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Lokales Kapital in globalen Sportwelten?

Wenn sich ein Investor zu Werbezwecken einen Verein strategisch raussucht, ohne regionalen Bezug, nur um ihn nach oben zu bringen, dann finde ich das schon fragwürdig. (Lars Stindl im 11Freunde-Interview)

Lars Stindl kann mit RB Leipzig (denn darum dreht es sich überraschenderweise bei der Antwort) also nichts anfangen. Das ist zuerst einmal sein gutes Recht und soll im Detail gar nicht so sehr interessieren. Interessanter daran ist ja der Inhalt (und auch hier gilt Stindl eher als Aufhänger denn als Adressat, zumal man seinen Satz in verschiedene Richtungen interpretieren kann). Und der läuft auf die These hinaus, dass es nicht gut ist, wenn eine Firma ihr Geld strategisch und ohne regionalen Bezug in einen Verein steckt, um mit diesem erfolgreich zu sein bzw. diesen erfolgreich zu machen.

Nehmen wir der Einfachheit halber mal an, dass es durchaus Sinn von Firmen und deren Versuch, sie im Wettbewerb mit anderen Firmen, erfolgreich sein zu lassen, ist, strategisch Geld zu investieren. Auch und gerade zu Werbezwecken. Auch und gerade mit der Hoffnung, dass das Geld gut angelegt ist und sich vermehrt und der Sponsoringgegenstand durch das investierte Geld noch erfolgreicher wird. Bezüglich der Sportart Fußball scheint zudem Konsens zu sein, dass das ein Ort ist, wo man sehr gut Geld so versenken kann, dass man am Ende als Firma noch was davon hat. Ob das nun stimmt oder nicht, müssen die jeweiligen Firmen wissen. Hängt vermutlich auch immer davon ab, wie gut man die positiven Effekte dann innerhalb der Firma zu formulieren weiß.

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