Alle Beiträge von rotebrauseblogger

Presse 01.03.2016

Am Mittwochabend (bzw. fast noch Nachmittag) dann also die Partie des 24.Spieltags zwischen RB Leipzig und dem 1.FC Heidenheim. Für Leipzig im Aufstiegskampf vor dem Gigantenduell in Freiburg am kommenden Montag ziemlich wichtig. Für Heidenheim aus dem gesicherten Mittelfeld heraus eine Partie, die man relativ locker angehen kann.

Bei RB Leipzig hat Marvin Compper leichtere Probleme und könnte morgen ausfallen. Atinc Nukan stünde bereit. Zudem bringt die LVZ Selke für Sabitzer und Jung für Halstenberg als Änderungen ins Spiel. Stefan Ilsanker kehrt nach Verletzung zurück. Auf Seiten des 1.FC Heidenheim fällt Sebastian Griesbeck gelbgesperrt aus.

Erwartet werden zum Spiel zwischen Leipzig und Heidenheim irgendwas ab 20.000 Zuschauern aufwärts. Die Anstoßzeit (17.30 Uhr) hat da keinen sonderlich positiven Effekt und wird auch diversen Dauerkartenbesitzern einen Stadionbesuch verunmöglichen.

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Kampf gegen die ausgeglichene Bilanz

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den 1.FC Heidenheim (02.03.2016, 17.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Marvin Compper.]

Zweiter Teil der letzten englischen Woche der Saison, die sich im Freitag-Mittwoch-Montag-Rhythmus nicht wirklich wie eine englische Woche anfühlt. Denn drei Spiele in elf Tagen sind auch nicht wirklich mehr als drei Spiele in zwölf Tagen, die man haben würde, wenn man an normalen Spieltagen Montag-Samstag-Freitag spielt.

Der 1.FC Heidenheim kommt bereits zum dritten Mal nach Leipzig. Gibt nicht so viele Clubs, gegen die RB Leipzig schon sechs Spiele bestritten hat. Jenseits der Grenzen des NOFV gibt es mit Holstein Kiel gar nur einen Verein, der schon so oft mit Leipzig  die fußballerischen Klingen kreuzte.

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Presse 29.02.2016

Heute die gesammelten Werke zum 1:0-Sieg von RB Leipzig beim SC Paderborn. Marvin Compper schoss das goldene Tor für die Gäste, die angesichts eines Chancenplus für die Gastgeber sehr glücklich gewannen.

Durch den Sieg ist der Abstand zu Platz 2, 3 und 4 unverändert geblieben, da auch Nürnberg, Freiburg und St. Pauli ihre Aufgaben erledigten. Paderborn rutschte dagegen auf einen direkten Abstiegsplatz, weil Konkurrent 1860 gegen Düsseldorf gewann.

Knapp 9.000 Zuschauer wollten die Partie sehen. Knapp 500 davon kamen aus Leipzig.

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2.Bundesliga: SC Paderborn vs. RB Leipzig 0:1

Der Spitzenreiter zu Besuch beim 16. der zweiten Liga. RB Leipzig erstmals zu Besuch beim SC Paderborn. Zumindest vom Ergebnis her wurde RB der Favoritenrolle gerecht und gewann die Partie glücklich mit 1:0.

Begonnen hatten beide Teams die Begegnung in derselben Formation wie am letzten Spieltag. Bei RB Leipzig stand Stefan Ilsanker nach eigentlich ausgeheilt geglaubter Schulterverletzung überraschend nicht mal im Kader, sodasss es komplett beim 4-2-3-1 bzw. gegen den Ball mehr ein 4-2-2-2 der Vorwoche blieb. Beim SC Paderborn änderte sich zwar personell nichts, taktisch wurde es aber eher ein 4-4-2, in dem man sehr mannorientiert agierte und die jeweiligen Gegenspieler verfolgte.

Das Spiel lief so, wie man es bei RB-Spielen inzwischen erwartet. RB Leipzig hat den Ball und versucht gegen einen tief verteidigenden Gegner Lücken und Räume zu finden, die man bespielen kann. Der Gegner lauert auf Balleroberungen, Kontersituationen und Diagonalpässe. RB Leipzig versucht das zu unterbinden, indem man direkt nach dem Ballverlust den Gegenspieler wieder attackiert.

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23.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

In Abwandlung einer alten Weisheit, die in der Berichterstattung über den (vor allem amerikanischen) Sport nach Lust und Laune hin- und hergereicht wird, könnte man von der zweiten Bundesliga behaupten, dass man zu Hause Spiele gewinnt, aber auswärts Meisterschaften. Zumindest legen das die Daten der letzten 20 Spielzeiten nahe.

In 12 der letzten 20 Spielzeiten seit Einführung der Dreipunktregel wurde die beste Auswärtsmannschaft am Ende auch Zweitligameister, während dies nur achtmal dem besten Heimteam der Saison gelang. Wobei in fünf Fällen das beste Auswärtsteam auch gleichzeitig das beste Heimteam war. Heißt, dass der Meister nur dreimal gleichzeitig bestes Heimteam und nicht bestes Auswärtsteam war und andersherum der Meister siebenmal bestes Auswärtsteam, aber nicht bestes Heimteam.

Mehr noch, nur zweimal stieg das beste Auswärtsteam der Saison am Ende der Zweitligaspielzeit nicht auf, während das beste Heimteam der Saison in sieben von 20 Fällen den Aufstieg verpasste. Aus Sicht von RB Leipzig beruhigende Zahlen, wenn man ihren Sechspunktevorsprung in der Auswärtstabelle bedenkt.

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Vertragsverlängerung: Emil Forsberg

Das ging dann doch alles ziemlich schnell und kam vergleichsweise plötzlich. Alles rechnet bei der Pressekonferenz vor dem Spiel in Paderborn mit Marvin Compper und Ralf Rangnick und diversen ‚läuft gut, ist aber noch nichts gewonnen‘-Sätzen. Und dann sitzt da plötzlich Emil Forsberg neben dem Coach und es wird bekanntgegeben, dass der Schwede sein eigentlich sowieso bis 2018 laufendes Arbeitspapier bis 2021, also längstensmöglich (die FIFA lässt nur eine maximale Vertragslaufzeit von fünf Jahren zu) und ohne Ausstiegsklausel und ohne Klausel einer Freigabe bei Nichtaufstieg in die Bundesliga verlängert.

Emil Forsberg kam erst vor einem reichlichen Jahr in der Winterpause nach Leipzig und etablierte sich sofort als wichtige bis wichtigste Offensivkraft. Ging ihm in seiner ersten Halbserie in Leipzig noch etwas die direkte Torgefahr ab und blieb er deswegen in 15 Einsätzen in Liga und Pokal torlos, ist er in dieser Saison zusätzlich zu seiner sowieso vorhandenen spielerischen Klasse und seinen hervorragenden Fähigkeiten im Eins gegen Eins auch noch effektiver geworden.

Mit sechs Toren und fünf Vorlagen ist er aktuell der beste Scorer im Team. An vier weiteren Toren war er in der Entstehung beteiligt. Von allen Spielern, die regelmäßig Einsatzzeiten in der Startelf bekommen, braucht er die wenigste Zeit für seine Scorerpunkte. Alle 149 Minuten ist er direkt an einem Tor beteiligt. Zuletzt beim 3:0 gegen Union mit seinem Pass zum 1:0, das Kaiser erzielte.

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Presse 25.02.2016

Am morgigen Freitagabend der Ausflug von RB Leipzig nach Paderborn. Als Tabellenführer geht man beim gegen den Abstieg kämpfenden Erstligaabsteiger als Favorit ins Spiel. Eine Rolle, die man auch gern ausfüllen und in drei Punkte umsetzen will. Paderborn möchte dagegen den Schwung aus dem Punktgewinn in Bielefeld mitnehmen und auch gegen RB Leipzig punkten.

Auf Seiten von RB Leipzig ist noch nicht ganz klar, wie fit Stefan Ilsanker nach Schulterverletzung sein wird. Möglich ist von gar nicht dabei über Bank bis hin zu Startelf alles. Auf Paderborner Seite stehen alle Spieler zur Verfügung, die auch zuletzt einsatzbereit waren.

Die Partie zwischen Paderborn und Leipzig werden bis zu 10.000 Zuschauer verfolgen. 400 bis 500 erwartet man aus Leipzig.

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Erstligaabsteiger im Kampf gegen den freien Fall

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim SC Paderborn (26.02.2016, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Emil Forsberg.]

Spieltag Nummer 23 bringt für RB Leipzig mal was Neues. Nämlich eine Auswärtsfahrt zum SC Paderborn. Erstmals in der jungen Vereinshistorie darf man den Erstligaabsteiger besuchen, nachdem man in der Vergangenheit schon zweimal zu Hause auf den SCP getroffen war.

Wenn der Tabellenführer zum stark abstiegsgefährdeten 16. der zweiten Liga fährt, dann sind die Rollen natürlich klar verteilt. Zumal der letzte Heimsieg Paderborns von Mitte Oktober stammt und der letzte Sieg überhaupt nur eine Woche später errungen wurde.

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Presse 24.02.2016

BILD widmet sich Davie Selke, der zuletzt nur noch einen Bankplatz bei RB Leipzig hatte und sich über Einwechslungen anbieten soll. Wegen seiner aktuellen Situation sei auch sein Platz im Olympiateam im Sommer in Gefahr. Dürfte zumindest Ralf Rangnick, der nur ungern in der direkten Saisonvorbereitung auf Spieler verzichtet, nicht ganz unglücklich drüber sein. Aber bis zu den Olympischen Spielen vergeht auch noch ganz viel Zeit. Wer da jetzt wo auf der Bank sitzt, ist in ein paar Monaten vielleicht schon komplett vergessen.

Oft auf der Bank saß im bisherigen Saisonverlauf auch Rani Khedira. Nachdem er gegen Union in der Startelf auflaufen durfte, gibt er der Mitteldeutschen Zeitung ein Auferstanden-von-den-Toten-Interview, in dem er über die sportlich schwere Zeit und wie er sich in dieser selbst motiviert und entsprechend engagiert gearbeitet habe, berichtet. Abwanderungsgedanken habe er in dieser Zeit nicht gehabt. Ob er wieder von Stefan Ilsanker verdrängt werde, wenn der gesundet ist, weiß Khedira nicht, will aber um seinen Platz kämpfen.

Irgendwas mit ’sportlich alles super‘ auch noch in der Mitteldeutschen Zeitung. Inklusive der Rangnick-Ansage, dass die Trainersuche „nicht annähernd so brisant und eilig“ ist, wie es von außen wirken mag bzw. dargestellt wird.

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Was von Spieltag 22 bleibt

Der 22.Spieltag war einer der Unentschieden. Gleich sechsmal teilten sich die Mannschaften die Punkte. Macht entsprechend gleich zwölf Mannschaften, die nicht so richtig vom Fleck weggekommen sind. Was die Sieger des Spieltags (Leipzig, Freiburg und Frankfurt) gleich noch mal viel strahlender erscheinen lässt bzw. deren Siege noch wichtiger macht.

Wegen der vielen Unentschieden wurde auch die Chance verpasst, die Tabellenkonstellationen noch klarer zu gestalten. Nürnberg hätte mit einem Sieg gestern vier Punkte zwischen sich und die Verfolger hinter den Aufstiegsrängen legen können. Durch das zweite Unentschieden in Folge gegen einen starken Schiedsrichter Düsseldorf bleibt man aber im Pulk, der schon wieder ein Schneckenrennen um den Aufstieg bzw. aktuell um den Relegationsplatz veranstaltet.

Mit Schneckenrennen ist die Veranstaltung im Tabellenkeller vielleicht sogar noch ein wenig unzureichend beschrieben. Auch wenn Düsseldorf es verpasste, auf acht Punkte von den letzten drei Teams wegzuziehen, bleibt doch aktuell ein Trio, das den Abstiegsrelegationsplatz untereinander auszuspielen scheint. Wie schneckig das Schneckenrennen dabei ist, zeigt sich schon darin, dass noch nie seit Einführung der Dreipunkteregel ein 16. nach dem 22. Zweitligaspieltag weniger Punkte hatte als der SC Paderborn in dieser Saison.

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Presse 23.02.2016

Nach dem Unentschieden von Nürnberg gegen Düsseldorf gestern hat RB Leipzig nach 22 Spieltagen neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang 3. Neun Punkte bei noch ausstehenden zwölf Spielen ist durchaus eine Menge. Hieße ja schließlich, dass Nürnberg in zwölf Spielen dreimal mehr gewinnen müsste als Leipzig.

Vor dem Spiel beim SC Paderborn werden die Ex-RB-Spieler versammelt. BILD holt sich Tim Sebastian zum Interview, der froh ist, in Paderborn wieder spielen zu dürfen. Die LVZ mit Niklas Hoheneder, der nicht spielt, weil er im Winter verletzt war, dem es aber immerhin privat prima geht. Beide rechnen sich natürlich gegen RB Leipzig was aus und wollen den Klassenerhalt mit Paderborn.

René Weiler ist bei Sky sichtlich genervt von den Gerüchten um seine Person und RB Leipzig. Es gebe keine konkreten Verhandlungen und entsprechend sei an den Gerüchten, er sei der von RB auserwählte Trainer nichts dran und weiter kommentieren wolle er das auch nicht. Was dann aber eben auch heißt, dass man weiterhin lustig darüber spekulieren kann, ob es ein grundsätzliches Interesse Weilers an Leipzig oder zumindest eine lose Anfrage RBs gibt.

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Presse 22.02.2016

Nach dem Wochenende die gesammelten Berichte zum 3:0 von RB Leipzig gegen den 1.FC Union Berlin. Ein souveräner Sieg, an dem es spätestens nach dem 2:0 nach einer knappen halben Stunde nichts mehr zu rütteln gab. Von großen Verletzungssorgen geschüttelte Berliner vermochten es nicht, sich in die Partie hineinzukämpfen.

Dominik Kaiser und Willi Orban (erstes Saisontor) sorgten für den Halbzeitstand. Yussuf Poulsen setzte nach großartigem Angriff bereits kurz nach der Pause den Schlusspunkt.

In Leipzig war man sich weitgehend einig, zumindest 60 Minuten lang überragend gespielt zu haben. In Berlin war man sich dagegen noch ein wenig unschlüssig, ob so eine Niederlage bei einem Team wie RB in Ordnung ist oder man sich damit nicht „zu klein“ (Lewandowski) mache, wenn man schon von vornherein mit so einer Niederlage rechnet. So richtig unglücklich war man angesichts der Ausfälle aber nicht mit dem Spielausgang.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. 1.FC Union Berlin 3:0

Tabellenführer gegen bis dahin bestes Team der Rückrunde. Es gibt immer irgendeine Statistik, die aus einem Spiel ein sportlich besonderes macht. So auch diesmal. Auf dem Platz fand diese Statistik dann aber doch nicht ihre fußballerische Entsprechung. Zu deutlich war die Überlegenheit von RB Leipzig, die sich am Ende mit einem 3:0 noch im Rahmen ausdrückte.

Gegen Union musste RB Leipzig auf Stefan Ilsanker verzichten. Rani Khedira übernahm seine Position, wenn auch nicht ganz identisch, denn sein Aktionsradius war deutlich umfangreicher und beinhaltete auch den Versuch, im vorderen Drittel im Passspiel Akzente zu setzen, was nicht das bevorzugte Gebiet von Vorzeigeballjäger Ilsanker ist. Die zweite Veränderung beinhaltete die Rückkehr von Marcel Halstenberg links hinten. Anthony Jung musste weichen.

Organisiert war das Spiel von RB Leipzig gegen den Ball in einem aggressiv interpretierten 4-2-2-2 mit einem Sabitzer, der dann immer wieder neben Poulsen in die Sturmposition rutschte. Union auf der anderen Seite behielt sein aktives 3-5-2 alias 3-4-3 alias 3-2-3-2 (je nachdem wo man die Außenspieler und den Zehner verortete) bei. Was auch Sinn machte. Diverse Ausfälle machten eine defensiver orientierte Formation schwerlich möglich. Wenn du links mit Redondo spielst und in der Dreierkette mit Parensen und Trimmel liegt dein Fokus wohl automatisch auch auf eigener spielerischer Aktivität.

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22.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

„Bundesliga“, „ganz großes Kino“, „etwas Besseres habe ich hier in den letzten zwei Jahren nicht gesehen“. Fast schon elogenhaft ging es nach dem 1:0 von St. Pauli gegen RB Leipzig am letzten Wochenende aus den Mündern von Lienen und Meggle zu. Und wenn man dem im neuen Job zu Hause angekommenen Lienen vor der Partie beim Runterrattern des RB-Kaders zuhörte, dann konnte man glauben, dass er sich selbst gegen die Leipziger U19-Spieler noch als krasser Außenseiter gesehen hätte.

Macht aus Sicht eines Coaches durchaus Sinn, wenn man den Gegner als herausragend stilisiert und die eigene Mannschaft dadurch in die drucklose Underdog-Position schiebt. Dirk Schuster hat es ja letzte (und vorletzte) Saison ähnlich gehalten und bis runter zu Aalen praktisch jeden Gegner zu einem fast schon übermächtigen gemacht, gegen den nur einen Punkt zu holen, schon ein Erfolg wäre im Kampf gegen den Abstieg, in dem man sich ungefähr bis kurz vor dem 34.Spieltag befand. Jeder Sieg muss dann entsprechend eine überragende Leistung gewesen sein.

Ist halt alles irgendwie auch eine Frage von Psychologie und es lebt sich leichter, wenn man jeden Sieg nicht nur als Selbstverständlichkeit abhaken, sondern als besonderes Ereignis ausschlachten und fürs eigene Selbstvertrauen nutzen kann. Erstaunlich bleibt es trotzdem, welche Potenz man gerade RB Leipzig (um zum RasenBallsport zurückzukommen) immer wieder zuschreibt. Erinnert ein bisschen an antisemitische Projektionen, bei denen den Juden ein übermenschliches Maß an Leistungskraft und Einfluss auf den Lauf der Dinge der Welt zugeschrieben wurde und wird (siehe dazu die Anmerkung in den Kommentaren).

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Presse 18.02.2016

Am Freitagabend das Spiel von RB Leipzig gegen Union Berlin. Tabellenführer gegen das beste Team der Rückrunde. Leipzig will nach der Niederlage gegen St. Pauli wieder in die Erfolgsspur. Union will die positive Serie der letzten Wochen ausbauen.

Bei RB Leipzig ist (neben dem Langzeitverletzten Boyd) nur der Einsatz von Stefan Ilsanker (Schulterverletzung) noch unsicher bis unwahrscheinlich [Update: fällt sicher aus meinen BILD und LVZ]. Rani Khedira steht als erster Ersatzkandidat bereit. Anthony Jung ist eine weitere Option.

Auf Seiten von Union Berlin ist die Ausfallliste ungleich länger. Skrzybski, Thiel, Korte, Nikci und Köhler fielen sowieso aus. Leistner und Schönheim und eventuell Kroos kommen diese Woche noch dazu. Da sind mal locker vier, fünf Spieler dabei, die zuletzt bzw. in der Hinrunde zum Stamm gehörten. Eine gute erste Elf wird Union trotzdem auf den Platz bekommen, auf der Bank wird es dagegen schon sehr arg dünn werden.

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Viel Offensivpotenzial

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den 1. FC Union Berlin (19.02.2016, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Willi Orban. Ab 12 Uhr.]

Die Situation vor dem Aufeinandertreffen zwischen RB Leipzig und Union Berlin ist zumindest bezüglich des RB-Ergebnisses im letzten Spiel dieselbe. Denn wieder geht man nach einer 0:1-Niederlage gegen St. Pauli in die Partie gegen Union.

Im Gegensatz zum Aufeinandertreffen im letzten August, als RB und Union gegen einen missratenen Saisonstart ankämpften, trifft nun der überlegene Spitzenreiter der zweiten Liga auf den Spitzenreiter der Rückrunde. 10 Punkte und 9:2 Tore holte Union aus den bisherigen vier Rückrundenspielen. Das sind immerhin sieben Punkte und drei Siege mehr als man gegen dieselben Gegner in den ersten vier Saisonspielen holte.

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Presse 17.02.2016

RB-Hymne Teil 2. Nachdem gestern hier der Aufruf des Fanverbandes zur Erstellung einer Fanhymne thematisiert wurde, legt die LVZ heute mit der Nachricht nach, dass sich RB Leipzig auf eine Vereinshymne festgelegt habe, die von Sebastian Krumbiegel zusammen mit dem Thomanerchor eingesungen werden und bis zum Ende der Saison stehen soll.

Auf den Prinzen-Sänger zurückzugreifen, ist irgendwas zwischen naheliegend und ziemlich beliebig. Hat angesichts des musikalischen Lebenswerks Krumbiegels und angesichts einer Spaltung in Anhänger und Ablehner seiner musikalischen Schaffenskraft auf jeden Fall auch viel Potenzial, schief zu gehen. Warum sich die LVZ so arg ins Zeug legt, eine Hymne herbeizuschreiben („Wann enden die quälend langen Jahre der Stille in der Red Bull Arena?“), bleibt derweil unklar.

Die LVZ will auch ihren Teil vom Halstenberg-Kuchen und bringt zwei Tage nach der Original-Story auch noch mal eine Abschrift Zusammenfassung der Ereignisse plus Eigenrecherche. Zur Geschichte wurde an dieser Stelle hier in den Presseupdates in den letzten zwei Tagen eigentlich schon alles gesagt. In der Kurzform: Ja, es ist unglücklich und unsensibel von einem Holocaust-Mahnmal lustige Bildchen via Instagram zu verschicken und sie mit auf den Film Scary Movie verweisendem Hashtag (#laufschlampelauf) zu versehen. Selbst wenn das Mahnmal in seiner leichten architektonischen Beliebigkeit das Gedenken vielleicht nicht zwangsläufig nahelegt, sondern auch zu anderen Aktivitäten einlädt. Halstenberg hat daraus hoffentlich mehr gelernt, als dass man Fotos von Freizeitaktivitäten auch auf dem Instagram-Account seiner Freundin unbedingt zu vermeiden hat. Und damit ist jetzt wirklich mal gut mit der Story.

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Was von Spieltag 21 bleibt

Man hätte es sich eigentlich denken können, dass die Gelegenheit für das Spitzentrio, sich abzusetzen, ungenutzt verstreichen wird. Mit Siegen von Nürnberg und Leipzig hätte man St. Pauli und Bochum ein ganzes Stück distanzieren können, so sind vor allem Nürnberg und Freiburg und mit größeren Abstrichen RB Leipzig wieder in einen Pulk von Aufstiegsanwärterteams gerutscht, der neben ihnen im Kern noch St. Pauli umfasst, aber auch noch Teams wie Bochum, Braunschweig und ganz fern Kaiserslautern oder Karlsruhe Chancen lässt.

Nur einen einzigen Punkt für die drei Spitzenteams in ihren drei Spielen, das erwartet man eigentlich eher von den Teams im Keller. Lediglich Nürnberg ergatterte beim 1:1 gegen Bochum noch einen (wichtigen) Punkt, mit dem man den Kontrahenten auf ursprüngliche Distanz hielt. In einem Spiel, das von der Intensität, der Physis und der Geschwindigkeit her vielleicht das Beste aufeinanderprallen ließ, was die Liga derzeit so zu bieten hat. Ein Beharken und Bekämpfen, bei dem kein Team viel Luft zum Atmen geschweige denn zu einem vernünftigen Spielaufbau bekam. Eine Art des Spiels, wie sie letzte Saison vielleicht noch Zorniger und Hasenhüttl gegeneinander auf den Platz zaubern ließen. Nürnberg und Bochum spielen das vielleicht nicht ganz so zweikampf- und foullastig.

Nürnberg durch den Punkt nun das Team der Stunde. Elf Spiele ohne Niederlage, davon sechs Siege. Das letzte Mal verlor man in Leipzig und das ist gefühlt in einem anderen Fußballjahrhundert gewesen. RB verlor derweil nach sechs Siegen wieder mal mit 0:1 beim FC St. Pauli. 29 Torschüsse und vor allem 18 Abschlüsse von innerhalb des Strafraums reichten nicht aus, um ein Tor zu erzielen. Zum Vergleich: die besten Teams der Liga (Bochum, Leipzig) schießen im Schnitt pro Spiel ungefähr zehnmal aus dem Strafraum heraus auf das gegnerische Tor, das schlechteste Team (Frankfurt) im Schnitt gerade mal fünfmal.

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Presse 16.02.2016

Nachwuchsmann Idrissa Touré bekommt neue Arbeitspapiere und verlängert bei RB Leipzig bis 2019 (Fördervertrag) und per beidseitiger Option anschließend bis 2021. Im Idealfall ist das 17jährige Talent damit bis zum 23. Geburtstag bei RB unter Vertrag. Ordentliche Zeitspanne. Jetzt müssen beide Seiten nur noch sportlich was draus machen. In welche Richtung sich Talente beim Sprung in den Erwachsenenbereich entwickeln, ist ja immer ein wenig schwer vorherzusagen.

Nils Quaschner musste gestern mit dem Training aussetzen (muskuläre Probleme). Marcel Halstenberg ist nach seinen Problemen wieder voll dabei. Stefan Ilsanker fällt vorerst mit Schulterverletzung aus.

Allerlei Nachklapp heute noch zur Niederlage von RB Leipzig beim FC St. Pauli. Dazu aber auch schon mal der Blick voraus auf das Spiel gegen den 1.FC Union Berlin am Freitag.

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