Presse 19.01.2018

Am morgigen Samstag dann also das Spiel beim SC Freiburg. RB Leipzig ist dort naturgemäß Favorit. Klein beigeben will der SC aber nicht. Zumindest scheint sich der Fokus dort inzwischen doch eher Richtung ‚Paroli bieten, keine Angst‘ verschoben zu haben und nicht wie vor den letzten Spielen auf ‚krasse Übermacht, die RB hat, da sind wir chancenlos‘ zu liegen.

Auf Seiten von RB Leipzig fehlen Emil Forsberg (verletzt), Naby Keita (gesperrt) und Marcel Halstenberg (nach Handbruch noch nicht weit genug). Durchaus eine prominente Ausfallliste. Aber gibt ja auch ganz gute Optionen als Ersatz. Timo Werner dürfte zudem im Gegensatz zur Vorwoche wieder in der Startelf stehen.

Beim SC Freiburg wird es ein ordentliches Personalpuzzle. Florian Niederlechner und Maik Frantz fehlen sowieso langzeitverletzt. Philipp Lienhart, Nicolas Höfler und Yoric Ravet werden auch ausfallen. Bartosz Kapustkas Ausfall ist wahrscheinlich. Bei Janik Haberer, Florian Kath und Tim Kleindienst ist der Einsatz gefährdet. Krasse Liste. Und wir reden hier nicht über Leipzig, Dortmund oder Schalke, wo solche Ausfälle von der zweiten Reihe auch mal aufgefangen werden können.

Wetter ist auch in Form von allerlei Regen. Zuschauer werden auch kommen. Im Gästeblock wird es eher überschaubar gefüllt zugehen, weil im Vorverkauf lediglich 500 bis 600 Tickets weggingen. Weil der Block aber baulich zu den unschönsten Blöcken der Republik gehört, wird es sich trotzdem voll anfühlen. Der Heimbereich ist praktisch ausverkauft.

Schiedsrichter der Partie ist Benjamin Brand. Schon sein zwölftes RB-Spiel. Schon sein viertes Bundesligaspiel mit RB. Schon sein zweites Freiburg-RB-Spiel (Bochum-RB hat er allerdings schon dreimal gepfiffen). Ist erst seine dritte Saison in der Bundesliga und er ist erst 28, aber er ist dort bereits zu einem sehr souveränen Schiedsrichter geworden. Besondere Auffälligkeiten gab es mit ihm bei RB-Spielen jedenfalls noch nicht, wenn dann eher positiv.

Emil Forsbergs Verletzung an den Bauchmuskeln entpuppt sich immer mehr als chronisch. Zumindest erklärte Ralph Hasenhüttl nun, dass Forsberg da schon im Herbst Probleme hatte und teilweise nur unter Schmerzen spielte und es nun darum geht, dass der Schwede komplett schmerfrei ist, bevor er wieder voll einsteigt. Und das kann offenbar noch dauern.

In Portugal meint man, dass die Reise des Benfica-Präsidenten nach Leipzig zu einer Einigung mit RB bezüglich Umaro Embalo geführt habe. 20 Millionen plus x sollen demnach rausspringen. Formalitäten sind noch zu erledigen und dann geht der Wechsel demnächst über die Bühne und wird Embalo ein halbes Jahr in den Nachwuchsbereich integriert. Halte von Zahlen und Vorhaben jeder, was er oder sie möchte.

Oliver Mintzlaff im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung. Interessant sicherlich das Nachdenken, wie der e.V. sich entwickeln und ob man nicht neue Sportarten aufnehmen soll. Vielleicht ja auch ein Vorhaben, mit der Gemeinnützigkeit und Vereinscharakter des e.V. gesichert bzw. auf eine stärkere Basis gestellt werden können und sollen.

Für den Umbau der Red Bull Arena kalkuliert Mintzlaff mit drei Jahren. Der Umfang des Umbaus bleibt weiter offen, wird aber demnächst geklärt. Mintzlaff lässt durchklingen, dass man eher mehr machen will als zu wenig, wenn man schon mal die Bagger im Stadion hat.

Ansonsten so einiges an Absichtserklärungen und positivem Selbstverständnis. Keine Probleme zwischen Rangnick und Hasenhüttl. Die Abgänge von Aehlig und Spors lagen nicht an Ralf Rangnick und eventuell fehlender Jobzufriedenheit wegen Mangel an Verantwortung. Man will kein Verkaufsklub sein. Forsberg soll bleiben. Wirtschaftliches Etablieren in der deutschen Top6. Keine Veränderung bei den Ticketpreisen. Champions League als Saisonziel. Beteiligung an der internationalen Vermarktung der Liga. Keine Kooperationen mit Teams aus der Region geplant nach der Abmeldung der U23.

Nun ja, ein Vereinschef halt, der seinen Verein in gutem Licht strahlen lässt. Ist ja auch kein offener Diskussionszirkel, so ein Interview, da ist immer auch ein bisschen Folklore dabei. Aber es sind ein paar interessante Punkte drin.

Über die Frage des Verkaufsklubs oder nicht kann man trefflich streiten. Vermutlich macht es wenig Sinn, sich an dem Begriff aufzuhängen. Fakt ist, dass die Philosophie, junge Spieler zu holen und zu entwickeln, auch logisch beinhaltet, immer wieder Akteure an Bord zu holen, die RB Leipzig als nächsten Schritt sehen und damit auch bei entsprechender sportlicher Entwicklung noch auf weitere Schritte hoffen. Das impliziert schon formallogisch Verkäufe. Da widerspricht ja auch ein Mintzlaff nicht, dass Verkäufe anstehen, wenn Entwicklungsgeschwindigkeit von Spielern und Verein unterschiedlich sind.

Bisher wurde das dadurch überdeckt, dass RB Leipzig sportlich am Wachsen war, sich also mit den Spielern entwickelte. Nun geht es darum in der Vereinsentwicklung, sich konstant auf Spitzenniveau zu bewegen. Damit einher gehen auch völlig neue Gehaltsdimensionen, wenn man Leistungsträger halten will, die wirtschaftlich (noch) nicht machbar sind, da man von der Einnahmenseite her von Dortmund beispielsweise noch weit entfernt ist. Was wiederum Vertragsverlängerungen mit Werner und Co eher schwierig macht.

Letztlich ist die Frage, wie man von Jahr zu Jahr unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die man hat, das Gerüst an Spielern zu halten. Wer zu den Bayern geht, bleibt dort gewöhnlich, wenn er zu den Leistungsträgern gehört. Bei RB gibt es diese Selbstverständlichkeit naturgemäß nicht, weil das wirtschaftliche Umfeld und die Attraktivität des Vereins als europäischer Player das gar nicht hergeben. Wird interessant, wie man das in den nächsten Monaten und Jahren moderiert. Die Namen Keita und Forsberg standen ja in den letzten Monaten schon für eine gewisse Unruhe bei diesem Thema. Anstehende Vertragsverlängerungen rund um Werner, Sabitzer oder Halstenberg werden da weiter Antworten geben, wie sich der Verein im deutschen und europäischen Wettbewerb positionieren kann.

Die U19 von RB Leipzig am Sonntag (21.01.2018) mit einem Testspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden. Am Cottaweg. Ab 11 Uhr. Die U17 tourt durch Großbritannien und testet gegen die Glasgow Rangers und nächste Woche auch gegen den FC Liverpool. Durch die Lappen gegangen sind den Pressupdates die Testspiele unter der Woche. Die U19 gewann da 2:1 gegen den HFC. Die U17 holte ein 8:0 gegen Rot-Weiß Erfurt.

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Presse 18.01.2018

Transfergerüchte weiter. Ein Transfer von Umaro Embalo rückt offenbar näher, wenn sich der Benfica-Präsident extra nach Leipzig begibt (warum eigentlich er nach Leipzig und nicht andersherum?), wie BILD berichtet. Bis zu 15 Millionen Euro stehen nun im Raum. In Portugal heißt es, dass Manchester United schon bei 5 Millionen ausgestiegen war. Nur mal so, um die Dimensionen aufzuzeigen.

Bei Dominik Kaiser nun doch nicht alles so klar, wie es gestern in der Sportbild noch klang. Laut Kicker ist sich Kaiser nicht wirklich sicher und sowieso müsse man das Abstiegsspiel des HSV gegen Köln abwarten, weil Gisdol als Trainer wackelt. Wenn ein Transfer zustande kommt, dann erst nach dem Spiel der Hamburger in Leipzig am 27.01.

Halle-Keeper Tom Müller will beim HFC bleiben, sagt sein Berater der BILD. Aber das Gerücht, RB könnte Interesse haben, war auch von Anfang an kein sonderlich seriöses.

Ralph Hasenhüttl im Interview mit der DPA. Quasi als Zusammenfassung verschiedener Themen, zu denen Hasenhüttl schon mal hier und dort Stellung nahm. Nationaltrainer Österreichs (irgendwann), Karrierepläne (keine), Trainerteam (super). Jammern will er nicht, sondern Lösungen suchen und erwartet das auch von seinen Spielern. Angst, dass die Erfolge seines Teams zu wenig auf ihn selbst fallen, weil er im Schatten von Ralf Rangnick steht, hat er nicht.

Tim Sebastian erklärt beim Kicker (siehe RBlive), wie es als Psychologie-Student so ist, dass eine Kopfverletzung den letzten Ausschlag gab, seine Karriere zu beenden und dass er in seiner RB-Zeit ob der Anfeindungen nie Angst empfand.

Bruma erklärt auch im Kicker (siehe RBlive), dass er in Leipzig glücklich mit der Entwicklung ist.

Konrad Laimer sieht sich in der LVZ als Mischung aus Upamecano, Keita, Sabitzer und Gulacsi.

Etwas abseits von RB Leipzig, aber trotzdem interessant ein Interview mit Peter Zeidler über Rangnick, den Trainerjob, Talente und auch Naby Keita.

Wer Nicolas Kühn sehen will, wie er ehrfürchtig durch die Ajax-Räumlichkeiten und das dortige Stadion schlendert, wird auf der Ajax-Website fündig. Klare Perspektive des Heranführens an die Männermannschaft über die zweite Mannschaft des Vereins.

Grundsätzlich bleibt es dabei, dass es im RB-Nachwuchs nicht mit jedem Spieler, noch nicht mal mit jedem Nachwuchsnationalspieler dauerhaft passen muss und es dann natürlich auch sinnvoll ist, wenn man mit einem Abgang auch noch mal ein bisschen Geld verdient (vielleicht ja auch noch mit einem möglichen Weiterverkauf irgendwann). Kühn ist halt mit seinem Abgang eineinhalb Jahre vor Ende seiner Nachwuchszeit ein weiteres Puzzlestück in der Fluchtbewegung aus dem Nachwuchs seit etwa einem Jahr.

Das Verschieben des Zeitpunkt, wann ein RB-Nachwuchsspieler mal den Sprung zu den Profis schaffen könnte, weg von der U19, hin zum derzeitigen U17-Jahrgang durch Rangnick war auch Puzzlestück. Eine mögliche Verpflichtung von Umaro Embalo für irres Geld wäre auch noch eins. Neben einigen anderen. Das Gesamtbild im Umgang mit Spielern, die dem Jugendalter entwachsen und fußballerisch und menschlisch erwachsen werden, passt halt nicht so richtig und das macht sich nicht an Kühn fest, Kühn ist aber ein Teil davon.

Auf der RB-Seite ein paar Zeilen zu einem Besuch der Joblinge, einer gemeinnützigen Organisation, die sich im Bereich Jugendarbeitslosigkeit engagiert und mit der sich Ralf Rangnick schon beim Hinspiel auf Schalke getroffen hatte.

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Presse 17.01.2018

Gestern Training bei RB Leipzig ohne vier Spieler. Emil Forsberg fehlte weiterhin, soll aber diese Woche eventuell wieder einsteigen. Bei Dayot Upamecano., Bruma und Marcel Sabitzer handelt es sich wohl eher um kleine Blessuren und Vorsichtsmaßnahmen. Ist ja am Anfang von Trainingswochen öfters so bei RB Leipzig, dass man Spieler mal sicherheitshalber draußen lässt.

Einiges an Gerüchten- und Transferzeugs. Der Wechsel von Nicolas Kühn zu Ajax Amsterdam ist seit gestern fix. Vertrag bis 2021. Geschätzt bis zu zwei Millionen Euro Ablöse. Heranführen an die Profis über die zweite Mannschaft. Bleibt weiter depremierend, dass man ein größeres Talent aus dem jüngeren U19-Jahrgang, also einen, den man noch eineinhalb Jahre hätte ausbilden und begutachten können, nun komplett verliert.

Dafür sollen dann andere Talente von externer Seite geholt werden. Bei Umaro Embalo von Benfica Lissabon steht weiter ein Transfer im Raum. Die letzten Zahlen für den 16-Jährigen bewegten sich bei 10 bis 12 Millionen Euro Ablöse. Mit Mads Bidstrup soll bei einem weiteren 16-Jährigen aus Dänemark (FC Kopenhagen) vorbehaltlich des Medizinchecks schon alles klar sein. Zwei Millionen soll diese Investition in die, ähm Nachwuchsarbeit kosten.

Dominik Kaiser steht laut Sportbild tatsächlich unmittelbar vor dem Sprung zum Hamburger SV. Schon am Wochenende könnte er gegen Köln auflaufen. 500.000 Euro soll er kosten. Würde dann auch bedeuten, dass Kaiser in eineinhalb Wochen als HSV-Spieler nach Leipzig zurückkehren könnte. Laut Hamburger Abendblatt werde es allerdings bis zum Köln-Spiel noch nichts mit dem Transfer. Generell fühlt sich die Geschichte immer noch falsch an. Nach Compper mit Kaiser den nächsten Spieler für die Breite des Teams abzugeben, der wenig Stress macht, wenn er nicht so viel spielt, ist für die Kaderplanung nicht so richtig zielführend.

Die BILD meint derweil, dass RB Leipzig das Werben um Nadiem Amiri aufleben lässt. Allerdings erst für den Sommer. Amiri verfüge über eine Ausstiegsklausel über 17 Millionen Euro. Ein direkter Keita-Ersatz, wie BILD schreibt, wäre Amiri wohl eher nicht, aber er würde in der Mittelfeldzentrale mehr Optionen geben, die auch den Abgang von Keita auffangen könnten. Ich persönlich habe von Amiri zu wenig gesehen, um ihn einschätzen zu können. Bzw. wenn ich ihn gesehen habe, hat sich mir nicht immer erschlossen, warum er so eine heiße Aktie ist.

Nicht ganz so heiß dürfte das Gerüchteeisen aus Italien sein, zumal die Quelle Calciomercato heißt. Demnach ist Arsenal sehr interessiert an Emil Forsberg. Aber auch Manchester United sei ein Konkurrent. Haben wir das auch wenigstens mal gehört.

Abhaken kann man offenbar Reece Oxford. Der wurde gestern von West Ham United im Pokal eingesetzt, spielte damit diese Saison bereits für zwei Klubs in Pflichtspielen und kann damit den UEFA-Regularien nicht mehr für einen dritten Klub spielen. Was einen Transfer nach Leipzig sinnlos machen würde. Verbleib bei West Ham oder Wechsel zurück nach Mönchengladbach stünden demnach als Optionen noch im Raum.

Die Frankfurter Neue Presse sieht die Möglichkeit, dass Eintracht-Fans das Montagsspiel gegen RB Leipzig boykottieren könnten. So wie es Dortmund-Fans für das Montagsspiel gegen Augsburg schon angekündigt haben. Das Spiel zwischen Eintracht und RB ist das erste Montagsspiel in der Bundesliga in dieser Saison. Im Gästeblock wird es wohl auch ohne Boykottaufruf eher leer werden. Zumindest den Erfahrungen aus der zweiten Liga nach.

Bayern-Fans dürfen derweil ihre Tickets für das Auswärtsspiel in Leipzig stornieren, falls sie zur Boykottfraktion gehören. Hat halt beim FCB wenig Konsequenzen, da sie ihren Auswärtsblock in jedem Fall füllen.

DiePresse berichtet, dass Ralph Hasenhüttl heute Abend in Berlin im Axel-Springer-Haus verköstigt wird und dort mit Sebastian Kurz, dem Bundeskanzler Österreichs speisen darf. Nicht allein, ein paar andere Prominente aus Politik und Kultur speisen mit.

Bubu. Bibu. Babu. Buda. Badu. Bidi. Bum. Dum. Keine Pointe.

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Presse 16.01.2018

Ein bisschen interessant, was die Mitteldeutsche Zeitung zum Thema Naby Keita im Nachklapp des nicht zustandegekommenen Winterwechsels berichtet. Bzw. wie Hasenhüttl dort zitiert wird. Demnach habe auch die Mannschaft von RB eine Rolle gespielt, weil sie Naby Keita auf und neben dem Platz in vielerlei Form versichert hat, für ihn zu arbeiten. Man habe Keita wieder „ins Boot geholt“ und „viel dafür getan, ihn wieder für sich zu gewinnen“.

Was ja irgendwie auch bedeutet, dass man Keita mannschaftsintern zuvor ein wenig verloren hatte. Und was auch bedeutet, dass Keita mit seinem direkten Mannschaftsumfeld und vielleicht auch der Qualität dort nicht immer zu 100% zufrieden war. Topfußball bedeutet wohl auch immer eine bisschen, dass man seine Topspieler und ihre Seele hegen und pflegen muss..

Ein bissel Gerüchte-Zeit. Bei Umaro Embalo werden die Dinge weiter konkreter. Die LVZ meint, dass RB Leipzig bereit sei, zehn Millionen Euro für den 16-Jährigen zu zahlen. 18 Millionen standen bisher als Forderung im Raum. Noch diese Woche soll gestrigen Berichten zufolge eine Entscheidung fallen.

Gianluca di Marzio mit dem Gerücht um.. Eigentlich könnte man an der Stelle auch stoppen, denn alles was bisher in den vergangenen Jahren aus Italien und von di Marzio an Gerüchten kam, war mit nicht vertrauenswürdig noch sehr freundlich umschrieben. Der Name Justin Kluivert sei aber trotzdem noch genannt. 18 Jahre. Ajax Amsterdam. Mit Patrick Kluivert hat er einen berühmten Papa.

Manuel Akanji ist nun endgültig bei Borussia Dortmund gelandet. War ja auch mal in Leipzig im Gespräch. Im Paket aus Alter und Preis wirkte das aber nie so richtig realistisch. Reichlich 20 Millionen sollen für den 22-Jährigen fällig werden.

Wer was zu hören für den Tag braucht: Der Modepodcast der Brausecrew mit einer neuen Ausgabe.

Irgendwo von einem lebenden Bullen im Zoo, der zum RB-Maskottchen gemacht werden soll, gelesen. Auf den Kalender geschaut und festgestellt, dass noch nicht 1. April ist. Beschlossen, dass ich aus dem Thema raus bin, solange es dazu nicht eine halbwegs ernstzunehmende Quelle gibt..

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Presse 15.01.2018

RB Leipzig am Samstag mit dem 3:1 gegen Schalke 04. Ein verdienter Sieg, weil man im Wettbewerb der ähnlichen, auf Fehlervermeidung, Umschalten und Pressing setzenden Spielideen vor allem in der zweiten Halbzeit die bessere Umsetzung erwischte und dort von den Fehlern der Schalker profitierte.

Naby Keita brachte RB in einer ausgeglichenen Partie vor der Pause in Führung. Naldo köpfte nach der Pause natürlich nach Standard ein. Timo Werner und Bruma sorgten jeweils nach Umschaltsituationen und frühen Balleroberungen für den Sieg.

Durch den Sieg liegt RB Leipzig nun in der Bundesliga auf Platz 2, weil sich die Mannschaften hinter den Bayern wie schon in der Hinrunde dadurch auszeichnen, Punkte liegenzulassen. Bis runter zu Platz 7 gewann keine andere Mannschaft als RB. Bei 13 Punkten Rückstand auf die Bayern muss man über den Meisterschaftskampf nicht reden. Fünf Punkte liegen zwischen Platz 2 und Platz 10, das ist die relevante Kenngröße.

Die Partie gegen Schalke war ausverkauft. Attraktivität des Gegners und erstes Heimspiel seit Mitte Dezember und wenige Heimspiele im Januar wohl die Ursache dafür. Apropos Tickets: Ab heute gibt es die für das Auswärtsspiel in Neapel.

RB Leipzig gestern mit einer Entscheidung in Sachen Keita und Liverpool. Man werde ihn im Winter nicht abgeben, weil der FC Liverpool zwar daran interessiert sei, aber die zusätzliche Ablöse nicht „exorbitant“ genug wäre. Spieler und Berater hätten die Entscheidung akzeptiert. Am Tag zuvor hatte Ralf Rangnick noch erklärt, dass es weder ein Angebot des FC Liverpool gab, noch Naby Keita einen Wechselwunsch formuliert habe..

Fakt ist, dass die Entscheidung damit für die Winterpause durch ist und Keita erst im Sommer nach Liverpool geht. (Bzw. müsste schon etwas ganz extremes passieren, damit sich da noch was ändert). Das ist für alle Beteiligten gut, weil es Planungssicherheit bedeutet. Hätte für einen vorzeitigen Abgang auch gegolten, aber so ist es natürlich besser.

Dokumentiert ist durch die Sache zumindest, dass es im Winter im Gegensatz zum Sommer keine klare Position des ‚Wir geben niemanden ab‘ gab und man durchaus bereit gewesen wäre bei passenden Summen (vermutlich irgendwas um die 100 Millionen Euro fix) einem vorzeitigen Keita-Abgang zuzustimmen. Nach der nun erfolgten Verweigerung betont Rangnick aber trotzdem noch mal, dass man kein Verkaufsklub ist. Besser formuliert hieße das: Nur bei exorbitanten Ablösesumme wäre man bereit, einer zu sein..

In Bezug auf Dominik Kaiser meint Rangnick, dass es eine lose Anfrage gab, aber Kaiser signalisiert habe, bleiben zu wollen. In Hamburg wähnt man sich laut Kicker trotzdem in guten Gesprächen und hat das Werben noch nicht aufgegeben. Das Hamburger Abendblatt ist gar der Meinung, dass für Kaiser nur ein Wechsel zum HSV in Frage kommt und er dort auch für den Fall des Abstiegs in die zweite Liga bleiben würde. Noch diese Woche soll eine Entscheidung fallen.

Nichts neues im Nachwuchsbereich von RB Leipzig. In der Tradition der letzten zwölf Monate verlässt das nächste Talent den Klub. Diesmal immerhin mit Ablöse. Nicolas Kühn, der letzten Sommer schon mal mit Barcelona in Verbindung gebracht wurde, wechselt zu Ajax Amsterdam. Zwei Millionen soll das einbringen. Das ist auch insofern interessant, da Rangnick vor der Winterpause noch erklärt hatte, unter anderem bei Kühn eine Option ziehen zu wollen, die den Vertrag um weitere zwei Jahre (bis 2020) verlängert. Nun also die Komplettkehrtwende und der (noch nicht offizielle) Verkauf.

So richtig versteht man den Abgang auch deswegen nicht, da Kühn noch zum jüngeren U19-Jahrgang gehörte und noch eineinhalb Jahre im Nachwuchsbereich von RB Leipzig zur Entwicklung gehabt hätte. Zudem war er einer von nur zwei Spielern, die RB noch vor einem halben Jahr als jene herausragende Talente ausgemacht hatte, bei denen es sich lohnen würde, sie an die Profis heranzuführen. Das Verschachern in der Winterpause eineinhalb Jahre vor dem Austritt aus dem Jugendbereich passt ganz und gar nicht dazu.

Sollte Kühn nicht doch noch per Leihe gehen oder es eine Rückkaufoption geben (wonach es nicht aussieht), ist das ein weiteres Puzzlestück im schlechten Bild, das die RB-Nachwuchsarbeit abgibt. Ohne dass es den einen Grund gibt, bleibt festzuhalten, dass bisher nicht nur keine Talente den Durchbruch geschafft haben, sondern in den letzten zwölf Monaten auch diverse Spieler mit Erstligapotenzial den Verein dauerhaft verlassen haben.

Das Bild von der RB-Nachwuchsausbildung wird noch dadurch komplettiert, dass im Gegenzug weiter das Gerücht köchelt, dass RB an Umaro Embalo von Benfica Lissabon interessiert ist und Ralf Rangnick deswegen letzte Woche laut BILD sogar in Portugal war. Kostenpunkt: Irgendwas über 15 Millionen. Für einen 16-jährigen, der in Portugal in der U19 kickt. Die Entscheidung soll bis Mittwoch fallen, heißt es in Portugal.

Der Playboy mit der Geschichte, dass man ein Interview mit Ralf Rangnick führte, das aber nicht abdruckt, weil RB Leipzig bei der Autorisierung massiv eingegriffen habe und das Interview dadurch an Wert und Lesbarkeit zu arg verloren hatte. Bei RB weist man entschieden darauf hin, dass die Darstellung des Playboy falsch sei und man mit der Autorisierung des Interviews gar nichts zu tun gehabt habe. Das sei alleinige Sache von Rangnicks PR-Agentur gewesen.

Letztlich auch egal, was da zwischen wem und warum schief lief. Fakt ist, dass immer wieder mal Interviews an Autorisierungsprozessen scheitern. Auch in der Bundesliga. Und Fakt ist auch, dass gerade auch in der Bundesliga sehr penibel darauf geachtet wird, dass in Interviews nicht plötzlich Schlagzeilen auftauchen, mit denen man nicht leben kann. Da gibt es sicherlich Differenzen im Detail zwischen den einzelnen Vereinen, aber nicht in der Sache.

Letztlich kann man ganz grundsätzlich beide Seiten verstehen. Für Journalisten macht es wenig Sinn Interviews zu führen, die danach um die interessantesten Stellen zusammengestrichen werden. Für Interviewte aller Art macht es Sinn, das zum geschriebenen Wort gemachte gesprochene Wort auch noch mal zu prüfen. Denn das geschriebene und um Gestik, Mimik und sonstigen Kontext reduzierte Wort ist nun mal was völlig anderes als das gesprochene Wort, sodass es durchaus viele Möglichkeiten gibt, dass man sich im niedergeschriebenen Interview nicht in derselben Form widerfindet wie im direkten Gespräch.

Entsprechend ist die nachträgliche Autorisierung nur fair. Schwierig wird es allerdings, wenn zu arg herumgestrichen und das Gesagte auf nicht angreifbare Phrasen reduziert wird oder man den Interviews dann am Ende anmerkt, dass mit diesen vor allem ein bestimmtes Kommunikations- und nicht zuerst ein Gesprächsinteresse verfolgt wird. Davon gibt es tatsächlich schon viel zu viel. Ob das Rangnick-Interview in der Originalfassung interessant geworden wäre, bleibt in dem Zusammenhang natürlich unklar.

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Presse 12.01.2018

So, los geht es wieder mit der Bundesliga. Zielvorstellung bei RB Leipzig für den Rest der Saison ist klar, wenn man den Beteiligten zuhört. Erneute Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb und da eigentlich für die Champions League. Dafür muss man Teams wie Schalke morgen schlagen, hatte Gulacsi gestern erklärt. Dem ist wohl so.

Mal sehen, wie das so hinhaut. Schalke ist ein sehr gut organisiertes Team, von dem man erwarten würde, dass es die RB-Probleme im Ballbesitz erneut aufdecken kann. Ist halt die Frage, wie groß die RB-Ballbesitzprobleme nach der Winterpause noch sind oder ob man sich da ein wenig verbessert hat in den Abläufen rund um den Strafraum. Standards hat man in jedem Fall trainiert. Vielleicht liegt ja darin für die nächsten Wochen auch offensiv ein Schlüssel. Viel Ballbesitz in des Gegners Hälfte ist ja auch immer mit vergleichsweise vielen Standards verbunden.

Auf Seiten von RB Leipzig fallen Marcel Halstenberg und Emil Forsberg aus. Bei Forsberg dauert es weiterhin, weil er immer noch nicht schmerzfrei ist. Bei Halstenberg will man nach der Hand-OP nicht das Risiko einer erneuten Verletzung eingehen. Timo Werner könnte nach verpasster Woche in der Vorbereitung nur auf der Bank sitzen. Ansonsten sollen alle auflaufen.

Auf Schalker Seite könnte sogar Leon Goretzka zum Einsatz kommen. Das galt zu Wochenbeginn noch als nahezu ausgeschlossen. Wahrscheinlich ist aber, dass er wenn dann nur auf der Bank sitzt. Pablo Insua fällt schon ewig aus und war diese Saison bei Schalke noch gar kein Faktor. Ansonsten plagen die morgigen Gäste keine Ausfallsorgen. Da kommt eine sehr gut besetzte Mannschaft mit einigen personellen Alternativen.

Die Partie zwischen RB Leipzig und Schalke 04 ist in Heim- und Gästebereich ausverkauft. Resttickets aus nicht genutzten Dauerkarten und Co gibt es wie immer in der Ticketbörse. Wenn es denn welche gibt.

Geleitet wird das Topspiel auch von einem Topschiedsrichter, nämlich von Deniz Aytekin. Entscheidungsstarker, sicherer Schiedsrichter, unter dem RB in der Bundesliga bisher dreimal gewonnen hat. Einmal rot (Hradecky) und zweimal gelb-rot (Sokratis, Ilsanker) zeigte er schon in den Partien. Kein Schiedsrichter ist fehlerlos, aber bei Aytekin kann man sich zumindest relativ sicher sein, eine recht einheitliche, souveräne Spielleitung zu kriegen.

Naby Keita natürlich auch weiter ein Thema. Lustloses Training gestern, so die Interpretation der Anwesenden. Nur im öffentlichen Teil, so die Einschränkung von Hasenhüttl. Der keinen neuen Sachstand sieht und weiterhin keine Bereitschaft erkennen kann, Keita schon im Winter zu verkaufen und der glaubt, dass Keita noch bis zum Sommer in Leipzig bleibt und gut Fußball spielt.

Vielleicht kommt es ja am Ende auch wirklich so, was ja auch nicht das schlechteste wäre. Allerdings bleibt der Eindruck, dass es das kompromisslose Nein, das man in der Vergangenheit von RB immer mal gab, gerade nicht wirklich gibt, sondern eher einem ‚gibt keinen neuen Sachstand, schauen wir mal, was passiert‘ gewichen ist. Hasenhüttls Aussagen von gestern als Ausschließen eines Keita-Transfers zu interpretieren, würde jedenfalls zu weit führen. Das waren eher Absichtserklärungen denn eine harte und klare Absage.

BILD meint derweil, dass 95 Millionen eine Schmerzgrenze wären, bei der man Keita schon im Winter abgeben würde. Die Times glaubt, dass der FC Liverpool wegen eines Winterwechsels von Keita inzwischen bei RB angefragt und keinen prinzipiellen Korb gekriegt hat.

Vielleicht noch als Detail am Rande von gestern, dass Mintzlaff und Rangnick demonstrativ beim öffentlichen Teil des Trainings über den Platz schlenderten. Wie auch immer man das wieder interpretieren will.

Willi Orban im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung über den Rückrundenstart, Standardsituationen und die RB-DNA. Besonders letzteres nicht ganz uninteressant, weil es auf die vielen langen Bälle verweist, die gegen RB gespielt werden, was das Spiel von RB automatisch verändert. Neben besserem Spiel mit dem Ball scheint aber auch abwartenderes Spiel und das Warten auf den Fehler der Gegner stärker wieder zum Repertoire gehören zu sollen. Klingt nach Ballbesitzvermeidung, um wieder stärker zu Balleroberungen und in Umschaltsituationen zu kommen. Damit würde man dann wieder im Trend der Bundesliga liegen. Mal sehen, was sich davon umsetzen lässt und ob das nicht eher ein Rückschritt in der Weiterentwicklung als Team wäre.

In Sachen Neuverpflichtungen ist Orban zumindest für die defensive Kette entspannt, weil man mit Stefan Ilsanker da einen flexibel einsetzbaren Spieler hat. Es bleibt halt die Frage, was man wie im Kader herumschiebt. Wenn man Ilsanker als Innenverteidiger und Rechtsverteidiger und Laimer als Rechtsverteidiger-Backup sieht, dann braucht man defensiv tatsächlich wenig, dann verschöben sich mögliche Kaderbaustellen weiter nach vorn. Aber in Sachen Neuzugangsgerüchte ist es derzeit rund um RB vergleichsweise ruhig.

Etwas verwirrt zurückbleiben kann man angesichts der Aussage vom Berater von Yvon Mvogo in der Blick, der nach dem Schalke-Spiel mit Rangnick darüber reden will, ob der Keeper nicht für die Rückrunde verliehen werden kann, aber selber sieht, dass dies eine aussichtslose Idee sein dürfte. Wobei es witzig ist, dass man ihm bei RB erklärt habe, dass man mit zwei Nummer-1-Torhütern in die Rückrunde gehen wolle und deshalb keinen abgeben könne. Eine zweite Nummer 1 ist Mvogo nun gerade nicht. Die Verhältnisse zwischen Gulacsi und Mvogo haben sich im Saisonverlauf doch einigermaßen deutlich manifestiert. Ist natürlich blöd für Mvogo, aber derzeit nicht zu ändern, solange Gulacsi nicht mal ausfällt.

Christian Heidel via Reviersport mit der weiter etwas seltsamen Wahrnehmung wirtschaftlich gegen RB Leipzig chancenlos zu sein, aber Vorteile zu haben, weil man ein emotionaler Verein sei. Für einen Verein, der für 2016 Ausgaben von rund 230 Millionen Euro und einen Umsatz von 265 Millionen Euro bilanziert hat, ist es schon strange, wenn er so auftritt, als wäre er ein kleines Licht. Aktuell dürften sich Schalke und RB wirtschaftlich ungefähr auf Augenhöhe bewegen. Nur dass man beim Geldausgeben noch ein wenig unterschiedliche Wege geht. Auf Schalke versuchte man Goretzka einen Vertrag über bis zu 10 Millionen Euro jährlich schmackhaft zu machen. Bei RB steckt man diese Millionen eher in Transferausgaben. Grob gesagt.

Bremen-Präsident Hubertus Hess-Grunewald findet, dass „mit unfairen Mitteln gespielt wird“, wenn Klubs nicht der 50+1-Regel entsprechen und sieht ein Drittel der Erstligisten der Regel nicht folgen (Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig, ???). Bei Werder spiele man dagegen mit fairen Mitteln, weil man ja 50+1 befolgt. Auch das bleibt seltsam, weil zumindest die Ausnahmen Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim ja von der DFL, also den Klubs und damit auch Werder offenbar gewollt waren, während man bei RB bezüglich eines möglichen Umgehungstatbestandes nicht klagebereit war. Will sagen, es bleibt ein bisschen seltsam, wenn man es als „mit unfairen MItteln spielen“ empfindet, wenn Vereine den eigenen Regularien entsprechend agieren.

Martin Geissler vom Mitteldeutschen Basketball Club (MBC) mit der erfrischend klaren Ansage, dass RB Leipzig einem Klub wie dem seinen natürlich Zuschauer, Aufmerksamkeit und auch Sponsoren kostet. In der Vergangenheit hatten gerade lokale Handballklubs da immer ein wenig herumlaviert und von unterschiedlichen Zielgruppen und wenig Überschneidungen gesprochen. Fakt ist, dass ein Verein wie RB Leipzig mit seinen 40.000 Zuschauern mit nicht eben billigen Tickets und in dieser Saison mindestens 22 Heimspielen natürlich an irgendeiner Stelle Aufmerksamkeit rauben und anderen Klubs auch ein paar Zuschauer kosten muss. Über den Umfang dessen kann man dann natürlich trotzdem streiten.

Dominik Martinovic zeigt sich im Wiesbadener Tagblatt noch mal dankbar, dass er nach seinem Kreuzbandriss im April und trotz aufgelöster U23 seine Reha noch in Leipzig machen konnte, bevor er nun beim SV Wehen Wiesbaden angefangen hat.

Am Wochenende gibt es keinen Fußball bei den Frauen, der U19 und der U17 von RB Leipzig.

Presse 12.01.2018 weiterlesen

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Presse 11.01.2018

Kehrtwende im Fall Keita? Kicker und BILD berichten übereinstimmend, dass Liverpool mit einem noch vorzubereitenden Angebot versuchen wird, Keita schon im Winter zu holen und dass es kein in den Stein gemeißeltes Nein von RB mehr gibt. Das klingt einerseits noch relativ vage, weil für beide Vereine nur in Absichtserklärungen gesprochen wird und andererseits nach einem gut platzierten ‚also wenn Liverpool noch mal viel von den Coutinho-Millionen in die Hand nimmt, dann würde sich unsere Position, nicht vorzeitig verkaufen zu wollen, ändern‘.

Bisher hatte man 75 Millionen Euro als Ablöse vereinbart, die es allerdings nur gibt, wenn RB erneut in die Champions League kommt. Eine Verhandlungsgrundlage könnte entsprechend nur eine höhere, dafür fixe Summe sein. Sagen wir irgendwas um die 100 Millionen Euro, wo wir schon mal ein bisschen beim Spieler-Monopoly spielen sind.

Dass sich RBs Position ein wenig geändert zu haben scheint, erstaunt ein bisschen. Könnte bedeuten, dass Keita im Training nicht sonderlich motiviert wirkt und einen Abschied gern mitnehmen würde (im Test gegen Prag war es gerade in Sachen Motivation nicht sonderlich viel, was von Keita kam). Oder könnte auch bedeuten, dass RB ein bisschen Geld für Wintertransfers gerne mitnehmen würde.

Ein Transfer noch im Winter wäre auch ein ordentlicher Kratzer in der Position versuchter Härte (’sind kein Verkäuferklub, müssen niemanden verkaufen, streikende Spieler landen auf der Tribüne, Keita bleibt bis Sommer‘). Aber das wäre am wenigsten überraschend, denn auch für RB gilt, dass es keine Allaussagen geben kann, sondern man immer im Einzelfall gucken muss.

Für die sportlichen Ambitionen wäre ein Keita-Abgang natürlich ein herber Schlag. Da könnte man dann die zusätzlichen Transfereinnahmen natürlich dagegenrechnen, aber so einfach ist es auch nicht, hängen doch an einer erneuten Qualifikation für Europa auch höhere TV-Geld-Einnahmen in den nächsten fünf Jahren und nicht nur das Geld, was eine erneute Champions-League-Quali bringt. Alles nicht ganz einfach. Mal gucken, was in den nächsten zwei Wochen passiert. Fakt ist, dass man in Liverpool Blut lecken könnte, wenn das Nein aus Leipzig nicht mehr so definitiv formuliert wird wie bisher.

Dominik Kaiser erklärt im Kicker, dass er sich auch nach der Wintertransferperiode bei RB sieht. Ein konkretes Angebot vom HSV gebe es nicht. Es müsse „Außergewöhnliches“ passieren, damit er Leipzig vorzeitig verlässt. Es bleibt dabei, dass ein Kaiser-Abgang für die Kaderplanung eher ungünstig und dass es für alle Beteiligten gut wäre, wenn er noch bis Vertragsende im Sommer bliebe. Falls sich Kaiser für die USA entscheidet, dann bliebe bis Ende April Zeit für einen Wechsel, weil dort das Transferfenster erst am 01.05. schließt. Das wäre kaderplanungstechnisch optimal.

Die Mitteldeutsche Zeitung widmet sich der Bauchmuskelzerrung von Emil Forsberg und meint mit Verweis auf einen Sportmediziner, dass eine solche Verletzung niemals so lange dauern könne. Woraufhin man dann eine logische Indizienkette von geplatzten Wechselträumen im Sommer bis hin zu möglichem Wechselwunsch und fehlendem Spielwillen heute zieht. Das ist in Sachen Verletzung und Ursachenforschung arg viel Stochern im Nebel. Fakt ist, dass die Verletzung schon sehr bzw. zu lange dauert. Fakt ist auch, dass es viel mehr als das nicht gibt und die ‚Forsberg hat vielleicht einfach keinen Bock‘-Interpretation etwas billig ist, solange es nicht konkretere Infos zum Hintergrund gibt.

Peter Gulacsi sieht bei der Deutschen Welle ein reifer gewordenes RB Leipzig und gibt als Zielvorgabe für den Rest der Saison das erneute Erreichen der Champions League aus.

Dayot Upamecano im Interview bei der LVZ über dies und das aus Saison und Karriere. Dem Interview merkt man Sprachbarriere plus Alter des Protagonisten durchaus an.

Christian Heidel findet Timo Werner bei Der Westen zum in den Arm nehmen und hängt das Schwalben-Theman nicht allzu hoch.

Lustig das „Stambouli schickt Warnung an RB Leipzig“ vs. „Werner droht Schalke“ bei Sky und BILD. Und beide Spieler reden eigentlich nur ganz normal unter anderem über das kommende Spiel..

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Presse 10.01.2018

Beim Training gestern ging Timo Werner seine ersten Schritte des Jahres. Voll belastet wurde er noch nicht, aber Richtung Schalke-Spiel sollte es wohl hinhauen. Yussuf Poulsen lief nur abseits der Mannschaft wegen Oberschenkel-Problemen. Wohl vorerst nur eine Vorsichtsmaßnahme. Emil Forsberg fehlte weiterhin.

Ralf Rangnick betont im Interview mit Sportbild das gute Verhältnis zu Ralph Hasenhüttl und empfindet auch keine Dissonanz mit dem Chefcoach in Bezug auf die Kritik an der Mannschaft und deren Auftreten vor der Winterpause, sieht Platz 4 in der Bundesliga (also die Champions-League-Quali) als Saisonergebnis, mit dem er glücklich wäre und glaubt bei aller Wertschätzung nicht, dass die Abgänge von Frank Aehlig und Johannes Spors größere Lücken in den Verein reißen werden („sind auch ohne sie so gut aufgestellt, dass wir jetzt nicht alles komplett neu ordnen müssten“).

HSV-Sportchef Jens Todt hat bestätigt, dass man sich mit Dominik Kaiser beschäftigt. Ob schon jetzt im Winter oder erst für den Sommer bleibt ein bisschen unklar. Fakt ist, dass ein Winterabgang von Kaiser aus RB-Sicht eigentlich bezüglich der Kaderplanung nicht wirklich gewollt sein kann. Das HSV-Interesse soll auch daher rühren, dass Walace sich offenbar gerade aus seinem Job in Hamburg streiken will.

BILD meint, dass RB Leipzig aufpassen müsse, dass Hoffenheim ihnen nicht die Athletik-Trainer abwirbt. Also zurück abwirbt, denn Kai Kraft und Nicklas Dietrich kamen beide einst aus Hoffenheim. Auch der Vertrag von Team-Psychologe Sascha Lense laufe im Sommer aus und warte auf eine Verlängerung.

Oliver Mintzlaff in der BILD zur Lage der Bundesliga mit der inzwischen schon bekannten Aussage von ihm, dass Investoren wichtig sind, aber ihnen Schranken durch das Regelwerk vorgegeben werden müssen. Ist in der Sache völlig richtig, dass Wettbewerbe ein Regelwerk brauchen, das den Rahmen gestaltet, bleibt aber im Zungenschlag weiter seltsam, wenn dies ausgerechnet von Mintzlaff angemahnt wird.

Salzburgs Vorstandsvorsitzender Harald Lürzer betont in Sportbild die Unabhängigkeit von Red Bull und RB Leipzig und fände einen Sieg seines Vereins gegen RBL in einem möglichen Aufeinandertreffen in der Europa League prima. Kritikern von „Kommerz und Wirtschaft“ im Profi-Fußball glaubt Lürzer einen „haben den Schuss nicht gehört“ vor den Kopf knallen zu müssen.

Tom Müller vom HFC wurde von RB Leipzig beobachtet, aber gesteigertes Interesse habe man am Drittliga-Keeper nicht, meint die Mitteldeutsche Zeitung.

Der Fanverband sucht weiter Leute, die Logos und Schriftzüge designen können.

Die U19 von RB Leipzig gestern mit einem 0:0 im ersten Testspiel des Jahres gegen die Männer des VfB Zwenkau.

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Presse 09.01.2018

Federico Palacios ist nun also schon endgültig w wie weg. Auf nach Nürnberg für einen wohl niedrigen sechsstelligen Betrag. Spekulieren könnte man, ob da noch eine Weiterverkaufsbeteiligung drin lag bei den Verhandlungen. Für Palacios ist es ein interessanter Schritt und eine ordentliche Herausforderung. Bisher glänzte er nicht dadurch, sich auch durch schwierige Situationen durchzubeißen und konnte lediglich in der Regionalliga glänzen. In Nürnberg wird er bei einem Aufstiegskandidaten in der zweiten Liga einen Platz im Team auch nicht automatisch sicher haben.

Aus RB-Kaderplanungssicht wird es im Bundesligateam langsam dünn. Compper weg, Palacios weg. Bleiben noch 19 Feldspieler, wenn man mögliche U19-Akteure nicht mitrechnet. Das ist nicht allzu viel, falls man in der Europa League noch ein bisschen weiterkommen sollte als nur bis zum Neapel-Duell. Wenn man ohne größere Ausfälle durch die Saison kommt, dann ist das ausreichend. Wenn man in der Rückrunde mal mehr Pech mit Verletzungen hat als in der Hinrunde, dann wird es arg eng. Mal sehen, ob und was Rangnick in Sachen Neuzugängen noch so verbucht.

Dominik Kaiser erklärt in BILD noch mal, dass er sich hinsichtlich seiner sportlichen Zukunft von England über die USA und sonstiges Ausland bis hin zu Deutschland alles vorstellen kann. Nach seiner Karriere sei auch eine Rückkehr zu RB Leipzig möglich.

BILD schreibt den Stammkeeper des HFC Tom Müller (20) zu RB Leipzig. Weil die ihn mal beobachtet haben. Das klingt angesichts der derzeitigen Besetzung der Torhüterposition bei RB ein bisschen nach einem Quatschgerücht. Aber sage bei jungen Torhütern und RB Leipzig niemals nie. Die Liste an Namen ist da in den letzten Jahren mehr als ordentlich gewesen..

Ein bisschen lustig die Geschichte in England (givemesport), wo Liverpool-Fans auf einem Keita-Instagram-Posting ein Flugticket erkannten und schon aus dem Häuschen waren, dass Keita bereits im Winter nach England gehen könnte. In Wirklichkeit war das Flugticket aber eine Eintrittskarte für ein MBC-Spiel, also für die Basketball-Bundesliga..

Schalkes Christian Heidel sieht RB Leipzig „auf Sicht“ wegen der „wirtschaftlichen Möglichkeiten“ als natürlichen Bayernjäger. Keine Ahnung, was man da so errechnet, aber aktuell dürften Schalke und Leipzig in Sachen Vereinsausgaben ungefähr auf Augenhöhe liegen, nachdem man in Gelsenkirchen zuletzt in Sachen Kaderausgaben ein wenig abgespeckt hat. Je nach Entwicklung und Konstanz bei der Teilnahme an europäischen Wettbewerben könnte RB da künftig auch vor Schalke stehen, aber um wirtschaftlich auch nur zu Dortmund aufzuschließen, müsste schon sehr viel passieren, geschweige denn zu den Bayern. Aber wie immer gilt auch hier: warten wir die nächsten Bilanzen doch einfach mal ab. Die für 2016 dürfte ja relativ bald erscheinen.

Die RB-Fans mit einer Übersicht zu der Zuschauerentwicklung diese Saison. Mit der Schlussfolgerung, dass sich ein Ausbau der Red Bull Arena vor allem dem Unterrang und dem Stehplatzbereich widmen müsse und nicht allzu groß sein dürfe.

Bei der „Kreativagentur“ Chromatics enthüllt man, dass man die Aktion der RB-Trikotpräsentation an Leipziger Statuen mit gerade mal zwei Wochen Vorlaufzeit durchführte.

Andreas Pach vom 1.FFC Fortuna Dresden glaubt in der Sächsischen Zeitung, dass RB Leipzig noch viel tun müsse, um wirklich die Nummer 1 im sächsischen Frauenfußball zu sein. Es gehe vor allem darum, die „volle Anerkennung im eigenen Verein zu finden“. Sein Verein könne aber auf Dauer nur von einem Klub wie RB profitieren, wenn es beispielsweise um die Entwicklung von Talenten geht.

Für die U19 geht es heute mit den Testspielen in Vorbereitung auf die neue Spielzeit los. Gegner sind die Männer vom VfB Zwenkau aus der sechstklassigen Sachsenliga. Anstoß ist 19 Uhr am Cottaweg. Sicher kein uninteressanter Vergleich.

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Presse 08.01.2018

Am Samstag das einzige Testspiel im Winter von RB Leipzig gegen Dukla Prag. Nicht sonderlich aussagekräftig. Nicht sonderlich starke Gäste. 2:0 hieß es am Ende für RB vor reichlich 4.000 Zuschauern. Federico Palacios und Bruma erzielten die Tore. Emil Forsberg, Marcel Halstenberg und Timo Werner fehlten verletzt. Bei Werner geht man davon aus, dass er gegen Schalke wieder dabei ist, bei den anderen beiden wird das eng bis unmöglich.

Bei Federico Palacios scheint es in Sachen Abgang schon jetzt im Winter ernst zu werden. Nürnberg soll das Ziel sein. Wäre eine erstaunlich gute Adresse, schließlich wollen die Franken in die Bundesliga aufsteigen. Bisher hatte Palacios im höherklassigen Fußball noch nicht glänzen können. Der Wechsel scheint derzeit noch daran zu hängen, dass Nürnberg und Palacios sich final einigen müssen. Mit RB ist bereits alles klar. Eine niedrige sechsstellige Ablöse soll drin liegen. Das wären ein paar Euro weniger als die 600.000, die RB einst ausgab.

Dominik Kaiser überlegt nach New York zu gehen, berichtet die LVZ, hat aber auch das Interesse von HSV oder Köln geweckt. Vorteil von New York wäre, dass Kaiser erstmal noch bei RB bleiben und dann bis Ende April in die USA wechseln könnte, weil dort das Transferfenster so lange geöffnet ist und die Saison sowieso erst im März startet.

Wäre sicher auch für die RB-Kaderplanung mit unklarer Länge des Europa-League-Abenteuers sinnvoll, wenn Kaiser erstmal bleibt. Denn der Feldspielerkader wäre nach einem Palacios-Abschied mit nur noch 19 Spielern (wenn man die Nachwuchsakteure weglässt) sowieso schon sehr dünn. Einen verlässlichen Backup wie Kaiser, der wenig Stress macht, wenn er nicht spielt, ziehen zu lassen, wäre da nicht sehr schlau.

Nicht gehen will derweil Bruma, der als Leihkandidat bei Galatasaray auf der Liste gestanden haben soll, aber dessen Berater wollen, dass er sich in der Bundesliga durchbeißt.

In England hat der FC Liverpool nach dem Coutinho-Transfer ganz viel Geld und eine Stelle im Kader frei. Was natürlich gleich mal die Phantasie anregt, ob der Klopp-Klub nicht doch noch mal bei RB und Keita anklopft. Erfolg wird man beim Klopfen wohl aber eher nicht haben.

Der Wiesbadener Kurier vermeldet, dass die Länge der Leihe von Agyemang Diawusie nach Wiesbaden daran hängt, ob der SV Wehen in die zweite Liga aufsteigt. Bei Verbleib in der dritten Liga endet die Leihe offenbar in diesem Sommer. Bei Aufstieg würde sie sich bis 2019 verlängern. Damit wollte RB wohl offenbar die Entwicklung des Talents sicherstellen. In Wiesbaden hofft man, Diawusie auch bei Nichtaufstieg noch weiter halten zu können.

oe24 mit einem Bericht über eine Panne auf der UEFA-Website, die einen Wechsel von Hannes Wolf von Salzburg nach Leipzig vermeldete. Aber das dürfte eher zum Thema Skurriles denn zum Thema ‚bald zu verkündende Wechsel‘ gehören. Zumal Hannes Wolf auch noch ein bisschen braucht, bis der Sprung in die Bundesliga dran wäre.

Bei Willem Geubbels (16) soll es so sein, dass der Spieler Angebote aus Salzburg oder Leipzig ausgeschlagen hat, weil er sich erst bei Olympique Lyon durchsetzen will.

Der Kicker macht Timo Werner zum drittbesten Stürmer der Bundesliga hinter Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang. Sicherlich noch wertvoller, dass die Kollegen aus der Bundesliga den RB-Stürmer in einer Kicker-Befragung hinter Robert Lewandowski, Leon Bailey, Naldo und Joshua Kimmich zum fünftbesten Feldspieler der Hinrunde gewählt haben. Naby Keita folgt auf Platz 7.

In Peter Gulacsi sehen die Bundesliga-Profis den drittbesten Torwart der Liga hinter Fährmann und Ulreich. Der ist auch im Interview bei den RB-Fans zu finden, das sich mit ‚alles super‘ vielleicht ganz gut zusammenfassen lässt.

RB Leipzig hat die Wahl zu Sachsens Mannschaft des Jahres gewonnen. Zum ersten Mal. Wenig überraschend, weil man das einzige Fußballteam war und Fußballteams bei solchen Wahlen meist gewinnen. Sachsens Sportlerwahl ist eine gemischte Publikums-Journalisten-Wahl, bei der die Publikumsstimmen deutlich stärker gewichtet sind als die Journalistenstimmen. Die Journalistenstimmen entscheiden auch über die Vorauswahl, welche Teams überhaupt gewählt werden dürfen. Dynamo Dresden konnte sich in dieser Vorauswahl nicht durchsetzen und deswegen auch den Vorjahrestitel nicht verteidigen. Vor einem Jahr hatte Dynamo trotz nur Platz 7 bei den Journalisten aufgrund des hohen Publikumswerts noch gegen RB Leipzig gewonnen. Diesmal war RB relativ ungefährdeter Sieger. Ralph Hasenhüttl wurde zudem Sachsens Trainer des Jahres und bekundete leicht kränkelnd noch, dass er sich in Leipzig sehr wol fühlt und gern noch lange bleiben würde.

Die LVZ über die gute Verletzungsbilanz von RB Leipzig. Im Bundesligavergleich hat man die wenigsten Fehltage wegen Verletzungen. Letztlich ist das auch immer ein bisschen ein Glücksspiel, aber auffällig bleibt, dass es trotz der vielen englischen Wochen und einer eher engen Kernrotation kaum Muskelverletzungen gibt. Was im Kern jene Verletzungen sind, die man im Gegensatz zu bspw. Zehen- und Handbrüchen durch entsprechende Belastungssteuerung ein Stückweit steuern und vermeiden kann.

Die UEFA mit einer Liste von 50 Talenten, die man im Blick haben sollte, unter denen auch Dayot Upamecano ist.

Clemens Tönnies erklärt in der Welt, dass sein Schalke 04 nicht RB Leipzig ist und stellt RB dabei in eine Reihe mit Schwergewichten wie PSG oder Manchester City. Wollen wir noch mal das Spiel mit den Jahresetats spielen? Ach nein, eigentlich nicht..

In Freiburg wollen Anhänger wegen ihrem Protest gegen Red Bull am Tag des Heimspiels gegen RB Leipzig für die Austria aus Salzburg werben und bei einer Veranstaltung Geld sammeln.

Die Thüringer Allgemeine mit dem 15-jährigen Ole Hoch, der im Sommer von RB Leipzig zum FC Schalke 04 gewechselt war. Nicht dass dem Talent dort vielleicht sogar noch Geld gezahlt wird.^^

Bei RB Leipzig sucht man mal wieder einen Koch. Gefühl wird die Stelle aber auch permanent immer wieder neu ausgeschrieben.

Die Findigeren unter den RB-Fans haben in den Rückennummern der Leipziger Trikots Red-Bull-Dosen entdeckt (siehe RBlive).

Die RB-Fans zum Quiz der Brausecrew vom Freitag.

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Presse 05.01.2018

Morgen Nachmittag dann bereits das erste und einzige Testspiel der Wintervorbereitung für RB Leipzig. Besonders voll wird es in der Red Bull Arena nicht. Geöffnet ist bisher nur der Unterrang von Sektor A. 3.000 Tickets sind laut LVZ bisher weg. Anstoß ist zur Bundesligazeit 15.30 Uhr.

Gegner ist Dukla Prag, die in Tschechien derzeit nur Zehnter sind. Sportlich nicht der ganz große Gradmesser, zumal es in Tschechien erst Mitte Februar weitergeht. Dafür ist es ein Traditionstestgegner für RB, denn bereits zum vierten Mal spielt man gegen Dukla Prag (zweimal 1:1 unter Pacult und Rangnick, einmal 3:2 unter Hasenhüttl).

Auf RB-Seite ist noch nicht ganz klar, wer alles auflaufen wird. Marcel Halstenberg und Emil Forsberg fallen definitiv aus. Bei Marcel Sabitzer würde es nicht mehr als ein Teilzeiteinsatz werden. Bruma und Timo Werner waren zuletzt erkältet, auch da die Frage, ob und wenn ja, wie lange beide auf dem Platz stehen.

Marcel Sabitzer in der BILD über irre Schmerzen, Mentalität und Saisonziele. Bis zum Schalke-Spiel hofft er wieder bei 100% zu sein. Derzeit vermeidet er vor allem das Getümmel bei Standards, um nicht einen erneuten Sturz auf die Schulter zu riskieren.

Ralph Hasenhüttl bei Sky unter anderem darüber, dass die Erfahrungen der Hinrunde wertvoll waren und man davon auch in der Rückrunde zehren wird und natürlich auch zu den Veränderungen im eigenen Spiel Richtung Ballbesitz.

Lukas Klostermann benennt das Spiel in Dorfmerkingen im LVZ-Interview als bisheriges Highlight der Saison. Und weiß, dass er offensiv und defensiv noch einiges an Luft nach oben hat.

Dominik Kaiser erklärt via Mitteldeutscher Zeitung, dass er in der Rückrunde noch mal angreifen und dann erst im Sommer den Verein verlassen will. Wenn nicht ein kleines Wunder passiert und man seinen Vertrag noch verlängert. Oder nicht doch noch diesen Winter etwas außergewöhnliches passiert. Ausland (Bröndby) oder Inland, alles ist dann spätestens in der kommenden Saison möglich.

L’Equipe meint, dass Real Madrid immer noch nach einem neuen Stürmer suche und Mauro Icardi von Inter Mailand und Timo Werner von RB Leipzig auf der Shortlist hat. Sonderlich ernst sollte man das allerdings als Gerücht nicht nehmen. Ein Winterwechsel von Werner ist praktisch ausgeschlossen.

Die Mitteldeutsche Zeitung mit einem Überblick über die illustre Liste von RB-Leihspieler, unter denen einige Transferirrtümer sind. Merken muss man sich vor allem Agyemang Diawusie, der in Wiesbaden drittklassig kickt, aber dort auf einem guten Weg ist. Ist allerdings noch bis 2019 verliehen, könnte aber auch vorzeitig 2018 zurückkommen. Ein klein bisschen interessant vielleicht noch Vitaly Janelt, der in Bochum jenseits von Verletzungen meist Stammspieler ist und bei dem wohl RB Leipzig diesen Sommer noch mal ein Rückholrecht hätte, bevor die Bochumer Kaufoption greift. Wäre halt die Frage, ob das zerschnittene Tischtuch zwischen Janelt und RB inzwischen ein wenig geflickt wurde. Sehr wahrscheinlich klingt das nicht.

Dietmar Hopp distanziert sich auf der Vereinswebsite der TSG Hoffenheim mal wieder für seinen Klub von „Leipziger Verhältnissen“, die er mit „unbändig viel Geld“ assoziiert. Ist vermutlich immer die Frage, was man als Vergleichsmaßstab anlegt und inwieweit man die eigene Vergangenheit, die sich von der von RB gar nicht so sehr unterscheidet, ausblendet..

In der MOZ eher abseits des Fußballs ein Beitrag über den Wünschewagen, der kranken Menschen Wünsche erfüllt und unter anderem einen Hertha-Fan zum Spiel in Leipzig bringen sollte.

In der Cottaria heute Teil 2 des Fussball Quiz der Brausecrew. Die Veranstaltung ist allerdings komplett ausgebucht.

Für die U19 von RB Leipzig ist gestern die Vorbereitung auf die Rückrunde losgegangen. Um viel geht es nicht mehr, da Platz 1 in der Bundesliga praktisch nicht mehr erreichbar ist. Spieler entwickeln und ansonsten gucken, ob man noch ein, zwei Plätze gutmachen kann. Im Moment ist man als Vierter nur Anführer des Mittelfelds und auf Augenhöhe mit Osnabrück und St. Pauli. Das ist bei allem Respekt vor der Konkurrenz durchaus enttäuschend.

Bei der U17 geht es dann am Montag mit der Vorbereitung los. Dort ist die sportliche Situation als Tabellenführer der Bundesliga sehr viel freundlicher.

Presse 05.01.2018 weiterlesen

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Presse 04.01.2018

Der Kicker meint, dass die Bayern gern noch ein Jahr länger mit Jupp Heynckes arbeiten würden, damit man dann 2019 einen aus dem Trio Niko Kovac, Ralph Hasenhüttl, Julian Nagelsmann holen können, deren Verträge dann auslaufen bzw. Ausstiegsklauseln haben. Wie schon mehrmals gesagt, wird es Hasenhüttl vor den Verlängerungsgesprächen mit RB Leipzig auch darum gehen, für sich zu klären, wie seine Karriere weitergehen soll und wie und ob überhaupt eine mögliche Verlängerung mit Veränderungswünschen bzw. plötzlichen Angeboten wie eben einem von den Bayern zu einem sportlich passenden Zeitpunkt in Einklang zu bringen wäre.

Bei Emil Forsberg hat RB Leipzig laut Kicker am Dienstag eine Kernspintomographie durchführen lassen, um sicherzugehen, dass hinter Bauchmuskelzerrung nicht noch was anderes steckt, das die lange Ausfallzeit begründen könnte. „Keine neue Diagnose“ heißt es demnach nach der Untersuchung aber aus dem Verein.

BILD sieht RB Leipzig auf der Suche nach Neuzugängen für die Innenverteidigung, Außenverteidigung, die Sechs und die Zehn. Wenn möglich schon in der Winterpause. Dürfte allerdings (auch wirtschaftlich) extrem unwahrscheinlich sein, dass vier neue Spieler kommen. Es dürfte eher auf einen, maximal zwei hinauslaufen.

Letztlich auch die Frage, wie man plant. Sieht man Ilsanker als Innenverteidiger, dann bräuchte man dort keinen neuen. Offensiv wäre ein Spieler nice (zumal wenn man Kampl weiter als Sechser sieht), der flexibel als Zehner und als Stürmer spielen könnte. Die Sechs muss man in der Keita-Nachfolge erst im Sommer besetzen (wenn man wie gesagt Kampl weiter als Sechser sieht). Und als Außenverteidiger testet man offenbar erneut Kilian Ludewig. Die Wintertransferperiode dürfte auf ‚viel kann, wenig muss‘ hinauslaufen. Und welche Position da jetzt die dringlichste ist, darüber ließe sich trefflich streiten. Von der Kaderplanungslogik her dürfte es die offensive Position sein (noch mal: wenn man Ilsanker als IV und Kampl als Sechser plant).

Marvin Compper in der LVZ mit einem Abschiedsinterview. In dem er wie schon Davie Selke vor ihm die mangelnde Kommunikation mit ihm bei RB (offenbar seitens des Trainers) in schwieriger Phase als ein Thema der letzten Wochen benennt. Erst als er seinen Wechselwunsch benannte, sei Kommunikation zustande gekommen. Eigentlich habe er nicht gehen wollen, wäre auch mit einer Rolle als Mentor für Konate und Co zufrieden gewesen, wenn er wenigstens um die zehn Spiele gemacht hätte und nicht nur drei. Verhältnis zu Ralf Rangnick ist gut. Nach der aktiven Karriere zurück nach Leipzig zu kommen, ist weiterhin möglich und geplant.

Hasenhüttl, der nun schon zum zweiten Mal auch kommunikativ an absoluten Rangnick-Transfers scheitert? Auch dieses kleine Puzzlestück behalten wir mal schön im Hinterkopf. Da haben sich ja inzwischen zusammen mit den Vertragsgesprächen und unterschiedlichen Ansichten über die Qualität der Hinrunde schon drei, vier kleine Stücke angesammelt.

Weiter geht es mit den Kicker-Ranglisten. Marcel Sabitzer liegt demnach in der Bundesliga im offensiven Mitteld auf Platz 1 und ist der einzige der „internationale Klasse“ verkörpert. Kevin Kampl (den man natürlich genauso gut auf der Sechs einordnen könnte) und Emil Forsberg folgen „im weiteren Kreis“ auf den Plätzen 5 und 10. Der Schwede war in der Vorsaison noch Erster.

Im defensiven Mittelfeld ist Naby Keita von Platz 1 auf Platz 5 abgerutscht und nun nur noch „im weiteren Kreis“ vertreten. Diego Demme ist sogar von Platz 5 ins „Blickfeld“ abgerutscht, in dem hinter den besten 14 Profis im defensiven Mittelfeld noch 13 weitere Spieler alphabetisch geordnet aufgelistet werden.

Bei Sky Sports eine seltsame Rangliste der ökonomisch mächtigsten Klubs der Welt, in der RB Leipzig vor Barcelona und Dortmund auf Platz 12 und nur zwei Plätze hinter den Bayern liegt. Vielleicht wurde die Liste ja auch nur ausgewürfelt. Reale Finanzkraft im Sinne von Geld, das ins Profiteam investiert wird, drückt sich darin jedenfalls nicht aus..

Reviersport benennt den 16-jährigen Thierno Ballo, der zum FC Chelsea geht, als einen, an dem auch RB Leipzig im Sommer dran war. Zuletzt war er eine halbes Jahr bei Viktoria Köln geparkt.

Liga3-online benennt Marco Kurth als einen Namen, der beim Chemnitzer FC als Kandidat für den Trainerposten gehandelt wird. Kurth kam erst im Sommer zur U16 von RB. Im Normalfall eher unwahrscheinlich, dass er schon wieder weg will.

Ex-RBLer Juri Judt wird Spielertrainer in der achten Liga. Dass Judt mal irgendwann Trainer im Männerbereich wird, hätte man vielleicht auch nicht unbedingt vermutet. Und wo wir schon bei Ex-RBLern sind: Bastian Schulz (spielte zuletzt in Osnabrück) hat seine Karriere beendet. Georg Teigl spielt künftig (leihweise) in Braunschweig. Und Ermedin Demirovic schoss bei seinem Profidebüt für Alaves zwei (schöne) Tore im Pokal bei einem Drittligisten. Ein 19 Jahre alter Stürmer, der schon im Männerbereich Tore schießt? Der würde doch gut ins Beuteschema bei RB passen.^^

Presse 04.01.2018 weiterlesen

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Presse 03.01.2018

Seltsam, dass selbst über Weihnachten medial wenig Ruhe einkehrte rund um den Fußball und RB Leipzig. Vom Gefühl her war das in den letzten Jahren anders. Hat aber vielleicht auch was mit der kurzen Winterpause zu tun.

Gestern schon Trainingsauftakt bei RB Leipzig. Marcel Sabitzer war wieder dabei und wird wohl bis zum Schalke-Spiel vollständig wiederhergestellt sein. Emil Forsberg hat immer noch Bauchmuskelprobleme. Marcel Halstenberg macht mit seiner gebrochenen Hand Fortschritte. Bei beiden ist es fraglich, aber nicht unmöglich, dass sie für Schalke ein Thema werden. Timo Werner fehlte mit Grippe.

Mit im Training war Nachwuchsmann Kilian Ludewig. Hasenhüttl meint, dass in den Vorbereitungswochen noch andere Nachwuchsspieler immer wieder mit beim Profitraining dabei sein werden. Der Kicker benennt hier Niclas Stierlin als weiteren Kandidaten.

Interessant, wie es mit den Vertragsverlängerungsgesprächen bei Ralph Hasenhüttl weitergegangen ist. Man hat sich vor Weihnachten zusammengesetzt und sich dann auf den Frühling vertagt. Das ist deutlich was anderes als das, was man sich vereinsseits zuvor gewünscht hatte. Da ging es eher darum das Thema schon im Winter vom Tisch zu haben. Letztlich hat sich der zurückhaltende Hasenhüttl durchgesetzt, der von Anfang an erklärt hatte, dass er keine Dringlichkeit sehe und erstmal den Verlauf der Rückrunde abwarten wolle und sich in dieser beweisen müsse.

Letztlich weiter die Frage, warum Hasenhüttl seinen Vertrag vorschnell über 2019 hinaus verlängern sollte. Er wäre dann drei Jahre bei RB und dann stünde die Frage, welche nächsten Schritte er gehen kann. Einen Topklub wie Bayern zu trainieren, das klang nun schon öfters durch, steht durchaus auf der Karriereplanliste, der Job des österreichischen Nationaltrainers wäre ganz irgendwann auch reizvoll. Hasenhüttl ist jetzt 50, da wird er kommende Schritte relativ genau planen. Und auch wissen, dass es nicht zwangsläufig sinnvoll ist, sich langfristig und ohne Ausstiegsoption bei RB Leipzig zu binden.

Weiter im Gespräch im Zusammenhang mit Hasenhüttl der Job bei den Bayern. Dass die einen Hasenhüttl auf der Liste haben, ist wenig verwunderlich (verwunderlich wäre eher, wenn sie das nicht hätten), weil Hasenhüttl derzeit einer der besten deutschprachigen Trainer ist (inklusive Bayern-Hintergrund, inklusive internationaler Erfahrung inzwischen). Hasenhüttl selbst hatte immer erklärt, dass ein solcher Job noch zu früh kommt und das darf man weiterhin glauben.

Interessant im Zusammenhang mit dem Trainer auch, dass er Richtung seines Sportdirektors schon durchklingen lässt (siehe RBlive), dass er dessen öffentlich deutliche Kritik am Team (spielen nicht mehr RB-DNA, fehlenden Mentalität und Qualtität) eher befremdlich fand und so etwas intern geklärt wissen will. Entsprechend habe man nach der Hinrunde auch die Themen noch mal intern diskutiert.

Ist jetzt nicht das erste Mal in der jüngeren Vergangenheit, dass Rangnick und Hasenhüttl mit unterschiedlichen Zungenschlägen sprechen. Das war bei den Vorstellungen von der Geschwindigkeit der Vertragsverlängerung des Trainers so oder bei der Frage nach Neuzugängen und auch bei der Bewertung der Hinrundenleistungen bzw. nun bei unterschiedlichen Ansichten, wie öffentlich das zu besprechen ist. Ohne das überzudramatisieren, kann man das zumindest als interessantes Detail festhalten.

Oliver Mintzlaff im etwas sagen wir offensiven BILD-Interview, das man unter dem Label „Klartext“ veröffentlicht. Ein bisschen Abwatschen für die Gehälter von Beratern geht angesichts deren Image immer. Fußballer, die Verträge nicht einhalten, werde man auf die Tribüne setzen. Die Images geldgeiler Kicker vorzuführen, geht auch immer. In der Print-Version des Interviews spricht Mintzlaff zudem davon, dass „der Fußball nicht noch mehr kapitalisiert werden darf“. Womit er sich gut in die Reihe all jener einreiht, die mit ihrem Wirtschaften ihren Teil zum Verschieben von Grenzen beitragen, aber immer noch jemanden oder etwas finden, das sie als schlimmer präsentieren und dort die Grenze ziehen/ sich davon abgrenzen/ mit dem Finger drauf zeigen können.

Oder anders gesagt: Als RB Leipzig mit Red Bull im Rücken und den in den unteren Ligen überdimensionierten Ausgaben vor allem im Transferbereich sollte man vielleicht nicht als öffentlicher Kämpfer gegen die Kapitalisierung des Fußballs auftreten, auch wenn beispielsweise die Grundthese, dass man im Fußball aufpassen muss, die Fans im Stadion nicht zu verlieren, nicht falsch ist oder sollte es vermeiden, Spielern und Beratern deswegen auf die Füße treten, weil die genau wie Vereine ihre Interessen verfolgen. Und Allaussagen wie ’streikende Spieler werden bei uns auf der Tribüne sitzen‘ fallen einem sogar in einer notorisch vergesslichen, modernen Medienwelt irgendwann auch mal auf die Füße. Rangnick hat damit in Salzburg bei Sadio Mané ja bereits seine Erfahrungen gemacht.

Nebenbei erklärt Mintzlaff den Zuschauereinbruch am Ende der Hinrunde in der Bundesliga mit der Menge an Spielen. Er setzt sich für den Videobeweis ein. Er erklärt, dass Keita bis zum Sommer in Leipzig spielt und das auch nicht negativ auf seine Motivation schlägt. Er sieht keinen Werner-Wechsel im Sommer und sieht RB Leipzig nicht als Verkäuferklub (faktisch gibt es in Deutschland nur einen Verein, der kein Verkäuferklub ist und das sind die Bayern). Er glaubt daran, dass man Hasenhüttl im Frühjahr Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft aufzeigen kann. Er würde Ralf Rangnick nicht für den zusätzlichen Posten des Nationaltrainers in Australien freigeben, weil das neben RB Leipzig zu viel Aufwand wäre. Und er bestätigt, dass die Red Bull Arena gekauft wurde und die Planungen für den Umbau laufen. Im Frühjahr sollen die Baugenehmigungen vorliegen, im Sommer soll mit dem Umbau begonnen werden.

Andreas Rettig gibt derweil der Frankfurter Rundschau ein Interview. In dem er erklärt, dass er RB Leipzig die Unterschrift unter die Lizenz einst als Geschäftsführer bei der DFL beim Aufstieg in die zweite Liga verweigert hatte, aber vom Lizenzierungsausschuss überstimmt wurde. Was er aus wirtschaftlichen und zeitlichen Gründen verstehen konnte.

Rettig hatte ja schon in der Vergangenheit immer wieder betont, dass er gegen die Lizenzerteilung für RB war, aber die zwischenzeitliche Verweigerung der Lizenz für Rettig eher so ein kleines Ärgern statt Wissen war, dass die Lizenzerteilung aufzuhalten ist. Also eher eine folgenlose Aktion ohne Fundament in der Sachlage, die im Nachhinein nun der Selbststilisierung dient.

Das ist schon eher schwer nachzuvollziehen, aber ganz seltsam wird es, wenn Rettig dann rechtfertigt, dass er Hopp durchgewunken hat, als es darum ging, dass er in Hoffenheim eine weitere Ausnahme zur 50+1-Regel sein darf. Der leiste ganz verwurzelte, „großartige“ Arbeit am Standort. Red Bull muss dann wohl als Investor das wurzellose, internationale Finanzkapital sein..

Mal jenseits von Polemik ist das Interview durchaus lesenswert, auch wenn man einiges schwerlich nachvollziehbar finden mag. Weil es zum Nachdenken anregt (und Forderungen nach mehr Transparenz auch absolut richtig sind). Und das ist schon mehr als viele Interviews rund um den Fußball sonst so leisten.

Chefscout Johannes Spors verlässt RB Leipzig und geht in ähnlicher Position zum Hamburger SV. Nach Frank Aehlig der zweite, der aus dem Schatten, den Rangnick notgedrungen bei RB auf die zweite Reihe wirft, heraustritt und einen Job antritt, bei dem ihn vielleicht ein höheres Maß an Eigenverantwortung und Entscheidungskompetenz erwartet. Auch nicht ganz uninteressant, dass Verantwortliche, die bei RB nicht so stark im Rampenlicht standen, wie es ihre Rolle vielleicht hergegeben hätte, zu Vereinen wechseln, deren sportlich-wirtschaftliche Perspektive bei weitem nicht so rosig ist wie jene von RB, also einen Abstieg in der sportlichen Perspektive in Kauf nehmen, weil sie dort offenbar irgendetwas finden, dass sie potenziell stärker befriedigen kann als das, was sie bei RB machten.

Allerlei Gerüchtezeug auch über Weihnachten. Am spektakulärsten die Gerüchte um Reece Oxford, an dem RB Leipzig vor eineinhalb Jahren mal Interesse hatte, bei dem aber Rangnick vor reichlich einem Jahr eine Verpflichtung ausgeschlossen hatte. Oxford ging im letzten Sommer leihweise nach Mönchengladbach und spielte dort aber nicht in genug Pflichtspielen, sodass West Ham United die Leihe beenden kann. Die im Gerüchteraum stehenden Optionen: Mönchengladbach kauft Oxford, RB kauf Oxford, West Ham behält Oxford und integriert ihn in den Premier-League-Kader.

Für mich ja immer die Frage gewesen, warum West Ham Oxford überhaupt dauerhaft gehen lassen sollte (jüngster jemals vom Verein eingesetzter Spieler), zumal man bei seinen wenigen Auftritten in Mönchengladbach schon gesehen hat, dass der 19-Jährige eine große Qualität mibringt und defensiv auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist. Dass er bei RB landet, klingt eher unwahrscheinlich, nicht nur weil der Kicker frühzeitig Kontakte zwischen West Ham/ Oxford und RB dementierte (was man durchaus als vereinsoffizielle Version verstehen darf). Oxford selbst würde wohl gern weiter in Mönchengladbach kicken.

Gerüchtenamen, die mir über Weihnachten irgendwo über den Weg liefen: Karlo Butic (19, Stürmer, FC Turin), Luan Vieira (24, Stürmer, Gremio Porto Alegre), Willem Geubbels (16, Stürmer, Olympique Lyon), Umaro Embalo (16, Stürmer, Benfica Lissabon) (den gab es schon mal in den Gerüchten, Interesse soll weiter da sein). Ohne Anspurch auf Vollständigkeit und Relevanz.

Peter Gulacsi wird vom Kicker in den klassischen Ranglisten überraschenderweise zum besten Torhüter der Bundesliga in der Hinrunde der Saison 2017/2018 gemacht und in die Kategorie „Internationale Klasse“ eingeordnet. Er ist sicherlich diese Saison noch mal konstanter und sicherer geworden, aber als Besten der Bundesliga hätte ich ihn nicht auf dem Zettel gehabt. Ich sehe aber natürlich auch nicht sonderlich viel von den anderen Keepern.

Bei den Innenverteidigern liegt Dayot Upamecano nur auf Platz 9 und Willi Orban auf Platz 16. Beide gehören zu 15 Spielern, die der Kicker im „weiteren Kreis“ verortet. Nur Mats Hummels und Naldo verkörpern demnach Weltklasse. Bei den Außenverteidigern liegt Marcel Halstenberg auf Platz 7 ebenfalls im „weiteren Kreis“. Joshua Kimmich und Philipp Max verkörpern demnach internationale Klasse.

Kaderplanungstechnisch interessant, dass sich Fabio Coltorti via Kicker auch noch ein weiteres Jahr bei RB Leipzig in der Mentorenrolle vorstellen kann. Würde die Planung der Torhüterposition sicherlich einfacher machen, wenn man einen erfahrenen Keeper wei Coltorti, der aber auch keinen Anspruch mehr auf die Nummer 1 erhebt, im Team behalten könnte. Ralf Rangnick zeigt sich interessiert.

In Sachen Vertragsverlängerungen bei Sabitzer, Werner, Halstenberg gibt es essenziell nichts neues, auch wenn es vereinsseits positiv interpretiert wird (wollen bleiben, keine Eile, Verträge laufen nicht aus). Bei Halstenberg berichtet BILD von einem deutlich erhöhten Gehaltsangebot.

Gerüchte gibt es aus England auch wieder mal um Keita. Der wolle nun doch schon im Winter nach Liverpool. Die Quelle ist jetzt aber auch nicht die absolut vertrauenswürdigste. Ohne Keita-Geschichten werden wir wohl bis Ende Januar nicht auskommen. Dass er bis dahin nach Liverpool wechselt, ist aber unwahrscheinlich, auch weil RB ihn nicht gehen lassen will.

Timo Werner im Interview mit der Zeit. Über Döner, Aberglauben, Selbstvertrauen, Selbstzweifel, Sprintgeschwindigkeit.

Der Rasenfunk mit den Extra-Ausgaben zu den Bundesligisten in der Hinrunde. Auch mit recht hörenswertem Teil zu RB Leipzig.

Felix Schimmel in der Freien Presse über die Youth League und auch über seine Zukunft. 2014 kam er aus Aue. Im Sommer 2018 entwächst er dem Nachwuchsbereich bei RB. Wie es für ihn weitergeht, kann er nicht sagen. Profi will er weiterhin werden. Wenig Chancen wird er diesbezüglich auch wegen fehlender U23 bei RB haben, weswegen man ihn ab Sommer wohl irgendwo in der Republik sehen wird.

So wie Dominik Martinovic, den letzten Spieler, der von der U23 von RB noch übrigblieb, weil er nach Verletzung seine Reha noch in Leipzig absolvierte. Nun ist der Stürmer fit und wechselt in die dritte Liga zum SV Wehen Wiesbaden und kriegt dort einen Vertrag bis 2019. Nach Reddemann und Diawusie (der ausgeliehen ist) der nächste RB-Spieler, der in Wiesbaden kicken wird. Wiesbaden ist das neue Erfurt.

Fupa berichtet, dass RB Leipzig sich für die Mädchenmannschaft Sophia Pemmerl geangelt hat. 14 Jahre. Torhüterin. Interessant, dass man auch im Mädchenbereich in so jungen Jahren zulangt und man Pemmerl in der Sportschule in Leipzig unterbringt. Interessant auch, dass Familie und Tochter offenbar der Meinung waren, dass der Nachwuchsbereich eines drittklassigen Vereins das richtige Entwicklungsumfeld für ein Talent ist, das in Nürnberg bereits höherklassig Erfahrungen sammelte. 300 km entfernt von zu Hause geht es nun also für Sophia Pemmerl weiter.

Shanga Forsberg erklärt im Interview bei BILD, dass sie sich für eine Karriere im Frauenteam von RB Leipzig nicht mehr motivieren konnte. deswegen nicht mehr in der Regionalliga kickt und nun andere Projekte verfolgt. Zudem mag sie Mode, zählt Emil Forsbergs Berater Hasan Cetinkaya zur Familie und ist glücklich, wenn der Ehegatte glücklich ist.

Nächstes Presseupdate eventuell erst am Freitag, 05.01.2017.

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Presse 22.12.2017

Marvin Compper fährt mit der BILD zum Abschied bei RB Leipzig noch mal Auto und erklärt, dass er bei Celtic Titel gewinnen will und letztlich wegen der „Philosophie des Klubs, auf junge Spieler zu setzen“, bei RB keine Chance mehr hatte.

Ralph Hasenhüttl beim MDR noch mal mit einem Fazit-Interview zur Hinrunde. Standardsituationen, Champions Legue, Dreifachbelastung, Weihnachten und die Plätzchen von Mama. Saisonzieltechnisch erhöht Ralph Hasenhüttl von Champions-League-Platz auf Best of the rest hinter den Bayern. Und ein paar Runden will er in der Europa League auch schaffen. Könnte sein, dass Hasenhüttl demnächst mit Rangnick noch mal die Kaderplanung für die Rückrunde durchgeht.^^

Der Kicker von gestern noch mit dem Nebensatz, dass Bayern nach der Ancelotti-Entlassung auch Ralf Rangnick kurz auf dem Zettel hatte. Kling ein bisschen seltsam, weil so richtig passt ein Rangnick in die ganzen Befindlichkeiten und Hierarchien beim Rekordmeister eigentlich nicht rein, aber der Autor gehört in Sachen Bayern-Gerüchte zu den verlässlichsten.

Der australische Co-Trainer der U17 von RB Leipzig David Zdrilic findet bei The World Game, dass Australien unbedingt versuchen soll, Ralf Rangnick als Trainer der Nationalmannschaft zu kriegen und lobhudelt seinem Sportdirektor für das was er ist und kann („Right now, he’s probably in the top three or four football ‚innovators‘ in the whole world.“). Ein bisschen lustig ist es ja, dass ein Mitarbeiter aus dem Nachwuchs den Sportdirektor des Vereins wegzuloben versucht.

Aus Portugal weht der Name Trincao herüber. Warum auch immer. Spielt beim SC Braga in der zweiten Mannschaft und dort in der zweiten portugiesischen Liga. Wird angeblich auch von RB Leipzig beobachtet. Hat eine Ausstiegsklausel über 30 Millionen Euro und ab 10 Millionen Euro nimmt man in Braga angeblich für Verhandlungen das Telefon ab. Zeigen wir uns weihnachtlich milde und lassen das so stehen.

Meedia berichtet, dass das Spiel zwischen Bayern und Dortmund unter der Woche im Pokal eine schlechtere Quote holte als das Pokalspiel zwischen Leipzig und Bayern im Oktober. Das überrascht ein wenig, steht aber auch für die These, dass RB Leipzig als Herausforderer in großen Spielen gegen große oder publikumsstarke Gegner für die fußballinteressierten Menschen im Land sehr interessant ist, aber es in Spielen gegen Teams ohne großes Interesse (Augsburg, Mainz, Wolfsburg und Co) schwer hat, gute Quoten einzufahren, weil man dazu zu wenig Menschen hat, die konstant immer alles von RB gucken. Wobei die Zahlen diesbezüglich im Vergleich zur Vorsaison leicht anzusteigen scheinen. RB damit in dieser Saison bisher mit der besten Quote eines Spiels einer Klubmannschaft im deutschen Fernsehen. Schon krass.

Interessant diese SoccerBot-Geschichte bei Umbrella-Software (siehe auch RBlive). Ein Trainingsgerät, dass tatsächlich reale Spielsituationen simulieren und trainieren kann und dabei vor allem kognitive Fähigkeiten schult, ist für das Training einer Fußballmannschaft sicherlich sehr interessant und wird offenbar bei RB Leipzig bereits seit ein paar Monaten genutzt.

Auf der Bundesliga-Website der DFL eine erstaunliche Lobhudelei auf die 50+1-Regel und dass diese sichere, dass die Fußballfans in Deutschland im Mittelpunkt stehen. (The statute allows the ideal mix of external investment while ensuring that the members – the fans – remain at the heart of football in Germany. They are the ones behind the packed-out modern stadia and the electric yet family-friendly atmospheres. In 2016/17 alone, some 12.7 million supporters passed through top-flight turnstiles to support THEIR clubs. And all that without breaking the bank.“)

Stefan Effenberg empfiehlt RB Leipzig, es mal mit Ballbesitz zu versuchen. Also dem Team, das nach Bayern und Dortmund den dritthöchsten Ballbesitz hat. Vielleicht guckt er aber auch nicht so viel Bundesliga, weil er die aufgrund der Bayern-Dominanz nämlich „langweilig“ findet.

Frieder Schrof freut sich in der Südwest Presse, dass die U15 von RB Leipzig bei einem wichtigen Turnier mitspielen darf und meint, dass Anfeindungen auch gegen Nachwuchsteams von RB nachgelassen haben.

MIt Presseupdates geht es im neuen Jahr irgendwann zwischen dem 03. und 08.01.2018 weiter. So ganz klar ist das noch nicht. 03. ist ähnlich unwahrscheinlich wie 08. Irgendwas dazwischen wird es wohl werden.

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Presse 21.12.2017

Ralf Rangnick zieht in Hinrundenbilanzen im Kicker und in BILD deutlich die Zügel an und zeigt sich mit den letzten Wochen ziemlich unzufrieden. Man habe nicht mehr „gespielt, was unsere DNA auszeichnet“. In der Rückrunde müsse das wieder anders werden.

Da wird dann der Druck auf Hasenhüttl und das Team schon mal leicht erhöht. Vermutlich auch deswegen, weil Ralf Rangnick die Europa League (wirtschaftlich) wie er bekennt nicht ganz so attraktiv findet und wohl wie Hasenhüttl das Ziel erneute Qualifikation für die Champions League haben dürfte. Mit den Leistungen der letzen Wochen kann man das aber eher abschreiben.

Ansonsten erklärt Rangnick erneut, dass man nicht zwangsläufig neue Spieler holt, weil man mit dem derzeitigen Kader gut aufgestellt ist. Nur wenn es einer ist, der auch nachhaltig weiterhilft, würde man über einen Transfer nachdenken. Das ist quasi das, was Ralf Rangnick seit vielen Wintern jeden Winter erzählt und wovon er nur einmal, in der ersten Zweitligasaison, mit Rodney, Damari und Reyna ziemlich spektakulär abgewichen ist.

Interessant vielleicht noch, dass sich Ralf Rangnick in der Offensive einen „Alternativplan“ wünscht. Am interessantesten daran ist, dass dieser in langen, hohen Bällen in den Strafraum bestehen soll. Das wäre mir jetzt als zukunftsfähige Strategie auch nicht unbedingt als erstes eingefallen, auch wenn es manchmal ein gutes Mittel sein kann, zumindest wenn man wie gegen Hertha einen extrem kopfballstarken Willi Orban zwischendurch fast als Stürmer spielen lässt. Letztlich geht es bei all den Bällen in den Strafraum (auch bei Flanken) vor allem darum, wie der Strafraum besetzt ist. Wenn Timo Werner zwischen zwei Innenverteidigern hoch angespielt wird, ist das zum Beispiel ein vergleichsweise sinnloses Unterfangen.

Der Kicker vergleicht dann noch Zahlen von dieser Hinrunde mit der letzten Hinrunde und findet raus, dass RB vor allem in der Chancenverwertung und in der defensiven Stabilität schlechter geworden ist. Ich persönlich finde den Vergleich mit der letztjährigen Hinrunde schwierig, weil sie kurz nach dem Aufstieg einfach auch ein Selbstläufer und statistischer Ausreißer war. Wenn man ein realistisches Bild haben will, müsste man die Hinrunde dieser Saison mit der Rückrunde der letzten Saison vergleichen und da sind die Differenzen gar nicht mehr so groß, wenn überhaupt vorhanden. Sprich, RB schließt in der Hinrunde dieser Saison relativ nahtlos an die Rückrunde der letzten Saison an. Wie man das dann bewertet (Konstanz auf hohem Niveau vs. zu wenig für den breiter aufgestellten Kader), ist wieder eine andere Frage.

Interessant vielleicht noch, dass der Sportdirektor in seiner Analyse ordentlich nach vorn prescht, während Mintzlaff Anfang der Woche und mit Abstrichen auch Hasenhüttl ja mit der Saison bisher eher zufrieden waren. Interessant auch, dass Rangnick und Hasenhüttl öffentlicht vielleicht erstmals so etwas wie unterschiedliche Ansichten zu Dingen äußern, wenn man an das Thema Vertragsverlängerung (kümmern wir uns im Winter drum vs. macht eigentlich erst im Sommer Sinn, eine Entscheidung zu treffen) und das Thema Neuzugänge (sind auch so gut besetzt, eigentlich nicht nötig vs. weiß, was wir brauchen und werde das mit dem Sportdirektor besprechen) denkt. Aber das eher für den Hinterkopf als daraus große Brisanz zu stricken.

Seit gestern ist der Wechsel von Marvin Compper zu Celtic Glasgow fix. Aus Perspektive der RB-Kaderplanung macht es gar keinen Sinn, sich in der Innenverteidigung eine Baustelle aufzumachen und einen erfahrenen Spieler zu verlieren, der wenig Anlauf braucht, selbst wenn er mal ein paar Spiele nicht spielt und mit seinem Stellungsspiel auf dem Platz und als Typ neben dem Platz sehr wichtig sein könnte, wenn man ihm denn ab und zu Spielzeit geben würde.

Aus Comppers Sicht macht es nach den geringen Einsatzzeiten der Hinrunde offenbar Sinn, sich noch mal neu zu orientieren und bis 2020 eine Herausforderung zu haben, bei der er noch mal auf mehr und konstantere Einsatzzeiten in einem neuen Land hofft und um Titel spielen kann. Und ein längerfristiges Angebot von Celtic mit dem ganzen atmosphärischen Drumherum ist ja auch nicht irgendein Angebot. Dass er dafür in der Rückrunde auf die Europa League verzichten muss (weil RB und Celtic im selben Wettbewerb spielen), ist aber sicherlich ein kleiner Wermutstropfen.

Compper ist nach Selke und Papadopoulos der dritte Spieler, bei dem es mit Hasenhüttls Vorstellungen von Aufstellung und Spieltagskader nicht wirklich passte. Wobei Compper ein völlig anderer Typus als die anderen beiden ist. Muss man aber auch nichts großes reininterpretieren, weil bei jedem Trainer auch Spieler durch das Rost fallen. Nur dass es den loyal und mannschaftsdienlich daherkommenden Compper erwischt, erstaunt. Ist halt scheinbar auch ein ‚Opfer‘ des permanenten Zwangs zum Entwickeln junger Spieler bei RB und passt mit seiner Spielart sicherlich nicht zu 100% in die Hasenhüttelschen Vorstellungen.

Schade, dass Compper geht und dass er in Leipzig eine geringere Perspektive gesehen hat als in der schottischen Liga. Schön, dass er mit 32 noch mal einen Klub wie Celtic erwischt hat. Und vielleicht kommt er nach Ablauf seiner Zeit in Glasgow doch noch mal nach Leipzig zurück, wenn auch nicht als Spieler. Die Verbindungen zu Rangnick lassen dies zumindest nicht aussichtslos erscheinen.

Peter Gulacsi liegt in der Liste der meisteingesetzten Profis in Europa laut Reviersport auf Platz 6. In den 2550 Minuten sind neben den Pflichspielen für RB auch die Auftritte in der ungarischen Nationalmannschaft drin.

Seltsame Aussage der WAZ zu Vitaly Janelt, der von RB bis Ende der Saison nach Bochum verliehen ist. Bisher war man davon ausgegangen, dass der VfL Bochum eine Kaufoption für den Mittelfeldspieler besitzt. Die WAZ bestätigt das, berichtet aber auch von einer Art vorherigem Rückholrecht von RB Leipzig. Sprich, die Kaufoption, die Bochum ziehen kann (und sich laut Bericht auch leisten könnte), würde im Sommer 2018 erst zur Option werden, wenn RB Leipzig Janelt nicht zurück will.

Janelt ist einer der Nachwuchsspieler, die vor einem Jahr bei RB wegen disziplinarischer Vorfälle vom Training ausgeschlossen und später abgegeben wurden. In Bochum hat sich der inzwischen 19-Jährige relativ schnell Spielzeit erarbeitet. Wegen einer Knieverletzung fiel er diese Saison lange aus. Zuletzt bekam er aber seine Einsätze und gilt als wichtiger Teil er Mannschaft. Ob das Tischtuch zwischen RB und Janelt weiter so zerschnitten ist, dass eine Rückkehr sowieso nicht in Frage kommt und ob es sportlich überhaupt Sinn machen würde, ihn zurückzuholen, bleibt unklar.

Die Mitteldeutsche Zeitung rollt die Geschichte um L.E. United noch mal auf und zeichnet ein deutlich rechtsoffenes und gewaltaffines Bild. Ein bisschen steckt da auch das drin, was so oft mit dem allzu lauten ‚Keine Politik im Stadion‘-Gebrüll verbunden ist. Dass man Umgang mit Diskriminierung und Positionieren gegen Homophobie oder Rassismus am liebsten weghaben will. (Einer der Gründe, warum ich das laute und öffentliche ‚Keine Politik im Stadion‘ des Vereins, auch wenn es anders gemeint ist, für komplett kontraproduktiv halte.)

Letztlich passiert erstmals etwas, was RB Leipzig in der Vergangenheit eigentlich zumeist in frühen Phasen ersticken konnte (vermutlich weil es diesmal aus verschiedenen, bestehenden RB-Fangruppierungen heraus entstanden ist). Dass sich eine Gruppe in deutlich wahrnehmbarer Gestalt formiert, die Gewalt nicht grundsätzlich ablehnt und deren Mitglieder zu Teilen am rechten Rand recht offen unterwegs scheinen. Eine Gruppe auch, die mit ihrem ‚man muss sich doch auch mal wehren‘-Ansatz bei nicht wenigen RB-Fans, die sich von allen Seiten angefeindet fühlen, auf fruchtbaren Boden stößt. Wird interessant, wie der Verein damit künftig umgeht und ob es da sinnvolle Schulterschlüsse gibt oder ob es bei einem ’solange die im Stadion nichts machen, dann ist es schon ok‘-Umgang bleibt.

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Presse 20.12.2017

Oliver Mintzlaff im Interview mit der LVZ. Stadionausbau erstmal nur auf 50.000 bis 52.000 mit der Option, auch mal auf 57.000 Plätze auszubauen. Mehr Komfort soll her. Und mit der Zuschauerentwicklung („kleinere Dellen sind normal“) sei man zufrieden. Ziel für die Saison ist erneute Qualifikation für Europa. Mit der Hinrunde ist man zufrieden. Salzburger Spieler werde man auch künftig holen, wenn es Sinn macht und sich ergibt, weil warum auch nicht.

Ralf Rangnick im Interview mit der BILD vor allem zu Kaderfragen. Neben Marvin Compper können auch Dominik Kaiser, Federico Palacios und Benno Schmitz gehen. Aber selbst wenn alle vier noch im Winter weg sind, braucht es nicht zwangsläufig Neuzugänge, weil das ja schließlich alle keine Stammspieler seien.

Wäre aber kaderplanungstechnisch sicher gewagt, eventuelle Abgänge nicht abzufangen. Denn besonders dicht ist die Kaderdecke nicht. Und aus dem Nachwuchs drängen jetzt auch nicht unbedingt Spieler nach oben, zumal es keine U23 gibt, aus der man sich bedienen könnte. Wenn da noch Leute wie Reddemann, Chabot oder Diawusie spielen würden, sähe es auch anders aus. Ist halt im Winter aber auch eine Geldfrage. So richtig viel Luft dürfte im Etat nicht mehr sein. Zumal Spieler unter 23 mit (potenziellem) CL-Niveau auch nicht gerade preiswert zu haben sind.

Ralph Hasenhüttl hatte aber zuletzt noch erklärt, dass er durchaus Vorstellungen habe, was man im Winter noch brauche und man sich jetzt intern diesbezüglich besprechen wolle. Mal sehen, was bis zum 31.01. daraus wird und wie man da Hasenhüttl (Wünsche), Mintzlaff (Geld) und Rangnick (Wünscher, der das Geld im Blick haben muss) zusammenbringt..

Mit Marcel Halstenberg, Marcel Sabitzer und Timo Werner will Ralf Rangnick weiter verlängern. Klingt aber auch nicht danach, als ob das gleich morgen vor der Tür steht. Bei Nicolas Kühn, Elias Abouchabaka und Erik Majetschak wolle man Optionen ziehen und sie so zwei weitere Jahre binden. Mit Mads Bidstrup wolle man ein Talent (16) aus Dänemark holen.

Mehr erwartet sich Ralf Rangnick (wie letztens ja auch schon Ralph Hasenhüttl) von Jean-Kevin Augustin. Generell müsse man nach der Winterpause wieder besser verteidigen und konsequenter Chancen herausspielen.

Neben Mintzlaff und Rangnick bekommt auch Ralph Hasenhüttl seinen Auftritt in dieser Woche. Bei Servus TV und Sportbild (siehe RBlive). Dabei bleibt er dabei, dass es für seine Vertragsverlängerung keine Eile gibt und erneuert seine Vorstellung, dass man sich jetzt zusammensetzt, aber man vor dem Sommer keine Entscheidung braucht (während Rangnick ja letztens noch sagte, dass man aus seiner Sicht auch sofort unterschreiben könnte).

Interessant vielleicht, dass Ralph Hasenhüttl recht deutlich die Qualifikation für die Champions League als Saisonziel ausruft und das für wichtiger als die Spiele in der Europa League hält. Das macht natürlich absolut Sinn für die Entwicklung des Vereins als Wirtschaftseinheit (die regelmäßige CL-Teilnahmen und die wachsende Einnahmen aus der nationalen und internationalen TV-Vermarktung zwingend braucht) und auch auch für die Attraktivität des sportlichen Bereichs (wo man Spieler und Verantwortliche viel besser halten oder verpflichten kann, wenn man europäisch auf Top-Niveau mitspielt). Das Saisonziel CL-Quali steht damit nun erstmals relativ klar ausgesprochen im Raum.

Eigentlich fix, aber offiziell noch nicht ist der Wechsel von Marvin Compper zu Celtic Glasgow. Dort angekommen ist er gestern schon, um auch seinen Medizincheck durchzuführen, aber die offizielle Vermeldung des Transfers steht beiderseits noch aus.

Marcel Sabitzer wurde von den Trainern der österreichischen Bundesliga zum besten Spieler Österreichs im Jahr 2017 gewählt. Verdiente Anerkennung für ein sehr gutes Jahr.

Naby Keita in einem etwas verfloskelten Interview auf der Bundesliga-Website mit der Absicht, noch mal die Bayern zu schlagen und sich wieder für Europa zu qualifizieren und mit der Ansicht, dass RB reifer und stärker geworden ist als in der Vorsaison.

Die Freie Presse mit einem Artikel zu Marcel Becher, einst Nachwuchsnationalspieler und hoffnungsvolles Talent im RB-Nachwuchs, inzwischen beim sechstklassigen FC Lößnitz in der alten Heimat aktiv und mit neuem Fokus auf Arbeit und Familie und nicht mehr auf Profifußball. Nicht uninteressant die Verschiebung in den Prioritäten bei einem, der sich den Sprung nach ganz oben am Ende nicht mehr zutraute.

Michael Kölmel ist nur noch „wenige Tage“ Stadionbesitzer, wie er via BILD erklärt. Bis 2040 läuft ein Kooperationsvertrag mit den neuen Besitzern von Red Bull und RB Leipzig für Konzerte im Stadion. Dazu ist Kölmels Betreibergesellschaft weiter für die Parkflächen rund um die Red Bull Arena zuständig.

Damenwahl und Hertha Base jeweils noch mit Podcasts aus Hertha-Sicht unter anderem zum RB-Spiel. Beide noch nicht gehört, von daher kann ich inhaltlich nichts dazu sagen. Normalerweise sind das beides Podcasts, die man sich gut anhören kann.

Presse 20.12.2017 weiterlesen

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Presse 19.12.2017

Einige Aufarbeitung noch zum Hertha-Spiel. Rund um Krise, Wappenküssen und andere Clownereien. Beim Immer-Hertha-Podcast habe ich noch nicht reingehört. Uwe Bremers Auftritte im Rasenfunk waren meist recht interessant, von daher vermute ich, dass das für diese halbe Stunde auch gilt.

Jordan Torunarigha wurde derweil vom DFB-Sportgericht mit nur einem Spiel Sperre für seine Notbremse gegen Timo Werner bestraft. Das ist interessant, weil es dasselbe Strafmaß ist wie für das Orban-Foul in München. Normal gibt es bei Notbremsen allerdings zwei Spiele Sperre, wenn aus dem folgenden Freistoß oder Elfmeter kein Tor entsteht.

Nach dem München-Spiel gab es dazu meinerseits zwei Vermutungen. Dass das Sportgericht bei Orban keine Notbremse gesehen hatte und deswegen nur die zwingende Mindeststrafe von einem Spiel verhängte. Oder dass man bei Notbremsen außerhalb des Strafraums, bei denen die Absicht zu erkennen ist, den Ball zu spielen, generell mit nur noch einem Spiel Sperre rauskommt (so wie im Strafraum bei einer Notbremse, bei der versucht wird, den Ball zu spielen, gelb gezeigt wird und nur wenn die Aktion nicht dem Ball gilt (Stoßen oder Ziehen, wie bei Sokratis gegen Augustin in Dortmund), die rote Karte kommt).

Diesen Automatismus dementierten allerdings Collinas Erben gestern bei Twitter. Was dann zu dem naheliegenden Schluss führt, dass man bei der Sportgerichtsbarkeit des DFB und beim Kontrollausschuss bei Orban und Torunarigha nicht zwingend den Tatbestand einer Notbremse erfüllt sah.

Wenn denn da nicht noch irgendwas anderes einfließt. Es gab in dieser Saison halt noch nicht so viele ballbezogene Notbremsen außerhalb des Strafraums, bei denen danach kein Tor fiel, von daher gibt es nicht wirklich eine große Vergleichsbasis. Für ein Ziehen am Gegner bekam Frankfurts Falette mal zwei Spiele. Für ein umstrittenes Notbremsen-Rot nach Handspiel bekam Söyüncü nur ein Spiel. Für eine auch nicht völlig unumstrittene rote Karte gegen Arnold gab es auch nur ein Spiel.

Generell scheint die Ein-Spiel-Sperre bei Notbremsen außerhalb des Strafraums deutlich in der Überzahl gegenüber der Zwei-Spiel-Sperre zu sein. Es sind aber auch alles Szenen, bei denen nicht auszuschließen ist, dass das Sportgericht in allen Fällen eine Notbremse als nicht klar bewiesen ansah.

Seltsam ist dabei aber trotzdem, was Michael Preetz aus der Szene macht. Mal die Clown-Handschlag-Geschichten mit Hasenhüttl geschenkt, attestierte der Hertha-Manager dem Unparteiischen fehlendes Bundesliga-Niveau und in Zusammenarbeit mit dem Videoassistenten eine klare Fehlentscheidung. „Ich habe nur einmal gebraucht, um zu einem anderen Urteil zu kommen“, bewirbt er sich um den Posten des Videoassistenten des Monats (RBlive). „Werner kommt mit Geschwindigkeit aus Jordans Rücken angerannt und blockiert dessen Fuß, mit dem er gerade den Ball klären wollte“, erklärt er weiter, warum es kein Foul und kein rot war (BILD).

Dieses „ich habe nur einmal gebraucht“, ist schon Wahnsinn gegenüber dem Videoassistenten und dem Videobeweis in einer Situation, die ich mir nach der Preetzschen Aussage tatsächlich noch mal angeschaut habe (so richtig Bock auf noch mal Reingucken in das Spiel hatte man ja freiwillig nicht) und auch beim dritten Hinsehen keine klare Fehlentscheidung, sondern nur eine Szene mit durchaus vorhandenem Interpretationsspielraum sehen kann. Keine Ahnung, wieso das Preetz besser und schlüssiger entscheiden und dem Schiedsrichter einen klaren Fehler unterstellen kann.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass er seinen Verteidiger damit in Schutz nimmt, dass der ja quasi nur ein Werner-Bein getroffen hat, das der dazwischenstellte, als Torunarigha gerade den Ball spielen wollte. Könnte aber auch sein, dass das eine der Definitionen von Foul ist, dass man zu spät kommt und statt des Balls den Gegner trifft. Werner ist in der Situation (wenn man der absolut möglichen und nicht fernliegenden Foulinterpretation folgt) einfach schneller und stellt seinen Körper (und dazu gehört auch das Bein) zwischen den Gegner und den Ball. Damit ist er in Ballbesitz und Ballsicherung und damit ist der Treffer an der Wade ein Foul.

Da kann man dann höchstens noch diskutieren, ob bei Werners Positionierung leicht halbrechts tatsächlich die Verhinderung einer klaren Torchance vorlag. Aus Stadionsicht war es eher fraglich, wie gut der Winkel für den Torschuss bei einem Durchstarten ohne Foul gewesen wäre.

Und man kann natürlich auch diskutieren, ob man als Stürmer an dieser Stelle fallen muss, wobei ich diese Diskussion auch schwierig finde, weil niemand in Werners Körper steckt. Es gibt Bilder, die zeigen einen sehr deutlichen Treffer an der Wade und es gibt Bilder, die zeigen einen weniger deutlichen Treffer und viel Annehmen des Kontakts. So wie ich Werner im letzten Jahr seit dem Schalke-Spiel gesehen habe, versucht er im Normalfall schon manchmal geradezu verkrampft auf den Beinen zu bleiben. Warum er in der Situation, bei der er ja mit Rot nicht zwingend rechnen kann und ein Elfmeter aufgrund des Kontakts außerhalb des Strafraums nicht zu kriegen ist, darauf verzichten sollte, direkt nach dem 0:1 allein auf Jarstein zuzulaufen und lieber das Foul ziehen sollte, erschließt sich mir als Logik nicht. Heißt aber auch nicht, dass das völlig auszuschließen ist.

Generell ist halt rot in der frühen Phase des Spiels für einen unglücklichen Körpereinsatz bitter und hart und macht das Spiel (normalerweise) kaputt. Das liegt aber in der Logik der vorgesehenen Strafe selbst und heißt halt nicht, dass man auf rot nach sieben Minuten verzichten kann, wenn man von einer Notbremse überzeugt ist, nur weil es für die Entwicklung des Spiels eine harte Entscheidung wäre.

Einschaltquote für das Spiel zwischen RB Leipzig und Hertha gibt es auch noch bei Meedia. 810.000 Zuschauer sind sehr ordentlich. 500.000 Zuschauer hat RB im Schnitt in der Hinrunde bei Sky gehabt. Damit ist man zwar nur noch Achter im (aufgrund unterschiedlicher Spieltermine schwierigen) Bundesligavergleich, aber man hat den Schnitt noch mal erhöht gegenüber dem Vorjahr (wobei ein Teil des Anstiegs aus einer Veränderung bei der Quotenmessung resultiert) und man hat die Zahl mit (handgeschätzt) einer höheren Anzahl an Spielen mit samstäglicher Parallelkonkurrenz erreicht.

Ist eine ordentliche Quotenentwicklung, bei der man gegen Bayern und Dortmund natürlich keine Chance hat, aber auch nicht weit hinter Klubs wie Köln, Schalke oder Mönchengladbach und vor Werder oder Frankfurt steht. Sportlich ist man halt durchaus interessant, gerade wenn es gegen andere Spitzenklubs geht. Und vielleicht schlägt da ja dann doch langsam das relativ breite Interesse im Osten am Verein durch.

Aus Schottland heißt es, dass der Deal zwischen Celtic Glasgow und Marvin Compper heute finalisiert wird und der Innenverteidiger einen Vertrag bis mindestens 2020 erhält. Gestern habe Compper das grüne Licht von RB Leipzig gekriegt bzw. der Verein sich mit Celtic geeinigt.

Naby Keita kann nicht mehr Afrikas Fußballer des Jahres werden. Auf der Liste der letzten elf Kandidaten war er noch drauf. Bei den letzten drei Spielern fehlt er nun. Der Preis geht Anfang Januar an Mohamed Salah, Keita-Kumpel Sadio Mane (beide Liverpool) oder Pierre-Emerick Aubameyang (Dortmund).

Hans Meyer macht nicht die Augen zu vor Professionalität und Geld im Sport und im Fußball.

Presse 19.12.2017 weiterlesen

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Presse 18.12.2017

RB Leipzig gestern mit dem 2:3 gegen Hertha BSC. Trotz mehr als 80minütiger Überzahl war man nicht in der Lage, das Jahr 2017 mit einem Erfolgserlebnis zu beschließen und geht mit fünf Spielen ohne Sieg in die Winterpause. Trotz Chancenplus für RB war der Sieg für die Gäste am Ende nicht mal unverdient, weil die gut verteidigten und ihre wenigen Offensivaktionen sehr zielstrebig und effektiv ausspielten.

Davie Selke, der bei seiner Rückkehr nach Leipzig der überragende Mann des Spiels war, schoss früh das 1:0 für Hertha. Jordan Torunarigha sorgte direkt danach mit einer Notbremse und einem Platzverweis für Hoffnung bei RB. Salomon Kalou dämpfte die Hoffnungen nach 30 Minuten mit dem 2:0 für Hertha. Davie Selke legte nach der Pause noch das 3:0 nach. Willi Orban und in der Nachspielzeit Marcel Halstenberg gestalteten das Ergebnis noch ein wenig freundlicher. Für einen Punkt reichten die Bemühungen trotz mitstürmendem Peter Gulacsi nicht mehr.

Durch die Niederlage gegen Hertha fiel RB Leipzig auf Rang 5 zurück. Das liegt im Rahmen der Erwartungen von vor der Saison. Aufgrund von nur einem Sieg aus den letzten sechs Bundesligaspielen bleibt der letzte Eindruck von 2017 aber ein leicht negativer. Mit 28 Punkten hat man allerdings weiterhin eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde.

Reichlich 36.000 Zuschauer gehen nach dem Minusrekord gegen Mainz erneut als Enttäuschung durch. Vereinsseits wurde das Spiel (vermutlich aus regionalen Erwägungen) in die Kategorie jener Spieler eingeordnet, für die ein Aufschlag zu zahlen ist. Aber sowohl im Gästeblock als auch im Heimbereich blieben deutlich ein paar Plätze frei. Also schon zu Spielbeginn. Bei Spielende war es im Heimbereich dann bereits fast halbleer..

Als Zugabe zu einem überschaubar angenehmen Tag gab es noch einen dreifachen Mittelhandbruch bei Marcel Halstenberg zu beklagen, der sich ohne Gegnereinwirkung nach seinem Treffer zum 2:3 verletzte und heute operiert wird. Bin kein Mediziner, aber im Normalfall dürfte das zumindest keine extreme Pause geben. Letztlich dürfte eine Handverletzung auch das Winterpausentraining nicht wesentlich einschränken, sodass Halstenberg nach der Winterpause ohne größeren Rückstand wieder einsteigen kann, wenn die Hand verheilt und der Gips ab ist. Mal sehen, wie früh in der Rückrunde Halstenberg dann wieder dabei ist.

Bekannt gegeben wurde am Samstag die Verlängerung des Vertrages mit Peter Gulacsi bis 2022. Er hat sich diese Saison noch mal ein Stück weiter entwickelt und ist zu einem stabilen, sehr konstanten Bundesligatorwart geworden, der inzwischen auch bei Flanken und Hereingaben etwas aggressiver aus seinem Kasten herauskommt. 2022 wäre Gulacsi dann übrigens schon 32 Jahre alt.

Spieler, die bis maximal 2020 Vertrag bei RB Leipzig haben sind jetzt nur noch Timo Werner, Benno Schmitz, Stefan Ilsanker, Marcel Halstenberg, Marvin Compper, Dominik Kaiser, Federico Palacios und Fabio Coltorti. Ilsanker und Halstenberg sind mit ihren Verträgen bis 2019 eigentlich aktuell die dringendsten Fälle, wenn man sie noch länger behalten will. Bei Schmitz, Compper, Kaiser und Palacios ist die sportliche Zukunft bei RB eher negativ. Bei Coltorti wird man sehen, ob man ihm ein weiteres Mentorenjahr anbieten will. Bei Werner arbeitet RB ja schon seit längerem an einer Vertragsverlängerung.

Jürgen Klopp glaubt nicht an einen Januar-Wechsel von Naby Keita zum FC Liverpool, weiß nichts davon und hat auch keinen Kontakt zu Keita, weil der ein Leipzig-Spieler ist. Auch Liverpool kümmert sich offenbar nicht um einen früheren Keita-Wechsel als zum Sommer.

Marvin Compper soll sich derweil am trainingsfreien Donnerstag letzte Woche bei Celtic Glasgow umgeschaut haben. Berichtet man in der örtlichen Presse. BILD ist der Meinung, dass er sich schon über einen Wechsel mit Celtic einig ist. Die LVZ fügt hinzu, dass morgen der Medizincheck ansteht. Dass Compper auch noch mal woanders hingehen würde, ist damit durchaus ganz gut dokumentiert. Schräg wird die Geschichte nur, weil Compper bei Celtic in der Europa Legue nicht spielberechtigt wäre, weil auch RB in der Europa League spielt (bzw. Celtic und RB gleichzeitig CL spielten). Für einen 32-jährigen Innenverteidiger noch mal Geld in die Hand zu nehmen (rund eine Million Euro), der nicht mal europäisch spielen darf, klingt seltsam. Dass Compper nach Glasgow geht, wo er dann zumindest in der Europa League auch nur auf der Tribüne sitzt, klingt ebenso seltsam.

Die LVZ meint in ihrem Artikel zum nun offiziell gewordenen Abgang von Frank Aehlig, dass der auch damit zutun gehabt hätte, dass mit Jochen Schneider in der Hierarchie noch jemand über ihm dazugekommen wäre bzw. über ihn gestellt worden wäre. Das würde erklären, warum er die Position beim Tabellenletzten der Bundesliga annimmt, weil er dort deutlich mehr an Kompetenz und Entscheidungsgewalt erlangt als in Leipzig. Ist halt die Frage, wie langfristig seine Perspektiven in Köln sind, wo Verantwortliche in schlechten sportlichen Zeiten ja auch mal schneller wechseln.

Seltsam die Zahl, dass Aehlig laut LVZ bei der Abwicklung der U23 zwei Millionen Euro erlöst haben soll. Wo die hergekommen sein sollen, bleibt unklar. Transfererlöse können damit kaum gemeint sein. Die U19-Spieler gingen letztlich ablösefrei, weil ihre Anschlussverträge wegen fehlender Mannschaft wegfielen. Und bei den U23-Spielern gab es vielleicht (handgeschätzt) sieben bis acht Spieler, mit denen man hätte Ablöse verdienen können. Wenn man bedenkt, dass man mit Gino Fechner (also einem der interessantesten aus dem Kader) beim Wechsel in die zweite Liga eine mittlere, fünfstellige Summe eingenommen hat, weiß man nicht so recht, wie man insgesamt auf zwei Millionen kommen soll. Wenn in diesem Erlös nicht noch eingesparte Gehaltskosten mit eingerechnet sind..

Ralph Hasenhüttl im kostenpflichtigen BILD-Interview mit einer Zusammenfassung von Dingen, die er zuletzt immer mal wieder irgendwo sagte. Hinsichtlich einer Vertragsverlängerung klingt auch noch mal seine fehlende Eile durch. Man müsse erst mal abwarten, ob er unter Mehrfachbelastung ein Team bis zum Saisonende gut trainieren könne. Im Winter werde man sich aber „erstmals“ zusammensetzen. Klingt eher so, als würde es da vor dem Sommer keine finalen Entscheidungen geben.

Marcel Halstenberg bei der Berliner Morgenpost im recht lesenswerten Interview über Karrierewege, Nationalmannschaft und Co.

Dietmar Hopp glaubt in einem durchaus lesenswerten Interview bei DerWesten, dass RB Leipzig „unwahrscheinlich viel Geld“ hat und hofft, dass es deswegen kein Problem mit Financial Fairplay bekommt. Ich persönlich bin tatsächlich gespannt, wie die Bilanzen für 2016 und 2017 aussehen werden, dann wird man sehen wie „unwahrscheinlich viel Geld“ tatsächlich für den Profibereich ausgegeben wird. Zu vermuten ist, dass es im Vergleich zur Konkurrenz gar nicht so extrem ist, also für 2017 irgendwas unter 200 Millionen Euro Umsatz sind (bilanziert wird bei RB nach Kalenderjahr nicht nach Spieljahr).

RB Leipzig belegt bei der Wahl zu Deutschlands Sportlern des Jahres Platz 8. Da das eine Wahl der Sportjournalisten, also eine Experten- und keine Publikumswahl war, darf man diesen Platz durchaus recht hoch einschätzen. Neben der deutschen Fußballnationalmannschaft, die auf Platz 5 einkam, ist man das einzige Fußballteam in der Top10. Mit dem sportlichen Auftreten hat man sich im ablaufenden Jahr also sehr viel und durchaus verdienten Respekt verschafft.

Drei Spieler von RB Leipzig schaffen es in die Top100 von FourFourTwo der besten Fußballspieler der Welt im Jahr 2017. Timo Werner landet auf Platz 51, Naby Keita auf Platz 64 und Emil Forsberg auf Platz 74.

Der Bundesliga-Spielplan steht bis in den März hinein fest. Viele Sonntagsspiele kommen auf RB zu (weil man den Spielplan so festgelegt hat, als ob RB gegen Neapel weiterkommt und im Achtelfinale der Europa League antritt). Und in Frankfurt tritt man (zwischen den beiden Neapel-Spielen) im Februar am Montag an. Das erste Montagsspiel in der Bundesliga in dieser Saison.

Der Fanverband hat für Neapel Bus- und Flugreisen im Angebot. Ohne Inklusiv-Tickets. Die muss man sich dann noch über den Verein kaufen (was aber auf jeden Fall in den frühen Verkaufsphasen unproblematisch sein dürfte). Aus meiner Sicht sind die Preise für Reisen ab Leipzig sehr fair.

Linktipps

[Berliner Morgenpost] Marcel Halstenberg – „Ich habe selbst nicht daran geglaubt“: https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article212873199/Marcel-Halstenberg-Ich-habe-selbst-nicht-daran-geglaubt.html

[DerWesten] Dietmar Hopp befiehlt: Julian Nagelsmann darf nicht zu Borussia Dortmund: https://www.derwesten.de/sport/fussball/bvb/dietmar-hopp-befiehlt-julian-nagelsmann-darf-nicht-zu-borussia-dortmund-id212866491.html

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Presse 15.12.2017

Sonntag dann das letzte Spiel der Hinrunde. RB Leipzig empfängt zum letzten Bundesligaspiel des Jahres überhaupt abends um 18 Uhr Hertha BSC. Nach einer durchwachsenen Serie seit der letzten Länderspielpause mit einem Sieg, drei Unentschieden und einer Niederlage sicherlich noch mal eine Partie, in der RB unbedingt drei Punkte mitnehmen will. Hertha kann derweil den Sieg gegen Hannover vergolden und sich in das Feld hinter den internationalen Plätzen katapultieren.

Auf RB-Seite sind sicher Marcel Sabitzer (verletzt), Emil Forsberg (verletzt) und Dayot Upamecano (gesperrt) nicht dabei. Die zuletzt kränkelnden Bernardo und Jean-Kevin Augustin haben wieder mittrainiert und sind gegen Hertha eine Option.

Auf Hertha-Seite fallen Mitchell Weiser und Karim Rekik wegen Verletzungen aus dem Hannover-Spiel aus. Valtentin Stocker und Vladimir Darida sind schon länger verletzt. Mathew Leckie wird nicht in der Startelf stehen, weil er platt ist.

Das Spiel ist auch die Rückkehr von Davie Selke nach Leipzig. Der ist nicht mit dem allerbesten Gefühl aus Leipzig weg, denkt aber trotzdem positiv über Stadt und Umfeld, wie er in BILD und LVZ bekennt, aber vielleicht nicht so sehr über Trainer Ralph Hasenhüttl, bei dem ihm das Vertrauen fehlte. Jubeln über ein Tor würde er in jedem Fall, weil die tiefe emotionale Bindung nur zum anderen Ex-Klub aus Bremen da ist. Nun ja, vielleicht kriegt er ja keine Gelegenheit, einen Torjubel zu vollführen.

Geleitet wird die Partie zwischen RBL und Hertha von Frank Willenborg. Der war letztmals in der dritten Liga bei einem Spiel von RB Leipzig der Schiedsrichter. Beim Auftakt in Halle und beim legendären 1:0 nach Abwehrschlacht und Kaiser-Weitschuss in Darmstadt. Willenborg kam mit RB Leipzig bereits 37-jährig 2016 in die Bundesliga. An die Art seines Pfeifens kann ich mich nicht mehr erinnern. Gab glaube in beiden RB-Spielen nicht viele Gründe mit dem Schiedsrichter zu hadern. Das Spiel zwischen RB und Hertha wird Willenborgs 13. Bundesligaspiel.

Ausverkauft wird das Spiel zwischen RB und Hertha sicherlich nicht. Gibt noch massig Tickets vor allem im Oberrang und in der Ticketbörse. Der Gästebereich wird voller als noch gegen Mainz, aber mit 3.000 im Vorverkauf verkauften Tickets auch nicht voll. Insgesamt werden es sicher ein paar mehr Zuschauer als gegen Mainz, aber ein nicht ausverkauftes Spiel zwischen Klubs mit der geografischen Nähe, auch das ist tickettechnisch sicher zumindest eine kleine Enttäuschung.

Zu Beginn des Spiels zwischen RB und Hertha wird auf Leipziger Seite in Gedenken an die in diesem Jahr verstorbenen RB-Fans fünf Minuten lang geschwiegen. Bin ich mir noch unschlüssig, wie ich das finde.

Die Sky-Quote für das RB-Spiel in Wolfsburg war derweil laut meedia überraschend gut. 500.000 Zuschauer an einem Mittwoch, um 18.30 Uhr ist ok. Generell hat Sky mit dem Spieltag unter der Woche sehr gute Quoten eingefahren. RB pendelt sich weiter im Mittelfeld der Quoten-Tabelle ein.

In Spanien tischt man die Geschichte auf, dass bei den Verhandlungen zwischen RB Leipzig und Liverpool eine Klausel vereinbart wurde, nach der Liverpool noch mal 15 Millionen Euro auf die Transfersumme drauflegt, wenn Keita schon im Januar den Klub wechselt (wobei ein Wechsel nicht ohne RB-Zustimmung geht). Liverpool versuche nun, diese Klausel zum Leben zu erwecken, weil man Coutinho für ganz viel Geld nach Barcelona schicken und dafür Keita und Lemar (Monaco) holen will. Hmm. Ich glaube weiterhin nicht daran, dass die jederzeit ehrgeizige sportliche Leitung bei RB Leipzig einen der Garanten für eine erneute Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb schon im Winter ziehen lassen wird.

Der Ex-Salzburger und jetzige Nachwuchsleistungszentrumsleiter der Bayern Jochen Sauer im recht interessanten Interview mit Spox über die Nachwuchsarbeit beim FC Bayern. Unter anderem mit einem klaren Bekenntnis zur U23 als Mittel der Heranführung von Talenten an den Männerbereich. Ohne U23 „müsste man eine brutal gute Idee haben“, um Talente für den Profibereich auszubilden. Sieht man ja bei anderen Vereinen, nicht nur bei RB Leipzig, anders.

Das Handelsblatt lobhudelt in ziemlicher extremer Weise dem RB-Sportdirektor Ralf Rangnick als „Sportmanager des Jahres“, der „der Komponist und Dirigent dieses Meisterstücks“ in Form von Vizemeisterschaft und Europapokalteilnahme sei.

Auf der Union-Website ein längeres Jahresabschluss-Interview mit Präsident Dirk Zingler. In dem er relativ unverblümt mitteilt, dass man mal einen Spieler von RB Leipzig gegen den Willen der Lizenzspielerabteilung nicht geholt hat, weil es eben RB war und man das den Fans nicht hätte vermitteln können. Und dann begründet: „Opfern wir jetzt alles für den Erfolg? Natürlich nicht! Die Liste der Dinge, auf die wir verzichten ist fast länger als die der Dinge, die wir tun! (…) Wir verzichten am Spieltag auf viele kommerzielle Werbeeinnahmen oder Aktionen, wir verpflichten ganz bestimmte Spieler nicht. Wir diskutieren in der Vereinsführung mit der Lizenzspielerabteilung permanent und werben für die Werte unseres Vereins!“

Teil der Werte von Union Berlin ist es also, Fußballer nicht in den Verein zu holen, weil sie mal bei RB Leipzig gekickt haben. Interessante Philosophie von einem, der einst nach dem RB-Aufstieg in die zweite Liga mal erklärte, dass man bei der RB-Kritik ein bisschen den Fuß vom Gas und wenn dann das System dahinter in den Blick nehmen sollte (aus der Erinnerung zusammengefasst). Pfff, was für geile Werte, wenn man sich in seinen sportlichen Entscheidung von parolenhafter Ablehnung leiten lässt, damit letztlich nur Populismus betreibt und seine unterschiedlichen Ansichten darüber, wie sich ein Verein konstituieren sollte, auf dem Rücken von Fußballern (mit völlig unterschiedlichen Lebensläufen und Charakteren) auszutragen bzw. diese zur Stärkung der Eigenidentität den eigenen Anhängern zum Fraß vorzuwerfen.

Kann man natürlich nun spekulieren, um welchen Spieler es ging. Bei Twitter vermutete man, dass es sich um Georg Teigl drehen könnte, der von Januar 2014 bis 2016 in Leipzig kickte und dann nach Augsburg weiterzog. Weil er dort gerade keine Chance mehr kriegt, wurde er vor ein paar Tagen bei Union und in Braunschweig gehandelt. Sollte es sich tatsächlich um Teigl, also einen Spieler handeln, der noch nicht mal direkt aus Leipzig gekommen wäre, würde es die Absurdität des Vorgangs nur noch auf die Spitze treiben.

Ob es wirklich um Teigl geht oder um einen anderen Fall (genug Spieler, die RB Leipzig verlassen haben, gibt es ja), ist natürlich pure Spekulation. Wenn diese Geschichte stimmig ist, dass der konkret nicht geholte RB-Spieler drei Jahre in Leipzig war, dann reden wir hier in jedem Fall über die Kategorie Spieler Jung, Boyd, Khedira, Teigl, Hoheneder und Co. Was an denen so ideologisch verbrannt sein soll, dass man sie als fußballspielende Personen nicht in seinem Verein haben will, erschließt sich mir überhaupt nicht. (Und Zinglers Worte sind ja auch eher pauschal formuliert und adressieren nicht einen RB-Spieler, in dessen Historie Äußerungen oder anderes jenseits des getragenen RB-Trikots vorkamen, die gegen ein Engagement bei Union sprechen.)

Gibt ja immer wieder mal Gründe, warum man Spieler aus nicht sportlichen Gründen nicht holt. Ein BFC-Kapitän, der auf dem Zaun ‚Scheiß Union‘-Uftas anstimmte, wäre wohl tatsächlich schwierig tragbar. Ein RB-Spieler, der sich in der Vergangenheit über den Unioner Weg oder Fans in Müllsäcken lustig gemacht hätte, vielleicht auch. So richtig sehe ich aber keinen Spieler in der Vergangenheit bei RB, dessen Integrität nicht auch für einen Job bei Union Berlin ausreichend wäre. Sind ja auch alle irgendwo unter gekommen. Selbst in Dresden oder Darmstadt oder Kaiserslautern. Dass man sich bei Union nun ohne Not einen ‚Holen keine RB-Spieler‘-Schild an die Brust heftet, ist letztlich deren Sache, aber eben in der (pauschalisiert formulierten) Sache selbst ziemlich verrückt.

Bei den Frauen, der U19 und der U17 ist Winterpause. Dafür vermeldet die fussball-Website des DFB ein Testspiel von RB Leipzigs Profis in der Winterpause. Und zwar am 06.01.2018 in der Red Bull Arena. Anpfiff demnach um 15.30 Uhr. Wäre quasi der letzte Test vor dem Rückrundenstart, der am 13.01. gegen Schalke erfolgt. Das bedeutet dann wohl auch endgültig, dass es kein Wintertrainingslager irgendwo im warmen Süden gibt. Aber das war ja eigentlich auch schon länger klar.

Schon mal als Vorausschau, dass Ralph Hasenhüttl am Montag bei ServusTV bei der „Großen Jahresabschluss-Gala“ von Sport und Talk aus dem Hangar-7 weilt. Zusammen mit einer Trillionen anderer Gäste. In Österreich geht es 21.15 Uhr los. In Deutschland wird die Show bei ServusTV um 23.15 Uhr ausgestrahlt. Ob man sich irgendwie in den österreichischen Livestream einschalten kann oder ob der geogeblockt ist, habe ich jetzt auf die Schnelle nicht kapiert. Mich hat er beim Klicken auf den österreichischen Livestream immer auf den deutschen weitergeleitet.

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Presse 14.12.2017

Trainingsfrei heute bei RB Leipzig. Aufarbeitungen zum Wolfsburg-Spiel noch in der Presse. Irgendwas mit Zahnfleisch und Luft raus.

Offiziell bestätigt wurde von Verein und anwaltlicher Gegenseite gestern noch die außergerichtliche Einigung zwischen RB Leipzig und Enrico Hommel nach der fristlosen Kündigung (siehe RBlive). Hommel schließt das Kapitel RB und der Verein will seinen Ex-Fanbetreuer beim Start in einen neuen Abschnitt unterstützen. Wie auch immer das aussehen soll und wird.

Damit kann man das Kapitel dann wohl schließen. Wenn nicht einen der Beteiligten noch ein extremes Redebedürfnis überfällt, wird man in der Sache selbst nichts mehr erfahren. Fakt ist, dass es eine fristlose Kündigung gab. Fakt ist, dass Hommel mit dieser derart nicht einverstanden war, dass er das Arbeitsgericht bemühte. Fakt ist auch, dass man nun offenbar eine Lösung gefunden hat, mit der alle Beteiligten halbwegs ihr öffentliches Gesicht wahren können.

Mal von allem Hintergrund ab ist es am Ende der Geschichte schade, dass mit Hommel einer aus dem Verein raus ist, der die Fanbetreuung letztlich aufgebaut und geprägt hat und in allen Ecken des Fanspektrums gut vernetzt war. Das wird der Fanbetreuung von RB Leipzig, die so ein bisschen vor dem Neuanfang und einem kleinen personellen Scherbenhaufen steht, künftig fehlen. Persönlich finde ich es jenseits der vagen Sachhintergründe, die zu Kündigung und Einigung führten, schade, dass es Enrico als aktiven Menschen rund um RB nicht mehr gibt.

Fussball-Geld schätzt die Einnahmen der deutschen Vertreter in der Champions League und taxiert den Mix aus Zuschauereinnahmen, Erfolgsprämien und via UEFA ausgeschütteten Vermarktungserlösen bei RB Leipzig auf rund 45 Millionen Euro. Das ist wie gesagt nur eine Schätzung, zeigt aber auch recht deutlich, welch riesige Vorteile einem die regelmäßige Teilnahme an der Champions League gegenüber anderen Konkurrenten aus der Bundesliga verschaffen würde. Und die Erlöse aus der internationalen TV-Vermarktung der DFL sind da noch gar nicht drin. Auch die werden ja nach den Erfolgen in internationalen Wettbwerben verteilt. Ab der kommenden Saison (weil die Gelder auf der Basis der letzten fünf Jahre verteilt werden) auch dort steigende Einnahmen für RB.

BILD wirft für die Winterpause die Suche nach einem Innen- und einem Außenverteidiger in die Gerüchterunde bei RB Leipzig. Als einen Kandidaten sieht man dabei Manuel Akanji. Der wurde erst vor kurzem schon genannt. Beim FC Basel zeigte man sich offen für Verhandlungen bei eingehenden Angeboten. 22 Jahre. Schweizer Nationalspieler.

Mal abseits von konkreten Namen wird generell die Frage im Raum stehen, wie viel Geld RB im Winter bereit ist in die Hand zu nehmen. Ganz akute Kaderlücken gibt es nicht und würden erst enstehen, wenn jemand (Compper zum Beispiel) weg will. Die Champions League hat (siehe oben) Geld gebracht. Platz für größere Ablösesummen dürfte es im aktuellen Etat aber trotzdem nicht geben. Wenn man das Achtelfinale der Champions League erreicht hätte, hätte das wohl anders ausgesehen.

In Australien schlägt ein lobhudelnder Artikel einer Website nach Art der Deutschen Welle (nur halt für Australier in der ganzen Welt) Ralf Rangnick als Nationaltrainer Australiens für die WM 2018 vor. Und hält die Erfolgsaussichten für gut, weil Rangnick den Job neben seiner Tätigkeit als RB-Sportdirektor machen könnte. Dem Artikel nach prüfe der australische Verband, inwieweit bei Rangnick die Möglichkeit besteht, dass er beide Jobs ausüben würde.

Sagen wir so: Ralf Rangnick als Nationaltrainer bei einer WM kann man sich gut vorstellen. Dass er eine solche Parallelrolle für denkbar hält, hat er in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Gesprächen mit England und Belgien schon erklärt. Ob das dann nun unbedingt Australien wäre, die in Sachen Reisestress extrem viel Aufwand bedeuten würden (zumindest wenn man Termine in Australien plant) und sportlich bei einer WM dafür nur geringe Erfolgsaussichten haben, wäre fraglich bzw. anzuzweifeln.

Apropos Jobperspektiven: Bei RB Leipzig sucht man einen Junior Grafik Designer im Marketing Team.

Presse 14.12.2017 weiterlesen

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