Neue Kreativität gefragt

Am Wochenende feierten nicht nur die Profis ihren Erfolg des Einzugs in die Champions Leauge. Im Nachwuchsbereich endete parallel für die U19 zumindest die aufgrund ihres schlechten Verlaufs und den Dissonanzen im Nachwuchsbereich mit den Abgängen von Renat Dadashov, Idrissa Touré und Vitaly Janelt quälend lange Bundesliga-Saison. Und die Saison für die U23 ist auch in den letzten Zügen.

Gerade in diesen zwei Mannschaften gibt es unheimlich viele Spieler, deren Zukunft nicht geklärt ist. Die U23 wird aufgelöst, sodass die dort spielenden Akteure genauso eine neue Heimat brauchen wie der ältere Jahrgang der U19, der mehr nicht zu großen Teilen einfach in die U23 übertreten kann.

Das stellt RB Leipzig vor die Frage, welche Talente man behalten will, um den Profi- und Champions-League-Kader breit genug aufzustellen, welche Talente vielleicht über Leihen gehalten werden und Spielpraxis bekommen und welche Talente komplett gehen. Da müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Die Abgänge von U23-Kapitän Alexander Siebeck und von Anthony Barylla jeweils in die dritte Liga (Karlsruhe bzw. Zwickau) verweisen darauf, dass da im Hintergrund schon einiges gewerkelt wird. Auch Alexander Vogel war zuletzt im Probetraining beim Halleschen FC, dürfte also zu den Abgängen gehören.

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Presse 09.05.2017

Weiter dreht sich viel in der Berichterstattung rund um RB Leipzig um UEFA-Lizenzierung und Spekulationen über Investitionen in den Kader im Sommer. Da ist viel Stochern im Nebel und Meinung dabei, wenn bspw. die Sportschau immer noch Andreas Müller als Experten für Lizenzfragen rund um das Haus Red Bull verkauft, nur weil er mal in Österreich gearbeitet hat.

Letztlich gibt es, wie schon mehrfach durchgekaut zwei Felder von Interesse. Financial Fairplay und Integritätsbestimmungen. Hinsichtlich des Financial Fairplays bleibt interessant, wie die UEFA die Geldflüsse von Red Bull in den letzten drei Jahren bewertet. Für die Bundesliga wird es da eher keine Probleme kriegen. Für die zweite Liga könnte man geschätzte 40 bis 50 Millionen Euro dann doch als etwas zu viel an marktgerechter Sponsoringleistung empfinden. Mögliche Verstöße gegen Financial Fairplay dürften aber im ersten Schritt wohl vornehmlich mit Auflagen verbunden sein.

Hinsichtlich der Integritätsbestimmungen kann man auf informeller Ebene natürlich Parallelen im Dutzend finden. Die Frage ist, was davon die UEFA im Sinne ihrer Regularien tatsächlich nutzt. Da liefert Ludwig Hierl in der Mitteldeutschen Zeitung zumindest einen Denkanstoß, indem er es für möglich hält, dass die Transferzahlungen von Leipzig an Salzburg von der UEFA als Red-Bull-Geld (weil Leipzig = Red Bull) angesehen werden könnte. Wenn die UEFA das tut, würde Red Bull in Salzburg wohl wieder mehr als 30% des Etats stemmen und wäre somit automatisch eine bestimmende Partei.

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Presse 08.05.2017

Vorgestern schon der 4:1-Sieg von RB Leipzig bei Hertha BSC. Ein vollends verdienter Sieg, weil abgesehen von einer kurzen, zu sehr verwaltenden Phase vor dem 1:2-Anschlusstreffer dominant und souverän erspielt. Hertha fiel spielerisch wenig bis nichts ein und half defensiv noch beim Erzielen der Tore mit.

Timo Werner erzielte bereits früh in der Partie das 1:0 per Kopf und legte kurz nach der Pause nach Jartein-Fehler das zweite Tor nach. Rani Khedira machte es mit unfreiwilligem Eigentor kurz vor Schluss noch mal spannend. Aber ausgerechnet Davie Selke machte den Sieg mit zwei Treffern kurz vor dem Abpfiff klar.

Der Sieg bedeutet für RB Leipzig final das Erreichen der Gruppenphase der Champions League. Am drittletzten Spieltag. Da darf gern noch mal jeder in die Prognosen vor der Saison gucken. Hertha kann als Sechster weiterhin die Europa League erreichen, aber der Trend sieht genauso schlecht aus wie die Ausfallliste der Berliner.

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Bundesliga: Hertha BSC vs. RB Leipzig 1:4

Drittletzter Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig fuhr mit dem Ziel nach Berlin, in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. Einen Sieg brauchte man dafür. Und einen Sieg holte man in einem Spiel, das man praktisch über die gesamte Spielzeit deutlich dominierte und in dem man nur in der Phase rund um den Anschlusstreffer zum 1:2 leicht in Schwierigkeiten kam.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig bei Hertha BSC mit einer Veränderung. Marvin Compper kehrte nach Verletzung in die Innenverteidigung zurück. Ilsanker rutschte dafür nach rechts hinten. Bernardo verteidigte links hinten. Und Halstenberg, der gegen Ingolstadt nicht ganz so gut ausgesehen hatte, saß dafür komplett auf der Bank. Timo Werner konnte nach seiner schweren Prellung aus dem Ingolstadt-Spiel mitmachen. Für Willi Orban reichtes es dagegen nicht.

Hertha BSC konnte sich am 32. Spieltag über zwei Rückkehrer nach Verletzung freuen. Brooks kehrte in die Innenverteidigung zurück. Torunarigha rückte dafür nach links und Mittelstädt ging auf die Bank. Stocker lief im Mittelfeld auf. Dafür saß Allan draußen.

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Presse 05.05.2017

RB Leipzig morgen Abend ab 18.30 Uhr bei Hertha BSC. Zielstellung ist, die direkte Qualifikation für die Champions League klarzumachen. Auf der anderen Seite will Hertha noch sechs Punkte aus drei Spielen, um in die Europa League einzuziehen.

Auf RB-Seite fehlt Willi Orban auch in Berlin. Dayot Upamecano oder Stefan Ilsanker könnten die Lücke ausfüllen. Im Sturm ist noch unklar, ob Timo Werner auflaufen kann. Tendenz geht zum ja. Wenn nicht, dann könnte Marcel Sabitzer nach vorn rücken. Oder Oliver Burke oder Davie Selke kommen in die Partie.

Auf Hertha-Seiten weiterhin ein wenig Aufstellungsroulette. Niklas Stark, Marvin Plattenhardt, Fabian Lustenberger, Julian Schieber, Sinan Kurt und sehr wahrscheinlich auch John Anthony Brooks fehlen. Allan ist fraglich. Mitchell Weiser und Valentin Stocker kehren ins Team zurück. Wobei Weiser nur für einen Kurzeinsatz, Stocker vielleicht auch für einen längeren Einsatz in Frage kommt.

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Zwei Teams im Kampf um Europa

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Hertha BSC (06.05.2017, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Zielgerade. Für RB Leipzig am drittletzten Spieltag erneut die Chance, die direkte Qualifikation für die Champions League klarzumachen. Letzte Woche fehlte ein Tor, um das Ziel zu erreichen. Diesmal braucht man wieder einen Sieg. Außer Hoffenheim gewinnt am Samstagnachmittag in Dortmund. Dann reicht schon ein Punkt.

Ralph Hasenhüttl hat die Partie in Berlin entsprechend zu einem Endspiel ausgerufen. Da ist ja das Berliner Olympiastadion auch prädestiniert für. Und wenn es schon nicht der DFB-Pokal ist, dann halt ein Bundesligaspiel entsprechendem Charakter. Zu dem auch Hertha beiträgt, denn sechs Punkte aus den letzten drei Spielen sind für die Hauptstädter das Ziel, um den Einzug in die Europa Leauge klarzumachen. Vorzugsweise zu erringen in den beiden verbleibenden Heimspielen der Saison.

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Presse 04.05.2017

Die Mitteldeutsche Zeitung mit ein paar Zeilen zum Umbau der Red Bull Arena und warum aktuell nur noch 50.000 Zuschauer als Ausbauzielmarke genannt werden, obwohl prinzipiell ein Ausbau auf 57.000 möglich wäre. Dabei geht es um die aktuelle Auslastung, die nicht so hoch ist, dass auch bei Szenarien mit Bundesliga-Mittelfeld eine 57.000-Mann-Arena konstant fast voll würde.

Zudem gehe es um hohe Kosten für einen weiteren Ausbau. Weil die Konstruktion des Stadions schwierig ist und ein großer Umbau sehr viel Geld verschlingen würde. Aber der Umbau soll sich vor allem auch wirtschaftlich schnell rechnen. Binnen zwei Jahren gibt Oliver Mintzlaff vor. Das würde von wenig Kosten bei maximaler Einnahmenvermehrung durch mehr Tickets sprechen. Insgesamt sicher kein unvernünftiger Ansatz, erstmal einen Ausbauschritt zu machen und die weitere Zuschauerentwicklung abzuwarten, um dann zu entscheiden, ob man noch mehr Geld in Baumaßnahmen steckt. Die aktuell erste Bundesligasaison mit dauerhaftem Spielen ganz an der Tabellenspitze ist bei der Bewertung des Zuschauerinteresses kein guter Maßstab. Bzw. bleibt davon halt auch, dass trotzdem einige Spiele nicht ausverkauft waren.

Erstaunlich am MZ-Artikel, dass aus den Worten von Mintzlaff herausklingt, dass man sich erst jetzt mit den konkreten Umbauplänen und daraus resultierenden Problemen wirklich beschäftigt. „Wir haben bis Ende 2016 mehr Energie in die Planung eines möglichen neuen Stadions gesteckt, als dass wir uns damit auseinandergesetzt hätten, was wir hier im Stadion machen.“ So wird der RB-Chef zitiert. Klingt eigentlich etwas untypisch, dass man einen Stadionkauf beschließt, ohne die Möglichkeiten und Grenzen eines Umbaus, wenn schon nicht durchgeplant, so doch zumindest im Detail abgeklopft zu haben. Aber vielleicht ist das auch überinterpretiert.

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„Politik gehört nicht ins Stadion“ als Antwort auf eine Frage, die sich gar nicht stellt

Immer wieder erregt das Thema Politik im Fußball die Gemüter. Politik gehört unbedingt dazu und wir bräuchten noch viel mehr Politisierung im Fußball hieß es kürzlich in einem Interview mit den St.-Pauli-Machern Lienen und Rettig. Fußball sollte ein Raum sein, in dem die Menschen vom Alltag und von Politik auch ein Stückweit abschalten können, so die Gegenposition, wie sie ein DFL-Geschäftsführer Seifert unter anderem vertritt.

Es gehört zu dieser Diskussion dazu, dass man sich dabei meist am Schlagsatz „Politik gehört nicht ins Stadion“ abarbeitet. Wobei häufig unklar bleibt, was da so alles unter Politik fällt und was nicht. Und Allsätze sowieso eine schlechte Diskussionsgrundlage sind.

Fakt ist, dass der Wunsch, sich in einem Stadion nicht mit Dingen jenseits des Fußballspiels auseinandersetzen zu müssen, zumindest nachvollziehbar ist. Der Anspruch, dass auch noch der letzte Lebensbereich von Menschen politisiert zu sein habe bzw. von ihnen selbst mitpolitisiert werden muss, ist ein seltsamer in einer Welt, in der sowieso schon der Anspruch besteht, sich mit Haut und Haar den Sphären von Kapitalismus und Gesellschaft zu verschreiben. Das Bedürfnis, sich dem zu entziehen und sich dem puren Träumen von Erfolgen und Glück zu widmen, per se als falsch zu diskreditieren, hilft nicht so richtig weiter.

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Presse 03.05.2017

Gestern beim Training von RB Leipzig fehlten Naby Keita und Emil Forsberg. Beides nur Vorsichtsmaßnahmen wie der Verein erklärte. Wie es verletzungstechnisch bei Timo Werner Richtung Hertha-Spiel aussieht, ist weiterhin unklar.

Die Geschichten um Serge Gnabry werden enger gestrickt. Dafür verantwortlich ist nun Ralph Hasenhüttl. Der erklärte via Sky, dass Gnabry ins Leipziger Beuteschema passen und „eine der heißesten Aktien im deutschen Fußball“ sein würde. Erstaunlich offensive Äußerungen, die natürlich die Gerüchtephantasie noch mal erheblich anheizt, zumal man damit schön den Tausch Selke (dem Hasenhüttl mit „der Verein, der ihn holt, macht nichts falsch“ quasi noch ein Empfehlungsschreiben für künftige Arbeitgeber mitgibt) gegen Gnabry verweben kann.

Interessant auch noch die Hasenhüttl-Aussage, dass man vor einem Jahr noch nicht so richtig wusste, ob sich Serge Gnabry auch in der Bundesliga durchsetzen kann. Was ein Hinweis darauf sein könnte, warum RB Leipzig sich damals mit Gnabry beschäftigte, aber dann doch kein finales Interesse hatte bzw. kein Interesse hatte, mit dem man einen Transfer hätte erreichen können. Demnach war RB damals eine Gnabry-Verpflichtung vielleicht einfach zu unsicher. Stattdessen holte man dann Oliver Burke kurz vor Schließen des Transferfensters als Offensivspieler.

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Presse 02.05.2017

Am Wochenende das 0:0 zwischen RB Leipzig und dem FC Ingolstadt. Ein Spiel mit wenig Fußball und Nettospielzeit. Dafür viel Geliege und viele Diskussionen. Leipzig verpasst es das entscheidende Tor zu machen. Ingolstadt versteht es, dem Spiel Tempo und Dynamik zu nehmen und so den Punkt nach Hause zu verteidigen.

Durch das Unentschieden verpasste RB Leipzig die vorzeitige direkte Qualifikation für die Champions League. Zwei Punkte braucht man noch, wenn Dortmund und Hoffenheim perfekt punkten. Sollte Hoffenheim am Wochenende in Dortmund gewinnen, reicht bereits ein Punkt. Das RB-Spiel bei Hertha BSC am Samstag wird entsprechend von RB schon mal als Endspiel ausgerufen. Mehr als 7.000 RB-Fans werden mitreisen. Über 60.000 Zuschauer erwartet Hertha. Rund 75.000 passen in das Olympiastadion zu Berlin.

Reichlich 41.000 Zuschauer wollten die Partie zwischen Leipzig und Ingolstadt sehen. Der Großteil der freien Plätze war im Gästeblock zu verzeichnen. Der Heimbereich dürfte praktisch ausverkauft gewesen sein.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Ingolstadt 0:0

31. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig empfängt den FC Ingolstadt. Geplant als Revanche für die 0:1-Niederlage im Hinspiel. Ziel war, den den vorentscheidenden Schritt in die Gruppenphase der Champions League zu machen. Nach 90 Minuten fehlte ein Tor, um vom Unentschieden des BVB zu profitieren und das Ziel endgültig zu erreichen. Kein ganz ungerechtes Ergebnis nach einem zerfahrenen, wenig erbaulichen Spiel.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit einer komplett neuen Innenverteidigung. Marvin Compper und Willi Orban landeten angeschlagen auf der Tribüne bzw. auf der Bank, weil man kein Risiko eingehen wollte und mit den Alternativen leben konnte. Stefan Ilsanker und Dayot Upamecano bildeten so das komplett ungewohnte Duo in der defensiven Zentrale. Von der Formation her blieb man im 4-2-2-2.

Auf Ingolstädter Seite kehrten Marvin Matip und Markus Suttner nach Sperren in die Mannschaft zurück. Dafür blieben Pascal Groß (Gelbsperre) und Max Christiansen draußen. Organisiert war Ingolstadt je nachdem wie man es notieren will in einem 5-2-2-1 aka 3-4-2-1.

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Presse 28.04.2017

RB Leipzig am morgigen Samstag gegen den FC Ingolstadt. Zweiter gegen Vorletzter. Die Verhältnisse scheinbar klar. Aber der Gegner kämpft gegen den Abstieg und ist dank Walpurgis ein sehr unangenehmes Team, das im Saisonverlauf in einigen Spielen auch einiges Pech hatte. Wie in Mainz wird es auch in dieser Partie viel Unruhe geben. Vielleicht mit ein paar Rudelbildungen weniger. Aber auch nur vielleicht.

Auf RB-Seiten fällt weiterhin Lukas Klostermann aus. Fraglich sind noch Willi Orban und Marvin Compper, die kleinere Blessuren haben, die aber bis morgen auch ausgeheilt sein können. Bzw. so wenig stören, dass die Innenverteidiger trotzdem auflaufen können.

Auf Ingolstädter Seite fehlt Pascal Groß gelbgesperrt. Zudem sind Romain Bregerie und Torhüter Martin Hansen wegen Blessuren fraglich. Im Hinspiel musste Hansen noch nach knapp einer Stunde verletzt den Platz verlassen. Gegen Bremen war drer Keeper mit seinem Fehler vor dem 2:2 mitentscheidend für die späte Niederlage.

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Chance zum vorentscheidenden Schritt

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den FC Ingolstadt (29.04.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Es geht in der Bundesliga auf die Zielgerade. Und mal abgesehen von Bayern und Darmstadt haben praktisch alle Teams vier Spiele vor dem Ende noch etwas zu gewinnen oder zu verlieren. Je nachdem, wie man es psychologisch korrekt formulieren will.

So geht es beim Spiel zwischen Leipzig und Ingolstadt dann auch für die einen um die Champions League und die anderen um den Nicht-Abstieg. Ingolstadt könnte bei einer Niederlage schon fast weg vom Klassenerhaltsfenster sein. Für Leipzig wäre ein Sieg gleichbedeutend mit dem vorentscheidenden Schritt in die Gruppenphase der Champions League. Wenn man Zweiter oder Dritter werden will, ist die Partie schon fast schon ein Must-Win-Game. Zumindest wenn man bedenkt, dass danach noch zwei schwere Auswärtsspiele bei Hertha und in Frankfurt und das auch nicht leichte Spiel gegen die Bayern warten.

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Presse 27.04.2017

Weiter geht es mit Davie Selke und seinem möglichen Wechsel nach Bremen. Für Verwirrung sorgten gestern Zitate beim Weser Kurier, in denen ein RB-Vereinssprecher davon sprach, dass man keinen Kontakt mit Werder hat bzw. der letzte Kontakt vom Winter stammt und man nicht vorhabe, Selke abzugeben. Da der Beitrag kurz darauf wieder gelöscht wurde, kann man davon ausgehen, dass es sich um nicht authorisierte Zitate handelte.

Authorisiert dagegen das, womit Ralf Rangnick heute bei Kicker und BILD zitiert wird. Dass Selke ein Spieler mit hohem Marktwert ist, dass er sich in den letzten zwei Jahren, nachdem man einst acht Millionen an Werder Bremen überwies, entwickelt hat und dass man als künftiger Europapokalteilnehmer auch Transfereinnahmen braucht. Zehn bis zwölf Millionen Euro stellen Werderstube und BILD als Ablöseforderung in den Raum. Das klingt enorm viel für einen Spieler, der in der Bundesliga ein Jahr lang vornehmlich auf der Bank saß. Man hätte schon den Wunsch, die ursprüngliche Ablöse wieder einzufahren, als nicht machbar einschätzen können.

Zumindest wenn Davie Selke tatsächlich zu Werder Bremen will. Wenn sich irgendein englischer Erstligist, wie im Winter gerüchtelt, oder ein italienischer Erstligist (AS Rom, AC Florenz, AC Mailand), wie derzeit (sehr vage) in Italien gerüchtelt, auftun lässt, dann kann man natürlich auch ablösetechnisch zulangen. Wird es Werder Bremen, dann wird das schon deutlich schwerer. Der Kicker stellt deswegen ein Leihe mit Kaufoption in den Raum. Könnte noch ein recht langer Verhandlungsmarathon werden..

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Presse 26.04.2017

Der Abgang von Davie Selke rückt näher. Werder Bremen formulierte gestern via Weser Kurier deutliches Interesse am Stürmer, machte es aber von der finanziellen Machbarkeit abhängig. Zuvor war der Stürmer in Bremen gesichtet worden, was die Spekulationen anheizte. Die LVZ meint, dass Selke seine Wohnung in Leipzig schon gekündigt hat.

Dass Selke diesen Sommer Leipzig verlassen wird, davon durfte man schon seit ein paar Wochen und spätestens seinen Nichteinsätzen während der Poulsen-Verletzung ausgehen. Bremen scheint für Selke erste Wahl zu sein (sportlich kann man sich zumindest fragen, ob er ins Nouri-Spiel wesentlich besser passt als ins Hasenhüttl-Spiel). Nun muss sich Werder halt strecken, um die Ablöse finanzieren zu können. Acht Millionen, wie RB einst nach Bremen überwies, wird man aber sicher nicht lockermachen.

Die LVZ schlägt vor, dass man doch bei einem Transfer Serge Gnabry mit verrechnen könnte, weil der mit seiner Spielweise sowieso sehr gut nach Leipzig passt. BILD sieht Gnabry aber eher in Dortmund oder Hoffenheim. Vor der Saison hatte man bei RB mal kurz über Gnabry nachgedacht, bevor der nach Bremen gegangen war. Und wenn wir schon dabei sind, Spieler zum Verrechnen vorzuschlagen, dann könnte man auch auf Maximilian Eggestein gucken. Der Werder-Akteuer hat auf der Sechs ein paar Dinge, die an einen Joshua Kimmich in seiner Leipziger Zeit erinnern.

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Unterschiedliche Sorten Pausentee

Es war am Wochenende erst das zweite Mal der Fall, dass RB Leipzig am Ende des Spiels weniger Punkte hatte als zur Halbzeit. In beiden Fällen (in Mönchengladbach und auf Schalke) kassierte man noch den 1:1-Ausgleichstreffer. Damit bleibt RB weiterhin die einzige Mannschaft neben den Bayern, die noch nicht verloren hat, wenn man zur Halbzeit nicht schon zurücklag. Sprich, man muss Leipzig vor der Pause schlagen, wenn man gegen sie gewinnen will.

Dabei ist RB auch das Team, das zwischen Halbzeitpause und Abpfiff den größten Punktezuwachs verzeichnet. Im Schnitt gewinnt man pro Spiel noch mal 0,57 Punkte zu dem dazu, was man sich schon bis zur Pause erkämpfte. Bis zum Halbzeitpfiff kommt man in 30 Spielen auf 45 Punkte. Was deutlich weniger sind als Dortmund oder Hoffenheim bis dahin holen. 17 Punkte packt man aber in den folgenden 45 Minuten noch mal drauf, während beim BVB nur noch ein Pünktchen dazukommt und bei Hoffenheim sechs.

Auffällig auch die Bilanzen von Augsburg und mit Abstrichen Hamburg, die in der ersten Hälfte die wenigsten Punkte aller Bundesligisten holen, aber nach der Pause im Gegensatz zu den anderen Abstiegskandidatn noch mal Punkte gewinnen statt welche zu verlieren. Auch Freiburg sehr weit oben in dieser Statisik. Denn nach der Pause packt man im Schnitt noch mal 0,4 Punkte pro Spiel auf die 32 Pausenpunkte drauf. Und steht damit auf einem Europa-League-Platz. Unterschiedliche Sorten Pausentee weiterlesen

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Presse 25.04.2017

Einiger Nachklapp noch zum Spiel von RB Leipzig beim FC Schalke 04. Unter anderem mit Hasenhüttls Psychotrick, Werner unter der Woche im Training ins zweite Team zu stecken und ihn damit zu stressen und auf die Aufgabe zu fokussieren.

Hasenhüttl möchte das Kapitel Werner-Schwalbe nach dem Spiel nun endgültig schließen. Die FAZ findet derweil, dass der Stürmer mehr Fürsprache von Fußballverantwortlichen brauchen könnte. Und hätte sich vor dem Spiel auf Schalke auch mehr klare Aussagen von dortigen Offiziellen und kein Abtun von Anfeindungen („Das gibt es in jedem Fußballstadion mal“) gewünscht.

Hasenhüttls und Weinzierls Aussagen zur Doppelbelastung werden zu einer Kontroverse erhöht. Dabei haben ja beide durchaus Recht. Weinzierl hatte angemerkt, dass Leipzig erst noch wird lernen müssen, mit der Doppelbelastung umzugehen und dass Schalke ja diese Saison bisher 15 Spiele mehr hatte.

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Bundesliga: FC Schalke 04 vs. RB Leipzig 1:1

30. Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig musste zum FC Schalke 04 reisen. Die hatten unter der Woche eine Energieleistung gegen Ajax Amsterdam hingelegt und waren trotzdem aus der Europa League ausgeschieden. Der Substanzverlust war durchaus spürbar. Vor allem in der ersten Halbzeit lief man dem Spiel meist hinterher. Trotzdem stand nach 90 Minuten ein 1:1 auf der Anzeigetafel, das aufgrund der zweiten Halbzeit auch in Ordnung ging.

Bei RB Leipzig kehrte Willi Orban nach seiner Sperre wegen der gelb-roten Karte, die er gegen Leverkusen gesehen hatte, ins Team zurück. Dafür musste Dayot Upamecano zurück auf die Bank. Ansonsten trat man unverändert und im 4-2-2-2 auf. Demme und Keita spielten dabei die Doppelsechs, während sich Stefan Ilsanker die Dinge erstmal von der Bank aus ansah.

Schalke nahm gegenüber dem Spiel in der Europa League drei Änderungen vor. Coke, der für Europa gar nicht gemeldet wurde, spielte für Riether Rechtsverteidiger. Badstuber spielte für Nastasic in der Innenverteidigung. Und Huntelaar ersetzte den kopfverletzten Goretzka. Wodurch ein 4-4-2 entstand, in dem Burgstaller zur Abwechslung mal nicht alleinige Spitze spielen musste.

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Presse 24.04.2017

Gestern Abend das 1:1 zwischen dem FC Schalke 04 und RB Leipzig. RB mit einer sehr guten und dominanten ersten Hälfte, in der man es aber verpasste die Umschaltsituationen sehr gut auszuspielen und das Spiel frühzeitig zu entscheiden. In der zweiten Halbzeit war Schalke das etwas gefährlichere Team und verdiente sich den Ausgleich.

Timo Werner, der bei jedem Ballkontakt augepfiffen und mit Gesängen unfreundlichen Inhalts bedacht wurde, machte nach einer Viertelstunde per Kopf das 1:0. Klaar-Jan Huntelaar glich nicht mal eine Minute nach der Halbzeit ebenfalls per Kopf in einer fast deckungsgleichen Situation aus.

Knapp 61.000 Zuschauer waren bei der Partie zugegen und sahen ein Spiel mit überschaubar vielen Torraumszenen. Lediglich zwei der Torschüsse gingen auch aufs Tor und das waren die beiden Tore. Zu halten hatten beide Torhüter entsprechend nichts.

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