Schlagwort-Archive: angedacht

Zwischen Nürnberg, Bremen und Felsenkeller

Knapp vier Monate ist es nun her, dass ich eine Nachricht der Deutschen Akademie für Fußballkultur erhielt. Die Akademie vergibt jährlich einen Fanpreis. Vom Fangesang über das Fanzine und die Choreo bis hin zu Comics oder Hörspielen wurden in den letzten Jahren schon einige Preise vergeben. Diesmal entschied man sich dafür, den besten deutschsprachigen Fußballblog zu prämieren.

Dafür nominierte man eine bunte Mischung aus 24 Blogs, zu denen ich, so sagte es mir die Nachricht der Akademie, dank Klaas Resse, der einen Hälfte von Collinas Erben, als Juror, der mich nominierte, gehören durfte. Aus den 24 nominierten Blogs wurden später noch mal elf ausgewählt, die in die (zahlentechnisch fußballtypische) Endrunde einzogen.

Auch hier durfte ich zum ziemlich illustren, aber auch bunten Kreis an Kandidaten zählen. Eine Bauchstreicheleinheit der besonderen Sorte. Wobei solche Auswahlen natürlich auch immer hochgradig subjektiv sind. Sodass solch tolle Orte im Internet wie der von Heinz Kamke rund um den VfB Stuttgart oder dem Königsblog rund um Schalke 04 oder dem Übersteiger rund um St. Pauli noch nicht mal vertreten sind.

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Meine 18 bis zur Dritten Liga

Wenn ich nun einmal für ein paar Minuten unterstelle, das Leben wäre ein Wunschkonzert, und ich könnte mir eine erste Bundesliga nach völlig willkürlichen tendenziell nostalgischen Kriterien zusammenstellen. Oder müsste es sogar, ohne Abstieg, closed shop, festgeschrieben auf 11 Jahre (also bis Katar, weil danach die Fußballwelt ja ohnehin eine ganz andere ist). Wenn ich weiter unterstelle, dass alle Vereine mit sportlich wie finanziell vergleichbaren Voraussetzungen in diese Phase gingen, wenn also beispielsweise Blau-Weiß 90 Berlin nicht von vornherein nur Kanonenfutter für die Bayern und viele andere wäre, dann könnte meine Bundesliga so aussehen. (Meine 18 bis Katar)

Mit diesen Worten und unter dem Titel „Meine 18 bis Katar“ löste Heinz Kamke bei angedacht.de eine Lawine von Beiträgen in den diversesten Fußballblogs aus, die alle zum Ziel hatten, die subjektiv perfekte Bundesliga zu kreieren, was sich sehr leicht nachvollziehen lässt, wenn man die Kommentare zum obigen Beitrag durchwühlt und den gesammelten Pingbacks von anderen Bloggern folgt.

Die Wunschbundesliga der Bloggosphäre hatte Herr Kamke dann dankenswerterweise auch noch zusammengefasst. Auffällig daran, die fast komplette Abwesenheit des Fußballostens. Bis auf Dynamo Dresden (die oft nach dem Motto ‚irgendeiner aus dem Osten muss auch noch rein‘ gewählt wurden) schafft es kein Verein auch nur ansatzweise in die Top 18. Einmal mehr ein Beweis dafür, wie wenig Fußballmannschaften aus dem Osten das Bild der Bundesliga geprägt haben oder aufgrund ihres Images (Cottbus) als nicht bundesligatauglich erachtet werden. Bundesliga, das ist für viele immer noch eher Braunschweig, Düsseldorf oder 1860 als Magdeburg, Rostock oder gar Leipzig. Völlig verständlich aus meiner Sicht, aber auch schräg 20 Jahre nachdem der zuvor aufgelöste Deutsche Fußball-Verband (DFV) als Nordostdeutscher Fußball-Verband (NOFV) und somit als Regionalverband dem DFB beitrat. Meine 18 bis zur Dritten Liga weiterlesen

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