RasenBallsport Leipzig vs. Türkiyemspor Berlin 1:1

Einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, hatten sich die Berliner Gäste vorgenommen. Einen Punkt nahmen sie völlig verdient mit nach Haus. Und trotzdem machte der erste Regionalligaauftritt von RasenBallsport Leipzig Lust auf mehr. Und das lag nicht unbedingt am Spiel der RasenBallsportler, sondern eher am überraschend schönen zuschauertechnischen Ambiente. 4000 Besucher hatte selbst ich vor dem Spiel nicht erwartet und dank nur halb geöffneter Gerade waren die zur Verfügung stehenden Plätze sehr gut gefüllt und von Zeit zu Zeit hatte man das Gefühl, dass auch der Funke vom Grün auf die Ränge und zurück überspringen könnte. Wenn da nicht die insgesamt wenig berauschende Leistung der 11 respektive 14 auserwählten RasenBallsportler gewesen wäre, die offensichtlich wie die meisten Zuschauer davon ausgingen, dass man das Spiel schon irgendwie schaukeln, sprich gewinnen würde. RasenBallsport Leipzig vs. Türkiyemspor Berlin 1:1 weiterlesen

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Leipziger Fußball 2010/2011

Neue Saison, neues Glück oder Unglück, das weiß man vorher dummerweise nicht so genau. Am Wochenende steigen die drei wichtigsten bzw. größten Leipziger Vereine wieder in den Spielbetrieb ein. Zeit für einen Blick auf die Potenziale des neuen Fußballjahrs.

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Kaderschmiede 2010/2011 – Update 3

Nur noch wenige Tage, fast kann man die Stunden zählen, bis zum Beginn der Regionalliga-Saison. Zeit, um einen vorläufig abschließenden Blick auf den Kader von RasenBallsport Leipzig zu werden: Wer die älteren Versionen der Kaderschmiede sucht, wird hier, hier und hier fündig.

  • Tor: Neuhaus, Bellot

Die Frage der Nummer 1 ist mit Sven Neuhaus zumindest in der aktuellen Version des Kaders für die neue Saison geklärt. Was immer noch fehlt, ist ein dritter Torwart, mit dem man auf eventuelle Verletzungen der bisherigen zwei Keeper reagieren könnte. Kaderschmiede 2010/2011 – Update 3 weiterlesen

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RasenBallsport Leipzig vs. Hertha BSC 2:1

Teil 9 und Schluss der Testspielreise endete mit einer gelungenen Generalprobe für die Saisoneröffnung gegen Türkiyemspor Berlin am Freitag Abend in der Red Bull Arena. Allerdings ist der Sieg gegen den Bundesligaabsteiger Hertha BSC auch nicht sehr aussagekräftig, da die Hauptstädter noch drei Wochen vom Saisonstart entfernt und dementsprechend mit schwereren Beinen unterwegs sind.

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Pflichten

Was sind die Ziele für die neue Spielzeit?
Wir müssen einfach eine gute Saison spielen. Die großen Ziele des Vereins sind ja kein Geheimnis: Aber in meinen Augen ist die Meisterschaft nicht Pflicht für uns.
Der Hauptsponsor Red Bull will aber so schnell es geht in die Bundesliga.
Sicher, aber der Druck ist in diesem Jahr nicht so groß wie noch in der Oberliga. Aber ratsam wäre es sicherlich für uns, wenn wir aufsteigen. (Lars Müller im Westfälischen Anzeiger vom 26.07.2010)

Kommt wahrscheinlich drauf an, was man unter Pflicht versteht. Wenn Pflicht bedeutet, dass man bei Nichterfüllung mit Freiheitsentzug rechnen muss (wie bei der Wehrpflicht zum Beispiel), dann hat Lars Müller sicher Recht damit, dass die Meisterschaft für RasenBallsport Leipzig nicht Pflicht ist. Wenn man Pflicht eher als das zu leistende Soll oder den Anspruch an den Verein interpretiert, dann ist die Meisterschaft schon Pflicht. Und wenn man die sportliche Ausgangslage von RB Leipzig und seinem Kader sieht, dann kann nichts als die Meisterschaft das Ziel sein. Dann würde aber eher der Satz ‚Die Meisterschaft ist Pflicht‘ Sinn machen. Drei Ligen weiter oben würden die Bayern jedenfalls nicht lange herumdrucksen..

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FSV Zwickau vs. RasenBallsport Leipzig 0:4

8. und vorletztes Testspiel des Sommers und vor der Generalprobe am Freitagabend in Markranstädt gegen Hertha BSC die letzte Möglichkeit noch einmal (fast) allen Spielern eine Einsatzchance zu geben. Nicht eingesetzt wurden lediglich Ersatzkeeper Bellot, Kammlott (Erholungspause), Schinke und Rosin (beide verletzt). ‚Dank‘ Kammlotts und Rosins Pause durften Frommer und Rost 90 Minuten auf dem Platz bleiben, während sich Frahn für einen Platz im Sturm bewerben durfte und nicht auf der linken Außenbahn spielen musste. Interessant auch, dass Trainer Oral das Testspiel nutzte, um zumindest für 45 Minuten die Variante mit der Doppel-Sechs Bick/ Rost zu probieren, die von Geißler und Watzka auf den Außenbahnen links und rechts unterstützt wurden. Sicherlich eher die defensivere Variante zur Mittelfeldraute mit Rost und Geißler, aber aus meiner Sicht mit einem spielstarken Stürmer wie Kammlott oder Frommer und einem Torjäger wie Frahn eine denkbare Alternative.

Aufstellung 1. Halbzeit: Neuhaus – Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller – Watzka, Rost, Bick , Geißler – Frahn, Frommer

Aufstellung ab der 46. bzw. 64.Minute: Neuhaus – Albert, Hertzsch, Buszkowiak, Franke – Lewerenz (75. van den Bosch), Rost, Baier, Laas – Kutschke, Frommer

Links: RBL-Bericht (broken Link), Zwickau-Bericht (broken Link)

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Leipzig und der Profifußball

Praktisch als Nachtrag zum gestrigen Eintrag die Gedanken von Christoph Metzelder zu RasenBallsport Leipzig.

„Ich glaube, dass das, was hier dahinter steckt und die Art und Weise, wie das umgesetzt wird, hochprofessionell ist. Es sind auch genügend finanzielle Mittel da. Die Frage wird sein, wie nehmen die Leipziger diesen Verein, wie nehmen die Leipziger möglicherweise dann Profifußball bald an.“ (Christoph Metzelder im Red Bull Audioplayer [broken Link] vom 25.07.2010)

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Zahlenspiele

  • Samstag/ Sonntag 16./17.07.2004: Internationales Turnier mit FC Sachsen Leipzig, Werder Bremen, FC Brügge und Roter Stern Belgrad; insgesamt an 2 Tagen bei 4 Spielen etwa 10.000 Zuschauer
  • Mittwoch, 27.08.2008: 1. FC Lok Leipzig – Werder Bremen 1:3; 13.086 Zuschauer
  • Samstag, 18.07.2009: 1. FC Lok Leipzig – Bayer Leverkusen 0:5; 9.165 Zuschauer
  • Samstag, 24.07.2010: RasenBallsport Leipzig – FC Schalke 04 1:2; 21.566 Zuschauer

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RasenBallsport Leipzig vs. FC Schalke 04 1:2

Im 7. Testspiel bekamen es die RasenBallsportler mit dem letztjährigen Vizemeister Schalke 04 zu tun. Heraus sprang eine knappe Niederlage vor knapp 22.000 Zuschauern, von denen der eine oder andere vielleicht auch zur in zwei Wochen beginnenden Regionalliga-Saison den Weg ins Stadion wiederfinden wird. Spannender als das Ergebnis sicherlich wieder mal die nächsten Aufschlüsse über die Stammelf, da der Test gegen Schalke auch Fingerzeig war, wie Trainer Tomas Oral sich den RB Leipzig in den Pflichtspielen vorstellt. RasenBallsport Leipzig vs. FC Schalke 04 1:2 weiterlesen

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(Kein) Klotz am Bein (mehr)

Jedem Fußballinteressierten, der in der DDR sozialisiert wurde, fällt wohl eine ganz persönliche Geschichte zum Zentralstadion ein. Das Fritz-Walter-Hackentor 1956 kam noch etwas zu früh für mich, doch im September 1985 durfte auch ich anlässlich des WM-Qualifikationsspiels gegen den damaligen Europameister Frankreich (das große Frankreich! die aus dem Fernsehen! Giresse, Platini!) die ewiglang erscheinenden Treppen der Schüssel erklimmen. Fast noch an der Hand meines Vaters laufend war es nicht nur mein erster Fußballausflug nach Leipzig, sondern auch mein erstes Flutlichtspiel und sowieso mein erstes Länderspiel.

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Fehlende Konkurrenz

Wir suchen noch einen Torwart, der Sven Neuhaus Druck macht, damit er seine Topleistungen bestätigt. (Tomas Oral in der BILD vom 21.07.2010)

Man sollte sowas ja nicht immer allzu hoch hängen, aber hier scheint mir die sportliche Leitung doch einen Sinneswandel vollzogen zu haben. Bisher hieß es immer, dass man noch einen Torwart für die Position 2 oder 3 sucht, möglichst Marke jung, talentiert und entwicklungsfähig. Franco Flückiger war ein Kandidat, dessen Verpflichtung an den zu hohen Ablöseforderungen der Magdeburger scheiterte. Nun sucht RasenBallsport Leipzig also doch eher einen Kandidaten, der bereits jetzt auf dem Niveau von Neuhaus spielt. Warum? Fehlende Konkurrenz weiterlesen

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Red Bull Juniors Salzburg vs. RasenBallsport Leipzig 1:2

Während es sich Huub Stevens große Salzburger Bullen auf den Faröer Inseln bei einer bedeutungslosen 0-1-Niederlage in der Champions-League-Quali gemütlich machten, durfte der Salzburger U23-Nachwuchs – gerade in die dritthöchste, österreichische Spielklasse zwangsabgestiegen – gegen RasenBallsport Leipzig testen. Für RB Leipzig bereits das 6.Testspiel, das mit einem bedeutungslosen Sieg endete. Auch in diesem Spiel zeigte sich, dass das Verschieben Daniel Frahns auf den (linken?) Flügel Methode hat. Immerhin durfte Frahn dann in der 2.Hälfte für 20 Minuten in den Sturm wechseln.

Aufstellung 1.Halbzeit: Hammel – Ismaili, Hertzsch, Sebastian, Müller – Lewerenz, Rost, Geißler, Frahn – Kammlott, Frommer

Aufstellung 2.Halbzeit: Hammel – Albert, Kläsener, Sebastian (74. Buszkowiak), Franke – Watzka, Bick, Baier, Laas – Frahn (66. van den Bosch), Kutschke

Links: RBL-Bericht [broken Link], RBS-Bericht [broken Link]

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Kult vs. Tradition

Die Ansprüche der Leipziger Kultklubs sind im Schatten von RB halt nicht mehr so hoch. (BILD vom 19.07.2010)

Kult statt Tradition? Ist das etwa die neue Sprachregelung der BILD-Zeitung? Quasi als moderner, popkultureller Ersatz für den ideologisch angehauchten, leicht verstaubten Begriff der Tradition? Man kann schon erahnen, wie das dann zukünftig in der Berichterstattung aussehen könnte. RasenBallsport Leipzig als warenförmig wahrgenommener Verein, der bei Siegesserien den Helden geben darf und gefeiert wird und ganz analog zu Bayern München bei einer Niederlage den Deppen der (Leipziger) Nation geben muss, auf den man nach Belieben mit dem Knüppel draufhauen kann. Und dahinter stehen mit Lok und dem FC Sachsen zwei Clubs in Stellung, von denen man als ‚Kultclubs‘ mit Herz nicht viel erwartet, außer eben Kult zu sein und in gelegentlichen Derbys zu beweisen, dass man noch Zuschauer zieht. Was potenzielle Berichte a la ‚Chaos beim Kult-Club – Steffens wirft hin‘ einschließt. Langsam manifestiert sich die neue Situation mit drei Leipziger Clubs und ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Aspekte der Manifestation leiden können muss..

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RasenBallsport Leipzig vs. Ferencvaros Budapest 1:1

Testspiel Nummer 5, diesmal gegen Ferencvaros Budapest, ungarischer Erstligist mit klangvollem Namen. Zwei Verletzte (Knöchelverletzung und Nasenbeinbruch!) und ein Spielabbruch wegen Hagels waren die spektakulären Begleiterscheinungen des Unentschiedens. RB Leipzig (diesmal wieder mit Timo Rost) begann wie schon im letzten Test gegen Cluj mit drei Spitzen, deren taktische Ausrichtung auf dem Feld mir immer noch unklar ist (Frahn vermutlich im rechten Mittelfeld). Mit Frommers Verletzung nach einer halben Stunde war das Experiment aber wieder beendet, da mit Geißler ein gelernter Mittelfeldspieler das 4-4-2 komplettierte. In der zweiten Hälfte testete Trainer Oral dann Benjamin Bellot, derzeit Torhüter Nummer 2, notgedrungen auf der Position des rechten Verteidigers. Interessante taktische Variante, die die defensiven Gegner in der Regionalliga zusätzlich unter Druck setzen könnte..

Aufstellung 1.Halbzeit: Neuhaus – Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller – Lewerenz, Rost, Laas, Frahn – Kammlott, Frommer (29. Geißler)

Aufstellung 2.Halbzeit: Neuhaus – Rosin (70. Bellot), Hertzsch, Buszkowiak, Franke – Watzka, Bick, Baier, Geißler – van den Bosch, Kutschke

Links: RBL-Bericht [broken Link], Ferencvaros-Bericht [broken Link]

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Fußballalltag

Es ist ja auch ein bisschen Sommerloch, deswegen sei mir an dieser Stelle gestattet, Ihnen ach lieber Guido Schäfer auf diesem Wege mitzuteilen, dass ich sehr froh bin, dass Sie nun nicht mehr über verlorengegangene Bafana-Bafana-Trikots schreiben müssen, sondern sich wieder in den spannenden Niederungen des aktuellen Leipziger RasenBallsports suhlen dürfen. Die letzten Wochen, in denen man in ihrem Stammblatt Leipziger Volkszeitung ‚dank‘ ihrer Abwesenheit nur Artikel über RB Leipzig lesen durfte, deren Inhalt man schon von der Vereins-Homepage kannte, waren sehr hart. Zumal die Homepage auch in dieser Zeit in ihrer fast schon traditionellen Art eher spärlich bestückt war.. Willkommen zurück im großartigen Fußballalltag.

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RasenBallsport Leipzig vs. CFR 1907 Cluj 1:2

Das 4. Testspiel, die erste Niederlage und mit dem rumänischen Meister der erste hochklassige Gegner, der allerdings über weite Teile des Spiels hauptsächlich mit Spielern aus der 2.Reihe auflief. Nicht eingesetzt wurden von Trainer Oral Timo Rost, der offenbar immer noch verletzt ist und Sebastian Albert, der sich vermutlich eine Blessur abgeholt hat. Aufgrund des Ausfalls von Albert durfte Ismaili 90 Minuten spielen, während alle anderen Feldspieler jeweils nur eine Halbzeit lang auf dem Platz standen. RasenBallsport Leipzig vs. CFR 1907 Cluj 1:2 weiterlesen

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Fußball und Retorte

Sie sprechen häufig von „Unser Projekt“ oder „Unsere Vision“. Aber hatten Sie keine Skrupel, dass Sie als Kind eines Traditionsvereins wie dem FSV zu einem Retortenklub gehen?
Überhaupt keine Skrupel! Tradition ist etwas Schönes – aber sie darf im Fußball nicht zum Totschlag-Argument verkommen. Es gibt so viele Traditionsvereine, die sich nicht mehr erholen, weil sie von der Tradition erdrückt werden. Ungeduldige Fans, die noch immer von der goldenen Vergangenheit träumen. Eingefahrene Strukturen. Selbstdarsteller, die ins Rampenlicht wollen. Dann ist mir ein Projekt wie RB Leipzig lieber, bei der in einer Stadt, die nach Fußball lechzt, etwas mit Substanz geschaffen wird. (Tomas Oral gegenüber spox.com)

Womit Tomas Oral in dieselbe Kerbe schlägt wie vorher schon Huub Stevens und Dietmar Beiersdorfer. Gelebte Fußballkultur ist das Zauberwort, das Substanz, professionelles Arbeiten und Erfolgsorientierung impliziert.

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games (endlich) over

Aus, aus, aus, Spanien ist Weltmeister. Naja, ganz so spannend war das diesjährige Turnier der besten Fußballnationalmannschaften dann doch nicht, dass man in große Euphorie verfallen müsste. Dass Spanien völlig verdient Weltmeister geworden ist, passt da irgendwie ins Bild. Nicht dass ich ihre spielerische Qualität anzweifeln wollen würde, aber mit dem formschwachen und zudem durch diverse Auswechslungen leicht demontierten Torres fehlte selbst den Spaniern das Puzzleteil, das aus ihrem ansehnlichen Gekicke ein torgefährliches Gekicke macht. David Villa, lange Zeit auf dem Weg zum besten Spieler des Turniers verblasste in dem Moment, als er die Rolle von Fernando Torres in der Sturmzentrale spielen sollte. Und trotzdem wäre alles andere als der Titel ungerecht gewesen, auch wenn es die Niederländer überraschend gut verstanden, lange Ballstafetten der Spanier zu unterbinden und sogar selbst einige große Chancen kreierten. Dass die Spanier im Angesicht der rustikalen Spielweise der Niederländer in alte Muster des Lamentierens und lange Bälle Schlagens verfielen, zeigte relativ eindrücklich, dass auch dieses Team nicht unschlagbar ist.

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