Schlagwort-Archive: Daniel Rosin

Ehemaligenversammlung

Gestern war es soweit und der ehemalige Coach von RB Leipzig Peter Pacult unterschrieb seinen nächsten Arbeitsvertrag. Ausgerechnet und – für mich zumindest – extrem unerwartet bei Dynamo Dresden. Denn erstens hinterließ er mit seinem überstürzten Abschied bei seinem ersten Versuch bei Dynamo, als er 2006 kurz nach Saisonbeginn überraschend um Vertragsauflösung bat, um zum Herzensclub Rapid Wien zu wechseln, nicht nur Freunde, zweitens war seine letzte Station, die er mit Überzeugung(!) ausfüllte, jene bei RB Leipzig, was mit dem durchschnittlichen Dresdner Anhänger nicht zu 100% kompatibel scheint und drittens war Pacults sportliche Expertise im RB-Jahr gerade bezüglich der taktischen Entwicklung des Teams nicht sonderlich beeindruckend.

Wobei letzteres auch wenig Aussagekraft haben könnte, denn mit Dynamo Dresden wird Pacult in den kommenden Monaten kaum in die Situation kommen, gegen tief verteidigende Gegner anrennen zu müssen. Sprich, bei Dynamo wird es nicht unbedingt auf das Spiel mit dem Ball ankommen, wie es das bei RB Leipzig zumeist tat, sondern auf schnelles Umkehrspiel. Und wie das aussehen kann, hat auch Pacults RB Leipzig in Perfektion gegen den VfL Wolfsburg gezeigt. Peter Pacults Umschaltspiel mag aufgrund des fehlenden Pressings nicht sehr modern wirken, aber vermutlich wird das in den kommenden sechs Monaten, in denen es für Dynamo um den Klassenerhalt geht, gar nicht so entscheidend werden.

Mit dem Namen Pacult sind auch aus RB-Perspektive interessante andere, potenzielle Personalien verbunden. Zuerst einmal ist der Wechsel Pacults dahingehend pikant, dass bei Dynamo Ex-RB-und-zuvor-schon-mal-Dynamo-Pressesprecher Enrico Bach als Kommunikationschef arbeitet, der in Leipzig praktisch von Pacult entlassen wurde, indem der seinen eigenen Pressechef mitbrachte, nämlich Sharif Shoukry. Wobei die besondere Pikanterie der Story auch darin bestand, dass Bach bis zuletzt und als schon alle Pressewelt davon schrieb, nichts von seiner Demission wusste und an der Seite Pacults seinen Job machte. Dass die beiden große Freunde werden könnten, liegt zumindest nicht nahe. Dass Shoukry und Bach die Plätze tauschen allerdings auch nicht.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2011/2012

Zum rückblickenden Glück fehlt natürlich noch der ultimative, ganz subjektive Rückblick auf die individuellen Leistungen der Spieler von RB Leipzig in der Saison 2011/2012 und speziell in der Rückserie dieser Saison. Im Gegensatz zur Hinserie fehlt Shaban Ismaili, der im Winter zur SG Sonnenhof Großaspach in die Regionalliga Süd wechselte und dort sein Glück gefunden zu haben scheint. Neu hinzugekommen ist dagegen in der Winterpause das Trio Roman Wallner, Niklas Hoheneder und Tomasz Wisio.

(Anmerkung: Die Daten in Klammern beziehen sich nur auf die Regionalligaspiele. Die Trennung in Hin- und Rückserie erfolgt auf der Basis der Winterpause. Vor der Winterpause fanden 18, danach noch 16 Saisonspiele statt.)

Tor

Pascal Borel (Hin: 17 Spiele, 1530 Minuten; Rück: 16 Spiele, 1440 Minuten): War Borel in der Hinserie noch ein sicherer Rückhalt, der auch den einen oder anderen Punkt mit entscheidenden Paraden festhielt, steht er symbolisch für eine wenig gelungene Rückrunde. Das fing bereits in Zwickau im Sachsenpokal mit einem haltbar scheinenden Gegentor an und endete nach den Zwischenstationen Cottbus II und Halberstadt beim bitteren Ausgleich gegen Wolfsburg II, der das Ende der Aufstiegsträume bedeutete. RB Leipzig ist sicher nicht wegen Borel nicht aufgestiegen und ihn sich zum Sündenbock zu wählen, würde die Sache ungerechtfertigt vereinfachen. Aber man darf durchaus festhalten, dass Borel in der Rückrunde im Gegensatz zur Hinrunde kein positiver Faktor mehr war. Was auf einer solch wichtigen Position eine ziemlich bedenkliche Feststellung ist. Was den Leistungsabfall bei Borel erklären könnte, weiß ich nicht. Aber die in den letzten Wochen wieder auftauchenden Gerüchte um ein RB-Interesse an Keeper Raphael Wolf (inzwischen zu Werder Bremen gewechselt) scheinen zu zeigen, dass RB eine ernste Alternative zu Borel sucht. Pacult wurde in der Hinserie mal (nach einer Superparade Borels) mit den Worten zitiert, dass das eben die Aufgabe des Keepers sei. In diesem Sinne hat Borel in der Rückrunde seine Aufgabe nicht (so gut wie in der Hinrunde) erfüllt.

Benjamin Bellot (Hin: 1 Spiel, 90 Minuten; Rück: 0 Spiele, 0 Minuten): Eine Alternative zu Borel wäre natürlich die Nummer 2 Benjamin Bellot. Hat in der Rückrunde keinen Einsatz mehr gehabt. Von daher schwer zu beurteilen. In der Vorbereitung fiel er als sehr kompletter Keeper auf. Angesichts des scheinbaren Interesses an einer neuen Nummer 1 vertraut man aber im Verein offenbar nicht auf Bellot.

Andreas Kerner (Hin: 0 Spiele, 0 Minuten; Rück: 0 Spiele, 0 Minuten): Keine Spielminuten, keine Einschätzung möglich. Hat offenbar wie das gesamte Torwarttrio noch ein Jahr Vertrag. Mal gucken, was sich da in der Sommerpause tut. Kaderrückblick RB Leipzig: Regionalliga 2011/2012 weiterlesen

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Mittelfeldgedränge

Ich gebe es zu, dass ich laut gelacht habe, als die LVZ vor zwei, drei Wochen in ihrer Online-Version in irgendeinem Artikel (den ich nicht mehr finde) davon sprach, dass Niklas Hoheneder sein Debüt bei RB Leipzig im defensiven Mittelfeld feiern könnte. Nicht nur mir kam das offenbar absurd vor, denn auch die LVZ-Redaktion änderte die Passage kurz danach in die Aussage um, dass er möglicherweise in der Viererkette der Abwehr Einsatzzeit bekomme.

Was mir dann wieder Sinn zu machen schien, denn alles andere als eine Verpflichtung von Hoheneder für die Innenverteidigung kam beim überaus üppig besetzten zentralen Mittelfeld doch eigentlich gar nicht in Frage. Lagerblom, Rost, Geißler, Schulz und Ernst balgten sich doch da schon um die Plätze. Daniel Rosin und Thiago Rockenbach spielten im Saisonverlauf auch schon dort. Und Tim Sebastian darf man die Rolle im Notfall auch noch zutrauen.

Doch da hatte man die Rechnung ohne Peter Pacult gemacht, der zeigte, dass die Online-LVZ mit ihrer ursprünglichen Behauptung absolut Recht hatte und Hoheneder im defensiven Mittelfeld einsetzte. Gegen den VfB Lübeck durfte ich mich vom scheinbar undenkbaren höchstpersönlich überzeugen.

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Individuelle Zahlenrundumleuchte

Zurück zum Sportlichen bei RB Leipzig. Auch wenn das aktuelle Thema des Tages Carsten Kammlott und sein via Interview geäußerter Wechselwunsch ist, soll es hier und heute – auch weil sich an meiner früheren Einschätzung zur Personalie Kammlott nichts geändert hat – noch einmal um einen zahlengespickten Rückblick auf die bisherigen 18 Regionalliga-Spiele gehen. Und zwar vor allem in Bezug auf die individuellen Leistungen. Quasi als Ergänzung der Einzelkritik des Kaders von RB Leipzig von vor Weihnachten.

Insgesamt 20 Spieler können auf Einsatzzeiten bei RB Leipzig zurückblicken. Lediglich 14 von ihnen durften bei mindestens der Hälfte der Spiele in irgendeiner Form den Rasen betreten. Auffällig die beiden Kurzarbeiter Kammlott und vor allem Heidinger. Letzterer spielte in 17 Spielen insgesamt weniger Minuten als Tim Sebastian in acht Spielen. Gar nicht eingesetzt wurden Alexander Laas, Andreas Kerner, Steven Lewerenz, Shaban Ismaili, Matthias Buszkowiak und der langzeitverletzte Maximilian Watzka. Von diesen Sechs schafften es Ismaili und Buszkowiak auch nicht ein einziges Mal bei einem Spiel auf die Bank. Folgerichtig, dass sie den Verein verlassen dürften und derzeit nur bei der zweiten Mannschaft gegen den Ball treten.

Die Dauerbrenner im Kader von RB Leipzig sind hingegen Umut Kocin und Fabian Franke. Alle Spiele, alle Spielminuten. Christian Müller und Pascal Borel standen in den 17 Spiele, in denen sie auflaufen konnten, auch jeweils die komplette Zeit auf dem Platz. Neben Kocin und Franke waren zudem noch Daniel Frahn und Timo Röttger in jedem der 18 Spiele dabei: Individuelle Zahlenrundumleuchte weiterlesen

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Regionalliga 2011/2012

Gestern hatten wir an dieser Stelle bereits den großen RB-Leipzig-Hinrunden-Rück- oder Überblick für den Verein als Ganzen. Heute wird es etwas individueller und die einzelnen Spieler werden dem mehr oder minder großen Einzelcheck unterzogen. Das ist natürlich höchst subjektiv und hängt auch oft davon ab, was man in welchem Spiel hauptsächlich von einem Spieler wahrgenommen hat. Bei einem 1:0 beispielsweise kommen die Abwehrspieler vermutlich etwas besser weg als die Angreifer. Trotzdem und da in einem Blog ja Subjektivität quasi Teil des Gründungsmythos ist hier der Versuch den Kader mal in seiner ganzen Breite auszuwalzen. (Anmerkung: Die Daten in Klammern beziehen sich nur auf die Regionalligaspiele)

Tor

Pascal Borel (17 Spiele, 1530 Minuten): Kam vor der Saison etwas überraschend neu in den Kader und ersetzte den nicht unpopulären Sven Neuhaus. Rettete RB Leipzig durch einige spektakuläre Reflexe und Paraden ein paar Punkte. Erwies sich im Gegensatz zu seinem früheren Ruf als sicherer, fast fehlerfreier Rückhalt, insbesondere im Eins gegen Eins. Auffällig auch seine Versuche, das Spiel durch weite Abwürfe und Abschläge immer wieder schnell zu machen. Das ist schon fast ein Paradigmenwechsel im Vergleich zum letzten Jahr. Guter Typ, guter Torhüter, derzeit unumstrittene Nummer 1.

Benjamin Bellot (1 Spiel, 90 Minuten): Durfte als Borel kurz verletzt war ein Spiel in der Regionalliga bestreiten. Mit dem 5:0 in Lübeck war das gleich ein spektakuläres. Den Augenzeugen zufolge soll Bellot recht sicher agiert haben. An Borel vorbeizukommen wird für den 21jährigen trotzdem schwer bis unmöglich.

Andreas Kerner (0 Spiele, 0 Minuten): Noch ohne Einsatz. War zwischendurch auch verletzt. Wo er derzeit steht ist (mir) unklar. Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Regionalliga 2011/2012 weiterlesen

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Kaderschmiede RB Leipzig 2011/2012 Update 1

Da hängt man mit RB Leipzig schon einem Verein an, der einen Geldgeber hat, dem ein unruhiger Finger nachgesagt wird und dann passiert am letzten Tag der Transferperiode, der gestern war, einfach mal nichts. Nichts! Kein Michael Ballack, der schnell (aber auch halbherzig) von der LVZ ins Spiel gebracht wurde, kein aus dem Hut gezauberter Brasilianer, kein ehemaliger Bundesligamittelfeldspieler. Dieses Panikkauf-Nichts gibt es übrigens nun schon in der dritten Saison in Folge, wenn ich das richtig im Kopf habe. Und ehrlich gesagt, ist dieses Nichts natürlich völlig ok, denn mangelnde Klasse kann man dem aktuellen Kader nicht vorwerfen.

Trotzdem war es ein wenig erstaunlich, dass sich auf der Transferzielgeraden – abgesehen vom Wechsel von Bastian Schulz vor einer Woche – so reineweg gar nichts mehr getan hat. Wo man doch immer wieder hört, dass RB Leipzig noch Interesse an einem Links- und Innenverteidiger und eventuell sogar an einem offensiven Mittelfeldspieler habe. Wobei man dies natürlich auch in den nächsten Tagen und Wochen noch mit Spielern befriedigen kann, die aufgrund von Arbeitslosigkeit nicht unter das Transferverbot nach der Wechselperiode fallen. Zumal Sportdirektor Wolfgang Loos bereits via dienstäglicher BILD betont hatte, dass man auch nach dem 31.August noch die Augen offen halten werde.

Überraschend an dem gestrigen Nichts ist vor allem, dass die offenbar von der sportlichen Leitung, also von Trainer Peter Pacult, gewünschten Spielerabgänge nicht vollzogen wurden, weil die entsprechenden Kandidaten (gemunkelt wurde medial von Ismaili, Lewerenz und Laas) keinen neuen Verein finden konnten oder wollten. Sodass man derzeit bereits offizielle 26 Spieler im Profikader hat. Was ein Stück entfernt ist von den von Pacult favorisierten 23. Und das Verhältnis würde noch suboptimaler, kämen in nächster Zeit noch arbeitslose Kicker hinzu.

Sei es drum, die Nichtaktivitäten auf dem Transfermarkt vereinfachen mir die Sache ein wenig, denn ganz grundsätzlich gelten weiterhin alle Einschätzungen aus den Kaderbetrachtungen von vor mehr als einem Monat. Weswegen ich an dieser Stelle nur noch einmal den Kurzüberblick über die einzelnen Positionen vervollständige und aktualisiere:

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Regionalliga: RB Leipzig vs. Hamburger SV II 1:2

Ich hatte mich ja drüben bei Facebook vor dem Spiel trotz starken HSV-Kaders ganz optimistisch gezeigt, was den Ausgang des ersten Regionalliga-Heimspiels von RB Leipzig in der neuen Saison angeht. Da das ordentlich in die Hose ging, werde ich mich zukünftig vor Spielen in eine pessimistische Grundstimmung manövrieren müssen. Zum Erfolg muss halt jeder sein Scherflein beitragen..

Ich bin – der eine oder andere hat das sicher schon mitbekommen – ein starker Verfechter von ergebnisunabhängigen Spielbewertungen. Im Guten genauso wie im Schlechten. Die Leistung, die RB Leipzig in der gestrigen Heimpartie bot, war jedenfalls eine, auf der man aufbauen kann, eine die so gar nicht dem depremierenden, euphoriebremsenden Endergebnis entsprach. Trotzdem rennt RB Leipzig der Musik nun schon wieder hinterher. Aber der Reihe nach.

Es begann, wie man es erwarten durfte mit dem bereits bekannten 4-2-3-1, in dem Tom Geißler die Rolle des verletzten Timo Rost im defensiven Mittelfeld neben Pekka Lagerblom übernahm. Doch in den ersten 15 Minuten waren es nicht die RasenBallsportler, die die Initiative übernahmen und wie noch im Wolfsburg-DFB-Pokal-Spiel den Gegner bestürmten. Vielmehr fühlte man sich an viele Spiele der letztjährigen Hinrunde erinnert. Man begann das Spiel in aller Ruhe, versuchte die Bindung zu finden, ließ den Gegner ein wenig kombinieren, vergaß dabei das konsequente Arbeiten gegen den Ball, sodass der HSV schon früh spielerisches Selbstvertrauen gewann und schwupps stand es nach einem Konter frühzeitig 0:1. Nimmt man die ersten 15 Minuten als Maßstab, dann auch völlig verdient.

Nach 15 Minuten begann sich RB Leipzig in die Partie zu kämpfen. Ab der 25. Minute sah es auch nach sehr gutem Fußball aus. Insbesondere über den 45 Minuten lang bärenstarken Timo Röttger lief eine Angriffswelle nach der anderen Richtung HSV-Tor. Von Zeit zu Zeit sogar mittels schnellem, direktem Spiel. Nur der Ausgleich wollte aus Gründen mangelnden Glücks und vielleicht auch Könnens nicht fallen. Trotzdem hatte man den im Vergleich zur letzten Saison absolut neuen Eindruck, die RasenBallsportler wüssten ganz genau, mit welchen Mitteln sie die gegnerische Abwehrreihe bezwingen können. Nicht zu Unrecht bemerkte der ehemalige RasenBallsportler Ingo Hertzsch in der Pause, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis der Ausgleich fiele.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2011/2012

Nun denn, langsam und exakt eine Woche vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Wolfsburg kommt die neue Saison in einer Art und Weise nah, dass man nicht mehr umhin kommt, sich ernsthaft mit ihr zu beschäftigen. Und was wäre ernsthafter, als zuerst einmal zu gucken, inwieweit der sportliche Teil – also die Mannschaft – in der Lage scheint, die anstehenden Aufgaben (Aufstieg, Sachsenpokal-Sieg) erfolgreich zu gestalten. Zum Trainer habe ich ja bereits an verschiedenen Stellen und immer wieder kund getan, dass ich bei aller Kritik am administrativen Wirrwarr bei RB Leipzig und der Art und Weise der Pacult-Verpflichtung und der weiteren Personalentscheidungen glaube, dass seine sachlich-zielstrebige Art, die den Spielern trotzdem die Möglichkeit zur Entfaltung lässt, den sportlichen Erfolgschancen gut tun wird. Ich glaube derzeit ernsthaft, dass Peter Pacult die Kompetenzen besitzt, die erste Männermannschaft von RB Leipzig erfolgsorientiert zu entwickeln. Sogar über ein Jahr hinaus.

In seiner ersten Saison in Leipzig vertraut Peter Pacult zum jetzigen Zeitpunkt gesprochen und mögliche Neu-Transfers oder Abgänge außen vor gelassen insgesamt 25 Spielern. Was noch keine Magath-Verhältnisse sind, aber durchaus ordentlich ist. Ich habe das ganze mal nach Positionen geordnet (Lesehilfe: hinter jeder Position erscheinen die Spieler, die dort – nimmt man die Vorbereitungsspiele als Maßstab – ihre Stammposition haben, in der Reihenfolge wie ich denke, dass ihre individuelle Stärke ist [ganz vorn steht also die jeweilige Nummer 1 auf jeder Position]. Einfache Klammern bedeuten, dass der Spieler dort auch umstandslos spielen kann, doppelte Klammern bedeuten, dass der Spieler auf der Position im Notfall spielen könnte):

Tor: Pascal Borel (32 Jahre), Andreas Kerner (22), Benjamin Bellot (20)

Man vergleiche die drei gerne mal mit den letztjährigen drei, die Neuhaus, Gäng und Bellot hießen und auf den ersten Blick keinerlei Qualitätsnachteile gegenüber ihren Nachfolgern haben dürften. Pascal Borel als Nummer Eins zu verpflichten, scheint erst einmal ein Risiko zu sein. Als Spieler, der früher für die eine oder andere unglückliche Aktion stand, seine Karriere schon beinah an den Nagel gehangen hatte und die jüngere Vergangenheit außerhalb des Zugriffs des deutschen Fußballs verbrachte, überrascht seine Verpflichtung zumindest, zumal RB weder auf der 1 noch auf der 2 in der vergangenen Saison ein Problem hatte. So wie ich Borel in den Tests bisher gesehen habe und mal abgesehen von seinem bösen Schnitzer im ersten Test in Braunsbedra, ist er aber ein völlig anderer Typ als Vorgänger Neuhaus, wirkt wesentlich agiler und präsenter. Eventuell entspricht er mit seinem Auftreten viel eher dem, was sich Pacult von seinem Keeper erwartet, als das Neuhaus hätte tun können.

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Kaderrückblick RB Leipzig Regionalliga 2010/2011

Nun denn, viel ist bisher schon passiert in dieser Sommerpause, zu viel als dass mir Zeit geblieben wäre, einmal den Kader der letzten Saison im Einzelnen zu würdigen. Und auch wenn die letzte Saison schon arg weit zurück liegt und die neue schon fast vor der Tür steht, liegt mir ein individuell wertschätzender Blick auf die Spieler von RB Leipzig aus der Saison 2010/2011 doch immer noch am Herzen. Weswegen hier und heut Zeit sein soll für einen zeitlosen Blick in die Vergangenheit, die ja immer auch ein Stück (sogar bei RB Leipzig) Basis für die Zukunft ist..

Sven Neuhaus (33 Jahre): Machte insgesamt 26 Spiele. Die anderen acht verpasste er aufgrund einer Verletzung. War alles in allem ein solider Rückhalt mit wenig Ausreißern nach oben oder nach unten. Genauso wenig wie ich mich an einen gravierenden und folgenschweren Fehler erinnere, erinnere ich mich an Glanztaten, die einen Sieg festgehalten hätten. Wobei es bei RB Leipzig auch schwierig ist zu glänzen, da man als Torhüter nur sehr wenig Bälle auf das Tor bekommt. Und wenn, dann sah sich Neuhaus oft gleich einer 1:1-Situation gegenüber. Im Sachsenpokal-Finale gegen einen starken und stürmenden Gegner war Sven Neuhaus als der zu sehen, der er ist, als sehr guter Torhüter. Weil er die Chance bekam, sich auszuzeichnen. Sportlich finde ich es weiterhin unnötig, dass man seinen Vertrag nicht verlängert hat. Anlass dazu hat er auf dem Platz, trotz gewöhnungsbedürftig bedächtiger Art und Weise bei der Spieleröffnung eigentlich nicht gegeben. Status derzeit: vereinslos, Probetraining bei de Graafschap in Holland erfolglos.

Christopher Gäng (23 Jahre): Kam aufgrund der Verletzung von Sven Neuhaus zu insgesamt acht Regionalliga-Einsätzen. Sein erster Einsatz war gleich das desaströse 1:5 gegen Kiel. Auch wenn er an den Gegentoren nicht direkt Schuld war, wirkte er in diesem Spiel doch eher nicht regionalligatauglich. Ruhig, zurückhaltend, kaum Ausstrahlung. Zwei Spiele später ließ er dann noch einen haltbar scheinenden Fernschuss im Auswärtsspiel in Magdeburg passieren. Doch Gäng zeigte anschließend, wie wertvoll für einen Keeper Spielpraxis ist und steigerte sich von Spiel zu Spiel. Er hielt, was zu halten war, wurde vor allem als Typ immer präsenter und organisierte lautstark die Vordermannschaft. Die Metamorphose des Christopher Gäng in seinen acht Einsätzen für RB Leipzig war tatsächlich beachtlich, so beachtlich, dass ich ihn auf jeden Fall für eine akzeptable Nummer 2 gehalten hätte. Da er aber keinen neuen Vertrag erhielt, kann man ihm nur wünschen, dass er irgendwo einen Platz als Nummer 1 kriegt und seine Entwicklung hin zu einem sicheren (mindestens Regionalliga-) Keeper fortsetzen kann. Status derzeit: vereinslos, Probetraining in Meppen und bei Dynamo Dresden absolviert.

Benjamin Bellot (20 Jahre): Kein Einsatz. Keine Einschätzung. Perspektivspieler bei RB Leipzig. Kaderrückblick RB Leipzig Regionalliga 2010/2011 weiterlesen

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Stammspieler, auffällige Spielernaturen und der (fast) ganze Rest

Falls irgendjemand noch nach einem Anlass zum Feiern sucht, der nehme den heutigen Tag als Bergfest. Wobei heute Donnerstag den 30.06.2011 meint, also heute aus meiner persönlichen Schreiber-Ich-Perspektive gemeint ist (für alle, die vielleicht gar nicht heute vorbeischneien und für die es auch nichts zu feiern gibt).

Bergfest ist also heute. Wenn man Bergfest feiert, geht es anschließend meist auf irgendein Ende zu (bergab eben). In diesem Fall das Ende der Sommerpause. Vor exakt 29 Tagen fand das letzte Spiel von RB Leipzig statt. Für alle, die sich gerne darin suhlen: es war das Spiel, in dem der Sachsenpokal gewonnen wurde.. In genau 29 Tagen wiederum startet die Saison mit dem Spiel, das man sich durch das letzte Spiel überhaupt erst verdient hat, der Erstrunden-Auftritt im DFB-Pokal gegen Magaths VfL Wolfsburg.

Langsam beginnt also die Zeit, wo man wieder nach vorne und in die nächste Saison von RB Leipzig schauen könnte. Aber ehrlich gesagt, man merkt das vielleicht dieser Tage hier im Blog, schaue ich vom Berg derzeit immer noch lieber nach hinten als nach vorne. Das wird sich sicher in absehbarer Zeit ändern, zumal am Samstag schon wieder das erste Testspiel stattfindet, heute aber soll es in vollendeter Rückwärtsgewandtheit noch mal um längst vergangenes gehen. Daten, Fakten, Analysen.

In der vergangenen Regionalliga-Saison liefen bei RB Leipzig insgesamt 24 Spieler auf (alle Daten basieren auf den Daten von transfermarkt.de [broken Link]). Lediglich die offiziell zum Profikader gehörenden Benjamin Bellot und Matthias Buszkowiak hatten keinen Einsatz. Richard van den Bosch kann man bei insgesamt neun Minuten Spielzeit und 2 Einsätzen eventuell noch dazu rechnen. Patrick Bick, inzwischen nicht mehr bei RB Leipzig mit seinen drei Einsätzen auch. Stammspieler, auffällige Spielernaturen und der (fast) ganze Rest weiterlesen

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Wochen(end)splitter V

Auf denn in den letzten Spieltag der zweiten Saison  des Vereins RB Leipzig. Gegner wird heute um 13.30 Uhr der TSV Havelse sein. Für den geht es noch gegen den Abstieg. 3 Punkte und 9 Tore gilt es auf den 1.FC Magdeburg, der zu Hause gegen Holstein Kiel antritt, aufzuholen. Nunja, eine hochspannende Tabellenkonstellation sieht anders aus.

Für RB Leipzig geht es in dem Spiel derweil um nicht mehr viel. Im besten Fall baut man die Heimserie auf neun Siege in Folge aus. Im noch besseren Fall spielen die beteiligten RasenBallsportler ein lockeres Spielchen herunter, verlängern nicht noch die sowieso schon lange Verletztenliste und bestreiten dieserart eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen.

Was eine gute Form der Vorbereitung auf das letzte Pflichtspiel der Saison, auf das Sachsenpokal-Finale nächsten Mittwoch gegen den Chemnitzer FC sein dürfte. Der abschließende Höhepunkt der zuweilen etwas unbefriedigenden Saison. Die Chance wenigstens in diesem einen Spiel noch einmal dem sportlichen Krösus der Regionalliga Nord ein Bein zu stellen. Die letzte, bevor sie in die dritte Liga entschwinden, wo sie falls alles schief läuft auf ihr offensives Lebensversicherungstrio Garbuschewski, Förster und auf jeden Fall Löwe verzichten müssen (broken Link). Das wäre heftig und würde die Chemnitzer Träume von weiteren Schritten nach vorn im Profifußball wohl etwas bremsen.

Wer im Spielerkreise noch – vielleicht ja auch aufgrund unklarer Vertragsverhältnisse – ein wenig Motivation braucht für das Sachsenpokal-Finale, nehme sich mal den spöttelnden CFC-Sportdirektor Manfred Kupferschmied zur Hand. Der träumt schon vom baldigen Aufstieg in die zweite Bundesliga und hat dementsprechend in der Freien Presse ein wenig Höhenluft bei der Kaderplanung:

Von RB Leipzig werden wir niemanden verpflichten, denn den RB-Spielern fehlt das Sieger-Gen.

Klar, in Chemnitz sickert langsam der sportliche Erfolg in die Rhetorik ein. Was völlig in Ordnung ist, aber dem einen oder anderen RasenBallsportler vielleicht ja trotzdem einen besonderen Blick auf den kommenden Mittwoch verschafft. Ich für meinen Teil spekuliere übrigens darauf dem Projekt sportliche Replik auf Herrn Kupferschmied vom Block C (Gegengerade) aus zuzusehen. Was bedeutet, dass am besten alle möglichst bald eins, zwei, viele Karten für den Block A kaufen, sodass man sich gezwungen sieht, auch gegenüber aufzumachen. Unwahrscheinlich, ich weiß.

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Wochen(end)splitter II

Das Thema der Woche bei RasenBallsport Leipzig, zumindest wenn man Medienberichte als Maßstab nimmt, hieß Vertragsverlängerungen. Die täglich wechselnden Meldungen dazu, wer bleiben wird und wer nicht, dürften nicht gerade zu einer Leistungsexplosion bei RasenBallsport Leipzig führen. Was aktuell eigentlich unangebracht ist, geht doch die Saison gerade (wieder einmal) richtig los, bedenkt man, dass unter anderem der sportlich wertvolle Sachsenpokal (DFB-Pokal-Qualifikation!) mit dem Achtelfinale beim FC Sachsen nächste Woche erst jetzt ins Rollen kommt.

An den Gerüchten kommt man natürlich trotzdem nicht vorbei: Als gesichert gilt demnach, dass Daniel Rosin bleiben wird (BILD, 29.03.). Als gesichert gilt auch, dass RasenBallsport Leipzig zukünftig auf Ingo Hertzsch, Thomas Kläsener (beide BILD, 30.03.) und Lars Müller (LVZ, 01.04.) verzichten wird. Damit fällt fast eine komplette Abwehrkette und auch der Kern der RasenBallsport-Akteure der ersten Stunde weg.

Noch heftiger würde der Kaderumbruch ausfallen, bestätigten sich die Gerüchte, dass auch Nico Frommer (BILD, 31.03.), Benjamin Baier und Christopher Gäng (beide BILD, 30.03) keine Zukunft bei RasenBallsport Leipzig haben werden. Wochen(end)splitter II weiterlesen

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Transfergerücht: Zafer Yelen

Auch nach der Trennung von Hans-Georg Felder geht es weiter mit Personalfragen. Die Kaderplanung bei RasenBallsport Leipzig läuft bereits auf Hochtouren. Öffentlich wurden dabei vor allem die ersten Kaderausdünnungen. Der LVZ zufolge ist Thomas Kläsener nächste Saison sicher kein RasenBallsportler mehr. Bei Ingo Hertzsch scheint dasselbe zumindest für seine Rolle als Spieler zu gelten. Und Daniel Rosin steht derselben Quelle nach auf der Kippe. Ob das alles so stimmt sei einmal dahingestellt. Ob die Ideen funktionieren, wird sich nicht vornehmlich beim Nichtverlängern von Verträgen zeigen, sondern bei den Neuverpflichtungen.

Eine dieser potenziellen Neuverpflichtungen ist Zafer Yelen, der derzeit zum Probetraining bei RasenBallsport Leipzig weilt und wohl der größte Leidtragende der nicht geglückten Freundschaftsspielsuche für das spielfreie Wochenende sein dürfte. Bei Zafer Yelen handelt es sich um einen 24jährigen Kreativspieler, der es in seinen jungen Jahren bereits geschafft hat mit Hansa Rostock 1. und 2 Bundesliga zu spielen, anschließend in die Türkei zu wechseln und dort seit 2009 auf der Bank zu sitzen. Zu seiner bisherigen Laufbahn gehören zudem eine ziemlich lange Pause wegen einer Leisten-OP und darauf folgend die Verbannung in Hansa Rostocks 2. Mannschaft, weil er sich über Hansas mediznische Abteilung beschwerte und zudem mehrfach Wechselabsichten äußerte. Dass er anschließend in der höchsten, türkischen Spielklasse bei Trabzonspor nicht wieder auf die Füße kam, kann man getrost als deutlichen Karriereknick bezeichnen. Was dort schief ging, lässt sich aus den Tiefen des Internets zumindest für mich nicht entschlüsseln. Wie es heißt, trieben ihn finanzielle Unregelmäßigkeiten des Vereins zur Vertragsauflösung und zum Probetraining bei RasenBallsport Leipzig. Transfergerücht: Zafer Yelen weiterlesen

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RasenBallsport Leipzig vs. FC Oberneuland 3:0

Und weiter geht es im bekannten Rückrundenstil von RasenBallsport Leipzig. Wenn schon gewinnen, dann richtig. 5 Siege stehen nunmehr seit der Winterpause zu Buche: drei mal 3:0, ein mal 4:0 lautet die durchaus beeindruckende Bilanz für diese 3 Heim- und 2 Auswärtsspiele. Wenn da nicht die 2 Niederlagen und die 2 kürzlichen Unentschieden wären, hätte man im übrigen am gestrigen Freitag den Chemnitzer FC in der Tabelle überholen können. Hätte, wenn und trallala.

Genauso wie sich die Ergebnisse der Siege gleichen, gleicht sich auch die Art und Weise der letzten 3 Heimauftritte, die ich nach dem Hamburg-Spiel als robusten, zielführenden Regionalligafußball gekennzeichnet hatte. So eben auch gestern. Ohne groß zu glänzen, man könnte auch sagen, dass das Spiel von RasenBallsport Leipzig streckenweise nicht sonderlich ansehnlich war, dominierten die RasenBallsportler das Geschehen auf dem Rasen deutlich. Defensiv robust, was dazu führte, dass der Gast erst um die 70. Minute herum zur ersten Chance aus dem Spiel heraus kam. Da stand es allerdings auch schon 2:0. Offensiv kein Feuerwerk, aber trotzdem immer wieder, insbesondere in Hälfte 2 mit hochkarätigen Chancen oder potenziellen Chancen (also Angriffssituationen). Verknüpft mit einer recht ordentlichen Chancenverwertung war das Spiel so ok und unterhaltsam wie solider, zielführender Regionalligafußball eben so ist. Ein angenehmer Fußballabend im kalten, hell erleuchteten UFO Red Bull Arena. Mir machte das bei allem gelegentlichen Kopfschütteln tatsächlich Spaß.

Wobei der Spaß auch durchaus hätte getrübt werden können von einem weitestgehend chancenlosen und harmlosen Gast aus Oberneuland. Vor allem in der mit nur wenig Chancen und Höhepunkten gespickten 1.Hälfte, die man im Zusammenschnitt auf 2 oder 3 Szenen zusammenkürzen kann, hätte das Pendel auch gegen RasenBallsport Leipzig ausschlagen können. Wie so oft in dieser Saison waren dafür Standards verantwortlich, von denen 2 derart dilettantisch verteidigt wurden, dass ich nicht mal zum Kopfschütteln kam. Im ersten Fall rettete Christopher Gäng großartig auf der Linie, im zweiten Fall verhinderte der Pfosten den Einschlag der Kopfballbogenlampe, die mich ein wenig an den Regionalliga-Auftakt gegen Türkiyemspor Berlin erinnerte. RasenBallsport Leipzig vs. FC Oberneuland 3:0 weiterlesen

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RasenBallsport Leipzig vs. Eintracht Braunschweig II 4:0

Ganz im Sinne der sportlichen Achterbahnfahrt nach der Winterpause war der gestrige, klare Sieg von RasenBallsport Leipzig fast schon zu erwarten. Und auch ganz im Sinne der bisherigen sportlichen Leistungen erstaunt es nicht, dass man vielfach erkennen konnte, wie das Spiel der RasenBallsportler funktionieren KANN, aber nur selten zu sehen war, dass es tatsächlich funktionierte. Gleich 3 Standardtore sind statistischer Beleg für die spielerisch nicht durchgängig überzeugende, aber trotzdem immer überlegene und solide Leistung.

Erstaunen bereits zum Anpfiff. Zum ersten Mal hatte Tomas Oral auf eine Niederlage nicht mit personellen Änderungen reagiert, sondern die selben 11 RasenBallsportler aufs Spielfeld geschickt, wie gegen Magdeburg. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, denn wenn man eine Vorstellung und ein Konzept von seinem Team hat, dann sollte es auch nach Niederlagen halten. Persönlich finde ich die Spielerwahl im Einzelnen nicht vollständig plausibel. Insbesondere die in der RasenBallsport-Defensive als Doppel-Sechs agierenden Baier und Rosin finde ich nicht unbedingt die perfekte Mischung. Sei es drum, das ist letztlich ja auch Sache des Trainers und wo er mit seinem Team hin will.

Man muss insgesamt sagen, dass die erste Halbzeit eine zwar dominante, aber trotzdem zähe Angelegenheit war. Zu limitiert waren die spielerischen Mittel bei RasenBallsport Leipzig, um aus dem Spiel heraus Gefahr zu erzeugen. Eine schöne Schusschance durch Baier, hervorragend aufgelegt von Frahn war da schon das höchste der Gefühle der ersten Hälfte. RasenBallsport Leipzig vs. Eintracht Braunschweig II 4:0 weiterlesen

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Türkiyemspor Berlin vs. RasenBallsport Leipzig 0:3

Minustemperaturen, Minuskulisse, Auswärtsspiel beim Tabellenletzten. Schön geht definitiv anders. Heraus kam für RasenBallsport Leipzig dann doch was schönes, nämlich das Rückrundenstandardauswärtsergebnis, ein 3:0. Da Chemnitz zur Abwechslung mal auf Dusel machte und sein Heimspiel erst in der Nachspielzeit gewann, braucht man sich trotzdem nicht übermäßig über die verlorenen Punkte gegen Kiel ärgern. Sportlich dürfte das Ergebnis beim abgeschlagenen Tabellenletzten ein Muster ohne Wert sein. Die bekannten Offensivschwächen in der ersten Halbzeit wurden nach einem Frahn-Elfmetertor in Halbzeit 2 ein wenig vergessen gemacht. Mal gucken, was davon in Magdeburg am Sonntag übrig bleiben wird.

Spannender dann schon, was vor dem Spiel passierte. Aussortiert wurden bei RasenBallsport Leipzig nach dem Debakel gegen Kiel für dieses Mal die Herren Rost und Müller. Auf der Bank saßen sie dann für die gesamten 90 Minuten. Man könnte sagen, dass sich Tomas Oral in seinem saisonübergreifenden Rasieren einzelner Spieler treu bleibt und nun mal auf 2 zruückgriff, die noch gar nicht dran waren. Nun ja. Zumindest letzterer hatte gegen Kiel tatsächlich einen extrem schwachen Tag erwischt, hob sich damit aber nur unwesentlich von seinen verteidigenden Nebenleuten und dem Rest der Mannschaft ab. Türkiyemspor Berlin vs. RasenBallsport Leipzig 0:3 weiterlesen

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RasenBallsport Leipzig vs. Holstein Kiel 1:5

Untertitel gefällig? Ein Satz mit x, das war wohl nix. Ähm, naja. Besser schon: RasenBallsport Leipzig und die wahrscheinlich kürzeste Aufholjagd der jüngeren Fußballgeschichte. Ehrlich gesagt bin ich nach so einem Fußballspiel fast schon sprachlos, aber als Content Manager, ähm Blogger hat man ja Verpflichtungen gegenüber seiner Zielgruppe, vor allem der freudig-hämischen. Stimmts Herr Interpreter? 😉

Eigentlich war alles bereitet für einen schönen Fußballabend mit RasenBallsport Leipzig, der ja dann immerhin denkwürdig wurde. Flutlichtspiel im Zentralstadion. Ups, ist mir nur rausgerutscht. Red Bull Arena meine ich natürlich. Ich finde das als sportliches Ereignis immer noch großartig und war dementsprechend extrem vorfreudig gestimmt. Würde ich twittern, hätte ich wahrscheinlich immerzu ‚Geil, Flutlichtspiel‘-Tweets verschickt. Da ich nicht twittere, habe ich es mir quasi quer übers strahlende Gesicht geschrieben. RasenBallsport Leipzig vs. Holstein Kiel 1:5 weiterlesen

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RB Leipzig vor dem Spiel gegen Holstein Kiel

Das war das, was sich die Jungs für den Verlauf der Saison vorstellen. Dass wir nicht nur auf die Defensive achten, sondern auch unsere Qualitäten nach vorne ausspielen. Wir haben super Fußballer in der Mannschaft (…), wir müssen uns das einfach zutrauen.“ (Thiago Rockenbach im Red Bull Audioplayer [broken Link] vom 14.02.2011 nach dem Sieg von RB Leipzig bei der U23 von Hannover 96 )

Das war sicher das, was man sich als den entscheidenden Quantensprung vor der Rückrunde erhofft hatte. Dass RB Leipzig auch die nötigen spielerischen Qualitäten entwickelt, die einer defensiv ingesamt recht sicher und robust agierenden Mannschaft fehlten. Qualitäten mit denen man nicht gleich jeden Gegner an die Wand spielen muss, aber Qualitäten, die die vorhandenen Offensivtalente wie Kammlott und Frahn auch in Szene setzen. Denn das wurden sie in der Hinrunde selten. Falls (auch dank Thiago Rockenbach) RB Leipzig künftig in der Lage ist, potenziell in jeder Partie auch einen entscheidenen spielerischen Moment zu kreieren, dann kann ich das nur umfänglichst begrüßen.

Sorgen – wenn man das überhaupt so nennen möchte – bereitet mir vor dem heutigen Spiel nur die Möglichkeit, dass man sich bei RB Leipzig vielleicht schon wieder zu wohl fühlt in der Wahrnehmung, dass nun alles viel besser ist als in der Hinserie. Ich war nicht in Hannover und vielleicht habe ich dort tatsächlich eine überirdische Leistung verpasst, aufgrund derer man nicht umhin kommt, daran zu glauben, dass sich die RasenBallsportler auf hohem Niveau konsolidiert haben. Andererseits gebe ich zu bedenken, dass auch in der Hinserie nicht alles Mist war. Auch dort gab es die Momente, die glauben machten, dass der Knoten geplatzt sei, dass die Mannschaft nun auf einem anderen Niveau agiere, die Anpassung an die Regionalliga geschafft sei. RB Leipzig vor dem Spiel gegen Holstein Kiel weiterlesen

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Hannover 96 II vs RasenBallsport Leipzig 0:3

Entgegen aller statistisch begründeter Befürchtungen vor dem Auftritt in Hannover legte RasenBallsport Leipzig einen perfekten Rückrundenauftakt hin. Damit haben die RasenBallsportler in einem Rückrundenspiel bereits genauso viel Punkte und sogar ein Tor mehr auf ihrem Konto wie in der Hinrunde nach 3 Spielen. Ein 3:0 beim hochgeschätzten Nachwuchs von Hannover 96 ist viel mehr als ich vor dem Spiel erwartet hätte. Zumal alle Berichte aus Hannover in die selbe Richtung eines im Vergleich zur Hinrunde wie ausgewechselt agierenden RasenBallsport Leipzig weisen. Keine Ahnung, ob das ein Muster ohne Wert ist, aber ich würde mich noch immer sehr freuen, wenn die sportliche Leitung auch die Früchte ihrer Arbeitet ernten kann. Hannover 96 II vs RasenBallsport Leipzig 0:3 weiterlesen

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Kaderschmiede 2011

Langsam lässt sich die Zeit bis zum Rückrundenauftakt in Hannover in Stunden bemessen. Deshalb wird es allerhöchste Zeit einen kurzen Blick auf den aktuellen Kader und sein Potenzial zu werfen. Das letzte mal machte ich das vor der Saison und zwar hier. Im Vergleich dazu hat sich der Kader nominell kaum verändert, aber in der Rückrundenvorbereitung wurden offenbar einige Spieler in Bezug auf ihre Spielposition herumgeschoben. Die Zuordnung zu den einzelnen Mannschaftsteilen ist somit teilweise arg spekulativ oder gar willkürlich. Kaderschmiede 2011 weiterlesen

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