Archiv der Kategorie: Spieltagsrückblick

Große und kleine Entwicklungsschritte

Ist RB Leipzig schon automatisch für die Champions League gesetzt oder muss man die letzten 32 Spiele noch spielen? Man weiß es nach der Welle von Lob für die Leistung im Spiel gegen Dortmund und den vielerorts gestellten Fragen, ob der Klub mit den großen Ambitionen jetzt schon die Großen angreifen kann (Wer Dortmund schlagen kann, kann doch bestimmt jeden schlagen!!), noch nicht so recht, wohin das Pendel der öffentlichen Wahrnehmung in den nächsten Wochen und Monaten ausschlagen wird.

Mit Geld schießt Tore (in der kulturpessimistischen ‚alles geht den Bach runter‘ oder in der hoffnungsvollen ‚endlich wird der Wettbewerb gerettet‘-Variante) oder Geld schießt eben doch keine Tore (in der hämischen Variante) gibt es ja zwei komplementäre Argumentationsstränge, die man wahlweise am Ende gut anbringen kann.

Sehen wir mal von den Übertreibungen ab, die seit jeher (bzw. seit langem) gewohnter Teil des Berichterstattungsspiels sind und brechen die samstäglichen Ereignisse des Spiels von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund runter auf ihren rein sportlichen Wert jenseits der Emotionalität von Spielverlauf und jenseits der Eigendynamik des besonderen Abends, dann bleiben zwei Dinge.

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Historisches , Überraschendes und Altbekanntes

Das war er dann also der erste Spieltag in der Bundesliga für RB Leipzig. Die historische Dimension dieses Datums fühlte sich allerdings doch ganz klein als Schiedsrichter Tobias Stieler die Partie in Hoffenheim anpfiff und man einfach nur Fußball spielte.

Nur Dominik Kaiser dachte, dass historische Tage auch noch historische Nebenaspekte brauchen und wurde zum zweiten Spieler nach Andreas Lambertz, der in den vier höchsten Spielklassen Deutschlands jeweils mindestens ein Tor erzielte. So wie Lambertz erzielte er die Tore alle im selben Verein.

Manch einer wird einwenden, dass das ja keine große Kunst ist bei einem Klub wie RB Leipzig (im Gegensatz zu Lambertz und Düsseldorf), dessen Weg nach oben vorbestimmt war. Der Teil mit der vorgezeichneten Klubentwicklung mag stimmen. Dass es nicht ganz so einfach war für einzelne Spieler, diesen Weg mitzugehen und nicht nach und nach vom beschleunigenden Zug zu fallen, zeigt sich allerdings darin, dass Kaiser der einzige Feldpieler aus dem Regionalliga-Kader 2012/2013 ist, der überhaupt immer noch bei RB Leipzig spielt. Wie er sich zum Kapitän gemausert hat und in allen Spielklassen eine tragende Figur war, zeigt endgültig, dass Kaiser sich in Leipzig durchaus ganz weit oben in die Vereinsgeschichte eingetragen hat und seine Entwicklung sicherlich nicht selbstverständlich war.

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Was von Spieltag 34 bleibt

Und da ging sie dann doch dahin, die Saison 2015/2016, die auf den ersten beiden Plätzen jene Teams sah, die man auch am Anfang der Saison da erwartet hatte. Fußballerisch war es nicht unbedingt eine sehr spektakuläre Saison. Wie schon letztes Jahr viel laufen, kratzen, beißen und wenig überraschendes.

Selbst Freiburg verordnete sich nach der Winterpause eine darmstadteske Zweitligataktikspritze und setzte fortan vermehrt auf lange Bälle, weil man bemerkt hatte, dass man mit Zerspielen nicht ganz so hohe Erfolgsaussichten hat. Das und viele Standardtore, zusammen mit einer hervorragend besetzten Offensive sorgten am Ende für den sicheren Aufstieg.

Fußballerisch am interessantesten ging es vielleicht in Bochum zu, wo Gertjan Verbeek von seiner Idee, mit Ballbesitz und vielen Läufen im Hochgeschwindigkeitsbereich (quasi spielerisch geradlinig) die Konkurrenz nass zu machen, auch dann nicht abrückte, wenn er damit offensichtlich ins offene Messer rannte. Das war in vielerlei Hinsicht unterhaltsam, aber am Ende auch nicht so erfolgreich, wie man beim VfL lange insgeheim gehofft hatte. Der Unterschied zu den Spitzenteams bestand tatsächlich darin, dass man viele Torschüsse zuließ und diesbezüglich auf Augenhöhe mit Paderborn, Frankfurt und Duisburg, also nicht gut war.

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Was von Spieltag 33 bleibt

Da waren es nur noch drei, für die es in der zweiten Liga noch um was geht. Na gut, vielleicht dreieinhalb, denn Fortuna Düsseldorf ist zumindest rechnerisch nicht gesichert. Wer wollte denn allerdings glauben, dass ausgerechnet Duisburg und/ oder Frankfurt am letzten drei Punkte und sechs bzw. zehn Tore Düsseldorf aufholen können.

Duisburg, die im gesamten Saisonverlauf nur ein Spiel mit mehr als einem Tor gewonnen haben. Und Frankfurt, die in der Rückrunde bei sieben Punkten aus 16 Spielen stehen und dabei überhaupt gerade mal ein Spiel gewonnen haben. Wenn Düsseldorf in Braunschweig maximal knapp verliert, sind sie praktisch nicht mehr vom Nichtabstiegsplatz zu verdrängen.

Was bedeutet, dass Duisburg, Frankfurt und Paderborn den letzten bedeutsamen Platz, den Relegationsplatz und damit zwei Spiele gegen die Würzburger Kickers aus der dritten Liga, unter sich ausspielen. Für keines der Zweitligateams dürften die zwei Spiele gegen Würzburg zum Selbstläufer werden, von daher sind die Relegationsspiele auch nur ein erster Nichtabstiegsstrohhalm.

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Was von Spieltag 32 bleibt

Von Formel 1 zu Schneckenrennen in nur ein paar Wochen. Der Aufstiegskampf war zwischenzeitlich eine echte Hatz. RB Leipzig mit 16 Siegen in 20 Spielen. Der 1.FC Nürnberg mit 18 Spielen ohne Niederlage. Zuletzt ging es dagegen tempomäßig steil bergab. Zwei Punkte aus drei Spielen für Leipzig, drei Punkte aus vier Spielen für Nürnberg.

Da versuchen zwei Mannschaften offenbar eindrucksvoll zu demonstrieren, dass es eine nicht unwesentliche, psychologische Dimension jenseits von Taktik, Kader und sportlicher Spieltagsvorbereitung gibt. Sag Hallo zum Wackelfuß im Aufstiegskampf.

65 bis 66 Punkte, so hatte Leipzigs Innenverteidiger Marvin Compper Mitte März vorgerechnet, würden diese Saison für den Direktaufstieg reichen. Und war dafür leicht belächelt worden, weil im aufgehitzten Hochgeschwindigkeitsrennen das Szenario denkbar schien, dass alle drei Topteams mit 70 Punkten plus x aus der Saison gehen würden. Am Ende hat Compper Recht behalten und man braucht aktuell tatsächlich nicht mehr als 66 Punkte, um sicher aufzusteigen.

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Was von Spieltag 31 bleibt

Da waren es nur noch drei. Spieltage nämlich in der zweiten Liga. Zwei Teams werden noch einen Relegationsnachschlag kriegen, für 16 andere ist in knapp drei Wochen Schluss mit der Saison.

Für neun Teams geht es schon jetzt auch rechnerisch um nichts mehr. Wenn man St. Pauli mitzählen will, dann sogar für zehn. Die Hamburger haben allerdings zumindest theoretisch noch Chancen auf die Aufstiegsrelegation.

Dass die Hälfte der Liga nur noch um die normale sportliche Ehre und ein paar Euro mehr oder weniger Fernsehgelder spielt (was erfahrungsgemäß für die Spieler nicht der allergrößte Motivationsgewinn ist), kann man inzwischen auch ein wenig an den Ergebnissen ablesen.

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Was von Spieltag 30 bleibt

Gerade noch war das Rennen um einen Platz in der Bundesliga eine wilde Hatz und schon ist es ein Schneckenrennen. Drei Aufstiegskandidaten mit jeweils deutlich über zwei Punkten im Schnitt in zwölf Rückrundenspielen holen alle zusammen am 30.Spieltag genau einen Punkt. Und der ist angesichts des Freiburger Treffers in der Nachspielzeit des Montagsspiels in Braunschweig eher glücklich. Klingt danach, als würden die Füßchen langsam ein wenig anfangen zu zittern.

Kann aber natürlich nur Zufall sein, dass es alle drei Topteams auf einmal erwischt. Schließlich war es schon das dritte Mal in dieser Saison und das zweite Mal im Jahr 2016, dass an einem Spieltag Leipzig, Nürnberg und Freiburg gleichzeitig nicht gewinnen konnten. Einen Spieltag, an dem alle drei Teams gleichzeitig verlieren, gab es dagegen noch nie.

Dass dies so blieb, wurde auch ein wenig Schiedsrichter Patrick Ittrich zugeschrieben, der trotz abgelaufener Nachspielzeit noch eine Ecke ausführen ließ. Ist aber auch eine Lose-Lose-Situation für einen Schiedsrichter. Lässt er die Ecke nicht noch ausführen, beklagt sich die zurückliegende Mannschaft bitterlich. Lässt er sie ausführen und die Ecke führt zum Tor, ist der Ärger beim Team, das den Sieg verliert, riesig. Im Optimalfall lässt man die Ecke ausführen und es fällt kein Tor. Nicht jeder Tag ist allerdings ein optimaler Schiedsrichtertag.

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Was von Spieltag 29 bleibt

Der 29.Spieltag. Sicherlich keiner der Vorentscheidungen. Eher einer der leichten Verschiebungen. An der Tabellenspitze hat das Spitzenduo nun wieder sechs Punkte Vorsprung auf Platz 3 und damit nun Nürnberg den Druck, gewinnen zu müssen, wenn man direkt aufsteigen will.

Zwei Punkte trennen die drei Spitzenteams der zweiten Liga in den bisher zwölf Rückrundenspielen, in denen Nürnberg zwei Punkte vor Freiburg und Leipzig liegt. Sehr gute Bilanz der Franken, aber der ganz große Punktedurchmarsch manifestiert sich darin auch nicht unbedingt.

Im Kampf gegen den Abstieg können sich Kaiserslautern, Bielefeld und Sandhausen fast schon zur Gruppe der sieben Teams hinter Platz 3, für die es diese Saison um gar nichts mehr geht, gesellen. Irgendwas zwischen zwei und vier Punkten fehlen den Mannschaften noch.

Am ehesten traut man Sandhausen zu, dass sie an dieser Aufgabe noch scheitern. Sieben Punkte in zwölf Rückrundenspielen sammelten sie bisher. Die schlechteste Bilanz der Liga neben dem FSV Frankfurt. Rechnet man das weiter hoch, kommt man auf noch drei weitere Punkte, die man bis zum Saisonende holt. Das würde vermutlich für den Klassenerhalt reichen, ist nach der überragenden Vorrunde aber auch ein extremer Absturz.

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Was von Spieltag 28 bleibt

Vielleicht ein wenig typisch für diese Saison, dass die obersten drei Teams alle gewannen und die untersten drei alle verloren. Die Ausgeglichenheit der letzten Saison erreicht man dies Jahr in der zweiten Liga nicht mehr. Was vor allem am Spitzentrio liegt, das weiter durch die Liga pflügt. 56 Punkte hatte ein Drittplatzierter in der zweiten Liga nach 28 Spieltagen noch nie (seit Einführung der Dreipunktregel).

Allen voran geht in der Rückrunde der 1.FC Nürnberg, die nach elf Spielen schon zwei Punkte mehr eingefahren haben als in 17 Hinrundenspielen. 2,64 Punkte holen die Franken in der Rückrunde im Schnitt pro Spiel (neun Siege, zwei Unentschieden), schossen die meisten Tore und kassierten die wenigsten Gegentore. Das ist tatsächlich nur noch schwerlich in Worte zu fassen.

Und reicht doch nur für Platz 3 sechs Spiele vor dem Ende. Weil Freiburg und Leipzig auch eine sehr konstante Saison spielen. Jeweils 24 Punkte in elf Rückrundenspielen und jeweils 2,11 Punkte im Schnitt über die gesamte Saison gesehen, würden in den meisten Spielzeiten für den Direktaufstieg reichen. Diese Saison reicht es zumindest dazu, nicht schon von starken Nürnbergern eingefangen und überholt worden zu sein.

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Was von Spieltag 27 bleibt

Spieltag 27. Nach dem 3:1 von Nürnberg gegen Leipzig und nur noch drei Punkten zwischen Platz 1 und 3 der Spieltag, der als endgültiger Beginn eines Dreikampfs um die Aufstiegsplätze in Erinnerung bleiben wird. Acht Punkte Differenz zwischen Platz 3 und 4 sollten sieben Spieltage vor Schluss reichen für das Spitzentrio, um die Sache quasi intern auszuspielen.

Zumal angesichts der Form der drei Teams. Nur einmal, in der Saison 2011/2012, hatten die drei Topteams der zweiten Liga nach 27 Spieltagen zusammen noch mehr Punkte als in dieser Saison.

Am Ende der Saison liegt der Punkterekord für Platz 2 bzw. 3 seit Einführung der Dreipunktregel bei 68 bzw. 65 Punkten. Angesichts schon jetzt 56 bzw. 53 Punkten auf den Plätzen 2 bzw. 3 könnten diese Punktzahlen diese Saison fallen. Nur zur Erinnerung: letzte Saison reichten 59 Punkte um als Zweiter direkt aufzusteigen..

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Was von Spieltag 26 bleibt

Viel mehr Fahrt kann das Aufstiegsrennen auch nicht mehr aufnehmen. Der Dreikampf zwischen den drei Topteams, die sich kaum eine Blöße geben, spitzt sich zu und würde bei einem Nürnberger Sieg am kommenden Wochenende gegen Leipzig extrem spitz werden.

Es gab in den letzten 20 Spielzeiten seit Einführung der Dreipunktregel erst ein Jahr, in dem der Drittplatzierte mehr Punkte hatte als Nürnberg in dieser Saison (50) und die ersten Drei zusammen mehr Punkte als in dieser Spielzeit. Dass mal ein oder zwei Teams dominieren, ist schon eher bekannt.

2011/2012 hatte sogar noch der Fünfte 50 Punkte wie diese Saison Nürnberg. Der Dritte stand damals bei 52 Punkten. Erstaunlicherweise reichten Düsseldorf dann am Ende doch schnöde 62 Punkte und zehn Punkte aus den letzten acht Spielen, um Platz 3 zu belegen. Dass man mit so einer Zahl in dieser Saison auch davon kommt, darf man zumindest leise anzweifeln. Angesichts der Stabilität der drei Topteams im bisherigen Rückrundenverlauf sind auch irgendwas ab 65 Punkte aufwärts für den Relegationsplatz denkbar.

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Was von der englischen Woche bleibt

Die letzte englische Woche der Saison ist vorüber. Auf Ergebnisebene extrem überraschend vielleicht nur die neun Punkte für 1860 München. Gerade noch nach sieben Spielen ohne Sieg, davon fünf Niederlagen am Stück, depremierter Abstiegskandidat mit neun Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und eine reichliche Woche später hat man den Rückstand komplett aufgeholt und den Nichtabstiegsplatz selbst belegt. Mehr als erstaunliches Comeback.

Das auch dazu führt, dass die schon so klar wirkenden Verhältnisse im Abstiegskampf komplett durchgewirbelt wurden. Denn plötzlich stecken auch Teams wie Sandhausen, Bielefeld oder Frankfurt wieder in ernsteren Schwierigkeiten bei nur noch zwischen vier und sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang.

Sandhausen übt sich im Angesicht der näherrückenden Abstiegsplätze immer noch trotzig im ‚Wer hätte vor der Saison denn geglaubt, dass wir trotz drei Punkte Abzug so gut dastehen würden‘-‚Alles ist gut‘-Sprech, hat aber in acht Rückrundenspielen nur vier Punkte geholt. Also so viel wie Paderborn und Duisburg im selben Zeitraum. Dazu kommen Scharmützel zwischen Präsident Machmeier und der Schiedsrichtergilde, der er absichtliche Benachteiligung des SV Sandhausen unterstellte. Nach Aluhut kommt Abstieg. Vielleicht. Zumindest tut Sandhausen inzwischen sportlich alles dafür.

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Was von Spieltag 22 bleibt

Der 22.Spieltag war einer der Unentschieden. Gleich sechsmal teilten sich die Mannschaften die Punkte. Macht entsprechend gleich zwölf Mannschaften, die nicht so richtig vom Fleck weggekommen sind. Was die Sieger des Spieltags (Leipzig, Freiburg und Frankfurt) gleich noch mal viel strahlender erscheinen lässt bzw. deren Siege noch wichtiger macht.

Wegen der vielen Unentschieden wurde auch die Chance verpasst, die Tabellenkonstellationen noch klarer zu gestalten. Nürnberg hätte mit einem Sieg gestern vier Punkte zwischen sich und die Verfolger hinter den Aufstiegsrängen legen können. Durch das zweite Unentschieden in Folge gegen einen starken Schiedsrichter Düsseldorf bleibt man aber im Pulk, der schon wieder ein Schneckenrennen um den Aufstieg bzw. aktuell um den Relegationsplatz veranstaltet.

Mit Schneckenrennen ist die Veranstaltung im Tabellenkeller vielleicht sogar noch ein wenig unzureichend beschrieben. Auch wenn Düsseldorf es verpasste, auf acht Punkte von den letzten drei Teams wegzuziehen, bleibt doch aktuell ein Trio, das den Abstiegsrelegationsplatz untereinander auszuspielen scheint. Wie schneckig das Schneckenrennen dabei ist, zeigt sich schon darin, dass noch nie seit Einführung der Dreipunkteregel ein 16. nach dem 22. Zweitligaspieltag weniger Punkte hatte als der SC Paderborn in dieser Saison.

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Was von Spieltag 21 bleibt

Man hätte es sich eigentlich denken können, dass die Gelegenheit für das Spitzentrio, sich abzusetzen, ungenutzt verstreichen wird. Mit Siegen von Nürnberg und Leipzig hätte man St. Pauli und Bochum ein ganzes Stück distanzieren können, so sind vor allem Nürnberg und Freiburg und mit größeren Abstrichen RB Leipzig wieder in einen Pulk von Aufstiegsanwärterteams gerutscht, der neben ihnen im Kern noch St. Pauli umfasst, aber auch noch Teams wie Bochum, Braunschweig und ganz fern Kaiserslautern oder Karlsruhe Chancen lässt.

Nur einen einzigen Punkt für die drei Spitzenteams in ihren drei Spielen, das erwartet man eigentlich eher von den Teams im Keller. Lediglich Nürnberg ergatterte beim 1:1 gegen Bochum noch einen (wichtigen) Punkt, mit dem man den Kontrahenten auf ursprüngliche Distanz hielt. In einem Spiel, das von der Intensität, der Physis und der Geschwindigkeit her vielleicht das Beste aufeinanderprallen ließ, was die Liga derzeit so zu bieten hat. Ein Beharken und Bekämpfen, bei dem kein Team viel Luft zum Atmen geschweige denn zu einem vernünftigen Spielaufbau bekam. Eine Art des Spiels, wie sie letzte Saison vielleicht noch Zorniger und Hasenhüttl gegeneinander auf den Platz zaubern ließen. Nürnberg und Bochum spielen das vielleicht nicht ganz so zweikampf- und foullastig.

Nürnberg durch den Punkt nun das Team der Stunde. Elf Spiele ohne Niederlage, davon sechs Siege. Das letzte Mal verlor man in Leipzig und das ist gefühlt in einem anderen Fußballjahrhundert gewesen. RB verlor derweil nach sechs Siegen wieder mal mit 0:1 beim FC St. Pauli. 29 Torschüsse und vor allem 18 Abschlüsse von innerhalb des Strafraums reichten nicht aus, um ein Tor zu erzielen. Zum Vergleich: die besten Teams der Liga (Bochum, Leipzig) schießen im Schnitt pro Spiel ungefähr zehnmal aus dem Strafraum heraus auf das gegnerische Tor, das schlechteste Team (Frankfurt) im Schnitt gerade mal fünfmal.

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Was von Spieltag 20 bleibt

Erster Spieltag nach der Winterpause. Ein Tag, nach dem man ein wenig zur Überreaktion und Überinterpretation neigt und Siege und Niederlagen schon mit unvermeidbaren weiteren Saisonentwicklungen verknüpfen könnte. Was, wie nach dem ersten Spieltag nach der Sommerpause, ein wenig früh und zu viel des Guten wäre.

Angesichts der Lage mancher Vereine ist eine Überreaktion aber durchaus auch nachvollziehbar ist. Insbesondere die Teams im Tabellenkeller sind mit teilweise großen Hoffnungen in den 20. Spieltag gestartet und wollten dort den Bock umstoßen. Herausgekommen sind für die vier Teams ganz unten zusammen null Punkte und gerade mal ein Tor. Das ist ein ziemlicher Schlag in die Magengrube namens Hoffnung.

Insbesondere in Duisburg gehen die Zweitligalichter langsam aber sicher aus. Viele plausible Argumente, warum sie noch auf einen direkten Nichtabstiegsplatz, der immerhin schon acht Punkte weg ist, gelangen sollten, lassen sich nicht finden. Und auch Platz 16 ist vor allem angesichts der kadertechnisch gut besetzten Konkurrenten aus München, Paderborn und Düsseldorf schwer verargumentierbar. Die nächsten beiden Spiele gegen Karlsruhe und in Fürth dürften schon fast die letzte Chance sein, um noch mal in einen Modus der Hoffnung gelangen zu können.

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Was von Spieltag 19 bleibt

19. und letzter Spieltag vor der Winterpause in der zweiten Bundesliga. Eigentlich ein guter Zeitpunkt für Besinnlichkeit und Ruhe. Nicht so in Paderborn, wo einige Spieler in so selten zu erlebender, offener Form die Suspendierungen von drei ihrer Kollegen kritisiert haben. Man kenne die Gründe für die Suspendierung nicht und sei solidarisch, auch wenn man die Entscheidung nicht ändern kann.

Manager Michael Born musste sich deswegen bei Sky diverse Fragen zur Situation gefallen lassen, auch wenn er schon nach der zweiten Frage keinen Bock mehr hatte auf eine Antwort. Man habe den Beteiligten und der Mannschaft die Hintergründe der Suspendierung erklärt, die darin bestünden, dass man die Hierarchie in der Mannschaft ändern wolle und blicke nun nicht mehr zurück.

Funktioniert natürlich eher schlecht, wenn wichtige Spieler des Teams am anderen Mikrofon praktisch parallel das völlige Gegenteil erzählen und die Situation so prekär ist, dass der Paderborner Pressesprecher ein Sky-Interview verzögert, um Kapitän Bakalorz noch mal zu briefen. Der daraufhin die ‚ist ein internes Thema‘-Karte zog.

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Was von Spieltag 18 bleibt

Das Aufregerthema des Spieltags wurde wohl in Sandhausen geboren, als Salim Khelifi ein Tor erzielte, trotzdem am anderen Ende des Spielfelds Aziz Bouhaddouz am Boden gelegen hatte und alle damit rechneten, dass der Ball ins Aus gespielt werden würde. Die unfairste Szene seit Erfindung der Verletzungsunterbrechung finden die einen. Es ist wie es ist fand manch anderer.

Fakt ist, dass so eine Situation schon seit längerem mal in der Luft liegt. Zu strategisch wird das Liegenbleiben nach nicht gepfiffenen Foulspielen bzw. Körperkontakten eingesetzt, um damit den gegnerischen Gegenstoß bestenfalls zu unterbinden. Und entsprechend war in der jüngeren Vergangenheit schon öfters mal zu beobachten, dass einfach weitergespielt wurde, wenn jemand am Boden liegenblieb und die Behandlung eben bei der nächsten Spielunterbrechung erfolgte bzw. der Ball erst dann ins Aus gespielt wurde, wenn er in eine neutrale Situation ohne erfolgsversprechende Angriffsoption gelangt war.

Das Spielen des Balles ins Aus hat ja zwei Fairnesshintergründe. Einerseits die Möglichkeit zu geben, dass der entsprechende Spieler behandelt werden kann, andererseits aus einer Verletzung des Gegners keinen Vorteil im Angriff zu ziehen. Bei schweren Zusammenstößen mit klar sichtbaren Verletzungsfolgen fordern im Normal beide Parteien eine Unterbrechung oder pfeift der Schiedsrichter selbst. Das war bei Bouhaddouz, der sich nach einem eher leichten Kontakt den Kopf hielt, aber auch schon bald wieder aufstand, als er merkte, dass das Spiel weiterlaufen würde, genausowenig der Fall, wie ein besonderer Vorteil für das Braunschweiger Umkehrspiel durch Bouhaddouz‘ Verletzung vorlag.

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Was von Spieltag 17 bleibt

Letzte Saison dachte man schon, dass es in der zweiten Liga eng zugeht. Aber in der nun zu Ende gegangenen Hinrunde wurde es im Vergleich zum Vorjahr sogar noch enger. In der Hinrunde der Saison 2014/2015 endeten 99 Spiele, also knapp zwei Drittel aller 153 Spiele mit einem Ergebnis von maximal einem Tor Differenz. In dieser Saison sind es schon 107, also sogar mehr als zwei Drittel aller Partien.

Der Anteil an Spielen, die mit mehr als einem Tor Unterschied ausgingen, lag vor fünf Jahren noch bei reichlich 40 Prozent und sinkt seitdem beständig. Inzwischen überschreitet er nur noch knapp die Marke von 30 Prozent. Das Leistungsniveau in der Liga ist vielleicht nicht hochklassig, aber sehr dicht, was man auch daraus ablesen kann, dass diese Saison immerhin noch sieben Zweitligisten erst eine Niederlage mit mehr als einem Tor Unterschied kassiert haben und die Bandbreite dieser sieben Teams von Freiburg und Leipzig an der Spitze der Tabelle bis zu 1860 ganz im Keller reicht.

15 Spiele haben die Löwen aus München absolviert, die mit nur einem Tor Differenz oder Unentschieden ausgingen. Lediglich eine dieser Partien konnte man gewinnen. Das ist dann eben der Unterschied zwischen einem Topteam (Leipzig hat 7 von 13 engen Spielen gewonnen) und einem Team im Abstiegskampf.

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Was von Spieltag 16 bleibt

Der vorletzte Spieltag der Hinrunde. Der Viererpack-Spieltag. Gleich vier Mannschaften trafen vierfach. Zwei Mannschaften davon im selben Spiel. Dass gleich vier Mannschaften am selben Spieltag mindesten vierfach treffen, gab es in der zweiten Liga zuletzt vor vier Jahren am achten Spieltag der Saison 2011/2012. Damals wie heute daran beteiligt 1860 München und Paderborn, diesmal allerdings im direkten Duell. Interessant, dass beide Teams in dieser Saison bisher nicht gerade durch üppige Torerzielung bekannt waren. Bis vor dem 16.Spieltag belegten die beiden Teams in der Tabelle der erzielten Treffer die Plätze 15 und 17..

Nicht nur angesichts dieser Statistik machten es beide Teams sehr gut und ziemlich spektakulär. 3:1 für die Paderborner Gastgeber. 1860 dreht das Spiel in Unterzahl und kassiert dann kurz vor Schluss doch noch den Ausgleich. Herausragender Akteur dabei Rubin Okotie, der die Münchener mit einem Hattrick in 26 Minuten zum 4:3 führte.

Ausgerechnet der Österreicher, der erst Ende September eine Strecke von 13 Spielen ohne Tor beendet hatte und im Jahr 2015 saisonübergreifend bis Anfang November in 20 Ligaspielen gerade mal zweimal traf. Aus Sicht des Betriebswirtschaftlers im Verein sollte man Okotie, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, im Winter für viele Millionen Euros zu irgendeinem der legendären englischen Zweit- bis Viertligisten mit den Geldspeichern verkaufen. Bevor der 28jährige vielleicht nicht mehr trifft.

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Was von Spieltag 15 bleibt

Der 15.Spieltag war Endstation für einen weiteren Zweitligatrainer. Als Sechsten in dieser Saison traf es Frank Kramer, dem ein 1:1 zu Hause gegen den neubetrainerten Tabellenletzten Duisburg nicht reichte. Trotz sieben Punkten aus den letzten fünf Spielen nach nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen war man mit der Geduld am Ende. Wenn man sich das Auftreten der Mannschaft anschaut nicht ganz zu Unrecht.

Wobei man sich beim Blick auf Düsseldorf auch immer fragen kann, was eigentlich das Konzept ist. Als neuer Trainer wird nun Friedhelm Funkel gehandelt. Für den Winter sind Neuzugänge a la Charlison Benschop, Maximilian Beister und Zsoltan Stieber im Gespräch.

Einen sowieso schon wild mit ehemaligen Erstligaspielern und gescheiterten Erstligaspielern besetzten Kader mit weiteren Spielern dieser Kategorie aufblasen und dem Haufen einen Trainer vorsetzen, der letztmals vor vielen, vielen Monden bei der Frankfurter Eintracht erfolgreich gearbeitet hatte. Klingt nach einem interessanten Experiment und danach, dass der nächste Umbruch in Kader und/ oder auf sportlicher Entscheidungsebende nicht allzulang auf sich warten lassen wird.

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