Archiv der Kategorie: Personalkarussell

Kein Hasi mehr vor der RB-Hütte

Das ging dann doch einigermaßen schnell, dass Ralph Hasenhüttl kein Trainer bei RB Leipzig mehr ist. Im Gegensatz zur Trennung von Alexander Zorniger einst kam dies dieses Mal nicht mehr ganz so überraschend. Zu lange schon dauert das Hin und Her zwischen Cheftrainer und Vereinsspitze an. Zu leise waren die Treuebekenntnisse seitens RB über den bis 2019 laufenden Vertrag hinaus in der jüngeren Vergangenheit geworden.

Zumindest als ergebnisoffen durfte man die nach dem Saisonfinale anstehenden Gespräche zwischen RB Leipzig und Hasenhüttl annehmen. Und ergebnisoffen lässt eben auch das Ergebnis einer Trennung zu. Wobei die Sache dann offenbar doch nicht ganz so ergebnisoffen angegangen wurden, wie man hätte annehmen können. Denn dann hätte eine prinzipielle Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit über 2019 am Anfang der Gespräche gestanden, hätte man anschließend eine inhaltliche Analyse des Ist- und des Soll-Zustands durchgeführt und hätte dann überlegt, ob man mit dem aktuellen Setting in Sachen Trainerstab vom Ist- zum Soll-Zustand kommen kann.

Dass RB Leipzig komplett ohne Bereitschaft zur Verlängerung des bis 2019 laufenden Vertrags in die Gespräche gegangen ist, wie Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff in ihren offiziellen Stellungnahmen mehr als deutlich machten, ist die bewusste Inkaufnahme oder direkte Ansteuerung einer Trennung und dann eben doch das Gegenteil von ergebnisoffen gewesen. Denn für den Schritt, ohne Verlängerung in ein letztes Vertragsjahr zu gehen, war es jetzt Mitte Mai schon viel zu spät.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018 – Update 1

Die Winter-Transferperiode der Saison 2017/2018 ist jetzt schon ein paar Tage Geschichte. Wie in den letzten beiden Transferperioden im Winter ging es bei RB Leipzig auch diesmal eher ruhig zu. Auf Abgangsseite hat man den Kader an den einsatzzeitlosen Rändern ausgedünnt und Marvin Compper und Federico Palacios abgegeben (wer will, kann auch Nachwuchsmann Nicolas Kühn dazuzählen, der ja am Anfang der Saison noch zum Anschlusskader gehörete). Geholt wurde mit Ademola Lookman auf den allerallerletzten Drücker noch einer, der in der Offensive den Ausfall von Emil Forsberg abfangen soll.

Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren sorgte die Ruhe in der Transferperiode aber diesmal weniger für Zufriedenheit sondern vielmehr für eine emotionale Eruption beim Sportdirektor und eine klare Ansage beim Trainer. Man werde nie wieder in eine Situation kommen, so die Ansage, dass man auf Ausfälle und Lücken nicht adäquat reagieren kann. Schon im Sommer werde man sehen, dass man in Sachen Scouting und Neuverpflichtungen sehr viel mehr RB-like unterwegs ist als jetzt im Winter. Was auch immer das bedeutet und ob man das nicht auch als Ansage an Spieler wie Marcel Sabitzer interpretieren kann, dass eine Transferperiode mit einer untypischen Verpflichtung einens Leihspielers ohne Kaufoption nicht wieder vorkommen wird.

Sabitzer hatte ja kürzlich im Zuge einer möglichen Verlängerung seines Vertrags auch Klärungsbedarf geäußert, wo die Reise des Vereins hingeht. Er wolle regelmäßig Champions League spielen und wolle wissen, ob die (personellen) Planungen von RB Leipzig in eine ähnliche Richtung gehen. Ja, gehen sie, so nun die öffentliche Aussagenfaust von Rangnick. Das was diesen Winter passierte, war nur eine Ausnahme, weil das Scouting noch nicht reif für einen Topklub ist, aber schon ganz bald auf diesem Level sein wird. Untypisch die Emotionalität des Sportdirektors bei seiner Ansage. Typisch dagegen seine Getriebenheit und auf einen als solchen erkannten Missstand mit aller Energie reagieren zu wollen.

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Don’t panic

Transfer-Deadline-Day. Letzter Tag einer Transferperiode, in der bisher bei RB in Sachen Neuzugängen noch gar nichts ging, außer sich für 16-Jährige zu interessieren. Irgendwie ein Tag, mit dem man gefühlt bei RB Leipzig in den letzten Jahren nicht so viel zu tun hatte. Dabei ist es dann doch so, dass in der Vergangenheit kurz vor Schließen des Transferfensters oder sogar am Deadline Day noch der eine oder andere Transfer getätigt wurde.

Legendär fast schon die Transferperiode im Januar 2015, als bei RB Leipzig noch mal Aufstiegspanik herrschte und auf den letzten Drücker sehr zur Freude von Alexander Zorniger (^^) Yordy Reina und Rodnei ins Team geholt wurden. Transfers, die die Ansage, nur Spieler zu holen, die nachhaltig und ligenunabhängig weiterhelfen sollen, doch einigermaßen deutlich konterkarierten. Immerhin war Reina damals geliehen und kam ja auch nur, weil der Transfer von Nils Quaschner an FIFA-Regularien scheiterte (bzw. man keine Zeit mehr hatte, Rechtssicherheit zu schaffen), dass ein Spieler nicht in einer Spielzeit für drei Vereine auflaufen darf.

Der Januar 2015 war in der Rangnick-Zeit die einzige Transferperiode, die so ordentlich aus dem Ruder lief und in einem Panikmodus zu Ende gebracht wurde, der dazu führte, dass man die sonstigen Vorgaben bei Transfers zugunsten von ‚kaufen, kaufen und dann aufsteigen‘ (was dann mal so richtig schief ging) aufgab.

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Transfers: Marvin Compper, Nicolas Kühn, Federico Palacios

Nächsten Mittwoch schließt das Transferfenster. Bis dahin wird rund um RB Leipzig sicher noch was passieren bzw. offiziell werden, wenn man an die Namen Kaiser oder Embalo denkt. Aber arbeiten wir erst mal die bisherigen Abgänge auf, bevor dann irgendwann sicherlich noch Zeit ist, die Verpflichtung minderjähriger Talente für zweistellige Millionensummen  aka die neue Nachwuchsstrategie unter die Lupe zu nehmen. So es denn so kommt, wie es sich andeutet.

Drei Spieler haben RB Leipzig bisher verlassen. Mit Dominik Kaiser könnte noch einer dazu kommen. Die Verhandlungen mit dem HSV sollen sehr weit gediehen sein und nur noch am Ja des neuen Trainers Hollerbach hängen. Wenn Kaiser noch geht, stünde RB Leipzig bei nur noch 18 Feldspielern. Das wäre, je nachdem wie weit man in der Europa League noch kommt, sehr wenig. Zumal man bisher wenig darauf setzte, eigene Nachwuchsspieler in der Breite des Profikaders zu integrieren. Transfers: Marvin Compper, Nicolas Kühn, Federico Palacios weiterlesen

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Kaderschmiede RB Leipzig 2018

Es ist Winterpause. Demnächst öffnet dann auch wieder die winterliche Transferperiode. Den ganzen Januar hindurch dürfen Spieler noch mal verpflichtet werden. Abgeben darf man Spieler in Abhängigkeit der geöffneten Transferfenster in anderen Ländern auch noch länger.

Wie immer gilt auch in diesem Jahr, dass man nicht jedem Gerücht hinterherhecheln sollte. Rund um die Bundesliga und vor allem auch RB werden immer wieder Namen gehandelt, die dann am Ende doch keine Rolle spielen. Immer ein bisschen schwer, relevante von irrelevanten Gerüchten zu unterscheiden. Weswegen man wie immer besser fährt, wenn man gesunden Menschenverstand walten lässt und mit den Fakten und Lücken und Möglichkeiten im realen Kader argumentiert.

Rund um RB Leipzig ist das Transfergebrabbel bereits im vollen Gange. Dazu trug auch Ralf Rangnick bei, der mit zwei entscheidenden Aussagen an die Presse ging. Einerseits, dass man neben Marvin Compper, dessen Wechsel nach Schottland zu Celtic Glasgow schon fix ist, auch Dominik Kaiser, Benno Schmitz und Federico Palacios keine Steine in den Weg legen würde, wenn sie denn wechseln wollen würden. Und dass man auch bei Abgängen nicht zwangsläufig neue Spieler als Ersatz holen will, weil man ja keine Stammspieler abgibt.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 3

Vor der aktuellen Transferperiode stand die Aufgabe, die Mannschaft von RB Leipzig in der Breite stärker zu machen. Man kann geteilter Meinung sein, ob man mit den im Kern 20 Feldspielern gut durch die Saison mit drei Wettbewerben kommen wird (zu breit ist der Kader jedenfalls nicht). In der letzten Saison kamen nur wenige Teams mit so wenigen Feldspielern durch die Spielzeit. Fakt ist aber, dass man den Kader tatsächlich in der Breite deutlich verstärkt hat.

Ging man im letzten Jahr mit ungefähr 14 Feldspielern durch die Spielzeit und in der Rückrunde vielleicht noch mit 12, stehen diese Saison mindestens 17 Feldspieler auf einem sehr hohen Niveau zur Verfügung, bei denen lediglich Werner und Keita dauerhaft nicht ersetzbar scheinen. Hinter diesen 17 Feldspielern stehen mit Dominik Kaiser und Benno Schmitz noch zwei verlässliche Akteure mit Fragezeichen hinsichtlich ihrer Einsatzchancen und mit Ibrahima Konate ein Nachwuchsmann mit noch unklarem Leistungsvermögen.

Dass der Kader auf hohem Niveau deutlich breiter aufgestellt ist als noch in der Vorsaison, liegt an einer Transferperiode, in der man viel richtig gemacht hat. Man hat mit Burke, Selke und Khedira drei Spieler abgegeben, die lediglich Ergänzungsspieler waren (und dafür auch noch fast 25 Millionen Euro kassiert) und auf der anderen Seite vor allem mit Kampl, Augustin, Bruma und Laimer ein Quartett geholt, das eine bunte Mischung aus sofort verfügbarer Stärke und viel Entwicklungspotenzial darstellt. Dazu kommt dann auch noch Klostermann als quasi Neuzugang, der die Qualität im Team noch mal erhöht.

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Transfers: Kevin Kampl, Oliver Burke, Naby Keita, Nils Quaschner

Eigentlich hatte man bei RB Leipzig die Transferplanungen schon vor ein paar Wochen abgeschlossen. Am Ende drehte sich das Karussell dann doch noch mal bis in den letzten Tag des geöffneten Transferfensters hinein. Drei Personalien handelte man dabei ab, wobei Naby Keita erst in einem Jahr den Klub verlassen wird.

Kevin Kampl

Fangen wir einmal vorn und bei Kevin Kampl an. Weil er der Neuzugang unter den drei Spielern ist. Einer, bei dem manch einer im Umfeld von RB Leipzig ein wenig mit den Augenbrauen zuckte. Bis zu 20 Millionen für einen, der in Leverkusen zuletzt eher hinten dran war und nach China wollte? So die Skepsis.

Sportlich gesehen ist die Verpflichtung von Kevin Kampl eigentlich über jeden Zweifel erhaben. Einen viel besseren Transfer kannst du als RB Leipzig am letzten Tag der Transferperiode nicht mehr wirklich tätigen. Es feht zwar die B-Note in Sachen Kreativität (die beispielsweise der Transfer von Jadon Sancho von Manchester City zu Borussia Dortmund hatte), aber das ist wohl auch nicht für jeden Transfer das entscheidende Maß der Dinge.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 2

Ralf Rangnick hat gestern via BILD die Kaderplanung bei RB Leipzig für beendet erklärt. Man hat die von Anfang an als Ziel avisierten 20 Feldspieler (plus ein paar Nachwuchsakteure) zusammen. Und man hat die Abgänge und Leihspieler allesamt verarztet und neue Vereine oder neue Leihstationen gefunden. Entsprechend kann man Anfang August und einen Monat vor Schließen des Transferfensters mit den Händen im Schoß ganz entspannt zugucken, wie es auf dem Spielermarkt Europas so weitergeht.

So zumindest, wenn alles ruhig läuft. Falls dann doch noch ein Puzzlestein fällt, sich jemand verletzt oder weg will oder sich vielleicht ja noch die Möglichkeit eines Schnäppchens oder eines Talents oder eines einzuarbeitenden Keita-Nachfolgers ergibt, dann wird man die Kaderplanung sicher noch mal neu beleben. Wenn nicht, dann hat man nach im Kern sechs Neuzugängen (Mvogo, Köhn, Konaté, Laimer, Bruma, Augustin) und drei Abgängen (Selke, Khedira, Müller) ein passendes Team zusammen.

Wobei weiter die Frage steht, ob man mit dieser Besetzung für drei Wettbewerbe breit genug aufgestellt ist. Wie letztens hier gezeigt, setzte kein Team der Bundesliga in der vergangenen Saison lediglich 20 Feldspieler oder weniger ein. Mindestens 21 Spieler waren es überall. Bei RB waren es 22 (da waren aber auch noch Kalmár und Bruno dabei, die dann letzten Sommer kurz vor Schließen des Transferfensters noch gingen). Bei neun Mannschaften waren es mehr als 24 eingesetzte Feldspieler. Mit 20 Kickern plus 4 Torhütern plus 4 Nachwuchsakteuren (also rund 24 Feldspielern) in die Saison zu gehen, scheint entsprechend erstmal ein ziemlich eng gesetzter Kader, wenn man kein U23-Pool zum Nachrücken mehr hat. Für die Nachwuchsakteure verbindet sich damit aber auch die realistische Hoffnung, zumindest in der Liga ein paar Einsatzzeiten abzubekommen. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 2 weiterlesen

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Transfers: Augustin, Nukan, Jung, Müller, Ernst

Weiter ging es in den letzten Wochen für RB Leipzig auf dem Transfermarkt. Mit der Verpflichtung von Jean-Kevin Augustin sei man auf Zugangsseite durch, so ließen die Verantwortlichen zuletzt immer wieder verlauten.

Das ist für den jetzigen Stand der Kaderplanung sicherlich richtig. Allerdings ist bis zum Schließen der Transferliste noch mehr als ein Monat Zeit. Da kann noch allerhand an Dingen passieren. Muss es nicht, aber auch ein Oliver Burke tauchte letztes Jahr erst kurz vor Toresschluss als Verpflichtungsmöglichkeit auf. Und die Lücken in der Kaderplanung entdeckte man in der Vorsaison auch erst spät in der Vorbereitung. Von daher ist es grundsätzlich gut, wenn man früh meint, den Kader komplett zu haben, weil man dann entspannter in die Welt schauen kann, aber man sollte auch niemals nie sagen. Dazu ist noch viel zu viel Zeit bis Anfang September.

Und dazu ist der Kader auch nicht unbedingt so breit besetzt, wie man es vielleicht denken würde. 20 + 4 ist die Zauberformel. Also 20 Profis plus 4 Nachwuchsspieler als Feldspielerkader. 24 Feldspieler ist ok (wenn man denn die vier Nachwuchsspieler mal komplett hat). Wie die vier Nachwuchsspieler im Fall der Fälle, dass sie gebraucht werden, reagieren und agieren, weiß man dabei aber nicht. Und auch bei den 20 Profis ist es nun nicht so, dass das 20 Spieler sind, die man ohne Reibungs- und Qualitätsverlust zu beliebigen Formationen zusammenwürfeln könnte. Sprich, 24 Feldspieler sind für drei Wettbewerbe sowieso kein extremer Riesenkader. Und was die Qualität in der Breite angesichts des Ziels, sich wieder für Europa zu qualifizieren, angeht, bleiben auch noch einige Fragezeichen.

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Transfers: Laimer, Bruno, Chabot, Beierlorzer

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt bei RB Leipzig heute mit den Leistungstests. Kaderplanungstechnisch ist man trotz Trainingsstart noch nicht am Ende der Fahnenstange. Vor allem ein neuer Stürmer steht weiter auf der To-Do-Liste. Dafür wurde die Lücke im zentralen Mittelfeld geschlossen.

Denn mit Konrad Laimer wurde gerade der schon lange als fix geltende Neuzugang von Red Bull Salzburg nun auch offiziell gemacht. Im Raum steht eine Verpflichtung per Ausstiegsklausel für eine Summe von irgendwo zwischen fünf und acht Millionen Euro. Kommt drauf an, wen man fragt. Spielt am Ende aber auch nicht die ganz entscheidende Rolle.

Mit Laimer bekommt Leipzig einen Spieler, der relativ perfekt in den Kader im defensiven Mittelfeld passt. Ein Spieler, der verschiedene Aspekte anderer Spieler im RB-Kader vereint und den es so im Gesamtpaket noch nicht gab. Wenn man will, dann kann man in ihm eine gute Mischung aus Ilsanker, Demme und Aspekten eines offensiven Mittelfeldspieler sehen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1

Es geht streng auf den Trainingsauftakt bei RB Leipzig zu. Nächste Woche trifft man sich, um in die Vorbereitung auf die neue Saison zu starten. Mit Yvon Mvogo, Philipp Köhn, Bruma und Ibrahima Konate wurden bisher vier Spieler neu verpflichtet. Mit Davie Selke und Rani Khedira hat man bisher zwei Abgänge zu verzeichnen. Torwart Marius Müller sucht noch einen Leihverein. Für Atinc Nukan, Nils Quaschner, Massimo Bruno und Anthony Jung sucht man nach Leihe noch zukunftsfähige Lösungen, die nicht RB Leipzig heißen. Nukan und Bruno stehen eigentlich bei ihren bisherigen Leihvereinen Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht recht hoch im Kurs. Nur Geld wollen die Klubs nicht so richtig zahlen.

Wagen wir zum jetzigen Zeitpunkt mal einen kleinen Überblick über den Stand der Dinge der Kaderplanung. Der letzte Überblick ist ja schon eine Weile her. Dabei werden alle Spieler aufgeführt, die nach derzeitigem Stand zum Team Bundesliga 2017/2018 gehören. Nicht mit aufgefüht werden die Leihspieler, da diese ja keine Zukunft mehr in Leipzig haben und auch vereinsseits nicht als Teil der Kaderplanung gelten. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1 weiterlesen

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Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot

Na, da ist doch in den letzten Wochen dann doch einiges passiert auf dem Transferkarussell. Nicht nur auf der Abgangsseite, wo fleißig weiter diverse Spieler aus dem Nachwuchsbereich den Verein nach der Abmeldung der U23 verlassen. Sondern auch auf der Zugangsseite.

Mit der Kaderplanung ist man entsprechend schon relativ weit. Aus dem Kader der letzten Saison sucht nur noch Marius Müller einen neuen (Leih-)Verein. Dazu müssen die Leihspieler Atinc Nukan, Massimo Bruno, Anthony Jung und Nils Quaschner untergebracht werden. Bei ersteren beiden bieten sich die Leiclubs Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht an. Letztlich auch eine Geldfrage.

Auf Neuzugangsseite ist man nicht mehr weit von der Zielgröße 20 plus 4 Nachwuchsspieler (wobei Palacios als Nachwuchsspieler zählt) entfernt. Genaugenommen braucht man nur noch einen defensiven Mittelfeldspieler, einen Stürmer und einen Nachwuchsspieler (vermutlich eher defensiver Natur), um vollständig zu sein. Wobei es manchmal früh so scheint, als sei die Kaderplanung abgeschlossen und dann fallen am Ende doch noch ein paar Steinchen, sodass man umplanen muss. Möglich dass ein solches Steinchen Forsberg heißt. Möglich aber auch, dass so ein Steinchen eine schlicht unschlagbare, plötzliche Chance auf dem Transfermarkt ist. Also quasi ein neuer Burke. Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot weiterlesen

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Transfer: Davie Selke

Für RB Leipzig und Werder Bremen ist der Transfer von Davie Selke eine Win-Win-Situation. Die einen kriegen viel entwicklungsfähiges Sturmtalent, das mit seiner Laufbereitschaft perfekt in die Spielphilosophie passen dürfte. Die anderen kriegen so viel Geld, wie sie vor einem Jahr nicht mal geträumt hätten und können damit an ihrem Kader bauen. Nur bei Davie Selke selbst bleibt vorerst die Frage, inwiefern der Schritt zurück in die zweite Liga zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere auch einen Rückschritt in seiner Entwicklung bedeutet oder ob die kommenden Jahre auch für ihn zu einer sportlichen Win-Situation werden. (Analyse nach dem Wechsel von Davie Selke nach Leipzig vom 01.04.2015 bei rotebrauseblogger.de)

Das ging am Ende dann doch erstaunlich schnell. Mit einem Wechsel von Davie Selke hatte man in dieser Sommerpause rechnen können. Dass es so schnell geht und es Hertha BSC wird, kam dann doch etwas überraschend. Zuvor hatte Ralf Rangnick eigentlich noch mal erklärt, dass man Zeit habe und auch die U21-EM (und vielleicht ja auch eine mögliche Wertsteigerung) abwarten kann. Das war dann zumindest Hertha eventuell doch zu heikel, sodass man sich den Stürmer noch vor der EM angelte. Was nicht zuletzt auch im Interesse von Selke selbst liegen dürfte. Trotz Interesse aus England.

Nach zwei Jahren Davie Selke in Leipzig muss man nicht allzusehr verbiegen, wenn man zu der Einsicht kommt, dass der Stürmer in dieser Zeit nicht zum alles überstrahlenden Gewinner geworden ist. Man mag mit Ralf Rangick darüber streiten können, dass sich Selke in den zwei Jahren trotzdem sportlich weiterentwickelt hat, aber insgesamt wäre viel mehr möglich gewesen, wenn regelmäßige Spielzeit dringelegen hätte.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018

So, die Saison ist in vielerlei Hinsicht für RB Leipzig schon vor dem letzten Spieltag gelaufen. Entsprechend kann man sich ja schon mit der Kaderplanung für die kommende Saison beschäftigen. Ralf Rangnick hat zuletzt auch angemerkt, dass man schon mittendrin sei und den Kontakt zu interessanten Spielern intensiviert hat.

Wobei man aus der Erfahrung der letzten Spielzeit auch lernen könnte, dass in der Praxis manche Dinge dann doch wieder erst relativ spät in Angriff genommen werden. Vielleicht ist dem ja diese Saison aber nicht so.

Zu tun gibt es allerdings reichlich für die Kaderplaner. Das hat nicht nur mit den potenziellen Neuzugängen zu tun, sondern auch damit, dass man einige Altlasten, Abgangswillige und Nachwuchsspieler versorgen muss. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 weiterlesen

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Transfers: Yvon Mvogo, Philipp Köhn

Das geht ja diesmal zeitig los mit den Transfers für die neue Saison. Wie vor zwei Jahren als man Davie Selke schon Anfang April an Land zog. Diesmal ist ein Torhüter dran.  Yvon Mvogo kommt zur neuen Saison von Young Boys Bern aus der Schweiz nach Leipzig und wird das Torhüterteam komplettieren. Das nach heutigem Stand aus vier Keepern bestehen wird.

Yvon Mvogo ist ein Transfer der Rangnick-Idealvorstellung. Jung, talentiert, mit einer gewissen Erfahrung ausgestattet und gleichzeitig mit dem Schritt zu RB Leipzig in die Bundesliga den nächsten logischen Schritt machend. Dazu gilt der 22-Jährige auch als charakterlich über jeden Zweifel erhaben und bodenständig. Passt also auch diesbezüglich in das ausgerufene Anforderungsprofil bei RB.

Dazu ist Mvogo auch noch vergleichsweise preiswert. Zumindest wenn man mögliche Wertsteigerungen in seiner vorerst vierjährigen Vertragslaufzeit mitdenkt. Einen mittleren, einstelligen Millionenbetrag dürfte RB Leipzig als Ablöse in den Keeper investiert haben, dessen Vertrag in Bern im nächsten Jahr ausgelaufen wäre.

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Transfers: Boyd, Kalmár, Janelt, Touré

Wer Wirbel und weitere Geschichten rund um das Wochenende und Dortmung braucht, der wird an vielen Stellen in den Weiten des Internets (und später sicher auch in der Presseschau) fündig. Hier an dieser Stelle geht es heute um die Aufarbeitung der letzten Phase der Transferperiode. Und entsprechend über vier plus einen Abgang, mit denen der Kader noch mal ordentlich auf ein kerniges Ausmaß von rund 20 Spielern inklusive Keepern reduziert wurde. Über dessen Zusammensetzung wurde ja schon an anderer Stelle ausführlich geschrieben.

Terrence Boyd

Ein Abschied, der irgendwie doch ein wenig schade war. Was wiederum seltsam ist, bei einem Spieler, der zwei Jahre lang kein Pflichtspiel für die Profis von RB Leipzig absolviert hat. Aber Terrence Boyd hat es mit seiner Art und Weise geschafft, selbst in seiner Verletzungszeit sein hohes Ansehen in der Mannschaft und sein Standing bei den Fans zu behalten. Was ein absoluter Ausnahmefall sein dürfte.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017 – Update 1

Da ist sie auch schon vorbei, die Wintertransferperiode. Wobei das auch ein bisschen irreführend ist, denn international gesehen gibt es völlig verschiedene Transferfenster. Sodass prinzipiell ein Spieler fast das ganze Jahr irgendwohin wechseln könnte. Das ist für RB Leipzig aber ein rein theoretischer Fall. Denn nach insgesamt sechs Winterabgängen gibt es keine Abgangskandidaten mehr. Und auf Zugangsseite ist der Weg durch das in Deutschland nun geschlossene Transferfenster halt versperrt.

Gleich sechs Abgänge und nur ein Neuzugang gab es in den letzten Wochen. Das klingt natürlich ziemlich unbalanciert. Aber es relativiert sich, da auf der Abgangsseite zwei Spieler mit abgehandelt sind, die als Nachwuchsleute nicht wirklich zum Profikader von RB gehörten. Idrissa Touré und Vitaly Janelt verfügten aber über langfristige Profiverträge und müssen deswegen dann doch genannt werden, weil so auch die mögliche nächste Linie an Nachrückern aus dem Nachwuchs (aus nicht wirklich sportlichen Gründen) abgegeben wurde.

Neben Touré und Janelt ging auch noch Omer Damari, der genaugenommen auch nicht mehr zum Kader gehörte. Weil er seit eineinhalb Jahren auf Leihen unterwegs war und nun die nächsten eineinhalb Jahre leihweise in Israel verbringt. Hat auf den Profikader keine Auswirkungen.

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Transfers: Upamecano, Papadopoulos, Damari

Nach einigem Hin und Her dann doch noch einige Transferaktivitäten bei RB Leipzig. Ein Innenverteidigertausch und das erneute Verleihen von Omer Damari standen auf dem Programm. Kadertechnisch ein Nullsummenspiel. Quantitativ zumindest. Denn qualitativ hat man sich in der Innenverteidigung beim Tausch von Dayot Upamecaon gegen Kyriakos Papadopoulos zumindest in der Perspektive durchaus recht deutlich verbessert. Und dürfte gehaltstechnisch nicht mal schlechter fahren, denn nach Stand der Dinge gehörte Papadopoulos zu den Topverdienern im Team. Upamecano bleibt derweil auch unter dem ausgerufenen Salary Cap von 3 Millionen Euro. Wobei das nicht für die ganze Vertragslaufzeit gelten muss.

Dayot Upamecano

Der Franzose ist der absolute Königstransfer in der Innenverteidigung. Noch im November bis Dezember letzten Jahres konnte man nicht davon ausgehen, dass er Red Bull Salzburg bereits im Winter verlässt. Allgemein ging man davon aus, dass es seiner Entwicklung gut tun würde, wenn er noch mindestens bis zum Sommer in Österreich spielt, wo er einen Stammplatz und beste Bedingungen hatte, die nächsten Schritte zu tun.

Dass er nun doch schon in Leipzig spielt, hängt zum einen daran, dass RB auf der Innenverteidigerposition weiter Bedarf hatte. Zum anderen wurde der Druck von außen größer, ihm diesen Schritt anzubieten. Denn die Bemühungen anderer Vereine, auch größerer europäischer Vereine (Rangnick brachte zuletzt einen deutschen Topklub in die Verlosung), wurden stärker, die Gerüchteküche rumorte seit Anfang Dezember immer heftiger. Sodass die Gefahr bestand, dass der 18-Jährige beginnen könnte, seine Zukunft woanders zu sehen als in Leipzig.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017

Winterpause. Heißt auch, dass das Transferfenster wieder geöffnet ist. Noch bis zum 31.01.2017, 18 Uhr darf man Spieler verpflichten oder abgeben. Was in der Bundesliga und gerade rund um RB Leipzig dann zu einer entsprechend lautstarken, medialen Begleitung führt. Inzwischen kann man sich nicht mal mehr alle Namen merken, an denen RB so alles Interesse haben soll.

Halten wir uns deswegen wie immer eher an Fakten und Plausibilität, was die Kaderplanung angeht. Und werfen mal eben einen Blick auf den aktuellen Kader und dessen mögliche Punkte, die einer Verbesserung oder auch einer Ausdünnung bedürfen.

Fängt man beim Potenzial an Unzufriedenheit an, dann hat man aktuell diverse Spieler, die Grund haben, ihre Situation eher kritisch zu sehen und ihre Zukunft zu überdenken. RB Leipzig hat die bisherige Bundesliga-Spielzeit im Kern mit einer Rotation von zwölf Feldspielern bestritten. Wäre Lukas Klostermann fit geblieben, dann wären es vielleicht 13 Feldspieler gewesen. Aber auch das ist nicht unbedingt die ganz große Masse.

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Vertragsverlängerung: Diego Demme

Ein bisschen ist es ja auch so, dass in diesem endlosen Strom an medialen Auseinandersetzungen um das Spiel von RB Leipzig beim Bayern München die wirklich wichtigen Dinge des Lebens ein wenig untergehen. So wie die Vertragsverlängerung von Diego Demme zum Beispiel. Den Fans vor dem Heimspiel von RB Leipzig gegen Hertha BSC als Häppchen während dem Verlesen und Beschreien der Startformation präsentiert und anschließend war es schon fast wieder vergessen, angesichts von Hertha-Sieg und Spitzenspielhype.

Dabei wurde da einem die maximal mögliche Wertschätzung in Form gesicherter Einkommensverhältnisse bis 2021 zuteil, dem man eine solche Karriere noch vor zwei Jahren vielleicht nie und nimmer zugetraut hätte. Einer der sich in seinen fast drei Jahren Leipzig inzwischen auch in der öffentlichen Wahrnehmung einen hohen Stellenwert erkämpft hat (hier im Blog hat sich das im Sommer darin manifestiert, dass er Spieler der Rückrunde wurde).

Im Januar 2014 wechselte er vom SC Paderborn aus der zweiten Liga zu RB Leipzig in die dritte Liga. Schon das wirkte gewagt. Beim SC Paderborn war er häufig in der Startelf gesetzt, auch wenn es irgendeinen Vorfall mit Breitenreiter gab, der nie final aufgeklärt wurde und ihn zwischenzeitlich mal komplett aus dem Kader schmiss. Bei RB Leipzig war die Konkurrenz im Mittelfeld schon damals durchaus ordentlich, wenn man beispielsweise an einen Kimmich denkt. Und schließlich stieg Paderborn im Sommer 2014 sogar in die Bundesliga auf. Und Demme saß im Gegensatz zum Ex-Team wieder für zwei weitere Jahre in der zweiten Liga fest. Aber auf lange Sicht hat er dann damit doch alles richtig gemacht.

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