Archiv der Kategorie: Vereinsbaustellen

Stühlerücken

Wer prognostiziert hätte, dass die Derby-Niederlage vom Samstag bereits am Sonntag Abend wieder vergessen ist, den hätte man wohl als weltfremd bezeichnet. Doch Red-Bull-Fußballchef Dietmar Beiersdorfer hatte eine Idee, wie das ganze gelingen könnte. Mit Trainer Tino Vogel und Sportlichem Leiter Joachim Krug mussten die letzten zwei der von Anfang an hauptsächlich Verantwortlichen ihren Hut nehmen. Mit 22 Punkten Vorsprung Meister geworden und dann entlassen? Das ist zumindest ungewöhnlich.

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Eigene Liga für zweite Mannschaften

Ich persönlich finde das Spielen gegen die zweiten Mannschaften von Proficlubs, also das was RasenBallsport Leipzig und seine Anhänger in der neuen Saison erwartet gar nicht unbedingt dramatisch. Nichtsdestotrotz verstehe ich das Klagen der Vereine, die auf jeden Euro aus den Eintrittsgeldern angewiesen sind und denen die zuschauertechnische Magerkost der Spiele gegen die U23-Teams gelinde gesagt auf die Nerven geht. Und ich finde, man könnte das Problem ganz schnell durch eine eigene Liga für zweite Mannschaften lösen.

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Der richtige Trainer zur richtigen Zeit

Eine der großen Überraschungen der ersten RasenBallsport-Saison ist sicher die Personalie des Trainers. Kaum einer hätte beim Bekanntwerden der Red-Bull-Pläne für den Einstieg in den Leipziger Fußball im letzten Sommer gedacht, dass der Cheftrainer des SSV Markranstädt zukünftig als Cheftrainer von RB Leipzig auftreten darf. Und doch, irgendwie ist es der richtige Trainer zur richtigen Zeit.

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Gesucht: Spielrecht

Langsam scheint das weitere Vorgehen zwischen dem RB Leipzig und dem SSV Markranstädt klar zu sein. Bereits zum Sommer wechseln die RasenBallsport-Mannschaften II, III und IV wahrscheinlich wieder zurück in den Leipziger Vorort. Das heißt für RB, dass man plötzlich, aber nicht unerwartet ohne zweite Mannschaft da steht. Sportlich ist das der Super-GAU, da die zweite Mannschaft das absolut notwendige Bindeglied zwischen A-Junioren und Profimannschaft darstellt. Absolut notwendig vor allem dann, wenn man bei RB Leipzig tatsächlich Spieler aus der eigenen Jugend an die erste Männermannschaft heranführen möchte. Da bedarf es einer U23-Mannschaft, die interessante Talente auffängt und ihnen die Möglichkeit gibt, Spielpraxis zu sammeln.

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Die Sache mit der Fankultur

Wenn man Banner, die im Fanblock gezeigt werden als Maßstab nimmt, dann sind Lokfans der Meinung, dass „jeder, der bei RB steht, den ehrlichen Fußball verrät“ (zitiert nach Gedächtnis), in diesem Blog wurden die Zuschauer von RasenBallsport in einem Kommentar als „völlig grenzdebile Figuren“ (by Waldschrat) beschimpft und einem Kommentar zu einem Chemiebloggerblogeintrag kann man entnehmen, dass nur Fans, die zum bierduschenden, schiedsrichterbepöbelnden Auswärtsmob gehören „unter den Lebenden“ (by Alex) weilen. 3 prototypische Äußerungen über das Fandasein, wie es sie im Netz zuhauf gibt (und die gelegentlich in Verschwörungstheorien gipfeln, RB-Fans seien gekauft – ehrlich, ich hätte nichts dagegen).

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Alle Macht der Jugend

Wenn man im Zusammenhang mit RasenBallsport von Baustellen redet, dann jammert man sicher – im Vergleich zu anderen Vereinen – auf hohem Niveau. Andererseits ist es der Anspruch von RasenBallsport Leipzig, in absehbarer Zeit die Nr.1 in Mittel- bzw. Ostdeutschland zu werden. Von daher sollte hier sowieso einiges anders als in anderen Vereinen funktionieren. Eine der Baustellen auf hohem Niveau ist die Nachwuchsarbeit der RasenBallsportler.

(Was gibt es schöneres als Profifußballer, die aus dem eigenen Verein kommen. Mir fallen da spontan die geschätzten Herren Möckel, Watzka, Garbuschewski ein. Alles Fußballspieler mit Drittligaformat, die selbst mit ihrer (nur passablen) Klasse keine Perspektive in Leipzig sahen und ihr Glück woanders (derzeit Erfurt, Magdeburg, Chemnitz) versuch(t)en. Schön wäre es, diese noch in Leipzig zu wissen, denn bei Spielern, die aus den eigenen Jugendmannschaften eines Vereins erwachsen, hat man selbst als außenstehender Beobachter immer das Gefühl, man hätte beim Heranwachsen zugesehen und sie selber entdeckt und jetzt, wo sie erwachsen sind, kann man stolz darauf sein, dass was vernünftiges aus ihnen geworden ist.)

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