Alle Beiträge von rotebrauseblogger

Presse 18.05.2016

Wer will, hat heute noch mal die Chance, sich intensiv um Aufstiegsfeier, Silly und die neue RB-Hymne zu kümmern. Ganz viel neues gibt es dabei nicht. Die Bandbreite reicht wieder mal von albernen Ossi-Wessi-Abrechnungen (Huffington Post) über ‚Die Großen fressen die Kleinen und wir müssen alle nicht nur „Scheiß RBL“ rufen, sondern unser Geld umverteilen‘ (Zeitspiel) bis hin zum natürlich völlig selbstlosen Kampf für das vernünftige Ausgeben von Gebührengeldern (Stadioncheck). Finde jeder selbst raus, ob er dabei und bei den anderen Texten etwas interessantes entdeckt.

LVZ und Welt noch mit ein paar Fakten zur Aufstiegsfeier und zur Hymne. Wissenswert vielleicht, dass die neue Hymne letztlich als Abstimmungskommitee die RB-Vereinsführung hatte, wie Sebastian Krumbiegel bei der LVZ bekennt. Interessantes Auswahlgremium.

Glasperlenspiel meint in der Welt, dass auch sie wie Silly vom MDR zu einem „Fest für den gesamten ostdeutschen Fußball“ eingeladen worden seien. Man sei vor Ort auch überrascht gewesen, dass es nur um RB Leipzig ging (ein Puhdys-Bandmitglied widerspricht dem bei BILD und meint, dass man „eindeutig zur RB-Party eingeladen“ wurde; auch die LVZ meint mit Verweis auf MDR-Aussagen, dass natürlich eine RB-Aufstiegsfeier kommuniziert wurde).

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Was von Spieltag 34 bleibt

Und da ging sie dann doch dahin, die Saison 2015/2016, die auf den ersten beiden Plätzen jene Teams sah, die man auch am Anfang der Saison da erwartet hatte. Fußballerisch war es nicht unbedingt eine sehr spektakuläre Saison. Wie schon letztes Jahr viel laufen, kratzen, beißen und wenig überraschendes.

Selbst Freiburg verordnete sich nach der Winterpause eine darmstadteske Zweitligataktikspritze und setzte fortan vermehrt auf lange Bälle, weil man bemerkt hatte, dass man mit Zerspielen nicht ganz so hohe Erfolgsaussichten hat. Das und viele Standardtore, zusammen mit einer hervorragend besetzten Offensive sorgten am Ende für den sicheren Aufstieg.

Fußballerisch am interessantesten ging es vielleicht in Bochum zu, wo Gertjan Verbeek von seiner Idee, mit Ballbesitz und vielen Läufen im Hochgeschwindigkeitsbereich (quasi spielerisch geradlinig) die Konkurrenz nass zu machen, auch dann nicht abrückte, wenn er damit offensichtlich ins offene Messer rannte. Das war in vielerlei Hinsicht unterhaltsam, aber am Ende auch nicht so erfolgreich, wie man beim VfL lange insgeheim gehofft hatte. Der Unterschied zu den Spitzenteams bestand tatsächlich darin, dass man viele Torschüsse zuließ und diesbezüglich auf Augenhöhe mit Paderborn, Frankfurt und Duisburg, also nicht gut war.

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Presse 17.05.2016

Der letzte Spieltag der Zweitligasaison 2015/2016 liegt hinter uns. Zum Abschluss setzte es noch mal eine 0:1-Niederlage beim MSV Duisburg. Aufgrund des Chancenverhältnisses ein verdientes Ergebnis, auch wenn Leipzig über größere Strecken des Spiels optisch dominant war. Im gegnerischen Sechszehner war aber fast immer Schluss, während die Gastgeber auch abseits des Siegtors von Giorgi Chanturia noch drei, vier gute Gelegenheiten zum Torerfolg hatte.

Reichlich 28.000 Zuschauer verfolgten die Partie in Duisburg. Reichlich 2.000 davon bevölkerten den Gästebereich.

Duisburg sicherte sich durch den Erfolg den Relegationsplatz 16 und kämpft nun um den Klassenerhat in zwei Spielen gegen die Würzburger Kickers. RB Leipzig stand schon vorher als Zweiter als Aufsteiger fest.

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2.Bundesliga: MSV Duisburg vs. RB Leipzig 1:0

Letzter Zweitligaausflug für RB Leipzig. Es ging zum abstiegsbedrohten MSV Duisburg, für die das Spiel ein Pokalspiel im Kampf um den Relegationsplatz war. Für RB Leipzig ging es um nichts mehr nach dem schon letzte Woche gesicherten Aufstieg. Am Ende sah man auch auf dem Platz, dass für die einen ein Pokalspiel anstand und es für die anderen die goldene Ananas zu gewinnen gab. Sicherlich nicht ohne Gegenwehr, aber völlig verdient verlor RB Leipzig das Duell mit 0:1.

In die Partie gegangen war Leipzig mit einigen Veränderungen, ohne dass man das Team hätte als B-Elf bezeichnen können. Peter Gulacsi kehrte für Fabio Coltorti ins Tor zurück. Atinc Nukan bekam seine Chance als Innenverteidiger für Marvin Compper und agierte so durchwachsen, wie seine gesamte Saison war. Rani Khedira lief auf der Sechs für Stefan Ilsanker auf. Anthony Jung ersetzte links hinten Marcel Halstenberg. Massimo Bruno durfte für Emil Forsberg antreten. Und Davie Selke kam wie angekündigt im Sturmzentrum zum Einsatz, sodass Marcel Sabitzer zugucken konnte.

Beim MSV  Duisburg kamen Keeper Marcel Lenz und Offensivmann Stanislav Iljutcenko für die verletzten Michael Ratajczak und Victor Obinna zum Einsatz. Etwas überraschend saß auch Rolf Feltscher auf der Bank, für den rechts hinten der erfahrene und defensiver orientierte Steffen Bohl in die Partie kam.

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Zwischen Cinderella-Story und Tal der Tränen

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim MSV Duisburg (15.05.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick, Davie Selke und Yussuf Poulsen.]

Letzter Stopp für RB Leipzig in einer langen Saison mit einigen denkwürdigen Stationen von Frankfurt über Osnabrück, Fürth, Freiburg bis hin zu Karlsruhe. Stationen, die wir hier an der Stelle sicherlich noch in der näheren Zukunft in Ruhe aufarbeiten können.

Vorher geht es allerdings noch nach Duisburg. Wo auf RB Leipzig eine der undankbarsten Aufgaben wartet, die man in Feierlaune am letzten Spieltag, an dem man nur noch für Lust und Laune Fußball spielen würde wollen, haben kann. Die Aufgabe, bei einem Team anzutreten, das noch mitten im Abstiegskampf steckt und im Fall der Fälle am Ende der 90 Minuten vom Sonntag direkt wieder in die dritte Liga runter muss.

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Presse 13.05.2016

Der letzte Spieltag der zweiten Bundesliga steht für RB Leipzig an. Beim Spiel beim MSV Duisburg geht es für die Gastgeber darum, den direkten Abstieg zu vermeiden und den Relegationsplatz zu verteidigen. Dazu wird man wohl einen Sieg brauchen. Für RB Leipzig geht es nur noch darum, sich keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen zu lassen.

Besetzungstechnisch wird man bei RB Leipzig nicht komplett umstellen, aber einige Veränderungen gegenüber der Vorwoche vornehmen. Davie Selke und Yussuf Poulsen sollen nach Stand der Dinge die im Saisonverlauf nicht so richtig gut funktionierende Doppelspitze bilden. Anthony Jung wird Marcel Halstenberg ersetzen. Bei Marcel Sabitzer wird man sehr wahrscheinlich kein Risiko einer Muskelverletzung eingehen und ihn draußen lassen. Weitere Veränderungen denkbar.

Auf Seiten des MSV Duisburg ist der Ausfall von Victor Obinna so richtig schmerzhaft. Der Stürmer war eines der Gesichter des MSV-Aufschwungs in den letzten Wochen. Neben länger verletzten Spielern fällt auch Winterneuzugang Baris Özbek aus. Zudem ist Keeper Michael Ratajczak fraglich. Sicherlich keine optimalen Voraussetzungen für das wichtigste Spiel der Saison.

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Bayernjäger, Bayernjäger. Hey, hey. (Oder so.)

Nach Aufstiegen von RB Leipzig wiederholt sich das Spielchen regelmäßig, dass der bundesweite Journalismus seine ‚Was mit der … (hier die jeweilige Liga einsetzen) oder dem deutschen Fußball nun passiert‘-Texte aus der Schublade holt.

In der Vergangenheit war der Unterton eher düster und es drohte der Untergang der Fußballkultur und der alteingesessenen Clubs. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga hat sich, abgesehen von den üblichen Verdächtigen von Christoph Ruf bis 11 Freunde, vor allem bei der bundesweit publizierenden Presse der Wind ziemlich gedreht.

Exemplarisch dafür die Welt, die vor drei Jahren, vor dem Aufstieg Leipzigs in die dritte Liga in einer kritischen Auseinandersetzung mit den RB-Vereinsstrukturen noch im düsteren Ton davon sprach, dass „der deutsche Fußball auch Rasenballsport Leipzig verkraften müssen wird“. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga titelte nun das selbe Blatt und derselbe Journalist vergleichsweise euphorisch, dass „RB Leipzig eine große Chance für die Bundesliga ist“.

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Presse 12.05.2016

Weiter geht es rund um RB Leipzig mit Personalien, Personalien und noch mal Personalien.

Breel Embolo wird hierbei weiter zum Thema gemacht. BILD und Kicker glauben, dass RB Leipzig ihn gern hätte, aber (so der Kicker) keine 30 Millionen Euro, wie im Winter aufgerufen wurden, bezahlen würde. Für Leipzig würde aus Embolo-Sicht angeblich sprechen, dass er dort auf mehr Einsatz- und Entwicklungszeit kommen würde als bei Konkurrenten wie Liverpool (so BILD).

Die Stuttgarter Zeitung meint, dass Timo Werner den VfB Stuttgart sehr wahrscheinlich verlassen werde und sich zwischen Leipzig und Dortmund entscheiden müsse.

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Zurück in die Zukunft mit Ralph Hasenhüttl?

Viel Wirbel hatte das Trainerthema in den letzten Wochen verursacht. Die öffentliche Verhandlung darüber, wer in Bezug auf Markus Weinzierl wem abgesagt oder überhaupt Interesse hatte, war in vielerlei Hinsicht seltsam. Das ewige Spiel medialerseits immer neue Trainernamen auf das Karussell zu werden, war dagegen ebenso erwartbar wie wenig unterhaltend.

Am Ende wurde Ralph Hasenhüttl als neuer Coach und natürlich als „absolute 1A-Lösung“ präsentiert. Eine Wahl, an der so ziemlich alle Facetten passen. Außer dass auch diese Personalie nach der Veröffentlichung eines Treffens von Rangnick und Hasenhüttl zu Ostern bereits breit ausgeschlachtet und vom FC Ingolstadt gar zu einem Statement im scharfen Ton gegen das RB-Vorgehen genutzt wurde. Drei Wochen vergingen von da an noch bis zum Wechsel.

Sei doch alles gar nicht so schlimm gewesen, hieß es zum FCI-Statement von Seiten RBs. Man habe sich doch nur mal so in Österreich getroffen, weil man schon länger in Kontakt steht und sich über dies und das austauscht. Wenn man was von Hasenhüttl wolle, werde man sich schon in Ingolstadt melden und überhaupt werde man doch nicht in Ingolstadt fragen, wenn man sich nur mal so am freien Wochenende mit Hasenhüttl zum Essen treffen will.

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Presse 11.05.2016

Nach dem Aufstieg ist auch mitten rein in die Transfergerüchte-Zeit. Die LVZ schmeißt naheliegend Naby Keita aufs Karussell. Der wurde vor zwei Jahren von Rangnick für Red Bull Salzburg geholt und müsse nun nur noch ja sagen zu Leipzig. Dass Rangnick jetzt hier Sportdirektor ist, ist dabei sicherlich kein Nachteil.

Der 21jährige Keita würde wohl ziemlich perfekt die Kaderlücke in der Mittelfeldzentrale ausfüllen. Lücke zumindest in Bezug auf einen Spieler, der in beide Richtungen des Platzes viel Qualität mitbringt. Keita hat seinen Vertrag in Salzburg gerade erst bis 2021 verlängert, sollte aber angesichts seiner hohen Qualität und seiner 21 Jahre jetzt den nächsten Schritt in eine große europäische Liga gehen. Leipzig wäre da eine Option.

Interessant am Rande vielleicht, wie man sich im Fall der Fälle eines Keita-Interesses an Leipzig ablösetechnisch einigen würde. In Salzburg hatte man in den letzten Monaten immer ein wenig auf Eigenständigkeit gemacht und bezüglich eines Keita-Abgangs versucht, vorsorglich rhetorische Härte zu zeigen. Mal sehen, inwieweit damit dann auch Leipzig gemeint war oder ob Rangnick Richtung Salzburg weiter am längeren Hebel sitzt und inwieweit man für das offizielle Gesicht eine angemessene Ablösesumme querschiebt.

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Was von Spieltag 33 bleibt

Da waren es nur noch drei, für die es in der zweiten Liga noch um was geht. Na gut, vielleicht dreieinhalb, denn Fortuna Düsseldorf ist zumindest rechnerisch nicht gesichert. Wer wollte denn allerdings glauben, dass ausgerechnet Duisburg und/ oder Frankfurt am letzten drei Punkte und sechs bzw. zehn Tore Düsseldorf aufholen können.

Duisburg, die im gesamten Saisonverlauf nur ein Spiel mit mehr als einem Tor gewonnen haben. Und Frankfurt, die in der Rückrunde bei sieben Punkten aus 16 Spielen stehen und dabei überhaupt gerade mal ein Spiel gewonnen haben. Wenn Düsseldorf in Braunschweig maximal knapp verliert, sind sie praktisch nicht mehr vom Nichtabstiegsplatz zu verdrängen.

Was bedeutet, dass Duisburg, Frankfurt und Paderborn den letzten bedeutsamen Platz, den Relegationsplatz und damit zwei Spiele gegen die Würzburger Kickers aus der dritten Liga, unter sich ausspielen. Für keines der Zweitligateams dürften die zwei Spiele gegen Würzburg zum Selbstläufer werden, von daher sind die Relegationsspiele auch nur ein erster Nichtabstiegsstrohhalm.

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Presse 10.05.2016

Allerlei Aufarbeitungen rund um den Aufstieg von RB Leipzig. Vor allem in der Geschmacksrichtung Kommentare und Meinungen, was der Verein für die Bundesliga bedeutet. Alles prima, Bayernjäger, fehlende Fankultur, nur ne Sponsorenplattform, wirtschaftlicher Aufschwung. Da holt bis hin zur absurden Ost-West-Abrechnung jeder noch mal was aus der Schublade, was größtenteils besser drin geblieben wäre..

Manchmal wird es eher witzig aufbereitet, wie bei den 11Freunden oder bei schindluder, anderswo geht es sachlicher oder auch schlicht anstrengender zu. Ein optisch ganz hübsches, inhaltlich ausbaufähiges multimediales Patchwork hat der MDR zusammengestellt, während die Welt betrauert, dass Rangnick Stuttgart in Leipzig aufbaut statt eben in Stuttgart.

Verwiesen sei vielleicht noch auf Beves Welt, wo ein durchaus wohlformulierter RB-Diss zu finden ist. Bis ungefähr zur Hälfte des vorletzten Absatzes ist das sogar diskutierbar, aber danach driftet es argumentativ ziemlich ab und zielt am Ende auf Eltern, die „zulassen, dass ihre Kinder missbraucht werden“ für Werbeinteressen.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Karlsruher SC 2:0

Es gibt sie diese Spiele, bei denen man weniger auf das große Ganze achtet. Weil die emotionale Involviertheit einen eher auf Zweikämpfe, Dribblings, das Drumherum und alles mögliche gucken lässt. Große Spiele wie einst das Drittligaheimspiel gegen Darmstadt gehören dazu, aber auch das Spiel gegen den Karlsruher SC, in dem die taktischen Finessen für den, der im Stadion mitfieberte, ein wenig zur Nebensache wurden.

Es war alles vorbereitet für den großen Aufstiegstag. Wetter perfekt. Ein ausverkauftes Stadion. Fanmarsch. Große Vorfreude. Aber auch eine große emotionale Fallhöhe, wenn es denn schiefgegangen wäre. Ging es aber nicht, weil sich RB Leipzig mit einer sehr guten Mischung aus sachlichem Vortrag und Einsatz gegen den Ball, also der schon letzte Woche beschworenen Mischung aus Kühle und Heißblütigkeit, einen verdienten 2:0-Sieg gegen den Karlsruher SC holte und damit den Aufstieg feierte.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig etwas überraschend mit Fabio Coltorti im Tor, der Peter Gulacsi verdrängte und „Ausstrahlung“ (Beierlorzer) in die Partie einbringen sollte. Zudem kamen die gegen Bielefeld gesperrten Orban und Ilsanker ins Team, verdrängten Nukan und Khedira und brachten einige Stabilität mit.

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Presse 09.05.2016

Und dann ist er plötzlich, wenn auch nicht unerwartet, doch da. Der Aufstieg in die Bundesliga. Ein bisschen wird es wohl noch dauern, bis das bei allen Beteiligten und Anhängern gesackt ist. Es bleibt ja aber auch noch eine Woche Zweitligazugehörigkeit zum Verarbeiten.

Erspielt wurde der Aufstieg durch einen verdienten 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC, der lange sehr gut verteidigte, aber offensiv nach dem 1:0 durch Emil Forsberg nichts mehr zuzusetzen hatte, um RB Leipzig noch mal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Gästekeeper René Vollath, der eine Freistoßflanke von Marcel Halstenberg ins eigene Tor beförderte, sorgte für das 2:0. Nach hiesiger Sicht war es natürlich Halstenberg, der das Tor erzielte.

Reichlich 42.000 Zuschauer, davon ein paar Hundert aus Karlsruhe und Dietrich Mateschitz aus Fuschl am See plus diverse Prominenz aus dem Sportbereich sorgten für ein ausverkauftes Stadion. Gute Stimmung angesichts der Wichtigkeit des Spiels und angesichts dessen Verlauf natürlich inklusive.

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Presse 07.05.2016

Nah dran an der Bundesliga, aber bei weitem noch nicht drin. RB Leipzig braucht noch einen Sieg, um in das Oberhaus des Fußballs aufzusteigen. Oder alternativ einen Ausrutscher des 1.FC Nürnberg.

Die erste Chance zum Aufstieg hat RB Leipzig morgen Nachmittag gegen den Karlsruher SC. Die Gäste spielen vor allem defensiv eine überragende Rückrunde und sind in Sachen Gegentore das mit deutlichem Abstand beste Zweitligateam der letzten 15 Spiele.

Karlsruhe kommt natürlich nicht nach Leipzig, um nur zum Aufstieg zu gratulieren. Man will Party Pooper sein, während die RasenBallsportler sich davon nicht aus der Ruhe und um den Erfolg bringen lassen wollen.

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Matchball

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den Karlsruher SC (08.05.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick, Fabio Coltorti und Dominik Kaiser]

Die Situation erinnert ein wenig an jene vor zwei Jahren, kurz vor dem Aufstieg von RB Leipzig in die zweite Liga. Damals hatte man vor dem vorletzten Spieltag vier Punkte Vorsprung auf Darmstadt und auch ein Heimspiel, in dem man mit einem Sieg aufsteigen konnte.

Am Ende holte sich Leipzig den Sieg gegen Saarbrücken, die schon als Absteiger feststanden und genauso auftraten. Sodass die spannende Frage unbeantwortet blieb, wie man es psychologisch eigentlich hinkriegt, nach einer Woche, in der sich alle schon auf den Aufstieg vorbereiten, eine Mannschaft wieder aus dem Loch herauszuholen und auf das finale Auswärtsspiel vorzubereiten, wenn man die Chance zu Hause verpasst hat und die ganze Emotionalität rund um das Aufstiegsspiel wieder abfällt.

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Presse 06.05.2016

Zwei Tage noch bis zum letzten Heimspiel der Zweitligasaison. Der Karlsruher SC ist zu Gast und für RB Leipzig geht es um den Bundesligaaufstieg. Drei Punkte müssen dafür her, sollte Nürnberg nicht parallel patzen.

Auf Karlsruher Seite will man (oh Überraschung) in Leipzig nicht verlieren, berichten abseits-ka und LVZ unisono.

In Leipzig ist der Ticketweiterverkauf zu völlig überhöhten Preisen auf dem Schwarzmarkt ein kleines Aufregerthema. Unschön, aber wohl letztlich bei Verantstaltungen, bei denen es weniger Karten als Interessenten gibt, nicht zu vermeiden. Selbst wenn der Verein ankündigt, dagegen vorgehen zu wollen.

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Vom Libero zur Doppelsechs

„Oh man, jetzt schieß doch mal!“ Wer erwischt sich nicht selbst und vor allem natürlich seine Nebenleute mal bei einem Fußballspiel bei diesem Ausruf (vielleicht ist es ja auch nur ein RB-Phänomen, wo Schüsse von jenseits der Strafraumgrenze seit der Zorniger-Zeit auf dem Index zu stehen scheinen). Es ist dies Teil dessen, dass beim emotionalen Erleben eines Fußballspiels als Fan einer der beteiligten Mannschaften vor allem Individualaktionen wie Zweikämpfe, Dribblings oder eben Torschüsse im Mittelpunkt des Erlebens und Beurteilens stehen.

Es gibt aber jenseits dessen (und neben vielem anderen) auch die Ebene der Taktik, die sich wesentlich weniger intuitiv erschließt und erleben lässt und das Fußballspiel mit einer Komplexität auflädt, die schwer vermittelbar ist. Bzw. Fußballlehrer auf einer Ebene von Komplexität und Nerdigkeit arbeiten, die mit der Bewertung der Geschehnisse durch die Anhänger vom Ergebnis her nur schwerlich in Übereinstimmung zu bringen ist.

Seit ein paar Jahren finden sich allerdings immer mehr dem Fußball anhängende Menschen zusammen, die den theoretischen Unterbau des Spiels verstehen und ihn erklären bzw. erklärt haben wollen (vielleicht weil sie statt „Schieß doch!“ auch mal „Klapp doch ab!“ rufen wollten). In Deutschland nimmt da spielverlagerung.de sicherlich eine herausragende Stellung ein. Sowohl hinsichtlich der Reichweite als auch hinsichtlich der Erklärungstiefe.

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Beschädigte Werte

Das saß gestern. Die Meldung, dass Red Bull den hauseigenen TV-Sender Servus TV einstellen werde. Nicht nur weil er defizitär arbeitet und sich daran angesichts der Entwicklung des Fernsehmarkts nichts ändern wird. Sondern auch weil die Idee der Gründung eines Betriebsrats im Raum stand und dies auf Missfallen bei der Konzernleitung stieß.

Die Salzburger Nachrichten zitiert entsprechend Firmenchef Dietrich Mateschitz wie folgt: „Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Unbeeinflussbarkeit insbesondere durch politische Parteien, egal welcher Richtung, war von Anfang an ein tragender Pfeiler von Servus TV. Die Betriebsratsgründung hätte diese Werte insbesondere durch die Art und Weise ihres Zustandekommens – anonym, unterstützt von Gewerkschaft und Arbeiterkammer – nachhaltig beschädigt.“

In der Mitteilung drückt sich etwas aus, was man über Red Bull eigentlich auch schon vorher wusste und was auch schon früher bei manchem Vorhaben und Verhandlungen mit öffentlichen Organen eine Rolle spielte. Dass es ein enormes Misstrauen gegen Institutionen und Rechtevertretungen aller Art gibt. Weil diese in ihrer Art des Arbeitens als störend, hinderlich und beschränkend empfunden werden.

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