Archiv der Kategorie: Vorberichte

Gegen den minimalistischen Trend?

Das schöne an englischen Wochen ist, dass man sich nicht übermäßig mit Fußballnebengeräuschen beschäftigen muss, sondern eng an dem bleiben kann, worum es im Kern ja auch geht. Nämlich um die 90 Minuten auf dem Platz. Zudem bietet sich die Chance, sich nicht allzu lange an irgendwelchen Unzufriedenheiten über welche Teilaspekte des jeweils vergangenen Spiels auch immer aufzuhalten, sondern frohen Mutes nach vorne zu blicken und sich auf das nächste Spiel zu freuen.

Das gilt auch für RB Leipzig nach dem insgesamt wenig beeindruckenden Ausflug mit Happy End zur U23 von Union Berlin. Denn mit dem Spiel gegen den VFC Plauen wartet bereits der nächste Test der Motivation und der Konzentrationsfähigkeit der RasenBallsportler in einem Spiel gegen ein robustes Team aus der unteren Tabellenhälfte. Typischer Regionalligafußball eben.

Dass der VFC Plauen ziemlich tief im Tabellenschlamassel steckt und als 11. das Feld der direkten Abstiegskandidaten (zumindest wenn am Ende der Saison wirklich zwei Teams absteigen) anführt und bei zwei Spielen mehr als die Konkurrenz noch lange nicht gesichert ist, konnte man vor der Saison nicht erwarten. Doch die Unruhe im Verein, die in der Hinrunde durch finanzielle Schwierigkeiten und mannschaftsinterne Streitereien entstand, kostete dem Verein einiges an sportlicher Stärke.

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Eisern englisch?

[ Update: Gespielt wird nach heutiger Entscheidung am Bruno-Bürgel-Weg auf Kunstrasen. Interessante Entscheidung im Sinne des Sports. Dass dort vermutlich unter Sicherheitsgesichtspunkten nicht alles perfekt ist, hat der Verband angesichts der Terminnot offenbar in Kauf genommen.]

(Unwahrscheinlich, dass das Spiel von RB Leipzig bei Union Berlin angepfiffen wird. Dass das Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion bei den örtlichen Behörden (das Gelände gehört dem Land Berlin) als zu beräumendes Stadion auf der Prioritätenliste ganz oben steht, ist nicht zu vermuten. Falls der Verein nicht doch noch in Erwägung zieht, in das Stadion der Profis An der Alten Försterei umzuziehen, dürfte es mehr als eng werden mit der Spielaustragung. Dass der Verein diese Variante offenbar nicht in Erwägung zieht, kann man – trotz möglicherweise höherer Kosten – auch als ziemliche Missachtung der U23 interpretieren, denn angesichts des praktisch nicht mehr bewältigbaren Nachhole- und Restprogramms müsste man doch langsam am Punkt sein, ALLE möglichen Hebel inklusive der Alten Försterei in Bewegung zu setzen, um Spielaustragungen zu gewährleisten. Aber wie heißt es so (un)schön? Steckste nicht drin.. Da bisher keine Absage kam hier trotzdem schon mal der Vorbericht.)

Neuer Mittwoch, neues Glück. In Form des erneuten Versuchs, ein paar Spiele im völlig vom Winter durcheinander gewirbelten Spielplan der Regionalliga Nordost aufzuholen. Da Jena kein Nachholespiel bestreitet, könnte RB Leipzig den Vorsprung auf den einzigen Konkurrenten im Kampf um den Relegationsplatz (es hat kein anderes Team eine Regionalligalizenz beantragt) ausbauen. Und zwar in der aktuell wichtigsten Kategorie auf fünf Spiele. Fünf Spiele mehr würde RB Leipzig nach dem Spiel bei Union II auf dem Konto haben als Carl Zeiss Jena. Die Regionalliga Nordost fühlt sich schon lange nicht mehr wie ein Wettbewerb an, weil es keine parallelen Spiele imt dem Konkurrenten aus Jena gibt. Was jammerschade ist.

Neben den Spielplanfakten könnte RB Leipzig natürlich auch punktetechnisch weiter vorlegen. Alle Punkte, die die RasenBallsportler jetzt an Vorsprung sammeln, müsste man in Jena in den Nachholespielen erst mal mühsam wieder aufholen. Ernsthaft dran glauben tut wohl niemand, dass Jena aus möglichen 22 Punkten Rückstand nach dem RB-Ausflug nach Berlin in fünf Nachholern sieben machen kann. Und selbst wenn blieben dann nur neun Spiele um die anderen Punkte aufzuholen. Man lehnt sich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man dies als sehr unwahrscheinliches Szenario empfindet.

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Eine Frage der Physis

[Update 30.03.2013: Falls nichts mehr extremes dazwischen kommt, wird das Spiel ZFC Meuselwitz gegen RB Leipzig morgen tatsächlich stattfinden. Aktuell steht dem jedenfalls nichts entgegen.]

(Ich ignoriere mal geflissentlich den Flockenwirbel draußen, der nach Absage des Spiels RB Leipzig gegen ZFC Meuselwitz schreit. Ich hoffe, dass man sich bis morgen, Samstag mit der Platzbegehung Zeit lässt und die zu erwartenden Tagesplusgrade noch ihr Wunder tun. Deshalb hier schon mal prophylaktisch der Vorbericht.)

Ziemlich genau 17 Monate ist das letzte Auswärtsspiel beim ZFC Meuselwitz für RB Leipzig nun schon her. Und doch dürfte es in der Erinnerung der meisten Anwesenden noch ziemlich präsent sein. Denn an einem prächtigen Spätherbsttag sah man etwas, das man bis dahin bei RB Leipzig noch nicht kannte, nämlich einen gut gefüllten Gästeblock. Geschätzte 600 bis 800 Gästeanhänger ließen es sich nicht nehmen, die reichlich 40 km in den Süden Leipzigs zu fahren.

Das klingt nicht sonderlich spektakulär, war aber für damalige Verhältnisse, als man bei Auswärtsspielen selten einmal mehr als 200 Mitreisende begrüßen durfte, fast schon ein Paradigmenwechsel. Eine Art Meilenstein in der Entwicklung des RB-Vereinsumfelds. Und einer, der an diesem Tag mit einem Gästeblock, der sich nicht immer ernst nahm und dessen Einlass von einem einzigen(!) Security-Mann völlig entspannt bewältigt wurde, viel Spaß machte.

Seitdem ist viel Fußballwasser die Flüsse der Republik hinuntergeflossen, hat RB Leipzig einen Aufstieg verspielt und wurde die Führungsriege bei RB einmal umgepflügt. Doch die verstärkte Reiselust der Leipziger Anhängerschaft ist geblieben. In der aktuellen Spielzeit dürften da insbesondere die Ausflüge nach Magdeburg, Zwickau, Auerbach und auch Halberstadt noch in guter Erinnerung geblieben sein.

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Unverhofft kommt gar nicht so oft

Manchmal liegen Pech und Glück dann eben doch sehr nah beieinander. Nachdem das Halbfinale im Sachsenpokal, das ursprünglich am Sonntag gespielt werden sollte, wie erwartet abgesagt worden war, ging es sehr schnell und dank der positiven Rückmeldungen der beteiligten Vereine und des NOFV als federführendem und überraschend flexibel agierendem Verband kann RB Leipzig nun stattdessen am Sonntag ab 14 Uhr das Regionalliga-Punktspiel gegen den Berliner AK austragen.

Das wäre eigentlich eine Partie des 30. und letzten Spieltags gewesen, wurde aber dank Tausch des Heimrechts zur Nachholepartie des 15.Spieltags, eine Partie, die in Berlin bereits zweimal abgesagt wurde und auch für den kommenden Mittwoch, für den der Nachholer erneut auf dem Programm stand, mehr als fraglich war. Sodass – falls die Liga noch mal eng werden sollte der einzige Nachteil der Ansetzung – RB nun am letzten Spieltag nach Berlin reisen und somit zum Saisonabschluss gleich zwei Auswärtsspiele bestreiten muss.

Der veränderte Spielplan bringt nicht nur die Freude über ein unverhofftes Heimspiel mit sich, sondern auch eine völlig veränderte sportliche Herausforderung. Statt des Spiels des großen Favoriten beim zwei Klassen darunter – auch als Tabellenführer – in der Landesliga kickenden Underdog aus Neugersdorf wartet nun das größte anzunehmende Abwehrbollwerk vom Berliner AK auf die RasenBallsportler. Naja, nicht ganz, denn die Abwehr des FSV Zwickau steht noch etwas stabiler, aber die lediglich acht Gegentreffer, die der Berliner AK bisher in 16 Spielen kassierte, sind mehr als ordentliche Regionalligaware.

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Prototypischer Regionalligafreitag

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie RB Leipzig gegen den VfB Auerbach (15.03.2013, 19.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Jeremy Karikari. Und der Nachricht, dass Stefan Kutschke in der kommenden Saison nicht mehr für RB Leipzig, sondern wahrscheinlich für den VfL Wolfsburg aufläuft.]

Das schöne an dieser dank Sonntag-Freitag-Rhytmus sehr kurzen Woche ist, dass man sich nicht mehr lang an dem schneebedingt schwierig interpretierbaren Halberstadt-Auswärtsspiel aufhalten und sich auch nicht mehr weiter über verschiedene Aussagen nach der Partie auslassen muss, sondern man direkt in  das nächste Spiel starten kann. Netterweise ein Heimspiel unter Flutlicht. Leider bei weiterhin unwirtlichen Bedingungen und Temperaturen knapp unter Null.

Was der ZSL, also der „Zentralstadion Leipzig Betreibergesellschaft“, die inzwischen die Red Bull Arena statt des Zentralstadions betreibt, den zweiten Wintertest beschert. Denn die reichlichen Schneefälle der letzten zwei Tage werden dank Dauerfrost nicht von alleine verschwinden. Allerdings wird dieser Wintertest unter erleichterten Umständen durchgeführt, denn bis zum Freitag wird – so die aktuelle Prognose – kein nennenswerter Schneefall mehr dazukommen. Sodass nur die Aufgabe besteht, den Schnee einmalig aus den Aufgängen, den Blöcken und dem Stadioninnenraum zu entfernen. Der Rasen dürfte sich dank Rasenheizung bei zwei niederschlagsfreien Tagen von selbst völlig schneefrei präsentieren. Eine Absage wäre jedenfalls – bei aller Vorsicht nach der Absage des Spiels gegen Lok – angeischts der aktuellen Wettervorhersagen sehr erstaunlich.

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Eine Frage der Ehrfurcht

Selbst die regelmäßigen Besucher von Auswärtsspielen von RB Leipzig dürften langsam Mühe kriegen, sich an das letzte Auswärtsspiel zu erinnern. Denn das ist mittlerweile bereits dreieinhalb Monate her und fand Ende November in Zwickau statt. Einen Monat später als ursprünglich vom Spielplan angedacht geht es nun wieder in ein auswärtiges Stadion. Und zwar nach Halberstadt. Wobei auch hier aktuell der Blick auf die Wetterprognosen der wichtigste Begleiter in der direkten Spielvorbereitung ist, denn bei bis zum Anstoß am Sonntag (10.03.2013, 13.30 Uhr) auf unter Null fallenden Temperaturen und prognostizierten Niederschlägen in unterschiedlichsten Aggregatszuständen kann man angesichts eines sowieso noch vom Winter geschundenen Rasens leicht skeptisch werden.

Sollte das Spiel trotz unfreundlicher äußerer Bedingungen angepfiffen werden, dann dürfte RB Leipzig ein hochgradig unangenehmer Gegner erwarten, der sicherlich zeigen möchte, dass man sich nicht ein zweites Mal völlig wehr- und chancenlos besiegen lässt, wie beim Hinrundenaufeinandertreffen letzten September. Damals gewann RB Leipzig das Spiel, in dem sich zwischen den beiden Mannschaften ein Klassenunterschied zeigte, mit 3:0. Und das auch nur, weil man diverse Großchancen für einen Kantersieg großzügig liegen ließ.

Konnte man damals noch annehmen, dass der 4.Platz, den Halberstadt vor dem Spiel bei RB trotz eines extremen Umbruchs vor der Saison auf allen Vereinsebenen vom sportlichen Leiter über den Trainer bis hin zur Mannschaft belegte, nur eine Eintagsfliege und dem frühen Zeitpunkt in der Saison geschuldet sei, muss man inzwischen mit leichtem Erstaunen und umso mehr Respekt konstatieren, dass die Germania mit 23 Punkten absolut gesichert in der oberen Tabellenhälfte steht. Als Tabellenfünfter haben sie dabei auch nur vier Punkte Rückstand auf den FSV Zwickau auf Platz 3.

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Ungewisser Rückrundenneustart

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie RB Leipzig gegen Optik Rathenow (02.03.2013, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Tim Sebastian.]

Ein bisschen fühlt es sich an, als hätte die Rückrunde noch gar nicht begonnen. Sieben Partien wurden an drei angesetzten Spieltagen plus einem Nachholespieltag Anfang Februar bisher gespielt, vier Partien davon waren Nachholespiele aus der Hinrunde. Bleiben an drei Spieltagen drei regulär ausgetragene Partien. Von 24 angesetzten. Und die Absagenzeit ist noch nicht vorbei, denn der Winter hält viele Stadien weiter im Griff, sodass auch am kommenden Spieltag einige Partien ausfallen werden. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit von Spielaustragungen angesichts der niederschlagsärmeren und tendenziell sonnigeren Prognosen insgesamt steigt. Selbst bei einer nach dem letzten Wochenende gebotenen, etwas größeren Vorsicht, kann man jedenfalls ziemlich sicher davon ausgehen, dass das Spiel von RB Leipzig gegen Optik Rathenow angepfiffen werden wird.

Ein knappes halbes Jahr ist es her, als man sich anlässlich der anstehenden Auswärtspartie im Westen des Landes Brandenburg aus RB-Sicht das erste Mal ernsthaft mit Optik Rathenow außeinandersetzen musste. So richtig wusste wohl außer dem Trainerteam und somit auch der Mannschaft niemand, was einen erwarten würde. Ich hatte Rathenow aufgrund seiner Kadernamenlosigkeit damals vor derm Spiel als einen von wenigen heißen Abstiegskandidaten bezeichnet. Und mit Blick auf die aktuelle Tabelle damit gründlich daneben gelegen. Denn mit 18 Punkten haben es die Optiker auf Platz 8 geschafft, wo sie bei sieben Punkten und einem Spiel mehr auf den ersten Abstiegsplatz eigentlich ziemlich frei von Abstiegssorgen aufspielen können.

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Stadtduell mit erhöhter Temperatur..

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie RB Leipzig gegen Lok Leipzig (24.02.2013, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Fabio Coltorti und Daniel Frahn.]

Was war das für ein Gewimmel Ende August letzten Jahre, kurz vor dem Hinrundenaufeinandertreffen zwischen RB Leipzig und Lok. Jeder, der in dieser Stadt was mit Fußball zu tun hat und nicht zufällig der tiefen Zuneigung gegenüber den grün-weißen Farben verfallen ist, war in aufgeregter Vorfreude. Die einen wollten dem bösen Kommerz mal so richtig die Harke zeigen, die anderen wollten zeigen, dass sie in dieser Stadt mindestens sportlich die Nummer 1 sind und der Rest freute sich einfach auf ein aufgeladenes, intensives Spiel.

Letztlich wohnten dem Aufeinandertreffen dann knapp 25.000 Zuschauer bei. Ziemlich 50:50 den beiden beteiligten Mannschaften gewogen. Wenn ich einen gutmütigen Augenblich erwische, dann würde ich der Lok-Seite auch 13.000 Zuschauer zugestehen. Apropos Lok und Zugestehen. Zugestanden wurde dem Stadtrivalen damals durch RB Leipzig, dass das eigentlich bei RB liegende Heimrecht getauscht wird. So konnte Lok an diesem einen Tag durchaus ordentlich Kasse machen. Zumindest sehr viel mehr Kasse machen als zum Rückrundenaufeinandertreffen möglich gewesen wäre, zu dem handgeschätzt nur noch rund 15.000 Zuschauer kommen dürften. Man darf sich in dem Zusammenhang natürlich fragen, ob Lok nicht ohne den Heimrechtstausch schon längst insolvent wäre.

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Wegweisender Startpunkt

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie RB Leipzig gegen die TSG Neustrelitz (15.02.2013, 19.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Bastian Schulz.]

Nun geht es dann doch endlich los mit der Rückrunde der Regionalligasaison 2012/2013. Was man angesichts des Schnees draußen gar nicht glauben möchte. Aber dank heimischer Red Bull Arena eben glücklicherweise so ist. Wäre man ein weiteres Wochenende davon abhängig, dass irgendwo ein städtisches Stadion spielfertig hergerichtet wird, dann könnte man den Spieltag schon wieder knicken. Und man muss nicht sehr prophetisch unterwegs sein, um festzustellen, dass von den restlichen Partien des Spieltages einige durchaus ausfallen könnten. Was dann RB Leipzig unter Umständen (wenn Jena und/ oder Zwickau nicht spielen können) die Möglichkeit böte, mit drei Punkten gleich mal wieder die Distanz zur Konkurrenz zu erhöhen.

In Neustrelitz führte der Winter zu der skurrilen Situation, dass der Verein am vergangenen Wochenende nicht nur den Punktspielstart, sondern auch das Ersatztestspiel absagen musste und stattdessen ganz ohne Ball ein wenig durch den Wald joggte. Schwerlich vorstellbar, dass sie aktuell Trainingsbedingungen haben, die auch nur ansatzweise der gut gepflegten und in Bezug auf den Rasen auch gut gewärmten Red Bull Arena entsprechen. Vielleicht sollten sie einfach einen Tag eher nach Leipzig kommen und noch eine Trainingseinheit am Cottaweg, auf dem Trainingsgelände der RasenBallsportler mitnehmen.. Fakt ist jedenfalls, dass man sich sicherlich besser direkt auf ein Spiel beim Tabellenführer vorbereiten könnte, als es in Neustrelitz möglich war.

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Gefährliche Ausgangslagen

[Hier direkt unterm Text die Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel RB Leipzig gegen Carl Zeiss Jena im Liveticker. Mit Alexander Zorniger, Juri Judt und Christian Müller.]

Und jährlich grüßt das Murmeltier möchte man fast ausrufen. Denn wie schon in den letzten beiden Regionalliga-Jahren kommt es im letzten Heimspiel der Hinrunde in der Red Bull Arena zum Aufeinandertreffen mit der aussichtsreichsten Konkurrenz aus dem Bereich des NOFV. Vor zwei Jahren reiste Ende November der Chemnitzer FC an, um die damals trostlose sportliche Situation rund um RB Leipzig mit einem Unentschieden noch trostloser zu machen. 11 Punkte Rückstand hatte RB damals vor genau wie nach dem Spiel. Reichlich 4.000 Chemnitzer waren angereist, um die Häme gegen den als großen Favoriten in die Saison gegangenen RasenBallsport mal so richtig ausschütten und genießen zu können. Der Chemnitzer FC stieg am Ende des Jahres ungefährdet auf.

Ein Jahr später, also vor einem Jahr, kam Anfang Dezember der Hallesche FC als Tabellendritter mit vier Punkten Rückstand zum Tabellenführer RB Leipzig. Für die RasenBallsportler die Chance, einen direkten Konkurrenten abschütteln zu können. Heraus kam ein depremierender Tag, an dem die Gäste 90 Minuten lang um eine Klasse besser waren, was sich im Endstand von 1:0 für Halle ziemlich unzureichend ausdrückte. Etwa 5.000 Hallenser feierten die Auferstehung beim bösen Nachbarn wie die deutsche Meisterschaft. Am Ende der Saison sicherte sich der Hallesche FC knapp, aber nicht unverdient den Aufstieg.

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Kreuzende Hauptstraße

Eine Saison ist gewissermaßen wie eine lange Reise. Und jeder Spieltag ist eine Kreuzung. Manchmal kreuzt nur eine Nebenstraße, manchmal ist es aber auch eine Hauptstraße. Und an jeder Kreuzung besteht die Möglichkeit auf einen Umweg ausweichen zu müssen oder gar in einer Sackgasse zu landen. In dieser Saison gab es eigentlich erst ein Spiel, durch das RB Leipzig in eine ziemlich falsche Richtung hätte abbiegen können. Und dieses Spiel bei der TSG Neustrelitz hat man nach großem Kampf gewinnen können. Mit dem FSV Zwickau wartet wieder mal ein Spiel, von dessen Verlauf der weitere Saisonverlauf zwar nicht existenziell, aber doch einigermaßen erheblich abhängt.

Denn als Zweitplatzierter ist der FSV Zwickau aktuell der erste Verfolger von RB Leipzig. Die Verfolgerrolle ist bei sieben Punkten Rückstand relativ, aber das direkte Duell bietet sowohl die Möglichkeit, Zwickau aus dem sportlichen Spiel zu nehmen oder andersherum besteht die Gefahr, dass nach dem 13. Spieltag der Regionalliga Nordost nur noch vier Punkte Vorsprung auf der Tabellentafel stehen (bzw. sechs auf Jena, die in einer Woche nach Leipzig kommen). Stichwort kreuzende Hauptstraße.

Dass der FSV Zwickau als Aufsteiger aus der Oberliga in der Regionalliga Nordost eine gute Rolle spielen wird, konnte man schon vor der Saison ahnen. Dass es für Platz 2 nach 13 Spieltagen langen könnte beim besten Willen nicht. Die Basis für diesen Erfolg legten die Westsachsen vor allem in Heimspielen und in der Abwehr. Im heimischen Ausweichstadion „Sojus 31“ gelangen bisher in sechs Spielen fünf Siege. Lediglich im Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena, das zwar die Saisoneröffnung sein sollte, aber aufgrund von Problemen mit der Gästetribüne verschoben und nach dem sechsten Spieltag ausgetragen wurde, gab man beim 0:0 zwei Punkte ab. 12:1 Tore sprechen auch eine deutliche Sprache. Lediglich Hertha BSC II konnte bisher in Zwickau treffen. Und auch insgesamt zeigt sich die FSV-Defensive bei nur vier Gegentreffern in 12 Spielen absolut sattelfest.

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Konzentrationsfragen

Dann also mal wieder zurück ins Alltagsfußballgeschäft. Und das heißt für RB Leipzig: Sachsenpokal-Viertelfinale und Bischofswerdaer FV. Eigentlich könnte man der Einfachheit halber an dieser Stelle einfach das kopieren, was es zum Sachsenpokal-Achtelfinale gegen Einheit Kamenz zu erzählen gab. Denn die Parallelen zwischen den beiden Spielen sind ziemlich augenscheinlich.

Bischofswerdaer FV und Einheit Kamenz sind beides Landesliga- also Sechstligateams. Im Vergleich mit den Kamenzern sind erstere sogar noch einen Tick schwächer einzuschätzen, denn statt eines Landesliga-Spitzenteams handelt es sich bei Bischofswerda um einen durchschnittlichen Sechstligisten, der aktuell Platz 10 von 16 Teams belegt. Ohne Chancen nach oben und mit leichtem Schielen nach unten.

Einmal traf der Bischofswerdaer FV in dieser Saison bereits auf RB Leipzig, allerdings im Rahmen eines Ligaspiels auf die U23. Ende September konnte man einen glücklichen 2:1-Sieg verbuchen. In den folgenden sechs Partien gelang allerdings nur gegen den Krisen-Club Borea Dresden ein knapper 1:0-Auswärtserfolg. Die ganz großen sportlichen Bilanzen sehen sicherlich anders aus.

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Zwischenspiel

[Direkt unter diesem Text der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel RB Leipzig gegen den FC Energie Cottbus II mit Alexander Zorniger, Daniel Frahn und Stefan Kutschke.]

Es wird wohl sowohl für den 1.FC Magdeburg als auch für RB Leipzig nach diesem bemerkenswerten Kampfspiel vor toller Kulisse in der vergangenen Woche eine erhebliche Aufgabe wieder zurück in den Ligaalltag zu kommen. Auf Magdeburg wartet bei Optik Rathenow eine unangenehme Aufgabe, bei der sie dank geographischer Nähe zumindest einige Fan-Unterstützung mitbringen dürften. Auf RB Leipzig wartet mit dem Freitagspiel (16.11., 19 Uhr, Red Bull Arena) gegen den Abstiegskandidaten Energie Cottbus II ein erhebliches sportliches Kontrastprogramm, bei dem es nicht wirklich viel zu gewinnen gibt, da jeder mit einem überzeugend erspielten Dreier rechnet.

Der eine oder andere dürfte so ein Spiel zum Charaktertest erheben. Kann man machen, trifft aber kaum den Kern, denn dass einem solches Spiel nicht mit dem selben Kribbeln entgegengefiebert wird wie dem Spiel in Magdeburg, leuchtet sofort ein (und darf vermutlich jeder auch an sich selbst beobachten). Schon eher sollte dieses Spiel ein Test sein, ob die Mannschaft in ihrem Spiel und ihrer Spielidee schon so gefestigt ist, dass sie in der Lage ist, einen Abstiegskandidaten zu beherrschen, auch wenn der motivationale Anreiz nur Normalmaße hat.

Energie Cottbus II könnte bis zur Winterpause der letzte Gegner aus der unteren Tabellenhälfte sein. Was einfach klingt, aber auch gleich die Alarmglocken schrillen lässt, denn die einzigen beiden Unentschieden der Saison leisteten sich die RasenBallsportler bisher in Spielen gegen Teams, die nach 11 Spieltagen in der unteren Tabellenhälfte stehen. Union Berlin II und der VFC Plauen (jeweils 1:1). In den vier Spielen gegen Teams, die aktuell in der oberen Tabellenhälfte stehen, gelangen vier Siege bei 11:2 Toren (also 2,75:0,5 Tore pro Spiel), in den anderen sieben Spielen gelangen fünf Siege bei 19:8 Toren (also 2,71: 1,14Tore pro Spiel). Keine extreme Differenz, aber vielleicht ein kleiner Fingerzeig, dass das mit der leichten Schulter nicht immer eine gute Idee ist.

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Fußballfesttag trotzt sportlich klarer Ausgangslage

[Ab 12 Uhr soll hier unter dem Text wieder von der Pressekonferenz vor dem Spiel 1.F Magdeburg gegen RB Leipzig getickert werden. Anwesend sein werden planmäßig Carsten Kammlott und Alexander Zorniger.]

Es hätte sportlich der absolute Knüller werden können, das Spiel von RB Leipzig beim 1.FC Magdeburg. Nach dem sechsten Spieltag stand der einst ruhmreiche Verein aus Sachsen-Anhalt mit nur zwei Punkten Rückstand auf RB Leipzig und fünf Punkten Vorsprung auf Jena und Zwickau auf Platz 2. Im Umfeld des Clubs begann man daraufhin bereits davon zu träumen, erster und einziger Herausforderer von RB Leipzig zu werden. Aus den nächsten vier Spielen holte man allerdings bei 4:7 Toren nur noch vier Punkte, inklusive des fast schon peinlich zu nennenden 0:3 bei Lok Leipzig vor ein paar Tagen, sodass man mit nun schon acht Punkten Rückstand auf RB Leipzig auch hinter Jena und Zwickau rangiert und die ganz große Euphorie erst mal weg ist.

Bei manchen Spielen macht der Tabellenstand aber auch nur einen Teil des Reizes einer Partie aus, sodass das Duell zwischen dem FCM und RB Leipzig, aus dem der MDR mal eben schnell ein Derby zauberte, trotz der geklärt scheinenden sportlichen Verhältnisse allenthalben mit einiger Vorfreude aufgenommen wird. In Magdeburg dürfte es völlig unabhängig vom Tabellenstand eine große Portion Motivation ausschütten, wenn es gegen das viele Geld aus der Messestadt geht. Vorbei die Tage, als man in Magdeburg selbst vom Investment träumte, ein Traum der in einer filmreifen Geschichte (wohl glücklicherweise aus Sicht der Gastgeber) den Bach runter ging.

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Zwischen Normalfall und Blamagegefahr

Die medialen Messer dürften schon gewetzt sein und entsprechende Artikel vorbereitet in der Schublade liegen, wenn der Tabellenerste RB Leipzig am Sonntag beim Tabellenletzten Torgelower SV Greif antritt (04.11., 13.30 Uhr). Zu verlockend ist die Ausgangssituation in diesem ungleichen Duell, als dass man nicht bereits Wörter wie Blamage, Millionentruppe und David und Goliath im Kopf zu einem entsprechenden Artikel verarbeitet hätte.

Es bietet sich ja auch an, wenn der große Aufstiegsfavorit zum ersten Abstiegskandidaten reist, wenn knapp 6 Millionen bei etwa 1 Million Euro Transferwert antreten, wenn ein Team aus einer 500.000-Einwohner-Stadt in eine 9.000-Seelen-Gemeinde reist. Es ist in jeder Beziehung ein Duell der Gegensätze, wenn die nach oben strebenden RasenBallsportler sich mit einem Verein messen, der noch vor zwei Jahren auf den Aufstieg in die Regionalliga trotz sportlicher Qualifikation verzichtete. Für RB Leipzig wird es nicht nur die weiteste Auswärtsreise der Regionalliga-Saison, sondern gleichzeitig auch die Fahrt in die kleinste aller Regionalliga-Städte.

Es ist dies gleichzeitig Neuland für RB Leipzig, denn weder traf man schon einmal auf den Torgelower SV Greif, noch war man überhaupt schon einmal so weit im Nordosten der Republik, ziemlich nah an der Ostsee-Küste in Form der Insel Usedom. Es ist nach der Fahrt nach Neustrelitz auch erst das zweite Mal in der Vereinsgeschichte, dass die RasenBallsportler Mecklenburg-Vorpommern einen sportlichen Besuch abstatten. Generell kann ich mich abseits der diesjährigen Spielzeit an keine Duelle zwischen Torgelow und Leipziger Mannschaften erinnern (Historienkenner vor für die Gegenfakten).

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Auf der Suche nach dem U23-Nussknacker

[Ab 12 Uhr (25.10.2012) hier unter dem Artikel der Liveticker von der Pressekonferenz vor dem Spiel RB Leipzig gegen Hertha BSC II mit Alexander Zorniger und Niklas Hoheneder]

Ich persönlich habe nicht wirklich etwas gegen die zweiten Mannschaften von Profiteams. Fußballerisch stecken sie mit ihren jungen Talenten sowieso die meisten Konkurrenten in die Taschen. Und interessetechnisch müssen sie sich vor Rathenow, Neustrelitz, Torgelow, Plauen und Co auch nicht verstecken. Zumindest halte ich es im Regionalligazusammenhang für eine Mär, dass mit zweiten Mannschaften automatisch geringere Zuschauerzahlen verbunden sind, weil jene Vereine, die sie ersetzen könnten, in Auswärtsspielen auch keine erhöhte Aufmerksamkeit über das Stammpublikum hinaus erregen, geschweige denn lohnende Gastfanmassen mitbringen würden. (Vielleicht ist meine Sicht hier aber auch durch die Regionalliga-Nordost-Idylle von nur drei Zweitteams verklärt.)

Trotzdem merkt man spätestens dann einen Unterschied, wenn man selbst nach vier Duellen zwischen RB Leipzig und Hertha BSC II, von denen ich drei glücklicherweise beobachten durfte, eigentlich keine besondere Geschichte erzählen kann. Gewissermaßen ist mit jedem Jahr eine neue Geschichte verbunden, weil die Fluktuation in einer U23-Ausbildungsmannschaft naturgemäß zu groß ist, um so etwas wie Kaderkonstanz und somit auch storytechnischer Stringenz zu entwickeln.

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Ungewisse Erwartungen

So, können wir uns also langsam wieder bereit machen für den Ernst des Ligaalltags, der morgen Abend (19.10., 19 Uhr) für RB Leipzig beim VFC Plauen wieder einzieht. Und wie schon im letzten Auswärtsspiel geht es wieder ins Vogtland. Nur statt nach Auerbach eben etwas weiter westlich nach Plauen.

Wobei das mit dem Ernst der Regionalliga im konkreten Fall so eine Sache ist. Denn einerseits scheinen die sportlichen Verhältnisse beim Spiel 14. und somit Drittletzter gegen den überlegenen Tabellenführer klar zu sein. Und andererseits dreht sich in der Wahrnehmung des VFC Plauen in diesen Tagen alles um die vielen, vielen Probleme die der Verein hat. Was aber für die Spieler der Gastgeber weniger relevant sein wird, da diese unabhängig von allem drumherum, dem großen Meisterschaftsfavoriten in die Suppe spucken werden wollen. Eher relevant könnte das für die RasenBallsportler sein, die bei all den Berichten über die Probleme des VFC Plauen das Gefühl kriegen könnten, dass im Vogtland gar nicht mehr Fußball gespielt wird. Wird es aber und spätestens mit Anpfiff der Partie wird man es erfahren.

Das was beim VFC Plauen derzeit so los ist, ist selbst in der problembeladenen Schnittstelle zwischen Profi- und Amateurfußball, die die Regionalliga ja ist, ziemlich beispielslos. Finanziell klemmt es mächtig, weil die Altlasten drücken und vor allem aktuell diverse Sponsorenzahlungen ausgefallen sind (das sind sie, die Probleme der Ebene in einer nicht unbedingt sehr wirtschaftsstarken Region). Was wiederum dazu führte, dass auch die Spielergehälter nicht pünktlich gezahlt werden konnten. Auch aus wirtschaftlichen Gründen ist das Ausscheiden im Sachsenpokal gegen den Landesligisten Döbelner SC am letzten Wochenende ein ziemliches Desaster.

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Grundbausteine für eine erfolgreiche Pokalsaison

Da können wir ja jetzt wieder mal all die Fußballplattitüden aufwärmen, die man eben so aufwärmt, wenn es im Pokal gegen einen unterklassigen Gegner geht. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Es gibt keine Kleinen mehr. Und so weiter. Wobei das aus der Sicht von RB Leipzig eh alles keinen Unterschied macht, da die jeweiligen Gegner eh immer zu 120% motiviert sind, wenn sie gegen den finanziell und personell ordentlich gepimpten RasenBallsport auflaufen, ganz egal ob der Wettbewerb Regionalliga oder Sachsenpokal heißt.

Aus dieser Perspektive heraus sollte das Achtelfinalspiel von RB Leipzig bei Einheit Kamenz eine lockere Geschichte werden, denn ein hochmotivierter Landesligist ist eben doch noch mal mindestens zwei Nummern kleiner als ein hochmotivierter Regionalligist. Trotzdem hat Alexander Zorniger natürlich recht, der irgendwann einmal (das Fatale an Zornigers Kommunikationslust ist, dass sich nur selten erinnern kann, in welchem Zusammenhang er was wo gesagt hat) in völlig anderem Zusammenhang (ich glaub es ging um die These, dass auf RB eine Saison voller Pokalspiele wartet) anmerkte, dass höherklassige Mannschaften in Pokalspielen im Normalfall aufgrund ihrer Einstellung scheitern. Was auch für RB Leipzig in Kamenz der alles entscheidende Knackpunkt sein wird.

Jenseits dessen spricht aber wiederum deutlich für die RasenBallsportler, dass die Differenzen zwischen Regionallga und Landesliga gerade im Bereich der Fitness nicht unwesentlich sein dürften. Felix Magath merkte einmal nach einem mühevollen Pokalsieg mit den Bayern beim Drittligisten (damals noch die Regionalliga) St. Pauli an, dass es nicht verwunderlich sei, dass man sich so schwer tue, weil vom Trainingsaufwand her Profis gegen Profis spielen würden, die sich in Bezug auf ihre körperlichen Voraussetzungen wenig nehmen. Das sollte im Normalfall für einen Vergleich RB Leipzig vs. Einheit Kamenz und völlig unterschiedliche Trainings- und Fitnessmöglichkeiten nicht gelten. Von daher könnte es auch ein Motto des Spiels werden, den Gegner der Einfachheit halber müde zu spielen.

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Gegen die bösen Geister

[Die Pressekonferenz vor dem Spiel RB Leipzig gegen den ZFC Meuselwitz ab 13 Uhr im Liveticker unter diesem Text. Angekündigt sind Thiago Rockenbach und Alexander Zorniger.]

Nimmt man das Tempo der bisherigen fünf Saisonspiele zwischen Mitte August und Ende September als Maßstab, dann geht es gerade Schlag auf Schlag, denn nur fünf Tage liegen und lagen zwischen dem Spektakel in Auerbach und dem Auftritt von RB Leipzig unter Flutlicht am morgigen Freitag (05.10.2012, 19 Uhr, Red Bull Arena) gegen den ZFC Meuselwitz. Macht insgesamt vier Tage Trainingsmöglichkeiten, um den Spielern noch einmal nahezulegen, dass Defensivorganisation auch in der Regionalliga Nordost ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs ist.

Ob man diese Qualitäten bereits gegen Meuselwitz benötigt, ist dabei durchaus fraglich, denn die Thüringer sind mit gerade einmal vier geschossenen Toren im Ligavergleich Abstiegskandidat. Dass sie mit diesen vier Toren trotzdem aus sechs Spielen bereits 10 Punkte geholt haben und damit im oberen Tabellendrittel stehen, wo sie auch zum Saisonende hin wollen, ist fast schon beeindruckend. Zumal man nach drei Spieltagen mit 1:9 Toren und nur einem Punkt noch Tabellenletzter war. Doch seither gewann man dreimal hintereinander mit 1:0. Wobei zu beachten bleibt, dass gerade die Heimgegner Plauen und Torgelow nun nicht gerade zu den schwierigsten Gegnern der Liga zählen.

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Unerwartete Taktiknebengeräusche

Spät, aber noch lange nicht zu spät, ein paar Worte zum morgigen (Sonntag, 30.09.2012, 13.30 Uhr) Spiel von RB Leipzig beim VfB Auerbach. Auerbach, da folgt spontan ein leichtes Ziehen in der Fußballmagengrube, denn Auwärstfahrten zu den heim- und kampfstarken Vogtländern gehören sicherlich nicht zu den Dingen, die man sich als Fußballer mit allergrößter Freude in den Terminkalender einträgt. Was nicht daran liegt, dass das Fahrtziel ein unschönes wäre, sondern vor allem daran, dass die Trauben in bekannt hitziger und enger Umgebung doch einigermaßen hoch hängen. Auch für einen gepimpten Kader wie dem von RB Leipzig. Darauf verweist schon allein die Tatsache, dass in Auerbach in einem Ligaspiel seit dem 07.05.2011 und seit Borea Dresden kein Team mehr drei Punkte eingesackt hat. Wird also Zeit, einer hübschen Serie einen hübschen Schlusspunkt zu verpassen..

Aus Sicht von RB Leipzig war Auerbach bisher ein erstaunlich gutes Pflaster. An das 3:0 im Oktober 2009, jenem Spiel in dem Nico Frommer seinen ersten von insgesamt 19 Liga-Treffern im RB-Trikot erzielte, wird sich wohl kaum noch jemand erinnern. An das 3:1 in einem Freundschaftsspiel im Juli 2011 eher noch weniger. Vielleicht schon eher in Erinnerung dürfte das hochemotionale 2:1 im Sachsenpokal am Gründonnerstag im April 2011 geblieben sein. Damals schoss Stefan Kutschke nach 70 Minuten und in Unterzahl (Tim Sebastian hatte noch vor der Pause Rot gesehen) mit seinem ersten(!) Pflichtspieltreffer RB ins Sachsenpokalhalbfinale. Die weitere Geschichte dürfte bekannt sein. Über die Stationen Dynamo Dresden und Chemnitzer FC ging es in den DFB-Pokal und gegen Wolfsburg und Augsburg. Sprich, große Geschichten können auch in Auerbach ihren Anfang nehmen. Davon können neben Kutschke und Sebastian auch noch die ebenfalls mitspielenden Frahn, Rockenbach, Schinke und Kammlott erzählen..

Legendär wurde der damalige Auswärtsauftritt aber vor allem durch Trainer Tomas Oral, der just diesen Tag nutzte, um erst der Mannschaft und dann der Presse mitzuteilen, dass er zum Saisonende nicht mehr Trainer bei RB Leipzig sein werde. Nicht ganz freiwillig, aber dank des damaligen Sportdirektors Thomas Linke äußerlich und im Zeitpunkt selbstbestimmt. Und in seinem Auftritt, wenn ich mich recht erinnere, auch sehr emotional und tränenbestückt. Es ist definitiv nicht so, dass bei RB Leipzig in reichlich drei Jahren wenig passiert wäre. Und der Oral-Abgang war ja damals auch erst der Auftakt für die vielen weiteren Storys um die Herren Linke, Gudel, Bach, Pacult und Loos. Fast kommt man sich vor als würde man über Zeiten sprechen, die 10 Jahre her sind. Dabei sind es gerade mal 17 Monate..

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