Schlagwort-Archive: Bundesliga 2016/2017

Unterschiedliche Sorten Pausentee

Es war am Wochenende erst das zweite Mal der Fall, dass RB Leipzig am Ende des Spiels weniger Punkte hatte als zur Halbzeit. In beiden Fällen (in Mönchengladbach und auf Schalke) kassierte man noch den 1:1-Ausgleichstreffer. Damit bleibt RB weiterhin die einzige Mannschaft neben den Bayern, die noch nicht verloren hat, wenn man zur Halbzeit nicht schon zurücklag. Sprich, man muss Leipzig vor der Pause schlagen, wenn man gegen sie gewinnen will.

Dabei ist RB auch das Team, das zwischen Halbzeitpause und Abpfiff den größten Punktezuwachs verzeichnet. Im Schnitt gewinnt man pro Spiel noch mal 0,57 Punkte zu dem dazu, was man sich schon bis zur Pause erkämpfte. Bis zum Halbzeitpfiff kommt man in 30 Spielen auf 45 Punkte. Was deutlich weniger sind als Dortmund oder Hoffenheim bis dahin holen. 17 Punkte packt man aber in den folgenden 45 Minuten noch mal drauf, während beim BVB nur noch ein Pünktchen dazukommt und bei Hoffenheim sechs.

Auffällig auch die Bilanzen von Augsburg und mit Abstrichen Hamburg, die in der ersten Hälfte die wenigsten Punkte aller Bundesligisten holen, aber nach der Pause im Gegensatz zu den anderen Abstiegskandidatn noch mal Punkte gewinnen statt welche zu verlieren. Auch Freiburg sehr weit oben in dieser Statisik. Denn nach der Pause packt man im Schnitt noch mal 0,4 Punkte pro Spiel auf die 32 Pausenpunkte drauf. Und steht damit auf einem Europa-League-Platz.

[1.HZ = Punkte, die bis zum Pausenpfiff geholt wurden; 2.HZ = Punktestand nach 30 Spielen; +/- = Differenz zwischen Stand zur Pause und Stand am Ende der Partie über 30 Spieltage hinweg (positiver Wert bedeutet Punktzuwachs, negativer Wert bedeutet Punkteinbußen); Pkt/Sp = Punkte pro Spiel, die das jeweilige Team zwischen Pausenpfiff und Schlusspfiff gewinnt oder verliert]

 1.HZ2.HZ+/-Pkt/Sp
Bayern5470160,53
Leipzig4562170,57
Dortmund555610,03
Hoffenheim495560,20
Hertha3446120,40
Freiburg3244120,40
Bremen414210,03
Köln344170,23
Frankfurt344170,23
Gladbach393900,00
Schalke363820,07
Leverkusen4136-5-0,17
Mainz3733-4-0,13
Wolfsburg3933-6-0,20
Hamburg303330,10
Augsburg263260,20
Ingolstadt3428-6-0,20
Darmstadt3121-10-0,33

Wenn man nur darauf schaut, wie sich die Teams nach Führungen verhalten, dann gingen mit den Bayern, Leipzig, Dortmund, Hertha, Freiburg, Köln, Frankfurt, Schalke, Hamburg und auch Ingolstadt bisher nach einer Halbzeit-Führung immerhin zehn Teams nicht mehr als Verlierer vom Platz. Lediglich acht Mannschaften verspielten also bisher schon mindestens einmal eine Pausenführung komplett.

Besonders beeindruckend dabei die 16 Halbzeit-Führungen der Dortmunder. 15 Siege stehen dabei zu Buche. Damit verliert der BVB von allen Teams pro Partie, in der man zur Pause in Führung lag, die wenigsten Punkte. Da haben es Bremen, Leverkusen oder Mönchengladbach schon schlechter, denn die mussten bisher von den Pausenführungen im Schnitt noch einen Punkt wieder abgeben bis zum Ende des Spiels.

Hinter den Teams folgen nur noch Darmstadt und Augsburg. Wobei das angesichts der wenigen Spiele mit Pausenführungen der Klubs auch wenig aussagekräftig ist. Interessant allerdings, dass Augsburg und Hamburg bisher lediglich dreimal mit dem Positivgefühl, vorn zu liegen, zum Pausentee schreiten konnten.

[Spiele = Anzahl der Spiele, in denen das jeweilige Team zur Pause in Führung lag; 2.HZ = Gesamtzahl der gesammelten Punkte in Spielen, in denen die Teams zur Halbzeit in Führung lagen; +/- = Differenz zwischen Punktestand zur Pause und zum Schlusspfiff; Pkt/Sp = Punkte pro Spiel, die jeder Verein nach einer Halbzeitführung noch verspielt

 Spiele2.HZ+/-Pkt/Sp
Dortmund1646-2-0,13
Bayern1440-2-0,14
Hertha822-2-0,25
Frankfurt719-2-0,29
Freiburg616-2-0,33
Köln616-2-0,33
Schalke616-2-0,33
Leipzig1129-4-0,36
Ingolstadt820-4-0,50
Hoffenheim1126-7-0,64
Hamburg37-2-0,66
Wolfsburg921-6-0,67
Mainz920-7-0,78
Bremen1122-11-1,00
Leverkusen1020-10-1,00
Gladbach816-8-1,00
Darmstadt510-5-1,00
Augsburg34-5-1,67

Nicht ganz so aussagekräftig die Statistik zur Punkteausbeute nach Rückständen zur Pause. Weil dazu die Zahl der erfolgreich gedrehten Spiele zu gering ist. Bei immerhin drei von vier Spielen ändert sich am Gewinner (bzw. eben am Verlierer) im Verlauf der zweiten Halbzeit nichts mehr.

Hoffenheim ist der einzige Verein, der nach Halbzeitrückstand noch nicht verloren hat. Drei Unentschieden sprangen bei drei Rückständen noch heraus. Mit Bayern, Dortmund, Hoffenheim, Bremen, Schalke, Hamburg und Darmstadt gibt es zudem gleich sieben Mannschaften, die in dieser Saison noch keinen Rückstand zur Pause in einen Sieg verwandeln konnten.

Herausstechend, dass Darmstadt und Hamburg noch keinen einzigen Punkt nach Pausenrückstand holen konnten. In neun bzw. sechs Anläufen. Auf der anderen Seite holte keine Mannschaft mehr Punkte noch nach Rückständen als Frankfurt und Leverkusen. Bei zehn bzw. neun Halbzeitrückständen sprangen noch jeweils sieben Punkte heraus.

[Spiele = Anzahl der Spiele, die die jeweiligen Teams zur Halbzeitpause in Rückstand lagen; 2.HZ = Anzahl der Punkte, die man nach Pausenrückstand bis zum Schlusspfiff noch einfahren konnte; Pkt/Sp = Punkte pro Spiel, die jedes Team nach Halbzeitrückstand noch holt]

 Spiele2.HZPkt/Sp
Hoffenheim331,00
Leverkusen970,78
Frankfurt1070,70
Dortmund740,57
Gladbach740,57
Wolfsburg950,56
Bayern420,50
Köln840,50
Leipzig730,43
Mainz1140,36
Hertha1240,33
Ingolstadt1240,33
Freiburg1030,30
Augsburg1030,30
Bremen1130,27
Schalke610,17
Hamburg600,00
Darmstadt900,00

Am besten vergleichbar sind derweil die Daten bei Unentschieden zur Halbzeit. Während bei Rückständen und Führungen auch die Höhe eine Rolle spielt, die einen Einfluss auf die Daten nimmt, sind Unentschieden immer Unentschieden und für alle gleich. Im Schnitt hat jedes Team rund 13mal den Fall erlebt, dass man mit einem Unentschieden in die Pause ging (entsprechend war man 17mal in Führung oder in Rückstand). Bis zum Ende sinkt dieser Wert auf knapp sieben Unentschieden. Sprich bei reichlich sechs Spielen pro Team wandelt sich das Ergebnis von einem Unentschieden in einen Sieg oder eine Niederlage um.

Insgesamt gibt es mit Bayern und Leipzig nur zwei Teams, die nach Unentschieden zur Pause nicht mehr verloren haben. Beide dominieren die Tabelle deutlich. Zu dem einen Punkt pro Spiel (bei 12 Unentschieden-Partien) packt RB Leipzig bis zum Schlusspiff noch mal unglaubliche 1,5 Punkte pro Spiel, also insgesamt 18 Punkte drauf. 18! Nur Hoffenheim, Köln und Augsburg gelang es gegen RB, den Punkt zur Pause auch am Ende in den Händen zu halten. Selbst die Bayern kommen in ebenfalls zwölf Spielen nur auf 16 zusätzliche Punkte, die man aus Unentschieden-Spielen zur Pause bis zum Ende noch holt.

Besonders auffällig in dieser Statistik der BVB. Die schaffen es in sieben Spielen, in denen es zur Pause Unentschieden steht, am Ende weniger Punkte in der Tasche zu haben als zum Halbzeitpfiff. Eine negative Bilanz, das schaffen neben Dortmund nur noch fünf weitere Teams. Allesamt Abstiegskandidaten. In der ersten Halbzeit ist Dortmund das beste Team der Liga und nach der Pause bricht man in sich zusammen, wenn man nicht mit einer Führung in die Kabine gegangen ist. Wer das erklären kann, für den gibt es im Leben keine Limits mehr.

Im Ernst. Da steht mit Thomas Tuchel ein eigentlich taktisch versierter Coach an der Linie, der in der Lage sein müsste, Anpassungen vorzunehmen. Dazu hat man eine gute und auch tiefe Bank. Und trotzdem gewinnt man nur eins von sieben Spielen, die zur Pause Unentschieden stehen. Viellicht ist es ja angesichts der geringen Anzahl an Spielen auch nur Zufall. Aber ein sehr auffälliger Zufall.

[Spiele = Anzahl der Spiele pro Team, die zur Pause Unentschieden standen; 2.HZ = Anzahl der Punkte, die die Teams ingesamt in diesen Spielen noch bis zum Schlusspfiff sammelten; +/- = Differenz zwischen Punktestand zur Pause und beim Schlusspfiff; Pkt/Sp = Punkte, die jedes Team pro Spiel zusätzlich zu den Punkten zur Pause noch bis zum Ende holte]

 Spiele2.HZ+/-Pkt/Sp
Leipzig1230181,50
Bayern1228161,33
Bremen81791,13
Hertha1020101,00
Freiburg1425110,79
Hoffenheim1626100,63
Augsburg172580,47
Köln162150,31
Hamburg212650,24
Gladbach151940,23
Schalke182130,17
Frankfurt131520,15
Mainz109-1-0,10
Dortmund76-1-0,14
Leverkusen119-2-0,18
Darmstadt1611-5-0,31
Wolfsburg127-5-0,42
Ingolstadt104-6-0,60

Die Halbzeitpause ist jener Zeitpunkt im Spiel, zu dem man aus den Erfahrungen der ersten Halbzeit heraus noch mal in relativer Ruhe an der Taktik schrauben, Dinge verändern und die Mannschaft in die eine oder andere Richtung motivieren oder einstellen kann. Entsprechend sind Vergleichsdaten über den Verlauf der zweiten Halbzeit nicht ganz uninteressant dahingehend, wie Anpassungen und Veränderungen auch funktionieren.

Allerdings gibt es vür Entwicklungen nach der Pause natürlich verschiedene Erklärungen, die sich gegenseitig überlagen und nicht nur mit der Arbeit des Trainerteams in der Pause zu tun haben. Fitness. Joker. Erfahrung/ Druck. Tiefe der Bank. Entsprechend könnte man nach Herzenslust spekulieren, was bei den einzelnen Teams zu den positiven oder eben negativen Bilanzen führte. Aber das ist letztlich gar nicht so einfach.

Wenn man beispielsweise nach Jokertoren guckt, dann ist eigentlich Hoffenheim ganz vorn. In den hier verzeichneten Statistiken des Abschneidens nach der Pause ist Hoffenheim aber nicht wirklich sonderlich herausragend. Die Jokertore haben offensichtlich keinen überdurchschnittlichen Effekt für die Punktausbeute. Vielmehr beeindruckt Hoffenheim vor allem dadurch, dass man zur Pause erst dreimal in Rückstand lag. Nur die Bayern kommen da mit vier Pausenrückständen in die Nähe. Ligaschnitt sind etwas über acht Rückstände in 30 Spielen.

Der Einfluss des Trainers ist sicherlich nicht zu verachten. Aber wie schon das Beispiel Tuchel zeigt, ist es schwer erklärbar, wenn ein absoluter Fachmann gerade nach der Pause und unter Ergebnisdruck nicht die treffenden Anpassungen findet, um noch zusätzliche Punkte einzufahren. Tiefe der Bank leuchtet zumindest sofort ein, wenn man auf die Bayern guckt. Dass sie im Vergleich mit anderen Teams nach der Pause besser abschneiden können, liegt angesichts der personellen Möglichkeiten auf der Hand. Bei RB ließe sich derweil schon wieder trefflich streiten, ob man die Bank wirklich als tief bezeichnen könnte. Und Erfahrung kann man in die eine oder andere Richtung sehen. Leverkusen und Schalke sind mit ihren jungen Teams nach der Pause wie Dortmund eher am Abtauchen. RB Leipzig auf der anderen Seite schwimmt mit einem jungen Team oben mit.

Vermutlich ist es bei RB Leipzig eine Mischung aus verschiedenen Dingen. Natürlich Anpassungen des Trainers. Taktischer Natur, weil Hasenhüttl auch ein Betreuerteam um sich herum hat, das noch mal wichtige Tipps mitgeben kann, aber vielleicht auch motivationaler Art. Zumindest betonen letzteres Ex-Spieler von Hasenhüttl immer wieder.

Jokertore haben bei RB zumindest in der Anfangsphase der Saison eine Rolle gespielt, wenn man an Partien wie gegen Dortmund oder in Darmstadt denkt. Damals saß manch ein Spieler, der später gerade offensiv unverzichtbar wurde, aber auch immer mal wieder noch auf der Bank, wenn man an Forsberg, Werner oder Keita in der ganz frühen Phase der Saison denkt. Ab dem 9.Spieltag spielten Jokertore aber fast keine Rolle mehr für den Erfolg. Yussuf Poulsen erzielte zuletzt allerdings gegen Leverkusen wieder mal einen (entscheidenden) Treffer von der Bank. Timo Werner war in Mainz zudem Schütze des 2:0.

Vielleicht spielt Jugend RB insofern in die Karten als dass sie in der Selbstwahrnehmung als Aufsteiger auch eine gewisse Lockerheit mitbringt, die eben nicht krampfig wird, wenn Spiele mal eng sind. Sondern sich eher darin äußert, dass das Team beim Stand von 1:1 mit wesentlich mehr Feuer und Gier auf den Sieg auf den Platz geht, als wenn es 3:0 stehen würde. So rein hypthetisch. Das auch Freiburg nach der Pause recht gut ist, könnte diese These unterstützen.

Insgesamt keine ganz uninteressanten Daten. Leipzig und Bayern stechen in Spielen heraus, in denen man zur Pause nicht führte. Dortmund ist Meister der ersten Halbzeit und überragend, wenn man zur Pause führt (was man sehr oft macht), aber ein Team aus dem unteren Drittel der Bundesliga, wenn man nicht führt. Packe das jeder nach Herzenslust mit Theorien voll.

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"Mal gucken, was ich für Verbesserungen für die Halbzeitpause finde." Ralph Hasenhüttl macht in der Kabine zwischen den Halbzeiten offenbar viel richtig. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Bundesliga: FC Schalke 04 vs. RB Leipzig 1:1

30. Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig musste zum FC Schalke 04 reisen. Die hatten unter der Woche eine Energieleistung gegen Ajax Amsterdam hingelegt und waren trotzdem aus der Europa League ausgeschieden. Der Substanzverlust war durchaus spürbar. Vor allem in der ersten Halbzeit lief man dem Spiel meist hinterher. Trotzdem stand nach 90 Minuten ein 1:1 auf der Anzeigetafel, das aufgrund der zweiten Halbzeit auch in Ordnung ging.

Bei RB Leipzig kehrte Willi Orban nach seiner Sperre wegen der gelb-roten Karte, die er gegen Leverkusen gesehen hatte, ins Team zurück. Dafür musste Dayot Upamecano zurück auf die Bank. Ansonsten trat man unverändert und im 4-2-2-2 auf. Demme und Keita spielten dabei die Doppelsechs, während sich Stefan Ilsanker die Dinge erstmal von der Bank aus ansah.

Schalke nahm gegenüber dem Spiel in der Europa League drei Änderungen vor. Coke, der für Europa gar nicht gemeldet wurde, spielte für Riether Rechtsverteidiger. Badstuber spielte für Nastasic in der Innenverteidigung. Und Huntelaar ersetzte den kopfverletzten Goretzka. Wodurch ein 4-4-2 entstand, in dem Burgstaller zur Abwechslung mal nicht alleinige Spitze spielen musste.

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Kippende Stimmung

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim FC Schalke 04 (23.04.2017, 17.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Es war schon deutlich überraschend, dass beim Hinspiel RB Leipzig den FC Schalke 04 mit 13 Punkten Vorsprung empfing. 17 Spiele später sind es sogar 24 Punkte und das Staunen darüber ist immer noch dasselbe. Was den Stand der Dinge beim RasenBallsport genauso betrifft wie die Dinge, die den Verein aus dem Ruhrpott angeht.

Man kann sich natürlich immer die ‚Was wäre gewesen, wenn..‘-Frage stellen. Und wenn der FC Schalke 04 zu Beginn der Saison nicht fünf Spiele am Stück verloren, sondern so wie in den folgenden 24 Spielen gepunktet hätte, dann stünde man jetzt mit 45 Punkten auf Platz 5 (wenn man das so einfach rechnen könnte). Und jeder würde die Saison wohl als halbwegs ordentlich wegstecken und nicht weiter drüber nachdenken.

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Marvin Compper schlägt Yussuf Poulsen

Vier Spiele, vier Siege. Das die Bilanz der jüngeren Vergangenheit bei RB Leipzig. Und das auch die Bilanz der letzten Spiele von Yussuf Poulsen, der nach Verletzung im Spiel gegen Darmstadt erst spät und nicht mehr spielentscheidend in die Partie kam, aber in den folgenden drei Spielen mit zwei Toren und zwei Vorlagen entscheidenden Anteil am Erfolg hatte. Zuvor war RB dreimal in Folge sieglos geblieben. Woraus man natürlich konstruieren könnte, dass Leipzig ohne Poulsen (punktetechnisch) schwächer ist als mit.

Wenn man den Dänen mit den anderen RB-Spielern, die mindestens 50% der Spielzeit auf dem Platz standen, vergleicht, dann relativiert sich seine Bilanz als entscheidender Spieler allerdings auch ein wenig. Denn im Vergleich gesehen, punktet RB Leipzig leicht unterdurchschnittlich, wenn Poulsen auf dem Platz steht.

2,10 Punkte hat RB Leipzig bisher im Schnitt geholt. Wenn Yussuf Poulsen vom Platz ging, waren es im ’nur‘ Schnitt 2,00 Punkte. Damit liegt er auf Augenhöhe mit einem Marcel Sabitzer und Willi Orban (in Abwesenheit des Innenverteidigers holte RB zwei Siege).

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Bundesliga: RB Leipzig vs. SC Freiburg 4:0

29. Spieltag in der Bundesliga bereits. Das Aufsteigerduell zwischen RB Leipzig und dem SC Freiburg stand an. Überraschend daran, dass es das Duell Zweiter gegen Sechster war. So etwas wie das Duell der Überraschungsteams also.

Überraschend auch, was Ralph Hasenhüttl aufstellungstechnisch veranstaltete. Denn da saß plötzlich Stefan Ilsanker anfangs auf der Bank, etwas was man sich gar nicht mehr so richtig vorstellen konnte. Dayot Upamecano ersetzte den gesperrten Willi Orban in der Innenverteidigung. Marcel Halstenberg kehrte links hinten wie erwartet zurück ins Team. Sodass Bernardo wieder nach rechts hinten rutschte und für Ilsanker nur die Bank blieb. Auf der Bank blieb zudem wie erwartet Oliver Burke, für den Yussuf Poulsen in der Startelf stand. Organisiert das Team wieder im 4-2-2-2.

Auf Freiburger Seite musste Christian Streich nach Maximilian Philipp auch noch Vincenzo Grifo ersetzen. Karim Guede kam als zweite Spitze und als kämpferischer Anläufer in die Mannschaft. Haberer rückte dafür auf die Grifo-Position links außen. Organisiert war das ganze im 4-4-2. Also keine Fünferkettenexperimente wie im Hinspiel.

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Chance zur Revanche

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den SC Freiburg (15.04.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

29.Spieltag der Bundesliga. Das Duell der Aufsteiger steht wieder an. Was man bei einem Spiel Zweiter gegen Sechster nicht wirklich erwarten würde. Beide Teams sind bis zu diesem Zeitpunkt der Saison die Überraschungen der Bundesliga. Wer da nun welchen Erfolg höher gewichtet, ist dann eher eine subjektive Frage.

Fakt ist, dass Freiburg noch in der Vorsaison verdient vor RB Leipzig in der Tabelle stand und als Meister aufstieg und den Weg mit der Entwicklung einer jungen Mannschaft ähnlich konsequent weiterbestritten hat wie RB, nur dass sie nicht die Möglichkeit hatten, noch zwei entscheidende Verpflichtungen wie Werner und Keita zu tätigen.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Bayer Leverkusen 1:0

28. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig empfing Bayer Leverkusen. Ein Team, das noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt ist, aber vom Kader her Champions-League-Niveau hat. In Leipzig zeigte man, über welche fußballerischen Qualitäten man verfügt, musste sich nach 90 spannenden Minuten unglücklich, aber trotzdem insgesamt verdient mit 0:1 geschlagen geben.

Auf Seiten von RB Leipzig kam wie erwartet der zuletzt geschonte Marvin Compper zurück ins Team. Dayot Upamecano saß dafür wieder auf der Bank. Draußen blieb auch Yussuf Poulsen. Auch das nach seinem aufopferungsvollen, 90minüten Kampf in Mainz unter der Woche nicht ganz überraschend. Oliver Burke bekam dafür wie schon gegen Darmstadt eine Chance von Beginn an. Überraschend vor allem, dass Marcel Halstenberg komplett aus dem Kader verschwand. Der einzige RB-Spieler, der bisher bei allen Spielen auf dem Feld stand und nur 14 Spielminuten verpasst hatte. Werner rückte dafür wieder in die Startelf.

Das hatte diverse Umstellungen zur Folge. Bernardo spielte erstmals Linksverteidiger, also jene Position, die er eigentlich aus der Vergangenheit und bevor er in Leipzig zum Rechtsverteidiger gemacht wurde, ganz gut kennt. Ilsanker rückte nach rechts hinten. Keita übernahm die Sechs neben Demme. Sabitzer ging auf die rechte Zehn. Und Werner kam neu in die Startformation und spielte neben Burke im Sturm. Organisiert das ganze dann im RB-Vorzugssystem 4-2-2-2.

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Mit mehr Stabilität zu mehr Erfolg

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen (08.04.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

28.Spieltag der Bundesliga schon. Ja, die Saison neigt sich langsam dem Ende zu. In der letzten englischen Wochen neigt es sich dabei ohne Atempause. „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht“, hieß es einst bei den Fehlfarben. Auch in Leipzig wollen sie Geschichte schreiben und nun als Aufsteiger in die Champions League einziehen, wie Ralph Hasenhüttl (siehe ganz unten) auf der PK vor dem Spiel bekannte. Und zwar auf direktem Wege und ohne den Umweg über die Qualifikation über Platz 4.

Saisonziel ist also Zweiter oder Dritter. Wenn man nicht auf Niederlagen von Hoffenheim oder Dortmund hoffen, sondern das Ziel aus eigener Kraft schaffen will, dann bedeutet das, dass man fünf Siege aus den ausstehenden sieben Spielen braucht. Oder alternativ vier Siege und drei Unentschieden. Das wäre durchaus ambitioniert.

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Bundesliga: 1.FSV Mainz 05 vs. RB Leipzig 2:3

27. Spieltag in der Bundesliga. Die Auswärtsfahrt zum 1.FSV Mainz 05 war für RB Leipzig dran. Die Gastgeber mitten im Abstiegskampf und ein Team, das nur wenig Ballbesitz im Mittelfeld hat. Entsprechend war ein unruhiges Spiel zu erwarten. Und genau das wurde es auch. Nicht unbedingt zu erwarten, war die Emotionalität, die aus dem unruhigen Spiel in der zweiten Halbzeit einen unglaublichen Fight mit unzähligen Karten machte. Das bessere Ende hatte dabei RB Leipzig auf seiner Seite.

In die Partie gegangen war RB Leipzig nicht mit der ganz großen Rotation. Mit Peter Gulacsi rückte der Stammkeeper zurück zwischen die Pfosten. Fabio Coltorti dafür wieder auf der Bank. Im Sturm kam erwartungsgemäß Yussuf Poulsen zu einem Startelfeinsatz. Oliver Burke blieb dafür auf der Bank, wo vorerst auch Timo Werner nach Verletzung Platz nahm. Unerwartet lediglich, dass Dayot Upamecano in der Innenverteidigung auflief und Marvin Compper gar nicht erst mit nach Mainz reiste. Schlichte Verschnaufpause ohne Verletzungshintergrund, so die offizielle Begründung.

Organisiert war RB Leipzig mal wieder im 4-2-2-2, nachdem man zuletzt in Bremen mit Fünferkette und gegen Darmstadt im 4-3-3 gestartet war. Keita und Forsberg gaben dabei hinter Sabitzer und Poulsen die Zehner.

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Abstiegskampf statt Niemandsland der Tabelle

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim 1.FSV Mainz 05 (05.04.2017, 20.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Weiter geht es ohne Atempause in der Bundesliga. 27. Spieltag bereits. Viertletztes Auswärtsspiel. Die Fahrt nach Mainz steht an. Mitten in der englischen Woche. Nicht unbedingt der Idealtermin für die reisefreudigen unter den Fans.

Erneut wartet eine Partie gegen eines der akut abstiegsbedrohten Teams. Denn Mainz hat es mit nur 29 Punkten auf den 15. Tabellenplatz verschlagen. Nur das bessere Torverhältnis rettet aktuell noch vor dem Relegationsplatz.  Wobei dieses ’nur‘ 29 Punkte auch relativ ist, denn vor einem Jahr hätte man mit dieser Punktzahl nach 26 Spielen fünf Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz gehabt und alles wäre ok gewesen.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. SV Darmstadt 98 4:0

Nach der Unterbrechung durch Länderspiele endlich wieder Bundesliga-Fußball. 26.Spieltag. Das letzte Saisonviertel bricht an. Zu Besuch war der designierte Absteiger Darmstadt 98. Mal wieder. Nach der dritten und der zweiten Liga nun auch in der Bundesliga. Zu holen gab es für die Gäste auch im dritten Gastspiel nichts. Mit einem 0:4 fuhren sie eine deutliche Niederlage ein, die durchaus verdient war. Nur dass die Null bis zum Ende stand, war reichlich absurd.

RB Leipzig veränderte die Formation gegenüber dem Spiel in Bremen gleich auf vier Positionen. Wobei manch Wechsel nicht ganz freiwillig war. So durfte Fabio Coltorti mit 36 seine Bundesliga-Premiere feiern, weil Peter Gulacsi sich am Tag vorher krank abgemeldet hatte und auch Marius Müller ausfiel. Den verletzten Timo Werner ersetzte Oliver Burke und nicht Davie Selke, weil Hasenhüttl jemanden im Team wollte, der eine ähnliche Geschwindigkeit einbringen kann. Naby Keita kam auch zurück ins Team. Dafür saß Upamecano auf der Bank, sodass aus drei Innenverteidigern wieder zwei Innenverteidiger wurden. Und Bernardo ersetzte Benno Schmitz.

Machte zu Beginn ein 4-1-2-2-1 mit Ilsanker als Sechser, Demme und Keita davor, Forsberg und Burke auf den Außen und Sabitzer zentral im Sturm. Das blieb aber nicht über die gesamte Spielzeit so. In der ersten Halbzeit war es irgendwann auch mal ein 4-2-2-2 mit Sabitzer und Burke in vorderster Front, Demme und Ilsanker als Doppelsechs und Forsberg und Keita außen, um vor allem defensiv mehr Breite zu haben. Nach der Pause spielte dann vornehmlich Burke im 4-1-2-2-1 ganz vorn und nicht mehr Sabitzer, der nun rechts auflief. Als zentrale Anspielstation in der Tiefe hatte Burke dann auch seine besten Szenen.

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Ausgerechnet?

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den SV Darmstadt 98 (01.04.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Das letzte Viertel der Saison steht an. Ohne Pause geht es nun ins Saisonfinale. In etwas mehr als sieben Wochen weiß man schon, ob RB Leipzig die direkte Champions-League-Qualifikation oder Platz 4 oder einen Europa-League-Platz (dürfte bis Rang 7 zu kriegen sein) oder (unwahrscheinlich) die (nach dem bisherigen Saisonverlauf) goldene Ananas eines Mittelfeldplatzes erreicht hat.

Neun Spiele sind es noch. Für die Europa League dürften zwei Siege reichen. Für die direkte Champions-League-Qualifikation (also Platz 2 oder 3) dürften es irgendwas um die fünf Siege sein. Das als ungefährer Rahmen, damit man seine Erwartungen an die restlichen Spiele u.a. auf Schalke, in Frankfurt, in Berlin und gegen Bayern durchdenken kann.

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Überraschend wichtiges Ausbildungsteam

Gestern ging es im „Champagner statt Bier“-Podcast auch um die Ausbildung in U23-Mannschaften und dass diese eine immer kleinere Rolle für Bundesligisten spielen würden, weil daraus kaum Spieler hervorgehen. Sprich Aufwand und Ertrag würden in keinem sinnvollen Verhältnis stehen. Sodass die U23-Teams langsam überflüssig werden. So die These, die ja so ähnlich auch von RB Leipzig bei der Abmeldung der U23 vom Spielbetrieb zum Sommer vertreten wurde.

Wie immer bei solchen Sachen hilft es, wenn man sich die Dinge anhand der Empirie versucht ein bisschen zu verdeutlichen. Wenn man mal die 18 aktuellen Bundesligisten heranzieht und sich von denen die elf meisteingesetzten Spieler hinsichtlich ihrer Einsätze in U23-Teams in der Vergangenheit anschaut, dann bekommt man schon mal einen ersten Eindruck.

Erstaunlicherweise (zumindest für mich war das erstaunlich) sind es pro Bundesligist rund fünf Spieler (insgesamt 92), die in ihrer Karriere mindestens zehnmal in einem U23-Team aufliefen. Sprich, fast die Hälfte der meisteingesetzten Spieler eines Vereins (also der tragenden Säulen eines Klubs) genossen eine Ausbildung im Nachwuchsbereich deutlich über die U19 hinaus. Damit ist das die größte Gruppe vor den Spielern, die aus dem Ausland nach Deutschland kamen oder sich (in kleiner Zahl) jenseits der U23 in Deutschland durch die Karriere bissen.

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Zwischen Ostidentität, Zahnpasta und Babywindeln

Die letzte Länderspielpause dieser Saison. Wieder mal Zeit sich in einer selbst für ‚Champagner statt Bier‘-Verhältnisse ausführlichen Form über die Dinge rund um den RasenBallsport zu unterhalten. Und zu gucken, wohin es in den restlichen Wochen bis Mitte Mai sportlich noch gehen könnte.

Aber auch die letzten Wochen hielten allerlei diskutierenswerte Dinge bereit. Die Nachwuchsarbeit inklusive Abmeldung der U23 war eines dieser Themen. Aber auch das veränderte oder nicht veränderte sportliche Auftreten nach der Winterpause. Oder die Ereignisse in Dortmund. Für die mit John jemand nach langer Zeit mal wieder am Podcast teilnimmt, der die Dinge auch aus BVB-Sicht einordnet. Zudem sorgt Dirk für ein eher zweifelhaftes kulinarisches Vergnügen..

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Topteam gegen Topteams

25 Spiele sind inzwischen in der Bundesliga gespielt. Auf den ersten vier Positionen hat sich eine vergleichsweise stabile Situation eingestellt. Bayern und Dormtund waren in dieser Gruppe zu erwarten. Leipzig und Hoffenheim eher nicht.

Wenn mal nur die Spiele der vier Topteams untereinander nimmt, dann holte dort bisher Dortmund den größten Ertrag. 7 Punkte sind es aus vier Spielen. Leipzig holte mit einem Spiel mehr auch sieben Punkte. Danach folgt erst Bayern München mit vier Punkten aus drei Spielen. Und Hoffenheim ist vor den noch ausstehenden Spielen gegen München und in Dortmund mit drei Punkten aus vier Spielen Letzter in dieser Sondertabelle.

Nimmt man die Spiele gegen alle Teams bis Platz 7, die die Top4-Mannschaften bisher absolvierten, dann fällt Dortmund auf den letzten Platz zurück. Lediglich zwei Punkte holte man aus vier weiteren Spielen gegen Hertha, Köln und Frankfurt. Allerdings sind auch noch drei Heimspiele (Hoffenheim, Köln, Frankfurt) offen und angesichts der großen Heimstärke des BVB können da noch einige Punkte abfallen.

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Eher nüchtern, denn spektakulär

Seit letzte Woche sind auch die letzten Spiele in der Bundesliga terminiert. Wie schon für die Zeit bis zum 20. Spieltag mal gemacht, hier ein Überblick zu den Terminen, zu denen die Bundesligisten über die Saison gesehen antreten durften. Auch vor dem Hintergrund, dass an mancher Stelle in den weiten Welten der individuellen Online-Kommunikation gern mal eine Bevorteilung von RB Leipzig bei der Vergabe von exklusiven Spielterminen gewittert wurde.

Exklusive Spieltermine sind all jene, zu denen kein Parallelspiel in der Bundesliga stattfindet. Darf man zu so einem Zeitpunkt antreten, sichert das gute Medienzahlen, weil dann natürlich wesentlich mehr Zuschauer auch am TV dabei sind, als wenn man am Samstagnachmittag und da vielleicht noch parallel zu den Quotenkönigen aus München oder Dortmund spielt. Und dann aufmerksamkeitstechnisch ein wenig untergeht.

Absoluter König des exklusiven Spieltermins ist der FC Schalke 04. Ein Verein, der in Deutschland gut ein paar Anhänger hat (neben Bayern und Dortmund der dritte bundesweit funktionierende Klub) und für Sky deswegen sowieso schon von Interesse ist. Dazu hat der Klub Europa League gespielt (bzw. spielt noch), was ihm gleich 14 Sonntagsspiele eingebracht hat. Bei lediglich 29 Spieltagen, an denen es überhaupt Sonntagsspiele gab und noch gibt. Entsprechend logisch, dass man mit nur zehn Spielen am ‚regulären‘ Samstagnachmittagtermin dort deutliches Schlusslicht ist. Gleich 21mal trat man zu einem exklusiven Spieltermin an. Falls man in das Halbfinale der Europa League einzieht, kommt man sogar noch auf ein 22. Mal, weil man dann am vorletzten Spieltag statt am traditionellen Samstag ausnahmsweise Sonntag spielen würde.

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Keine Welle ohne Delle

Die letzte Länderspielpause der Saison. Manch einer wird sagen, dass sie nach drei Spielen ohne Sieg für RB Leipzig zum richtigen Zeitpunkt kommt. Weil man vor den letzten neun Spielen dieser Spielzeit, die ab dem 01.04.2017 innerhalb von sieben Wochen ausgetragen werden, noch mal durchschnaufen und feinjustieren kann.

Seit Spieltag acht ist RB Leipzig nun schon Zweiter oder besser. Nur fünfmal stand man überhaupt auf einem Platz, der nicht zur Teilnahme an der Champions League berechtigen würde. Klar hat man bisher im Saisonverlauf schon viel erreicht und deutlich über den Erwartungen gepunktet. Trotzdem oder deswegen wäre ein Herausrutschen aus den Top3 oder gar Top4 inzwischen durchaus eine Enttäuschung. Sprich, man hat nicht mehr nur etwas zu gewinnen, sondern auch zu verlieren. Auch deshalb vielleicht ganz gut, dass man jetzt mal ein paar Tage zum Durchschnaufen und Ablenken vor dem Saisonfinale kriegt.

Wenn man die bisher neun Spiele seit der Winterpause nimmt, dann war das aus Sicht von RB Leipzig schon auch ein wenig eine Berg- und Talfahrt. Vier Siege, vier Niederlagen und ein Unentschieden stehen im Jahr 2017 bisher zu Buche. Damit erreichte man 13 Punkte. Was im Vergleich der Bundesliga mittleres Niveau bedeutet. Interessant, dass man auf die Topteams Bayern, Dortmund und Hoffenheim seit der Winterpause zwischen vier und zehn Punkten verlor, während man auf die potenzielle Europa League Konkurrenz (Hertha, Köln, Frankfurt) sogar noch Punkte (zwischen einem und sechs) gutmachte.

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