Schlagwort-Archive: Eintracht Braunschweig

Blockdenken

Es macht in diesem Jahr durchaus Sinn, die Hinrunde in Blöcke zu trennen, die sich durch die Länderspielpausen ergeben. Im ersten Block hatte RB Leipzig demnach vier Liga- und ein Pokalspiel und im zweiten gerade zu Ende gegangenen Block fünf Ligaspiele. Der dritte Block bringt zwischen dem 17.11. und dem 8.11. wieder vier Liga- und ein Pokalspiel, während sechs Ligaspiele dann die Zeit bis zur Winterpause abschließen.

Auch Alexander Zorniger erklärte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Heidenheim, dass man bei der Trainingskonzeption auf diese Blöcke zurückgreift, indem man in der Zeit der einzelnen Spielblöcke bestimmte Inhalte jeweils stärker in den Mittelpunkt stelle, damit den Spielern immer klar ist, welches Ziel man im Training in welcher Saisonphase verfolge.

Wenn man mal die ersten beiden Spielblöcke rein anhand der Zahlen miteinander vergleicht, dann fallen beim Blick auf die Spieltage 5 bis 9 natürlich die drei obersten Teams ins Auge. Ingolstadt, Düsseldorf und Heidenheim aktuell jeweils mit veritablen Erfolgssträhnen. Wobei erstens auffällig bleibt, dass sich keines dieser Teams in den Spielen durchgehend als Übermannschaft präsentiert hat und zweitens (und mit erstens zusammenhängend) kein Team mehr als 11 der 15 möglichen Punkte ergattern konnte.

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Zweitligaroundup – Spieltag 5

Der fünfte Spieltag der zweiten Liga war nicht extrem spektakulär und brachte vor allem Verlierer. Aue zum Beispiel, die sich auch unter neuem Coach ziemlich leblos und fußballerisch überschaubar präsentierten. Beobachtet wurden sie dabei in Darmstadt auch von 400 eigenen Anhängern, die angesichts der aktuellen Lage offenbar dazu übergegangen sind, die Situation stoisch zu ertragen.

Auf der Verliererseite eintragen darf sich auch Eintracht Braunschweig, die bei RB Leipzig nicht nur das dritte Spiel in Folge verloren und sich nun auch selbst eine Krise attestieren, sondern nach eigentlich guten ersten zwei Saisonspielen inzwischen an einem Punkt angekommen sind, an dem sie in beiden Strafräumen nicht mehr auf höchstem Niveau agieren. Dass sie überragende Fähigkeiten im Spiel mit dem Ball auch unter Druck haben, hat man in Leipzig bei zwei, drei Spielzügen wie dem vor dem 1:2-Anschlusstreffer gesehen. Das Vertrauen in die Fähigkeiten und die Zielstrebigkeit vor des Gegners Tor geht ihnen aber gerade etwas ab.

Inwieweit man in Nürnberg überhaupt über Fähigkeiten verfügt, bleibt aktuell erst mal eine offene Frage. Das freakige 4:0 bei Union Berlin, bei dem ihnen alles in die Karten spielte, muss man dabei wohl außen vor lassen. Oft wirken die Franken so wie ein Pacult-Team. Breites 4-4-2 mit zwei Sechsern, in dem man auf individuelle Klasse hofft und den Ball oft einfach auf den Flügel spielt, von wo aus dann irgendeine Art von Anspiel in den Strafraum passieren soll. Mehr als überschaubar gefährlich das ganze, wie man auch gestern beim 0:2 gegen Düsseldorf gesehen hat. Das System funktioniert, wenn man das Spiel nicht machen muss und beim Umschalten Räume bekommt. Wenn man die Räume nicht kriegt, sieht man schnell unglücklich aus.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Eintracht Braunschweig 3:1

Das Spiel zwischen RB Leipzig und Eintracht Braunschweig versprach sportlich einiges. Gut gestarteter Aufsteiger gegen spielerisch starken, aber zuletzt strauchelnden Bundesliga-Absteiger, der sich einiges zur Wiedergutmachung vorgenommen hatte. Und die Partie hielt einige der Versprechungen, war überwiegend ein intensives, vor allem in der ersten Halbzeit auch hochklassiges Duell, in dem RB Leipzig letztlich das vor dem Tor zielstrebigere, gefährlichere und effektivere Team war. Braunschweig überzeugte dagegen vorwiegend zwischen den Strafräumen und zeigte in Ansätzen die spielerischen Potenziale, blieb aber offensiv meist harmlos und leistete sich defensiv die entscheidenden Fehler, die zur insgesamt verdienten Niederlage führten.

Weil Dominik Kaiser nach Verletzung erstmal nur auf der Bank saß und Clemens Fandrich gesperrt ausfiel, war RB Leipzig im schon vermuteten 4-3-3-System mit Matthias Morys als zusätzlichem Stürmer gestartet. Ein System, das insgesamt ganz gut passte und vor allem in Umschaltsituationen seine große Stärken entwickelte, weil man dann mit Poulsen und Morys gleich zwei schnelle Außenstürmer hatte, die mit tiefen Bällen gefüttert werden konnten und so dafür sorgten, dass viele Bälle sehr weit in der gegnerischen Hälfte gesichert werden konnten.

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Auftakt in einen richtungsweisenden September

Kaum etwas könnte weniger Aussagekraft haben als eine Tabelle nach vier von insgesamt 34 zu spielenden Ligaspielen. Zur Untermauerung dieser These könnte die Eintracht aus Braunschweig dienen, die zwar aktuell auf Platz 12 der Tabelle steckengeblieben ist, aber trotzdem weiterhin zu den Aufstiegsfavoriten gehören dürfte und im Laufe der frühen Saison schon gezeigt hat, welch große Qualitäten in der Mannschaft stecken.

Insbesondere die zweite Halbzeit im Eröffnungsspiel in Düsseldorf am ersten Spieltag war eine Demonstration der spielerischen Überlegenheit gegen einen nur noch auf Zerstörung und Konter spielenden Gegner. Mit viel fußballerischer Klasse zerspielte man den Gegner solange, bis man immerhin den mehr als verdienten Ausgleich erzielte.

Was folgte war ein abgezockter Sieg gegen Heidenheim, der mit 3:0 zu hoch ausgefallen sein mag, aber dennoch wiederum zeigte, wie viel Qualitäten in der Eintracht stecken, die ihr Gegenüber zappeln ließen und dann eiskalt zuschlugen, als sich die Chance dazu bot. Das sah unheimlich souverän und selbstbewusst aus.

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Dauerläufer

Einer der Vorteile der zweiten Bundesliga ist, dass der Zugriff auf Spielstatistiken einfacher geworden ist. Eigentlich bieten alle größeren Sportportale Statistiken in irgendeiner Form an. Gut aufbereitet, wenn auch nicht immer sonderlich übersichtlich, sind die Spielstatistiken bei bundesliga.de, die in ihrer detailliertesten Form in einer Art Matrix abgebildet werden. Auch bei sport1.de finden sich bspw. ein paar interessante Daten für die Teams [broken Link] und die einzelnen Spieler [broken Link] bezogen auf einzelne Spieltage, aber auch auf die ganze Saison.

Als die ganze Analysewut im Fußball losging und die Journalisten plötzlich beispielsweise auf die Laufleistungen der Spieler zugreifen konnten, kam zurecht die Kritik auf, dass dadurch auch eine Art Pranger entstehe und Spieler ins Kreuzfeuer genommen werden könnten, die vielleicht aufgrund spezieller Aufgaben im Spiel nicht so eine große Laufstrecke aufweisen können wie andere, sprich Journalisten mit unzureichendem Wissen Daten interpretieren, die sie nicht wirklich interpretieren könnten. Tatsächlich liest man immer mal wieder, insbesondere in etwas zugespitzter formulierenden Machwerken davon, welches Team besonders lauffaul sei und das man darin sehe, dass die Spieler nicht mit genug Einsatz bei der Sache seien.

Was letztlich natürlich sein kann, aber sich oft gerade Laufstrecken auch aus den taktischen Ideen eines Teams ableiten. Dass der FSV Frankfurt beispielsweise im letzten Viertel der zurückgelegten Kilometer aller Zweitligateams liegt, sagt nicht, dass die Mannschaft über zu geringe konditionelle Fähigkeiten verfügt oder die Einstellung nicht stimmt, sondern ist letztlich Folge ihrer Spielidee, die etwas passiver als bei anderen Teams ist und das Pressing beispielsweise nur situativ in bestimmten Zonen und eigentlich erst beginnend an der Mittelline einsetzt.

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1.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

War es die längste Sommerpause seit Erfindung von RB Leipzig? Wer weiß, auf jeden Fall fühlte sie sich auf angenehme Art und Weise lang an. Aber angesichts des Diskursgebrabbels, das pünktlich zum Saisonstart von RB Leipzig wieder lauter wird und sich an verschiedenen Stellen hier im Blog und vor allem drüben in den täglichen Presseupdates in Besprechungen wiederfindet, ist es wohl mehr als Zeit, dass es nun endlich wieder losgeht.

In der vergangenen Saison gab es an dieser Stelle vor jedem Spieltag eine mehr oder minder umfangreiche Vorschau auf die Spiele des Wochenendes. Das soll es in diesem Jahr in dieser Form nicht mehr geben. Viel mehr soll der Fokus auf irgendeinem Thema oder einer Fragestellung zum oder anlässlich des Spieltags liegen. Mal sehen, wie das in den nächsten Wochen konkret aussehen wird und inwiefern sich das Format noch verschiebt. Die (nur noch) neun Partien werden jedenfalls mit ziemlicher Sicherheit nur kurz erwähnt, aber wie gewohnt getippt.

Vor dem Ligastart fragt man sich natürlich gern und vermehrt nach den Aufstiegs- und Abstiegskandidaten. Da die Liga morgen mit dem ultimativen Topspiel Düsseldorf gegen Braunschweig startet, soll es heute im Fokus um die Favoriten am oberen Tabellenende gehen. Je nach Zählweise werden zwischen acht und zehn Teams zum Kreis der Verdächtigen gerechnet. Berechtigterweise weigern sich die meisten Beobachter innerhalb dieses Kreises eine klare Rangordnung zu erstellen, denn hinter eigentlich allen Teams stehen Fragezeichen, die sich erst im Laufe der Saison auflösen werden.

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Abwesenheit als Protestmittel

Mit 1860, Nürnberg, Union und Aue spielen wir in der 2.Liga gegen vier Klubs, die alle schon Testspiele gegen uns abgesagt haben. Vielleicht wollen ja jetzt auch einige dieser Vereine die Punktspiele gegen uns absagen. (Ralf Rangnick gegenüber dem Kicker vom 14.07.2014)

Der hiesige Sportdirektor meinte diese Aussage eher spaßig. Trotzdem zielt er mit dieser kleinen Polemik ein wenig am Gegenstand vorbei. Denn natürlich gibt es einen Unterschied zwischen einem Testspiel, das man sich aussucht und einem Pflichtspiel, das einem der Terminkalender auferlegt. Und in letzter Konsequenz – so frei ist die Welt, auch wenn man die Gründe mal mehr, mal weniger schwer nachvollziehbar finden mag – darf sich jeder Verein selbst aussuchen, gegen wen er testspielen möchte.

Und solange es nicht so unfassbar unprofessionell wie beim VfB Stuttgart läuft, die (wie Rangnick auch noch mal bestätigt) sich um das Testspiel gegen RB Leipzig selbst bemühten(!), um es dann abzusagen, wird man bei aller Doppelmoral, wenn bspw. VfB-Fans (also Bundesliga-Anhänger) wegen des Kommerzes gegen RB sind, damit leben müssen, dass ein nicht unwesentlicher Teil deutscher Vereine der ersten drei Ligen als freiwilliger Testgegner für RB Leipzig nicht zur Verfügung steht.

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Sommerpausenzwischenstand

Bei RB Leipzig ist transfertechnisch aktuell noch nicht viel los. Der bisher einzige offizielle Neuzugang Stefan Hierländer wird das Mittelfeld verstärken, ansonsten gibt es ein paar Spekulationen mit mehr oder minder großem Wahrscheinlichkeitswert. Das ist alles in allem noch nicht viel, aber bis zum Beginn des Österreich-Trainingslagers, also jenes Trainingslagers, bis zu dem laut Rangnick der Kader größtenteils stehen sollte, sind es ja auch noch etwa vier Wochen. Aktuell bleibt es jedenfalls bei den Gerüchten, die rechts in der Blogseitenleiste zu finden sind und im Groben bei den Gedankengängen, die in einer ersten Kaderschmiede vor einem Monat geäußert wurden.

Bei den anderen Zweitligavereinen ist man mit der Kaderzusammenstellung akutell in völlig unterschiedlichem Maße weit. Manch einer ist fast schon durch mit den Neuverpflichtungen, bei manch einem hat sich wie bei RB Leipzig noch fast gar nichts getan. Immerhin sind die Trainerposten inzwischen durchgängig besetzt, sodass die Verantwortlichen in den Vereinen die Planung ernsthaft voranbringen können. Diese Zeilen hier sollen vor der WM und eine reichliche Woche bevor vielerorts die Vorbereitung startet, einen Eindruck vom Stand der Planungen in den Vereinen geben.

Sehr unterschiedlich geht es bei den beiden Absteigern zu. Der 1.FC Nürnberg hat einen ziemlich radikalen Umbruch zu verkraften, von dem aktuell fast ausschließlich die Abgangsseite (wenn auch noch nicht fertig) umgesetzt wurde. Von den 11 meisteingesetzten Spielern der abgelaufenen Bundesligasaison sind sechs Spieler bereits weg, drei weitere Spieler werden wohl noch folgen. Übrig bleiben werden vom alten Nürnberger Kern wohl nur Raphael Schäfer und Javier Pinola.

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Zweitliga-Aufsteigerbilanzen

Mit Heidenheim und RB Leipzig steigen diese Saison zwei komplett neue Mannschaften in die zweite Liga auf. Dazu kommt Darmstadt, die zuletzt 1992/1993 zweitklassig waren, also in den letzten 20 Spielzeiten, in denen die zweite Liga gesamtdeutsch und mit 18 Mannschaften spielte, auch nicht vertreten war.

Insgesamt gab es seit 1994 (die aktuellen Aufsteiger nicht mitgezählt) 49 verschiedene Vereine, die insgesamt 72 Aufstiege in die zweite Liga feiern durften. Sechs dieser Vereine spielten in diesen 20 Jahren jeweils nur ein Jahr zweitklassig. Essen gelang das Kunststück, direkt wieder abzusteigen, gleich dreimal. Bei Babelsberg, Schweinfurt, Erfurt, Oldenburg und Siegen blieb es bei einjährigen Geschichten.

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RB Leipzig in der 2.Liga 2014/2015

Klar, es sind noch zweieinhalb Monate bis zum Auftakt der neuen Saison. Und sogar noch ein Monat bis zum Trainingsauftakt. Trotzdem an dieser Stelle schon mal ein kleiner Überblick über die neue Liga, die gestern durch diesen Wahnsinnsauftritt der Darmstädter in Bielefeld komplettiert wurde und in die RB Leipzig in der nächsten Spielzeit auch einsteigen wird.

16 Jahre hat es seit dem Abstieg des nicht mehr existenten VfB Leipzig im Jahre 1998 gedauert, bis wieder ein Team aus Leipzig in die zweite Bundesliga aufsteigt. Aus der damaligen Liga sind in der neuen Spielzeit mit Nürnberg, St. Pauli, Düsseldorf und Fürth noch vier Mannschaften dabei, die zwischendurch allesamt häufiger oder seltener Bundesliga spielten.

Es ist dies für die Anhänger des einzig wahren RasenBallsports sowieso, aber auch für viele Leipziger generell das erste Aufeinandertreffen mit dem bundesdeutschen Profifußball. Das sich etwas komisch anfühlt, nachdem man im Eilschritt durch die dritte Liga marschierte und nicht einmal ein Jahr nach den Relegationsspielen in der Regionalliga schon über Nürnberg, Düsseldorf und Co nachdenken soll.

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Drittligabeständigkeiten

Drei Tage noch bis die Winterpause vorbei ist. Wobei der Winter selbst gerade erst anfängt. Und man sich schon mal auf Spielausfälle und Nachholer einstellen kann. Das Thema wird sich erst in der 2.Liga, wo Rasenheizungen nicht nur existieren, sondern auch genutzt werden, fast vollständig erledigt haben.

RB Leipzig startet als Zweiter in die verbleibenden 17 Spiele. Und hat statistisch gesehen den Aufstieg damit schon fast sicher in der Tasche, denn in bisher fünf Jahren eingleise dritte Liga ist der Zweite nach der Winterpause bisher nur einmal noch auf Relegationsplatz 3 abgerutscht. In den anderen vier Jahren wurde er jeweils Meister und stieg mit mindestens fünf Punkten Vorsprung auf Platz 3 direkt auf.

Als Zweiter nach 21 Spielen 40 Punkte zu haben, ist eher Durchschnitt. Die Bandbreite reichte bisher von 36 bis hin zu 46 Punkten. Von sieben Teams mit mindestens 40 Punkten bis zur Winterpause sind zwei am Ende ’nur‘ Dritter geworden, eins wurde noch komplett aus den Aufstiegsrängen verdrängt.

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RasenBallsport Leipzig vs. Hamburger SV II 3:0

Langsam schmerzen die Niederlagen gegen Kiel und – die völlig unnötige – in Magdeburg. 4 liegen gelassene Punkte aus diesen Spielen im Sinn könnte man bei RasenBallsport Leipzig derzeit wieder ein bisschen Richtung Tabellenspitze schielen. So bleibt nur die Tatsache, dass man sich durch zwei Siege hintereinander wieder an die Plätze 2 und 3 herangeschoben hat. Stichwort Goldene Ananas.

Abseits der konkreten Tabellensituation stimmt es hoffnungsfroh, dass RasenBallsport Leipzig mit 7:0 Toren und 6 Punkten in 2 Spielen die Rückrunden-Achterbahnfahrt unterbrochen hat. Das Spiel gegen die U23 vom HSV wirkt auf den ersten Blick wie eine Kopie des Mittwochspiels gegen Braunschweig. Wieder zwei späte Tore in Hälfte 1, wieder beide Tore nach Standards. Dazu kurz vor dem Abpfiff noch ein Tor aus dem Spiel heraus. Es fehlte nur das spielentscheidende Tor gleich nach der Halbzeit.

Doch jenseits dieser puren Zahlen war das Spiel von RasenBallsport Leipzig gegen den HSV ein komplett anderes als das gegen Braunschweig. Die Braunschweiger unwillig am Spiel teilzuhaben und zumindest am Mittwoch auch nicht in der Lage, den destruktiven Stil erfolgreich umzusetzen, zeigte der HSV eine insgesamt starke spielerische Leistung, der nur die Torbelohnung versagt blieb. Ball- und Spielkontrolle, das waren die Konzepte des HSV. Damit konnte RasenBallsport Leipzig in Hälfte 1 noch sehr gut umgehen. Bei gegnerischem Ballbesitz (selbst hatte man den Ball vergleichsweise selten) wurden permanent Überzahlsituationen geschaffen, sodass der HSV zwar optisch gefällig kombinierte, aber in Strafraumnähe mit seinem Latein am Ende war. Ausnahme war Reagy Ofosu, der auf der rechten Seite einige Male seinem Verteidigungsgegenüber Fabian Franke entwischen konnte. RasenBallsport Leipzig vs. Hamburger SV II 3:0 weiterlesen

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RasenBallsport Leipzig vs. Eintracht Braunschweig II 4:0

Ganz im Sinne der sportlichen Achterbahnfahrt nach der Winterpause war der gestrige, klare Sieg von RasenBallsport Leipzig fast schon zu erwarten. Und auch ganz im Sinne der bisherigen sportlichen Leistungen erstaunt es nicht, dass man vielfach erkennen konnte, wie das Spiel der RasenBallsportler funktionieren KANN, aber nur selten zu sehen war, dass es tatsächlich funktionierte. Gleich 3 Standardtore sind statistischer Beleg für die spielerisch nicht durchgängig überzeugende, aber trotzdem immer überlegene und solide Leistung.

Erstaunen bereits zum Anpfiff. Zum ersten Mal hatte Tomas Oral auf eine Niederlage nicht mit personellen Änderungen reagiert, sondern die selben 11 RasenBallsportler aufs Spielfeld geschickt, wie gegen Magdeburg. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, denn wenn man eine Vorstellung und ein Konzept von seinem Team hat, dann sollte es auch nach Niederlagen halten. Persönlich finde ich die Spielerwahl im Einzelnen nicht vollständig plausibel. Insbesondere die in der RasenBallsport-Defensive als Doppel-Sechs agierenden Baier und Rosin finde ich nicht unbedingt die perfekte Mischung. Sei es drum, das ist letztlich ja auch Sache des Trainers und wo er mit seinem Team hin will.

Man muss insgesamt sagen, dass die erste Halbzeit eine zwar dominante, aber trotzdem zähe Angelegenheit war. Zu limitiert waren die spielerischen Mittel bei RasenBallsport Leipzig, um aus dem Spiel heraus Gefahr zu erzeugen. Eine schöne Schusschance durch Baier, hervorragend aufgelegt von Frahn war da schon das höchste der Gefühle der ersten Hälfte. RasenBallsport Leipzig vs. Eintracht Braunschweig II 4:0 weiterlesen

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BAFF almighty

Man kann davon ausgehen, dass die Fans keine Träne des Bedauerns darüber verdrücken werden, dass Leipzig wohl nicht aufsteigt. So ein Projekt funktioniert vielleicht in der Formel 1, aber der Fußball ist zum Glück nicht kalkulierbar.* (Wilko Zicht, Sprecher des Bündnisses Aktiver Fußball-Fans [BAFF] bei sportschau.de (broken Link))

Es ist manchmal schon seltsam, mit welchem Allmachtsgedanken sich Einzelpersonen oder Fangruppen (als Vertreter von Partikularinteressen) zum Sprecher aller Fans erheben. Seltsam schon deswegen, weil sie eben jene eine Homogenität des Fan-Seins konstruieren, die es in keinem Stadion der Welt gibt. Es gibt bei allen Vereinen verschiedenste Gruppen mit verschiedenstem sozialen, politischen oder meinetwegen kulturellen Hintergrund. Sicherlich haben viele Vereine die eine oder andere dominierende Schicht, aber Homogenität als etwas was behauptet, dass alle gleichgeschaltet die selben Gedanken pflegen, ist das noch lange nicht. Oder anders gesagt: Was – aus Fankultur-Sicht – der Kurven-Ultra beim FC Bayern mit dem Haupttribünen-Gelegenheitsbesucher gemein hat, muss mir erst noch jemand erklären. BAFF almighty weiterlesen

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Top 11

Und weiter geht es mit gut gemeinten Winterpausenstatistiken. Heute ist der Ausgangspunkt eine Analyse Dietmar Beiersdorfers:

Wir haben 10 Spieler behalten und 14 Spieler dazu bekommen. Das ist natürlich schwer, da eine Mannschaft zu finden. Im Gegensatz zu unserem größten Konkurrenten Chemnitz. Die haben eine eingespielte Mannschaft seit ein, zwei Jahren und relativ wenige Veränderungen. (Dietmar Beiersdorfer, Head of Global Soccer Red Bull bei MDR Info am 07.01.2011) Top 11 weiterlesen

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Eintracht Braunschweig II vs. RasenBallsport Leipzig 0:0

Wenn man es positiv wenden will, dann könnte man sagen, dass man beim bisherigen Tabellenführer einen Punkt erkämpft hat. Ähm ja, schlechter Versuch. Oder, dass RB Leipzig immer noch unbesiegt ist. Auch nicht besser. Oder, dass es nach grottigen 30 Minuten zwar nicht gut, aber immerhin besser wurde. Auch nicht wirklich überzeugend. Eintracht Braunschweig II vs. RasenBallsport Leipzig 0:0 weiterlesen

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Favoritenrolle

„Von zehn Spielen gegen Leipzig würden wir wahrscheinlich nur eines nicht verlieren.“ (Christian Benbennek, Trainer von Braunschweigs U23 im Kicker vom 17.08.2010)

Das wird eine lustige Saison. Jeder Verein, der gegen RasenBallsport Leipzig spielt, wird darauf bestehen, dass man eigentlich keine Chance hat. Die Gegner werden frei jeden Drucks in Spielen mit Pokalcharakter 100% und mehr abrufen. Und nach den Spielen wird man entweder das normalste der Welt besprechen oder je nach Sichtweise den Sieg gegen die Übermacht oder die dunkle Seite der Macht bejubeln. Und das in der Regionalliga, in der nun wirklich jedes Team organisiert kicken kann und keiner per se chancenlos ist. Und das beim Kader von RB Leipzig mit seinen Baustellen, Unsicherheiten und Uneingespieltheiten, ein Kader der nicht gerade (bzw. noch nicht) Angst und Schrecken verbreitet. Bleibt trotzdem zu hoffen, dass die einzig wahren RasenBallsportler am Freitag Abend Herrn Benbennek zeigen, dass sein Team eines der 9 von 10 Spielen erwischt hat..

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