Archiv der Kategorie: Personalkarussell

Transfers: Laimer, Bruno, Chabot, Beierlorzer

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt bei RB Leipzig heute mit den Leistungstests. Kaderplanungstechnisch ist man trotz Trainingsstart noch nicht am Ende der Fahnenstange. Vor allem ein neuer Stürmer steht weiter auf der To-Do-Liste. Dafür wurde die Lücke im zentralen Mittelfeld geschlossen.

Denn mit Konrad Laimer wurde gerade der schon lange als fix geltende Neuzugang von Red Bull Salzburg nun auch offiziell gemacht. Im Raum steht eine Verpflichtung per Ausstiegsklausel für eine Summe von irgendwo zwischen fünf und acht Millionen Euro. Kommt drauf an, wen man fragt. Spielt am Ende aber auch nicht die ganz entscheidende Rolle.

Mit Laimer bekommt Leipzig einen Spieler, der relativ perfekt in den Kader im defensiven Mittelfeld passt. Ein Spieler, der verschiedene Aspekte anderer Spieler im RB-Kader vereint und den es so im Gesamtpaket noch nicht gab. Wenn man will, dann kann man in ihm eine gute Mischung aus Ilsanker, Demme und Aspekten eines offensiven Mittelfeldspieler sehen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1

Es geht streng auf den Trainingsauftakt bei RB Leipzig zu. Nächste Woche trifft man sich, um in die Vorbereitung auf die neue Saison zu starten. Mit Yvon Mvogo, Philipp Köhn, Bruma und Ibrahima Konate wurden bisher vier Spieler neu verpflichtet. Mit Davie Selke und Rani Khedira hat man bisher zwei Abgänge zu verzeichnen. Torwart Marius Müller sucht noch einen Leihverein. Für Atinc Nukan, Nils Quaschner, Massimo Bruno und Anthony Jung sucht man nach Leihe noch zukunftsfähige Lösungen, die nicht RB Leipzig heißen. Nukan und Bruno stehen eigentlich bei ihren bisherigen Leihvereinen Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht recht hoch im Kurs. Nur Geld wollen die Klubs nicht so richtig zahlen.

Wagen wir zum jetzigen Zeitpunkt mal einen kleinen Überblick über den Stand der Dinge der Kaderplanung. Der letzte Überblick ist ja schon eine Weile her. Dabei werden alle Spieler aufgeführt, die nach derzeitigem Stand zum Team Bundesliga 2017/2018 gehören. Nicht mit aufgefüht werden die Leihspieler, da diese ja keine Zukunft mehr in Leipzig haben und auch vereinsseits nicht als Teil der Kaderplanung gelten. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1 weiterlesen

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Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot

Na, da ist doch in den letzten Wochen dann doch einiges passiert auf dem Transferkarussell. Nicht nur auf der Abgangsseite, wo fleißig weiter diverse Spieler aus dem Nachwuchsbereich den Verein nach der Abmeldung der U23 verlassen. Sondern auch auf der Zugangsseite.

Mit der Kaderplanung ist man entsprechend schon relativ weit. Aus dem Kader der letzten Saison sucht nur noch Marius Müller einen neuen (Leih-)Verein. Dazu müssen die Leihspieler Atinc Nukan, Massimo Bruno, Anthony Jung und Nils Quaschner untergebracht werden. Bei ersteren beiden bieten sich die Leiclubs Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht an. Letztlich auch eine Geldfrage.

Auf Neuzugangsseite ist man nicht mehr weit von der Zielgröße 20 plus 4 Nachwuchsspieler (wobei Palacios als Nachwuchsspieler zählt) entfernt. Genaugenommen braucht man nur noch einen defensiven Mittelfeldspieler, einen Stürmer und einen Nachwuchsspieler (vermutlich eher defensiver Natur), um vollständig zu sein. Wobei es manchmal früh so scheint, als sei die Kaderplanung abgeschlossen und dann fallen am Ende doch noch ein paar Steinchen, sodass man umplanen muss. Möglich dass ein solches Steinchen Forsberg heißt. Möglich aber auch, dass so ein Steinchen eine schlicht unschlagbare, plötzliche Chance auf dem Transfermarkt ist. Also quasi ein neuer Burke. Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot weiterlesen

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Transfer: Davie Selke

Für RB Leipzig und Werder Bremen ist der Transfer von Davie Selke eine Win-Win-Situation. Die einen kriegen viel entwicklungsfähiges Sturmtalent, das mit seiner Laufbereitschaft perfekt in die Spielphilosophie passen dürfte. Die anderen kriegen so viel Geld, wie sie vor einem Jahr nicht mal geträumt hätten und können damit an ihrem Kader bauen. Nur bei Davie Selke selbst bleibt vorerst die Frage, inwiefern der Schritt zurück in die zweite Liga zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere auch einen Rückschritt in seiner Entwicklung bedeutet oder ob die kommenden Jahre auch für ihn zu einer sportlichen Win-Situation werden. (Analyse nach dem Wechsel von Davie Selke nach Leipzig vom 01.04.2015 bei rotebrauseblogger.de)

Das ging am Ende dann doch erstaunlich schnell. Mit einem Wechsel von Davie Selke hatte man in dieser Sommerpause rechnen können. Dass es so schnell geht und es Hertha BSC wird, kam dann doch etwas überraschend. Zuvor hatte Ralf Rangnick eigentlich noch mal erklärt, dass man Zeit habe und auch die U21-EM (und vielleicht ja auch eine mögliche Wertsteigerung) abwarten kann. Das war dann zumindest Hertha eventuell doch zu heikel, sodass man sich den Stürmer noch vor der EM angelte. Was nicht zuletzt auch im Interesse von Selke selbst liegen dürfte. Trotz Interesse aus England.

Nach zwei Jahren Davie Selke in Leipzig muss man nicht allzusehr verbiegen, wenn man zu der Einsicht kommt, dass der Stürmer in dieser Zeit nicht zum alles überstrahlenden Gewinner geworden ist. Man mag mit Ralf Rangick darüber streiten können, dass sich Selke in den zwei Jahren trotzdem sportlich weiterentwickelt hat, aber insgesamt wäre viel mehr möglich gewesen, wenn regelmäßige Spielzeit dringelegen hätte.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018

So, die Saison ist in vielerlei Hinsicht für RB Leipzig schon vor dem letzten Spieltag gelaufen. Entsprechend kann man sich ja schon mit der Kaderplanung für die kommende Saison beschäftigen. Ralf Rangnick hat zuletzt auch angemerkt, dass man schon mittendrin sei und den Kontakt zu interessanten Spielern intensiviert hat.

Wobei man aus der Erfahrung der letzten Spielzeit auch lernen könnte, dass in der Praxis manche Dinge dann doch wieder erst relativ spät in Angriff genommen werden. Vielleicht ist dem ja diese Saison aber nicht so.

Zu tun gibt es allerdings reichlich für die Kaderplaner. Das hat nicht nur mit den potenziellen Neuzugängen zu tun, sondern auch damit, dass man einige Altlasten, Abgangswillige und Nachwuchsspieler versorgen muss. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 weiterlesen

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Transfers: Yvon Mvogo, Philipp Köhn

Das geht ja diesmal zeitig los mit den Transfers für die neue Saison. Wie vor zwei Jahren als man Davie Selke schon Anfang April an Land zog. Diesmal ist ein Torhüter dran.  Yvon Mvogo kommt zur neuen Saison von Young Boys Bern aus der Schweiz nach Leipzig und wird das Torhüterteam komplettieren. Das nach heutigem Stand aus vier Keepern bestehen wird.

Yvon Mvogo ist ein Transfer der Rangnick-Idealvorstellung. Jung, talentiert, mit einer gewissen Erfahrung ausgestattet und gleichzeitig mit dem Schritt zu RB Leipzig in die Bundesliga den nächsten logischen Schritt machend. Dazu gilt der 22-Jährige auch als charakterlich über jeden Zweifel erhaben und bodenständig. Passt also auch diesbezüglich in das ausgerufene Anforderungsprofil bei RB.

Dazu ist Mvogo auch noch vergleichsweise preiswert. Zumindest wenn man mögliche Wertsteigerungen in seiner vorerst vierjährigen Vertragslaufzeit mitdenkt. Einen mittleren, einstelligen Millionenbetrag dürfte RB Leipzig als Ablöse in den Keeper investiert haben, dessen Vertrag in Bern im nächsten Jahr ausgelaufen wäre.

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Transfers: Boyd, Kalmár, Janelt, Touré

Wer Wirbel und weitere Geschichten rund um das Wochenende und Dortmung braucht, der wird an vielen Stellen in den Weiten des Internets (und später sicher auch in der Presseschau) fündig. Hier an dieser Stelle geht es heute um die Aufarbeitung der letzten Phase der Transferperiode. Und entsprechend über vier plus einen Abgang, mit denen der Kader noch mal ordentlich auf ein kerniges Ausmaß von rund 20 Spielern inklusive Keepern reduziert wurde. Über dessen Zusammensetzung wurde ja schon an anderer Stelle ausführlich geschrieben.

Terrence Boyd

Ein Abschied, der irgendwie doch ein wenig schade war. Was wiederum seltsam ist, bei einem Spieler, der zwei Jahre lang kein Pflichtspiel für die Profis von RB Leipzig absolviert hat. Aber Terrence Boyd hat es mit seiner Art und Weise geschafft, selbst in seiner Verletzungszeit sein hohes Ansehen in der Mannschaft und sein Standing bei den Fans zu behalten. Was ein absoluter Ausnahmefall sein dürfte.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017 – Update 1

Da ist sie auch schon vorbei, die Wintertransferperiode. Wobei das auch ein bisschen irreführend ist, denn international gesehen gibt es völlig verschiedene Transferfenster. Sodass prinzipiell ein Spieler fast das ganze Jahr irgendwohin wechseln könnte. Das ist für RB Leipzig aber ein rein theoretischer Fall. Denn nach insgesamt sechs Winterabgängen gibt es keine Abgangskandidaten mehr. Und auf Zugangsseite ist der Weg durch das in Deutschland nun geschlossene Transferfenster halt versperrt.

Gleich sechs Abgänge und nur ein Neuzugang gab es in den letzten Wochen. Das klingt natürlich ziemlich unbalanciert. Aber es relativiert sich, da auf der Abgangsseite zwei Spieler mit abgehandelt sind, die als Nachwuchsleute nicht wirklich zum Profikader von RB gehörten. Idrissa Touré und Vitaly Janelt verfügten aber über langfristige Profiverträge und müssen deswegen dann doch genannt werden, weil so auch die mögliche nächste Linie an Nachrückern aus dem Nachwuchs (aus nicht wirklich sportlichen Gründen) abgegeben wurde.

Neben Touré und Janelt ging auch noch Omer Damari, der genaugenommen auch nicht mehr zum Kader gehörte. Weil er seit eineinhalb Jahren auf Leihen unterwegs war und nun die nächsten eineinhalb Jahre leihweise in Israel verbringt. Hat auf den Profikader keine Auswirkungen.

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Transfers: Upamecano, Papadopoulos, Damari

Nach einigem Hin und Her dann doch noch einige Transferaktivitäten bei RB Leipzig. Ein Innenverteidigertausch und das erneute Verleihen von Omer Damari standen auf dem Programm. Kadertechnisch ein Nullsummenspiel. Quantitativ zumindest. Denn qualitativ hat man sich in der Innenverteidigung beim Tausch von Dayot Upamecaon gegen Kyriakos Papadopoulos zumindest in der Perspektive durchaus recht deutlich verbessert. Und dürfte gehaltstechnisch nicht mal schlechter fahren, denn nach Stand der Dinge gehörte Papadopoulos zu den Topverdienern im Team. Upamecano bleibt derweil auch unter dem ausgerufenen Salary Cap von 3 Millionen Euro. Wobei das nicht für die ganze Vertragslaufzeit gelten muss.

Dayot Upamecano

Der Franzose ist der absolute Königstransfer in der Innenverteidigung. Noch im November bis Dezember letzten Jahres konnte man nicht davon ausgehen, dass er Red Bull Salzburg bereits im Winter verlässt. Allgemein ging man davon aus, dass es seiner Entwicklung gut tun würde, wenn er noch mindestens bis zum Sommer in Österreich spielt, wo er einen Stammplatz und beste Bedingungen hatte, die nächsten Schritte zu tun.

Dass er nun doch schon in Leipzig spielt, hängt zum einen daran, dass RB auf der Innenverteidigerposition weiter Bedarf hatte. Zum anderen wurde der Druck von außen größer, ihm diesen Schritt anzubieten. Denn die Bemühungen anderer Vereine, auch größerer europäischer Vereine (Rangnick brachte zuletzt einen deutschen Topklub in die Verlosung), wurden stärker, die Gerüchteküche rumorte seit Anfang Dezember immer heftiger. Sodass die Gefahr bestand, dass der 18-Jährige beginnen könnte, seine Zukunft woanders zu sehen als in Leipzig.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017

Winterpause. Heißt auch, dass das Transferfenster wieder geöffnet ist. Noch bis zum 31.01.2017, 18 Uhr darf man Spieler verpflichten oder abgeben. Was in der Bundesliga und gerade rund um RB Leipzig dann zu einer entsprechend lautstarken, medialen Begleitung führt. Inzwischen kann man sich nicht mal mehr alle Namen merken, an denen RB so alles Interesse haben soll.

Halten wir uns deswegen wie immer eher an Fakten und Plausibilität, was die Kaderplanung angeht. Und werfen mal eben einen Blick auf den aktuellen Kader und dessen mögliche Punkte, die einer Verbesserung oder auch einer Ausdünnung bedürfen.

Fängt man beim Potenzial an Unzufriedenheit an, dann hat man aktuell diverse Spieler, die Grund haben, ihre Situation eher kritisch zu sehen und ihre Zukunft zu überdenken. RB Leipzig hat die bisherige Bundesliga-Spielzeit im Kern mit einer Rotation von zwölf Feldspielern bestritten. Wäre Lukas Klostermann fit geblieben, dann wären es vielleicht 13 Feldspieler gewesen. Aber auch das ist nicht unbedingt die ganz große Masse.

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Vertragsverlängerung: Diego Demme

Ein bisschen ist es ja auch so, dass in diesem endlosen Strom an medialen Auseinandersetzungen um das Spiel von RB Leipzig beim Bayern München die wirklich wichtigen Dinge des Lebens ein wenig untergehen. So wie die Vertragsverlängerung von Diego Demme zum Beispiel. Den Fans vor dem Heimspiel von RB Leipzig gegen Hertha BSC als Häppchen während dem Verlesen und Beschreien der Startformation präsentiert und anschließend war es schon fast wieder vergessen, angesichts von Hertha-Sieg und Spitzenspielhype.

Dabei wurde da einem die maximal mögliche Wertschätzung in Form gesicherter Einkommensverhältnisse bis 2021 zuteil, dem man eine solche Karriere noch vor zwei Jahren vielleicht nie und nimmer zugetraut hätte. Einer der sich in seinen fast drei Jahren Leipzig inzwischen auch in der öffentlichen Wahrnehmung einen hohen Stellenwert erkämpft hat (hier im Blog hat sich das im Sommer darin manifestiert, dass er Spieler der Rückrunde wurde).

Im Januar 2014 wechselte er vom SC Paderborn aus der zweiten Liga zu RB Leipzig in die dritte Liga. Schon das wirkte gewagt. Beim SC Paderborn war er häufig in der Startelf gesetzt, auch wenn es irgendeinen Vorfall mit Breitenreiter gab, der nie final aufgeklärt wurde und ihn zwischenzeitlich mal komplett aus dem Kader schmiss. Bei RB Leipzig war die Konkurrenz im Mittelfeld schon damals durchaus ordentlich, wenn man beispielsweise an einen Kimmich denkt. Und schließlich stieg Paderborn im Sommer 2014 sogar in die Bundesliga auf. Und Demme saß im Gegensatz zum Ex-Team wieder für zwei weitere Jahre in der zweiten Liga fest. Aber auf lange Sicht hat er dann damit doch alles richtig gemacht.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016/2017 – Update 2

Der Kader für den ersten Teil der Bundesliga-Spielzeit von RB Leipzig steht also. Grundsätzliche Erwägungen zur Transferperiode und ihren sportlichen und wirtschaftlichen Ergebnissen gab es gestern schon. Bleibt noch ein Blick über den Kader als ganzem mit all seinen Stärken und Schwächen.

Lässt man mal die Nachwuchsspieler Fechner, Janelt und Touré beiseite, hat RB Leipzig 20 bzw. mit Gipson 21 Feldspieler plus drei Torhüter im Kader. Das ist sicherlich nicht zu viel, auch wenn man nur noch einen Wettbewerb hat, in dem die Spieler eingesetzt werden können.

Lediglich drei RB-Feldspieler haben die 25 Jahre schon überschritten. Mit Marvin Compper ist nur ein einziger davon schon über 30. Dominik Kaiser und Stefan Ilsanker sind mit 27 Jahren schon so etwas wie die weiteren Alterspräsidenten auf dem Feld. Vom Kaderdurchschnitt her ist RB Leipzig mit Abstand das jüngste Team der Bundesliga.

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Transferperiode mit Abzügen in der B-Note

Die Transferperiode ist seit letzte Woche Geschichte. Aus Sicht von RB Leipzig durchaus eine seltsame und denkwürdige Zeit. Anfangs passierte wenig, dann kamen vier Neuzugänge (Schmitz, Müller, Keita, Werner) in relativ kurzer Zeit, mit denen erstmal die Basics abgedeckt waren. Dann passierte wieder sehr lange nichts, weil man große Teile der sowieso spät begonnenen Vorbereitung verstreichen ließ, um den Kader unter die Lupe zu nehmen. Und dann kam am Ende noch mal die Ketchup-Flasche mit zwei spektakulüren (Papadopoulos und Burke) und einem ergänzenden (Bernardo) Transfer.

Eine der Erkenntnisse der Transferperiode besteht darin, dass RB Leipzig kein großer Fisch in seiner Liga mehr ist, sondern in Konkurrenz zu Teams wie Dortmund, Leverkusen oder Schalke steht, die auf ein ähnliches Segment an Spielern (jung und talentiert genug, auch kurzfristig in der Bundesliga zu bestehen) schielen und man entsprechend als Bundesliga-Neuling nicht immer die besten Argumente hat, um am Ende auch den Zuschlag zu bekommen.

Oder anders gesagt. Wenn Schalke für einen Spieler noch einen Euro mehr an Ablöse oder Gehalt bietet, die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb in petto hat und sowieso auch zu den perspektivreichen Spitzenteams der Liga gehört, dann ist man als RB Leipzig (noch?) relativ schnell raus, wie man bei Breel Embolo gesehen hat. Oder zieht sich auch dem Bieterwettbewerb zurück, wenn man die RB-Vereinsversion der Geschichte erzählen will.

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Transfers: Burke, Bernardo, Papadopoulos, Bruno, Nukan

Erst passierte lange nichts in Sachen Transfers bei RB Leipzig. Trainingslager und Vorbereitung vergingen, die Kaderlücken wurden deutlicher und die Unruhe im Umfeld größer. Und dann kamen die letzten vier Tage der Transferperiode und das Karussell drehte sich plötzlich noch mal ganz schnell. Drei Zugänge, darunter zwei ziemliche Kracherverpflichtungen und zwei Abgänge, mit denen mal eben mehr als 10 Millionen Euro an Ablöse abgeschoben wurden. Durchaus eine imposante Bilanz.

Rohdiamanten hörte man als Beschreibung rund um einige Neuzugänge immer wieder mal.  Ob die entsprechenden Spieler nun jetzt eher roh oder eher Diamanten sind, wird man sehen. Fakt ist, dass man der Linie treu geblieben ist, nur für Spieler bis 23 Jahre Ablösesummen zu zahlen. Wobei Leihspieler Papadopoulos schon 24 ist und bei Ziehen seiner Kaufoption im kommenden Jahr richtig ins Geld gehen würde.

Oliver Burke

Der wohl spektakulärste der jüngsten Transfers war jener von Oliver Burke, dessen Namen nicht viele auf dem Schirm hatten. Einer dieser Rangnick-Spieler, der in einer zweiten Liga ausgegraben wird, diesmal in der englischen, und dann von den RB-Perspektiven überzeugt und verpflichtet wird. Was schon erstaunlich genug ist, dass ein Talent von der Insel sich für den Weg zu RB Leipzig und nicht zu einem der interessierten Klubs aus der Premier League entscheidet.

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Transfers: Omer Damari, Anthony Jung

Weiter geht es mit dem Transferkarussell rund um RB Leipzig. Nicht auf der Zugangsseite, da hält man sich weiter bedeckt. Vielmehr bereinigt man den Kader weiter und erklärt, dass man akut nicht nach Neuzugängen sucht, sondern zumindest noch das Trainingslager abwartet, ob und auf welchen Positionen man noch Neuzugänge holt. Inwieweit diese überraschend defensive Herangehensweise rein strategischer Natur ist, muss man abwarten. Zu vermuten ist, dass sich die Transferbedingungen noch mal verbessern, je näher es an das Ende der Transferperiode geht und je eher Vereine noch auf Einnahmen durch Abgänge schielen.

Widmen wir uns also erstmal der Abgangsseite, auf der überraschend Anthony Jung zu finden ist, womit man bis vor ein paar Wochen eigentlich überhaupt nicht rechnen konnte. Nun ging alles relativ schnell und der Linksverteidiger wechselt zum Ligakonkurrenten FC Ingolstadt, wo er zumindest für ein Jahr bleiben wird.

Anthony Jung kam 2013 nach Leipzig. Was eher Zufall war, denn der damals 21jährige war eigentlich zum MSV Duisburg gewechselt, nachdem er sich bei Eintracht Frankfurt nicht entscheidend durchsetzen konnte. Da dem MSV allerdings die Lizenz für die zweite Liga verweigert wurde, war Jung plötzlich vertragslos und konnte sich noch mal neu orientieren. Diese Chance nutzte er und verließ Duisburg, um bei RB Leipzig in der dritten Liga zu unterschreiben.

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Transfers: Quaschner, Hierländer, Sumusalo

Auf Seiten der externen Neuverpflichtungen ist bei RB Leipzig in den letzten Wochen ein wenig Ruhe eingezogen. Sodass weiterhin noch die Verpflichtung eines Abwehrspielers (eher innen denn außen) plus möglicherweise eines Offensivspielers plus (je nach Entwicklung und Marktlage) X aussteht. Auf der anderen Seite haben einige RB-Spieler mit auflaufenden Verträgen bzw. ohne nachhaltige Perspektive in Leipzig in der jüngeren Vergangenheit neue Vereine gefunden. Was hier mal eben aufgearbeitet werden soll.

Vorher allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass mit Vitaly Janelt und Idrissa Touré zwei Nachwuchsakteure mit Profiverträgen ausgestattet wurden, die bis 2021 gelten. Damit hat man natürlich erst mal für potenzielle Interessenten einen dicken und wenn dann nur mit viel Geld wegschiebbaren Riegel vor die Spieler geschoben. Und den beiden natürlich auch das Signal gesendet, dass man durchaus auf sie zu setzen bereit ist.

Beide Spieler sind 18 und im Mittelfeld unterwegs. Janelt vielleicht eher in einer etwas tieferen, ballverteilenden Rolle. Touré gern auch etwas höher. Beide gehörten letzte Saison noch der U19 an, wobei Janelt große Teile der Rückrunde wegen Verletzungen verpasste und Touré nach dem Mittrainieren bei den Profis ab der Winterpause und seinem ersten Einsatz in einem Pflichtspiel der Männermannschaft als jüngster RB-Spieler aller Zeiten ein wenig die Bodenhaftung und den ganz großen Fokus auf das Nachwuchsteam verloren zu haben schien.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2016/2017 – Update 1

Mit Naby Keita, Timo Werner, Benno Schmitz und Marius Müller wurden bisher vier Neuzugänge verkündet. Zeit, sich nach den ersten Kadereinschätzungen mal wieder einen kleinen Überblick über den aktuellen Kader von RB Leipzig und seine sehr viel kleiner gewordenen Baustellen zu verschaffen. Dabei werden alle Spieler einbezogen, die derzeit über einen Vertrag in Leipzig verfügen, also auch zurückkehrende Leihspieler.

Tor: Peter Gulacsi (26), Fabio Coltorti (35), Marius Müller (22), (Benjamin Bellot, 25)

Die Planungen für die Torwartposition sind zumindest vorerst abgeschlossen. Peter Gulacsi und Fabio Coltorti haben sich medial schon positioniert, dass sie den Kampf um die Nummer 1 annehmen werden, sodass man derzeit davon ausgehen kann und ausgehen muss, dass man zusammen mit Neuzugang Marius Müller mit einem Dreikampf in die Saison geht.

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Transfer: Naby Keita

Viel und lange wurde zuletzt über Breel Embolo geredet. Den 19jährigen Schweizer Offensivspieler, den Rangnick gern geholt hätte, an dem man nun aber offiziell wegen zu viel Hickhack und fehlender Entscheidungslinie auf Seiten des Spielers und seiner Berater das Interesse verloren hat oder haben soll.

Eine Verpflichtung des Talents nicht unter 20 Millionen Euro vor drei, vier Wochen, als es das erste Mal heiß zu werden schien, wäre aus Leipziger Sicht ein echter Statementtransfer gewesen. Ein Signal vor allem an andere Spieler, dass man ein Verein ist, der auf dem Transfermarkt auch nach den größeren Talentehappen schnappen kann und entsprechend ein interessanter, weil perspektivreicher Ort für die Karriereentwicklung ist.

Untergegangen ist im Embolo-ja-nein-vielleicht-Spielchen fast schon Naby Keita, der gestern offiziell als RB-Neuzugang Nummer 4 bekanntgegeben wurde. Dabei ist der Nationalspieler Guineas der absolute Königstransfer. Weil er eine seit längerem bei RB Leipzig bestehende Kaderlücke mit viel Qualität ausfüllt und so tatsächlich das Niveau der Mannschaft auf eine neue Ebene heben kann.

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Transfer: Marius Müller

Zuerst lange nichts und dann ein Trio auf einen Schlag. Nach Benno Schmitz, dem nun auch offiziellen Neuzugang Timo Werner wurde gestern der dritte Transfer binnen fünf Tagen offiziell bekanntgegeben. Marius Müller heißt der Glückliche, der sich über drei Jahre gültige Arbeitspapiere freuen und auf einen Platz im Tor von RB Leipzig hoffen darf.

Müller kommt für kolportierte irgendwas bis 2 Millionen Euro wie schon Willi Orban aus Kaiserslautern nach Leipzig und gehört mit seinen 22 Jahren noch in die Kategorie Torwarttalent. In der Pfalz wurde Müller seit seinem zehnten Lebensjahr ausgebildet und ist damit nach Orban, Heintz und Zimmer binnen zwei Jahren das vierte der hoffnungsvollen Eigengewächse mit Nachwuchsnationalmannschaftsvergangenheit, die der FCK für vergleichsweise schmales Geld verliert.

Marius Müller wurde bereits am Ende der Saison 2014/2015 unter Kosta Runjaic als Stammkeeper in Kaiserslautern aufgebaut. Auf eigene, junge Spieler wollte man damals setzen und gab dafür sogar den auch nicht gerade alten Publikumsliebling Tobias Sippel ab. Dass man an Müller nur ein Jahr lang Freude haben würde (und nun mit André Weis jemanden holen muss, der im Vergleich mit Müller so abschneidet wie Innenverteidiger Stipe Vucur im Vergleich zu Willi Orban vor einem Jahr), ahnte man da wohl auch noch nicht.

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Transfers: Werner, Schmitz, Teigl

Und dann geht er doch noch los, der Transfersommer. Genau vier Wochen nach Rangnicks Aussage irgendwo zwischen Hoffnung und Ziel, dass der Bundesliga-Kader von RB Leipzig bis zur EM stehen könnte, wurde am Freitag immerhin der erste Transfer verkündet und steht der zweite unmittelbar vor der Tür.

Neben Benno Schmitz und Timo Werner werden hier in diesem Beitrag auch noch einige weitere Namen aus dem Profi- und Nachwuchsbereich abgehandelt. Wie schon in den letzten Transferperioden wird es auch diesmal so sein, dass unter der Transferrubrik nur fixe, sowie zu fast 100% sichere (wenn mehrere verlässliche Medien unabhängig voneinander, sprich ohne komplett voneinander abzuschreiben, von fix sprechen) Zugänge, sowie Abgänge bei denen der neue Verein schon feststeht, verhandelt werden. Ansonsten würde man sich zu sehr in einem Dickicht aus Gerüchten und Gerüchtelchen verstricken. Dafür gibt es ja weiterhin die täglichen Presseupdates.

Benno Schmitz: Der 21jährige ist seit 2011 bereits der zehnte Leipziger Neuzugang, der von den Nachbarn von Red Bull Salzburg kommt (nach Wallner, Teigl, Dähne, Hierländer, Rodnei, Reyna, Ilsanker, Gulacsi und Quaschner; die einst von Leipzig nach Salzburg verliehenen Bruno und Sabitzer nicht mitgerechnet). Eine gewisse Traditionslinie kann man da zeichnen, auch wenn die Transfers nur in seltenen Fällen die hohen Erwartungen erfüllten.

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