Archiv der Kategorie: In Bild und Ton

Bis Dose leer 2015/2016

16 Monate ist die Einführung der Videorubrik „Bis Dose leer“, der man drüben bei Youtube über den dortigen rotebrauseblogger-Channel folgen kann, nun auch schon wieder her. Der anfangs selbsterwählte Veröffentlichungsrahmen von einmal im Monat konnte naturgemäß nicht eingehalten werden und hat sich eher auf einmal alle zwei Monate eingependelt.

Falls der Produktion, bei der man so lange um irgendwelche aktuellen oder weniger aktuellen Themen kreist, bis die jeweilige Dose (Bier) leer ist, jemand noch nicht so sklavisch folgt oder sie gar noch nicht kennt oder jemand einfach noch mal ein bisschen durchzappen will, der ist hier und heute richtig.

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Unerquickliches

Schlimm dieser Fußball. Will nach dem Terror von Paris nicht nur ein (am Ende wegen Terrorwarnung abgesagtem) Länderspiel gegen die Niederlande austragen, sondern erlaubt sich auch noch, dieses Spiel zu einem Statement für die Freiheit zu stilisieren. So vernahm man in den letzten Tagen an verschiedensten Stellen. Um es kurz zu machen, mir persönlich ist in dem Fall ein wenig Pathos und Überhöhung sehr viel näher als die professionelle Kühle, mit der man noch nach grauseligsten Schlachtfesten eine ruhige Reaktion propagiert oder den Islam als Religion vor seinen islamistischen Mörderbanden in Schutz zu nehmen versucht.

Man sollte aus Sport nicht mehr machen, als er ist. Und an die Kraft dessen, dass das gemeinsame Fußballerlebnis eine quasi kathartische Wirkung habe, die Differenzen überwindet und die Gesellschaft heilt, habe ich nie geglaubt. Trotzdem ist es interessant, dass Bekenntnisse zur Freiheit und zur Solidarität mit Paris im amerikanischen Sport sehr viel alltäglicher sind als in Deutschland, wo ein Benedikt Höwedes für seine Aussage, er reise „als Fan der Demokratie“ zum Deutschland-Niederlande-Spiel eher noch Spott erntet.

Sich über den Sport zu einem bestimmten freiheitlichen Gesellschaftsmodell zu bekennen, tut natürlich erstmal nicht sonderlich weh. Und die Fragen danach, welche Konsequenz und Militanz eine freiheitliche Gesellschaft braucht, um sich gegen Mörderbanden zu schützen, werden damit auch nicht beantwortet. Wäre vielleicht auch etwas viel verlangt.

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Bis Dose leer

Immer mal wieder neue Formate in technisch unausgereiftem Gesamtzustand mit allen inhaltlichen Freiheiten zu probieren, ist ein angenehmer Nebeneffekt dieser Bloggerei hier. Abseits des Niederschreibens diversester Gedanken in ausschweifenden Texten wurde schon vor über einem Jahr die Podcast-Reihe „Champagner statt Bier“ gestartet, der nach dem Wegzug von André Herrmann gerade ein Gastgeber weggebrochen ist, die nach der Sommerpause aber sicherlich wieder in neuem, anderen Glanz erstrahlen wird.

Während der Podcast hier im Blog ja auch promotet wird, sieht das mit dem Bewegtbild-Format ‚Bis Dose leer‘ anders aus. Aus irgendeinem Grund hatte ich bisher nicht das Gefühl, dass die entsprechenden Clips hier rein passen. Die gerade laufende Blog-Sommerpause soll aber zumindest die Chance bieten, darauf hinzuweisen, dass es da etwas mit Bildern (und mit Puscheln) gibt, was man sich drüben in diesem komischen Youtube-Ding, dessen Möglichkeiten, sich den Inhalt zu organisieren, mir immer noch nicht ganz klar sind, angucken kann. Man kann auch den entsprechenden rotebrauseblogger-Kanal abonnieren, aber falls ihr diese merkwürdige Idee wirklich gut finden solltet, findet ihr ganz gewiss Wege dies in die Tat umzusetzen, ohne dass ich das umständlich erkläre.

Weil ich ganz nett bin, mache ich heute mal eine Ausnahme und präsentiere euch die bisherigen Folgen von ‚Bis Dose leer‘ plus den Trailer (auch wenn die Idee, einfach 10 Minuten zu quatschen, bis die Dose Bier leer ist, selbsterklärend ist) hier im Blog. Künftig, also nach der Sommerpause, werdet ihr dann wieder über Twitter, Facebook oder Youtube selbst auf entsprechende neue Schnipsel stoßen. Oder hier im Blog in der Seitenleiste im Twitter-Kasten, falls ihr nicht gerade mobil surft.

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Länderspielpausenabschlussunterhaltung

Fünf Pflichtspiele und ein besonderes Freundschaftsspiel ist die aktuelle Saison alt. Macht vier Siege und zwei Unentschieden. Festgehalten in Bild und Ton für die Nachwelt. Am Wochenende geht es mit dem Spiel gegen Braunschweig in der zweiten Bundesliga schon weiter. Kann man sich ja schon mal drauf einstimmen. Zwei Videos gibt es hier, den Rest drüben bei Youtube.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=td50K_zpJL4[/youtube]

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=JbwNiAraiFg[/youtube]

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Vom Tor zum Hype in einem Tweet

Am Anfang war es nur ein Tor, das Daniel Frahn nach handgestoppten 8,6 Sekunden gegen den VfB Stuttgart II erzielte. Klar ein besonderes, weil es in Deutschlands Profiligen bis dahin nur ein schnelleres gegeben hatte und weil die spezielle Anstoßvariante mit Anleihen beim American Football eine interessante war, aber eben nur ein Tor.

Eines das im Stadion, bei vielen jener, die die Variante schon aus einigen Spielen zuvor kannten, mit einem überraschten „Wow, dass das mal zu einem eigenen Tor und nicht zu einem Kontergegentor führen würde..“ freudig-erregt zur Kenntnis genommen wurde. Und eines, das medial als schnellstes Tor der Drittligageschichte, das die Basis für einen sicheren Heimsieg von RB Leipzig legte, eher nüchtern denn euphorisch beschrieben wurd“e.
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„Fußball ist richtig geil und macht Spaß“

Ein Video (broken Link) hält derzeit Teile der Online-Welt in Trab. Na klar, eines das mit RB Leipzig zu tun hat. Peinlich, lachhaft, hohl, zum fremdschämen, etc. Die Begrifflichkeiten, die dem Filmchen angehangen werden, sind in der Wortwahl eindeutig.

Es geht in dem Beitrag um die Rentnerin Karin, die zum ersten Mal zum Fußball geht. Zu RB Leipzig. In die Red Bull Arena. Und zwar nicht allein oder mit Freunden, sondern mit einer Kamera. Weil: Karin ist das Aushängeschild von „Karin auf Zack“ [broken Link], ein Format in dessen Rahmen sie regelmäßig irgendwelche Sachen macht, die man beim ausstrahlenden MDR offenbar für renteruntypisch hält (wie zum Beispiel ins Fitnessstudio gehen oder skypen). Gesendet werden die Schnipsel dann in der MDR-Sendung „hier ab vier“ [broken Link]. „Karin auf Zack“ ist also eine Sendung von einer Rentnerin für eine Rentnerin, quasi um die ältere Zielgruppe über Karin an einer Welt teilnehmen zu lassen, die der Zielgruppe sonst anscheinend nicht zugänglich wäre.

Das wäre, so wie 95% der Beiträge bei „hier ab vier“, alles nicht weiter von Belang, wenn es nicht um RB Leipzig ginge und online veröffentlich worden wäre. So ergießt sich in leichter Verzögerung (die Sendung ist ja schließlich schon fünf Tage alt) via diverser Online-Kanäle der Spott über Sendung, Protagonisten und Verein, weil aus Zuschauersicht offenbar alle gleichermaßen von der Sachunkenntis einer Bisher-noch-nicht-Fußballbesucherin negativ bestrahlt werden. Und Fußball ist doch schließlich was für coole Bescheidwisser und schon seit mindestens 15 Jahren das Abseits Verstandenhaber.

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Stimmungslagen

Es besteht ja keine Gefahr, dass man mir den Vorwurf machen könnte, dass der Blog hier zu bildlastig ist. Von daher schadet auch ein Video zwischendurch wohl nicht. Weil es doch auch ein so großartiges ist. Eins von einem Spiel, bei dem der türkische Verband zuerst die Öffentlichkeit ausgeschlossen hatte, um den Ausschluss später in einen Ausschluss von Männern umzuwandeln. 40.000 Fenerbahce-Anhängerinnen und Kinder nahmen das Geschenk dankend und begeistert an und feierten eine in Fußballstadien atmosphärisch ungewöhnliche Party. Zumindest, wenn man Bild und Ton Glauben schenkt:

(Video bei Youtube nicht mehr vorhanden)

Eine längere Erklärung zum Hintergrund gibt es in einem SPOX-Blog.

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Moderne Werbeästhetik

Moderne Werbeästhetik in Musikcliplänge hat Nike mit seinem neuesten Fußball-Spot produziert.

(Video bei Youtube nicht mehr vorhanden)

Beim sportinsider gibt es dazu ein nettes Zitat, das die Verknüpfung von Produkten mit einer bestimmten Aura bzw. einem positiven Lifestyle-Image beschreibt. Tatsächlich definiert sich die moderne Warenwelt (Stichwort Apple!) schon lange nicht mehr unbedingt über die Verknüpfung von Produkten und Funktionalität, sondern Produkte müssen darüber hinaus ein – im besten Fall durch virale Verbreitung gestärktes – positives, ästhetisches Image aufweisen. Apple hat dies vorgemacht, andere haben nachgezogen. Mir persönlich leuchtet es zwar nicht ein, z.B. für einen Apple Geld zu zahlen, dass sich nicht unbedingt ganz pragmatisch in der Produktfunktionalität wiederfinden lässt, aber das was sich Nike mit seinem Fußball-Spot ausgedacht hat, macht auf jeden Fall Spaß. Insbesondere der gescheiterte Rooney ist großartig.

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