Schlagwort-Archive: Bayern München

Die 50+1-Regel ist tot, es lebe die 50+1-Regel

Sechseinhalb Jahre ist es nun her, dass Reinhard Rauball in seiner Rolle als DFL-Funktionär darüber jubelte, dass „die 50+1-Regel im Kern erhalten bleibt“. Damals hatte man sich vor dem Schiedsgericht mit Martin Kind geeinigt, den Stichtag aus der Regel zu streichen. Ursprünglich lautete die Regel so:

Über Ausnahmen vom Erfordernis einer mehrheitlichen Beteiligung des Muttervereins nur in Fällen, in denen ein Wirtschaftsunternehmen seit mehr als 20 Jahren vor dem 1.1.1999 den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat, entscheidet der Vorstand des Ligaverbandes.

Sprich, der Regel nach sollte es Ausnahmen von der 50+1-Regel, dass ein Verein immer die Mehrheit über eine ausgelagerte Kapitalgesellschaft, in der Profifußball gespielt wird, halten muss, nur in historischer Form für Vereine geben, die vor 1999 schon von ihren jeweiligen Gönnern (Bayer, VW) mindestens 20 Jahre lang gefördert wurden.

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Abwärtstrend oder Konsolidierung?

Ralph Hasenhüttl meinte letztens, dass es keinen Sinn machen würde, die Saison immer wieder willkürlich in Phasen zu unterteilen und dann zu gucken, wie viel Punkte man geholt hat, um dann entsprechend in der einen oder anderen Richtung zu argumentieren, dass es schlecht oder nicht so schlecht läuft.

Tatsächlich kann man sich da Zahlen auch immer mal wieder schön zurechtlegen, also beschönigen oder verschlechtern, je nachdem, wie man es braucht. Gern genommen dabei in den letzten Wochen beispielsweise, die Punkte zu zählen, die RB Leipzig ab dem 14. Spieltag zu zählen. Das war ein Spiel nach dem Heimsieg gegen Bremen und einem Punkt in Leverkusen. Sinn davon, dass es besonders extrem klingt, wenn man sagt, dass RB zwischen dem 14. und 26. Spieltag nur 14 Punkte holte und nicht noch vier Punkte aus zwei Spielen davor dazuzählt.

Trotzdem macht es natürlich auch Sinn, die Saison in Phasen zu unterteilen, wenn man die entsprechenden Abschnitte nicht dem beabsichtigten Ergebnis entsprechend setzt. Zu Saisonbeginn sagt man ja auch, dass die Tabelle nach zehn Spielen aussagekräftig wird. Entsprechend müssten auch andere Abschnitte von mehr als zehn Spieltagen durchaus ihre ganz eigene Aussagekraft haben. Wenn man dann noch die Grenzen anhand der von der Saison vorgegebenen Länderspielpausen zieht., dann ergibt sich dann eben doch ein ganz gutes Bild.

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Nicht so leicht, wie es aussieht

Letzte Länderspielpause der Saison. Der ausführlichere Überblick über die letzten Wochen folgt dann noch in den nächsten Tagen. Als ersten kleinen Einstieg gibt es erstmal ein paar Bilanzen zu Spielen gegen Teams aus unterschiedlichen Tabellenregionen.

Timo Werner glänzte ja am Wochenende mit dem Satz, dass man jetzt ’nur noch‘ (Betonung auf die Anführungsstriche) die kommenden leichten Spiele gewinnen müsse, nachdem man den Großteil der Spiele gegen Mannschaften von der Tabellenspitze bereits hinter sich hat und dann klappe das schon mit der Champions League.

Mal davon abgesehen, dass das keiner der Trainer der künftigen leichten Gegner hören sollte, steckt der Teufel bei dieser hoffnungsfrohen Zukunftsperspektive im Detail. Zumindest wenn man mit Blick auf die Vergangenheit auf die Zukunft schließen wollte.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 2:1

27. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig in der Bundesliga schon ein wenig unter Ergebnisdruck, nachdem man in den letzten Wochen ein paar unnötige Punkte liegengelassen hat. Ausgerechnet der FC Bayern war zu diesem Zeitpunkt zu Gast. Eigentlich ein Spiel, in dem man nicht unbedingt mit Punkten rechnet. Doch RB Leipzig spielte 60 überragende und 30 kämpferisch sehr gute Minuten und holte sich einen verdienten ersten Sieg gegen den alten und demnächst auch neuen Meister.

Auf Seiten von RB Leipzig gab es gegenüber dem Spiel in St. Petersburg diverse Wechel. Bernardo, Orban, Forsberg, Augustin und Werner saßen nur auf der Bank. Klostermann blieb gleich ganz draußen. Laimer, Konaté, Ilsanker, Kampl, Poulsen und Sabitzer kamen in die Partie und sollten Frische in die Mannschaft bringen. Ganz schön viele Wechsel in der Formation für ein Spiel gegen die Bayern. Orban, Forsberg und Werner nur auf der Bank. Das war mutig.

Genauso mutig war der Wechsel in der Formation. Denn Hasenhüttl entschied sich kurzfristig zu einem 3-4-3-System bzw. eigentlich eher ein 3-4-1-2-System mit einer Dreierkette Konate, Ilsanker, Upamecano, zwei ‚Außenverteidigern‘ Laimer und Bruma und einem Zehner Keita. Tatsächlich war es vornehmlich eine Dreier- und keine Fünferkette, weil Laimer und Bruma vor allem nach vorn verteidigten und sich nicht primär zurück in die Defensivkette fallen ließen.

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Ergebnisdruck zur falschen Zeit

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den FC Bayern München (18.03.2018, 18.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

27. Spieltag in der Bundesliga schon. Allzu viele Punkte sind nicht mehr zu vergeben. Doch Punkte könnten die RasenBallsportler ganz gut gebrauchen. Zumindest wenn es darum geht, dass man noch auf einen der drei noch zu vergebenen Champions-League-Plätze will. Was vielleicht nicht das ultimative Saisonziel, aber schon der Wunsch von allen Beteiligten ist.

Dass in dieser Situation, wo sich RB Leipzig bereits vier Punkte hinter den Champions-League-Plätzen befindet, nun ausgerechnet der FC Bayern vorbeikommt, ist ein bisschen undankbar. Viele Punkte gibt es in diesen Spielen im Normalfall nicht zu holen, das weiß man schon allein aus der eigenen RB-Geschichte mit dem alten und demnächst auch neuen Meister.

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Ein bisschen mehr Vielfalt wagen. Oder: Keiner mag Ballbesitzfußball.

Ich hatte es ja im Rahmen der Europa-League-Duelle schon erwähnt, dass mich der SSC Neapel bzw. der Fußball, den Trainer Maurizio Sarri spielen lässt, durchaus sehr fasziniert. Gewöhnlicherweise sind meine Blicke in andere Ligen selten, von daher war der erste Reflex auf das Los eher der Gedanke an eine langweilige italienische Liga mit viel Defensivqualität. (Zugeben, dass Neapel irgendwas anders macht, hatte ich schon mal irgendwo gehört und waberte im Hinterkopf auch herum.)

Und dann schaut man sich das Team einmal an und dann ein zweites Mal und vielleicht noch ein drittes Mal und mit jedem Mal Hingucken wuchs das Staunen darüber, was der SSC macht . Bzw. darüber wie der Verein seine Gegner zu knacken versucht, denn naturgemäß funktioniert das auch in Neapel nicht jede Woche gleichermaßen.

Was der SSC Neapel macht, ist vielleicht das Anti-Prinzip von dem, was in der Bundesliga so als erfolgsversprechend gilt. Denn das Sarri-Team will den Ball und die Kontrolle über das Spiel und ist in der Lage von hinten und aus dem Ballbesitz heraus gefährlich zu werden, auch wenn man dabei das gegnerische Mittelfeld durchspielen muss.

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Eventliga ohne Event

Eine Nachricht durfte gestern (auch wenn eigentlich alle Nachrichten hinsichtlich ihres Überraschungsgrads verblassen, wenn ein Abstiegskandidat sich tatsächlich Tayfun Korkut als Trainer holt) dann doch ein bisschen erstaunen. Sky vermeldete per Pressemitteilung, dass sie für den Samstagnachmittag einen neuen Quotenrekord aufstellten. 1,7 Millionen Zuschauer hätten sich demnach ab 15.30 Uhr im Pay-TV dem Fußball in Konferenz oder bei den Einzelspielen gewidmet. Und da sind wohl Sky Go und Kneipengeschichten noch gar nicht mit drin.

Wenn man mal davon absieht, dass es irgendwann in der letzten Saison eine Veränderung bei der Quotenmessung gab und die Einschaltquoten deswegen seitdem generell ein wenig gestiegen sind (bzw. vorher zu niedrig ausgewiesen wurden), bleibt das angesichts einer schwächelnden Liga doch erstaunlich, zumal die Quoten in dieser Saison generell (selbst wenn man den technisch bedingten Anstieg herausrechnet) ansteigend sind. Schließlich gibt es permanent Debatten über das Niveau des gebotenen Sports und ist man von der Zuschreibung der spannendsten Bundesliga seit Ewigkeiten im September schon lang bei der langweiligsten Bundesliga für ungefähr immer gelandet. ‚Wir werden alle sterben‘ ist meist der wahrnehmbare Ruf beim Blick auf die Tabelle. Und dann gucken trotzdem mal eben 1,7 Millionen Leute per Pay-TV zu. Purer Katastropentourismus?

Ja, unter den zehn Teams, die am Samstagnachmittag spielten, waren diesmal mit Bayern, Köln, Schalke, Dortmund oder dem HSV auch echte Quotenschwergewichte (fünf der sechs meistgesehenen Teams in dieser Saison), von daher relativiert sich der Sky-Rekord auch etwas. Allerdings bleibt die durchaus vorhandene Differenz zwischen allgemeinem Reden und Wehklagen über die Liga und dem weiter hohen oder hinsichtlich des Live-Erlebnisses sogar steigenden TV-Konsums.

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RB Leipzig vor der Rückrunde in der Bundesliga 2017/2018

Insgesamt wartet auf den Verein eine sehr wichtige Saison für die Weiterentwicklung und Konsolidierung auf hohem Niveau. Fernsehgeldtechnisch hinkt man noch enorm hinterher, was gegenüber den Topklubs ein Minus von mal eben rund 70 Millionen Euro macht. Diese Differenz muss man zumindest in Teilen in den nächsten zwei, drei Jahren wettmachen, um den Prozess des wirtschaftlichen Wachstums weiterzugehen. Dazu braucht es aber entsprechende sportliche Leistungen und regelmäßige Teilnahmen in Europa. Was die neue Erwartungshaltung rund um den Verein vorgeben dürfte. Eine Erwartungshaltung, mit der auch Enttäuschungen verbunden sein können. Letzte Saison konnte man diesbezüglich noch jugendlich-befreit aufspielen. Diese Saison muss man erwachsen werden. Und das bei einem ganz engen Spielkalender und wenig Möglichkeiten an grundsätzlichen Dingen zu arbeiten. Wird eine sehr interessante Saison mit vielen Stolperfallen, Fragezeichen, Herausforderungen und Highlights. Hübsches Abenteuer. (RB Leipzig vor der Hinrunde in der Bundesliga 2017/2018)

Das Abenteuer geht weiter, könnte man ein paar Tage vor Beginn der Rückrunde in der Bundesliga ausrufen. Und weiterhin ist es eine abenteuerliche Saison, die so einiges an Herausforderungen, Fragezeichen und auch Unbekannten bereithält. Denn so richtig weiß man vor allem aufgrund der schwachen letzten Phase vor der Winterpause nicht, wo RB Leipzig im Bundesligavergleich so steht. Waren die fünf Spiele ohne Sieg eher ein Ausreißer nach unten oder manifestierte sich darin eine Entwicklung?

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Zwischenbilanz: RB Leipzig in der Saison 2017/2018

Insgesamt wartet auf den Verein eine sehr wichtige Saison für die Weiterentwicklung und Konsolidierung auf hohem Niveau. Fernsehgeldtechnisch hinkt man noch enorm hinterher, was gegenüber den Topklubs ein Minus von mal eben rund 70 Millionen Euro macht. Diese Differenz muss man zumindest in Teilen in den nächsten zwei, drei Jahren wettmachen, um den Prozess des wirtschaftlichen Wachstums weiterzugehen. Dazu braucht es aber entsprechende sportliche Leistungen und regelmäßige Teilnahmen in Europa (auch um interessant zu bleiben für die eigenen und für neue Spieler). Was die neue Erwartungshaltung rund um den Verein vorgeben dürfte. Eine Erwartungshaltung, mit der auch Enttäuschungen verbunden sein können. Letzte Saison konnte man diesbezüglich noch jugendlich-befreit aufspielen. Diese Saison muss man erwachsen werden. Und das bei einem ganz engen Spielkalender und wenig Möglichkeiten an grundsätzlichen Dingen zu arbeiten. Wird eine sehr interessante Saison mit vielen Stolperfallen, Fragezeichen, Herausforderungen und Highlights. Hübsches Abenteuer. (RB Leipzig vor der Hinrunde in der Bundesliga 2017/2018)

25 Pflichtspiele hat RB Leipzig nun in dieser Saison hinter sich gebracht. Mit englischen Wochen, bei denen man irgendwann aufgehört hat zu zählen und sich irgendwann fragte, welcher Wochentag eigentlich gerade ist. Tatsächlich war es ein hübsches Abenteuer unter der Herausforderung der Dreifachbelastung und mit einer deutlich gestiegenen Erwartungshaltung. Ein Abenteuer, das die RasenBallsportler ordentlich gemeistert haben, bei dem sich aber auch zeigte, dass in den entscheidenden Momenten gerade im Vergleich mit abgezockten Teams, aber hinten raus auch in der Bundesliga noch ein bisschen was fehlt, um ein konstantes Topteam zu sein.

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Weniger Rotation als gedacht

Rotation und Belastungssteuerung sind in der bisherigen Saison Wörter gewesen, die rund um RB Leipzig im Dauerfeuer verwendet wurden. Tatsächlich lassen sich diesbezüglich schon deutliche Effekte zeigen.

Denn bereits nach 20 Pflichtspielen hat RB Leipzig fast so viele Feldspieler eingesetzt wie in der letzten Saison in 35 Pflichtspielen während der gesamten Spielzeit. 21 sind es bisher, 22 waren es in der ersten Bundesligasaison.

Noch interessanter, dass 2016/2017 gerade mal 14 Feldspieler mindestens 20% der Spielzeit absolvierten. In dieser Saison sind das aktuell 17 Feldspieler, die zumindest halbwegs verlässlich auf Spielzeit kommen.

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Jugendliche Leichtigkeit

Nachwuchsarbeit. Hier im Blog immer mal an verschiedenen Stellen ein Thema. Und immer auch eins, was sich Vereinsverantwortliche gern stolz an die Brust heften, weil sportliche Elitenförderung bei Minderjährigen offenbar immer noch als ein Bereich mit besonderer, positiver gesellschaftlicher Relevanz gilt. Warum auch immer.

Manchmal führt das auch zu leichten Stilblüten. So wie letztens, als sich Ralf Rangnick über die Nachwuchsarbeit in England ausließ. Da bestaunte er die aktuellen Erfolge der englischen Nachwuchsnationalmannschaften, um gleichzeitig die Politik der englischen Klubs zu kritisieren. „Aber keiner dieser jungen Spieler hat eine echte Chance, für die erste Mannschaft zu spielen. Wenn Spieler mit 16 Jahren Verträge in diesen Akademien abschließen, sollten sie sich im Klaren darüber sein, dass sie wahrscheinlich nie das Trikot der ersten Mannschaft tragen werden.“ Was ein bisschen lustig ist, wenn das der Sportdirektor eines Klubs sagt, der noch nie ein Talent an die Männermannschaft herangeführt und gerade erst mit der Auflösung der U23 diverse Nachwuchsjahrgänge bis auf die verliehenen Agyemang Diawusie und Felix Beiersdorf (beides 1998er-Jahrgänge) komplett entsorgt hat.

Davon abgesehen, ob die Rangnick-Behauptung in dem Text stimmt, dass über 80% der Spieler des letztjährigen Champions-League-Viertelfinales schon mit 17 im Männerbereich gespielt haben (ein kurzer Test mit ein paar Spielern aus Madrid und Leicester ergab eine deutlich geringere Quote, das mag aber Zufall sein), bleibt doch wohl der von Rangnick benannte Fakt, „dass Spieler schon früh beginnen müssen, aufs Erwachsenen-Level zu kommen“, so wie man das beim Youth-League-Sieger Red Bull Salzburg gesehen habe, wo die Akteure regelmäßig in der zweiten österreichischen Liga beim FC Liefering spielen. Was auch wieder witzig ist, hat man doch bei RB Leipzig genau jene Mannschaft (die U23) abgeschafft, die Spielern in der Breite früh die Chance auf Erfahrungen im Männerbereich hätte geben können.

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Junge Mannschaft auf Augenhöhe mit Topteams

In den kommenden Wochen warten mit zweimal Bayern, zweimal Champions League gegen Porto, dem Auswärtsspiel in Dortmund und den Heimpartien gegen die starken Aufsteiger aus Hannover und Stuttgart ganz dicke Brocken. Dann wird sich bereits zeigen, ob man auf dem Weg, ein erwachsenes Fußballteam zu werden, das mit Ballbesitz und Rotation trotzdem konstant und ausbalanciert kicken kann, schon weitergekommen ist. Der Start in die Saison und die Transformation zu einem Ballbesitzteam, das ein vernünftiges Gegenpressing hat, war ok, hat aber auch Probleme im Defensivverhalten als Team und in der Zielstrebigkeit im Offensivspiel offengelegt. Mal sehen, was man davon in der Länderspielpause aufgearbeitet kriegt. (Guter Saisonstart trotz Problemen)

Der zweite Block mit drei englischen Wochen ist absolviert. 17 Spiele hat RB Leipzig in dieser Saison bereits hinter sich gebracht. Acht Spiele warten noch bis zur Winterpause. Zu absolvieren in vier Wochen, davon drei englischen Wochen. Ein etwas entspannteres Programm als zuletzt, wobei die Betonung auf etwas liegt und nicht auf entspannt.

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Bundesliga: FC Bayern München vs. RB Leipzig 2:0

Zehnter Spieltag der Bundesliga. Der FC Bayern München empfängt RB Leipzig. Topspiel. Viele Erwartungen. Es wurde diesbezüglich ein Rohrkrepierer. Denn eine frühe rote Karte entschied das Spiel, das der Meister dann locker nach Hause schaukelt.

Ralph Hasenhüttl hatte sein Team auf drei Positionen verändert. Jean-Kevin Augustin, Kevin Kampl und etwas überraschend auch Bernardo blieben auf der Bank. Lukas Klostermann, Diego Demme und Timo Werner durften dafür im 4-2-2-2 mitwirken.

Auf Bayern-Seite gab es auch drei Wechsel. Sebastian Rudy, Javi Martinez und James Rodriguez kamen für Corentin Tolisso, Arturo Vidal und den verletzten Kingsley Coman. Rudy und Martinez brachten ins Mittelfeld viel Ballsicherheit, Struktur und Gestaltungskraft ein. James spielte offensiv sehr kreativ und ansehnlich. Organisiert das ganze in irgendwas zwischen 4-2-3-1 und 4-1-4-1. Rudy und Thiago spielten doch meist vor Martinez und nicht einer von beiden neben ihm.

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Frage der Energie

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim FC Bayern München (28.10.2017, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Keine Atempause. Auch wenn man nach dem Spiel gegen die Bayern im DFB-Pokal gern mal innehalten und durchatmen wollte, geht es gleich weiter mit der Fahrt zum Auswärtsspiel nach München. Bundesliga steht wieder auf dem Programm.

Natürlich erneut das Topspiel. Samstag Abend 18.30 Uhr. Schon erstaunlich, wie schnell sich das Duell zwischen RB Leipzig und Bayern München zu einem entwickelt hat, das ein besonderes  Interesse bei den bundesdeutschen Fußballanhängern hervorruft. Fast neun Millionen Zuschauer hatte die Partie am Mittwoch. Mehr als die Bayern-Klatsche in der Champions League bei Paris Saint-Germain nicht allzu lange zuvor. Bemerkenswert.

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DFB-Pokal: RB Leipzig vs. FC Bayern München 5:6 n.E.

Zweite Runde im DFB-Pokal. Und dann gleich das Spiel gegen die Bayern. Auch im dritten Anlauf setzte es für RB Leipzig eine Niederlage. Angesichts eines aufopferungsvollen Kampfes war das Ausscheiden nach Elfmeterschießen durchaus bitter.

Für die Partie hatte Ralph Hasenhüttl wieder zurückrotiert. Klostermann, Konaté, Demme und auch Werner nahmen auf der Bank Platz. Upamecano, Halstenberg, Kampl und Augustin durften dafür in der Startelf stehen. Wie gehabt das ganze im 4-2-2-2.

Jupp Heynckes lief in (soweit es Verletzungsausfälle zuließen) Bestbesetzung auf. Rafinha, Süle und James blieben draußen bzw. zu Hause. Kimmich, Boateng und Thiago standen dafür in der Startformation, die meist einem 4-2-3-1 auflief, wobei Tolisso auch immer mal von der Sechs eine Position nach vorn rutschte.

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Bonusspiel

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Bayern München (25.10.2017, 20.45 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Halbzeit in diesen zweiten englischen Wochen der Saison. Und Zeit für diesen dritten Wettbewerb, wegen dem man immer von Dreifachbelastung spricht und nicht von Zweifachbelastung. Wobei die Zahl der Spiele im DFB-Pokal einigermaßen überschaubar ist, sodass sich die Belastung insgesamt eher in Grenzen hält.

Klar, der DFB-Pokal bleibt wohl hierzulande der kürzeste Weg zu einem Titel, was dir beim Sprechen über den Pokal von vielen Spielern und Verantwortlichen immer wieder mantrahaft vorgehalten wird. Vermutlich ist der Wettbewerb trotzdem im Vergleich mit der Bundesliga und der Champions League der unwichtigste.

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Erste Saisonschnupperstunde

Länderspielpause. Durchschnaufen ist angesagt. Wobei das nach dem überschaubaren und kurzen Auftaktprogramm auch übertrieben ist. Es war eher ein erstes Reinschnuppern in die Saison, die dann ab kommenden Freitag mit dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV in gleich drei englische Wochen am Stück und damit richtig startet.

Dass es noch ein bisschen dauert, bis es so richtig losgeht, zeigt sich auch daran, dass man fast überall noch mitten in der Transferphase steckt. Auch bei RB Leipzig ist diesbezüglich noch mal Hektik ausgebrochen. Oliver Burke weg. Naby Keita weg, aber erst in einem Jahr. Mit Kevin Kampl soll noch ein Spieler kommen. Viel Zeit ist nicht mehr dafür. Aber über die Kaderplanung wird hier im Blog sicherlich demnächst in der Länderspielpause noch mal intensiver geredet werden.

Rein sportlich gesehen war es ein ordentlicher Start in die Saison. Im DFB-Pokal in die zweite Runde eingezogen. In der Bundesliga einmal gut gespielt und verloren und einmal gut gespielt und gewonnen. Hasenhüttl meinte vor der Saison, dass es gut wäre, bis zum Start der englischen Wochen schon mal ein paar Punkte zu sammeln. Da sind drei Punkte kein Grund für Jubelstürme, aber auch nicht für die erste Panikattacke.

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Endlich hat die Saison ein Highlight-Spiel^^

Dem ergebnistechnisch misslungenen Auftakt in der Bundesliga folgte ein Tag später, also am gestrigen Sonntag, die Auslosung zur zweiten Runde im DFB-Pokal. Da gab es ein paar ‚interessante‘ Lose im Topf. Wie zum Beispiel den VfL Osnabrück, mit dem RB ja so manches an Historie inklusive Spielabbruch durch Feuerzeugwurf teilt.

Aber auch andere Fahrten waren denkbar. Die lange, weite Reise unter der Woche nach Kiel. Oder die sportlich leichteste nach Schweinfurt zum letzten verbliebenen Regionalligisten. Oder die Fahrt nach Regensburg zum Ex-Trainer Achim Beierlorzer. Oder auch eine Rückkehr zum alten Regionalliga-Kontrahenten 1.FC Magdeburg. Oder, als Klassiker, unter der Woche nach Kaiserslautern.

Die Auslosung wollte aber ihren eigenen Spannungsbogen. Es dauerte lange, bis RB Leipzig überhaupt gezogen wurde. Als viertletztes Los wurde Freiburg herausgefischt. Da lagen nur noch Dynamo Dresden, Bayern München und RB Leipzig im Topf. Freiburg auswärts (unter der Woche auch schon eine Art Tradtionsfahrt), ein Duell mit Dynamo Dresden (ein Szenario, das wohl als Neuauflage des letztjährigen Spiels schon den Angstschweiß auf die Stirnen der Verantwortlichen der Vereine, des DFB und der Polizei getrieben hat) und das Topspiel gegen die Bayern waren da noch möglich.

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Saisonziel Europa

Nur noch drei Tage bis die Bundesliga für RB Leipzig wieder beginnt. Dirk, Kai, Ronny und meine bloggende Wenigkeit treffen sich zu diesem Anlass und reden ein wenig über die anstehenden Aufgaben und die zurückliegende Vorbereitungszeit.

Bevor es in die sportlichen Vollen geht, dreht sich das Gespräch allerdings erst mal um den Bullenfunk aka das ehemalige Fanradio, das ohne Ronny nicht denkbar gewesen wäre. Auch Prognosen und Tipps zur kommenden Saison und (wie immer) kulinarische Highlights gehören zum Programm.

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Rotation als neue Herausforderung

Die große Veränderung im Vergleich zur Vorsaison wird die steigende Belastung für die Profis von RB Leipzig. Gerade mal 35 Pflichtspiele absolvierte man in der Vorsaison. Abgesehen von Werder Bremen musste kein Bundesliga-Team so selten ran. Im Vergleich dazu warten 2017/2018 allein bis zur Winterpause schon mindestens 24 Pflichtspiele. Wenn man von einem Weiterkommen im DFB-Pokal in der ersten Runde ausgeht, dann sogar 25.

Bei RB Leipzig hat man darauf mit einer Verbreiterung des Kaders bzw. eine Verbesserung der Qualität in der Breite reagiert. 20 Feldspieler plus 4 Nachwuchsfeldspieler hat man als Kaderplanungsparole ausgegeben. Nominell wäre man damit aktuell abgesehen von noch einem noch nicht benannten, vierten Nachwuchsakteur, der regelmäßig bei den Profis mittrainiert, durch.

Ob man damit breit genug aufgestellt ist, wird die kommende Saison zeigen. Letztlich ist es vor allem eine Frage von Qualität und nicht Quantität, denn wenn du im Saisonverlauf durchrotieren musst, brauchst du auch bis runter zur Nummer 18 bis 20 verlässliche Qualität im Kader.

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