 begnügen musste, war diesbezüglich ein Rückschlag und wurde deswegen noch ärgerlicher, weil man die Partie über weite Strecken eigentlich dominiert hatte und sich für eine gute Auswärtsleistung nicht adäquat belohnte.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit den zurückkehrenden Stefan Ilsanker und Davie Selke. Ersterer hatte seine vereinsinterne Sperre abgesessen und durfte wie schon im letzten Auswärtsspiel in Berlin in der Innenverteidigung ran. Tim Sebastian fand dafür nicht mal einen Platz im 18er Kader. Zweiterer kam nach seiner Erholungspause nach Länderspielreise wieder zurück und verdrängte Vertragsverlängerer Yussuf Poulsen, blieb aber meist blass. Defensivallzwecktalent Lukas Klostermann rutschte zudem von der Innenverteidiger- auf die Rechtsverteidigerposition und spielte dort anstelle von Georg Teigl insgesamt solide, aber offensiv eher unauffällig.

Das ganze war dann auf dem Feld irgendwas zwischen einem 4-2-2-2 und einem 4-2-3-1. Je nachdem, ob Sabitzer eher einen zweiten Stürmer oder in der Reihe dahinter spielte. Soweit war das normal. Nicht ganz so normal, sondern eher untypisch war dagegen die Idee der Heidenheimer, die ihr sonst starkes Flügelspiel zugunsten der Konzentration auf das Zentrum aufgaben und den torgefährlichen Rechtsaußen Robert Leipertz auf der Bank ließen und Marc Schnatterer von links auf die zentrale Zehnerposition schoben, wo er einiges von seiner sonst üblichen Gefährlichkeit und seinem Einfluss auf das Spielgeschehen verlor. Hinter Schnatterer spielte dann eine Art kompakte Dreierreihe mit dem Sechser Griesbeck und den Achtern Theuerkauf und Titsch-Rivero.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. SC Paderborn 2:0

Ein wenig ungewiss war es nach zwei Wochen Länderspielpause, wie die beiden Kontrahenten der gestrigen Partie zwischen RB Leipzig und dem SC Paderborn auftreten würden. Am Ende wusste man dann, dass in Paderborn noch zu viel von dem drinsteckt, was auch schon vor der Pause im teilweise desolat auftretenden Team drinsteckte und dass Leipzig in der Lage war, dies zumindest über weite Teile des Spiels für sich und viele, viele Torchancen zu nutzen.

Dabei hatte man in der ersten Viertelstunde durchaus den Eindruck, als könnte der SC Paderborn etwas selbstbewusster und stabiler auftreten. Der Gast kontrollierte die Partie und setzte sich phasenweise in der RB-Hälfte fest. Gefährlich wurde man dabei allerdings fast überhaupt nicht. Lediglich in der ersten Minute prüfte Neuzugang Christian Bickel mit einem Schuss Schlussmann Fabio Coltorti, den dieser ohne Mühe parierte. Es sollte der einzige Torschuss in 90 Minuten bleiben, den Coltorti halten musste.

Auf Seiten von RB Leipzig hatte sich in der Startformation einiges verändert. Neuzugang Marcel Halstenberg feierte links hinten ein sehr gutes Debüt im RB-Dress. Lukas Klostermann rutschte dafür in die Innenverteidigung, wo er den intern gesperrten Stefan Ilsanker (siehe Randbemerkung 1) ersetzte und eine solide Partie spielte, aber auch wieder mal zeigte, dass er im Zweikampf manchmal noch Defizite in Bezug auf seine Physis hat. Emil Forsberg kehrte zurück ins Team und verdrängte indirekt Davie Selke, der nach einigen Strapazen mit der deutschen U21-Nationalmannschaft auf der Bank Platz nehmen musste. Yussuf Poulsen rückte dafür in die Sturmposition. Zudem kehrte Kapitän Dominik Kaiser im zentralen Mittelfeld ins Team zurück, weswegen Ranik Khedira nur die Bank blieb.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016 – Update 3

Schon seit einer Woche ist die Transferliste nun geschlossen und damit der Kader von RB Leipzig komplett (wenn man nicht irgendwann noch in Panik einen vertraglosen Spieler verpflichtet). Trotz der Tatsache, dass bis auf Joshua Kimmich keiner der letztjährigen Stammspieler den Verein verlassen hat, liegt eine bewegte Transferperiode hinter dem Verein.

Insgesamt zehn neue Spieler stehen im Profikader. Irgendwas zwischen sieben und acht davon mit einer relativ klaren Idee und auch realistischen Chance, nicht nur für die Bank verpflichtet worden zu sein. Der Kader hat also in der Qualität deutlich hinzugewonnen, wenn fast ausschließlich Spieler verpflichtet wurden, die sofort Stammelfchancen haben. Bedeutet aber auch, dass hier gerade ein erheblicher Umbruch in den gewachsenen, sportlichen Hierarchien des Teams stattfindet.

Zehn Neuzugängen stehen elf Abgänge entgegen, wenn man nur die Spieler zählt, die in der Rückrunde der vergangenen Saison in Leipzig gespielt haben. Dazu kommen noch mal acht Spieler, die verliehen waren und nach ihrer vertragsgemäßen Rückkehr nach Leipzig keine sportliche Chance mehr hatten und entsprechend mit neuen Vereinen versorgt werden mussten. Mit Sumusalo und Palacios Martinez fanden zwei den Weg in die hauseigene U23, der Rest verstreute sich über die Welt.

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Erwartbar unbefriedigend

Die Länderspielpause scheint noch in vollem Gange, dabei sind es auch nur noch vier Tage bis der Ligenbetrieb wieder startet und es für RB Leipzig mit dem Spiel gegen den SC Paderborn weitergeht. In den ersten fünf Spielen der Saison haben die RasenBallsportler acht Punkte gesammelt. Was ungefähr dem entspricht, was man auf dem Rasen an sportlichen Leistungen gezeigt hat. Vielleicht wären ein, zwei Punkte weniger auch angemessen gewesen, aber im Grunde spiegeln acht Punkte (die Hälfte der Liga hat zwischen sechs und acht Punkten) ziemlich genau einen durchwachsenen Saisonstart wieder.

Fünf absolvierte Spieltage sind natürlich noch zu wenig, um ernsthafte Prognosen für den weiteren Saisonverlauf abzugeben (zumal die Transferperiode gerade erst abgelaufen ist und am Ende einige Clubs noch mal Veränderungen vornahmen). Und acht Punkte sind kein Grund, um in Panik auszubrechen. Nur so für den Hinterkopf sollte man allerdings festhalten, dass bspw. in der vergangenen Saison jene Teams, die am Ende die ersten drei Plätze belegten, mit mehr als acht Punkten aus fünf Spielen in die Saison starteten und dass 1,6 Punkte pro Spiel, die acht Punkte aus fünf Spielen bedeuten, nach 34 Spieltagen in den letzten 20 Spielzeiten nur einmal zum dritten Platz reichten. Und das ist auch schon wieder eine ganze Weile her (Mainz 2003/2004).

Die Zahlen unterstreichen letztlich nur den Augenschein, dass sich RB Leipzig in den verbleibenden 29 Spielen wird steigern müssen, um das, was die Konkurrenz von ihnen und sie selber von sich erwarten, nämlich den Aufstieg, am Ende auch erreichen zu können. Im Moment ist man in Bezug auf das spielerische und spieltaktische Auftreten ein durchschnittliches Zweitligateam mit überdurchschnittlicher individueller Besetzung.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. FC St. Pauli 0:1

Heimspiel von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli. Aus irgendeinem Grund wie schon letztes Jahr ein massentaugliches Highlight mit diesmal mehr als 40.000 Zuschauern und ausverkauftem Haus (letzte Saison knapp 40.000 Zuschauer). Und sportlich das Spiel zweier Teams, die nach drei Spieltagen mit je sieben Punkten gut dabei waren. Am Ende gewinnen etwas überraschend die Gäste die Partie mit einem knappen 1:0. Keinesfalls unverdient, auch wenn die Niederlage aus Gastgebersicht und dem Spielverlauf nach durchaus überflüssig war.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit derselben Formation wie eine Woche zuvor in Braunschweig als man zu Beginn des Spiels und in der zweiten Halbzeit stark aufgetreten war. Bedeutete auch, dass Georg Teigl erneut rechts hinten antreten durfte. Auch taktisch änderte sich nichts, sodass das zuletzt gewohnte 4-2-3-1 im Gegensatz zu dem zu Saisonbeginn versuchten 4-2-2-2 mit dem Zehner Bruno entstand.

Beim FC St. Pauli kehrte Lasse Sobiech zurück in die Innenverteidigung, während Linksverteidiger Marcel Halstenberg, zuletzt mit starken Leistungen, passen musste. Wenn man bedenkt, dass in der Hamburger Viererkette mit Kapitän Gonther, Halstenberg und Kalla gleich drei Stammkräfte fehlten und mit Sobiech einer dabei war, der vorher zwei Wochen verletzt war, dann darf man schon ein wenig bewundern darauf schauen, wie homogen sich das Gesamtgefüge präsentierte.

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2.Bundesliga: Eintracht Braunschweig vs. RB Leipzig 0:2

Nach drei eher durchwachsenen Spielen zum Start in die Saison war man im Umfeld von RB Leipzig etwas unsicher, wo man aktuell steht und wohin die Reise geht. Das verdiente 2:0 bei Eintracht Braunschweig mit 15 bis 20 mindestens guten Minuten in Hälfte 1 und einer starken zweiten Halbzeit schickte ein deutliches Ausrufezeichen an die Konkurrenz und zeigte, dass sich die individuelle Klasse auch langsam zu einem Team zusammenfügt.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit Tim Sebastian als Innenverteidiger und Georg Teigl als Rechtsverteidiger für den verletzten Nukan und den unter der Woche angeschlagenen Hierländer. Georg Teigl zeigte dabei einige, so in der jüngeren Vergangenheit gar nicht mehr gekannten Probleme in der Zweikampfführung und musste entsprechend relativ früh in der zweiten Halbzeit vom Platz. Tim Sebastian war die gewohnte Verlässlichkeit in Person. Selbst wenn er wie in diesem Fall quasi direkt von der Tribüne in die Startformation rutschte.

In der Formation ergab das bei RB Leipzig eine Art 4-2-3-1. Wobei die offensive Dreierkette relativ flexibel war. Sprich Sabitzer und Forsberg auf den Außenpositionen schon auch mal Richtung Außenstürmerpositionen verschoben, während Bruno alternativ etwas tiefer und eher als Achter agierte, um Bindung zwischen den Sechsern und den anderen Offensivkräften herzustellen. Was insgesamt in vielen Situationen schon ganz gut gelang, manchmal aber auch an zu großer Verspieltheit des Technikers scheiterte.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. SpVgg Greuther Fürth 2:2

Heimspielauftakt für RB Leipzig in der zweiten Liga. Zu Gast war wie schon im letzten Ligaheimspiel vor reichlich zwei Monaten die SpVgg Greuther Fürth. Aufgrund des ersten Spieltags vor einer Woche konnte man schon annehmen, dass ein in seiner Spielanlage komplett neu aufgestellter und unbequem zu bespielender Gast antreten wird. Die 90 Pflichtspielminuten bestätigten diesen Eindruck komplett, sodass RB Leipzig am Ende froh sein musste, wenigstens einen Punkt aus der Partie mitzunehmen.

In das Spiel gegangen war RB Leipzig mit Lukas Klostermann als Rechtsverteidiger anstelle von Stefan Hierländer. Auf Seiten der Fürther Gäste musste ausgerechnet Kapitän Marco Caligiuri in der Innenverteidigung wegen eines Infekts passen, sodass der Ex-Hallenser Marcel Franke zu seiner (gelungenen) Zweitligapremiere kam.

Fürth bestätigte schon in der ersten Halbzeit die starke Leistung aus dem ersten Spiel gegen Karlsruhe und verstand es meistens sehr gut, im Spiel gegen den Ball RB Leipzig nicht ins Kombinieren kommen zu lassen. Dabei mauerte man sich nicht am eigenen Strafraum ein, sondern spielte ein recht aggressives, hohes Pressing in Ballnähe, das der eher aktiv-offensiven Ausrichtung in der Aufstellung entsprach. Hofmann in der Mittelfeldzentrale als absichernder Sechser, davor mit Gjasula und Zulj in der Zentrale zwei ballsichere Spieler mit wichtigen Rollen gegen den Ball. Außen Stiepermann und Freis, die bei gegnerischem Ballbesitz so zurückrückten, dass quasi ein 4-4-2 entstand. Und in vorderster Reihe ein Veton Berisha als Dauersprinter gegen die RB-Innenverteidigung und den Spielaufbau.

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Vorfeiern, falls die Saison schief geht

Kurz vor dem Start in die neue Zweitligasaison teffen sich Dirk, Sören und meine Wenigkeit, um uns frei durch die Welt rund um RB Leipzig zu assoziieren. Die Vorfreude auf Pflichtspielfußball drückt sich auch in einem umfassenden kulinarischen Programm von Sushi bis Eis und guter Getränkeauswahl aus.

Locker zwei Stunden werden gefüllt mit allerlei Betrachtungen rund um all die neuen Dinge bei RB Leipzig von Trainer bis Spielern, die Favoriten der neuen Saison, die Medienlandschaft rund um RB Leipzig, die U23 in der Regionalliga und einiges mehr. Wie immer fachlich hochkompetent und inhaltlich maximal anregend. Oder so ähnlich zumindest.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016 – Update 2

Mit den Neuzugängen Dmitri Skopintsev, Antic Nukan und Marcel Sabitzer ist der Kader bei RB Leipzig praktisch komplett. Nichts muss mehr, vielleicht kann aber doch noch was passieren in den nächsten Wochen.

In der folgenden kurzen Übersicht wurden die Nachwuchsspieler Gino Fechner und Kamil Wojtkowski weggelassen, da sie nicht mit den Profis im Trainingslager waren. Was letztlich bedeuten dürfte, dass sie vorerst einmal über die U19 bei RB Leipzig Fuß fassen sollen.

Lässt man die beiden also weg, kommt man auf aktuell 23 Feldspieler und drei Torhüter, die zum Profikader gehören. Wobei Marvin Compper wegen Knieproblemen das Trainingslager komplett verpasste und man abwarten muss, wann es für ihn mit Volllast weitergeht. Und auch bei Terrence Boyd sollte man trotz positiv verlaufender Arbeit mit den Physios nach seinem Kreuzbandriss eher vorsichtig mit den Prognosen sein.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016 – Update 1

In Sachen Kaderzusammenstellung ist man bei RB Leipzig weiterhin mitten im Tun. Mit Peter Gulacsi, Ken Gipson, Willi Orban, Stefan Ilsanker, Davie Selke und Nils Quaschner hat man bereits sechs externe Spieler verpflichtet. Dazu die Nachwuchsleute Gino Fechner und Kamil Wojtkowski, die nach Stand der Dinge vornehmlich in der U19 oder vielleicht in der U23 Spielpraxis sammeln werden. Trotzdem ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen und weder auf Abgangs- noch auf Zugangsseite Veränderungen auzuschließen.

Vor allem mit Orban, Ilsanker und Selke hat man sich schon enorm viel Qualität ins Team und Spieler, die zu zentralen Stützen werden sollen, geholt. Relativ zentral fehlt wohl noch ein Außenverteidiger und eventuell auch noch ein offensiver Außenspieler mit Geschwindigkeit.

Tor: Peter Gulacsi (25), Fabio Coltorti (34), Benjamin Bellot (24)

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Sturmfragen

Veränderung im Kader ist seit spätestens einem Jahr verstärkt zentraler Begleiter bei RB Leipzig. Besonders deutlich wird dies im Sturm, wo in der kommenden Saison mit Yussuf Poulsen lediglich ein Spieler übrig bleiben wird, der auch schon in der dritten Liga Einsätze bei RB Leipzig gesammelt hat. Zusammen mit Terrence Boyd bleiben noch zwei übrig, die schon vor einem Jahr mit Leipzig die zweite Liga in Angriff nahmen.

Verbrannt hat man seitdem mit Ante Rebic, Yordy Reyna und wahrscheinlich auch Omer Damari drei Neuzugänge mit einem Marktwert von aktuell zusammen irgendwas jenseits der 7 Millionen, also ungefähr einem Viertel des Gesamtkadermarktwertes von RB Leipzig am Ende der Zweitligasaison. Verbrannt hat man auch Kapitän Daniel Frahn, dem man keine zweite Chance zum Ankommen in der zweiten Liga geben wollte bzw. konnte, sodass Frahn nach fünf Jahren voller beeindruckender Zahlen nun in Heidenheim sein Glück versucht.

Über die Jahre gesehen haben sich bei RB Leipzig im Sturm einige Spieler versucht, von denen viele nicht glücklich wurden. Carsten Kammlott, einst für viel Geld und mit viel Vorschusslorbeeren geholt, ist auch an der Erwartungshaltung gescheitert. Ein Nico Frommer an seinen Verletzungen. Ein Jochen Höfler an der Ungeduld der Verantwortlichen. Ein Christian Reimann an seinem unzureichenden Potenzial. Ein Roman Wallner an sich selbst und an fehlendem Integrationswillen seiner Kollegen. Ein Matthias Morys an seinen Leistungen. Ein Denis Thomalla an übergroßer Konkurrenz. Und ein Tom Nattermann und vorerst auch ein Federico Palacios Martinez an fehlenden Einsatzzeiten.

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Spieler der Rückrunde: Dominik Kaiser

Eine Stammrubrik in der Rückschau auf die vergangene Saison bzw. im konkreten Fall Rückrunde fehlt noch. Die subjektive Entscheidung, wer denn der Spieler der Saison ist, steht an. Ganz viele Kandidaten gibt es nach einer Spielzeit mit einigen Höhen, aber auch einige Tiefen nicht wirklich.

Fabio Coltorti könnte man als ziemlich nah dran sehen. Nach dem dicken Klops beim 0:1 gegen den FSV Frankfurt am zweiten Nachwinterpausenspieltag hatte er einige grandiose Partien, gerade auf fremden Plätzen, als er vom Gegner oft sehr warm geschossen wurde. Dazu kommt das historische, weil im Profifußball noch nie dagewesene Siegtor durch einen Keeper im Spiel gegen Darmstadt. Für den Kicker war Fabio Coltorti der Zweitliga-Torhüter der Saison. Hier im Blog fehlt am Ende doch ein schwer definierbares Eckchen für den Spieler der RB-Rückrunde.

In die engere Auswahl wäre wohl auch ein Emil Forsberg gekommen. Wenn er denn vor dem Tor effektiver gewesen wäre und seinen vier Torvorlagen noch drei, vier Tore beigesteuert hätte. Auch Dauerbrenner Anthony Jung, der bei RB Leipzig in den letzten Monaten die meisten Spielzeiten bekommen hat, wäre eine Option gewesen, wenn sein Offensivspiel effektiver und gerade in der Rückrunde auch weniger fehleranfällig gewesen wäre. Und Joshua Kimmich hätte sich vor seinem Wechsel zu den Bayern die Krone auch verdienen können, wenn er ein wenig konstanter und dominanter gespielt hätte.

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Kaderrückblick RB Leipzig: 2.Liga 2014/2015 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit.

Mittelfeld

Dominik Kaiser (26 Jahre, 33 Spiele, 2857 Minuten): Im dritten RB-Jahr in Folge die auffälligste Mittelfeldfigur. Nach allerlei Abgängen in den letzten zwei Jahren und der Degradierung von Hohender, Heidinger und Frahn auch praktisch die Ersatzkapitänsfigur. Spielerisch vielleicht nicht die größte Saison seit Kaiser bei RB Leipzig ist, aber nach der Winterpause oft mit positiver Ärmel-hoch-Mentalität. Der Zorniger-Abgang schien ihn in die Magengrube zu treffen. Nach kurzem Schütteln wollte er dann seine Fähigkeiten noch mal besonders stark zeigen. Sein Ausgleichstor in Braunschweig am 22. Spieltag, als eigentlich niemand mehr damit rechnete, war ein einziger Ausbruch verschiedenster Emotionen und wohl eines der Bilder der Saison. Kaiser war mit vier direkt verwandelten Freistößen der Toptorschütze der Liga, wenn es um ruhende Bälle ging. Insgesamt acht Treffer waren ziemlich famos. Mit fünf Torvorlagen ist Kaiser Spitzenreiter im Team. Allerdings blieb davon nur eine Vorbereitung für die Zeit seit dem Winter übrig, was das Kernproblem des Teams recht gut auf den Punkt bringt. Dominik Kaiser hat insgesamt eine ordentliche Spielzeit absolviert und ist vor allem seit der Winterpause stärker in eine Rolle gewachsen, in der er Kopf des Teams ist. Nach zwei Aufstiegen in Folge kann sich Kaiser in der kommenden Saison mal wieder ohne Ligensprung entwickeln. Wird spannend, ob der 26jährige noch einmal einen weiteren Schritt machen und das Team zum nächsten Leistungssprung mittragen kann.
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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2014/2015

Sommerpause. Weiter Analysezeit. Heute in Zahlenform rund um alle bei RB Leipzig in dieser Saison eingesetzten Spieler . Betrachtet werden dabei nur die 34 Zweitligaspiele.

Insgesamt kamen in dieser Saison, der ersten in der zweiten Liga 29 Spieler zum Einsatz. Was durchaus sehr viele sind und andeutet, dass die Saison nicht so richtig glatt, sondern eher unruhig verlief. 14 Spieler, darunter zwei Keeper standen mindestens 1000 Minuten auf dem Platz, also hochgerechnet mehr als 11 volle Spiele. In allen Spielen dabei war niemand. Anthony Jung hätte es vielleicht geschafft, wenn er nicht einmal wegen Gelb und einmal wegen Gelb-Rot gesperrt gewesen wäre. Abgesehen davon hatte jeder Spieler im Saisonverlauf so seine Problemchen und kam auf maximal 30 Einsätze.

Benjamin Bellot schaffte es als einziger Spieler von RB Leipzig immerhin, bei allen Spielen dabei zu sein. 13mal stand er dabei auf dem Platz, 21mal musste er auf der Bank sitzen und seinem Torwartkollegen Fabio Coltorti beim Kicken zugucken. Diego Demme und auch etwas überraschend Stefan Hierländer standen in immerhin 33 Partien zumindest im Kader.

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Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2014/2015

Wenn man sich nach der Vorrunde fragt, was für die Zeit nach der Winterpause für RB Leipzig noch drinliegt, dann geht man eigentlich angesichts des Tabellenplatzes und der ausgeglichenen Konkurrenz an der Spitze nicht als Aufstiegsfavorit in die nur noch 15 Restspiele der Saison. Da man aktuell aber auf dem Transfermarkt noch mal ordentlich ein paar Millionen in die Offensivabteilung des Teams investiert bzw. investieren will, wird man allerdings (zurecht) nicht umhinkommen, dass man die Favoritenrolle für das Feld hinter Spitzenreiter Ingolstadt zugeschoben bekommt. Das kommt zwar genaugenommen in der Entwicklung des Teams etwas früh, lässt sich aber nicht vermeiden, wenn man wie ein besserer Erstligist in die Mannschaft investiert. Wie man in der Rückrunde mit diesem impliziten Aufstiegsdruck umgeht, bleibt abzuwarten. (Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2014/2015)

Wenn man nur bei den Zahlen bleibt, dann war das sportliche Auftreten von RB Leipzig in der Saison 2014/2015 nach der Winterpause überschaubar erfolgreich. Vier Punkte Rückstand auf Platz 2 bzw. 3 standen nach 19 Spielen zu Buche. Am Ende der Saison stehen dort neun bzw. acht Punkte Rückstand.

Angesichts von irgendwas um die 10 Millionen, die man in der Winterpause in den Offensivbereich investierte und dafür auch nur 17 Tore in 15 Spielen zurückbekam (zuvor 22 in 19 Spielen) kommt man nicht umhin, dies als Misserfolg zu betrachten. Oder wahlweise als Beleg für die These, dass die Favoritenrolle in der zweiten Liga für den Entwicklungsstand des Teams noch viel zu früh kam. Denn es braucht mehr, als im Winter mal eben zwei, drei Spieler zu verpflichten, die anderswo mal Tore geschossen haben, um den Schritt hin zu einem aufstiegsfähigen Topteam zu machen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016

Schon seit 12 Tagen kann RB Leipzig auch rechnerisch nicht mehr aufsteigen und schaut sich das sportliche Treiben in der zweiten Liga als entspannter Zuschauer an. Nicht ganz so entspannt dürften die Tage für Ralf Rangnick sein, der mitten im intensivsten Teil der Kaderplanung bzw. der Fixierung von Verträgen mit interessierten Spielern stecken sollte. Nicht zu vergessen, dass er auch noch einen Trainer vorstellen muss, der ihm den Kader in der nächsten Saison betreut.

Im Gegensatz zu den zwei Sommerpausen zuvor gibt es in diesem Jahr kadertechnisch doch einige Baustellen, viele Fragezeichen und auf Zugangs- und Abgangsseite mehr als genug zu tun. Das fängt bei den Leihspielern an, von denen kaum einer für die kommende Saison eine Rolle im RB-Kader spielen wird und für die es entsprechend entweder neue Leih- oder finale Abgangslösungen geben muss.

Gleich fünf von insgesamt 10 Leihspielern haben Verträge mit RB Leipzig, die Ende 2016 auslaufen. Sprich, bei allen diesen Spielern müsste der Vertrag erst einmal verlängert werden, wenn man denn neue Leihoptionen im Kopf hat. Nicht zutreffen dürfte dies auf Matthias Morys, Clemens Fandrich und Mikko Sumusalo, bei denen es darum geht, dass RB Leipzig für sie Lösungen finden muss, die einen endgültigen Abgang ermöglichen. Alle drei sind bei ihren aktuellen Leihvereinen Großaspach, Aue und Rostock gut aufgehoben. Bei Fandrich und Sumusalo stellt sich nur die Frage, was mit ihnen bei Abstieg ihrer jetzigen Clubs passiert.

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