Archiv der Kategorie: In eigener Sache

Aller guten Dinge sind drei

Aus irgendeinem Grund ist mir in diesem Jahr der eigene Blog-Geburtstag durch die Lappen gegangen. Am Tag des schließlich ausgefallenen Lokalderbys, also am 24.02.2013 wäre es soweit gewesen, dass sich der Starttag dieser kleinen, aber feinen Webpräsenz, die sich dem einzig wahren RasenBallsport widmet und auf den Namen rotebrauseblogger.de hört, zum dritten Mal jährte.

In drei Jahren hat sich eine kleine kaum beachtete Netzspinnerei zu einer umfassenden Präsenz mit einer ausgeprägten inhaltlichen Identität entwickelt. Mit viel Meinung und einiger Analyse ist dies hier eine eigenständige Ergänzung zu den jenseits des Recherche- und Newsjournalismus gelegentlich leicht eindimensionalen Angeboten der lokalen Sportpresse geworden.

217 Artikel sind es in der Zeit zwischen zweiten und drittem Geburtstag geworden. Nach 262 in Jahr 1 und 232 in Jahr 2 lässt sich hier statistisch ein Abwärtstrend erkennen. Der wohl allerdings durch die Länge der Texte mehr als nur ausreichend ausgewogen wurde..

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OstDerby

Letzten Freitag bereits, just als RB Leipzig seinen Rückrundenstart mit einem 1:0-Sieg gegen die TSG Neustrelitz feierte, wurde auch ein anderes Ereignis gefeiert. Nämlich die Geburtsstunde eine Fußballmagazins namens OstDerby [broken Link], an dem als Autor mitzuwirken ich die Ehre habe. Wie der Name schon andeutet die Geburtsstunde eines Fußballmagazins vornehmlich aus dem Osten dieser Republik. Also jenes geographischen Raums, der in der Folge des wiedervereinten Fußballs auf ziemlich vielen Ebenen aus dem ganz großen Fokus geflogen ist.

Man merkt dies nicht nur im sportlichen, sondern auch im berichterstattenden Bereich. Wenn man sich die vielen Reihen und historischen Rückblicke zu 50 Jahre Bundesliga anschaut, dann ist der Fußballosten dort sportlich schlicht inexistent. Das mag auf den ersten Blick nicht erstaunen, da die Bundesliga ja im damals noch geteilten Deutschland, im westlichen Teil entstand. Es ist aber wiederum doch erstaunlich, bedenkt man, dass die Ostteams nun bereits seit 20 Jahren potenziell die Möglichkeit hätten, mit an der Bundesligageschichte zu schreiben. Was sie aus unterschiedlichen Gründen und abgesehen von kleineren Randbemerkungen nicht taten.

Die Nichtexistenz von Ostteams im großen Fußballdiskurs wird eigentlich meist nur dann kurz durchbrochen, wenn man wieder mal Tomislav Piplica mit seinem Kopfballeigentor für Energie Cottbus vorführt oder die Story erzählt, dass Cottbus als erstes Team mal mit einem Team ohne deutschen Spieler in der Startelf antrat oder irgendwas mit Gewalt zum Thema wird oder man die Entscheidungsdesaster nach der Wende im Ostfußball und die dabei agierenden Glücksritter unter die Lupe nimmt. Wobei letzteres eher selten ist. Insgesamt gilt aber, dass der Ostfußball meist nur als Freakshow vorkommt, um den man so schön konsequenzlos trauern und den man bedauern kann, dessen Herumdümpeln unterhalb der Bundesliga vermutlich aber nur Sky so richtig stört.

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Sportbloggerbeitrag des Jahres 2012 und Leipziger Blogparade

Über das Wochenende gibt es heute noch Lesestoff der besonderen Art. Zuerst einmal sei darauf hingewiesen, dass das nicht uninteressante Projekt einer Leipziger Blogparade zum Thema Lieblingsorte in Leipzig fast schon unheimliche 42 (wer Douglas Adams kennt, dürfte um die Besonderheit dieser Zahl wissen und wer ihn nicht kennt, hat etwas nachzuholen) Beiträge Leipziger Blogger zu Tage gefördert hat. Alles in liebevoller Kleinstarbeit gesammelt und kommentiert von der Paradeorganisatorin Adelina. Zu finden auf ihrem Blog unter dem Titel Lieblingsorte in Leipzig | 42 Liebeserklärungen. Die vielen Beiträge und die vielen Links auf ihre Seite dürften die Mühen wert gewesen sein (Man beachte auch die mit viel kreativem Aufwand und Spaß betriebene Video-Preisverleihung zu den Beiträgen. Sehr großartig.)

Auch viel Mühe steckt in den Beiträgen, die dankenswerterweise ein paar Einzelpersonen aus dem Sportbloggernetzwerk für die nun schon zum dritten Mal in Folge stattfindende Wahl zum Sportbloggerbeitrag des Jahres zusammengestellt haben. Wie immer konnte in der Auswahl nicht jeder der Blogs berücksichtigt werden, die es sicherlich auch verdient hätten, berücksichtigt zu werden (hier verweise ich auf die Blogroll rechts an der Seite für eine Entdeckungstour), aber auch aus dem Jahre 2012 wurde ein schöner Querschnitt interessanter und vielseitiger Beiträge aus verschiedenen Blogs gefunden, die sich anzuschauen sehr lohnt und die einen Eindruck vermitteln von den Qualitäten deutscher Sportblogs.

Wer einen Blick auf die Auswahl wirft, wird feststellen, dass auch ein Beitrag aus meiner Feder, nämlich eine Replik zu einem 11Freunde-Text über RB Leipzig, den Weg in die 11er-Auswahl gefunden hat. Eine Tatsache, der ich nicht ganz ohne Stolz ins Auge blicke. Dies soll aber kein Aufruf sein, diesen Beitrag nun in der Wahl künstlich zu pushen. Ganz im Gegenteil geht lediglich der Aufruf in die Welt, sich die zur Auswahl stehenden Texte nach Lust und Laune zu Gemüte zu führen und dann ganz frei von Vereinsbindung die persönlichen drei Favoriten auszuwählen. Denn das haben sich alle Beiträge mit der Arbeit, die in ihnen und den dahinter stehenden Blogs steckt, verdient. Nun denn, geht’s raus (bzw. bleibts lieber drin) und lassts euch von der versammelten Leipziger und Sport-Blogkultur verwöhnen.

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Blogparade: Lieblingsorte in Leipzig

[Adelina von leipzig-leben.de hat zu einer Blogparade aufgerufen und darum gebeten, dass Leipziger Blogger ihre Lieblingsorte in der Stadt vorstellen. Die gesammelten Werke wird sie am 17.01. bei sich drüben zum einjährigen Bloggeburtstag in einem eigenen Beitrag vorstellen. Ich beteilige mich heute mit meinen eigenen Gedanken zu meinem Lieblingsort.]

Lieblingsorte. Da denkt man doch gleich, jaja das ist einfach, da mach ich mal mit. Und dann überlegt man doch, was ja was an dieser Stadt, die in fast 12 Jahren Leben hier zum zu Hause wurde, jene besonderen Plätze sind, die es sich lohnen würde noch einmal besonders hervorzuheben. Zumal ja Lieblingsplätze auch immer ein wenig mit Lebensphasen und den damit verbundenen Menschen zu tun haben.

In diesem Sinne hätte ich so einiges an dieser Stadt wählen können. Man hätte anfangen können beim Bahnhof, den ich in Vorwende- und frühen Nachwendezeiten immer als extrem gruselig und grau empfand, der aber nun zu jenem Tor geworden ist, durch das ich nach Abwesenheiten von der Stadt freudig hindurchschreite, um da mitten hinein zu gelangen, wo eben meine geographische Mitte gerade liegt.

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Wünsch dir was für 2013

Als kleines Zwischenspiel, bevor es dann hier in einer Woche wieder richtig zur Sache geht, meine nicht ganz kleine Wunschliste für das kommende Fußballjahr rund um RB Leipzig. Manch ein Wunsch ist realistischer, mancher mag dies weniger sein.

  • Ganz oben stehen natürlich Meisterschaft und Aufstieg.
  • Damit verbunden ist der heimliche Wunsch nach einem ausverkauften Relegationsheimspiel. RB Leipzig gegen Rot Weiß Essen wäre als Aufeinandertreffen der Zuschauermagneten der Regionalliga diesbezüglich wohl die sinnigste Paarung..
  • Ein DFB-Pokalspiel im August, was den Gewinn des Sachsenpokals voraussetzt.
  • Eine ruhige Sommerpause, sprich Konstanz auf den Positionen der sportlich Verantwortlichen (Rangnick und Zorniger) unabhängig vom Ausgang der Saison.
  • Eine Fortführung der schon im letzten Sommer praktizierten Kaderkonstanz. Drei, vier Neuzugänge für die Stammelf sollten in jedem Fall ausreichend sein.
  • Vertragsverlängerungen für Stefan Kutschke, Niklas Hoheneder, Paul Schinke und Benjamin Bellot.
  • Verdoppelung der rotebrauseblogger-Unterstützer im rotebrauseblock.
  • Konsolidierung der Zuschauerzahlen auf hohem Niveau bei weiterhin heterogener, diskussionslustiger Fankultur.
  • Beginn der zweiten Ausbauphase mit kleiner Tribüne und festen Bauten, inklusive Geschäftsstelle am Cottaweg.
  • Weniger Testspiele in Grimma, mehr Testspiele in Leipzig.
  • Entscheidung für den (Aus-)Bau eines ‚Amateur‘-Stadions, am liebsten nördlich der Red Bull Arena in Symbiose mit den Leichtathleten.
  • Entscheidung gegen ein eigenes RB-Frauen-Team mit größeren Ambitionen.
  • Bundesliga-Klassenerhalt der U17.
  • Schnuppern am Aufstieg in die Bundesliga bei der U19.
  • Und als Zusatzwunsch: Ein durchstartendes, neues Magazin namens OstDerby [broken Link].

Ich weiß, die Liste ist etwas vermessen lang, aber was solls, Zeit für die Untiefen des Realismus bleibt den Rest des Jahres noch genug.

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Frohe Weihnachten

Da ist es schon wieder um, das Jahr und in diesem Blog kehrt zum nun schon dritten Mal weihnachtliche Stille ein. Sportlich war dieses Jahr mit dem knappen, aber verdienten Scheitern von RB Leipzig am Aufstieg und dem ins Mark treffenden 2:2 gegen Wolfsburg II ein ziemlich durchwachsenes. Trotz der guten Hinserie unter Neucoach Zorniger. Administrativ war es mit den neu gestellten Weichen unter der Führung von Ralf Rangnick letztlich ein gutes Jahr bzw. eines, in dem RB Leipzig fit gemacht wurde für die Zukunft. Während im Spielerkader ziemlich viel beim alten blieb, musste man bei Betreuern und Verantwortlichen wieder einiges an neuen Namen lernen. Namen, die mehr noch als in der Vergangenheit für Kontinuität stehen, weil sie alle am selben Spielideestrang ziehen sollen.

Für diesen Blog hier war das Jahr 2013 ein weiterer Schritt hin zur Professionalisierung. Neben regelmäßigen Spielberichten, nicht ganz so regelmäßigen Statistiken, permanenten Analysen und Rück- und Ausblicken und seltenen Interviews sind hier sicherlich die seit dem Sommer hinzugekommenen Liveticker von den Pressekonferenzen zu nennen. Dazu gibt es fast durchgängig täglich drüben bei Google+ die neuesten Updates zu Presseberichten und deren Einordnung in das allgemeine Geschehen rund um RB Leipzig. Umrahmt wird diese umfängliche, tagesaktuelle Analyseberichterstattung durch regelmäßige Facebookupdates, durch die man eigentlich keinerlei Publikationen aus dem rotebrauseblogger-Labor verpassen kann und durch einen nach Lust und Laune geführtem Twitter-Account, der wohl der persönlichste aller rotebrauseblogger-Geschichten ist.

Nicht vergessen darf man an dieser Stelle auch den im Oktober unter dem Motto „Betteln ohne zu betteln“ an den Start geschobene rotebrauseblock, eine virtuellen Fantribüne, auf der man einen Avatar erwerben kann, um die Berichterstattung hier im Blog und drüben bei Google+ irgendwo zwischen Analyse, Meinung, Fanbeobachtung und Journalismus nachhaltig zu unterstützen. Wer bisher den Schritt noch gescheut hat, dem lege ich den Erwerb eines Supportavatars jetzt noch einmal besonders ans Herz. Was gibt es schöneres zur Weihnachtszeit bzw. zum Jahreswechsel als Freude zu schenken..

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Betteln ohne zu betteln

Die Finanzierung von Weblogs bzw. die Monetarisierung von Online-Inhalten generell, ist immer mal wieder Thema in den weiten Welten der Internet-Content-Produktion. Natürlich gilt das für diesen Blog hier ganz genauso, denn neben all dem Spaß und der Freunde, die dieses kleine Eckchen Netz-Textproduktion mir immer noch und immer wieder bereitet, ist es doch auch und vor allem Arbeit (im Zusammenspiel mit dem, was noch so bei Facebook, Google+ und Twitter in seinen verschiedenen Formen passiert, ist es inzwischen ein besserer Halbtagsjob). Das Äquivalent für Arbeit in der Gesellschaft, in der wir leben, ist das Geld, das man gewöhnlicherweise als Lohn einstreicht.

Im Netz ist das mit dem Geld wiederum schwierig. Ist ja irgendwie alles umsonst, also warum für etwas zahlen, das man eigentlich auch kostenlos haben kann. So das gängige (und sogar partiell nachvollziehbare) Verfahren. Online-Werbung wäre doch ein Weg, wird vielleicht der eine oder die andere einwenden. Ja gut, kann man machen und gibt es hier ja auch. Allerdings dürften die Erlöse solcher Modelle dem einen oder anderen ein Tränchen in den Augenwinkel treiben. Ich sage mal, von den Erlösen finanziert sich ungefähr der sehr preiswerte Hostingservice (also das, wo meine Website auf dem Server liegt). Flattr als Micropaymentgeschichte ist sicherlich nett, aber auch fern davon in irgendeiner Form alltagstauglich zu sein (im Sinne dessen, dass es die Masse der Internetnutzer kennt und nutzt). Bliebe noch das gute alte Betteln, auf das Tageszeitungen früher immer verfielen, wenn es ihnen nicht gut ging. Aber permanent irgendwelche Bedrohungs- und Untergangsszenarien aufzubauen, um die Spendenbereitschaft zu kitzeln, ist dann auch nicht meins. Und vor allem auch nicht sehr nachhaltig.

Support your local rotebrauseblogger

Weswegen es hier und heute um etwas geht, dessen zugrundeliegendes Motto „Betteln ohne zu betteln“ heißen könnte. Das große Neue heißt rotebrauseblock und ist ein Unterstützerportal für rotebrauseblogger.de. Eine Art rotebrauseblogger-Community sozuagen mit dessen spielerischer Hilfe ein guter Zweck erfüllt wird, ohne dass der gute Zweck akut im Mittelpunkt stehen muss. Denn der rotebrauseblock ist eine virtuelle Fantribüne, auf der man (s)einen Avatar gestalten und ganz im Vorbeigehen durch die zahlungspflichtige Registrierung auch Online-Inhalte, nämlich die des rotebrauseblogs unterstützen kann. Als Zugabe gibt es zudem ein geschlossenes, nur für registrierte Nutzer nutzbares und sichtbares Forum, das als eine dem Blog nachgelagerte Kommunikationsplattform gedacht ist (zumal ich ein paar Mal in verschiedenen Zusammenhängen den Wunsch vernahm, in geschützteren als öffentlichen Räumen kommunizieren zu können.)

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Das zweite Jahr ist immer das schwerste

Kaum zu glauben, aber wahr. Auch das zweite Jahr rotebrauseblogger ist nun bereits wieder vorbei. Zeit für einen kleinen, heimlichen (virtuellen) Schluck auf diese Präsenz und die Möglichkeit, das aktuelle Zeitgeschehen rund um RB Leipzig mal mehr, mal weniger gelungen zu kommentieren. Und Zeit für einen kleinen, heimlichen Schluck auf all jene, die durch ihre Online-Anwesenheit und/ oder ihr (meist positives) Feedback diesen kleinen Ort im Netz erst zu einem lebens- und lesenswerten machen.

Jahr zwei verging aus meiner Sicht wie im Flug und stand überraschenderweise Jahr eins kaum nach. Vor genau einem Jahr dachte ich, dass das mit dem regelmäßigen Bloggen im zweiten Jahr bestimmt viel schwieriger würde. War es aber nicht wirklich. Zwar ist die Anzahl der Artikel leicht zurückgegangen (von 262 in Jahr eins auf 232 in Jahr zwei), dafür sind die Beiträge etwas länger geworden, sodass Blognachbar René freundlich-ironisch von Texten sprach [broken Link], „die vom Umfang einer Bachelorarbeit vielleicht gar nicht mehr so weit entfernt sind“.

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Frohe Weihnachten

So nun. Ruhe sanft liebes altes Jahr, das Du fußballerische eine bunte Mischung aus Depression und Euphorie präsentiert hast. Und nimm den verpassten Aufstieg in die dritte Liga mit und halt ihn gut fest, sodass ihn Dein Bruder, das neue Jahr nicht wieder mitbringen kann. Oder so.

Es war alles in allem (in Bezug auf RB) sicher kein optimales, aber ein abwechslungsreiches Jahr. Und auch wenn ich nicht noch einen Jahresrückblick Teil 47 anschließen will, sei noch mal an die eindrücklichsten Stationen Kiel, Chemnitz, Wolfsburg, Augsburg, Kiel und leider auch Halle erinnert. Und an ein neues Trainingszentrum, von dem aus man die Atmosphäre eines vollen Zentralstadions, äh einer vollen Red Bull Arena schon fast spüren kann. Und an die Namen Beiersdorfer, Linke, Gudel, Bach, Oral, Pacult, Loos und Shoukry. Beeindruckende Liste, was?

Deren Inhalt man gerne einmal über die Tage Revue passieren lassen kann. Stichwort Besinnlichkeit und so. Denn hier im Blog wird bis zum neuen Jahr eben jene weihnachts- und jahreswechseltypische Ruhe und Besinnlichkeit einkehren, die dann doch jährlich ziemlich gut tut. Wer hier trotzdem vorbeikommt, um Lesestoff zu finden, der oder dem empfehle ich die hinrundenrückblickenden Artikel (eins, zwei und drei) und (quasi von Lesern für Leser) die fünf meistgeklickten Beiträge des Jahres. Auch ein schöner Querschnitt (man beachte beim Lesen den jeweiligen, zeitlichen Entstehungzusammenhang):

Ansonsten bleibt mir nur, allen im und um den Verein und vor allem allen, die hier dieser Tage und auch ansonsten vorbeischneien von Herzen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen!

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Kommunikationskanäle

Immer noch die Stimme aus dem Off. Immer noch internetabstinent. Deshalb hier ein vorproduziertes Kurzthema, das zeitlos ist, nämlich das der Online-Kommunikationskanäle. Meine eigenen und die von RB Leipzig.

[Anmerkung vorneweg: Soziale Netzwerke wie Facebook oder G+ stehen ja derzeit unter besonderer Beobachtung und Kritik von Seiten verschiedener Datenschützer. In Schleswig-Holstein geht man inzwischen gegen Insitituionen vor, die bspw. Facebook-Buttons einbauen oder Facebook-Pages betreiben. Es sei hiermit darauf hingewiesen, dass untige Verlinkungen auf Seiten führen, deren (mich nicht übermäßig interessierenden) Datenschutzbestimmungen mir teilweise ein Rätsel sind. Wer aber Wert darauf legt zu wissen, was mit welchen seiner Internetdaten passiert, sollte sich vorher selbst schlau machen, ob man die Seiten gefahrlos betreten kann.]

Wenn man sich einem dieser vielen Kommunikationskanäle annimmt, dann sollte man erst einmal eine Idee haben, wozu man bspw. Facebook eigentlich braucht. Mein eigenes Vorgehen war da weniger strategisch. Mal probieren und gucken in welche Richtung das geht. So war es zumindest bei meiner rotebrauseblogger-Facebook-Page. Inzwischen ist dort dank einer inzwischen dreistelligen ‚Like‘-Zahl eine hübsche Vernetzungspräsenz entstanden, die aus meiner Sicht der kürzeste Weg zum geneigten Leser darstellt. Zumindest aus meiner Wahrnehmung würde ich behaupten, dass viele sich für Kurzkommentare lieber dort auslassen als im Blog selbst. Vielleicht liegt das auch am Daumen, den ich in meinem Blog nicht eingebaut habe und zukünftig aus oben genannten Gründen auch nicht einbauen werde. Insgesamt ist Facebook der soziale Ort, von dem aus die meisten Menschen diesen Blog besuchen.

Bei meinem @rotebrauseblog-Twitter-Account und mir war das eine andere Geschichte. Irgendwo las ich mal wieder was davon, dass real existierende Menschen dadurch geärgert würden, dass in ihrem Namen Twitter-Fake-Accounts angelegt würden. In einem Akt egozentrischer Überhöhung dachte ich mir, dass ich dem entgegenwirken möchte, indem ich selbst twittere. Zugegebenermaßen ist Twitter eine großartige Sache, um schnell und gut informiert zu sein, aber eine schlechte Sache für das Zeitmanagement. Aber aus irgendeinem Grund, den ich noch nicht formuliert kriege, macht dieses extrem flüchtige Medium Twitter, wo Wortmeldungen binnen Minuten wieder verschwinden Spaß. Nutzen tun den rotebrauseblogger-Twitterer im Gegensatz zu Facebook vor allem Sportinteressierte und Sportblogger aus dem ganzen Bundesgebiet. Die RB-geneigten Blogleser scheinen da deutlich in der Minderheit.

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Aktion Libero

„Heun, Heun, der Schwule mit der Neun“. Ich war vielleicht 14, 15, bestenfalls 16 und fand es irgendwie witzig diesen Slogan der älteren Anhänger mitzurufen, wenn denn Rot-Weiß Erfurt mit eben jenem torgefährlichen Jürgen „Kimme“ Heun, seines Zeichens mit der Rückennumer neun ausgestattet, wieder mal nach Cottbus kam.

Nicht dass ich in irgendeiner Form im zur Homosexualität schweigenden Ostdeutschland der End-80er wusste, was dieses schwul sein eigentlich bedeuten soll. Ich glaube, ich habe noch nicht einmal geahnt, dass es dabei um die intensive Zuneigung zweier Männer zueinander geht. Ich freute mich einfach, weil es sich reimte und weil schwul irgendetwas komisches, ekliges, unmännliches und unanständiges war.

Selbst wenn sich die Zeiten in den vergangenen mehr als 20 Jahren deutlich verändert haben und auch die Fußballwelt toleranter geworden ist, zum Alltag gehört Homosexualität im Fußball noch lange nicht. Das zeigt nicht nur die Tatsache, dass es in Deutschland im Profifußball keinen schwulen Fußballer gibt, der sich geoutet hat, sondern beweist sich auch darin, dass sich Hauptprotagonisten wie Jogi Löw, Philipp Lahm und jüngst Arne Friedrich in der Vergangenheit bemüßigt fühlten, ein Heterosexualitäts-Outing zu starten.

Jenseits dessen gehören Beschimpfungen wie schwule Sau sicher nicht mehr zum umfassenden Fanblock-Kanon (sofern er mir als Regionalliga-Gucker überhaupt bekannt ist), alltäglich sind sie unter Zuschauern allerdings immer noch. (Nicht nur) Im Eifer des Gefechts möchte man immer noch häufig negativ auf die vermutete sexuelle Präferenz eines Spielers abheben, wenn notwendig immer mit der Behauptung auf den Lippen, nichts konkret gegen Schwule zu haben. Es ist halt Fußball und da geht es eben rau zu.

Was natürlich Quatsch ist, denn in der gedankenlosen oder bewussten Schwulenbeschimpfung stecken weiter die gleichen oder ähnliche homophoben Bilder drin, die die Beschimpfungen schon immer unappetitlich machten. Weswegen es weiter Not tut, dafür einzutreten, dass Homphobie keine Bagatelle ist. Wie man an mir sieht, habe ich es in den letzten 20 Jahren zumindest geschafft, das Problem und meinen Anteil daran zur Kenntnis zu nehmen und meine Sprache und mein Denken zu hinterfragen. Und weil Homophobie als Vorurteil weiterhin nicht nur Schwule oder Lesben betrifft, sondern vor allem jene, die homophob auftreten, hier und heute das Folgende, von dem ich ein kleiner unterstützender Teil sein darf:

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

 

 

 

 

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Sündenbockegozentrik

Meine bisherige persönliche Bilanz mit RB Leipzig in der Regionalliga-Saison 2011/2012:

  • Besucht: 4 Spiele, 5 Punkte, 5:5 Tore (HSV II, FCM, Hertha II, Plauen)
  • Nicht besucht: 4 Spiele, 12 Punkte, 13:2 Tore (Meppen, Wilhelmshaven, Havelse, Lübeck)

Meine persönliche Bilanz wäre nur noch verschlechterbar, hätte ich statt des 2:1 bei der U23 von Hertha das 1:0 in Meppen gesehen. Dann hätten statt der 5:5 Tore nur 4:4 Tore bei 4 besuchten Partien zu Buche gestanden. Nimmt man an, dass ein 2:1 und ein 1:0 jetzt nicht wirklich differieren, dann könnte man zugespitzt sagen, dass ich die vier ergebnistechnisch schlechtest möglichen Spiele besucht habe. Erfolgs- oder Schönwetter-Fan oder was auch immer kann man mich nun wirklich nicht nennen. Dass mein subjektiver Eindruck von der bisherigen Saison nicht übermäßig positiv sein kann, versteht sich von selbst..

Als Maskottchen oder Glücksbringer tauge ich also derzeit offenbar nicht. Wenigstens konnte meine Anwesenheit in Berlin nicht auch noch die Auswärtsbilanz versauen. Falls es stimmt, dass Fußballer und das sie betreuende Personal sehr abergläubisch sind, dann würde ich vorschlagen, dass man zum Abwenden weiteren Schadens einfach die Mannschaftskasse schlachtet und wir dann gemeinsam gucken, ob mich der Inhalt derart beeindruckt, dass er mich vom Besuch zukünftiger RB-Spiele abhalten könnte. Sachdienliche Vorschläge und Gebote bitte auf den üblichen Kommunikationskanälen..

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Das gar nicht verflixte erste Jahr

Das erste Jahr ist wohl das leichteste, zumindest vermute ich so, wenn ich die Aussagen von Bloggern, die schon ein paar Jahre dabei sind, richtig interpretiere. Dieses hier, den rotebrauseblogger.de gibt es nun seit genau einem Jahr. Ein Jahr, das bei 262 geschriebenen Beiträgen als recht umfangreiches Bloggingjahr bezeichnet werden kann. Ein Maßstab (und darum drehen sich wohl alle Berichte über das erste Jahr), den ich vermutlich nicht auf ewige Zeit halten kann. Aber dafür ist der Blog hier ja auch ganz und gar meins und jederzeit veränderbar und so weiter. Das erste Jahr jedenfalls war schön, auch weil der Blog kontinuierlich inhaltlich und technisch gewachsen. Vor allem aber, weil sich eine kleine (aber immer größer werdende) und feine Stammleserschaft gebildet hat, für die zu schreiben sich lohnt und die sich egal ob pro oder contra RasenBallsport Leipzig bei Diskussionen zu fast 100% innerhalb der Toleranzgrenzen, die die Netiquette setzt, bewegt, was auch mir den einen oder anderen Erkenntnis- oder Verständnisgewinn gebracht hat. In diesem Sinne: Auf ein neues Jahr Bloggen im Dunstkreis eines deutschen Viertligisten.
Und weil es immer so schade ist, dass alte Texte in der Versenkung verschwinden, hier – quais als rückblickende Geburtstagssentimentalität – eine Liste meiner perönlichen Favoriten des ersten Jahres in alphabetischer Folge. Zum Stöbern quasi. Manches ernst, manches weniger, manches auch Zeitdokumente, die ich vielleicht heute ein wenig anders schreiben würde. Viel Spaß denen, die sich das antun möchten.

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Selbstreferenzielles

Da es ja auch manchmal schön ist, keinen eigenen Content erstellen zu ‚müssen‘, an dieser Stelle nur ein Lesehinweis. Das größte und wichtigste Forum von Anhängern von RB Leipzig rb-fans.de fragte vor kurzem für ein Interview an, worauf ich mich – geschmeichelt wie ich mich dadurch fühlte – freudig einließ. Und so traf ich mich mit Rumpelstilzchen und Rojiblanco zu einem interessanten und aufschlussreichen Abend, dessen Ergebnisse sich hier [broken Link] nachvollziehen lassen. Und wie das bei Interviews so ist, es gilt das gesprochene Wort. Sicher würde ich manche Sachverhalte hier im Blog anders, komplexer oder durchdachter beschreiben, aber gesprochen wird es nun mal verkürzter, aber auch lebendiger und wer das ganze genauer wissen will, muss sich halt hier durch die gesammelten Werke wühlen. Vielen Dank noch mal an die virtuellen Nachbarn.

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Sichtweisen

RB-Trainingszentrum: Leipziger Umweltverbände fordern umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung. (…) Unmissverständlich deutlich haben die drei Leipziger Umweltverbände ihre Haltung zum geplanten RB-Trainingszentrum am Cottaweg formuliert. (L-IZ [broken Link] vom 02.02.2011)

Umweltschützer gehen auf Fußball-Regionalligisten zu. Forderungskatalog soll Streit entschärfen. (LVZ vom 03.02.2011)

Ähm ja, es geht um die selbe Pressemitteilung Leipziger Umweltverbände. Aber glücklicherweise gibt es im Netz ja alles, deswegen kann sich hier [broken Link] auch jeder selbst ein Bild machen.

Und eine Bemerkung wieder mal in eigener Sache: Wie ich erst jetzt bemerkte, war mein Kontaktformular, unter dem man mir Nachrichten schicken kann in den letzten 2 Wochen defekt, sodass mich eventuell in dieser Zeit geschriebene Nachrichten nicht erreichten. Falls jemand eine Antwort auf eine Anfrage vermisst, dann könnte es daran liegen, dass die Anfrage nie bei mir angekommen ist. Für diesen Fall bitte ich um eine Wiederholung des Versuchs. Das Kontaktformular funktioniert jetzt wieder und hoffentlich weiterhin einwandfrei.

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Sportblogger-Beitrag des Jahres 2010: Der Gewinner ist…

Vor kurzem hatte ich an dieser Stelle dazu aufgerufen, den Sportblogger-Beitrag des Jahres 2010 mitzuwählen. Nur fair, nun auch aufzulösen, wer es geworden ist: Passend zur Nachricht, dass das Team des letztjährigen ‚F’ormel 1‘-Weltmeisters, nämlich Red Bull 2010 einen Rekord beim Verkauf von Dosen erzielte, geht der hoch nicht dotierte Preis in der Kategorie Sportblogger-Beitrag des Jahres 2010 an Don Dahlmann vom Racingblog mit dem Beitrag Formel Eins: Die Sache mit dem Überholen, mit dem er die versammelte Fußball(blog)prominez alt aussehen ließ. Glückwunsch an den Gewinner. Und wer mag darf hier noch mal das komplette Teilnehmerfeld samt Gesamtergebnis unter die Lupe nehmen.

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Markensynergien

Dank des Medienlotsen bin ich über die dikri- (Deutsches Institut für Kommunikation und Recht im Internet) Studie ‚Social Media Bundesliga Report 2010‘ gestolpert (broken Link). Neben vielen interessanten Zahlen über Aktivität der Bundesligisten und ihrer Fans und die Wahrnehmung und Beliebtheit der Vereine im Web 2.0 gibt es auch einen interessanten Vergleich zwischen der Marke Bayern München und Red Bull (S.27): Markensynergien weiterlesen

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Auszeit

An dieser Stelle wird in den nächsten reichlich 2 Wochen Ruhe und Besinnlichkeit einkehren. Sprich, falls mich nicht doch noch ein extremes Mitteilungsbedürfnis überfällt, werde ich meinen Computer in dieser Zeit vom Schreiben neuer Blogbeiträge verschonen. Wer trotzdem nicht auf das Lesen verzichten möchte, dem empfehle ich die leicht durcheinander geratene Hinrundenanalyse gleich hier unter diesem Beitrag, die gesammelten Werke zur Regionalliga-Reform (kleiner Insider-Witz) und natürlich die Volltext-Suchfunktion oben rechts.

Und da das Jahresende ja auch immer die Zeit für Versöhnliches ist, bleibt nach den gelegentlich auch kritischen Tönen an dieser virtuellen Stelle auch die Zeit, allen Beteiligten danke für das RasenBallsport-Jahr zu sagen. Wenn man den Verein, der Anfang des Jahres am Gontardweg vor knapp 800 Zuschauern Borea Dresden mit 5:0 bezwang, mit dem heutigen Verein vergleicht, dann liegen da trotz unbefriedigender sportlicher Entwicklung der ersten Männermannschaft Welten dazwischen. Neue Geschäftsstelle, Traininszentrum auf dem Weg, Umzug in die Red Bull Arena, deutlich gewachsener Zuschauerschnitt, eine qualitativ und quantitativ wachsende Nachwuchsabteilung, ein (nominell) verjüngter Profikader, eine auf Dauer etablierte, eigene zweite Mannschaft. RasenBallsport Leipzig ist auf vielen Ebenen auf dem richtigen Weg. Dafür verantwortlich sind ganz konkrete Menschen, denen egal ob Spieler- und Trainerteams, Vereinsverantwortlichen im administrativen Bereich oder Anhängern an dieser Stelle der uneingeschränkte Dank für ihr Engagement gilt.

Ansonsten bleibt mir nur allen Leserinnen und Lesern, die in diesen Tagen vorbei schneien, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen.

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Absagen und Ansagen

Nun ja, an dieser Stelle wäre es wohl heut um ein paar vorbereitende Bemerkungen zum Pokalausflug nach Leutzsch gegangen. Vielleicht, um die persönliche Freude von Tom Geißler über seine Rückkehr in den Alfred Kunze Sportpark zu erwähnen. Vielleicht, um die sportliche Vorfreude der Sachsen-Spieler zu beschreiben. Vielleicht, um die sportlich undankbare Aufgabe für die RasenBallsportler gegen einen unterklassigen, sehr  gut organisierten und hoch motivierten Gegner zu skizzieren. Vielleicht hätte ich auch auf die noch offene Rechnung und die trotzdem positive sportliche Bilanz in den bisherigen Vergleichen mit den Leipziger Kultclubs hingewiesen. Durch die Spielabsage muss dies nun leider alles ausfallen. Angesichts dessen, dass ich nun meine Beine unter eine warme Decke stecken und einen freien Tag mit Kind und Kegel genießen kann, hält sich mein Ärger in Grenzen. Absagen und Ansagen weiterlesen

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