Alle Beiträge von rotebrauseblogger

Throwback KW 35 bis 41

Vor fünf Jahren stand man als erklärter Favorit in der ersten Regionalligasaison nach dem dritten Spieltag und drei Unentschieden schon ordentlich unter Druck vor der Fahrt nach Kiel in den ganz hohen Norden. 1:0 führten die Gastgeber bis fast in die Schlussviertelstunde hinein. Die Häme, die über den Verein mit dem vielen Geld und der Erfolgslosigkeit ausgeschüttet werden sollte, war in Teilen des Landes schon vorbereitet. Aber Lars Müller und Timo Rost kurz vor Schluss drehten die Partie noch in ziemlich emotionaler Art und Weise. Es war einer dieser besonderen Momente rund um den RasenBallsport, als man es der Umwelt unter ordentlichem Druck gezeigt hatte. Was sich auch in befreiten Jubelszenen manifestierte.

Druck war damals durchaus ein besonderes Thema. Anfeindungen bei den Auswärtsspielen, dazu ein beschädigter Mannschaftsbus beim Auswärtsspiel in Braunschweig. Klar, dass das in den Köpfen der Spieler eine Rolle spielte. Bzw. laut Carsten Kammlott offiziell keine Rolle spielte (bzs. spielen durfte), weswegen er auch einen Mentaltrainer (den man später unter Rangnick und Zorniger richtigerweise trotzdem holte) überflüssig fand. Der Sieg in Kiel, der Jubel dort und die Worte von Stefan Kutschke, der eine ablehnende Atmosphäre als besonders motivierend empfand, zeigten aber recht deutlich, dass der nicht immer freundliche Umgang mit RB Leipzig bei den Spielern sehr wohl in den Köpfen steckte und die Ummünzung dessen in positive Energie durchaus ein Erfolgsbaustein sein konnte. Wurde es aber so richtig erst unter Zorniger, als man eine recht verschworene Gemeinschaft zusammen hatte.

Inwieweit bei dieser Entwicklung hin zu einer verschworenen Gemeinschaft auch die immer wieder mal auftretenden RB-kritischen Vereinsoffiziellen eine Rolle spielten, ist nicht zu benennen. Fakt ist, dass Magdeburgs Volker Rehboldt in dieser Regionalliga-Saison der erste Vereinschef war, der vor dem Spiel gegen RB die Atmosphäre mit ein paar Äußerungen noch anheizte. Äußerungen mit Versatzstücken, die es in verschiedensten Variationen aus verschiedensten Mündern auf verschiedensten intellektuellen Stufen seitdem immer wieder gab.

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Presse 08.10.2015

Die Profis von RB Leipzig am morgigen Freitag mit einem Testspiel gegen Werder Bremen, das in Wildeshausen in der Nähe von Bremen ausgetragen wird und ein Benefizspiel ist für Familien, die von einem Verkehrsunfall betroffen waren. Auf beiden Seiten fehlen ein paar Länderspielreisende und Verletzte. Ansonsten will man in Bestbesetzung antreten. Für den Langzeitverletzten Atinc Nukan dürfte das Spiel auf Leipziger Seite zu früh kommen.

Die LVZ fügt der montäglichen Nachricht des Kicker, dass die Red Bull Arena auf 57.000 Zuschauer ausbaubar wäre, hinzu, dass man dafür auch nicht in die bestehende Dachkonstruktion eingreifen müsste und die ganze Geschichte entsprechend auch kostengünstig zu haben und sogar im Rahmen einer Sommerpause erbaubar wäre. Und bei Aufstieg umgesetzt werden könnte. Sommerpause (welche auch immer) klingt nach einem zeitlich ziemlich ambitionierten Projekt.

BILD berichtet, dass Ralf Rangnick mal wieder in Hoffenheim zugeschlagen und deren Chefscout Johannes Spors abgeworben hat (zudem ging Video-Analyst Christopher Vivell nach Salzburg). In Leipzig soll der 33jährige laut dem Blatt „Schnittstellen-Leiter der Scouting-Abteilung“ werden. Was auch immer dieser Begriff dann in der Praxis bedeuten soll. Damit wird der Kreis ehemaliger Hoffenheimer im RB-Funktionsteam immer größer..

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Auf gutem Wege

Der erwartete oder erhoffte Qualitätssprung ist bei RB Leipzig jedenfalls im Vergleich zur Rückrunde der vergangenen Saison noch nicht eingetreten. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund der enormen Kaderverstärkungen in diesem Sommer aus RB-Sicht ein unbefriedigender Befund. Insgesamt ist aber auch der Weg klar, auf dem sich die Mannschaft zusammen mit den Veranwortlichen befindet bzw. den sich letztere für die Mannschaft ausgesucht haben. Jetzt muss sich halt nur noch zeigen, ob die Mannschaft diesen fußballerischen Weg gehen kann.

Fünf Spiele sind es bis zur nächsten Länderspielpause, darunter eine englische Woche mit den Spielen in Heidenheim, gegen Freiburg und in München. Dazu die Heimspiele gegen Paderborn und Nürnberg. Am Ende dieses zweiten Ligaspielblockes mit einigen Herausforderungen wird man schon genauer wissen, wie RB Leipzig sportlich funktioniert, ob man eine Entwicklung hinbekommt und inwiefern man mit der Spitze (Platz 1 und 2 sind schon sieben bzw. vier Punkte weg) mithalten kann oder weiter Boden verliert. (Erwartbar unbefriedigend, Bilanz nach fünf Spieltagen)

10 Spieltage sind in der zweiten Liga vorbei. Nach knapp einem Drittel der gesamten Saison haben sich die ersten Tendenzen verfestigt und sich Problemkinder und Überraschungsteams herausgeschält. Zu diesem Zeitpunkt der Saison darf man dann doch schon mal anfangen, die sportlichen Entwicklungen und den Stand der Dinge ernst zu nehmen und entsprechend zu bewerten. Alles immer noch kein Zeitpunkt für ganz große Panik, wenn man auch bedenkt, dass Karlsruhe vor einem Jahr nach zehn Spielen Neunter war und fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsrang hatte, den man am Ende der Saison belegte. Aber immerhin ein Zeitpunkt, an dem sich schon besser einschätzen lässt, ob die Ideen, die am Saisonanfang in ein Team und den Kader gesteckt wurden, funktionieren oder nicht.

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Presse 07.10.2015

BILD und LVZ etwas uneins über die zukünftige Jobbeschreibung von Perry Bräutigam. BILD sieht ihn auch weiterhin noch als Torwartscout plus Aushängeschild des Vereins. Die LVZ sieht in ihm nur noch ein Aushängeschild. Einig sind sich die Blätter darin, dass Bräutigam gern weiter auf dem Trainingsplatz gestanden und mit den Profi-Keepern gearbeitet hätte, dass er aber auch froh ist, dass er weiter bei RB sein und vielleicht ja auch noch in die Bundesliga aufsteigen kann.

Irgendwas mit Nahrungsaufnahme bei BILD. Kein Obst ab Nachmittag zum Beispiel. Und Kochstunde für Spieler und Partner. Richtiges essen für den Erfolg also.

Die Neue Osnabrücker Zeitung zum Stand der Dinge rund um das freitägliche Test-Benefiz-Spiel zwischen Werder Bremen und RB Leipzig in Wildeshausen. 500 Tickets gebe es noch, „vor allem übrig gebliebene aus Leipzig“. Zudem behauptet das Blatt noch, dass RB Leipzig bereits heute zur Vorbereitung auf den Kick anreise. Eigentlich schwerlich vorstellbar, dass man für einen Testkick zwei Tage vorher das eigene Trainingszentrum verlässt. Zumal der hauseigene Trainingsplan auf der Website heute und morgen noch Trainingseinheiten auf dem heimischen, Leipziger Grün vorsieht.

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Was von Spieltag 10 bleibt

Mit Spieltag 10 ist Kaiserslauterns (mindestens vorläufige) Wandlung zu einem typischen Zweitligaverein endgültig abgeschlossen. Zumindest spieltaktisch. Stand man vergangene Saison noch für Ballbesitzfußball und den Versuch, den Gegner mit der feinen Klinge zu besiegen, hatte Runjaic schon zu Beginn der Saison versucht, dem Team mehr Umschaltspiel und weniger Ballbesitz beizubringen.

Unter Neu-Coach Konrad „Ein Schritt nach dem anderen“ Fünfstück, der ein wenig wie die Betzenberg-Ausgabe eines Thomas Tuchel wirkt, geht man diesen Weg nun konsequent zu Ende. Immer so viele Spieler wie möglich hinter dem Ball. Dazu das Darmstadt-Motto, dass nur ein weit weg geschlagener Ball ein guter, weil ein das eigene Tor nicht gefährdender Ball ist. Wenn man den Ball nicht hat, bügelt man im 4-4-2 über alles drüber, was versucht, den Ball zu haben. U.a. mit Geis und Colak bringt man Spieler in die Mannschaft, die sich als Kampfmaschine verstehen bzw. weite Bälle verarbeiten können.

Kaiserslautern gehört damit auch zu jener von Fürths Coach Stefan Ruthenbeck bildhaft als „Scheiß-Liga“ bezeichneten zweiten Bundesliga und zu jenen Teams, die „die Dinger einfach nur nach vorne kloppen und tief stehen“. Da Kaiserslautern über einige individuelle Klasse verfügt, um diese Spielweise offensiv zu veredeln und man in Düsseldorf offenbar noch nichts davon gehört hat, dass ein Jean Zimmer nach gegnerischen Ecken gern mit dem Ball am Fuß konternd das Feld umpflügt, kann man den Pfälzern noch nicht mal einen Vorwurf machen. Ist halt ein Ergebnissport und zwei Siege unter Fünfstück, der künftig noch mehr sprinten, rennen und fighten lassen will, geben ihnen Recht. Bis Spieltag 8 haben alle ganz gern gegen Kaiserslautern gespielt, ab jetzt wird es für die Kontrahenten unangenehm, dem kratzenden Verbund zu begegnen. Auf dem Betzenberg mag man diese Entwicklung.

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Presse 06.10.2015

Davie Selke im Fokus. Die RB-Fans sehen in ihm wegen acht Torbeteiligungen den „Mann der Stunde“, die Nordwest-Zeitung den „Fußballer der Stunde“. BILD kann am Wortspiel einer meckernden Ziege in der Überschrift nicht vorbeigehen, obwohl die Ziege namens Christian im Text gar nicht meckert, sondern Selke für seinen „Torinstinkt“ abfeiert, ihn einen „Schlüsselspieler“ nennt und lediglich anmerkt, dass der Schlaks „körperlich zulegen muss“ für eine große Karriere. Was Trainer Rangnick offensichtlich ähnlich sieht, der “ im athletischen Bereich noch Potenzial“ ausmacht.

Ralf Rangnick auch im Interview auf der RB-Website unter dem Titel „Jetzt bin ich richtig angekommen!“. Teil des Ankommens als Trainer in Leipzig war auch der Umbau des Funktionsteams inklusive des Weglobens von Perry Bräutigam aus der Position des Torwarttrainers der Profis in eine diffuse Position eines Scouts und Koordinators im Torwartbereich. Wie der Verein nun bekannt gab, hat man den Vertrag mit Bräutigam bis 2018 verlängert. Er werde, so die Mitteilung, „Aufgaben im Bereich soziale Projekte übernehmen“.

Vom wichtigsten Verantwortlichen des Torwarttrainings im Profibereich zum repräsentativen Aushängeschild des Vereins im nichtsportlichen Bereich (anders lässt sich die Nachricht zumindest nicht interpretieren). Das ist vermutlich bis vor einem Jahr nicht wirklich der Karrieretraum von Perry Bräutigam gewesen. Bräutigam ist neben Tino Vogel, der aktuell die U23 trainiert der letzte Verantwortliche im Verein, der schon seit Gründung 2009 dabei ist.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. 1.FC Nürnberg 3:2

Das Aufeinandertreffen zwischen Leipzig und Nürnberg war das Spiel zwischen dem 6. und dem 7. nach dem neunten Spieltag. Und entsprechend ein Duell, in dem es darum ging, Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Avisiert als Duell auf Augenhöhe schien das Spiel aufgrund einer frühen roten Karte für die Gäste und eines dominanten Auftritts der Gastgeber lange Zeit entschieden, bevor RB Leipzig am Ende noch mal Probleme bekam und die drei Punkte zwar verdient, aber wegen einer vogelwilden Schlussviertelstunde auch glücklich mitnahm.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit vier Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche. Diego Demme kam auf der Doppelsechs zurück ins Team, nachdem er letzte Woche noch angeschlagen auf der Bank hockte und schwang sich wieder zum Stabilisator auf. Dominik Kaiser rutschte dafür ins rechte offensive Mittelfeld und ersetzte den verletzten Forsberg. Er agierte sicherlich auf eine andere Art als der Schwede, aber machte seine Sache nicht zuletzt wegen zweier Beteiligungen an Torvorbereitungen sehr gut.

Neben Demme kam auch Marvin Compper (erstmals in dieser Saison) in der Innenverteidigung in die Startelf und sollte dort für Stabilität sorgen. Viel hatte er nicht zu tun und machte seine Sache lange Zeit zumindest ordentlich. Dass er nach seiner langen Pause im Profiteam Tim Sebastian vorgezogen wurde, durfte dann allerdings doch zumindest ein wenig überraschen. Lukas Klostermann rutschte für Compper aus der Innenverteidigung und ersetzte seinerseits Rechtsverteidiger Georg Teigl. Defensiv lange unterbeschäftigt machte Klostermann aus seinen Freiheiten durchaus viel.

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Presse 05.10.2015

Gestern das ziemlich verrückte 3:2 von RB Leipzig gegen den 1.FC Nürnberg. Nach einer ganz frühen roten Karten wegen Notbremse gegen Gäste-Innenverteidiger Georg Margreitter und daraus resultierender 1:0-Führung hatten die Gastgeber das Spiel gegen nur auf Schadensbegrenzung bedachte Gäste lange komplett im Griff und mit dem 3:0 nach einer Viertelstunde praktisch schon entschieden. Zwei Standards brachten Nürnberg in der zweiten Hälfte aber noch mal zurück und sorgten dafür, dass Leipzig die Partie in der Schlussviertelstunde mit wenig Souveränität über die Runden zittern musste.

Dominik Kaiser per Foulelfmeter und zweimal Davie Selke krönten die Vorstellung der ersten Halbzeit. Die eingewechselten Dave Bulthuis und Niclas Füllkrug köpften in der zweiten zwei Freistöße ein. Schiedsrichter Christian Dingert pfiff zudem korrekterweise auf beiden Seiten je einen Treffer ab. Einmal wegen gefährlichem Spiel ein Seitfallzieher-Traumtor von Marcel Halstenberg. Und das zweite Mal in der Nachspielzeit der Partie eine deutliche Abseitsstellung von Niclas Füllkrug.

Marvin Compper feierte nach längerer Verletzungspause sein Comeback bei den Profis und kam zu seinem ersten Saisoneinsatz. Neben Emil Forsberg, der wegen Oberschenkelproblemen auch seine Nationalmannschaftsreise mit Schweden abgesagt hat und den länger verletzten Boyd, Nukan und Strauß fehlte auch Peter Gulacsi kurzfristig (Magen-Darm-Infekt) und Rani Khedira wegen einem Muskelfaserriss.

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Männerfußball

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den 1.FC Nürnberg (04.10.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Davie Selke.]

Weiter geht es in der dynamischen Zweitligahatz mit dem 10. Spieltag und damit dem letzten vor der zweiten Länderspielpause der Saison. Wie immer ein Spieltag, bei dem alle bemüht sind, mit einem möglichst positiven Gefühl in die zwei pflichtspiellosen Wochen zu gehen. Und ein positives Gefühl gibt es rund um RB Leipzig wohl nur, wenn man nach dem Nackenschlag des Unentschiedens bei 1860 München, das vor allem aufgrund der Art und Weise des Kassierens von Gegentoren ein ungutes Gefühl hinterließ, bei einem Heimsieg.

Leipzig gegen Nürnberg, das ist das Duell zweier Tabellennachbarn, die mit jeweils 14 Punkten zur breiten Masse an Mittelfeldclubs gehören, die es sich hinter dem Spitzenquartett gemütlich gemacht haben, aber von ihrem Selbstverständnis her eher nach oben schielen als nach unten. Was für den RasenBallsport natürlich noch viel mehr gilt als für den Club, der als gefühlter Bundesligist und trotz immer mal wieder aufscheinender finanzieller Probleme die zweite Liga aber auch eher als unter seinem Niveau zu empfinden scheint.

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Presse 02.10.2015

Zwei Tage noch bis zum Spiel von RB Leipzig gegen den 1.FC Nürnberg. Angesichts von beiderseits schon vier Punkten Rückstand auf die Aufstiegsränge ein richtungsweisendes Spiel. Wer verliert, versinkt vorerst im Tabellenmittelfeld. Noch nicht vorentscheidend, aber nach 10 Spieltagen durchaus schon aussagekräftig. Bei RB setzt man deswegen natürlich auf die Siegkarte und glaubt, dass man mit der Fokussierung auf die eigenen Stärken in der Balleroberung und bei Nutzen entsprechender Tormöglichkeiten gute Siegchancen hat.

Auf Leipziger Seite einige Fragezeichen aufgrund von verletzten und angeschlagenen Spielern. Strauß, Nukan und Boyd sowieso verletzt. Dazu kommt sicher Rani Khedira (Muskelfaserriss). Angeschlagen zudem Emil Forsberg, Anthony Jung, Yussuf Poulsen und Massimo Bruno. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ausfallen wird dabei aber wohl nur Emil Forsberg. Gerade Poulsen und Bruno sollten bis Sonntag wieder zur Verfügung stehen.

Nürnberg sieht sich in Leipzig (natürlich) nicht chancenlos und will vor allem verhindern, dass RB Leipzig ins Spielen kommt. Ob Thorsten Kirschbaum im Tor steht oder Raphael Schäfer, ist noch nicht entschieden. Ausfallen werden verletzungs- bzw. krankheitsbedingt Jürgen Mössmer und Sebastian Kerk. Nicht mitspielen werden auch Ex-RB-Stürmer Stefan Kutschke und Robert Koch, die es laut BILD nicht in den Spieltagskader geschafft haben und am Wochenende höchstens mit der zweiten Mannschaft des Vereins unterwegs sein werden.

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10.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Neun Spieltage sind schon absolviert. Und erstaunlicherweise gab es bisher in den Ligaspielen noch bei keinem Verein einen Torwartwechsel. Nicht wegen Verletzungen, nicht wegen Platzverweis und auch nicht aus Leistungsgründen. 18 Torhüter, die bisher in neun Spielen komplett 90 Minuten lang im Tor standen.

Zum Vergleich: Bei den Feldspielern sind nach neun Spielen noch 24 übrig geblieben, die bisher durchgängig auf dem Platz standen. Spricht, jeder Verein hat bis jetzt im Schnitt einen Torwart und reichlich einen Feldspieler 9 mal 90 Minuten durchspielen lassen. Bei RB Leipzig heißt der Feldspieler im Übrigen Willi Orban. Aber das nur nebenbei.

Die diesjährige Torhüterklasse besteht zumindest zur Hälfte aus Spielern des letzten Jahres. Denn neun der aktuellen Stammkeeper standen auch letzte Saison schon in mindestens der Hälfte aller Saisonspiele im Kasten: Orlishausen, Coltorti, Hesl, Zimmermann, Himmelmann, Gikiewicz, Rensing, Haas und Luthe.

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Presse 01.10.2015

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet über die Inhalte des Treffens der Leipziger Vereinsspitze mit Dietrich Mateschitz. Im Teil mit Ralf Rangnick sei es weniger um aktuelle sportliche Fragen als vielmehr um Fragen der Etatplanung gegangen.

Zudem haben laut dem Blatt die Auswertungen des Spiels bei 1860 München zur Erkenntnis geführt, dass der Ball zu lange gehalten wurde und man zu wenig Balleroberungen gehabt habe. Nicht ganz unnormal eigentlich gegen einen tief verteidigenden Gegner, der viele lange Bälle spielt..

BILD stellt derweil Willi Orban nach zwei entscheidenden Patzern in den letzten zwei Spielen in Frage. Ralf Rangnick mag allerdings im Kicker nicht „über einzelne Spieler“ sprechen, da bei beiden Gegentoren in München mehrere Spieler beteiligt gewesen seien.

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Ein bisschen mehr Darmstadt wagen

Sinngemäß hatte Ralf Rangnick in der Pressekonferenz vor dem Spiel bei 1860 München von seinen Spielern gefordert, dass man bei Fouls nicht versuchen solle, auf den Beinen zu bleiben, sondern fallen müsse, um auch den entsprechenden Pfiff zu kriegen. Was irgendwie nach einer unfairen Anweisung klingt, ist eher das konsequente Eingehen auf so etwas wie die moderne Fußballlogik und Schiedsrichterlinie.

Man nehme prototypisch eine Szene aus dem Freiburg-Spiel, als Davie Selke im Strafraum bei einer Flanke (es möge auch ein Standard gewesen sein) von hinten von seinem Gegenspieler mit einem Arm deutlich umklammert und festgehalten wird. An den Ball, der durchaus in Selkes Richtung unterwegs war, konnte der Angreifer deshalb nicht entscheidend herankommen.

Einen (Elfmeter-)Pfiff gab es in dieser Situation nicht. Natürlich nicht möchte man hinzufügen, auch wenn die Aktion irgendwo im Mittelfeld wohl durchaus in einigen Fällen gepfiffen worden wäre. Denn für ein Foul fehlte ja das Hinfallen. Angesicht des sichtbar und eher fest denn locker um den Gegner geschlungenen Arms wäre ein Elfmeterpfiff schon sehr viel wahrscheinlicher gewesen, wenn Selke dem Druck des Arms folgend nach hinten umgefallen wäre.

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Presse 30.09.2015

100 Tage Ralf Rangnick als Coach bei RB Leipzig. Zeit für Zwischenanalysen bei Mitteldeutscher Zeitung, LVZ und BILD. Mit dem überraschenden Fazit, dass die Bilanz durchwachsen ist. Für BILD ein so überraschendes Fazit, dass man es sogar hinter einer Paywall versteckt.

Interessantester Aspekt der drei Artikel vielleicht die nachvollziehbare Anmerkung der LVZ, dass der Komplettaustausch der Verantwortlichen rund um die Profimannschaft im Sinne Rangnicks dazu führe, dass es keine förderliche Reibung mehr gebe.

Ralf Rangnick sieht selbst via BILD eine Entwicklung, die „in die richtige Richtung geht“, weil man erst ein Spiel verloren habe. Tore müsse man halt mehr schießen und die entsprechenden Punkte einfahren.

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Was von der englischen Woche bleibt

Am neunten Spieltag war es dann auch für das letzte Team der Liga mit der weißen Weste vorbei. Nur der VfL Bochum fehlte noch mit einer Niederlage. Und kassierte sie gegen den 1.FC Kaiserslautern. Ein Spiel, bei dem man die Erfahrung machte, die man als eines der aktuellen Topteams der Liga in Zukunft vielleicht noch öfters machen wird, nämlich einen defensiv stehenden, kompakten Gegner bespielen zu müssen. Eigentlich hat man in Bochum mit den permanenten Sprints in die Schnittstellen gute Möglichkeiten solche Systeme auszuhebeln, aber dass sie sich damit trotzdem schwer tun, ist durchaus nachvollziehbar.

In Kaiserslautern hat man sich mit dem Trainerwechsel zu Konrad Fünfstück nicht nur für einen Nachwuchsmann entschieden, sondern sich auch vorerst in die taktische Einheit der zweiten Liga eingereiht. Sicherheit geht vor Spielaufbau. Sprich, im Fall der Fälle wird der Ball nach vorne geschlagen und nicht getragen. Dazu Fokus auf eine kompakte Defensive und Umschaltspiel und fertig ist das, was in dieser Liga sowieso 80% der Teams spielen. In Kaiserslautern war man schon in der Anfangsphase der Saison unter Runjaic ein wenig vom Ballbesitzfußball der letzten Saison abgerückt, unter Fünfstück könnte der Prozess beschleunigt werden. Auch wenn es nach einem Spiel etwas schwierig ist zu beurteilen, wofür ein Trainer steht.

Mit Kosta Runjaic erwischte es also in der englischen Woche nach Norbert Düwel den zweiten Coach der Liga. Der Druck aus dem Umfeld war zu groß geworden. Die Sache hatte seit dem Nichtaufstieg in die Bundesliga und entsprechend einer Saison, die bei den Fans als Enttäuschung im Gedächtnis blieb, bei den sportlich Veranwortlichen allerdings trotzdem als Erfolg angesehen wurde, eine offenbar unstoppbare Eigendynamik angenommen, an der auch ein Runjaic nicht vorbeikam.

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Presse 29.09.2015

Nach der englischen Woche ist mal wieder ein wenig Zeit zum Durchschnaufen. Bzw. sich mit Dingen zu beschäftigen, die nicht alle mit dem Tagesgeschäft zu tun haben (auch wenn medialerseits noch ein paar Aufarbeitungen des RB-Spiels in München dran sind). Bei RB Leipzig ist zudem heute trainingsfrei, sodass in diesem Bereich auch Ruhe herrscht.

Nicht ganz so ruhig wird es für die Vereinsführung zugehen, die morgen bei Dietrich Mateschitz antanzt und mit ihm den Stand der Dinge bespricht. Dabei geht es laut LVZ um die sportliche Lage, um den Ausbau der Red Bull Arena (soll um 10.000 Plätze größer werden), einen Nachfolger für Marketingchef Jörg Kurzeja und um die Doppelrolle von Ralf Rangnick, die der nächste Saison nicht mehr bekleiden will.

Kapitän Dominik Kaiser erklärt via BILD noch mal, dass einer zügigen Verlängerung seines Vertrags seinerseits nichts im Wege steht. Dazu sieht er sein RB-Team zu leichte Tore kassieren und vorn nicht effizient genug sein. Dass man sich selbst „nicht als Aufstiegsfavorit“ sieht, ist dann vielleicht etwas arg viel Understatement.

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2.Bundesliga: TSV 1860 München vs. RB Leipzig 2:2

Zum Abschluss der englischen Woche reiste RB Leipzig zum TSV 1860 München. Im Spiel beim Tabellenvorletzten war man Favorit und wollte die zuletzt ansteigende Formkurve mit drei Punkten unterstreichen. Stattdessen zeigte man einen Mix aus den schlechten Versatzstücken der bisherigen Saisonspiele und erweckte den am Boden liegenden Gegner mit zum Leben und musste sich entsprechend am Ende mit einem 2:2 begnügen.

In die Partie gegangen war RB Leipzig mit drei Veränderungen im Vergleich zur letztwöchigen Startaufstellung. Anthony Jung sollte links hinten mehr Frische ins Team bringen und Marcel Halstenberg ersetzen. Diego Demme blieb angeschlagen nur ein Platz auf der Bank und wurde schmerzlich vermisst. Für ihn rückte Stefan Ilsanker aus der Innenverteidigung auf die Sechs und Georg Teigl als Rechtsverteidiger ins Team, weil Klostermann nach innen ging. Und offensiv begann der wiedergenesene und zumindest sehr bemühte Yussuf Poulsen für Massimo Bruno.

Beim TSV 1860 München rutschte der mit seinem Bankplatz unzufriedene Michael Liendl wieder in die Startelf, der dem Spiel seines Teams durchaus Struktur geben konnte. Dadurch verschob sich auch das Spielsystem ein wenig. Statt des gewohnten 4-4-2 bzw. 4-4-1-1 spielte man eher ein 4-1-4-1 mit einem zentralen Sechser Degenek und zwei Achtern Adlung und Liendl, die je nach situativer Erfordernis etwas offensiver oder defensiver spielten und zwei Außen Wolf und Vollmann, die auch die Aufgabe hatten, die Außenverteidiger intensiv bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Zudem kam auch Rubin Okotie, der zuletzt im Februar getroffen hatte, nach Pause wieder zurück in die Startelf und sollte im Laufe des Spiels noch von sich reden machen.

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Presse 28.09.2015

Einen Tag nach dem 2:2 zwischen dem TSV 1860 München und RB Leipzig ist man hierzulande irgendwas zwischen enttäuscht und erschüttert, dass man dieses Spiel trotz zweimaliger Führung durch zwei Fehler in der Defensive hergegeben und nicht gewonnen hat. Über fast die gesamte Spielzeit war RB Leipzig das dominante Team, blieb aber trotz guter Ansätze ab dem Strafraum meist zu harmlos.

1860 versuchte sich (nicht immer erfolgreich) in einer kompakten Defensive und lauerte auf Möglichkeiten für Ballgewinne und schnelles Umschaltspiel und sah sich aufgrund des zweimaligen Aufholens des Rückstands als moralischer Sieger und auch ansonsten auf einem guten Weg in eine bessere Zukunft, weil man ein gutes Spiel gezeigt habe.

Emil Forsberg und Davie Selke erzielten jeweils die Führung für RB Leipzig. Marius Wolf und Rubin Okotie glichen jeweils relativ postwendend und unerwartet aus. Für Okotie war es der erste Treffer seit Anfang Februar nach 16 Pflichtspielen ohne Torerfolg.

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[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim TSV 1860 München (27.09.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Diego Demme.]

Der neunte Spieltag ist sicherlich nicht derjenige, nach dem die Messen in der zweiten Liga gelesen sind. Trotzdem gibt es schon langsam ein sich abzeichnendes Tabellenbild, das den Druck auf die beteiligten Teams in Abhängigkeit vom jeweiligen Saisonziel so langsam erhöht.

Bei RB Leipzig geht es nach zwei 1:1-Unentschieden und lediglich sechs Punkten in vier Spielen ohne Niederlage darum, den verbesserten Leistungen auch mal ein entsprechendes Resultat folgen zu lassen. Bei vier Punkten Rückstand auf Platz 3 und derzeit Platz 6 in der Tabelle steht man bei aller Ausgeglichenheit in der zweiten Liga, die immer auch dazu führt, dass man mit zwei, drei Siegen am Stück jederzeit wieder oben rankommen kann, schon ein wenig unter Druck, einen Dreier mitzunehmen und den Abstand nach oben nicht zu groß werden zu lassen bzw. den Rückstand auf Bochum nach deren Niederlage gegen Kaiserslautern zu verringern.

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