Archiv der Kategorie: Personalkarussell

Vertragsverlängerung: Emil Forsberg

Das ging dann doch alles ziemlich schnell und kam vergleichsweise plötzlich. Alles rechnet bei der Pressekonferenz vor dem Spiel in Paderborn mit Marvin Compper und Ralf Rangnick und diversen ‚läuft gut, ist aber noch nichts gewonnen‘-Sätzen. Und dann sitzt da plötzlich Emil Forsberg neben dem Coach und es wird bekanntgegeben, dass der Schwede sein eigentlich sowieso bis 2018 laufendes Arbeitspapier bis 2021, also längstensmöglich (die FIFA lässt nur eine maximale Vertragslaufzeit von fünf Jahren zu) und ohne Ausstiegsklausel und ohne Klausel einer Freigabe bei Nichtaufstieg in die Bundesliga verlängert.

Emil Forsberg kam erst vor einem reichlichen Jahr in der Winterpause nach Leipzig und etablierte sich sofort als wichtige bis wichtigste Offensivkraft. Ging ihm in seiner ersten Halbserie in Leipzig noch etwas die direkte Torgefahr ab und blieb er deswegen in 15 Einsätzen in Liga und Pokal torlos, ist er in dieser Saison zusätzlich zu seiner sowieso vorhandenen spielerischen Klasse und seinen hervorragenden Fähigkeiten im Eins gegen Eins auch noch effektiver geworden.

Mit sechs Toren und fünf Vorlagen ist er aktuell der beste Scorer im Team. An vier weiteren Toren war er in der Entstehung beteiligt. Von allen Spielern, die regelmäßig Einsatzzeiten in der Startelf bekommen, braucht er die wenigste Zeit für seine Scorerpunkte. Alle 149 Minuten ist er direkt an einem Tor beteiligt. Zuletzt beim 3:0 gegen Union mit seinem Pass zum 1:0, das Kaiser erzielte.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016 – Update 1

Stell dir vor, das Transferfenster schließt und RB Leipzig hat keinen einzigen Spieler verpflichtet. War bis vor ein paar Wochen schwer vorstellbar, ist aber nun Realität geworden. Mit intensiven Umbaumaßnahmen am Kader war sowieso nicht zu rechnen, dass es am Ende gar kein Neuzugang wurde, ist dann doch ein wenig überraschend.

Nicht nur wurde kein neuer Spieler geholt, es wurden sogar noch zwei abgegeben. Mit Tim Sebastian verließ ein verlässlicher Spieler den Verein, der in der zweiten Reihe und als Teamplayer durchaus eine Lücke hinterlässt. Mit Zsolt Kalmár ist zudem einer leihweise gegangen, der Spielpraxis braucht (u.a. weil er im Sommer mit Ungarn zur EM fahren will), in Leipzig zumindest in der zweiten Liga eher keine gekriegt hätte und entsprechend aus reiner Kaderplanungsperspektive kein ganz so großer Verlust ist.

Übrig geblieben sind 21 Feldspieler und 3 Torhüter. Wenn man davon noch Terrence Boyd abzieht, der nunmehr seit 15 Monaten verletzt ausfällt und wohl auch für den Rest dieser Saison keine Rolle spielen wird, ist man bei 20 Feldspielern, also ungefähr bei Optimalkadergröße. Allerdings plant man mit Stefan Hierländer nur noch sehr peripher. Und auch Strauß und Gipson wird man eher bei der U23 als bei den Profis sehen. Was am Ende 17 Feldspieler macht, die im engeren Sinne Chancen auf einen Platz in der Startelf haben. Wobei darunter auch noch zwei, drei sind (Khedira, Quaschner und Jung oder Teigl zum Beispiel), die angesichts der Konkurrenz auch erstmal kaum über Jokerrollen oder erste Wahl bei Verletzungen oder Ausfällen von Konkurrenten hinauskommen dürften.

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Transfer(gerüchte): Sebastian, Kalmár, (Hierländer)

Transfertechnisch ist die Winterpause aus RB-Sicht eine erstaunliche Trauerverantstaltung. Zugänge gab es bisher keine und wird es bis Montag, wenn das Transferfenster schließt, wohl auch nicht mehr geben. Es wäre das erste Mal, dass RB Leipzig in der Winterpause keinen Spieler verpflichtet.

Auch auf Abgangsseite war bisher nur wenig los. Einziger bisher feststehender Spieler, der RB Leipzig verlässt, ist Innenverteidiger Tim Sebastian. Ein wenig erstaunlich ist der Wechsel schon. Man nahm zuerst an, dass sich für den 32jährigen die Chance ergibt, mal in New York Fußball zu spielen. Da dort die Saison im März beginnt, schien es nachvollziehbar, Sebastian die Chance nicht zu verbauen und ihn im Winter gehen zu lassen.

Doch am Ende wurde es gar nicht New York, sondern Paderborn. Und man darf sich dann bei diesem Wechsel schon ein wenig die Frage stellen, warum man Sebastian im Winter zu einem ganz normalen Zweitligisten hat ziehen lassen, zu dem er auch im Sommer nach Auslaufen des Vertrags noch hätte wechseln können.

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 2.Liga 2015/2016 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit..

Mittelfeld

Stefan Ilsanker (26 Jahre, 19 Spiele, 1599 Minuten): Im Mittelfeld (bzw. aushilfsweise auch mal in der Innenverteidigung) bekam mit Stefan Ilsanker ein weiterer Neuzugang die meiste Einsatzzeit. Als Leader des Teams erwünscht, hat sich Ilsanker immer stärker zur zentralen Person im defensiven Mittelfeld entwickelt. Besondere Stärke des Österreichers ist das Verteidigen nach vorn und die Balleroberung im Gegenpressing. Unheimlich gutes Auge dafür, wann es im Umschaltspiel des Gegners Sinn macht, selbst einen Schritt nach vorn zu machen und den Gegner zuzustellen bzw. im schnellen Spiel zu stören. Beste Zweikampfwerte aller Mittelfeldspieler, die meisten Ballkontakte im ganzen Team. Stefan Ilsanker ist sicherlich kein Spielmacher, der technisch beschlagen die gegnerischen Reihen zerspielt, aber er ist derjenige im Team, der die Lücken stopft und Balance im Spiel herstellt. Auch als alleiniger Sechser prima besetzt. Man sollte nur nicht den Fehler machen, ihn mit der pressingresisten Ballmaschine Joshua Kimmich zu vergleichen, das wäre unfair. Tut man das nicht erhält man ein unheimlich mannschaftsdienliches, unheimlich gut zur Spielidee passendes Mittelfeldpuzzlestück. Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 2.Liga 2015/2016 – Teil II weiterlesen

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Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 2.Liga 2015/2016 – Teil I

Weiter geht es mit den Rückblicken auf die Zweitligarunde. Traditionell dabei auch der subjektiv-qualitative Blick auf alle Spieler und ihre Leistungen. Auch teilweise unter Berücksichtigung ihrer möglichen Zukunftsperspektiven. Geordnet ist das ganze wie immer nach Positionen (Tor, Verteidigung, Mittelfeld, Sturm) und innerhalb dieser Positionen nach Einsatzzeit. Los geht es heute mit den Keepern und den Verteidigern. In den nächsten Tagen geht es dann mit Mittelfeldspielern und Angreifern weiter.

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Tor

Fabio Coltorti (35 Jahre, 20 Spiele, 1781 Minuten): Im vierten Jahr in Folge die Nummer 1 bei RB Leipzig. Dabei bekam Coltorti zum ersten Mal einen ernsthaften Konkurrenten im Kampf um den Platz im Tor vor die Nase gesetzt. Sein Vorteil war, dass Konkurrent Gulacsi zu Saisonbeginn rotgesperrt ausfiel. Diesen Vorteil nutzte Coltorti und gab den Platz im Tor bis zum Winter nicht wieder her. Machte keine groben Fehler und hatte nur in wenigen Spielen leichte Wackler. Zwischenzeitlich fehlte Coltorti ein wenig das Torhüterglück, sodass er in Eins-gegen-Eins-Situationen ein paar Mal am Stück das Nachsehen hatte. Dieses Glück kam dann vor allem in Karlsruhe und Bielefeld wieder zurück an die Seite der Qualität. Insgesamt gab es wie in den drei Spielzeiten zuvor wenig auszusetzen an Coltortis Torwartspiel und an ihm als Typen und Rückhalt des Teams sowieso nicht. Im Ligavergleich hält Coltorti zwar nur sehr durchschnittliche 69% der Bälle, die er auf den Kasten bekommt. Das liegt aber vornehmlich daran, dass bei RB Leipzig Torschüsse meistens auch gleich Großchancen mit einem gegnerischen Spieler frei vor Coltorti sind. Dass dann die Quote der abgewehrten Schüsse sinkt, ist klar. Für die Zukunft stellt sich die Frage, wie Coltorti im internen Konkurrenzkampf besteht. Sowohl im Winter gegen Gulacsi als auch dann im Sommer gegen wen auch immer (falls dann noch mal ein neuer Keeper geholt wird). Bisher gewann Coltorti den Konkurrenzkampf immer. Das muss trotz der Verdienste der letzten dreieinhalb Jahre natürlich nicht so bleiben. Zumal der Schweizer nicht jünger wird. Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie 2.Liga 2015/2016 – Teil I weiterlesen

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016

Ein Spiel noch bis zur Winterpause, in der dann ab dem 01.01.2016 die Transferperiode II, wie es im Fußballbeamtendeutsch so schön heißt, beginnt. Also jene Zeit beginnt, die den ganzen Januar dauert und in der noch mal Spieler von A nach B wechseln und Millionen verbrannt oder auch gut angelegt werden können.

Bei RB Leipzig hieß es in den letzten Wochen in Bezug auf die kommende Winterpause immer, dass man es eher ruhig angehen wird und gar nicht wirklich Neuzugänge plane. Nun ja, rund um den RasenBallsport mag man viele Sachen glauben. Dass eine ganze Wintertransferperiode lang kein Neuzugang zu verzeichnen ist, gehört aber ziemlich gewiss nicht dazu. Auch wenn es nicht immer so spektakulär zugehen mag wie letzte Saison, als man für Damari und Forsberg im Winter mal eben 10 Millionen Euro auf den Tisch legte.

Wie sehr man sich um Zugänge bemüht, wird auch davon abhängen, wie viele Spieler im Winter Bedarf anmelden, ihre unbefriedigende Situation im Kader gegen einen Spielzeit woanders einzutauschen. Faustformel dafür, ist das untere Drittel in der Liste der Einsatzzeiten abzuklappern.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016 – Update 3

Schon seit einer Woche ist die Transferliste nun geschlossen und damit der Kader von RB Leipzig komplett (wenn man nicht irgendwann noch in Panik einen vertraglosen Spieler verpflichtet). Trotz der Tatsache, dass bis auf Joshua Kimmich keiner der letztjährigen Stammspieler den Verein verlassen hat, liegt eine bewegte Transferperiode hinter dem Verein.

Insgesamt zehn neue Spieler stehen im Profikader. Irgendwas zwischen sieben und acht davon mit einer relativ klaren Idee und auch realistischen Chance, nicht nur für die Bank verpflichtet worden zu sein. Der Kader hat also in der Qualität deutlich hinzugewonnen, wenn fast ausschließlich Spieler verpflichtet wurden, die sofort Stammelfchancen haben. Bedeutet aber auch, dass hier gerade ein erheblicher Umbruch in den gewachsenen, sportlichen Hierarchien des Teams stattfindet.

Zehn Neuzugängen stehen elf Abgänge entgegen, wenn man nur die Spieler zählt, die in der Rückrunde der vergangenen Saison in Leipzig gespielt haben. Dazu kommen noch mal acht Spieler, die verliehen waren und nach ihrer vertragsgemäßen Rückkehr nach Leipzig keine sportliche Chance mehr hatten und entsprechend mit neuen Vereinen versorgt werden mussten. Mit Sumusalo und Palacios Martinez fanden zwei den Weg in die hauseigene U23, der Rest verstreute sich über die Welt.

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Transfers: Halstenberg, Skopintsev

Erstaunlich spät ist man in dieser Saison dran bei RB Leipzig in Sachen Kaderkomplettierung. In den letzten Jahren war man am letzten Tag des offenen Transferfensters eigentlich immer Zuschauer. In dieser Saison hat man noch mal die Schatulle geöffnet und sich mit Marcel Halstenberg einen neuen Linksverteidiger gegönnt, der irgendwas ab 3 Millionen Euro aufwärts gekostet haben soll. Bei St. Pauli hätte man Halstenberg gern behalten, aber angesichts der Ablösesumme, die alles überstieg, was man bisher in der Sommerpause für Halstenberg aus verschiedenen Ecken geboten bekommen hat und angesichts nur noch eines Jahres Vertrags, konnte man am Ende nicht widerstehen, sich einen nicht unwesentlichen Teil des Saisonetats durch einen einzigen Spielerwechsel zu decken.

Aus RB-Sicht etwas erstaunlich, dass man noch mal tätig geworden ist. Vor gerade mal vier Wochen hatte Ralf Rangnick die Kaderplanung als „definitiv abgeschlossen“ bezeichnet und selbst Kaderveränderungen im Winter als nicht zwingend notwendig erachtet. Allerdings tätigte Rangnick die Aussage auch direkt im Anschluss an ein sehr gutes Spiel von Anthony Jung, mit dem er in den vier folgenden Pflichtspielen immer weniger zufrieden war und ihn zuletzt sogar in die U23 steckte, um Lukas Klostermann, vor ein paar Monaten noch zum Innenverteidiger erhoben, für ihn auflaufen zu lassen.

Es hat sicherlich sehr stark mit dem verschobenen Blick auf Anthony Jungs Leistungen zu tun, dass Rangnick seine Meinung über Neuverpflichtungen doch noch mal geändert hat (vielleicht hat Halstenbergs Berater zwischenzeitlich einfach auch noch mal ein neues Signal gesendet). Zumal hinter Anthony Jung als ‚richtiger‘ Außenverteidiger nur noch Dmitri Skopintsev zum Profikader gehörte. Der 18jährige Russe bringt sicherlich vieles mit und ist ein großes Talent, aber ein Herausforderer auf Augenhöhe für Jung war er dann leider doch noch nicht.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016 – Update 2

Mit den Neuzugängen Dmitri Skopintsev, Antic Nukan und Marcel Sabitzer ist der Kader bei RB Leipzig praktisch komplett. Nichts muss mehr, vielleicht kann aber doch noch was passieren in den nächsten Wochen.

In der folgenden kurzen Übersicht wurden die Nachwuchsspieler Gino Fechner und Kamil Wojtkowski weggelassen, da sie nicht mit den Profis im Trainingslager waren. Was letztlich bedeuten dürfte, dass sie vorerst einmal über die U19 bei RB Leipzig Fuß fassen sollen.

Lässt man die beiden also weg, kommt man auf aktuell 23 Feldspieler und drei Torhüter, die zum Profikader gehören. Wobei Marvin Compper wegen Knieproblemen das Trainingslager komplett verpasste und man abwarten muss, wann es für ihn mit Volllast weitergeht. Und auch bei Terrence Boyd sollte man trotz positiv verlaufender Arbeit mit den Physios nach seinem Kreuzbandriss eher vorsichtig mit den Prognosen sein.

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Transfers: Bredlow, Damari, Fandrich, Luge, Morys, Nukan, Prevljak, Reyna, Rodnei, Sabitzer, Skopintsev

Über Arbeit konnte man sich in der Administration von RB Leipzig in den letzten Wochen sicherlich nicht beklagen. Im Bereich der Zu- und Abgänge war ordentlich Bewegung drin. Was gar nicht so sehr daran lag, dass in der Profimannschaft jeder Stein umgedreht worden wäre, sondern vor allem daran, dass man einige verliehene Spieler mit versorgen und zu neuen Vereinen transferieren musste. Nach aktuellem Stand hat man die Liste an Leihspielern in diesem Sommer von zehn auf einen (Damari) radikal verkleinert. Da darf man durchaus mal anerkennend mit dem Kopf nicken.

Damit hat man inzwischen alle Fragezeichen hinter den Kaderplanungen beseitigt. Was nicht heißt, dass nicht doch noch irgendwo in den nächsten Wochen eine Art Rebic erscheint, sondern nur heißt, dass es keine Spieler mehr gibt, die formal noch bei RB Leipzig unter Vertrag stehen, die aber noch gehen sollen und für die man entsprechend noch Lösungen finden muss. Mikko Sumusalo und Federico Palacios Martinez wurden als ehemalige Leihspieler in die RB-U23 für die kommende Regionalliga-Saison integriert. Und bei allen anderen Spielern hat man tatsächlich externe Lösungen gefunden.

Wichtiger aber natürlich zum jetzigen Zeitpunkt, dass die Kaderplanung auch im Profibereich weitgehend abgeschlossen ist. Die kürzlich hier schon im Überblick über die Transferaktivitäten benannten Linksverteidiger, Innenverteidiger und Stürmer wurden allesamt verpflichtet. Der noch vermutete schnelle, offensive Außenbahnspieler scheint aktuell nicht gesucht zu werden bzw. nicht dringend gesucht zu werden. Bei all dem sollte man aber nicht vergessen, dass die ersten Pflichtspiele in Liga und Pokal ab kommende Woche bis Ende August das Interesse an Neuverpflichtungen noch mal deutlich erhöhen könnten.

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Transfers: Bruno, Hoheneder, Nattermann, Fechner, Wojtkowski, Thomalla

Die Transferbewegungen rund um RB Leipzig sind in diesem Sommer durchaus beachtlich. Und ein Ende noch lange nicht in Sicht, wenn man allein die noch ungeklärte Zukunft diverser verliehener Spieler, aber auch die eigenen Begehrlichkeiten in Bezug auf Neuzugänge sieht.

Geklärt ist seit gestern die Zukunft von Massimo Bruno, der zuletzt mit dem spanischen Erstligisten FC Villareal geflirtet hatte und bei dem unklar war, ob er sich einen Wechsel in die zweite deutsche Bundesliga vorstellen kann. Rein vertragsfaktisch war die Frage eigentlich gar keine Frage, denn der Belgier wurde vor einem Jahr für geschätzte 5 Millionen Euro von RB Leipzig verpflichtet und dann für ein Jahr nach Salzburg weiterverliehen. Dieses Leihjahr lief nun ab, sodass sich sein Vertrag in Leipzig bis 2019 schlicht automatisch anschloss.

Trotzdem hat sich Bruno offensichtlich in Spanien umgeschaut und hatten die Verantwortlichen beim FC Villareal Hoffnungen, einen Wechsel zumindest auf Leihbasis hinzubekommen. Doch am Ende ließ sich Massimo Bruno überzeugen, dass er in Leipzig doch ganz gut aufgehoben ist. Was auch wieder mal ein Indiz dafür ist, dass Ralf Rangnick eine gewisse Überzeugungskraft gegenüber Spielern hat, die an ihren konkreten sportlichen Perspektiven zweifeln.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016 – Update 1

In Sachen Kaderzusammenstellung ist man bei RB Leipzig weiterhin mitten im Tun. Mit Peter Gulacsi, Ken Gipson, Willi Orban, Stefan Ilsanker, Davie Selke und Nils Quaschner hat man bereits sechs externe Spieler verpflichtet. Dazu die Nachwuchsleute Gino Fechner und Kamil Wojtkowski, die nach Stand der Dinge vornehmlich in der U19 oder vielleicht in der U23 Spielpraxis sammeln werden. Trotzdem ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen und weder auf Abgangs- noch auf Zugangsseite Veränderungen auzuschließen.

Vor allem mit Orban, Ilsanker und Selke hat man sich schon enorm viel Qualität ins Team und Spieler, die zu zentralen Stützen werden sollen, geholt. Relativ zentral fehlt wohl noch ein Außenverteidiger und eventuell auch noch ein offensiver Außenspieler mit Geschwindigkeit.

Tor: Peter Gulacsi (25), Fabio Coltorti (34), Benjamin Bellot (24)

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Sturmfragen

Veränderung im Kader ist seit spätestens einem Jahr verstärkt zentraler Begleiter bei RB Leipzig. Besonders deutlich wird dies im Sturm, wo in der kommenden Saison mit Yussuf Poulsen lediglich ein Spieler übrig bleiben wird, der auch schon in der dritten Liga Einsätze bei RB Leipzig gesammelt hat. Zusammen mit Terrence Boyd bleiben noch zwei übrig, die schon vor einem Jahr mit Leipzig die zweite Liga in Angriff nahmen.

Verbrannt hat man seitdem mit Ante Rebic, Yordy Reyna und wahrscheinlich auch Omer Damari drei Neuzugänge mit einem Marktwert von aktuell zusammen irgendwas jenseits der 7 Millionen, also ungefähr einem Viertel des Gesamtkadermarktwertes von RB Leipzig am Ende der Zweitligasaison. Verbrannt hat man auch Kapitän Daniel Frahn, dem man keine zweite Chance zum Ankommen in der zweiten Liga geben wollte bzw. konnte, sodass Frahn nach fünf Jahren voller beeindruckender Zahlen nun in Heidenheim sein Glück versucht.

Über die Jahre gesehen haben sich bei RB Leipzig im Sturm einige Spieler versucht, von denen viele nicht glücklich wurden. Carsten Kammlott, einst für viel Geld und mit viel Vorschusslorbeeren geholt, ist auch an der Erwartungshaltung gescheitert. Ein Nico Frommer an seinen Verletzungen. Ein Jochen Höfler an der Ungeduld der Verantwortlichen. Ein Christian Reimann an seinem unzureichenden Potenzial. Ein Roman Wallner an sich selbst und an fehlendem Integrationswillen seiner Kollegen. Ein Matthias Morys an seinen Leistungen. Ein Denis Thomalla an übergroßer Konkurrenz. Und ein Tom Nattermann und vorerst auch ein Federico Palacios Martinez an fehlenden Einsatzzeiten.

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Transfers: Frahn, Gulacsi, Ilsanker, Quaschner

Nimmt man die Ankündigungen von Ralf Rangnick, was die nahe Zukunft der Leipziger Kaderplanung und deren Überzeugungskraft auch für einen Marcel Sabitzer angeht, von vor zwei Wochen bei seiner Vorstellung als Trainer als Maßstab, geht es aktuell im RB-Transfersommer recht beschaulich zu. Wobei nach Selke, Orban und Gipson mit den Salzburgern Gulacsi, Ilsanker und Quaschner bereits die Neuzugänge Nummer 4 bis 6 verpflichtet wurden und man mit 20 Spielern (wenn man mal die ganzen Leihspieler, die formal zurückkehren, aber eine neue Leihheimat suchen, außer Acht lässt) schon sehr nah an der Zahl von 22 Feldspielern, die wieder mal als Ziel ausgegeben wurde, dran ist. Und da hat man Sabitzer oder Bruno noch nicht mal mitgerechnet. Es wird wohl auch auf Abgangsseite bei RB Leipzig in nächster Zeit noch Bewegung geben.

Für die erwartete Bewegung sorgte bereits Daniel Frahn, dessen Abgang trotz Vertrag bis 2016 schon seit Wochen beschlossen ist und bei dem nur noch die Frage war, welches Angebot aus dem ganzen Bündel an Möglichkeiten er wohl annehmen würde. Letztlich zog es ihn nicht in die große weite Welt, sondern ins beschaulich-bodenständige Heidenheim, wo vor ihm ja auch schon Sebastian Heidinger unterschrieben hatte. Im Gegensatz zum Außenverteidiger unterschrieb Frahn allerdings nicht nur für ein Jahr, sondern für zwei Spielzeiten.

Mit seiner Art und Weise, immer mit vollem Einsatz gegen den Ball zu arbeiten und vor dem Tor relativ zielsicher zu sein, dürfte Frahn ziemlich gut nach Heidenheim passen, wo ein recht aggressiver Fußball gespielt und man vor allem mit Schnatterer einen Vorbereiter hat, der mit einem, der seine Vorlagen veredelt, ziemlich gut können dürfte. Wobei es auch spannend wird, ob Frahn einen wie Niederlechner vergessen machen kann, der in seiner ganzen Art und Weise ein wesentlich kompletterer und flexibel verschiedenste Rollen ausfüllender Stürmer ist und eventuell mit der letzten Saison eine Erwartungshaltung hinterlässt (so er denn tatsächlich in die Bundesliga wechselt), die für einen Frahn gar nicht zu meistern ist.

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Kaderrückblick RB Leipzig: 2.Liga 2014/2015 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit.

Mittelfeld

Dominik Kaiser (26 Jahre, 33 Spiele, 2857 Minuten): Im dritten RB-Jahr in Folge die auffälligste Mittelfeldfigur. Nach allerlei Abgängen in den letzten zwei Jahren und der Degradierung von Hohender, Heidinger und Frahn auch praktisch die Ersatzkapitänsfigur. Spielerisch vielleicht nicht die größte Saison seit Kaiser bei RB Leipzig ist, aber nach der Winterpause oft mit positiver Ärmel-hoch-Mentalität. Der Zorniger-Abgang schien ihn in die Magengrube zu treffen. Nach kurzem Schütteln wollte er dann seine Fähigkeiten noch mal besonders stark zeigen. Sein Ausgleichstor in Braunschweig am 22. Spieltag, als eigentlich niemand mehr damit rechnete, war ein einziger Ausbruch verschiedenster Emotionen und wohl eines der Bilder der Saison. Kaiser war mit vier direkt verwandelten Freistößen der Toptorschütze der Liga, wenn es um ruhende Bälle ging. Insgesamt acht Treffer waren ziemlich famos. Mit fünf Torvorlagen ist Kaiser Spitzenreiter im Team. Allerdings blieb davon nur eine Vorbereitung für die Zeit seit dem Winter übrig, was das Kernproblem des Teams recht gut auf den Punkt bringt. Dominik Kaiser hat insgesamt eine ordentliche Spielzeit absolviert und ist vor allem seit der Winterpause stärker in eine Rolle gewachsen, in der er Kopf des Teams ist. Nach zwei Aufstiegen in Folge kann sich Kaiser in der kommenden Saison mal wieder ohne Ligensprung entwickeln. Wird spannend, ob der 26jährige noch einmal einen weiteren Schritt machen und das Team zum nächsten Leistungssprung mittragen kann.
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Transfers: Franke, Orban, Schinke

Und weiter geht es auf der diesen Sommer wohl sehr langen Reise, den Kader durch Ab- und Zugänge auf ein adäquates quantitatives und qualitatives Maß zu bringen. Nach Davie Selke und Ken Gipson steht mit Willi Orban zumindest schon mal Neuzugang Nummer 3 fest.

Mit dem 22jährigen Orban verpflichtet RB Leipzig einen Innenverteidiger, an dem viele höherklassige Vereine Interesse hatten und der in Sachen Potenzial in der abgelaufenen Spielzeit wohl der interessanteste aller Zweitligaverteidiger war. Auch aus Orbans Ecke selbst hörte man, dass der nächste Schritt die Bundesliga sei. Egal ob mit Aufstieg seines 1.FC Kaiserslautern, bei dem er mit vier Jahren anfing Fußball zu spielen, oder mit einem Wechsel bei einem Nichtaufstieg.

Umso überraschender, dass der Kapitän der Pfälzer nun entgegen anderer Angebote doch ligaintern wechselte und sich mit RB Leipzig einem Verein anschließt, der zwar die Bundesliga als Perspektive verspricht, aber eben nicht in dieser spielt. Ralf Rangnick schmiedete um diesen Fakt eine Geschichte, die in den Bereich der Legendenbildung geht. Denn erst als er Orban die noch nicht öffentlich gewordene Entscheidung erklärt habe, dass er höchstselbst künftig Trainer in Leipzig sein wolle, war der vorher noch nicht ligaintern wechselwillige Innenverteidiger bekehrt und die ganze große (Bundesliga-)Konkurrenz im Kampf um das Talent zerstört.

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Nach langer Suche: Ralf Rangnick findet sich selbst

Ralf Rangnick auf dem Trainerstuhl wäre dagegen zwar in manch Hinsicht konsequent, birgt aber das enorme Risiko, dass die gesamte Konstruktion der sportlichen Leitung bei RB Leipzig bei Misserfolg in sich zusammenbricht und nicht nur ein Puzzlestück ausgetauscht wird. Möglich aber weiterhin auch, dass es doch jemand wird, der sich schon einen Namen gemacht hat irgendwo in der ersten Bundesliga oder zwischen erster und zweiter Bundesliga. Ganz einfach wird es allerdings nicht, externe Trainer mit Erfahrung davon zu überzeugen, dass der Zweitligist RB Leipzig mit dem Trainer auf dem Sportdirektorenposten Ralf Rangnick ein sehr guter Ort zum dauerhaften Arbeiten ist. (Optionsraum Trainerwahl)

„Wir werden mit unserer A-Lösung auf der Trainerposition in die neue Saison gehen.“, erklärte der RB-Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff Anfang April. Kurz nachdem Thomas Tuchel dem Verein abgesagt hatte und die A-Lösung also schon dahin war.

Knapp zwei Monate später wird nach übereinstimmenden Medienberichten Sportdirektor Ralf Rangnick höchstpersönlich Trainer bei RB Leipzig. „Für den Cheftrainer-Posten bin ich nicht meine Wunschlösung.“, hatte derselbe Rangnick noch vor ein paar Wochen via Sportbild erklärt.

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Transfers: Ernst, Gipson, Heidinger, Jung, Kimmich

Sommerpause ist Transfer(gerüchte)zeit. Die Gerüchte werden aufgrund ihrer großen Zahl weiterhin praktisch ausschließlich in den Presseupdates hier im Blog oder im eigenen Pressebereich abgehandelt. Zudem gibt es rechts im Blog (zumindest, wenn man nicht mobil verbeisurft) in der Seitenleiste einen Kasten mit all den Namen, die gerade mehr oder minder glaubwürdig in der Gerüchteküche verkocht werden plus einen Link zu den letzten Nachrichten zum jeweiligen Namen.

Neben Zugängen wird es diesen Sommer auch verstärkt darum gehen, wo all die ehemaligen Spieler von RB Leipzig unterkommen, die schon verabschiedet wurden oder die nach Leihen keine Aussicht haben, in der kommenden Saison auch wirklich zum RB-Kader zu gehören.

Bei Joshua Kimmich ist die Sache schon seit dem Winter klar. Nun ist der Zeitpunkt des Abschieds vom U21-Nationalspieler endgültig gekommen. 55 Spiele hat der 20jährige für RB Leipzig in zweiter Liga, dritter Liga und DFB-Pokal insgesamt gemacht. 30mal ging er dabei als Sieger vom Platz.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016

Schon seit 12 Tagen kann RB Leipzig auch rechnerisch nicht mehr aufsteigen und schaut sich das sportliche Treiben in der zweiten Liga als entspannter Zuschauer an. Nicht ganz so entspannt dürften die Tage für Ralf Rangnick sein, der mitten im intensivsten Teil der Kaderplanung bzw. der Fixierung von Verträgen mit interessierten Spielern stecken sollte. Nicht zu vergessen, dass er auch noch einen Trainer vorstellen muss, der ihm den Kader in der nächsten Saison betreut.

Im Gegensatz zu den zwei Sommerpausen zuvor gibt es in diesem Jahr kadertechnisch doch einige Baustellen, viele Fragezeichen und auf Zugangs- und Abgangsseite mehr als genug zu tun. Das fängt bei den Leihspielern an, von denen kaum einer für die kommende Saison eine Rolle im RB-Kader spielen wird und für die es entsprechend entweder neue Leih- oder finale Abgangslösungen geben muss.

Gleich fünf von insgesamt 10 Leihspielern haben Verträge mit RB Leipzig, die Ende 2016 auslaufen. Sprich, bei allen diesen Spielern müsste der Vertrag erst einmal verlängert werden, wenn man denn neue Leihoptionen im Kopf hat. Nicht zutreffen dürfte dies auf Matthias Morys, Clemens Fandrich und Mikko Sumusalo, bei denen es darum geht, dass RB Leipzig für sie Lösungen finden muss, die einen endgültigen Abgang ermöglichen. Alle drei sind bei ihren aktuellen Leihvereinen Großaspach, Aue und Rostock gut aufgehoben. Bei Fandrich und Sumusalo stellt sich nur die Frage, was mit ihnen bei Abstieg ihrer jetzigen Clubs passiert.

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Transfergerücht: Stefan Ilsanker

Transfergerüchte werden hier im Blog abseits der Presseupdates nur selten behandelt. Es sei denn die Gerüchte sind extrem verlässlich und sehr ernst zu nehmen oder im besten Fall gar offiziell bestätigt. Alles andere würde nur wenig Sinn machen, weil die Abfolge von Namen, die auf das Karussell geworfen werden, zu eng ist und mit immer höheren Spielklassen noch enger wird.

Die spezielle Konsitution von RB Leipzig und das öffentliche Bild vom Verein tun dabei ihr übriges, jeden jungen Spieler mit Leipzig in Verbindung zu bringen, der Bundesligapotenzial hat. Da bleibt manchmal der Eindruck als würde man an die Spieler, denen man Interesse eines Bundesligisten zuschreibt, automatisch auch ein „und RB Leipzig“ ranpappen. Die letzten Namen auf dieser Liste waren Niklas Stark aus Nürnberg und Marius Wolf vom TSV 1860 München (‚interessiert sind x, y, z und auch RB Leipzig‘).

Fakt ist, dass jeder Spieler in Deutschland (und viele darüber hinaus) bis 21 oder im Fall der Fälle bis 23, der nur halbwegs zwei relevante Einsätze in einer relevanten Liga hatte und eine gute Fußballausbildung genießen durfte, auf irgendeiner Scoutingliste von RB Leipzig stehen dürfte. Weswegen es natürlich einfach ist, den Verein immer gleich mit auf die gerüchteweise Interessensliste zu setzen. Ganz egal wie manifest das Interesse dann am Ende wird.

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