Archiv der Kategorie: Fußballdeutschland

Eigene Liga für zweite Mannschaften

Ich persönlich finde das Spielen gegen die zweiten Mannschaften von Proficlubs, also das was RasenBallsport Leipzig und seine Anhänger in der neuen Saison erwartet gar nicht unbedingt dramatisch. Nichtsdestotrotz verstehe ich das Klagen der Vereine, die auf jeden Euro aus den Eintrittsgeldern angewiesen sind und denen die zuschauertechnische Magerkost der Spiele gegen die U23-Teams gelinde gesagt auf die Nerven geht. Und ich finde, man könnte das Problem ganz schnell durch eine eigene Liga für zweite Mannschaften lösen.

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Aufstieg

Euphorische Freude sieht natürlich anders aus – eher verbindet sich mit dem nun perfekten Aufstieg in die Regionalliga ein ‚der erste Schritt ist gemacht, denken wir über den nächsten nach‘-Gefühl – trotzdem von dieser Stelle an alle Spieler, Betreuer und Unterstützer von RasenBallsport Leipzig herzlichen Glückwunsch zum ersten sportlichen Erfolg der sehr jungen Vereinsgeschichte.

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Probleme, die andere gerne hätten

Möchte man auf legendäre Reporter-Sprüche zurückgreifen, hätte man am gestrigen Abend im Rückgriff auf DDR-Sport-Moderatoren-Legende Heinz-Florian Oertel den Fernsehzuschauer auffordern müssen, seine Kinder Ivica zu nennen. Doch erstens haben Sportereignisse (außer vielleicht WM-Endspiele) wohl kaum noch die gesellschaftliche Integrationskraft, dass solch ein Aufruf folgenreich wäre und zweitens möchte man wohl kaum, dass das eigene Kind Waldemar (wie von Heinz-Florian Oertel gefordert) oder Ivica (wie von niemandem gefordert) heißt.

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Ferguson fliegt raus und teilt aus

„Sie haben den Schiedsrichter belagert und die Rote Karte erzwungen.“, behauptete Alex Ferguson (sportschau.de [broken Link]) nachdem sein Team Manchester United gegen die Bayern das Champions-League-Zeitliche segnete. Mal abgesehen davon, dass dieses Gewinke von Spielern nach Karten absolut peinlich, unsportlich und vielleicht sogar eine typisch Deutsche Sitte ist, bleibt doch der Fakt, dass Schiedsrichter meistens eher angenervt sind, wenn Spieler bestimmte Entscheidungen von ihnen verlangen und dann erst recht gegenteilig entscheiden und sowieso die gelb-rote Karte völlig berechtigt war (da hat der 19-jährige Rafael im falschesten aller Spiele Lehrgeld bezahlen müssen). Der Unmut Fergusons bleibt aber nachvollziehbar (auch wenn ihn der Falsche abkriegte), weil ManU gegen diese Bayern niemals ausscheiden durfte. Doch 3 folgenschwere, individuelle Fehler, nämlich das Pennen beim 2:1-Siegtreffer der Bayern in München, das wiederholte Pennen beim 1:3-Anschluss der Bayern in Manchester und der erwähnte Platzverweis haben dem besseren Team das Ausscheiden beschert. Dazu noch die schwer nachvollziehbare Wechseltaktik Fergusons bei Hin- und Rückspiel und fertig war die Überraschung. Ich finds gut, aber ich mag die Bayern auch..

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Verquere Logik

„Es handelt sich hierbei um keinen sportrechtlich relevanten Sachverhalt, da die Äußerungen im rein privaten und vertraulichen Rahmen gemacht wurden und nicht damit gerechnet werden konnte, dass diese in die Öffentlichkeit gelangen würden.“ (sportschau.de [broken Link/ 20.04.2011]) Mit diesen Worten begründete der Vorsitzende des Kontrollausschuss des DFB Anton Nachreiner, dass es kein Verfahren gegen Schiedsrichter Kempter geben würde. Kempter hatte sich in einer Mail über ein mögliches Ausscheiden der Bayern aus der Champions League gefreut: „Hoffentlich fliegen die Bayern gleich raus, dann können wir anstoßen.“ Mal abgesehen, davon, ob diese Mail wirklich schlimm ist und mal abgesehen davon, ob Schiedsrichter frei sein müssen von Vereinspräferenzen, ist die Logik des Kontrollausschusses ziemlich verquer. Wäre es sportrechtlich auch nicht relevant, wenn ein Schiedsrichter in einer Mail ankündigen würde, dass er die blöden Bayern mal ordentlich verpfeifen will, wenn es sich dabei um eine private Mail handelt? Muss sich ein Schiedsrichter mit so etwas an die Presse wenden, damit es sportrechtlich relevant wird? Ein bisschen hat man das Gefühl, dass der DFB den Fall Kempter einfach nur schnell zu den Akten legen will.

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Aktivitäten gegen den modernen Fußball

Der moderne kommerzorientierte Fußball und die finanziell-sportlich dahinsiechenden Traditionsvereine, das sind für viele Fans zwei Seiten derselben Medaille. Aktivitäten gegen den modernen Fußball beschränken sich dabei oft auf Beschimpfungen und Drohungen (wie bspw. das ‚Wir kriegen euch alle‘ der Lok Leipzig-Kurve beim Spiel gegen RasenBallsport Leipzig). Doch es gibt auch ganz praktische Handlungsanweisungen. Zwei seien hier in aller Kürze vorgestellt.

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HFC-Ultras in der Kritik

Bei der Jugendbande/Saalefront (JB/SF), einer Ultra-Gruppierung beim HFC Chemie will man unter anderem RB Leipzig töten. Eine unterstützenswerte Bemerkung zum Thema:

“Es ist unglaublich, wie die „Ultras“ des HFC ihre Wahnvorstellung eines Vereins, den sie angeblich unterstützen, von den Funktionären des Vereins, den Spielern des Vereins, und vielen Fans des Vereins loskoppeln können”, kritisiert der Arbeitskreis Kritischer Studenten an der MLU. “Oft behaupten sogenannte Ultras, kritisiert man rechte Sprüche im Stadion, sie seien unpolitisch und Politik habe im Stadion/Fussball nichts zu suchen“, heißt es in einer Mitteilung. “Die Kampagne „Tötet RB“ oder die Sprüche „HFC – Fuck Antifa“, „88“ und „JUDEN“ sprechen eine andere Sprache.” (halleforum.de [broken Link], empfohlen auch die Kommentare zum Artikel [broken Link])

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Die Causa Zwanziger

Was auch immer zwischen Amerell und Kempter oder anderen Schiedsrichtern passiert sein mag, mit einem hat Herr Amerell vermutlich recht: „Zwanziger hat in blindwütiger Weise zwei Menschen kaputtgemacht, die Ehre von zwei Menschen auf dem Altar der Öffentlichkeit geopfert. Er ging mit uns um, wie mit zwei Holzstücken, wo man draufhauen kann.“ (siehe Süddeutsche Zeitung vom 05.03.2010) Nach dem Verklagen des Sportjournalisten Weinreichs [broken Link] und dem öffentlichen Nachgetrete gegenüber Löw und seinem Team anlässlich von Vetragsverhandlungen die nächste, eigentümliche Geschichte, die in Zwanzigers Vater-der-Kompanie-Manier ganz schön daneben geht.

PS: Bei direkter-freistoß.de finden sich diverse lesenswerte Artikel zum Thema Amerell-Zwanziger-Kempter.

Update PS: Die FAZ hat in Person von Patrick Bahners einen Artikel zu Zwanzigers Auftreten im Fall Amerell vs. Kempter geschrieben. Prädikat: sehr lesenswert.

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Spielabsagen

Spielabsagen sind ein Dilemma der tieferen Spielklassen. Durch die Absage des Halberstadt-Spiels könnte es zur schrägen Situation kommen, dass die Budissen am 12.03. die Chance bekommen, mit einem Sieg gegen den RBL an den RasenBallsportlern vorbeizuziehen (wenn auch bei 2 Spielen mehr). So bringt der verzerrte, winterliche Spielplan vielleicht wieder so etwas ähnliches wie Spannung in die Staffel Süd der Oberliga Nordost. Glücklicherweise ist dies spätestens ab der 2.Liga und erst recht in der Bundesliga vorbei. Dort haben alle Teams eine Rasenheizung und oftmals überdachte – und somit nicht vereiste – Zuschauerplätze. Und mit dem Umzug ins Zentralstadion mit seiner Rasenheizung sollten Spielausfälle bereits im nächsten Winter zumindest bei Heimspielen ausfallen..

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