Presse 22.09.2017

Morgen dann also schon wieder das Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Mal schauen, wer dann auf beiden Seiten so auflaufen kann. Am Freitagvormittag vor den PKs bei beiden Mannschaften kann man dazu nicht wirklich verlässlich Auskunft geben. Immerhin waren Augustin und Upamecano gestern bei RB wieder im Training. Dafür lief Halstenberg nur und fehlte Kampl. Beide sollen allerdings morgen einsetzbar sein.

Wird sicher keine einfache Aufgabe. Frankfurt in drei Auswärtsspielen noch ohne Gegentor. Eine Mannschaft, die sehr aggressiv gegen den Ball arbeiten, aber auch dicht und kompakt tief verteidigen kann. Und spielerisch im Umkehrspiel durchaus über ein paar Fähigkeiten verfügt. Letzte Durchschlagskraft im Strafraum ist bisher aber nicht gerade die große Qualität der Eintracht. Abgesehen davon darf man von Frankfurt viel erwarten, was man auch schon von Augsburg gekriegt hat. Nur halt eben mit einer Mannschaft, die individuell noch mal ein Stück besser besetzt ist.

Das Spiel ist im Heimbereich eigentlich ausverkauft. Resttickets gibt es noch in der Ticketbörse, wo Rückläufer oder nicht genutzte Dauerkarten eingestellt werden. Da dürfte noch eine gute dreistellige Anzahl an Tickets drin sein. Block 18 im Oberrang von Sektor A ist da praktisch komplett vorhanden. Was irgendwie seltsam ist. Was bis morgen noch übrig bleibt, wandert dann an die Tageskasse. Gästeseits wurden rund 3.600 Tickets im Vorverkauf abgesetzt. Da bleiben also rund 900 Plätze frei. Ob es eine Tageskasse für Gäste gibt, bleibt unklar. Dass der Gästeblock offenbar nicht ausverkauft sein wird, darf angesichts der Eintracht durchaus ein wenig verwundern.

Benjamin Brand wird die Partie zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt leiten. Ein ganz alter Begleiter, der RB seit den Regionalliga-Tagen begleitet. Schon sein elfter Einsatz bei einem RB-Spiel. Da waren unrunde und inkonsistente Auftritte darunter, aber auch souveräne in durchaus hitzigen Spielen. In der Bundesliga war er beim 4:1 in Freiburg und beim 0:1 gegen Wolfsburg der Schiedsrichter. Gegen Wolfsburg hatte er eher einen durchwachsenen Tag und verpasste den frühen Einstieg in die gelben Karten. Seit 2015 ist er Bundesliga-Schiedsrichter.

Die LVZ spekuliert in Bezug auf Timo Werner, ob ein Besuch seines Beraters darauf hinweist, dass sein Vertrag kurzfristig verlängert werden könnte. LVZ-Mann Guido Schäfer fügt bei Twitter hinzu, dass Werner zum Werbestar von Red Bull werden könnte. Ob das jetzt einen individuellen Werbevertrag meint, bleibt unklar. Wäre natürlich durchaus ein (auch finanzieller) Baustein für eine langfristige Bindung von Werner an RB Leipzig, wenn er auch an Red Bull gebunden ist, auch wenn die sportliche Entwicklung des Vereins natürlich für die Werner-Perspektiven in Leipzig über individuellen Verträgen stehen wird.

Apropos Spieler und Berater. Emil Forsberg hat seinem Berater Hasan Cetinkaya aus Dankbarkeit für dessen Arbeit mal eben einen Ferrari geschenkt. Auch hübsch.

Daniel Baier erklärt sich noch mal zu seiner Geste und will einen entschuldigenden Schlussstrich ziehen, allerdings nicht ohne die Geste als Reaktion auf eine Provokation (welcher Art auch immer) zu erklären. Auch Augsburg-Manager Stefan Reuter stellt sich zu dem Thema Daniel Baier noch mal vor die Kamera und lobt seinen Spieler für die Entschuldigung und das Einsehen einer überflüssigen Aktion, gießt aber auch noch mal aus irgendeinem Grund Öl ins Feuer, indem er meint, dass die Sache nur so aufgebauscht worden wäre, weil Hasenhüttl sich so aufgeregt hätte und überhaupt solle man in Leipzig angesichts der Werner-Schwalbe letzte Saison doch mit moralischen Urteilen mal ganz vorsichtig sein. Sinngemäß. Unversöhnlichkeit auf der einen Seite. Alles prima gelöst und den Schwarzen Peter nach Leipzig schieben auf der anderen Seite. Ganz ehrlich, ich bin raus aus dem Kindergarten.

Auf der RB-Website teilt man mit, dass man nun auch mit anderen Reisepartnern als Dertour für künftige Auswärtsspiele (egal ob Bundesliga oder international) Angebote vorbereiten wird. Für das Istanbul-Spiel verlinkt man allerdings nur auf die Suchmasken der Anbieter. Was für Pakete da dann künftig eventuell geschnürt werden und ob das in Konkurrenz zu Dertour, die bisher die Europa-Pakete schnüren, steht und ob damit weitere Ticketkontingente geblockt sind, wird man alles wohl noch irgendwann sehen.

Auch auf der RB-Seite nun ein paar Hinweie für Fans, die nach Istanbul zur CL am kommenden Dienstag reisen. Treffpunkte, Hinweise zur Lage vor Ort, Hinweise zum Verhalten vor Ort, Hinweise auf Empfehlungen des Auswärtigen Amts.

Die Frauen von RB Leipzig reisen am Sonntag zu Erzgebirge Aue. Die sind nach drei Spielen mit einem Sieg und zwei Unentschieden noch ungeschlagen. Waren jetzt aber auch noch nicht die ganz großen Kracher dabei in der Gegnerschaft. RB ist mit vier Punkten aus drei Spielen eher durchwachsen in die Saison gestartet. Zumindest gemessen am Saisonziel Top3. Im Tabellen-Nachbarschaftsduell täten RB drei Punkte sicherlich gut.

Die U19 von RB Leipzig empfängt bereits am morgigen Samstag (23.09.2017) in der Bundesliga den Niendorfer TSV. Die Hamburger haben nach sechs Spielen schon drei Siege auf dem Konto und auswärts schon zweimal gewonnen (aber in Bremen auch eine 0:5-Niederlage kassiert). RB hat lediglich einen Punkt mehr als der Niendorfer TSV auf dem Konto. Deutlicher Favorit ist man trotzdem. Anpfiff am Cottaweg ist 11 Uhr.

Auch am morgigen Samstag tritt die U17 von RB Leipzig bei Union Berlin an. Drittletzter gegen Vierter. RB ist mit vier Siegen aus fünf Spielen ganz gut in die Saison gestartet. Union zu Hause bisher in drei Versuchen nur mit einem Punkt.

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Presse 21.09.2017

0:1-Niederlage in Augsburg und viele Themen auf dem Zettel. Sportlich gesehen war es eine verdiente Niederlage, weil RB gegen gut organisierte Gastgeber zu wenig Offensivideen hatte und in der ersten Viertelstunde defensiv auch sehr wacklig stand. Augsburg mit den besseren Chancen und dem frühen Tor durch Michael Gregoritsch. RB mit engagiertem, aber wenig durchschlagskräftigem Anrennen. Die Baustelle, aus Ballbesitz auch Offensivgefahr zu kreieren, bleibt.

Augsburg durch den dritten Sieg weiter ganz vorn dabei und derzeit die Überraschung der Liga. RB versinkt nach sieben Punkten aus fünf Spielen etwas im Mittelfeld der Tabelle.

Weiter steht dabei die Frage, wo RB eigentlich genau steht in der Entwicklung. Gewonnen hat man in dieser Saison bisher gegen den HSV und gegen Freiburg, zwei der schlechteren Teams der Liga. Dazu kommt der Pflichtsieg im DFB-Pokal. Ansonsten stehen zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Das ist nicht viel, aber auch nicht nichts und wirft einiges an Fragen auf, wo die Reise in näherer Zukunft hingeht. Die nächsten drei Spiele bis zur Länderspielpause werden da auch schon weitere Antworten geben.

In Frage steht nach der Niederlage in Augsburg auch die Rotation, auch wenn man nicht alles daran festmachen kann und auch wenn einige Wechsel eher aus der Not geboren wurden. Es war halt ziemlich arg radikal, was Hasenhüttl da gemacht hat. Er selbst steht weiter dazu, aber die Frage bleibt, wie du von Woche zu Woche im Spielrhythmus bleiben willst, wenn du permanent durchwechselst. Auf der anderen Seite könnte man auch als These formulieren, dass es ohne Rotation alles noch viel schlimmer wäre, weil die Spieler nicht mehr frisch sind und Verletzungen als Folge von zu hoher Belastung dazukommen.

Fakt ist, dass man mit der Rotation klarkommen muss, wenn man andauernd englische Wochen spielt. Fakt ist aber auch, dass man ganz schnell keine Dreifachbelastung mehr hat (Richtung kommende Saison gesprochen), wenn man auch mit Rotation nicht die entsprechenden Resultate einfährt. Und die Hammerspiele in Dortmund oder München kommen ja erst noch.

Auch Thema nach dem Augsburg-Spiel natürlich die Baier-Hasenhüttl-Geschichte. Immer wieder erstaunlich, was sich für ein Hype um manche Geschichten entwickelt. Ja, Baier hat sich gegenüber Hasenhüttl gestisch vergriffen und vielleicht einen Tag zu spät entschuldigt. Ja, die Reaktion der Augsburger Verantwortlichen war vielleicht etwas arg lax. Aber die Unentspanntheit im Umgang damit auch in Leipzig ist erstaunlich. Man sollte doch hierzulande nach der Werner-Geschichte wissen, dass nach einer groben Unsportlichkeit und einer (späten) Entschuldigung dann vielleicht auch mal wieder gut ist. Dass man auch einen Tag später noch so völlig unversöhnlich reagiert, wie es gestern Ralph Hasenhüttl tat, darf ein bisschen erstaunen.

Der DFB ermittelte aufgrund der Geste gegen Baier und stellte fest, dass es sich um ein krass sportwidriges Verhalten handelt. Ein Spiel Sperre plus 20.000 Euro Strafe. Bin ich meinungslos bezüglich des Urteils. Wenn schon der vierte Offizielle erklärt hat, dass es rot gewesen wäre, wenn es jemand aus dem Schiedsrichterteam gesehen hätte, dann ist die Sperre eigentlich fast ein zwangsläufiges Urteil. Wobei ein Spiel Sperre bei einer roten Karte wiederum fast wie ein Freispruch wäre. Dass der Videoassistent nicht schon im Spiel eingriff, lag vermutlich schlicht daran, dass die entsprechenden Bilder erst zu spät, sprich nach der nächsten Spielvorsetzung kamen und er gar nicht mehr eingreifen konnte (weil persönliche Strafen vom Schiedsrichter nur bis zur nächsten Spielunterbrechung ausgesprochen werden können).

Gut finde ich im Übrigen, wenn Hasenhüttl sagt, dass er eine solche Geste eines seiner Spieler nicht so einfach durchgehen lassen oder gar den Gegner mitbeschuldigen würde, wie es die Augsburger Verantwortlichen taten. Daran wird er sich künftig messen lassen müssen. Bei Werner war man ja in Leipzig einst anfangs eher zurückhaltend gewesen, weil man seinen eigenen Spieler schützen wollte. Allerdings hatte Hasenhüttl da auch schon direkt nach dem Spiel gesagt, dass Werner in der Situation nicht fallen darf.

Gestern trainierten Dayot Upamecano und Jean-Kevin Augustin weiter individuell. Möglich, dass sie auch für das Spiel gegen Frankfurt ausfallen werden. Auch bei Timo Werner würde mal eine Pause anstehen. Aber eigentlich braucht man ihn auch (zumindest auf der Bank), wenn ein Augustin ausfallen sollte.

Bezüglich der Red Bull Arena meint die BILD, dass das Bundesinnenministerium beim Verkauf genau wie der Leipziger Stadtrat zustimmungspflichtig ist. Weil der Bund einst 50 Millionen Euro zum Umbau zusteuerte und beim Weiterverkauf sicher gestellt sein muss, dass die Zweckbindung des Stadions an den Fußball garantiert wird. Da RB Leipzig und Red Bull das tun, stehe einer Zustimmung nichts im Weg.

Falls Red Bull irgendwann keinen Fußball im Stadion mehr will, kann die Stadt bis 2030 zu reduziertem (aber unbekanntem) Preis kaufen. Ab 2030 kostet es einen Euro. Ab 2040 kostet es den Zeitwert.

Nicht mehr Teil der Vereinbarungen sind Parkplätze in der Nähe der Red Bull Arena. In den ursprünglichen Verträgen wurde dem Stadionbesitzer noch eine bestimmte Anzahl von Parkplätzen in fußläufiger Entfernung garantiert. Die entsprechende Anzahl hat man aber sowieso nie errreicht. Vielmehr reduzierte sich durch den Bau des RB-Trainingszentrums am Cottaweg sogar noch die Zahl. Für die baldigen Neu-Stadionbesitzer steht die Stadt nun nicht mehr für Parkplätze gerade.

RB Leipzig noch nach dem Gladbach-Spiel bei Meedia in der Sky-Zuschauertabelle auf Platz 4. Die Tabelle ist allerdings noch ordentlich verzerrt, weil RB bisher von Spielen, die bei Sky übertragen wurden, zwei Topspiele am Samstag mit automatisch höheren Zuschauerzahlen gekriegt hat. Die 690.000 Zuschauer beim Gladbach-Spiel waren für den Samstagabend-Termin nicht extrem riesig.

Der Fanverband teilt mit, dass es keinen Sonderzug nach Monaco geben wird. Zuvor hatte man schon einen Fanflieger nach Porto absagen müssen, weil der Verein kein Kartenkontingent zur Verfügung stellen wollte. Bei Monaco scheiterte es an den französischen Eisenbahnern, die eine pünktliche Ankunft nicht garantieren konnten. Nun soll es eine Busfahrt vom Fanverband geben für 75 Euro. Schauen wir mal.

Ausverkauft sind die beiden Bayern-Spiele. Sowohl die 7.500 Tickets für das Auswärtsspiel in der Bundesliga, als auch die für das Heimspiel im DFB-Pokal sind weg. Immer wieder interessant, wie krass Spiele gegen die Bayern im Vergleich mit anderen Spielen ziehen. Für das Dortmund-Auswärtsspiel gibt es derweil beispielsweise noch reichlich Tickets, selbst im Stehplatzbereich. Was natürlich auch mit den Vorkommnissen beim letzten Spiel und den überschaubar hübschen Bedingungen im (zumindest im Stehplatzbereich) extrem engen Gästeblock zu tun hat.

Nach Istanbul reisen nächste Woche nur 250 Fans. Berichtet die Sportbild (siehe RBlive). Grund dabei auch die politische Lage vor Ort. Fanprojekt und Fanbetreuer werden in großer Zahl vor Ort sein und dabei helfen, dass die Fans, die sich für die Reise entschieden haben, auch wieder gut zurück kommen. Vereinsseits ist diesbezüglich immer noch Schweigen im Walde.

In Spanien glaubt man, dass der FC Barcelona mit einer Innenverteidigung Dayot Upamecano/ Matthijs de Ligt plant. Beide 18. Beide schon mit sehr starken Leistungen auf höchstem Niveau. Macht natürlich Sinn, wenn Topklubs auch Toptalente im Auge behalten. Für 100 Millionen könnte Upamecano gehen. Mal unabhängig von Barcelona sollte man nicht sicher sein, dass so eine Klausel nicht tatsächlich jemand zieht. Bei Upamecano ist es aber auch sicher so, dass für seine Entwicklung Leipzig für die nächsten vielleicht knapp zwei Jahre ideal sein müsste. Wenn RB denn weiter europäisch spielt. Wird nichts daran ändern, dass der Name Upamecano in den kommenden Monaten wohl permanent im Zusammenhang mit Topklubs genannt werden wird. Manchester United, Real Madrid, Liverpool waren in den letzten neun Monaten ja auch schon genannt worden.

In Frankreich meint man, dass Red Bull Salzburg an Yusuf Sari (18) von Olympique Marseille interessiert ist. Mit der Option, ihn bei entsprechender Entwicklung nach Leipzig weiterzuverkaufen. Inwieweit das nur ein Standardsatz ist, der in Wechseln nach Salzburg bisher schon immer drin stand und weiterhin drin steht oder ob in dem Satz mehr aktuelle Information drinsteckt, bleibt unklar. Die allerverlässlichste Quelle ist es nicht.

Elias Abouchabaka, Kilian Ludewig, Nicolas Kühn und Erik Majetschak wurden für die deutsche Nationalmannschaft nominiert, um an der U17-WM teilzunehmen. Die findet ab dem 06.10. in Indien statt. Ende September startet für die vier Akteure das Abenteuer. RB stellt mit den vier Spielern den größten Verbund im Nationalteam.

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Presse 19.09.2017

Heute Abend dann also das Spiel beim FC Augsburg. Siebter gegen Sechster. Sagt nach vier Spielen natürlich noch nicht so richtig viel. Aber Augsburg ist mit sieben Punkten besser in die Saison gestartet, als ihnen das von vielen Experten zugetraut wurde. Und der extrem große Kader wird von ihnen inzwischen nicht als Makel sondern als Vorteil verkauft (Stichwort sportlicher Wettbewerb). Naturgemäß wollen sie auch heute Abend gegen RB was reißen. Schon letzte Saison hat Coach Manuel Baum bewiesen, dass er sich für RB was ausdenken kann, was denen weh tut.

Auf Seiten von RB Leipzig wird in Abwesenheit des gesperrten Naby Keita wieder ein bisschen rotiert. Dayot Upamecano und auch Lukas Klostermann werden wohl nicht im Team sein. Möglich, dass auch noch Timo Werner dazu kommt, wenn es um Rotation zur Belastungssteuerung geht. Darauf wollte sich Ralph Hasenhüttl gestern aber noch nicht festlegen. Willi Orban, Marcel Halstenberg und Marcel Sabitzer kehren nach Erholungspausen ins Team zurück.

BILD meint, dass auch Peter Gulacsi nicht in Augsburg dabei ist und dafür Yvon Mvogo zu seinem ersten Einsatz im Tor kommt. Das wäre ein bisschen erstaunlich, mal eben in der englischen Woche seinen Keeper zu wechseln. Wenn es taktischen Gründen geschuldet ist, dann setzt man damit auf einen Keeper, der etwas offensiver im Rauslaufen ist und so vielleicht auch als erster Abwehrspieler gegen Konter gelten kann. Ansonsten erweckt so ein Torwartwechsel immer ein bisschen den Anschein von etwas zu viel Experimentiererei.

Auf Augsburger Seite gibt es wie bei RB auch keine wesentlichen, verletzungsbedingten Ausfälle. Man kann als aus dem Vollen schöpfen. Entsprechend sind vielleicht auch zwei, drei Wechsel zu erwarten, um neue Frische in die Mannschaft zu bringen Coach Manuel Baum kündigte aber an, nicht der Rotation und des breiten Kaders wegen zu wechseln, sondern nur wenn es taktisch notwendig ist. Mal gucken. Zumindest sollte man wohl eine Fünferkette in der Abwehr erwarten.

Für Rani Khedira ist die aktuelle Spielwoche eine besondere, weil es nacheinander gegen die Ex-Klubs Leipzig und Stuttgart spielt. Sagt er doch tatsächlich, dass er Stuttgart mehr im Herzen hat, weil er dort aufgewachsen ist und den Sprung in den Profibereich geschafft hat. Das gemeinsame Feiern vor der Gästekurve fällt damit aus.^^

Geleitet wird die Partie von Daniel Siebert. Sein neuntes Spiel schon mit RB Leipzig, aber erst das zweite in der Bundesliga. Das erste Spiel im Oberhaus unter seiner Leitung sollte den meisten noch in Erinnerung sein und war das 0:0 gegen Ingolstadt vor ein paar Monaten. Da war Siebert leicht überfordert mit der Spielleitung und wirkte weder souverän noch konsequent. Gab aber auch schon andere Tage unter ihm. Gerade aber die manchmal fehlende Konsequenz und die teilweise Inkonsistenz bei den Entscheidungen können dann manchmal eine Spielleitung doch ordentlich aus dem Ruder laufen lassen. Zumal heute Abend zweikampforientierte Gastgeber zu erwarten sind.

Naby Keita hat gestern für sein Foul an Christoph Kramer eine Sperre von drei Spielen bekommen. Das ist ein Spiel über der Mindestsperre von zwei Spielen. Vermutlich weil der Kopf des Gegners als besonders schützenswerter Körperteil beteiligt war. Dass RB keinen Widerspruch eingelegt und das Urteil akzeptiert hat, dürfte darauf hindeuten, dass man wenig Chancen gesehen hat, die Sperre noch mal um ein Spiel zu reduzieren. In der Bundesliga wird Keita entsprechend erst nach der Länderspielpause in Dortmund wieder an den Start gehen. In Istanbul kommende Woche darf Keita auch spielen.

Als Nachtrag noch zum Kauf der Red Bull Arena, der hier gestern Thema war. „Vor allem Fragen zur Grunderwerbsteuer und zur Umsatzsteuer kamen zum Tragen“, hieß es in einem Bericht dazu. Worauf ich mir keinen Reim machen konnte. Auf Twitter dann der Hinweis (https://twitter.com/Surfin_Bird/status/909695484104724483), dass bei einem gemeinsamen Kauf durch mehrere Organisationen die Grunderwerbssteuer wegfallen kann. Das gilt, wenn beide Organisationen mindestens fünf Prozent an der gemeinsamen Unternehmung halten. Im Joint Venture von Red Bull und RB Leipzig, das die Red Bull Arena kauft, soll RB Leipzig 6% der Anteile halten. Rechtlich offenbar wieder mal ganz gut die Grenze ausgelotet.

So ganz einen Reim drauf machen, kann ich mir aber immer noch nicht. Die Geschichte mit dem Wegfall Grunderwerbsteuer (immer, wenn man was mit Grund erwirbt, zahlt man Steuern) gilt wohl dann, wenn man die Gesellschaft auf deren Grund etwas steht, erwirbt (wie mir auch per Facebook-Nachricht dankenswerterweise erklärt wurde). Welche Gesellschaft da erworben und wie die Verträge konstruiert wurden, ist (mir) derzeit nicht bekannt. Nach derzeitigem Wissen läuft es darauf hinaus, dass man einen Deal gefunden hat, bei dem RB keine Grunderwerbssteuer zahlt, bei der die Stadt dieselben Rechte auf Veranstaltungen in der Red Bull Arena hat wie zuvor und bei der der alte Stadionbesitzer Kölmel wie bisher Veranstaltungen (z.B. Konzerte) in der Red Bull Arena und auf der Festwiese durchführen kann. Letzlich ist also alles beim alten geblieben, nur dass jetzt Red Bull/ RBL der Besitzer wird.

Man kann sich nun fragen, was eigentlich aus der Zentralstadion Leipzig Betreibergesellschaft mbH wird. Vielleicht wird sie ja im Rahmen der Verträge mitübernommen? Falls dem so ist (aber auch sonst), kann man sich auch fragen, was eigentlich aus der Arena (wo auch der SC DHfK spielt) im Rahmen der neuen Vertragssituation wird. Wurde sie aus dem Verbund mit Stadion und Festwiese herausgelöst? Ist sie Teil der Verträge, wird aber weiter von Kölmel/ Lonzen betrieben? Mir bleiben da insgesamt noch einige Fragen im Kopf, auch wenn sich im Grunde an den Dingen außer einem Eigentümerwechsel nicht viel verändert hat. Wie schon mal erwähnt, vielleicht fallen im Rahmen der Entscheidung im Stadtrat im Oktober noch ein paar Informationen vom Laster.

RB Leipzig und der Olmypiaball. Als Goldsponsor stellt man am 07.10.2017 (in der Länderspielpause) Räumlichkeiten in der Red Bull Arena und Technik zur Verfügung. Die Partnerschaft wurde schon im April bekanntgegeben. Letztes Jahr fand die Veranstaltung noch im Neuen Rathaus statt.

Lustig die Geschichte im Mirror. Die behaupten, dass der FC Liverpool (schon wieder die) Interesse an Dayot Upamecano hat. Und verweisen als Quelle auf einen BILD-Artikel, in dem das gar nicht drin steht..

Mit den Presseupdates geht es wahrscheinlich erst am Donnerstag (21.09.2017) weiter.

Presse 19.09.2017 weiterlesen

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Presse 18.09.2017

Zwei Tage her das 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach. Eine gute erste Halbzeit von RB Leipzig, eine schlechte zweite. Insgesamt ein gerechtes 2:2, aber wenn man zu Hause zweimal führt, sollte man so ein Spiel eben auch gewinnen, wenn man zu den Topteams gehören will. Dass RB Leipzig am Ende noch über den einen Punkt froh sein musste, sagt eigentlich alles über eine zweite Hälfte, in der die Strukturen und die Stabiltät im Team ziemlich arg zusammenbrachen und das Spiel mit dem Ball nicht mehr stattfand.

Timo Werner hatte RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach in Führung gebracht. Thorgan Hazard glich Mitte der zweiten Halbzeit nach unnötigem Elfmeter aus. Jean-Kevin August stellte kurz darauf mit schönem Tor die Führung wieder her. Lars Stind erzielte nach Fehler im RB-Spielaufbau auf ebenso schöne Art und Weise den Endstand her.

Kurz vor dem Schluss flog zu allem Überfluss auch noch Naby Keita vom Platz. Glatt rot wegen rohem Spiels, nachdem er Christoph Kramer ins Gesicht getreten hatte. Keine ernste Verletzung bei Kramer zum Glück. Immerhin war der Ball in der Nähe, sodass Keita wohl mit zwei Spielen Sperre davon kommt. Maximal drei. Aber das wäre für einen Ersttäter in Sachen Platzverweis in Deutschland eigentlich auch schon fast ein bisschen viel.

Reichlich 42.000 Zuschauer wollten das Topspiel am Samstagabend live im Stadion sehen. Bis zu 5.000 kamen (inklusive der Fans in den Heimbereichen), um den Gästen die Daumen zu drücken.

Sieben Punkte nach vier Spielen für RB Leipzig in der Bundesliga. Das ist nicht schlecht, aber es ist auch nicht sehr gut. Man reiht sich in der Bundesliga auf Rang 6 ein. Top6, das ist auch letztlich das Ziel und das Leistungsvermögen des Teams. Und bis auf Hannover steht bisher kein Team vor RB, das da (von der Erwartung vor der Saison her) nicht auch hingehören könnte.

Morgen geht es gleich weiter mit den englischen Wochen für RB Leipzig. In Augsburg. Diesmal hat der Gegner aber dieselbe Vorbereitungszeit wie RB. Hinsichtlich der Belastungssteuerung kann man wieder zwei, drei Wechsel erwarten. Ein Werner dürfte da ganz oben auf der Liste stehen, schließlich hatte Hasenhüttl schon angekündigt, dass man ihn bei einem Auswärtsspiel mal ganz zu Hause lassen könnte. Auch Upamecano oder Forsberg wären vielleicht mal dran. Morgen früh dazu noch mehr.

Der Spiegel (siehe auch RBlive) am Wochenende mit einer Story zu RB Leipzig, in der es neben der Champions League vor allem um die Konstitution als Klub, der zu den Großen gehören will, geht. Dazu werden Zahlen in der Raum geworfen, mit denen belegt werden soll, wie man sich im Business positioniert und dass man schon in unteren Ligen Geld auf Topniveau ausgegeben hat (zum Beispiel 300.000 Euro Aufstiegsprämie für Emil Forsberg). Fundiert ist das ganze offenbar aus Football-Leaks-Papieren, von daher kann man zumindest die Werte als fundiert annehmen.

Was man aus dem Beitrag mitnimmt, sind die 100 Millionen Ausstiegsklausel (nach den Erfahrungen diesen Sommer keine utopische Summer mehr), die an Dayot Upamecano für nächsten Sommer pappen. Falls man wieder europäisch spielt, wenn nicht wird die Höhe der Klausel geringer. Auch erfährt man, dass Dayot Upamecano knapp 4,5 Millionen Euro jährlich verdient. Was zumindest dahingehend erstaunlich ist, dass der Vertrag schon im Winter gemacht wurde, als man noch von einer Gehaltsobergrenze von 3 Millionen ausging. Die fiel ja aber (auch in der Vereinskommunikation) schon kurze Zeit später und war ja auch schon mit der Forsberg-Vertragsverlängerung obsolet. Dass Upamecano mit seinen 18 Jahren sofort zu einem der Topverdiener im Team aufgestiegen sein soll, darf dann aber doch ein bisschen überraschen.

Vielleicht auch nicht ganz uninteressant, dass RB für die Verpflichtung von Noah Jean Holm (U17-Spieler aus Norwegen) eine mittlere sechsstellige Summe in die Hand genommen haben soll. Wohlgemerkt als Sonderzahlung an die Spielerseite, nicht als Ablöse. Das ist sicherlich üblich im Tauziehen um Talente, aber es widerspricht auch den früheren Ansagen, dass Nachwuchsspieler nicht wegen des Geldes nach Leipzig kommen und man sehr bodenständig und altersgerecht zahlt.

Bei Twitter hat der @aufziehvogel angemerkt (https://twitter.com/Aufziehvogel_LE/status/909006181745795072), dass das Publizieren von Gehaltsdaten problematisch sei bzw. keine Relevanz habe und nur der Skandalisierung diene. Auch Ralf Rangnick meinte gestern bei Sky, dass so etwas nicht in die Öffentlichkeit gehöre, weil es Privatsache sei. Sicherlich ist der Punkt kein irrelevanter. Ich persönlich bin da aber eher Anhänger des amerikanischen Transparenz-Prinzips, bei dem im Sport alle Gehälter der Akteure komplett offenliegen. Macht die Abläufe der Klubs nachvollziehbarer. Aber mir ist natürlich auch bewusst, dass es in Deutschland einen anderen Umgang mit Gehältern gibt. In Amerika trägt man seinen Lohnzettel als Auszeichnung und Anerkennung gern für alle sichtbar vor sich her. In Deutschland gerät man bei hohen Gehältern eher unter Rechtfertigungsdruck und wird mit dem Zeigefinger bearbeitet.

Wie schon erwähnt Ralf Rangnick gestern bei Sky. Zusammen mit einem der Autoren der Spiegel-Geschichte Rafael Buschmann. Das versprach interessant zu werden. War es vom Unterhaltungswert her auch. Inhaltlich blieb es aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Weil die Moderation in Form von Jörg Wontorra nicht die Kompetenz hatte, das Gespräch durch spannende Sachfragen zu lenken.

Inhaltlich blieb es auch unter der Erwartungen, weil Ralf Rangnick sich von vornherein angegriffen fühlte und sein Gegenüber Buschmann mit einem lockeren ‚Wo arbeiten sie eigentlich, junger Mann‘ relativ respektlos abkanzelte. Ganz ehrlich, dass Rangnick in eine Sendung geht, ohne Gegenüber Rafael Buschmann und dessen durchaus prominente Enthüllungen im Rahmen der Football-Leaks-Geschichten zu kennen, erscheint nicht sehr glaubhaft, auch wenn der Sportdirektor genau das zu vermitteln versuchte. Von daher wirkte das ‚ich erzähle ihnen mal, wie der Spiegel früher gearbeitet hat‘ doch deutlich neben der Spur.

Und inhaltlich blieb es auch unter den Erwartungen, weil Rafael Buschmann nicht die Zeit und Ruhe hatte, um seinen Punkt für eine Debatte sinnvoll aufzubereiten bzw. steht ihm vielleicht an manchem Punkt auch eine gewisse Voreingenommenheit im Weg bzw. macht es sich in konfrontativen Debatten mit Rangnick eher schlecht, wenn man mit falschen Fakten um die Ecke kommt. So zum Beispiel, wenn man ein hoch dotiertes Angebot für Ralph Gunesch anbringt, das allerdings ein Jahr vor Rangnick abgegeben wurde (zu einer Zeit als man in Leipzig noch die Philosophie hatte, kein Geld für Transfers auszugeben, aber Spielern aus der ersten Liga bzw. auf Erstliganiveau auch in der vierten Liga Erstligagehälter zu zahlen bzw. Zweitligaspielern Zweitligagehälter und so weiter). Oder wenn man im September 2017 immer noch mit der 3-Millionen-Gehaltsobergrenze ankommt, die schon seit ungefähr fünf Monaten vereinsoffiziell (‚müssen unsere Leitplanken anpassen‘) in Interviews aufgegeben und nach oben verschoben wurde.

Insgesamt war es wieder mal eine vertane Chance, weil man sich zwar ein bisschen und unterhaltsam (auch weil Rangnick etwas die Fassung verlor) stritt, aber man nie in einen echten argumentativen Austausch kam. Rangnick blieb jenseits der persönlichen Ebene zu Buschmann auf Sachebene souverän und konnte auch dank Moderation, die immer wieder zu Allgemeinplätzen wechselte, souverän bleiben. Man wünscht sich immer noch, dass zwei wie Buschmann und Rangnick vielleicht mal zwei Stunden in einem geschlossenen Raum vor Kameras sitzen und ganz ehrlich und offen und rein auf analytisch-sachlicher Ebene miteinander diskutieren. Ist vielleicht angesichts der Rollen der jeweiligen Personen auch eine Utopie, dass so was mal passiert.

Wenig überraschend wohl auch, dass der Spiegel-Artikel mit den RB-Gehaltsdaten so kurz vor einem gemeinsamen Auftritt von Ralf Rangnick und Spiegel-Mann Rafael Buschmann erscheint. Das nennt man dann wohl gelungenes Selbstmarketing. Wofür auch spricht, dass man mal eben ein paar Summen in den Raum wirft, ohne deren Kontext wie die Budgetplanung von RB oder den Gesamtzusammenhang Bundesligaklubs und ihre Ausgabestrategien darzustellen. Sind dann halt doch eher aufmerksamkeitsheischende und weniger erklärende Zahlen, wenn man mal eben das Gehalt von Jean-Kevin Augustin veröffentlicht, das tatsächlich wenig Relevanz für irgendwas hat.

Hochgradig skurril, dass Forsbergs Ex-Klub GIF Sundsvall sich Geld leiht, um die Saison zu überstehen und als Sicherheit für dieses geliehene Geld ausgerechnet Erlöse aus einem möglichen Verkauf von Emil Forsberg nimmt. Wenn RB Forsberg verkauft, bekommt Sundsvall 4,2% der Ablöse, rechnet man in Schweden vor. Extrem viel Geld für den Klub bei entsprechender Ablöse. Das Leihen von Geld mit einer unsicheren Einnahme abzusichern, klingt aber auch nicht nach dem allervernünftigsten wirtschaftlichen Vorgehen. Dass durch solche Geschichten im Fall der Fälle sich auch der Druck auf Spieler erhöht, aus Solidarität mit ihrem Ex-Klub einen Wechsel zu forcieren, kann man als Fakt wohl auch nicht ignorieren. Ralf Rangnick wird diese Ebene aber eher weniger interessieren..

Leipzig ist dabei, wenn sich Deutschland für die Euro 2024 bewirbt. Die Red Bull Arena ist eines von zehn Stadien, die vom DFB nach objektiven Kriterien ausgewählt wurden. Das alles ist nicht so richtig interessant (außer man interessiert sich für eine EM). Interessant aber, dass man in der Bewerbung die Größe des Stadions mit kanpp 50.000 Sitzplätzen angegeben hat. Das wäre dann alledings die maximale Ausbaustufe von (mit Stehplätzen, die man für internationale Spiele in Sitzplätze umwandeln kann) von bis zu 57.000 Zuschauern. Bisher hieß es eigentlich, dass man erst mal die einfachen Umbauten machen und dann auf 50.000 Plätze (mit Stehplätzen) kommen und man dann gucken will, ob man überhaupt mehr braucht. Nun stehen die Pläne des weiteren, maximalen Ausbaus bis spätestens 2024 offenbar schon relativ fest. Wenn man bedenkt, dass man mit den aktuellen Eintrittspreisen bereits bei 42.000 Zuschauern an die Grenze kommt, sind die 57.000 (bzw. knapp 50.000 bei internationalen Spielen) durchaus optimistisch. Allerdings kommen dann auch einige Plätze im Niedrigpreisbereich (weil Stehplatz) dazu, die man natürlich immer los wird. Wird interessant ab nächsten Sommer, wenn der erste Ausbau losgehen soll.

JUVE mit einem Bericht zum Verkauf der Red Bull Arena und welche Juristen daran beteiligt waren. Red Bull dabei mit einer ganzen Armada an Rechtsanwälten. Wer mir den Satz „Vor allem Fragen zur Grunderwerbsteuer und zur Umsatzsteuer kamen zum Tragen.“ aus dem Artikel erklären kann, bekommt ein Fleißbienchen. Da bin ich mal eben komplett ausgestiegen an dieser Stelle.

Und auch noch zur Red Bull Arena: Im Waldstraßenviertel ist man zufrieden mit den Sperrkreisen rund um ihr Viertel bei Fußballspielen von RB Leipzig, wegen derer Auswärtige nicht mehr mit dem Auto in das Gebiet einfahren dürfen. Nicht zufrieden ist man damit, dass die Stadt immer noch kein Anwohnerparken eingeführt hat.

HSV Arena mit einem umfassenden Vergleich der Entwicklungen von RB Leipzig und dem HSV in den letzten vier Jahren mit einigen Zahlen.

Irgendwas mit neuer Immobilienpartner bei RB Leipzig. Eigentlich hatte man schon einen, der auf den Ärmeln klebt, aber Immobilien(partner) kann man ja nie genug haben..

Irgendwas mit 250 Euro Ordnungsgeld wegen „Belästigung der Allgemeinheit“ für einen der Bullenkopf-Werfer von Dynamo Dresden. Die anderen wurden wohl auch schon verurteilt. Mehr als geringes Ordnungsgeld ist nicht rausgesprungen. Warum sollte es auch, mehr als ein gewisser Grad an Geschmacklosigkeit steckte in der Aktion ja auch nicht drin.

Eintracht-Ultras klauen Chemnitz-Ultras nach dem Spiel in Wiesbaden die Banner. BILD glaubt deswegen (in einer inzwischen wieder gelöschten Passage), dass nun am Wochenende die Revancen anstehen könnte. Wenn dann nämlich die Eintracht aus Frankfurt bei RB Leipzig antritt. Weil Chemnnitz, Sachsen, nah dran an Leipzig oder so.

Ultras müssen sich, so will es das ungeschriebene Gesetz, nach so etwas im Normalfall auflösen. Das dürfte den Skatstadt Bullen nicht passieren. Die vermissen nämlich ihr Banner, das eigentlich in einem gesicherten Raum an der Red Bull Arena gelagert war und suchen nun danach und wundern sich, wie es verschwinden konnte.

Die Frauen von RB Leipzig gestern mit einem enttäuschenden 2:2 nach 2:0-Führung in der Regionalliga gegen den 1.FFC Fortuna Dresden. Für die Gäste war es der erste Punkt in dieser Saison. Für RB der vierte. Damit hängt man im Mittelfeld der Tabelle fest. 260 Zuschauer wollten die Partie am Gontardweg offiziell sehen. In der Regionalliga ziehen vorn Magdeburg und Viktoria Berlin die Spitzenreiterkreise.

Die U19 von RB Leipzig mit der nächsten Enttäuschung. 0:1 verliert man bei Werder Bremen. Damit hängt das mit hohen Ambitionen gestartete Nachwuchsteam im Mittelfeld der Tabelle fest. Fünf Punkte Rückstand sind es bereits auf HSV und Bremen an der Tabellenspitze.

Die U17 von RB Leipzig feierte derweil einen Heimsieg. 2:0 gewann man vor 200 Zuschauern gegen Dynamo Dresden. Drei Punkte liegt man hinter Werder Bremen, die schon wieder mit fünf Siegen aus fünf Spielen gestartet sind.

Presse 18.09.2017 weiterlesen

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Presse 15.09.2017

Morgen also schon wieder der vierte Spieltag in der Bundesliga. Borussia Mönchengladbach ist in Leipzig zu Besuch. Ausverkauftes Haus. Topspiel am Samstagabend. Schon wieder ein Highlight mitten in den englischen Wochen.

Wer bei RB auflaufen wird, ist noch ein bisschen eine Wundertüte. Stichwort Belastungssteuerung. Pressekonferenz ist erst am Mittag, also nach Verfassen dieser Zeilen. Da gibt es vielleicht noch ein paar Hinweise. Auf Gladbacher Seite fehlt gleich eine Latte von Spielen. Vincenzo Grifo, Ibrahima Traore, Tony Jantschke, Tobias Strobl, Josip Drmic, Laszlo Benes, Mamadou Doucouré und Kwame Yeboa fallen allesamt aus.

Mönchengladbach wird trotzdem eine namhafte und schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, so viel Qualität besitzt der Kader in der Breite. Interessant wird sein, wie RB die Offensivkräfte der Gäste verteidigt kriegt. In der Defensive zeigte sich Mönchengladbach in den ersten Saisonspielen derweil durchaus anfällig.

Geleitet wird die Begegnung von Marco Fritz. Der vierte Einsatz des Unparteiischen bei einem RB-Spiel. Das vierte Mal in der Bundesliga, das vierte Mal in Leipzig. Mainz, Hertha, Köln. Die bisherigen Partien waren allesamt überzeugende RB-Siege. Fritz hatte auch wegen der eindeutigen Spielverläufe wenige Probleme mit den Spielen und trat sehr souverän auf, lag aber auch nicht immer mit allen Karten- und Elfmeterentscheidungen richtig.

Aufgerufen wird anlässlich des Mönchengladbach-Spiels auch, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen. Rund um das Stadion wird es entsprechende Möglichkeiten geben. Auf der RB-Seite mehr zum warum und wie man es machen kann, wenn man nicht ins Stadion geht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Registrierung völlig unproblematisch ist und die Sache an sich natürlich unterstützenswert.

Noch allerlei Nachklapp zum Spiel gegen den AS Monaco. Glas halbvoll oder doch halbleer. Weiche Knie und Nervosität. Lust auf mehr in Europa. So ungefähr die Themen im Nachspieltagsdiskurs.

Salzburg-Coach Marko Rose im längeren, interessanten Urbanite-Interview. Über das Scheitern in der CL-Quali, über Spielerwechsel nach Leipzig, über sein Trainer-Dasein, über den Weg von Lok nach Salzburg. RB Leipzig steht offiziell nicht auf dem Karrierezettel, weil es auf der Welt auch noch genug andere interessante Verein gibt. Ausschließen, dass Rose irgendwann in seine Heimatstadt zurückkehrt und RB übernimmt, sollte man aber auch nicht. Gibt ja hierzulande einige, die eine entsprechende Zukunft gut fänden oder naheliegend finden. Sympathisch ist er in jedem Fall und als Trainer hat er bisher immer erfolgreich gearbeitet.

Die LVZ mit einem längeren, auch nicht uninteressanten Stück über den Kaffee-Betreiber Tom Geißler, ehemals auch RB-Profi. Nette kleine Lebensgeschichte von jemandem, der einst beim FC Sachsen eines der größeren Leipziger Talente war, aber die ganz große Karriere auch nie startete und nun selbstständig ist und auch ohne Fußball das macht, worauf er Bock hat.

BILD kocht am Forsberg-Thema. Dessen frühe Auswechslung gegen Monaco wird zum Anlass genommen, eine Frust-Geschichte zu stricken. Frust über die frühe Auswechslung, über einen nicht genehmigten Wechsel und über die Bruma-Verpflichtung als direkte Konkurrenz. Interessant vielleicht jenseits der etwas zugespitzten Interpretationen, dass sich Forsberg bei 100% und entsprechend in seiner Fitness keinen Grund für seine frühe Auswechslung im Monaco-Spiel sah, während Hasenhüttl (wenn ich das richtig im Kopf hab) genau die zur 100 fehlenden Prozente als Grund angab. Gab es Anfang letzter Saison oder in Mainz schon mal, dass Forsberg mit seinem Bankplatz oder einer Auswechslung nicht so richtig zufrieden war. Und jetzt nehme man noch mal dazu, dass um die zwei Zehnerpositionen Forsberg, Sabitzer, Bruma und Kampl konkurrieren. Von denen dürfte niemand länger einen Bankplatz sonderlich lustig finden. Das hat durchaus Konfliktpotenzial. Vermutlich sogar mehr, als den Frust über einen möglicherweise verpassten Vereinswechsel da unterbringen zu wollen.

Am Montag war Oliver Mintzlaff bei Sky90. Nun ist der nächste Verantwortliche von RB Leipzig dran. Ralf Rangnick ist am Sonntag ab 10.45 bei Jörg Wontorra im Fußball-Talk bei Sky Sport News HD zu Gast. Mit ihm auch Dietmar Hamann, Autor Rafael Buschmann und Journalist Lars Wallrodt. Das ist eine durchaus recht bunte Runde..

Die Frauen von RB Leipzig am Sonntag (17.09.2017) mit dem dritten Spieltag der Regionalliga. Man empfängt den 1.FFC Fortuna Dresden. Die sind mit null Punkten in die Saison gestartet und kassierten letzte Woche eine 0:8-Klatsche in Magdeburg. Aber mit Klatschen gegen Magdeburg kennen sich ja auch die RB-Frauen schon aus. RB in der Partie sicherlich Favorit. Anpfiff am Gontardweg ist 14 Uhr.

Die U19 von RB Leipzig schon morgen mit dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen. Auswärts tat man sich bisher wesentlich leichter als zu Hause. Bremen ist mit 12 Punkten aus fünf Spielen Zweiter. RB liegt zwei Punkte dahinter auf Rang 5. Dürfte ungefähr auf Augenhöhe hinauslaufen. Mit einem Sieg könnte RB an den Bremern vorbeiziehen.

Die U17 von RB Leipzig tritt derweil auch wieder in den Spielbetrieb ein. Am morgigen Samstag (16.09.2017) empfängt man Dynamo Dresden. Nach dem U19-Duell letzte Woche (0:0) also schon wieder das Aufeinander der beiden sächsischen Kontrahenten. RB sicherlich favorisiert und liegt mit einem Spiel weniger drei Punkte vor Dynamo. Anpfiff am Cottaweg ist 13 Uhr.

Der Grund für die einwöchige Pause der U17 war eine Länderspielserie der deutschen Nationalmannschaft. Nachgetragen sei diesbezüglich noch, dass Tom Krauß dabei am Dienstag beim 1:1 gegen die Niederlande durchspielte, während Anton Rücker nicht eingesetzt wurde.

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Presse 14.09.2017

Das war er dann also, der erste Champions-League-Abend von RB Leipzig. Gegen den AS Monaco holt man ein 1:1. Ein Spiel, nach dem man auf Seiten der Gastgeber nicht so richtig weiß, ob man zufrieden sein soll oder nicht. Von den Chancen her wäre mehr drin gewesen, wenn man an die Großchance von Augustin und eine nicht geahndete Tätlichkeit gegen Werner im Strafraum denkt. Rein spielerisch war Monaco mit ihrer Mischung aus Ballsicherheit hinten heraus und sehr guter Defensive das reifere und komplettere Team. Insgesamt geht das 1:1 sicherlich absolut in Ordnung.

Emil Forsberg hatte mit einem Schuss ins kurze Eck nach 32 Minuten für das erste Europapokal-Tor für RB Leipzig gesorgt. Youri Tielemans sorgte nur eine Minute später nach Abwehrdurcheinander für den Ausgleich.

Erstaunlich vielleicht (oder eigentlich auch nicht), dass so viele Spieler nach der Partie erklärten, dass Nervosität bei dieser Begegnung durchaus eine Rolle gespielt hat. Erstes Mal auf der großen Bühne und so. Da ging das psychologische Setzen im Vorfeld auf Unbekümmertheit und (Neu)Gier dann offenbar doch nicht zu 100% auf.

Reichlich 40.000 Zuschauer wollten die Partie verfolgen. Ausverkauft im Heimbereich. Irgendwas um die 80 Zuschauer waren im Gästeblock. Inklusive Polonaise. Echtes Sandhausen-Feeling. Nur ohne 0:4-Packung.

Parallel zum RB-Spiel setzte Besiktas Istanbul mit dem 3:1 in Porto gleich mal ein Ausrufezeichen. Mit einem Auswärtssieg zu starten, ist nicht das schlechteste, was einem in einer Vierergruppe passieren kann. Wird in zwei Wochen in der Türkei für RB sicherlich kein Zuckerschlecken.

Gestern vor dem Spiel wurde auch die Vertragsverlängerung mit Yussuf Poulsen bekanntgegeben. Zwei Jahre kommen noch mal oben drauf. Bis 2021 ist der Däne nun an RB gebunden. Schöne Sache für alle Beteiligten. Bei Willi Orban seien die Verhandlungen zudem weit fortgeschritten, meint der Kicker. Und weiter irgendwas mit Timo Werner und Real Madrid, aber nichts ernstes oder relevantes.

Nicht ganz uninteressant ein Sportbild-Beitrag zu Packing-Statistiken (siehe RBlive). Demnach ist RB Leipzig beim Vergleich von überspielten Verteidigern des Gegners und überspielten eigenen Verteidigern derzeit zusammen mit Köln das zweitschlechteste Team der Bundesliga. Verweist darauf, dass man als Ballbesitz-Team, das nicht mehr überwiegend aus der Umschaltsituation kommen kann, offensiv nicht mehr ganz so durchschlagskräftig ist, während man defensiv eine gewisse Anfälligkeit für Konter (also das schnelle Überspielen der eigenen Verteidiger) hat. Sicherlich ein Puzzlestück in der Entwicklung, aus der Dominanz heraus nicht anfällig zu werden und gleichzeitig den eigenen Zug zum Tor nicht zu verlieren. Funktionierte an den ersten Spieltagen nur teilweise. Nach drei Spieltagen ist die Packing-Statistik aber auch noch nicht komplett aussagekräftig.

Die Zeit mit einem dieser Artikel, nach dem mehr Fragen als Antworten bleiben. Ein Artikel, der den Eindruck vermittelt, als müsste sich der Autor mal was über handelnde RB-Personen und den Verein von der Seele schreiben. Wer Oliver Mintzlaff wegen seiner Financial-Fairplay-Äußerungen Frechheit und Dreistigkeit andichtet, sollte bezüglich der RB-Bilanzen etwas mehr auffahren als hätte, könnte, machen solche Klubs üblicherweise..

Zeit und Mitteldeutsche Zeitung versuchen mit historischen Vergleichen fehlende Euphorie in Leipzig rund um RB und das erste Spiel in Europa zu belegen. Die ganze Stadt sei einst bei Loks Europapokalspielen auf den Beinen gewesen. 80.000 kamen gegen den SSC Neapel zum letzten Leipziger Europapokal-Abend und RB hat Probleme gegen Monaco das Stadion voll zu kriegen. Es hinkt halt immer bei historischen Vergleichen. Lok startete einst gegen Glentoran Belfast mit weniger als 10.000 Zuschauern in die Europapokal-Saison, die im Finale gegen Amsterdam und dem legendären Spiel gegen Bordeaux im Halbfinale endete. Und der Eintritt gegen Neapel und Maradona kostete unter zehn Mark. Sagen wir mal so. Wenn RB gestern Barcelona und Messi (um mal einen Maradona-Vergleich zu wagen) empfangen und seine Plätze für maximal 30 Euro verkauft hätte, dann hätte man wohl auch locker ein 80.000er-Stadion gefüllt. Und auch das soll nur zeigen, dass historische Vergleiche oft (und gerade aus Zeitzeugen-Perspektive) eine gewisse Portion Verklärung beinhalten und nicht sagen, dass heute alles so wie gestern ist. Ist es natürlich nicht.

In der Youth League gestern RB Leipzig gegen den AS Monaco chancenlos. 1:4 hieß es am Ende. Vor allem in der zweiten Halbzeit war man unterlegen. Erik Majetschak schoss kurz vor Schluss das erste Tor in der europäischen Geschichte des Nachwuchsteams. Immerhin was positives, das man aus diesem Spiel neben Lerneffekten mitnehmen kann. Knapp 1.000 Zuschauer bildeten eine würdige Kulisse für die Begegnung, die am Cottaweg ausgetragen wurde.

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Presse 13.09.2017

Heute Abend dann also die Premiere in der Champions League. Der AS Monaco ist zu Gast. Französischer Meister. Erste Niederlage am letzten Wochenende nach 24 ungeschlagenen Spielen in der Meisterschaft am Stück. Spiel- und standardstark, aber vielleicht auch anfällig für die aggressive Balleroberung.

Naby Keita fehlt nach Hasenhüttl-Aussage heute mit ziemlicher Sicherheit, weil er gestern das Training abbrechen musste. Dass das nur ein Bluff ist, ist nach der Forsberg-Geschichte letzte Woche nicht unmöglich. Aber eigentlich sah Hasenhüttl bei der Ansage ziemlich ernst aus. Wenn das nur ein Bluff war, dann könnte der Trainer irgendwann nach Hollywood wechseln. Auch Marvin Compper fehlte gestern beim Training, ist also ziemlich sicher raus für das Monaco-Spiel.

Irgendwas ab 40.000 aufwärts werden im Stadion sein. Die Heimseite wird ausverkauft sein. Je nachdem wie viele Gästefans kommen (die Angaben variieren von 500 bis 1.000), wird dann halt die finale Zuschauerzahl ausfallen. Dass gestern noch eine Handvoll Billigtickets im Sektor D in den Vorverkauf gingen, sorgt derweil auch nicht gerade bei allen für Begeisterung. Vor allem nicht bei jenen, die früh auf teuere Blöcke auswichen, weil sie davon ausgingen, dass Hintertortickets ausverkauft sind. Seltsame Herangehensweise des Vereins diesmal an den Vorverkauf.

Resttickets für Monaco (Dauerkartenbesitzer, die ihre Tickets weitergeben wollen z.B.) gibt es in der Ticketbörse. Da heute allerdings die zweite Vorverkaufsphase unter anderem für die Auswärtsspiele in München und Dortmund und im DFB-Pokal gegen München startete, ist die Ticketbörse innerhalb der Online-Ticket-Seite von RB vergleichsweise schwer zu erreichen.. Sollten noch Tickets daraus übrig sein, öffnet heute Abend auch eine Tageskasse.

Geleitet wird die Partie von Michael Oliver. Englischer Schiedsrichter. Mit 32 Jahren noch vergleichsweise jung. Natürlich hat man hierzulande mit ihm wenig Berührungspunkte. Vielleicht weiß ja aber noch jemand, wie der Schiedsrichter der Partie zwischen Dänemark und Deutschland im Juni war. Die wurde nämlich von Oliver geleitet. Im Hinterkopf sollte man auf jeden Fall behalten, das es keinen Videobeweis gibt bei diesem Spiel. Entsprechend kann man sich das Schauen auf den Schiedsrichter noch zehn Sekunden nach Entscheidungen mit der Hoffnung, dass er noch mal einen Hinweis vom Videoassistenten kriegt, sparen.

Als Vorspiel zu den Profis gibt es ab 15 Uhr das Spiel zwischen RB Leipzig und dem AS Monaco in der Youth League. Wenn man die bisherigen Heimauftritte der RB-U19 gesehen hat, dann sind sie Außenseiter. Auffällig auch, dass das Nachwuchsteam physisch nicht extrem beeindruckend ist. Gerade im Vergleich mit dem Vorjahressieger Salzburg nicht. Der Eintritt zum Youth-League-Spiel ist frei. Gespielt wird am Cottaweg. Ein bisschen Zeit sollte trotzdem am Einlass eingeplant werden. Man braucht wohl auch ohne Eintritt ein Zutrittsticket, das man dort an der Kasse kriegt. Ein Livestream gibt nach jetzigem Stand nicht. Rechteinhaber Sport1 setzt auf andere Partien.

Stadionseits gestern die Meldung der Stadt, dass sich Kölmel und RB (vermutlich immer noch als Joint Venture aus RB Leipzig und Red Bull) hinsichtlich des Kaufs der Red Bull Arena geeinigt haben. Bzw. hatten die beiden sich ja eigentlich schon geeinigt. Nun ging es nur noch darum, einen Kaufvertrag auszuhandeln, der auch der Stadt Leipzig gefällt (weil die Stadt beim Kauf zustimmungspflichtig ist). Entsprechend ging es offenbar in den letzten Monaten darum, die künftige Nutzung des Stadions jenseits des RB-Vereinssports in entsprechenden Klauseln festzuhalten (weswegen die Dinge auch so lange gedauert haben könnte). So können städtische Veranstaltungen weiter in der Red Bull Arena und auf der Festwiese stattfinden. Das Turnfest 2021 wird unter anderem im Stadion ausgetragen. Aber auch.von Kölmel organisierte Musik wird es weiterhin dort geben. Red Bull wird also Eigentümer eines Stadions, das im Kern weiter so bespielt wird wie bisher.

Im Oktober soll das ganze dann final über die Bühne gehen. Dann soll der Stadtrat in einer seiner Sitzungen dem Verkauf zustimmen. Ob im neuen Vertrag wieder eine Zustimmungspflicht zum Weiterverkauf verankert wurde, ist unklar. Laut Stadtverwaltung gibt es aber ein Rückkaufsrecht ab 2040, falls das Stadion dann nicht mehr für Fußball genutzt wird. Vielleicht gibt es ja im Zuge der Stadtratsentscheidung noch ein paar Infos mehr zu den Verkausdetails.

Ralph Hasenhüttl glaubt, dass Timo Werner noch ein paar Jahre in Leipzig spielt, weil er es hier so gut hat und das Spielsystem auf ihn zugeschnitten ist. Berater Karlheinz Förster findet das auch vorstellbar. Timo Werner redet derweil in Sportbild von einem Wechsel zu einem großen Klub irgendwann und von Titeln, die er gewinnen will. Bei RB Leipzig sieht er diese Möglichkeit nicht, fühlt sich aber trotzdem sehr wohl und kann sich eine Vertragsverlängerung und einen Verbleib durchaus vorstellen. Gesamtgemengelage interpretiert: Vertragsverlängerung ist nicht unwahrscheinlich. Wechsel zu einem anderen Verein 2019 oder 2020 auch nicht.

Der Fanverband erklärt, dass man keine Reise zu m Auswärtsspiel nach Porto organisiert, weil man kein Kartenkontingent von RB bekommen hat. Man hätte ein Paket mit Flug für 400 Euro schnüren können, aber ohne garantierte Eintrittskarten lässt man das nun. Für Monaco will man an der Idee eines Sonderzugs für 200 Euro festhalten, sucht aber noch nach Ticketkontingenten. RB erhält wahrscheinlich von Monaco nur 900 Tickets. Entsprechend versucht man es nun offenbar über den Heimverein, an weitere Kontingente zu kommen.

Dass RB keine Kontingente für Porto zur Verfügung stellt, überrascht ein wenig. Unwahrscheinlich, dass die rund 2.500 Tickets, die man mindestens kriegen muss, alle verplant sind. Bleibt naheliegend nur die Interpretation, dass RB keine Konkurrenz zur Reise von Partner Dertour für rund 500 Euro haben will..

Oliver Mintzlaff weiter in der Medienoffensive. Diesmal bei Sportbild. Redaktionsbesuch zusammen mit Ex-Sportbildler und Kommunikationschef Florian Scholz. Etwas skurril die leichte Verteidigung von 50+1 von Mintzlaff, auch wenn er die Regel für reformbedürftig hält. Eine weitere Stimme im ‚es gibt auch schlechte Investoren‘-Chor. Skurril auch die ‚Wir erfüllen 50+1‘-Aussage. Wobei das natürlich formal stimmt, aber praktisch ist man halt nun mal ein Verein, der der Logik von 50+1 widerspricht (was man natürlich wiederum nicht öffentlich sagen darf). Dass man für die UEFA wegen der wirtschaftlichen Abhängigkeit auch formal ein Red-Bull-Verein ist, manifestiert das nur noch.

Interessant die (weitestgehend schon bekannte) Argumentationslogik in Bezug auf die Begrenzung der Mitgliedschaften (wollen nur Mitglieder, die auch in den Arbeitsalltag involviert sind und nicht nur Mitglieder, die abstimmen). Interessant vor allem hinsichtlich des Arguments, dass man bei normaler Aufnahme von Mitgliedern ja eventuell auch 500 ungewollte hat. Ungwollt, weil die vielleicht „unsere Null-Toleranz-Politik zum Thema Gewalt und Pyro nicht teilen“.

Mal vom nicht verhandelbaren Gewalt-Thema abgesehen (für das es auch Vereinsausschlussverfahren gäbe) ist ja aber genau das auch Teil von Aushandlungsprozessen von Vereinen, dass es unterschiedliche Meinungen gibt (wobei es in Vereinen mit fünf- bis sechsstelligen Mitgliedszahlen meist nur Meinungsunterschiede gibt, die im Willen der Masse versinken), über die man sich dann verständigen und entscheiden muss. Dass man dies bei RB nicht will und den kommunikativen Austausch mit dem Umfeld auf andere Ebenen verschiebt, ist (für die die Mehrheit der RB-Anhänger aus vielleicht unterschiedlichen Gründen) in Ordnung und macht im Sinne des Schutzes der Wirtschaftseinheit Verein und im Sinne der Entscheidungsfreiheit und der schlanken Strukturen meinetwegen auch Sinn. Man sollte halt aber auch nicht mehr draus machen, als es ist. Die Ablehnung von stimmberechtigten Mitgliedschaften ist eine Entscheidung für das freiere Arbeiten als Wirtschaftsorganisation und für den Schutz von Investitionen und nicht eine für die dynamischere Einbindung arbeitswilliger Mitglieder.

Ansonsten Loblied auf die deutschen Verhältnisse („bezahlbare Tickets, Fankultur und volle Stadien“), Bayern Lichtjahre entfernt, aber ein positiv zu sehender Magnet, härteres Durchsetzen des Financial Fairplay nötig, Transferperiode verkürzen.

Die TU Braunschweig mit einer Neuauflage ihrer Markenstudie zu den ersten zwei Bundesligen. RB Leipzig dabei weiterhin auf den hinteren Plätzen. Wobei das zentral darauf beruht, dass man laut Studie bundesweit unbekannter als Fürth, Heidenheim oder Aue sein soll. Wenn man ein solches Ergebnis für einen Verein erhält, der Champions League spielt und im letzten Jahr durch alle Medien nicht nur bei der BVB-Geschichte hoch- und runtergenudelt wurde, dann sollte das einem hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit der Ergebnisse schon zu denken geben.

Die These, dass Bayern und Leipzig Klubs sind, die polarisieren, ist sicher eine plausible. Dass Leipzig im Osten besser funktioniert als im Westen, ist auch plausibel. Wie valide die Ergebnisse insgesamt sind, ist aber schwer einzuschätzen. So richtig tief sind die Ausführungen zur Methodik nicht. Und die jeweils reichlich 100 Befragten pro Verein sind sicherlich nicht zu wenig, aber auch nicht sonderlich viel, um ein paar Zufallseffekte auszuschließen.

Im Detail der Ergebnisse ist RB das viertunbekannteste Team aller zwei Bundesligen. In Sachen Sympathie ist man vor den Bayern Vorletzter. In Sachen „Ist sehr gut“(?) liegt man auf Platz 11. In Sachen Attraktivität ist man Achtletzter. Interessant vielleicht, dass Frankfurt und Dresden abgesehen von der Bekanntheit in allen Kategorien ganz unten gerankt werden. Aber wie immer bleibt die Feststellung, dass diese Ranking-Versuche hübsche Schlagzeilen geben, aber eigentlich den Blick auf interessantere Inhalte verstellen.

Tim Thoelke und Julius Fischer mit dem Versuch eines RB-Fansongs. Stellenweise durchaus witzig. Vielleicht fehlt mir insgesamt aber doch ein wenig mehr doppelter Boden.Nicht unwitzig, aber den letzten Kick habe ich irgendwie vermisst. Könnte es aber auch nicht näher und präziser formulieren. Im Vergleich mit anderen Text- und Musikproduktionen rund um RB Leipzig ist es allerdings ein Quantensprung nach vorn..

Von der Pressekonferenz nach dem CL-Spiel gibt es heute Abend wahrscheinlich nichts hier im Blog. Entscheide ich dann spontan, aber eigentlich ist es mir zu spät, angesichts des Spielberichts, der danach noch zu schreiben ist und angesichts dessen, dass der Tag am nächsten Morgen wieder um Sechs beginnt.

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Presse 12.09.2017

Es geht schnurstracks auf das erste Champions-League-Spiel von RB Leipzig zu. Heute ist quasi Media-Day. Pressekonferenz mit dem AS Monaco. Pressekonferenz mit RB Leipzig. Alles streng unter Aufsicht und Vorgaben der UEFA, was Abläufe und Zeiträume angeht. Alles dann am Abend. 18.30 Uhr geht der RB-Teil los.

Gestern Training bei RB Leipzig. Naby Keita trainierte individuell. Weiter fraglich, ob er morgen aufläuft. Gefehlt haben auch Marvin Compper und der sowieso nicht spielberechtigte Fabio Coltorti. Beim AS Monaco ist Thomas Lemar nicht mit nach Leipzig gereist, nachdem er am Wochenende gegen Nizza zur Pause verletzt ausgewechselt wurde.

Ein paar Tickets gibt es auch noch. So wie ich es sehe, gibt es nur noch Restkarten für den Oberrang über dem Gästeblock. Skurril die LVZ-These, dass das Vorhandensein von Tickets bis zum Schluss nur damit zu tun habe, dass RB damit Schwarzmarkthändlnern eins auswischen will. Sagen wir mal so: es gibt verschiedene Indikatoren, die darauf hinweisen, dass der Verkauf für die Champions League anders und langsamer läuft als sagen wir für ein Spiel gegen die Bayern oder Dortmund..

Verkauft werden jetzt auch Fanreise-Pakete für die CL-Spiele in Porto und Monaco. Während die Istanbul-Reisen für 600 Euro offenbar nicht oder nur sehr schleppend verkauft werden (interessant in dem Zusammenhang, dass Monaco von der Reise nach Istanbul abrät und auch keine Tickets für seine Fans abruft), klingt vor allem das Paket für Porto ganz sinnvoll. Flug von und nach Leipzig. Mit allem drum und dran vor Ort und Rückflug in der Nacht. Insgesamt 500 Euro. Nicht total billig, aber alles inklusive mit Eintrittskarte und Transfers und im vernünftigem Zeitrahmen dank Start in Leipzig. Sorglos-Paket also. Könnte ich mir vorstellen, dass das schon eher seine Käufer finden wird.

Oliver Mintzlaff gestern bei Sky 90. Timo Werner ohne Ausstiegsklausel. Man würde gern verlängern, aber so richtig ist es offenbar gerade nicht akut bzw. findet man noch nicht zusammen. Vereinsseits ist man entspannt, weil Werner noch Vertrag bis 2020 hat und sich wohl fühlt und sportlich alles hat, was er braucht. Wie schon gestern gesagt, ist es eher unwahrscheinlich, dass Werner schon nächsten Sommer den nächsten Schritt zu einem Topklub machen will, wenn denn RB weiter international spielt. In Spanien kocht man derweil das Real-Interesse weiter hoch. Das werden noch lustige Monate bis nächsten Sommer..

Zudem wünscht sich der RB-Geschäftsführer Mintzlaff eine härtere Auslegung der Financial-Fairplay Regel. Klingt natürlich immer seltsam bei einem Verein, der durch die Ligen 5 bis 2 auch deswegen durchmarschiert ist, weil man einen höheren Etat als alle anderen zusammenstellen konnte. Für das Ankommen in den höchsten Fußballkreisen Europas macht es aber natürlich Sinn, wenn sich Mintzlaff da genaueres Hingucken und funktionierende Finanzregelen wünscht. Weil man selbst als Verein einen recht potenten Sponsor hat, aber abgesehen davon in Sachen Einnahmen auch gerade an Grenzen stößt.

Selbst wenn man jetzt drei, vier Jahre gut in der Bundesliga und in Europa dabei ist und entsprechend in den TV-Einnahmetabellen auf Topniveau steigt, hat das Wachstum Stand heute seine natürlichen Grenzen irgendwo und irgendwann bei Dortmund-Niveau. Aktuell dürfte man in Sachen Einnahmen (und entsprechend auch Ausgaben) irgendwo rund um Platz 6 der Liga liegen (Dortmund, Bayern liegen ganz sicher davor, Schalke sicherlich auch noch). Wenn die UEFA ihr Financial Fairplay scharf kontrolliert, kommt das gut finanzierten Vereinen wie RB entgegen, weil dadurch der Abstand nach ganz oben nicht weiter anwächst.

Interessant vielleicht auch die Nebenbemerkung von Mintzlaff, dass man mit der UEFA über Financial Fairplay und ob man das einhält viel kommunziert hat. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob Red Bull für das Sponsoringgeld auch entsprechende Gegenleistungen, also Werbewert kriegt. Zuletzt hatte Sportbild berichtet, dass die UEFA nur die Hälfte der Red-Bull-Gelder als Sponsoring anerkannt habe, weil für mehr kein Werbegegenwert nachweisbar sein (was ein Problem für die Etatzusammenstellung wäre, weil dann Teile der Einnahmen plötzlich Finanzspritzen durch einen Investor wären). Ins Detail ging Mintzlaff bezüglich dieser Frage nicht. Aber seine Erklärung ging sinngemäß in die Richtung, dass das kein Problem sei und Red Bull genug Gegenwert für seine Gelder kriegt.

Es gilt weiterhin, dass da die detaillierten Zahlen für 2016 und 2017, die Anfang 2018 und Anfang 2019 kommen, interessant werden. Dann wird man abschätzen können, wie hoch der Anteil von Red Bull am Jahresumsatz ist und was die UEFA da so als marktgerechte Zahlung empfindet.

BILD erklärt, dass Lok-Kids schon mal bei einem RB-Spiel als Einlaufkinder dabei waren und meinen damit, die aktuelle Lok-Entscheidung, dies ihrer E-Jugend zu verbieten, ad absurdum zu führen. Ja nun, war das Thema nicht eigentlich schon vor ein paar Tagen tot?

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Presse 11.09.2017

Am Freitag schon das 2:0 von RB Leipzig beim Hamburger SV. Traumtor von Naby Keita. Traumtor von Timo Werner. Verdienter Sieg für das dominante und fußballerisch bessere Team gegen lange Zeit gut verteidigende und gelegentlich auch im Offensivspiel schnell umschaltende Gastgeber.

Durch den Sieg hat sich RB schon mal im vorderen Tabellendrittel eingenistet. Ist nach drei Spieltagen natürlich nicht aussagekräftig, aber mit sechs Punkten in die Saison zu starten, ist ordentlich und sehr viel besser als nur mit drei oder vier, was drohte, wenn man beim HSV nicht gewonnen hätte.

Negativ am Spiel in Hamburg nur, dass Naby Keita kurz vor Schluss verletzt vom Platz musste. Adduktorenprobleme hieß es. Genaueres ließ der Verein bisher nicht verlauten.

Rund 50.000 Zuschauer waren in Hamburg bei Schmuddelwetter dabei. Knapp 2.000 davon waren den Gästen zugeneigt.

In zwei Tagen geht es schon mit der Champions League los. Erster Gegner für RB Leipzig ist der AS Monaco. Die haben am Wochenende erstmals seit Ewigkeiten wieder verloren, was man nicht überbewerten sollte. Ralph Hasenhüttl will natürlich auch gegen Monaco überraschen und freut sich im Kicker auf seinen „Karrieresprung“ nach Europa.

Interessant vielleicht, dass man nach den Auswärtsspielen erst spät am Folgetag wieder zurückfliegen wird. Da hat man sich für Schlaf und Regeneration und gegen das Gehetze nach Hause, um dort wieder zu trainieren, entschieden. Als Perspektive für RB entwirft Hasenhüttl zudem ein Szenario, in dem Leipzig ein regelmäßiger Europapokal-Starter ist, von dem Spieler wie Emil Forsberg gar nicht mehr wegwollen (müssen), weil sie sportlich und beim ganzen Rest alles haben, was sie brauchen.

Irgendwas mit Timo Werner und Beobachtung durch Real Madrid. Nach dem Ende der Keita-Debatten werden die Fragen zu Timo Werner und dessen Zukunt im Laufe der Saison sicher lauter und die Schlagzeilen dicker werden. Zumal wenn er so weiterspielt wie bisher. Ich persönlich glaube nicht an einen Wechsel im nächsten Sommer. Werner ist jung und weiß genau, was er an RB und einem Spielsystem, das perfekt auf ihn zugeschnitten ist, hat. Zudem spielt er nächsten Sommer relativ sicher bei der WM. Nach so einem Turnier zu einem Großklub zu wechseln, dessen System nicht zwangsläufig auf dich zugeschnitten wird, wäre schon ein arg großer Schritt. Wenn RB Leipzig in einem Jahr gar nicht mehr europäisch spielt, könnte noch mal Bewegung in die Dinge kommen. Ansonsten sehe ich persönlich Werner eigentlich auf jeden Fall bis mindestens 2019 in Leipzig. Sein Vertrag läuft derzeit bis 2020. Nach einer Verlängerung dürstet es der Werner-Seite derzeit laut BILD nicht zwingend.

Emil Forsberg fiel für das Spiel beim HSV wegen erhöhter Entzündungswerte aus. Nun will man ihn für Monaco fitkriegen. Wenn er fit ist, hält Hasenhüttl ihn für unverzichtbar. Forsberg hat für seinen Trainer auf der Bundesliga-Website viel Lob übrig und freut sich (natürlich) auch auf die Champions League.

Oliver Mintzlaff ist heute Abend ab 22.30 Uhr anch dem Zweitligaspiel zu Gast bei Sky90. Falls jemandem nach Worten des Geschäftsführers vor Kameras ist.

Der Merkur mit einer Aufarbeitung der kürzlich veröffentlichten Management-Studie der Handelshochschule Leipzig. Mit Erklärungen von Professor Zülch. Auch dieser Beitrag kommt wieder komplett ohne Einordnung der Methodik und der Datenbasis der Studie aus. Liefert allerdings den interessanten Zülch-Nebensatz, dass man bei RB Leipzig wenig amüsiert war über die Studie („haben sich erbost von mir abgewandt“).

Bei der Studie war RB Leipzig sehr schlecht weggekommen (Platz 16 von 18). Wie wild dieses ganze Studien-Geranke ist, zeigt sich aber auch darin, dass RB bei einer anderen Studie (die auf einer Experten-Befragung basierte) auf Platz 4 lag. Wenn zwei Studien bei ähnlichem Erkenntnisinteresse derart unterschiedliche Ergebnisse auswerfen, sollte klar sein, dass man unter demselben Label offenbar völlig unterschiedliche Dinge messen kann und man sich mit diesem Ranking-Rausblasen kaum einen inhaltlich sinnvollen Gefallen tut. Wie so oft geht es dann bei diesen Ergebnispräsentationen vor allem um Aufmerksamkeitsmanagement für sich selbst (was nicht heißt, dass nicht in der HHL-Studie auch interessante Anhaltspunkte versteckt sind, aber das war hier ja schon mal Thema).

Kaputter Eurosport-Player. Ralf Rangnick könnte sich vorstellen Dietmar Hopp wieder liebzuhaben. Und diese Lok-Einlaufkinder-Geschichte brodelt auch noch ein bisschen. Interessant, was Lok auf der eigenen Homepage als „sachlich recherchierte Artikel zu dem Thema“ empfindet. Darunter ein langes Interview mit dem eigenen Präsidenten, ein Tag24-Beitrag (hahaha) und ein eher expliziter Kommentar in Favour of Lok bei Turus. Den Vogel schießt allerdings wie immer die Sportbild ab. Wahnsinn, was man aus dem Thema so alles machen kann..

Die Frauen von RB Leipzig feiern beim 1.FC Neubrandenburg im zweiten Anlauf den ersten Sieg der Saison. Verdienter Sieg bei mangelnder Chancenverwertung. Gesichert erst durch ein Tor in der Nachspielzeit. Drei Punkte aus zwei Spielen hat RB. Drei Mannschaften sind noch mit weißer Weste unterwegs: der Magdeburger FFC, Viktoria Berlin und der BSC Marzahn.

Die U19 von RB Leipzig mit der nächsten, kleinen Heimenttäuschung. Nach dem 1:2 gegen den HSV holte man nun nur ein 0:0 gegen Dynamo Dresden. Profi Ibrahima Konate durfte (vermutlich auch Richtung Youth League am Mittwoch) mitwirken. Viel Spektakel gab es nicht. Die Gäste mit absolut verdientem Punktgewinn. RB nach fünf Spielen mit zehn Punkten und zwei Punkte hinter den Plätzen 1 bis 4 (Osnabrück, Bremen, HSV, Hannover).

Die U17 von RB Leipzig war am Wochenende spielfrei. Dafür spielte die deutsche U17-Nationalmannschaft bei einem Vier-Länderturnier mit. Gegen Italien setzte es ein 1:2, gegen Israel gewann man 2:1. Tom Krauß von RB spielte gegen Italien durch, Anton Rücker gegen Israel. Morgen Nachmittag geht es zum Abschluss gegen die Niederlande.

Presse 11.09.2017 weiterlesen

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Presse 08.09.2017

Heute Abend dann also schon das Spiel zwischen dem HSV und RB Leipzig. Mal sehen, ob es Eurosport hinkriegt, den Zuhausebleibenden eine Übertragung anzubieten..

Der HSV ist mit sechs Punkten in die Saison gestartet und hat viel Selbstvertrauen. Den Ball wollte man bisher in der Bundesliga aber nicht haben. Entsprechend kann man ein Spiel erwarten, in dem RB mit dem Ball am Fuß Lösungen in der Offensive sucht und gleichzeitig verhindern muss, dass der HSV mit seinem schnellen Spiel nach vorn bei Ballgewinn Erfolg hat. Wird eine harte Aufgabe gegen laufstarke und einsatzfreudige Gastgeber.

Auf RB-Seite könnte nach der Länderspielpause etwas rotiert werden. Sprich, Spieler, die über das Wochenende viel gespielt haben, könnten auch mal eine Pause kriegen. Lukas Klostermann ist da als Name ganz vorn dabei. Bernardo steht als Ersatz bereit. Ansonsten sieht es so aus, als ob alle Spieler potenziell einsatzbereit sind. Das bedeutet auch, dass da einige Akteure enttäuscht sein werden, weil sie nicht im 18er-Spieltagskader stehen.

Auf HSV-Seite fehlt Mergim Mavraj gesperrt. Dazu kommen die verletzten Bjarne Thoelke, Aaron Hunt und Nicolai Müller. Ein Fragezeichen steht noch hinter Bobby Wood, der gestern erst von der Nationalelf zurückkam. Angesichts eines nicht besonders tief besetzten Kaders keine ganz einfache Ausfallliste.

Der HSV erwartet zu der Partie rund 50.000 Zuschauer. Also wird das Stadion deutlich nicht ausverkauft sein. Aus Leipzig werden wohl knapp 2.000 Anhänger dabei sein. Auch der Auswärtsblock entsprechend deutlich nicht voll (das war natürlich angesichts der Größe des Blocks auch nicht zu erwarten.

Geleitet wird die Partie zwischen dem HSV und RB von Deniz Aytekin. Souveräner, erfahrener Schiedsrichter. Den mag ich zugegebenermaßen sehr gern in seinem ganzen Auftreten auf dem Platz und seiner Entscheidungsfreude in Situationen, in denen es keinen Spielraum gibt.

Die Mitteldeutsche Zeitung widmet sich der Sportbild-Nachricht, dass die UEFA nur 50% der Red-Bull-Zahlungen als reguläres Sponsoring anerkannt hat und den Auswirkungen auf die Einhaltung des Financial Fairplay. Wenn die UEFA (fiktive Zahlen) nur 50 Red-Bull-Millionen statt 100 als Sponsoring anerkennen würde, dann würden 50 Millionen im Etat fehlen, sprich Red Bull Schulden durch Investorenzahlungen ausgleichen. Das ist laut Financial Fairplay nicht erlaubt.

Geprüft werden diese Vorgänge permanent im Saisonverlauf. Strafen könnte es dann zum Saisonende geben (Geldstrafe, Punktabzüge für Folgesaison, Ausschluss, Reduzierung der Kadergröße; so ungefähr das Strafeninstrumentarium). Beim Verein gebe man sich entspannt, bei der UEFA schweigsam, so die MZ.

Die ganzen Etat-Geschichten bleiben interessant. So richtig sehen, was drin steckt, wird man erst, falls die UEFA tatsächlich Strafen ausspricht oder wenn die entsprechenden Jahresbilanzen publik gemacht werden (müssen). Also anfang kommenden Jahres für 2016 und Anfang 2019 für 2017.

Nicht mehr durch sieht man beim Ticketvorverkauf von RB Leipzig. Da sind gestern, also drei Tage nach Start des freien Vorverkaufs plötzlich wieder neue Plätze beispielsweise für das Monaco-Spiel in den Verkauf gegangen. Nach welchem Muster da wann welche Plätze aus welchem Block in den Verkauf gegeben werden, können wohl nur Chaostheoretiker nachvollziehen. Stand jetzt sind Haupttribüne und hinter den Toren die Ränge voll. Auf der Gegengeraden gibt es im Unterrang und vor allem im Oberrang noch ganz ordentlich Tickets. Wenn es dann morgen plötzllich auch auf der Haupttribüne wieder Tickets gibt, würde mich das auch nicht mehr wundern..

Die LVZ klärt mit Vereinsunterstützung auf, dass Kevin Kampl doch nicht Topverdiener bei RB ist und ’nur‘ 3 Millionen verdient und nicht 4. Der Berater hatte gerade noch erklärt, dass man in den Verhandlungen nicht auf Geld verzichtet habe. Was auch immer das heißt. Letztlich mühselig diese Gehaltsgeschichten, solange sie nicht (wie in den USA) offen auf dem Tisch liegen. Dass die Gehaltsobergrenze von 3 Millionen schon länger nicht mehr existiert und auf irgendwas über 4 angehoben wurde, ist derweil ja schon ein paar Monate bekannt.

Diego Demme im Interview mit der LVZ. Dass er weiter auf die Nationalmannschaft und die WM schielt. Dass er anfangs ein bisschen sackig mit Keita und dessen Foul war, aber nicht lange. Mannschaftsrat. HSV-Spiel. Konkurrenz im Team. Champions League. Das volle Programm. Nicht dass Diego Demme nun nicht nur ein überragender Fußballer, sondern auch noch eine Plaudertasche geworden ist..

Agyemang Diawusie, derzeit zum SV Wehen Wiesbaden verliehen im Wiesbadener Kurier mit der Ansage, in dieser Saison 15 Scorerpunkte sammeln zu wollen. Bisher steht er bei Null. Aber wohl fühlt er sich in der 3.Liga und in Wiesbaden.

Eintracht Frankfurt wildert weiter bei RB Leipzig. Nach Frank Leicht und Renat Dadashov hat man sich nun Thomas Westphal geangelt. Westphal lobte bei seiner Vorstellung die perfekten Bedingungen bei der Eintracht und sprach vom nächsten logischen Karriereschritt. Nein im Ernst, bei Westphal hatte man sich schon im Mai gefragt, wie es für ihn weitergeht. Damals wurde Babacar N’Diaye als neuer Teammanager vorgestellt. Den Posten hatte aber eigentlich Westphal inne. Zwei Teammanager, das war zumindest eine ungewöhnliche Besetzung. Westphal war erst vor einem Jahr vom Hamburger SV gekommen.

Miroslav Klose findet Timo Werner toll (Spox).

Michael Ballack wünscht RB Leipzig alles gute (LVZ).

Bremens Marco Bode sieht sich im Wettbewerb mit RB Leipzig wie ein Hürdenläufer, der gegen einen Läufer, der ohne Hürden antritt (Weser Kurier).

In Dortmund wird einer zu einer Geldstrafe verurteilt, der unter anderem beim Spiel gegen RB einen Polizisten bedrohte. Jetzt hat er plötzlich der ganzen Ultra-Szene und auch der Gewalt abgeschworen (Dortmund24)..

Karl-Heinz Rummenigge sieht die 50+1-Regel im Sinne des Wettbewerbs fallen und hätte am liebsten eine Situation, in der jeder selbst entscheiden kann, wie er den Verein organisiert und finanziert (Sportbuzzer).

Oliver Mintzlaff gestern auf irgendeinem Summit (da wo Marco Bode auch sein Hürden-Bild verbreitete), nach dem diverse Zitate durch die Welt gingen. Immer schwer einen Inhalt auf der Basis von Schlagzeilen zu bewerten, weil damit meist der Kontext bzw. die Logik der Argumentation verloren geht. Aus bisherigen Erfahrungen mit längeren Mintzlaff-Äußerungen bleibt der Eindruck, dass vieles gestern aus seiner Rolle als Geschäftsführer resultiert, in der er sehr gute Arbeit bei der Leitung eines Wirtschaftsunternehmens leistet und aus einer öffentlichen Rhetorik, die gern auch mal plakativ-populistische Anleihen nimmt.

Manches davon hilft Debatten nicht immer weiter, weil es aus einer normativen Kraft des Faktischen resultiert (also die Anpassung von ‚was soll sein‘ an das was sowieso ist) und manchmal die Frage ‚wie soll etwas sein‘ auch einfach mehr Offenheit für Debatte und nicht das Abbügeln braucht. Andererseits würde ich von einem Verein und seiner Führung auch immer erwarten, dass er in einer Art Vaterrolle auch Grenzen setzt, an denen man sich reiben kann.

Alles nicht ganz einfach, auch bei weitem und ganz und gar nicht nicht alles falsch an dem, was Mintzlaff auch über Wettbewerb und Co sagt (bzw. in der Vergangenheit gesagt hat), aber mir ist das leicht Polternde und Parolenhafte und über Meinungsstärke hinausschießende (so fühlt es sich zumindest an) manchmal einfach too much. Wie da gestern beim irgendwas Summit die Anteile verteilt waren, weiß ich auf der Basis der geschlagworteten Zitate schlicht nicht. Deswegen eher grundsätzliche Bemerkungen zur Art wie der RB-Geschäftsführer in der Öffentlichkeit über Fußball redet.

Zugegeben ist da bei mir in der Bewertung auch noch vieles im Fluss bei einem Menschen, der gern zwischen nüchterner Betriebswirtschaftssprache aka Wording, Commitment und Co und versuchter Volksnähe hin- und herspringt. Der nüchterne Betriebswirtschaftler ist mir dabei in vielerlei Hinsicht näher, auch wenn er nicht zu allen Gelegenheiten passt..

Die Frauen von RB Leipzig wollen am zweiten Spieltag die 0:6-Klatsche vom Auftakt gegen Magdeburg vergessen machen. Am Sonntag tritt man beim 1.FC Neubrandenburg an. Die starteten mit einem 0:0 in Beelitz in die Saison. Wer leichtes Spiel erwartet, ist selber schuld. Angesichts der RB-Ambitionen (Top3 der Liga) ist das aber trotzdem eine Aufgabe, die zu denen gehört, die man lösen sollte. Man wird sehen, wie sehr die Niederlage von letzte Woche noch in den Knochen hängt.

Die U19 von RB Leipzig tritt bereits am Samstag (10.09.2017) gegen Dynamo Dresden an. Dynamo bisher mit einem Sieg aus vier Spielen. RB mit drei Siegen aus vier Spielen. Zuletzt tat man sich zu Hause gegen den HSV sehr schwer. Gegen Dynamo ist man nun sicherlich mehr oder minder deutlich Favorit. Anstoß am Cottaweg ist 13 Uhr.

Die U17 von RB Leipzig hat spielfrei. Dafür ist die deutsche U17-Nationalmannschaft bei einem Vier-Nationen-Turnier unterwegs. Anton Rücker und Tom Krauß, die in der Länderspielpause mal bei den Profis mittrainieren durften, hoffen heute und am Sonntag auf Einsatzzeiten gegen Italien und Israel. Am Dienstag steht dann noch die Partie gegen die Niederlande an.

Presse 08.09.2017 weiterlesen

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Presse 07.09.2017

Morgen Abend das Spiel von RB Leipzig beim Hamburger SV. Näheres dazu dann morgen früh noch. Auf RB-Seite war gestern beim Training wieder fast volles Programm. Yussuf Poulsen und Marcel Sabitzer waren wieder dabei. Timo Werner, Fabio Coltorti, Naby Keita und Ibrahima Konate trainierten auf unterschiedliche Arten individuell. Bis auf Coltorti, der muskuläre Probleme hat, geht es bei allen anderen eher um Belastungssteuerung als dass man Angst haben müsste, dass sie morgen nicht dabei sein können.

Lukas Klostermann freut sich beim Kicker über seine zwei Spiele bei der U21-Nationalmannschaft und glaubt, dass er nach seinem Kreuzbandriss besser auf seinen Körper hören kann. Sei ihm zu wünschen, dass es künftig nicht allzu viele Gründe gibt, in den eigenen Körper hineinzuhören.

Ralph Hasenhüttl sieht bei Spox für das Karrierende den Posten als Trainer der österreichischen Nationalmannschaft als verlockende Perspektive.

Die LVZ mit der These einer „verhaltenen Ticketnachfrage“ für die Champions-League-Spiele von RB Leipzig. Ich würde da gern die Woche bis zum Spiel gegen Monaco noch abwarten. Viele Blöcke, in denen man noch zusammenhängend zwei Plätze kriegt, gibt es nicht mehr (essenziell sind noch die Blöcke über dem Gästeblock luftig besetzt). Am Ende wird man wohl ausverkauft oder zumindest ganz nah dran sein. Fakt ist, dass man mit den derzeitigen CL-Ticketpreisen über dem Niveau von Spielen gegen Bayern oder Dortmund am Ende der Fahnenstange angekommen ist, was man mit Zuschauern hierzulande machen kann (und nein, das heißt nicht, dass es anderswo billiger wäre). Gerade weil es in dieser Saison mindestens 21 Heimspiele gibt und gerade wenn es nicht gegen ganz große Namen geht. Und alle anderen Interpretationen bleiben zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison nur Thesen.

Die New York Red Bulls haben mit Benjamin Ehresmann einen neuen Chef für ihr Scouting gefunden. Ehresmann kommt von RB Leipzig, wo er früher Nachwuchscoach und zuletzt Videoanalyst war. In New York soll er das Scouting verbessern und aufbauen. Kling ein wenig danach, als wolle man das Knwo How aus Leipzig auch nach New York transferieren. Würde auch zur vor kurzem vermuteten Strategie passen, dass man rund um Red Bull künftig stärker in Nord-, Mittel- und Südamerika scouten und New York als Sprungbrett für Talente aus diesem Gebiet Richtung Europa nutzen möchte.

Timo Meynhardt von der Handelshochschule Leipzig im Interview bei der LVZ. Zu den Problemen der dort besprochenen Studien hatte ich hier im Blog in der Vergangenheit schon das eine oder andere gesagt. Letztlich ist das Interview nur noch mal eine Art Zusammenfassung der Forschungsergebnisse der Handelshochschule zu RB Leipzig. Rund um Leipzig, Ostidentität, Erfolgsorientierung und Postmoderne.

Oliver Mintzlaff reagiert in BILD auf die Geschichte, dass Lok es seinen E-Jugendlichen verboten hat, als Einlaufkinder zu RB zu gehen. Kopfschütteln bei ihm. Und das Betonen einer anderen „Willkommenskultur“, wegen der RB Leipzig die Massen förmlich zufliegen. Nun ja. Eigentlich war die Lok-Geschichte eine, die ganz gut für sich selbst sprach und nicht unbedingt eines Vereinskommentars bedurft hätte..

Lok-Präsident Thomas Löwe darf auch noch was sagen. Und zwar in der L-IZ. Unter anderem folgendes: „Für mich wäre das ein Treppenwitz der Geschichte, wenn wir acht Jahre später [acht Jahre nachdem RB kam und auch bei Lok im Nachwuchs zugriff] eine Nachwuchsmannschaft von uns zu RB als Einlaufkinder schicken würden. Das wird es jetzt und auch in Zukunft nicht geben.“ Solange ihr eure Füße unter meinen Tisch steckt..

Und die L-IZ schreibt zu dem ganzen einen Kommentar mit Versatzstücken unter anderem zur einst geplanten Lok-RB-Kooperation, die schon damals falsch waren und heute auch nicht richtiger werden.

Das Fußballdiskursleipzig aus den Jahren 2009 bis 2013 noch mal mit einer echten Rückkehr. War schön, dich mal wiederzusehen, aber jetzt reicht es dann auch wieder..

(Ganz grundsätzlich darf Lok selber entscheiden, welches ihrer Teams sie wohin schicken. Wenn man damit ein Problem hat, gibt es dort eine Mitgliederversammlung oder die Möglichkeit, das eigene Kind dort nicht kicken zu lassen. Abgesehen davon dürften die meisten kleinen Kicker mit der von Vereins- und Fanseite gelebten Rivalität nur noch wenig anfangen können und erstaunt es ein wenig, dass man 2017 eine solche Debatte immer noch so unentspannt austrägt.)

Timo fliegt auf Paula. Nicht den Pudding, das würde Ralf nicht erlauben. Ralf, also ein anderer Ralf, fliegt derweil auf Justine. Und auf RB. Wo er sich einst mal in einer Halbzeitpause das Mikro unter den Nagel riss und seine Liebe zum RasenBallsport in den Abendhimmel posaunte. Der Rest der vielfachen Dreiecksgeschichte ohne Dreiecke findet sich dort, wo man solche Storys halt findet.

Presse 07.09.2017 weiterlesen

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Presse 06.09.2017

Nur noch zwei Tage bis zum HSV-Spiel und dem Beginn der englischen Wochen. Es wird heißer..

Dabei komplettiert sich langsam auch das Feld der Spieler auf dem Trainingsplatz. Denn gestern gingen die letzten Länderspiele unter Beteiligung von Spielern von RB Leipzig über die Bühne. Lukas Klostermann mühte sich dabei 90 Minuten lang mit der U21 Deutschlands im ersten Spiel der EM-Qualifikation zu einem 1:0-Sieg gegen den Kosovo.

Enttäuschend weiter ging es für Österreich. In der WM-Qualifikation kam man über ein 1:1 gegen Georgien nicht hinaus. Damit konnte man auch von der Niederlage des bisherigen Zweiten Irland nicht profitieren. Bei fünf Punkten Rückstand auf Wales auf dem Playoff-Rang und nur noch zwei ausstehenden Spielen sind die Chancen auf ein Russland-Ticket nur noch theoretischer Natur. Gegen Georgien wurde Stefan Ilsanker zehn Minuten vor dem Ende eingewechselt. Konrad Laimer saß nur auf der Bank.

Bliebe noch Ibrahima Konate, der mit der französischen U19 einen Test in Marokko mit 2:3 verlor. Ob Konate dabei im Gegensatz zum ersten Test zum Einsatz kam, gibt der französische Fußballverband als Info (noch) nicht preis.

Michael Ruhnau, Berater von Kevin Kampl, bestreitet via Sportbild, dass man beim Wechsel nach Leipzig auf Gehalt verzichtet hat. Das Blatt berichtet von 4 Millionen Euro Gehalt. Ob das stimmt, weiß man natürlich nicht. Zumal, wenn es in einen Beitrag eingebettet ist, in dem immer noch die Behauptung von einer Gehaltsobergrenze von drei Millionen Euro steht. Die wurde allerdings schon vor Kampl nach oben angepasst. 4 bis 4,5 Millionen wurden schon im April als neue Obergrenze kolportiert. Schon die Vertragsanpassung von Emil Forsberg im Februar dürfte die Grenze von drei Millionen erstmals überschritten haben. Egal wie, wenn Kampl tatsächlich sofort zu einem der oder dem Topverdiener bei RB Leipzig aufsteigt, dann ist das durchaus ein Ausrufezeichen hinsichtlich der Kaderhierarchien. Und es bedeutet wohl auch, dass einige der arrivierten RB-Spieler dem Neuzugang erst mal ganz genau auf die Füße schauen werden.

Bei Lok verbietet man Kindern aus dem E-Jugendbereich bis maximal zehn Jahre, als Einlaufkinder bei RB Leipzig aufzutreten. Einen entsprechenden Preis hatten das Team beim Gewinn des Stadtpokals erhalten. Ein bisschen versteht man ja, dass man bei Lok ungern quasi vereinsoffiziell bei einer Veranstaltung von RB als schmückendes (und in gewisser Form auch ehrerweisendes) Beiwerk auftaucht. Aber irgendwie dachte man auch, dass man in der Stadt inzwischen schon weiter und entspannter im Umgang miteinander ist. Dass man die Kids nun lieber auf eine Reise ins 500 km entfernte Mönchengladbach schickt, um dort Einlaufkinder in der Bundesliga zu sein, ist jedenfalls ein höchst skurriles Zeichen. Man vergisst dabei wieder mal, dass die Animositäten, die Teile der erwachsenen Fans pflegen, für Aktive im Nachwuchsbereich meist eher irrelevant sind und abtörnend wirken.

RB Leipzig ist aufgrund der Teilnahme an der Champions League zum Mitglied der European Club Association (ECA) geworden. Das ist die Vereinigung, in der die europäischen Fußballklubs seit ein paar Jahren organisiert sind, um ihre Interessen bei den Verbänden wie UEFA und FIFA einzubringen. Über 200 Vereine sind da drin. Aus jedem europäischen Land mindestens einer. Aus den Topligen die erfolgreichsten Klubs. RB ist vorerst nur als nicht stimmberechtigtes Mitglied dabei. Erst wenn man zu den fünf besten deutschen Vereinen gehört, wird man stimmberechtigt (bisher sind das Bayern, Dortmund, Wolfsburg, Schalke, Leverkusen). Die fünf besten deutschen Vereine werden offenbar nach UEFA-Koeffizient ermittelt.

Sportbild meint, dass die UEFA beim VfL Wolfsburg und bei RB Leipzig zum Streichstift gegriffen und nur 50% der angegebenen Sponsorenzahlungen (von VW und Red Bull) anerkannt hat. Offen bleibt nicht nur die Höhe der Zahlen, sondern auch, wann das bei Wolfsburg der Fall war.

Bisher ging man davon aus, dass sich Wolfsburg via Gutachten 100 Millionen Euro als marktübliche Sponsorenleistung von VW per Gutachten hat bestätigen lassen. Sprich, bis zu dieser Höhe sollen Zahlungen durch VW marktüblich gewesen sein. Die UEFA akzeptiert im Rahmen ihres Finanancial Fairplays nur Sponsorenzahlungen, die marktüblich sind bzw. einen entsprechenden Werbegegenwert haben. Alles was darüber hinaus geht, wären Mäzens- und Investorenzahlungen, die relativ strengen Beschränkungen unterliegen und nur zu einem sehr geringen Teil Verluste in den Vereinen ausgleichen dürfen.

Wenn die UEFA die Angaben von Leipzig bezüglich der Red-Bull-Zahlungen korrigiert hat, bleibt die Frage, wie hoch der Red-Bull-Anteil am Etat als Sponsoringleistung derzeit ist. Das wird man erst aus künftigen Bilanzen schätzen können. Für 2015 (also zweite Liga..) war man von einem Red-Bull-Sponsoringvolumen von irgendwas bei 40 bis maximal 50 Millionen Euro ausgegangen. Interessant wäre auch, wie die UEFA (die drei Jahre zurück prüft) mit dieser (noch am ehesten überhöht erscheinenden) Zahl umgegangen ist. So richtig tansparent ist der ganze Prüfprozess nicht. Erst wenn ein formales Verfahren eröffnet wird, muss man in einem längeren Papier über den Ablauf des Verfahrens und das Ergebnis berichten (so wie bei der Frage zur Integrität des Wettbewerbs bei Salzburg und Leipzig).

Passend zu Fragen des Financial Fairplays kann sich Ralf Rangnick im Kicker nicht vorstellen, dass RB Leipzig in den nächsten fünf Jahren mal einen 50-Millionen-Transfer vollzieht. Man müsse durch gutes Scouting vielmehr die „neuen Keitas, Forsbergs, Werners, Upamecanos und Sabitzers“ entdecken. Wobei man mit solchen Prognosen vorsichtig sein sollte. Wenn man Transfereinnahmen von 70 Millionen hat wie im kommenden Sommer liegt rein wirtschaftlich auch mal eine Transferausgabe von 50 Millionen Euro drin. Auch in weniger als fünf Jahren.

RB Leipzig informiert auf der Website über aktuelle soziale Projekte (skurrile Randnotiz ist, dass man OFC-Treffen und die Organisation von Bussen für Auswärtsfahrten auch unter sozialem Engagement verbucht). Der Fanverband unterstützt derweil eine Typisierungs-Aktion der DKMS (Deutsche Knochenmarkspende), indem man aufruft, sich vor dem Spiel gegen Mönchengladbach in einer reichlichen Woche als Helfer zur Verfügung zu stellen.

Bruma im Interview mit der BILD. Eher kurz angebunden. Lernt deutsch, überlässt dem Trainer die Entscheidung, ob er in der Startelf steht, freut sich über die Nominierung zum Tor des Monats mit seinem Treffer gegen Freiburg und muss in Leipzig auf seine Mutter verzichten, weil die in Guinea-Bissau lebt und noch nie geflogen ist. Unterstützung kriegt er aber von seinem Kumpel Mamadu. Der ist Fußballer und sucht offenbar noch einen Verein. Bruma hofft, dass der „vielleicht sogar in Leipzig“ beheimatet ist. Naja, Lok scheidet wohl aus. Mamadu hat zu viel Feindkontakt.^^

U19-Coach Robert Klauß im interessanten, längeren Gespräch mit der LVZ (dort auch eine Übersicht zur Youth League) über die Ausbildung zum Fußballlehrer, die Herausforderungen für die U19 in dieser Saison, über Talente, über Trainerkarrieren und einiges mehr.

Presse 06.09.2017 weiterlesen

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Presse 05.09.2017

Gestern hat die UEFA auf ihrer Website die Champions-League-Kader der 32 teilnehmenden Mannschaften veröffentlicht. Für den gibt es einige Verbandsvorgaben. Die führen dazu, dass bei RB Leipzig mit Fabio Coltorti, Philipp Köhn und Federico Palacios drei Spieler aus dem Profikader nicht nominiert werden konnten. Bei Köhn und Palacios war das zu erwarten. Für Coltorti ist es als Regionalliga-Urgestein natürlich schade. Letztlich hat man sich gegen den erfahrenen Keeper und für den perspektivreichen Innenverteidiger Ibrahima Konate entschieden.

Damit stehen nur zwei Profi-Keeper im Champions-League-Kader und zusätzlich zwei U19-Schlussleute. Bei langfristigen Verletzungen kann man allerdings einen Torhüter nachnominieren. Falls sich also Mvogo oder Gulacsi schwerer verletzen, könnte Coltorti noch auf die RB-Liste für Europa rutschen. Wünscht man natürlich keinem der Keeper. Bei kurzfristigen Verletzungen müssten die Nachwuchskeeper einspringen. Zu den Hintergründen der Kaderzusammensetzung hatte ich im Blog schon mal was geschrieben (http://rotebrauseblogger.de/2017/08/10/saurer-apfel-champions-league-kader/).

Interessant bei der Nominierung auch noch, dass RB Leipzig im Profiteam keinen einzigen der geforderten Local-Player hat. Die UEFA fordert im Champions-League-Kader vier Spieler mit Profiverträgen, die zwischen 15 und 21 mindestens drei komplette Jahre im eigenen Verein gespielt haben. Diese Vorgabe erfüllt offenbar nicht mal Lukas Klostermann, dem dafür knapp zwei Monate fehlen. Deshalb wurde die UEFA-Vorgabe bei RB Leipzig durch die U19-Akteure Kilian Senkbeil, Marc Dauter, Mert Yilmaz und Dominic Minz erfüllt, die vor der Saison extra noch mit Profiverträgen ausgestattet wurden, aber nicht regelmäßig mit dem Profiteam trainieren.

Die bisherige Undurchlässigkeit der RB-Nachwuchsausbildung führt an dieser Stelle zu durchaus handfesten Problemen. In der Bundesliga kann die Local-Player-Regelung rein formal mit Spielern auf den Kaderplätzen 26 bis 30 oder dahinter erfüllt werden. In der Champions League müssen die Local Player zum 25er-Kernkader gehören. Belegt man sie wie bei RB Leipzig mit Spielern aus dem Nachwuchs ohne große Einsatzchance, dann fehlt der Platz halt für andere Spieler, die eigentlich zum Profiteam gehören, aber keinen lokalen Ausbildungshintergrund haben. Schon aus diesem Grund wäre es gut, wenn in den nächsten Jahren es immer mal ein Nachwuchsspieler zu den Profis schafft.

Gestern erstes Training der Woche bei RB Leipzig. Yussuf Poulsen und Marcel Sabitzer trainierten individuell. Bei beiden hofft und glaubt Hasenhüttl noch, dass sie es bis Freitag, also bis zum HSV-Spiel schaffen, fit zu werden. Größere Risiken wird man sicherlich zu Beginn der englischen Wochen nicht eingehen, da auf beiden Positionen durchaus Alternativen zur Verfügung stehen (Augustin, Kampl).

Langsam wird es im Training bei RB Leipzig auch voller. Nur noch vier Spieler sind heute mit ihren Nationalteams unterwegs. Lukas Klostermann spielt dabei mit der deutschen U21 in der EM-Qualifikation gegen den Kosovo. Der Kosovo hat nach drei Gruppenspielen schon zweimal (beide Male gegen Norwegen) gewonnen. Für Deutschland ist es die erste Partie in der Quali. Anpfiff in Osnabrück ist 19 Uhr. Eurosport überträgt live.

Für Österreich geht es heute Abend um die letzte Chance in der WM-Qualifikation. Im Heimspiel gegen Georgien muss ein Sieg her, damit man die theoretischen Chancen auf ein Russland-Ticket erhalten kann. Konrad Laimer und Stefan Ilsanker könnten dabei helfen. Anpfiff ist 20.45 Uhr. DAZN überträgt live.

Und Ibrahima Konate tritt mit der französischen U19 zum zweiten Testspiel in Marokko an. Im ersten Spiel war er laut französischer Verbandsseite nicht zum Einsatz gekommen.

Gestern durfte Timo Werner eine grandiose Heimkehr nach Stuttgart feiern. Im Länderspiel gegen Norwegen trug er mit zwei Toren zum 6:0-Erfolg bei. Besonders sein zweites Tor war dabei ein typisches Werner-Tor. Ballsicherung durch seine Geschwindigkeit. Spielverlagerung. In den Strafraum einlaufen. Mit perfekter Kopfballtechnik vollenden. Mario Gomez bindet Werner danach gleich mal einen ordentlichen Rucksack auf und sieht ihn in der Zukunft als Sturmdominator in Europa. Eine Nummer kleiner ging es offenbar nicht.

Neben dem sportlichen Erfolg bemerkenswert, dass der Stürmer (schon vor seinen Toren) mit Sprechchören gefeiert wurde. Irgendwie auch der Ausdruck einer Art Kulturkampf in den Stadien, dass nach den Hurensohn-Gesängen auch beim letzten Spiel in Prag sich eine Zuschauerschaft so demonstrativ hinter Werner stellt. Zu befürchten ist nach der schönen Geste, dass jetzt ähnlich langanhaltend über die Werner-Sprechchöre berichtet wird, wie es zuletzt über jeden einzelnen Hurensohn-Ruf wurde.

Einziger kleiner Wermutstropfen an dem Abend, dass Werner fast 70 Minuten auf dem Platz verbrachte. Ein bisschen weniger Spielzeit hätte man sich angesichts der kommenden Wochen und des schon Freitag stattfindenden Bundesligapiels in Hamburg vielleicht gewünscht aus RB-Sicht. Zumal das Spiel schon zur Pause entschieden war. Timo Werner wird die Einsatzzeit aber sicherlich gern mitgenommen haben.

Praktisch die letzte Chance auf die WM in Russland hat gestern Naby Keita verspielt. In Libyen verlor er mit Guinea mit 0:1. Keita spielte durch. Damit liegt man weiter sechs Punkte hinter Tunesien. Szenarien, bei denen sich Guinea noch für die WM qualifiziert, sind nur noch rein theoretischer Natur (dafür müsste eine Konstellation her, bei der alle Teams der Vierergruppe am Ende neun Punkte haben und sich Guinea über die Tordifferenz durchsetzt).

Philipp Köhn verbrachte gestern beim 0:0 der Schweizer U20 gegen England die 90 Minuten auf der Bank. Zuvor hatte er letzte Woche das 0:0 in Polen auf dem Feld mitbegleitet.

Wer gedacht hat, dass man die Akte Naby Keita bis nächsten Sommer einfach zumachen kann, darf sich schon mal eine Ahnung verschaffen, dass dem wohl nicht so sein wird. Der englische Boulevard holt einen „Bundesliga Experten“ heraus, der die Möglichkeit eines Wechsels im Winter sieht, wenn Liverpool noch mal Geld draufpackt. Abhängig sei das auch auch davon, wie RB bis dahin in CL und Bundesliga steht. Nun ja, sehen wir das als Aufgalopp in eine weitere Runde mit Gerüchten und Liverpooler Hoffnungen..

In Frankreich wird ein bisschen spekuliert, warum Jean-Kevin Augustin eigentlich aus der U21 geflogen ist. Demnach soll es keine Beleidigung seitens des Stürmers nach seiner Auswechslung in der Halbzeit gegeben haben. Vielmehr soll er auf den Versuch des Trainers, mit ihm zu reden, lediglich ablehnend reagiert haben.

Horizont über Fußballer als Marke. Am Rande taucht auch Timo Werner auf, der im Markenvergleich auf Platz 32 eingeordnet wird.

Die U19 von RB Leipzig zieht für das Achtelfinale des DFB-Pokals den FC Schalke 04 als Gegner. Die Frauen zogen für das Achtelfinale im Sachsenpokal ein Auswärtsspiel in Bischofswerda. Eine Paarung, die letzte Saison in der Landesliga ein wenig aufgeladen schien. Diese Saison also Sachsenpokal. Und auch in der Regionalliga wird man sich wiedertreffen.

Teile der Fans des VfB Stuttgart werden im Oktober zum Auswärtsspiel in Leipzig mit einem Sonderzug anreisen.

Presse 05.09.2017 weiterlesen

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Presse 04.09.2017

Na dann, ab heute beginnt die Vorbereitung auf das Spiel gegen den HSV und die ersten drei englischen Wochen am Stück. Sieben Spiele in 24 Tagen. HSV (A), Monaco (H), Mönchengladbach (H), Augsburg (A), Frankfurt (H), Istanbul (A), Köln (A). Geht dann wohl jetzt so richtig los.

Heute beginnt die erste Vorverkaufsphase für das DFB-Pokalspiel gegen die Bayern. Zuerst sind die Dauerkarteninhaber dran, ihre Tickets zu sichern. Auch die CL-Heimspiele gegen Monaco und Porto dürften ab heute in den freien Verkauf gehen. Dann wird man sehen, wie begehrt die Tickets tatsächlich sind. Grob drübergeguckt, sind es die mittellinienfernen Bereiche des Oberrangs, in denen man noch Tickets kriegt.

Karten gibt es auch weiterhin für das Auswärtsspiel in Istanbul. Sowohl inklusive der Fanreise als auch einzeln. Der Vorverkauf der Eintrittskarten wurde nun noch mal verlängert bis zum 19. September (oder 17., die Angaben variieren.)

Ich für meinen Teil habe mich nach längerem Nachdenken irgendwann letzte Woche gegen eine Reise (gegen die Fanreise sowieso) zum ersten CL-Auswärtsspiel entschieden. Die Politik der Türkei ist mir derzeit zu unberechenbar. Die Einflussmöglichkeiten deutscher Behörden auf die Vorgänge vor Ort sind gering bis gar nicht vorhanden, selbst wenn es sich um deutsche Staatsbürger handelt. Ich glaube zwar nicht, dass ich zur Zielgruppe von Menschen gehöre, die die Türkei mit eher dubiosen Gründen in den Knast stecken und dort auf der Basis des seit mehr als einem Jahr verhängten Ausnahmezustands festhalten kann, aber mir persönlich ist die Situation viel zu undurchsichtig und uneinschätzbar, als dass ich größeren Bock drauf hätte, mich darauf einzulassen.

Ob es seitens des Vereins so clever ist, in der Kommunikation zur Reise die politische Situation von vor Ort auf Informationsebene völlig außer acht zu lassen und lieber hübsche Bildchen vom Besiktas-Stadion zu posten, sei mal dahingestellt. Im ersten Anlauf war es in drei Tagen von Auslosung bis Vorverkauf natürlich auch schwer, eine Art FAQ zu den Reisezielen zu erstellen. Aber seitdem sind ja auch schon ein paar weitere Tage vergangen.

Kevin Kampl verzichtet auf Gehalt, um bei RB Leipzig zu spielen. Verdient also nur noch 3 Millionen statt bisher 3,5 Millionen. Sagt die BILD. Geht halt den Menschen wie den Leuten, dass man manchmal den Gürtel enger schnallen muss.. Im Kern jenseits dieses leicht populistischen Witzes bleibt die Sachlage, dass das harte Verhandeln der Stelle nach dem Millionen-Komma offenbar nicht der ganz zentrale Aspekt des Transfers aus Kampl-Sicht war.

Stefan Ilsanker freut sich bei Laola1 auf Kevin Kampl, sieht den Abgang von Naby Keita als unproblematisch an und hat keine Probleme zwischen verschiedenen Spielrollen zu switchen.

Willi Orban erklärt beim Kicker, dass man in Vertragsverlängerungsgesprächen sei, aber es noch kein Ergebnis gibt. Nationalelf ist weiter ein Thema für ihn, übers Kapitänsamt freut er sich und in Naby Keitas Wechsel sieht er kein Signal, dass nun auch andere Spieler zwingend den Verein verlassen werden.

Oliver Burke erklärt in England noch mal, dass er den Schritt nach Leipzig nicht bereut und viel gelernt hat. Sauer über seinen Bankplatz auf Schalke war er, weil keiner der Beteiligten(inklusive ihm selbst) wusste, wie es weitergeht und er zum Team gehören wollte, die Sprachbarriere zu den Trainern war ein Problem und spielen wollte er mehr.

Viele Länderspiele am Wochenende. Deutschland gewinnt schon am Freitag in Tschechien glücklich mit 2:1 und ist nicht mehr weit von der direkten Qualifikation für die WM in Russland entfernt. Timo Werner schießt das 1:0 (viertes Tor im nun auch schon siebten Länderspiel) und muss sich trotzdem Schmähgesänge einiger deutscher Anhänger anhören. Darüber und über sonstige Pöbeleien und Nazi-Rufe ist der Bundestrainer und sind die Spieler empört. Inklusive der Verweigerung des Gangs in die Kurve nach dem Spiel.

Österreich verliert in Wales mit 0:1 und hat praktisch keine Chancen mehr auf die WM-Qualifikation. Stefan Ilsanker spielt durch. Marcel Sabitzer steht knapp 80 Minuten auf dem Platz und hat diverse Abschlussversuche, aber kein Torglück. Und dazu zieht er sich einen Bluterguss zu, wegen dem er das zweite Länderspiel der Österreicher verpassen und zurück nach Leipzig kommen wird. Konrad Laimer saß 90 Minuten auf der Bank.

Ein sehr guter Emil Forsberg gewinnt mit Schweden 4:0 in Weißrussland. Forsberg erzielt dabei das 1:0. Nach dem Sieg darf sich Schweden noch mal umso stärker ärgern, dass man am Donnerstag in Bulgarien verloren hatte. Ein Punkt Rückstand hat man auf Frankreich (die gegen Luxemburg nur 0:0 spielten), drei bzw. vier Punkte Vorsprung sind es auf die Niederlande und Bulgarien. Im Oktober warten die entscheidenden Spiele gegen Luxemburg und in den Niederlanden.

Peter Gulacsi verlor in der WM-Quali mit Ungarn gegen Portugal mit 0:1 und ist nun auch theoretisch chancenlos. Bei Portugal kam Bruma nicht zum Einsatz und wartet weiter auf sein Debüt im Nationalteam. Soweit ich sehen kann, stand er nicht mal im Kader (zumindest offiziell nicht). Warum und wieso erschließt sich mir nicht.

Lukas Klosteramnn schon am Freitag mit einem 1:2 mit der deutschen U21 gegen Ungarn. Das geht durchaus als Überraschung für das neu formierte Nachwuchsteam durch.

Jean-Kevin Augustin startete am Freitag für die U21 Frankreichs. 1:1 am Ende. Augustin wurde zur Halbzeit ausgewechselt und war darüber offenbar so erbost, dass er dies seinem Trainer in inadäquater Form mitteilte. Der wiederum suspendierte den Stürmer. Offenbar bis zum Jahresende. Keine so richtig gute Geschichte. Aber vielleicht lernt Augustin ja daraus. Vorteil ist, dass er nun keinen zusätzlichen Reisestress in den Länderspielpausen mehr hat..

Die französische U19-Auswahl gewann ein Testspiel gestern mit 2:0 in Marokko. Ob Ibrahima Konaté da mit auf dem Platz stand, lässt sich nicht so richtig eruieren.

Heute geht es mit Länderspielen weiter, nachdem für Forsberg, Augustin, Gulacsi, Bruma und Sabitzer die Reisezeit schon wieder vorbei ist. Timo Werner mit Deutschland im Heimspiel gegen Norwegen. Gespielt wird in Stuttgart, also Timo Werners alter Heimat. Wird also auch interessant, wie der Empfang für den Stürmer ausfällt. Anpfiff ist 20.45 Uhr. RTL überträgt live.

Naby Keita spielt heute Abend ab 19 Uhr in Runde 4 von 6 der Gruppenphase der WM-Qualifikation in Libyen. Muss man eigentlich gewinnen, wenn man eines der beiden Teams an der Spitze (Tunesien, Kongo) abfangen und sich für die WM qualifizieren will. Aktuell hat man drei Punkte Rückstand auf den Kongo und sechs auf Tunesien. Ob man hierzulande von dem Spiel Livebilder zu sehen kriegt, ist (mir) unklar. Letzte Woche hatte Guinea das Heimspiel gegen Libyen 3:2 gewonnen.

Und auch Keeper Philipp Köhn testet noch. Mit der Schweizer U20 geht es heute gegen Englands U20.

Am Wochenende ein Treffen von Fans mit Vereinsvertretern in Erfurt. Eines, das den Dialog befördern soll. Aber auch eines, bei dem manche Vereine, darunter RB Leipzig, gar nicht eingeladen waren (BILD) von den organisierenden Anhängern und manche aufgrund offenbar eher fordernder, denn einladender Einladungen nicht folgten. Die Beteiligten fanden es trotzdem konstruktiv (wobei es seitens der Fans keinen Medienkontakt gab) (Thüringer Allgemeine).

Sagen wir so. Der Glauben an einen Dialog auf der Basis von Kriegserklärungen, „Fick dich“-Kommunikation und Einladungen, bei denen man definiert, wer zu den Gesprächspartner gehören soll und wer nicht, ist eher gering. Zumal verbandsseits viele Dinge trotz vielleicht vorhandener Kommunikationsbereitschaft in letzter Konsequenz gar nicht verhandelbar sind bzw. sich in ihren sachorientierten Abläufen dem Bauchgefühl von so etwas wie Faninteressen (wenn man wirklich glaubt, dass es die in homogener Form gibt) teilweise entziehen. Dass vor allem Fans und ihre Vereine und auch der Verband miteinander reden, kann aber natürlich nie schlecht sein.

Die Knautbullen zu ihrer Unterstützung des Forikolo e.V., der für bessere Lebensbedingungen in Sierra Leone auch praktisch eintritt.

Die Frauen von RB Leipzig am Wochenende mit einer herben Klatsche beim Auftakt in die Regionalliga-Saison. 0:6 hieß es gegen den Magdeburger FFC. Die gehören zwar zu den ganz engen Favoriten auf den Staffelsieg, aber derartig chancenlos wollte RB als Austeiger eigentlich nicht sein. Ordentlich zurechtgestutzt, jetzt muss man den Fokus darauf legen, in der Liga anzukommen. Immerhin 400 Zuschauer wollten beim Auftakt der Frauen nach offiziellen Angaben draußen am Gontardweg dabei sein.

Die U17 von RB Leipzig schon am Freitag mit einem Testspiel. Gegen Regionalligist Tennis Borussia Berlin holte man ein 1:0.

Presse 04.09.2017 weiterlesen

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Presse 01.09.2017

September ist es. Der erste September, um genau zu sein. Tag des Weltfriedens. Und der erste Tag, an dem das Transferfenster zu ist. Endlich. Bei RB Leipzig schneite gestern noch Kevin Kampl durchs Fenster. Diverser Nachklapp zu seiner Verpflichtung und Vorstellung an verschiedensten Orten. Was man halt so sagt, wenn ein neuer Spieler kommt. Alle sind sie froh und glücklich und alles wird super. Kampl kriegt einen Vierjahresvertrag. Wenn der ausläuft, geht er auf die 31 zu. Persönlich freue ich mich über die Verpflichtung, habe allerdings immer noch einige Fragezeichen hinsichtlich der Überbesetzung des Mittelfeldes im Kopf. Nächste Woche dazu sicherlich noch mal ausführlicher.

Timo Werner im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Mit Blick auf seine Karriere und seine Entwicklung. Als junger Spieler mit dem Rucksack des Supertalents in Stuttgart nicht richtig eingebunden und aufgrund seines Supertalent-Images auch immer besonders kritisch beäugt. In Leipzig seinen Stärken entsprechend eingesetzt und mit Entwicklung auch im Kombinationsspiel. Ein Interview, das danach klingt, als hätte Werner auch rhetorisch im letzten Jahr noch mal einen ordentlichen Sprung gemacht. Sehr aufgeräumtes Gespräch.

In Sachen Länderspiele gestern Naby Keita mit einem spektakulären 3:2 mit Guinea gegen Libyen. Keita erzielte das frühe 1:0 und verschoss in der zweiten Halbzeit einen Elfmeter, der das 3:0 bedeutet hätte. Libyen kam kurz vor Ablauf der 90 Minuten zum 2:2. Guinea mit dem 3:2 tief in der Nachspielzeit. Die ersten drei Punkte für Guinea im dritten Spiel der WM-Quali. War auch dringend nötig.

Emil Forsberg gestern mit einer ganz bitteren Niederlage mit Schweden in Bulgarien. 2:3 hieß es am Ende. Forsberg verschoss einen Elfmeter und agierte auch sonst im Torabschluss eher unglücklich. Durch die Niederlage liegt man nun drei Punkte hinter Frankreich in der WM-Quali auf Platz 2 in der Gruppe A. Läuft ein bisschen auf einen Dreikampf um einen Playoff-Platz mit Bulgarien und den Niederlanden hinaus. Frankreich wieder zu überholen, dürfte eine zu große Herausforderung werden.

Peter Gulacsi stand gestern beim 3:1 Ungarns gegen Lettland 90 Minuten lang im Tor. So wahrte man die Mini-Chancen auf die WM-Qualifikation. Bruma saß bei Portugals 5:1 gegen die Faröer 90 Minuten lang auf der Bank.

Einsatzzeit bekam auch Philipp Köhn. Der Keeper stand beim 0:0 der U20 der Schweiz im Testspiel bei der U20 Polens 90 Minuten im Tor. Das 0:0 lässt wohl zumindest einen Torhüter zufrieden zurück.

Weiter Länderspiele am Wochenende. Timo Werner ist heute mit Deutschland in der WM-Quali in Tschechien dran. RTL überträgt ab 20.45 Uhr live. Deutschland bisher noch mit weißer Weste. Bei einem Sieg in Tschechien hätte man zumindest schon Platz 2 in der Gruppe sicher.

Lukas Klostermann testet bereits um 18 Uhr in Paderborn mit der deutschen U21 gegen Ungarn. Eurosport hat die Partie live im Programm. Es ist Klostermanns erster Einsatz bei der U21 seit dem Finale bei Olympia gegen Brasilien vor einem Jahr.

Erst morgen (Samstag) sind Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker und Konrad Laimer mit Österreich in der WM-Quali in Wales dran. Muss schon fast ein Sieg her, wenn man noch eine Chance haben will, nach Russland zu fahren. Anpfiff ist 20.45 Uhr.

Emil Forsberg bereits am Sonntag mit dem zweiten und letzten Teil der Länderspielpause. Ausflug nach Weißrussland. Im Kampf um ein WM-Ticket ein Spiel, das man wohl gewinnen muss. Anpfiff ist 18 Uhr.

Auch schon am Sonntag wieder dran ist Peter Gulacsi, der mit Ungarn die Portugiesen mit Bruma empfängt. Viel mehr als ein Spiel fürs Prestige wirde es für Gulacsi nicht. Wenn man nicht gewinnt, dann ist Platz 2 auch rechnerisch nicht mehr zu erreichen. Für Bruma und Portgual ist es ein wichtiges Spiel in der Gruppe im Kampf mit der Schweiz um Platz 1 und die direkte Qualifikation. Anpfiff ist 20.45 Uhr.

Alle Spiele der europäischen WM-Qualifikation (außer jene Deutschlands) überträgt DAZN.

Im Einsatz sind auch noch Jean-Kevin Augustin und Ibrahima Konate. Augustin bereits heute mit einem Testspiel mit der französischen U21 gegen Chile. Konate ist am Sonntag mit einem Testspiel mit der französischen U19 in Marokko dran.

Sponsors mit einem (bei allen Schwierigkeiten bei der Erhebung solcher Daten) ganz interessanten Überblick über Social Media in der Bundesliga. RB Leipzig dabei mit vergleichsweise wenig Nutzern bei Facebook und Co, aber hohen Interaktionsraten. Spricht für die These, die ja auch schon bei den Sky-Quoten letzte Saison hier verhandelt wurde. Dass der Kernkreis von RB-Fans nicht überdurchschnittlich groß ist (Anzahl der Nutzer der RB-Kanäle), dass der Verein aufgrund seiner hohen Diskursrelevanz und dadurch, dass jeder eine Meinung dazu haben will, aber immer wieder sehr stark diskutiert und rezipiert wird.

Ist halt immer die Frage, wie lange solche Aufmerksamkeitsproduktion hält, denn irgendwann ist der erste Reiz des Neuen, über das diskutiert wird, weg und muss durch nachhaltigeres Interesse ersetzt werden. Diesbezüglich ist RB Leipzig aber gerade in Social-Media-Maßstäben auch noch ein sehr junger Verein.

Bwin rechnet vor, dass deutsche CL-Debütanten zuletzt nicht sonderlich erfolgreich waren. Weder in der Champions League, noch in der Bundesliga. Solche Quervergleiche hinken immer ein bisschen, aber es zeigt auch ganz schön, welche Herausforderungen vor RB Leipzig liegen.

Wer des englischen ganz gut mächtig ist, der findet beim Guardian und bei oktob zwei längere Artikel zu den Vorteilen von Vereinsfamilien wie rund um RB oder Manchester City (multi-club ownership) und zu Helmut Groß und Ralf Rangnick und deren Taktikentwicklung.

Zweites ausverkauftes Spiel der Saison. Nach Mönchengladbach gibt es auch für Frankfurt keine Tickets mehr, wenn man auf der Ticketbörse (wo bspw. nicht genutzte Dauerkarten für ein Spiel weiterverkauft werden) nicht noch welche findet. Wie es mit den CL-Spielen steht, wird man abschätzen können, wenn am Montag der freie Vorverkauf beginnt. Die Fanreise nach Istanbul für rund 600 Euro ist derweil weiterhin noch nicht ausgebucht.

Unglaublich, aber wahr. Die Frauen von RB Leipzig starten am Wochenende in ihre Saison. Nach gefühlt drei Monaten Vorbereitung und einem Pflichttestspiel im Sachsenpokal. Erstes Spiel in der Regionalliga. Ziel ist, unter die ersten drei Teams zu kommen. Aufsteigen wird diese Saison schwer, weil aus einer zweigleisigen eine eingleisige zweite Liga wird und entsprechend der Meister noch in Aufstiegsspiele geht. Aber dem kann man sich immer noch widmen, falls es irgendwann so weit ist.

Am ersten Spieltag trifft man jedenfalls gleich mal auf den Magdeburger FFC. Der wurde letzte Saison Zweiter und dürfte neben Union Berlin der realistischste Mitbewerber um den Aufstieg bzw. im Kampf um den Meistertitel sein. Magdeburg, Union, Leipzig. Viel mehr Teams dürften schon gar nicht zum Favoritenkreis gehören. Aber auch diesbezüglich lassen wir uns einfach mal überraschen. Das erste Spiel gegen Magdeburg wird schon mal erste Hinweise geben. Anpfiff ist am Gontardweg am Sonntag (03.09.2017), 14 Uhr.

Die U19 von RB Leipzig ist am Wochenende ohne Einsatz. Dafür spielt die U17 ein Testspiel. Und zwar bereits am heutigen Freitagabend, 18 Uhr am Cottaweg gegen den Regionalligisten Tennis Borussia Berlin.

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Presse 31.08.2017

Letzter Tag, an dem das Transferfenster offen ist. Bis 18 Uhr können Bundesligisten noch Spieler verpflichten. Bei RB Leipzig kommt noch Kevin Kampl dazu (die offizielle Verkündung steht zwar noch aus, aber dass da noch was schief geht, ist eigentlich nicht zu glauben; ein Rangnick-Gespräch mit der Presse ist für den Mittag/ Nachmittag geplant). Bis zu 20 Millionen Ablöse kostet der Transfer inklusive Bonuszahlungen. Viel Geld für einen Spieler, der bald 27 wird und bei dem die ganz große Wertsteigerung nicht mehr zu erwarten ist.

Rein sportlich kann man mit Kampl nichts falsch machen. Sehr guter Pressingspieler mit Qualitäten am Ball, der in Salzburg und unter Schmidt in Leverkusen gezeigt hat, wie gut er in eine auch in Leipzig gepflegte Spielidee passt. Mit Rangnick hat er hier auch einen Förderer vor Ort. Wie sehr Kampl ein Sportdirektoren-Transfer und weniger ein Trainer-Transfer ist, bleibt unklar.

Mit Kampl verlässt man auch die gewöhnliche Philosophie, nur Spieler bis 23 für Ablöse zu verpflichten. Allerdings hatte sich Hasenhüttl darauf in den letzten Wochen schon nicht mehr festnageln lassen, sodas es nicht so richtig überraschend kommt. Ist halt eine Art Compper-Transfer. Jemand holen, den Rangnick genau kennt und von dem er weiß, was er von ihm kriegen kann.

Passt schon alles grundsätzlich ganz gut. Fragezeichen bleiben hinter der Kaderplanung. Die vier Mittelfeldpositionen sind nun fast schon etwas überbesetzt. Zumal man einen Kampl sicherlich nicht geholt hat, um ihn in die zweite Reihe zu stellen. Gerade für einen Dominik Kaiser wird es nun sehr, sehr eng, während es im Sturm eher dünn wird. Da sieht man wohl Marcel Sabitzer vereinsintern nun auch stärker als zweiten Stürmer.

Letztlich bleibt halt auch die Frage nach der Kaderentwicklungsphilosophie. Für das gleiche Geld hätte man sich im Sommer auch stärker um einen (wesentlich jüngeren) Maximilian Philipp bemühen können, bei dem man wegen zu hoher Preise ausstieg. Aber damals hatte man bei festgelegtem Transferbudget auch noch nicht die Burke-Millionen, um stärker in den Poker einzusteigen.

Lustige Geschichte aus England. Dort sind die Quoten von Buchmachern, dass Timo Werner zum FC Everton wechselt, deutlich gefallen. Nur noch 4 Euro würde man für einen Euro kriegen, wenn der Wechsel stattfindet. Entsprechend wird darüber geredet, ob Werner noch nach Everton geht. Was als Gerücht und Annahme schon ein bisschen absurd ist.

Gestern und heute im Training bei RB Leipzig überschaubare Besetzung (und noch kein Kampl) mit (gestern) vielen Nachwuchsakteuren zum Auffüllen. Relativ vollständig ist man in der Defensive. Dort könnte man tatsächlich recht vernünftig arbeiten. Ansonsten ist abseits von Einzelcoachings ein vernünftiges Training eher wirklich möglich. Diego Demme fehlte heute, aber das darf man als reine Vorsichtsmaßnahme verstehen. Dass diverse RB-Spieler auf ihren Länderspielreisen noch am kommenden Dienstag Einsätze haben, ist trainingstechnisch aber auch eher suboptimal.

Heute starten jedenfalls die Länderspiele für die entsprechenden RB-Akteure. Emil Forsberg tritt mit Schweden in der WM-Quali in Bulgarien an. Es geht um die Verteidigung der Gruppenspitze. Anstoß ist 21.45 Uhr Ortszeit, 20.45 Uhr hiesiger Zeit. Peter Gulacsi und Ungarn empfangen im selben Wettbewerb auch ab 20.45 Uhr Lettland. Um viel geht es nicht mehr, dafür ist der Rückstand auf die Schweiz und Tabellenführer Portugal schon zu groß. Die treten mit Bruma parallel zu den Ungarn gegen die Faröer an. Alle drei Spiele werden live auf der Streamingplattform DAZN übertragen.

Naby Keita spielt ab 19 Uhr auch in der WM-Quali gegen Libyen. Die beiden Teams, die nach zwei Spieltagen in der Vierergruppe noch ohne Punkt sind. Ein Sieg muss also für Guinea her, wenn man noch Chancen auf die WM haben will. Hierzulande dürfte Bet365 für Kunden einen Stream zu der Partie anbieten.

Bleibt noch Torwart Philipp Köhn, der mit der Schweizer U20 unterwegs ist. Testspiel in Polen. Anpfiff 17 Uhr. Dass man davon irgendwo Livebilder findet, glaube ich nicht.

Wenn Länderspiele sind, dann hört man auch immer wieder was von Emil Forsberg. Diesmal, dass er das Verkaufen von Naby Keita als Signal versteht, dass man bei RB doch Spieler verkauft und so ja vielleicht auch ihn. Aber erstmal Bundesliga und Champions League und Leipzig und Vorfreude und alles geben und so. Kein neuer Sachstand. Das Forsberg-Thema wird spätestens nächsten Sommer wieder virulent.

Die Bundesliga hat die Spieltage bis Anfang Dezember terminiert. RB ist abgesehen vom Köln-Ausflug an einem Sonntagabend immer Samstags dran. Dortmund und München auswärts sind jeweils die Topspiele des Spieltags. War auch so zu erwarten, dass man angesichts der CL-Ausflüge vornehmlich samstags ran darf. Terminiert wurde auch das Pokalspiel gegen die Bayern. Mittwoch Abend, 20.45 Uhr und live in der ARD. Auch das war so zu erwarten. Drei Tage später dann das selbe Duell aus München als Topspiel bei Sky.

Die Rasenballisten tuckeln auf der Straße zur CL gen Monaco und bieten für 90 Euro die Möglichkeit des Mitreisens an.

Bayerns Kingsley Coman zeigt sich bei der tz unter anderem noch immer beeindruckt vom letzten Spiel von RB Leipzig gegen die Bayern und sieht in RB deshalb den größeren Konkurrenten als im BVB.

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Presse 30.08.2017

Ein Mittwoch mit überschaubarer Nachrichtenlage. Auch mal schön.

Kevin Kampl ist nach slowenischer Quellenlage von der Nationalmannschaft freigestellt worden, damit er sich um seine Klubbelange, sprich um einen möglichen Wechsel kümmern kann. BILD meint, dass Völler in finalen Gesprächen mit RB steckt. Die Schlinge um den Wechsel zieht sich enger. Weiterhin spricht viel dafür, dass Kampl bis spätestens Donnerstag, 18 Uhr ein Leipziger Spieler ist.

Einiger Keita-Nachklapp noch. Nicht allzu viel wichtiges. Salzburg soll an dem Deal auch noch mitverdienen (RBlive). Von 10% der Transfersumme ist die Rede (BILD). In Österreich spekuliert man über bis 20%.

Heute wird bei RB Leipzig wieder mal trainiert. Bei gleich 12 fehlenden Spielern des Profiteams ist der Effekt vermutlich aber auch eher überschaubar. Länderspiele gehen erst morgen los, dann näheres dazu.

Die Schwäbische Post (siehe auch RBlive) berichtet von einem Paket, das RB Leipzig an Simon Vesel geschickt hat. Vesel ist der, der sich beim Dorfmerkinger Pokalspiel gegen RB ohne Gegnereinwirkung das Kreuzband gerissen hatte. Im Paket war nun eine Trainingsausrüstung und ein persönlicher Brief mit Genesungswünschen. Kam bei Vesel sehr gut an.

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Presse 29.08.2017

Naby Keita, eine Geschichte, die nun kurz vor Schließen des Transferfesters (Donnerstag) nun doch noch zu einem Ende kommt. Keita wechselt zum kommenden Sommer zum FC Liverpool und absolvierte dort gestern bereits den Medizincheck. Dass er den Deal schon jetzt fix machen kann, kostet Liverpool ein paar zusätzliche Euro Richtung Leipzig. Zwischen 65 und 75 Millionen Euro sind statt der eigentlichen 55 Millionen Euro fixen Ablöse im Gespräch.

Die Vereinbarung beinhaltet keine Rückleihkonstruktion (RBlive). Entsprechend waren die zusätzlichen Euro, die flossen, offenbar nur deswegen, weil RB den Engländern schon jetzt Vertragsgespräche erlaubte. Ob schon jetzt Teile der Transfersumme fließen, ist unklar, aber auch nicht so wichtig. Für die Gewinn-Verlust-Rechnung des Jahres 2017 braucht man die komplette Ablöse jedenfalls nicht, außer man will die Darlehen von Red Bull aus der Vergangenheit bedienen.

Letztlich ein Deal, der gut für fast alle Beteiligten ist und ja auch schon vor ein paar Wochen und Monaten als denkbare Konstruktion erschien. Leipzig kriegt eine deutlich höhere Ablöse als man in einem Jahr gekriegt hätte. Liverpool hat den Spieler fix, den man so dringend wollte und kann sicher sein, dass auf Keita in diesem Jahr ausbildungstechnisch und gesundheitlich (dafür steht ja das Rangnick-RB ein wenig) gut aufgepasst wird. Nächsten Sommer hätte Liverpool eventuell eine Unmenge an potenten Mitbewerbern gehabt, die man nun austricksen konnte. Allerdings bleibt halt auch das Risiko, dass Keita sich beispielsweise Ende April das Kreuzband reißt oder ähnliche Gesundheitsprobleme auftreten.

Was Keita von dem Deal hat, bleibt ein wenig unklar. Vermutlich wird Liverpool für die Unterschrift auch für ihn ein paar vorzeitige Euro lockermachen. Und der Vertrag, den er unterschreibt, wird sicherlich ein guter sein. Allerdings hätte der Mittelfeldmann sich in einem Jahr den europäischen Topclub quasi aussuchen können, wenn er in der Champions League nur halbwegs so auftritt, wie man es von ihm kennt. Insofern wäre in einem Jahr der sehr viel günstigere Zeitpunkt gewesen für ihn, das passende Angebot und das passende Gehalt zu wählen.

Insgesamt gibt es aber mehr Gewinner als Verlierer. Vor allem ist Keitas Zukunft geklärt und überstrahlt nicht mehr die kommenden Monate. Können sich alle auf die Saison konzentrieren und wissen woran sie sind.

Die Mitteldeutsche Zeitung sieht derweil in dem Wechsel die Gefahr, dass nun kommenden Sommer der RB-Kader auseinanderfallen könnte und mehr Spieler den Verein verlassen (wollen) könnten. Wobei das ein wenig konstruiert ist, denn ein Emil Forsberg würde wohl auch ohne Keita seinen Marktwert kommenden Sommer erneut testen wollen. Und bei Timo Werner bleibt die Zukunft wohl vorerst solange eine Leipziger, solange er hier auch europäisch spielen kann. Von der Qualifikation für europäische Wettbewerbe und im Idealfall die CL und weniger von einem Keita-Wechsel, der sowieso angestanden hätte, wird es abhängen, wie gut man absolute Topkräfte (Upamecano dürfte auch eher sehr bald auf den Radars absoluter Topklubs auftauchen) halten kann und wie attraktiv man für Neuzugänge bleibt.

BILD berichtet, dass sich Leverkusen und RB Leipzig bei der Ablöse für Kevin Kampl annähern. RBlive sagt, die Chancen stehen bei 50:50. Weiter sagt das Bauchgefühl, dass der Transfer bis Donnerstag noch zustande kommt. Irgendwas bei 20 Millionen könnte der Kostenpunkt liegen. Das wäre schon allein durch den Burke-Verkauf praktisch gegenfinanziert. Weiter bleiben allerdings Fragezeichen in Bezug auf die Kaderplanung, denn Kampl ist kein Burke-Sturm-Ersatz und Werner-Backup, sondern ein weiterer Mittelfeldspieler. Dominik Kaiser kann das jedenfalls schon mal gar nicht gefallen..

Irgendwann gestern kam auch der Preis für die Fanreise in die Champions League auf den Tisch. Rund 600 Euro kostet die Tour nach Istanbul. Inklusive einer Übernachtung, Eintrittskarte und Transfers vor Ort. Das ist durchaus ein happiger Preis, der nicht überall für Freude sorgte. Der Fanverband plant nun für die nächsten Auswärtsspiele in der Champions League eigene, kostengünstigere Pakete. Die Konsequenz aus der Geschichte ist wohl, dass der Trend noch stärker zur Selbstorganisation geht.

Wieder sehr gute Sky-Quote für RB Leipzig. Knapp 800.000 für das Spiel gegen Freiburg. Letzte Saison waren es an einem Freitag nicht mal 400.000. Wobei die generell teils drastisch gestiegenen Sky-Quoten darauf hinweisen, dass es irgendeine Veränderung bei der Quotenbestimmung gab. Ansonsten wäre schwer erklärbar, warum diese Saison so viel mehr Leute generell Bundesliga bei Sky gucken als noch letzte Saison.

Erstes ausverkauftes Heimspiel diese Saison ist die Partie gegen Mönchengladbach. Zumindest im Heimbereich. Angesichts der reisefreudigen Gladbach-Anhänger dürfte aber auch der Gästeblock wie schon vor einem Jahr voll werden. Champions-League-Spiele gingen gestern in den Verkauf (zumindest die ersten drei, davon zwei Heimspiele). Tickets gibt es noch reichlich. Selbst in B und D kann man noch Karten erwerben. Aufgrund des Verkaufs in unterschiedlichen Vorverkaufsphasen dauert es aber noch, bis man sagen kann, wie sehr die (nicht eben billigen) Champions-League-Spiele (gegen die nicht ganz großen Namen) tatsächlich ziehen.

Der RBLObserver kündigt bei Twitter seinen Abschied als Blogger an. Wobei der Blog in der jüngeren Vergangenheit sowieso nicht mehr allzu häufig mit Beiträgen bestückt wurde. Schon sehr schade, dass ein weiterer RB-Blog stirbt und die Blogideen rund um RB Leipzig, die es in den letzten Jahren immer mal wieder gab, alle wieder versandeten und sich Meinungen und Schreibereien in Facebook-Gruppen oder Foren oder in Kurzform Richtung Twitter verlagern.

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Presse 28.08.2017

Gestern das 4:1 von RB Leipzig gegen den SC Freiburg. Eine offensiv sehr gute Partie, der vor der Pause noch die RB-Tore fehlten. Nach dem Wechsel fielen dann gleich vier davon. Insbesondere die 15 Minuten nach der Pause waren mit viel Wucht und Durchschlagskraft vorgetragen.

Freiburg war Mitte der ersten Halbzeit durch Florian Niederlechner in Führung gegangen und führte zur Pause aufgrund einiger RB-Chancen etwas glücklich. Timo Werner und Willi Orban drehten die Partie nach dem Wechsel binnen zehn Minuten. Noch mal Timo Werner und Bruma mit einer Art Tor des Monates stellten den auch in der Höhe verdienten Endstand her. Einziger, kleiner Makel der Partie die zwei, drei Defensivwackler in der ersten Halbzeit.

29 Torschüsse in einem Spiel für RB Leipzig sollen Vereinsrekord sein. 5 Werner Tore im Dress von RB in drei Spielen gegen den SC Freiburg sind auch nicht schlecht.

Rund 39.300 Zuschauer wollten die Partie sehen. Irgendwas zwischen 500 und 1.000 davon waren dem Gast zugeneigt. Rund 1.000 Plätze blieben beim Heimauftakt im Heimbereich leer. Vielleicht eine kleine Enttäuschung bei ganz gutem Wetter.

Durch den Sieg hat RB Leipzig den Fehlstart in die Saison erst mal vermieden. Mit drei Punkten reiht man sich hinter der Spitze ein. Freiburg steckt schon früh in der Saison im Tabellenkeller.

Nun ist erstmal Länderspielpause. So wie es aktuell aussieht, sind dabei Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker, Konrad Laimer, Timo Werner, Emil Forsberg, Bruma, Peter Gulacsi und Naby Keita mit ihren Nationalteams unterwegs. Lukas Klostermann ist bei der deutschen U21, Jean-Kevin Augustin bei der französischen U21, Ibrahima Konate bei der französischen U19. Ob Dayot Upamecano auch unterwegs ist, ist nicht ersichtlich. Wäre ein wenig seltsam, wenn nicht. Die U17-Akteure Anton Rücker und Tom Krauß sind ab Ende der Woche auch mal kurz mit der Nachwuchsnationalmannschaft weg.

Yussuf Poulsen sagt derweil die Länderspielreise mit Dänemanrk wegen Adduktorenproblemen ab und verpasste auch das Spiel gegen Freiburg. Bis zum HSV-Spiel soll er wieder fit sein. Die kommende Woche nicht durch die Welt zu tingeln, könnte ihm ein paar Vorteile im Kampf um einen Platz im Team im ersten Champions-League-Spiel verschaffen. Jean-Kevin Augustin hat gestern viel gezeigt, was ihn zu einem ernsthaften Konkurrenten für Poulsen macht, da kommt das für Poulsen vielleicht gar nicht ungelegen.

Nach der Länderspielpause geht es dann richtig in die Vollen. Hamburg (A), Monaco (H), Mönchengladbach (H), Augsburg (A), Frankfurt (H), Istanbul (A) und Köln (A). Sieben Spiele in 24 Tagen. Spektakulärer Spielplan..

Der Kicker weiter dran am Kampl-Thema. Man sei sich mit dem Spieler einig, aber noch nicht mit dem Verein. Keine 20 Millionen will RB zahlen. Leverkusen will mehr. Leverkusens Trainer Heiko Herrlich geht aber von einem Verbleib von Kevin Kampl aus. Über 20 Millionen Euro wären eins stolzer Preis für einen 26-Jährigen, der bisher bei seinen Wechseln nach Dortmund und Leverkusen nur reichlich zehn Millionen gekostet hat. Müsste ich wetten, würde ich darauf setzen, dass man sich bis Donnerstag auf irgendeinem Wege einigt.

Auch der Kicker erklärt, dass die Vertragsverlängerungen von Yussuf Poulsen und Marcel Sabitzer auf einem guten Weg sind. Zumindest nach Aussage von Ralf Rangnick.

Timo Werner auf der Bundesliga-Website über Saison, Saisonstart, Saisonziel, Mehrfachbelastung und schulische Ausbildung. In seine Auseinandersetzung mit den CL-Gegner könnte man auch eine leichte Enttäuschung darüber hineininterpretieren, dass man gar keines der ganz großen Teams Europas gezogen hat.

Ab heute gibt es Tickets für den Europapokal. Inklusive einer Fanreise nach Istanbul zum ersten Auswärtsspiel. Die Reise geht über zwei Tage und umfasst (zeitmäßig) das Champions-League-Spiel und auch das Youth-League-Spiel am Nachmittag des Folgetags. Preis ist (zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Beitrags) noch unklar, soll aber im Laufe des Tages bekanntgegeben werden.

Apropos Europapokal. Das ZDF zeigt an den ersten drei Spieltagen der Champions League keine Partie von RB Leipzig bei sich. Der Sender hat ja hierzulande die Free-TV-Rechte und darf pro Runde ein Mittwochsspiel ausstrahlen. Zweimal Bayern, einmal Dortmund ist das vorläufige Ergebnis. Nachvollziehbar, da Leipzig an den ersten drei Spieltagen sowieso nur einmal am Mittwoch auftritt. Zu Hause gegen Monaco. Während Dortmund parallel bei Tottenham spielt. Leipzig gegen Monaco oder Tottenham gegen Dortmund. Ganz neutral gesagt liegt die Entscheidung da auf der Hand..

Auch weil Dortmund in Deutschland neben Bayern der einzige absolute Quotengarant ist. Wenn man als öffentlich-rechtlicher Rundfunk schon CL-Rechte kaufen muss, dann sollte man sie dann halt auch so versenden, dass die Mehrheit der bundesdeutschen Zuschauer was davon hat. Und RB Leipzig ist halt ein bundesweit ’nur‘ durchschnittlich funktionierendes TV-Phänomen mit (zumindest bei Sky) einigen Problemen, überdurchschnittliches Interesse aus sich selbst heraus zu generieren (wie zweimal Null-Quoten gegen Darmstadt letzte Saison schön zeigten).

Soll heißen, dass RB Leipzigs Auftaktmatch in der Champions League vielleicht zum Thema für das ZDF geworden wäre, wenn man gegen Barcelona gespielt hätte. Ein Spiel Leipzig gegen Monaco reißt bundesweit allerdings nicht so richtig vom Hocker und dass Leipzig wegen sich selbst Topquoten produziert, ist halt nicht (oder meinetwegen auch noch nicht) der Fall.

Bei RB gibt man sich laut DWDL sicher, dass man auch noch mal beim ZDF gezeigt wird. Die einzig realistische Möglichkeit dafür wäre in der Gruppenphase eigentlich die Partie am vierten Spieltag in Porto, wenn Dortmund als Alternative parallel gegen Apoel Nikosia spielt. Am letzten Spieltag hat RB noch mal einen Mittwochsauftritt. Gegen Besiktas. Dann spielt Dortmund aber parallel bei Real Madrid. Wird natürlich auch vom Stand in den Gruppen abhängen, aber die BVB-Partie wird sich das ZDF dann wohl eher nicht entgehen lassen.

Aus dem Skurrilitäten-Kabinett der Welt-Artikel unter dem Titel „Warum ein Absturz von RB Leipzig so wahrscheinlich ist“. Basierend auf Schalke-Niederlage, Mehrfachbelastung, fehlendem Mythos und wechselwilligen Spielern. Erschienen noch vor dem Freiburg-Spiel.. Ist ja nicht jede Idee falsch in dem Artikel, aber der Titel des Textes und das Offensivfeuerwerk, das RB einen Tag später gegen Freiburg abbrannte, liegen schon hübsch weit auseinander.

Die Frauen von RB Leipzig verlieren am Wochenende einen Test mit 1:2 gegen den 1.FC Nürnberg. Auch ein Regionalligist. Am kommenden Wochenende geht die Saison für die RB-Frauen endlich los. Heute spielt man aber am Gontardweg ab 18.30 Uhr noch mal einen Test gegen die Spielgemeinschaft Leipzig-Süd II/ Stötteritz (U17). Angaben diesbezüglich wie immer ohne Gewähr.

Die U19 von RB Leipzig nach der Niederlage gegen den HSV gleich wieder in der Spur. 7:1 gewinnt man bei Holstein Kiel. Zweimal Emre Aslan, Kilian Ludewig, Kilian Senkbeil, Lucas Schmidt, Marc Dauter und Nicolas Fontaine erzielten die Tore. In der Tabelle macht das nach vier Spielen mit neun Punkten dank der Tordifferenz Platz 1. Aber Osnabrück hat erst drei Spiele absolviert und kann noch vorbeiziehen.

Zur Kategorie Pflichtsieg kann man derweil das 3:1 der U17 von RB Leipzig gegen den Eimsbütteler TV zählen. In der Bundesliga ist man nach vier Spielen Zweiter. Erneut hinter Werder Bremen, die letzte Saison mit der Bilanz von 25 Siegen und einer Niederlage durch die Spielzeit marschierten und jetzt schon wieder bei vier Siegen und keiner Niederlage stehen.

Presse 28.08.2017 weiterlesen

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Presse 27.08.2017

Am Sonntag das zweite Spiel in der Bundesliga für RB Leipzig. Gegner ist der SC Freiburg, der mit einem 0:0 gegen Frankfurt in die Saison startete. Klar, dass RB in dieser Partie Favorit ist und angesichts von einer Niederlage zum Auftakt die Punkte auch dringend gebrauchen könnte, um entspannt in die Länderspielpause und anschließend in die englischen Wochen gehen zu können.

Personaltechnisch gibt es beidseits nicht allzu viel vermelden. Da das Spiel erst am Sonntag ist, kann da aber natürlich auch noch was dazukommen. Auf Freiburger Seite fehlt von den potenziellen Stammspielern schon länger Manuel Gulde. Bei RB Leipzig ist die Frage, ob Diego Demme wieder zurückkehrt.

Geleitet wird die Begegnung von Christian Dingert. Schon die achte RB-Partie, die er leitet, die zweite in der Bundesliga. Letzte Saison war er bei der Auswärtsniederlage in Bremen in prominenter Position auf dem Spielfeld auf dem Platz. In der Vergangenheit waren Dingerts Spielleitungen bei RB-Spielen gern auch mal durchwachsen. Letzte Saison leitete er das Spiel zwischen Frankfurt und Hoffenheim, bei dem er das Gehacke nicht in den Griff bekam.

Zuschauerzahlentechnisch ist es noch unklar. Freiburg hat nur die Hälfte des Kontingents abgerufen und das wird sicherlich auch nicht ausverkauft sein. Letzte Saison waren knapp 2.000 Gästefans dabei. Karten gibt es auch noch im Heimbereich. Sowohl auf offiziellem Kartenvorverkaufswege, als auch über die Tickettauschbörse. Gerade im Oberrang gibt es noch einige Tickets zu erwerben. Dass das erste Heimspiel der Saison noch ausverkauft sein wird, ist eher unwahrscheinlich. Mal gucken, was noch passiert bis Sonntag.

Schon gestern die Auslosung für die Gruppenphase der Champions League. Als es daran ging, Topf 4 den Gruppen zuzulosen und als erstes RB Leipzig gezogen wurde, waren unterschiedlichste sportliche Varianten drin. Chelsea, Atletico Madrid und AS Rom wäre beispielsweise eine mögliche Gegnerschaft gewesen. Es wurden schließlich Monaco, Porto und Besiktas Istanbul.

Aus sportlicher Sicht eine der aussichtsreichsten Gegnerzusammenstellungen. Monaco ist trotz hohem Kaderdurchsatz im Sommer sicher höher als RB anzusiedeln. Mit Porto und Besiktas kann man sich aber durchaus auf Augenhöhe sehen, wie auch der Testsommer gegen Vertreter der Länder (auch wenn das mit Vorsicht zu genießen ist) gezeigt hat. Portugiesische und türkische Liga sind derzeit in Europa sicherlich nicht unbedingt ganz oben anzusiedeln.

Von daher ist das Überwintern in Europa und vor allem in der Champions League gar nicht so unrealistisch wie es noch gestern Mittag geklungen hätte. In dieser Gruppe hat man durchaus Chancen, sich auf einem der beiden vorderen Plätze in die nächste Runde zu schieben. Was die Gruppe aber auch so ein bisschen zu einem false friend macht, weil die öffentliche Erwartungshaltung zumindest im bundesweiten Maßstab Einzug ins Achtelfinale heißen wird.

Vom Klang her hätte es sicher bessere Gruppen mit attraktiveren Gegnern gegeben. Oliver Mintzlaff wird vom Kicker mit den Worten zitiert, dass man sich „diese Namen nicht gewünscht“ hat, aber nicht „unglücklich“ ist. Vielleicht drückt sich da die Sicht auch anderer RB-Anhänger aus, die sich wenigstens einen der ganz großen Topklubs in der Gruppe gewünscht hätten. Da setzt aber wohl auch jeder so seine eigenen Prioritäten beim Gegnerwunsch und bei der Frage, ob es eher um sportliche Machbarkeit oder große Namen geht.

Los geht es mit der Champions League bereits am 13.09.2017, das ist ein Mittwoch. Gegner ist dann der AS Monaco.

Nicht mit bei der Auslosung vor Ort war offenbar überraschend Ralf Rangnick, der eigentlich immer betont hat, wie sehr er sich auf den Termin freut. Konnte ja eigentlich nur bedeuten, dass er wichtigeres zu tun hatte (BILD sagt, er hätte die Auslosung bei der Mannschaft verfolgt). Und was könnte das sein außer sich um Transfergeschichten kümmern?

Passend dazu, dass der Wechsel zu West Bromwich Albion inzwischen als fix vermeldet wurde. Überraschend daran vor allem, dass es West Bromwich Albion und nicht Crystal Palace wurde. Bis zu 16 Millionen Euro könnte RB dadurch einnehmen, wie das englische Sky und der Kicker berichten, also etwas mehr als RB einst bezahlte.

Als Ersatz handelt der Kicker weiterhin Kevin Kampl. Das wirft ein paar Fragen auf. Kampl käme als Mittelfeldspieler, der am ehesten wohl die Sabitzer-Position auf der Zehn (und auch die Sechs) spielen, aber nicht wie Burke Werner-Backup sein kann. Würde bedeuten, dass man kaderplanungstechnisch Sabitzer als zusätzliche Sturmoption sieht (hat er schon öfter gespielt, aber auf der Zehn kann er seine Stärken eigentlich besser einbringen). Das ist eher so suboptimal und führt zu einem Überangebot im Mittelfeld (Laimer, Demme, Ilsanker, Keita, Sabitzer, Forsberg, Bruma, Kaiser, Kampl). Mag sein, dass das Richtung kommende Saison und Keita-Abgang Sinn macht. Aktuell bleiben ein paar Fragezeichen bei der Kaderplanung und hinter dem großen Angebot im Mittelfeld und dem eher kleinen Angebot im Sturm, wo weiterhin kein Werner-Update mit Geschwindigkeit in der Tiefe zu sehen ist. Vielleicht hat man da ja aber intern auch noch Hoffnungen, dass man Bruma eine solche Rolle zuschreiben kann.

Ralph Hasenhüttl avisiert sein Karriereende für in zehn Jahren. Berichtet Sky.

Lukas Klostermann bei Goal zu seinem Studium, dem Kreuzbandriss, der RB-Spielidee, der Leichtathletik und der Champions League.

Bruma und Emil Forsberg wurden in die Nationalteams ihrer Länder berufen. Bei Bruma und Portugal war es jetzt nicht unbedingt etwas, was man zwingend hätte erwarten müssen. Aber aus dem U21-Nationalteam ist er rausgewachsen, von daher ist es der nächste logische Schritt. Die Nominierungen von RB-Spielern für die Länderspielwoche, die nach dem Freiburg-Spiel startet, werden noch weitergehen. Bleibt ja aber auch nächste Woche noch genug Zeit, sich damit zu beschäftigen.

Christoph Metzelder, der schon in der Vergangenheit einen eher positiven Umgang mit RB Leipzig pflegte, bei Westline über Tradition, Moderne und RB. Und der Aussage, dass man Leipzig von der Art her nicht mit PSG und Manchester City vergleichen könne, wo massiv in die Spielerkader investiert wird, während Leipzig vom Budget her ein Bundesliga-Mittelfeldverein sei. Vermutlich ist es vom Umsatz her (auch dank Champions League) inzwischen ein Verein, der ins obere Tabellendrittel hineingerutscht ist, aber die Richtung ist ja nicht falsch.

Bei den Frauen geht es immer noch nicht los mit der neuen Saison. Das letzte Vorbereitungsspiel steht an. Dafür fährt man offenbar nach Oberkotzau, einmal die A9 runter in die Nähe von Hof, wo man am Sonntag auf den Süd-Regionalligisten 1.FC Nürnberg treffen soll.

Die U19 von RB Leipzig reist bereits am morgigen Samstag zu Holstein Kiel. Die sind mal eben mit drei Niederlagen, darunter ein 0:3 zu Hause gegen den Niendorfer TSV in die Saison gestartet. Nach der verdienten Heimniederlage von RB letzte Woche gegen den HSV muss man sich die Punkte nun in Kiel wiederholen. Interessanterweise gibt es in der Bundesliga Nord/Nordost mit Osnabrück nur noch ein Team ohne Niederlage. Die haben allerdings auch erst zwei Partien gespielt.

Die U17 von RB Leipzig will auch ihre erste Saisonniederlage positiv verarbeiten. Am morgigen Samstag (26.08.2017) empfängt man den Eimsbütteler TV. Wie bei Kiel stehen auch hier bisher drei Niederlagen aus drei Spielen. Eigentlich ein Spiel, das man gewinnen sollte. Anpfiff am Cottaweg ist 11 Uhr.

Presse 27.08.2017 weiterlesen

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