Schlagwort-Archive: Alexander Zorniger

Drittes Spiel, drittes Gesicht

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim FC Erzgebirge Aue (06.02.2015, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Ralf Rangnick und Fabio Coltorti.]

46 Tage nach dem letzten Pflichtspielauftritt von RB Leipzig startet man nach Lage der Dinge und falls der Winter dem nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht wieder in die zweite Liga. Weihnachtszeit, Wintervorbereitung, vier Zugänge und vier Abgänge. Passiert ist einiges beim aktuellen Tabellensiebten RB Leipzig. Inwiefern dies deutlich verbesserte Spuren im Team hinterlässt, wird die Zukunft zeigen.

Am ersten Spieltag nach der Winterpause, insgesamt schon Spieltag Nummer 20 geht es jedenfalls zum Tabellenletzten Erzgebirge Aue. Klingt nach einer Aufgabe, die man zu lösen hat, wenn man wie RB Leipzig deutlich mehr als heimlich Richtung Aufstiegsplätze schielt. Erst Recht, wenn man zum drittschlechtesten Heimteam der Liga fährt, das in den letzten vier Heimspielen vor der Winterpause gerade mal einen Zähler verbuchen konnte. Wobei da auch einiges an Pech dabei war und FCN-Coach René Weiler noch heute die Spielstärke Aues bei deren 0:1 Heimniederlage gegen Nürnberg lobt.

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Finaler Jahresendakt

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den TSV 1860 München (22.12.2014, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Ralf Rangnick und Matthias Morys. Ab 09.30 Uhr.]

Kaum ein Verein in der zweiten Liga läuft den eigenen Erwartungen von vor der Saison so hinterher wie der TSV 1860 München. Nicht mal mehr 14.000 Zuschauer wollten sich nach dem Fall in die Abstiegszone unter der Woche das Spiel gegen Kaiserslautern noch angucken. Bei gerade mal 20% Auslastung in einer 70.000er-Arena wird die Tristesse auch auf den Zuschauerrängen spürbar.

Kaum ein Verein in der zweiten Liga hat seit Saisonbeginn eine so extreme Wandlung vollzogen wie der TSV 1860 München, der vom Ballbesitzteam unter Ricarco Moniz zum versuchten Konterteam unter Markus von Ahlen wurde und damit eine Philosophiekehrtwende ohne Kaderveränderungen versuchte. Bzw. die Kaderveränderung nur die Trennung von Moniz-Musterschüler Leonardo war, dessen Vertrag vor etwa einem Monat aufgelöst wurde. Der Individualist auf dem Platz versucht sich seitdem darin, öffentlich gegen die Verantwortlichen bei 1860 in der Nach-Moniz-Zeit zu schießen.

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18.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Die Hälfte der Saison ist rum. Ingolstadt steht nach statistischen Maßstäben als Aufsteiger schon fest. Und bei fünf Vereinen der zweiten Bundesliga sitzt inzwischen bereits ein neuer Trainer am Ruder.

Den Anfang machten Anfang September quasi zeitgleich Aue und St. Pauli, die nach dem vierten Spieltag auf sportlich unbefriedigende Leistungen reagierten. 0,0 Punkte hatte Falko Götz bis dahin im Schnitt geholt. 1,0 Punkte pro Partie konnte Roland Vrabec vorweisen. Tomislav Stipic holte seitdem in Aue in 13 Spielen 1,0 Punkte pro Partie, Thomas Meggle gerade mal 0,69 Punkte. Interessanterweise liegen diese beiden Teams, die zuerst die Trainer wechselten, aktuell auf den letzten beiden Plätzen der Liga. Der Effekt des Trainerwechsels kann dann doch als verpufft gelten.

Verpufft ist der Effekt auch beim TSV 1860 München, der Ende September Ricarco Moniz entließ, dem bis auf einige Sprüche nicht viel gelingen wollte. Platz 13 und 0,86 Punkte pro Spiel waren am Ende seiner Reise nach sieben Spielen die Bilanz des Niederländers, der nichts als die Meisterschaft in der zweiten Liga als Saisonziel ausgegeben hatte und auch jenseits dieser Zielstellung einige eigentümliche Maßnahmen bei der Teamführung auf Lager hatte (inklusive den 18jährigen Julian Weigl zum Kapitän machen und ihn kurz darauf aus eher nichtigem Anlass wieder demontieren).

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Aufstellungspuzzle

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim VfR Aalen (17.12.2014, 17.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Rani Khedira. Ab 10.30 Uhr.]

Kurz vor Weihnachten bricht sportlicherseits mit der zweiten englischen Woche der Saison noch mal richtig Hektik aus. Wie immer ist dies die Chance, in kürzester Zeit, viele Punkte gutzumachen oder auf ganz schnellem Wege viel Boden zu verlieren. Aus Sicht von RB Leipzig bietet sich die Chance, sich nach dem Sieg in Fürth und damit nach dem zweiten Auswärtssieg der Saison in Aalen weitere, wichtige Punkte im Kampf um eine gute Ausgangssituation für die Zeit nach der Winterpause zu sichern.

Mit dem Spiel gegen Aalen geht es auch schon in die Rückrunde. Ab jetzt hatte selbst RB Leipzig, für die die meisten Teams der Liga bisher absolutes Pflichtspielneuland waren, bereits mit allen Teams mal das Vergnügen. Also mal mehr, mal weniger Vergnügen.

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Wichtiges Duell im Tabellenmittelfeld

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei der SpVgg Greuther Fürth (12.12.2014, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Niklas Hoheneder. Ab 10.30 Uhr.]

Wenn man diese Form der Überzeichnungen mag, dann brauchte RB Leipzig nur ein paar Tage von einem Topduell gegen den Spitzenreiter Ingolstadt hin zum grauen Mittelfeldduell in Fürth. Der Anführer der Teams aus der unteren Tabellenhälfte trifft auf das Schlusslicht der Teams, die Richtung Aufstiegsränge gucken. Und die Gastgeber aus Fürth wollen nichts lieber, als ihre Ergebniskrise von vier Spielen ohne Sieg und nur einem Punkt aus den letzten drei Heimspielen mit einem Sieg zu beenden und wieder Anschluss an die vorderen Plätze zu erhalten.

Am 17. Spieltag gibt es zwar noch kein Muss in Sachen Siegen, aber eine weitere Niederlage wäre für die leisen Ambitionen Fürth fast schon ein Killer. Schon jetzt hat man sechs Punkte Rückstand auf Platz 3 und gar zwölf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Etwas viel für jenes Team, das in der vergangenen Saison via Relegation fast noch den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft hätte.

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Drei Punkte für eine enge Tabellenspitze

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den FC Ingolstadt (07.12.2014, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Ralf Rangnick und Daniel Frahn.]

Ein Tor trennte die Partie zwischen RB Leipzig und dem FC Ingolstadt von der größtmöglichen Toppaarung am 16.Spieltag. Nämlich ein Tor, das RB Leipzig in Sandhausen fehlte, um zu einem Sieg zu kommen und dadurch auf Platz 2 zu gelangen und als direkter Verfolger dann den aktuellen Spitzenreiter Ingolstadt herauszufordern.

Dass es jetzt ’nur‘ das Duell Siebter gegen Erster ist, macht ja aber fast nichts, denn auch so ist es ein Spitzenspiel, das sportlich enorm interessant ist. Einerseits weil RB Leipzig mit einem Sieg die zweite Liga plötzlich wieder ganz eng machen könnte, da der aktuell auf vier Punkte vor Platz 2 enteilte Tabellenführer dann wieder in den nur zwei Punkte auseinanderliegenden Sumpf der sieben Verfolger heruntergezogen würde.

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Anpassungsversuche

Wenn sie [Sandhausen/ Anm. rotebrauseblogger] Fußball spielen wollen, dann wollen wir aggressiv spielen, wollen möglichst hohe Ballgewinne. Wenn sie nicht Fußball spielen wollen, dann wollen wir den zweiten Ball erobern und dann schnell umschalten. (Alexander Zorniger vor dem Spiel in Sandhausen bei Sky)

Es ist schwer geworden, gerade auswärts gegen Mannschaften zu spielen, die von ihrem eigentlichen Spielplan abrücken und nur versuchen, unser Spiel zu neutralisieren und mit langen Bällen zu agieren. Da versuchen sie uns nicht in die Karten zu spielen und dann ist es so ein hin und her und ein bisschen Kick and Rush heute gewesen. (Marvin Compper nach dem Spiel in Sandhausen bei Sky)

Spielsystemdebatten sind spätestens in den letzten Wochen zum elementaren Bestandteil rund um RB Leipzig geworden. Zu eindimensional, zu wenig flexibel, so die meistgeäußerten Kritiken vor allem nach den letzten Auswärtsspielen, als man dreimal torlos blieb und insgesamt handgeschätzt gerade mal zwei sehr gute Tormöglichkeiten hatte.

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Unberechenbare Zweitligasolidität

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim SV Sandhausen (30.11.2014, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Georg Teigl. Ab 10.30 Uhr.]

Als „richtungsweisend“ hatte Ralf Rangnick zuletzt die Partie von RB Leipzig beim SV Sandhausen bezeichnend. Richtungsweisend im Hinblick auf die restlichen Partien bis zur Winterpause und damit auch im Hinblick auf den Plan, oben dran zu bleiben. Und weil dieses Spiel eine solche Wichtigkeit einnimmt, hat sich auch die Mannschaft nicht lumpen lassen und spendiert den Fans eine freie Busfahrt, um bei der Aufgabe vor Ort entsprechend unterstützt zu werden.

Dass das Spiel von besonderer Wichtigkeit ist bzw. es wichtig ist, die Sinne für das Spiel zu schärfen, mag sich noch erschließen. Dass es von besonderer Schwere ist, könnte man beim flüchtigen Blick auf die Tabelle dagegen bestreiten. Schließlich spielt der 14. der zweiten Liga, der zuletzt 0:3 bei Aufsteiger Heidenheim verlor, gegen den 5., der zuletzt 4:1 gegen St. Pauli gewann. Gleichzeitig trifft das schlechteste Offensivteam auf das beste Defensivteam der Liga. Und aus bisher sechs Spielen gegen Teams der oberen Tabellenhälfte hat Sandhausen insgesamt lediglich zwei Punkte geholt.

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Topspiel ohne Topteams

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli (23.11.2014, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Diego Demme.]

Es war Anfang Juli als der Aufsichtsrat des FC St. Pauli beschloss, den alten Präsidenten nicht mehr zur Wiederwahl vorzuschlagen (satzungsgemäß benennt der Aufsichtsrat einen Präsidentschaftskandidaten, der dann von der Mitgliederversammlung gewählt oder abgelehnt werden kann). Statt Stefan Orth wurde Oke Göttlich als Kandidat erwählt (und am vergangenen Wochenende von den Mitgliedern auch gewählt), weil man sich nach Zeiten der wirtschaftlichen Konsolidierung und Aufbauarbeit nun einen „Zehner“ wünsche, der kreativ im Zeitalter zunehmender Kommerzialisierung an der „Behauptung der eigenen Werte“ arbeitet.

Viereinhalb Monate später ist von der darin steckenden Aufbruchstimmung Richtung Zukunft sportlich gesehen nicht mehr viel übrig geblieben, weil man in der zweiten Liga mit dem Rücken zur Wand steht und rhetorisch eher Durchhalten und Kämpfen als Kreativentwicklung propagiert. Dabei ist wohl das erschreckendste, dass der bereits nach dem vierten Spieltag erfolgte Trainerwechsel von Vrabec zu Meggle weitgehend verpufft ist. Vier Punkten aus den ersten vier Spielen unter Vrabec folgten ähnlich dürftige acht Punkte aus neun Spielen unter Meggle. Und wenn man nicht zwischen siebten und neunten Spieltag eine Erfolgssträhne von sieben Punkten aus drei Spielen gehabt hätte, stünde man noch schlechter da als man als 17. mit 12 Punkten sowieso schon steht.

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Abseitiger Bonustrack

Da waren wir wieder. Länderspielpause ist perfekte Podcastzeit, so befreit von allen kommunikativen Zwängen, die das Tagesgeschäft Fußball so bereithält. Und so plauderten André Herrmann, Dirk Hofmeister und meine Wenigkeit mal wieder miteinander. Manchmal um den heißen Brei herum, manchmal auf eher direktem Wege.

Wie immer rissen wir dabei die Schwelle des guten Zeitgeschmacks mit Leichtigkeit, ohne auch nur ansatzweise in die Nähe der Langeweile zu geraten. Unterstützt wurden wir dabei wieder mal von kulinarischen Besonderheiten, die nur teilweise sport- oder kindergerecht waren.

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Perfektionierte Zeckigkeit

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim SV Darmstadt 98 (08.11.2014, 13.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Dominik Kaiser.]

Genau ein Jahr ist es her, dass RB Leipzig das letzte Mal beim SV Darmstadt 98 antreten musste. Damals reiste man in der dritten Liga als Tabellenzweiter mit zwei Punkten Vorsprung zum überraschenden Dritten, der in fünf Heimspielen zuvor viermal gewonnen und nicht mehr verloren hatte.

Kaum einer hätte damals gedacht, dass man sich nun eine Etage höher wieder zum Spitzenspiel Vierter gegen Dritter zusammenfindet. Und wieder hätte Darmstadt die Chance, mit einem Sieg an RB Leipzig vorbeizuziehen. Eine Chance, die angesichts der Heimbilanz Darmstadts mit fünf Siegen und nur einer Niederlage gar nicht mal so gering ist, während die fünf Pünktchen aus fünf Spielen, die RB bisher in der Fremde sammelte, nicht unbedingt beängstigend erscheinen.

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Abschluss der englischen Flutlichtheimspielwoche

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den 1.FC Kaiserslautern (03.11.2014, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Ralf Rangnick und Terrence Boyd.]

Der zwölfte Spieltag steht bereits vor der Tür. Ein Drittel der Saison ist also schon rum. Und auch wenn in der Zweitligatabelle insgesamt alles dicht bei dicht liegt und Platz 2 und 12 gerade mal sieben Punkte trennen, eine Partie zwischen dem punktgleichen Dritten und Fünften geht zu diesem Zeitpunkt der Saison dann doch als Spitzenspiel durch.

Zumal man vor allem beim 1.FC Kaiserslautern davon ausgehen kann, dass sie im bisherigen Saisonverlauf eher Punkte haben liegenlassen, denn mehr auf dem Konto als ihnen aufgrund ihres sportlichen Auftretens zustehen würde. Das verdeutlicht sich auch darin, dass Kaiserslautern in neun von elf Spielen in Führung lag, dann aber auch nur fünf dieser Spiele gewann. Womit man eine der schlechtesten Quoten nach Führung der ganzen Liga hat und deutlich hinter dem Rest der Spitzengruppe abfällt (zum Vergleich: RB lag nur in sechs Spielen in Führung und gewann auch fünf dieser Spiele).

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Zur Rolle des lokalen Sportjournalismus rund um RB Leipzig

Ihr müsst alle ein bisschen ruhiger werden. Ihr habt lange genug auf hochklassigen Fußball gewartet. (..) Ihr müsst alle auch das realisieren, was hier im Moment passiert und nicht schwarz-weiß denken, sobald wieder irgendwas nicht passt. Das hilft den Jungs nicht weiter, das hilft uns Trainern nicht weiter, das hilft euch nicht mal ansatzweise Zeitungen zu verkaufen. Aber das interessiert euch eh nicht, ihr macht halt euern Job. (Alexander Zorniger in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen den VfL Bochum)

Medienkritik war eine der Randgeschichten des Spiels zwischen RB Leipzig und dem VfL Bochum. Schon in der Spielanalyse hatte Zorniger ein paar Spitzen eingebaut, die sich mehr oder weniger eindeutig gegen die anwesende (und vielleicht auch nicht anwesende) schreibende Zunft richteten („Macht nicht immer Spaß mit euch zu arbeiten“, „Müsst ihr euch nicht was aus den Fingern saugen, was in der Regel eure Spezialiät ist“), um dann auf Nachfrage, warum denn diese Kritik jetzt nötig ist, auf obig zitiertes zurückzugreifen.

Man muss die Aussagen sicherlich auch vor dem Hintergrund einer Woche zur Kenntnis nehmen, in der in Sachen Berichterstattung rund um RB Leipzig Absurditäten auf extrem hohem Niveau produziert wurden. Das ging damit los, dass nach der Niederlage in Nürnberg, dem zweiten schlechten Saisonspiel in bis dahin zehn Versuchen als Zweitligaaufsteiger, stellenweise eine ziemliche sportliche Weltuntergangsstimmung beschrieben wurde. Und es ging damit weiter, dass im Verlauf der Woche die Zorniger-Neururer-Debatte bis hin zu einem „Hass-Duell“ aufgeladen wurde, was angesichts der real passierenden Geschichten und der Versuche beider Trainer, sich völlig entspannt, aber nicht unkritisch gegenseitig ihres Respekts zu versichern, fast schon wie der Versuch der bewussten Brandstifung wirkte.

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Gleicher Gegner, völlig neue Mannschaft

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Erzgebirge Aue (29.10.2014, 19.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Fabio Coltort. Ab 09.00 Uhr]

„Nicht schon wieder“ war eine der Reaktionen nachdem RB Leipzig Ende August für die zweite Runde im DFB-Pokal Erzgebirge Aue zugelost wurde. Nur einen Tag nachdem beide Mannschaften schon in der Liga aufeinandergetroffen waren.

Eine weitere Reaktion bestand darin, dass man sich über ein sportlich eher einfaches Los freute. Aue zu damaligen Zeiten ein strauchelndes Zweitligateam, das den bis dato drei Niederlagen anschließend noch zwei weitere hinzufügte und nach fünf Spieltagen als erster Abstiegskandidat mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stand. Mit einem nicht zweitligatauglichen Team auch scheinbar unrettbar.

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