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Geht ja Schlag auf Schlag dieser Tage. Ein Spiel jagt das nächste und zwischendurch losen wir mal eben noch die zwei wichtigsten Spiele der RB-Vereinsgeschichte aus. Die unseligen und erstmals durchgeführten Relegationsspiele zur dritten Liga. Es geht ganz schön gehetzt zu auf dem Markt der Fußballöffentlichkeit und vermutlich lässt das erst nach dem Spiel in Jena in einer Woche mal kurz nach, wenn man bis zum letzten Regionalligaspieltag bei RB Leipzig noch ein letztes Mal durchatmen kann, bevor es in die letzten drei Spiele in neun Tagen geht.

Wie dem auch sei. Vor den Erfolg hat der DFB die Auslosung gesetzt. Und hat sie aus welchem Grund auch immer – wahrscheinlich weil der MDR gern übertragen wollte – nach Leipzig vergeben. Und dann hat man beim MDR entschieden, dass eine Auslosung in der Halbzeitpause des Spiels von RB Leipzig gegen den FSV Zwickau eine gute Idee wäre. Was zwar das Spiel drumherum in den Schatten stellt (Was der MDR freimütig vor sich her trägt, wenn er seinen Livestream von der Partie  und somit auch von der Auslosung wie folgt ankündigt: “Viel spannender als diese Partie dürfte aber die Relegations-Auslosung in der Halbzeitpause sein.” Ein bisschen weniger arrogant gegenüber dem Spiel 1 gegen 2 in der Regionalliga Nordost hätte es schon sein dürfen..), aber wo gehobelt wird, fallen wohl auch Späne.

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Tags: 1.FC Kaiserslautern, 1860 München, Bayern München, Eintracht Trier, Fortuna Köln, Hessen Kassel, Holstein Kiel, RasenBallsport, Regionalliga 2012/2013, Relegationswatch, Sportfreunde Lotte, SV Elversberg, TSV Havelse, Waldhof Mannheim

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[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den FSV Zwickau (12.05.2013, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger.]

Bereits zum siebten Mal in knapp vier Jahren kreuzen RB Leipzig und der FSV Zwickau (rechnet man ein Testspiel mit ein) nun schon die Klingen. Doch erstaunlicherweise wird das sonntägliche Spiel in der Red Bull Arena erst das zweite sein, bei dem RB Heimrecht hat. Als man das erste Mal in dieser Konstellation gegeneinander spielte, hieß der Spielort noch Stadion am Bad und lag in Markranstädt und für RB folgte (sieht man vom vorigen heimrechtgetauschten Landespokalspiel gegen Blau-Weiß Leipzig ab) das erste Heimpflichtspiel von RB überhaupt. Rund 2.500 Zuschauer, unter ihnen einige Gästefans, sahen im August 2009 einen deutlichen 4:0-Sieg. Wäre ja mal interessant, wie viele der Zuschauer von damals beim neuerlichen Aufeinandertreffen noch/ wieder dabei sind..

Sechs Spiele und knapp vier Jahre später kommt der FSV Zwickau also wieder mal für ein Liga-Auswärtsspiel vorbei. Dass man nach so langer Zeit immer noch in derselben Liga spielen würde, hätten die sportlichen Entscheidungsträger und die ersten Interessierten auf den Rängen damals wohl nicht gedacht. Dass es dazu nur die vierte Liga sein würde aber erst recht nicht. Ist es aber und das Duell gegen den FSV ist tabellarisch und auch faktische ein echtes Spitzenspiel, wenn der Tabellenführer auf den aktuellen Tabellenzweiten trifft.

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Tags: Alexander Zorniger, FSV Zwickau, RasenBallsport, Regionalliga 2012/2013

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Der nächste Schritt im Saisonfinale brachte das Highlightspiel gegen den lokalen Nachbarn. Und auch wenn das 0:0 nicht danach klingt, hatte das Spiel ziemlich viel von dem, was man sich von so einem Spiel wünschen kann. Extrem hohe Intensität, viele Zweikämpfe, lautstarkes Publikum, Torraumszenen. Ein Kutschke- oder ein Kaiser-Tor kurz vor Schluss hätte dem Spiel noch gut getan, aber das ist wohl auch eine sehr subjektive Wahrnehmung.

Schon vor dem Spiel war klar, dass Fabio Coltorti und Juri Judt erneut ausfallen würden. Sodass dieselbe Formation wie gegen Cottbus auf den Platz lief. Also Paul Schinke auf links verteidigen durfte. Und Benjamin Bellot im Tor stand. In Cottbus hatte Bellot noch unsicher gewirkt, sodass man gespannt sein durfte, wie er sich in einem solchen Spiel mit 20.000 Zuschauern machen würde. Insgesamt gesehen gut, kann man guten Gewissens behaupten. In der Präsenz bei der Strafraumbeherrschung ist Bellot natürlich weit von einem Coltorti entfernt, aber gegen Lok fischte er weg, was wegzufischen war, inklusive der größten Lok-Chance im Spiel nach einem Surma-Kopfball und in der Spieleröffnung per Fuß (schnelle Abschläge) ist er sowieso ziemlich klasse. Insgesamt wirkte Bellot ziemlich sicher und dass auf seiner Seite die Null stand, ist dem jungen Keeper sehr zu gönnen.

Vor dem Spiel hatte sich der spezielle Kick, dass RB Leipzig ausgerechnet gegen Lok die Meisterschaft klarmachen kann, aufgrund der Niederlage von Carl Zeiss Jena beim Berliner AK in Luft aufgelöst, sodass zumindest diesbezüglich die Brisanz fehlte. Wer nun aber gedacht hätte, die RasenBallsportler würden getragen von der Meisterschaft, respektive dem Erreichen der Relegation und getragen von den letzten beiden klaren Siegen gegen Magdeburg und in Cottbus die Lok einfach überrennen, sah sich recht schnell getäuscht. Denn die ‘Gäste’ kamen sehr viel besser in die Partie und kauften RB gerade bei den zweiten Bällen ein wenig den Schneid ab.

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Tags: Lok Leipzig, RasenBallsport, Regionalliga 2012/2013, Stefan Kutschke

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[Nach der Partie RB Leipzig gegen Lok Leipzig folgen hier die Einschätzungen der beiden Trainer Marco Rose und Alexander Zorniger live aus der Pressekonferenz zum Spiel. Ab ca. 20 Uhr.]

20.30

Das war es hier schon wieder. Rose war emotional noch extrem im Spiel und wirkte geflasht. Würde man ihm heute einen unterschriftsreifen Vertrag vorlegen, würde er wohl unterschreiben.

Zorniger wirkte da gefasster. Ihn schienen die toten Polizisten mehr mitzunehmen. Insgesamt trauerte er den vergebenen Chancen nach, monierte unnötige Ballverluste, war aber ansonsten mit dem Spiel ab der 30. Minute zufrieden. Die Frahn-Geschichte ließ ihn aber auch nicht kalt, aber er beschwor hier die Wunderkräfte der Ärzte.

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Tags: Alexander Zorniger, Lok Leipzig, Marco Rose, RasenBallsport, Regionalliga 2012/2013

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[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB gegen Lok Leipzig (08.05.2013, 18.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Stefan Kutschke und Daniel Frahn.]

Vor zweieinhalb Monaten, als der erste Versuch des D-Wort-Spiels zwischen RB Leipzig und Lok Leipzig anstand und dann doch kurzfristig vom Schnee verweht wurde (Absage am Spieltag vormittags), schien die Sache sportlicherseits klar. RB Leipzig wäre gegen den absoluten Abstiegskandidaten haushoher Favorit und Lok in allen Belangen chancenlos gewesen. Hätte man damals anhand der Saisonbilanzen der beiden Vereine gedacht.

14 Punkte hatte die blau-gelbe Leipziger Fraktion zu diesem Zeitpunkt in 15 Spielen gesammelt. Und das erste Rückrundenspiel nach einer 2:0-Führung gegen Plauen auch nur mit einem Unentschieden beendet. Ganz tief im Keller stand man damals (während RB uneinholbar an der Spitze thronte) und angesichts der wirtschaftlichen Unruhe und der drohend im Raum stehenden Insolvenz hätte niemand ernsthaft einen Pfifferling auf Lok bei deren Auftritt gegen RB gesetzt.

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Tags: Alexander Zorniger, Daniel Frahn, Lok Leipzig, RasenBallsport, Regionalliga 2012/2013, Stefan Kutschke

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Die größte Gefahr vor dem Spiel von RB Leipzig bei der U23 von Energie Cottbus bestand wohl darin, dass der Gast mit zu wenig Konzentration und Motivation antreten würde und die Gastgeber im Abstiegskampf im beflügelnden Spiel gegen den haushohen Favoriten über sich hinaus wachsen könnten. Beides trat in Ansätzen ein, aber lange nicht in einem Umfang, der den Sieg von RB Leipzig auch nur ansatzweise hätte gefährden können, sodass der Sieg von RB Leipzig insgesamt sehr souverän oder wie Alexander Zorniger zu 100% richtig ausdrückte mit einer 90 Minuten lang “seriösen” Leistung errungen wurde.

Vor dem Spiel wurde der geneigte Beobachter von der Nachricht überrascht, dass Fabio Coltorti wegen Magenproblemen passen musste. Für ihn rückte Benjamin Bellot in den Kasten und als Auswechseltorwart Andreas Kerner auf die Bank. Benjam Bellot sollte im Laufe des Spiels noch die eine oder andere Neben- bis Hauptrolle zukommen.

Klar war dagegen schon lange vor Spielbeginn, dass Juri Judt nicht wie gewohnt links hinten verteidigen kann. Für ihn rückte nicht unerwartet Paul Schinke und nicht etwa Umut Kocin auf diese Position, die er in der Hinrunde schon ein paar Mal bekleidet hatte. Es war der erste Einsatz des technisch versierten Linksfußes in der Rückrunde im Profiteam, nachdem er in der Hinrunde noch in neun Spielen auflief.

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Tags: Energie Cottbus, RasenBallsport, Regionalliga 2012/2013

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[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei Energie Cottbus II (04.05.2013, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ulrich Wolter zu den Bauvorhaben am Cottaweg. Und mit Alexander Zorniger und Clemens Fandrich zum Spiel in Cottbus.]

Manchmal muss es im Fußballleben auch schwer sein. Da spielt man gerade noch gegen den 1.FC Magdeburg, ein Spiel, das nach Aussage von Stefan Kutschke schon weit vor Anpfiff in den Spielern kribbelte. Dazu die Schüssel mit 7.400 Zuschauern zwar nicht sehr gut, aber trotzdem lautstark befüllt. Mit anderen Worten, es roch ein wenig nach höherklassigem Fußball.

Und dann geht es eine Woche später nach Cottbus zur U23 des Zweitligaclubs. Aktuell Tabellenvorletzter in der Regionalliga. Zwar wird man nicht wie sonst in der Regionalliga üblich auf einem Nebenplatz, nämlich dem der früheren städtischen Konkurrenz Lok Cottbus (wo der vor allem in Magdeburg bekannte Sven Kubis mit dem Fußballspielen begann), sondern im großen Stadion der Freundschaft, in dem sonst der Profiball rollt, antreten. Nicht viel mehr als 300 bis 400 Zuschauer werden trotzdem für eine im Vergleich zum Magdeburg-Spiel in der Woche zuvor gespenstische Atmosphäre sorgen.

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Tags: Alexander Zorniger, Clemens Fandrich, Energie Cottbus, RasenBallsport, Regionalliga 2012/2013, Ulrich Wolter

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Gegenattacke

Eine meiner eindrücklichsten jugendlichen Erinnerungen an Fußball jenseits der damaligen deutsch-deutschen Landesgrenzen und jenseits spätabendlicher Europapokalübertragungen im Radio war eine Schalker Fankurve, die via TV ein lautstarkes “Wir sind Schalker und ihr nicht” intonierte. Ob man gerade abstiegsgefährdet oder bereits abgestiegen war, weiß ich nicht mehr, nur noch an diese lautstarke Unmutsäußerung als letztes Mittel, sich von den eigentlichen Fußballhelden zu distanzieren und sich selbst zum Herzen des Vereins zu machen, erinnere ich mich. Auf der einen Seite also jene, die jenseits des Rasens dem Verein so etwas wie ein Aussehen und eine Identität geben und auf der anderen Seite die, die aus dieser Idenitätskonstruktion (vorübergehend) ausgeschlossen werden, weil man ihnen unterstellt, sich auf dem Rasen nicht dem Verein angemessen zu verhalten.

In jenen Tagen, als von der Veltins-Arena noch nicht mal Visionen existierten, erschienen mir diese Unmutsäußerungen absolut nachvollziebar und völlig plausibel. Heute würde ich vermutlich, falls dies neben mir im Stadion gerufen werden, emotional entweder mit lautem Lachen oder nicht ganz so lautem, dafür umso heftigerem Kopfschütteln reagieren, aber damals passte dies auch noch zu meiner eigenen Identität als Fußballanhänger.

Zur Identität des Schalker Fußballs gehörte für mich solange ich denken kann auch der Attacke-Ruf, der einem Trompetensignal folgt. Mitte der 80er wurde dieses Signal in einer Kneipe vom als “Trompeten-Willy” zur Legende gewordenen Schalker Wilhelm Plenkers quasi erfunden und erprobt. Später setzte sich die Attacke nach und nach im Stadion durch, nicht unter Plenkers, aber unter einem anderen Trompeter. Seit Anfang der 90er trompetet Plenkers wieder selbst und ist damit so wie  seine kurze Tonfolge mit anschließendem Ruf fester Bestandteil der Schalke-Identität.

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Tags: Fankultur, RasenBallsport, Schalke 04, Wilhelm Plenkers

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Nimmt man die bisherige Rückrunde, dann kann man sie als Maulen auf hohem Niveau abhaken. RB Leipzig fuhr viele und vor allem völlig ausreichend Punkte ein, konnte aber nur selten überzeugen, sodass im Umfeld ein wenig Unruhe ob der weiteren Saisonperspektiven aufkam. So werde das in der Relegation nichts, so der oft vernehmbare Tenor, während sich in anderen Staffeln die Aufstiegskandidaten immer wieder überraschende Punktverluste leisten.

Schon mit dem Hertha-Auswärtsspiel vor zwei Wochen, das man in einer wichtigen sportlichen Situation mit viel Herzblut gewann, war ein Wendepunkt in der Rückrunde erreicht, denn aus einer Saison, die sich nicht so richtig anfühlte wie ein Wettbewerb, weil die Konkurrenz meist dem Winter zum Opfer fiel, wurde plötzlich und auch aufgrund des näherrückenden Saisonfinales wieder eine etwas ernstere Angelegenheit.

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Tags: 1.FC Magdeburg, Bastian Schulz, Juri Judt, Niklas Hoheneder, RasenBallsport, Regionalliga 2012/2013, Stefan Kutschke

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[Nach dem Spiel RB Leipzig gegen den 1.FC Magdeburg ab etwa 15.30 Uhr an dieser Stelle die Stimmen der Trainer aus der Pressekonferenz. Mit Gästecoach Andreas Petersen und RB-Übungsleiter Alexander Zorniger.]

15.50

Nicht zu vergessen, dass die Stimmung großartig war. Wenn man mal von der Häme zum Abschluss in Form der “Nie wieder Magdeburg”-Chöre absieht. Unnötig, zumal  der FCM ein Team ist, das man sehr gern hier begrüßt hat. Und natürlich bei einem Scheitern in der Relegation so etwas als Boomerang zurückkommt..

Sei das wie das sei. Wegen Spielen wie heute, mit Stimmung, Einsatz und Toren guckt man Fußball. Und das hat gar nichts damit zu tun, dass es 4:0 ausging. Das war von Anfang an ein großartiger Fußballnachmittag. Dass die Gästefans ab der zweiten Halbzeit nicht mehr mitmachten, war dann auch geschenkt, zumal die Enttäuschung auch nachvollziehbar war.

Wünsche noch einen schönen Restsonntag. Fußballtechnisch konnte es gar nicht besser sein.

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Tags: 1.FC Magdeburg, Alexander Zorniger, Andreas Petersen, RasenBallsport, Regionalliga 2012/2013

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