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Unterschiedliche Sorten Pausentee

Es war am Wochenende erst das zweite Mal der Fall, dass RB Leipzig am Ende des Spiels weniger Punkte hatte als zur Halbzeit. In beiden Fällen (in Mönchengladbach und auf Schalke) kassierte man noch den 1:1-Ausgleichstreffer. Damit bleibt RB weiterhin die einzige Mannschaft neben den Bayern, die noch nicht verloren hat, wenn man zur Halbzeit nicht schon zurücklag. Sprich, man muss Leipzig vor der Pause schlagen, wenn man gegen sie gewinnen will.

Dabei ist RB auch das Team, das zwischen Halbzeitpause und Abpfiff den größten Punktezuwachs verzeichnet. Im Schnitt gewinnt man pro Spiel noch mal 0,57 Punkte zu dem dazu, was man sich schon bis zur Pause erkämpfte. Bis zum Halbzeitpfiff kommt man in 30 Spielen auf 45 Punkte. Was deutlich weniger sind als Dortmund oder Hoffenheim bis dahin holen. 17 Punkte packt man aber in den folgenden 45 Minuten noch mal drauf, während beim BVB nur noch ein Pünktchen dazukommt und bei Hoffenheim sechs.

Auffällig auch die Bilanzen von Augsburg und mit Abstrichen Hamburg, die in der ersten Hälfte die wenigsten Punkte aller Bundesligisten holen, aber nach der Pause im Gegensatz zu den anderen Abstiegskandidatn noch mal Punkte gewinnen statt welche zu verlieren. Auch Freiburg sehr weit oben in dieser Statisik. Denn nach der Pause packt man im Schnitt noch mal 0,4 Punkte pro Spiel auf die 32 Pausenpunkte drauf. Und steht damit auf einem Europa-League-Platz.

[1.HZ = Punkte, die bis zum Pausenpfiff geholt wurden; 2.HZ = Punktestand nach 30 Spielen; +/- = Differenz zwischen Stand zur Pause und Stand am Ende der Partie über 30 Spieltage hinweg (positiver Wert bedeutet Punktzuwachs, negativer Wert bedeutet Punkteinbußen); Pkt/Sp = Punkte pro Spiel, die das jeweilige Team zwischen Pausenpfiff und Schlusspfiff gewinnt oder verliert]

 1.HZ2.HZ+/-Pkt/Sp
Bayern5470160,53
Leipzig4562170,57
Dortmund555610,03
Hoffenheim495560,20
Hertha3446120,40
Freiburg3244120,40
Bremen414210,03
Köln344170,23
Frankfurt344170,23
Gladbach393900,00
Schalke363820,07
Leverkusen4136-5-0,17
Mainz3733-4-0,13
Wolfsburg3933-6-0,20
Hamburg303330,10
Augsburg263260,20
Ingolstadt3428-6-0,20
Darmstadt3121-10-0,33

Wenn man nur darauf schaut, wie sich die Teams nach Führungen verhalten, dann gingen mit den Bayern, Leipzig, Dortmund, Hertha, Freiburg, Köln, Frankfurt, Schalke, Hamburg und auch Ingolstadt bisher nach einer Halbzeit-Führung immerhin zehn Teams nicht mehr als Verlierer vom Platz. Lediglich acht Mannschaften verspielten also bisher schon mindestens einmal eine Pausenführung komplett.

Besonders beeindruckend dabei die 16 Halbzeit-Führungen der Dortmunder. 15 Siege stehen dabei zu Buche. Damit verliert der BVB von allen Teams pro Partie, in der man zur Pause in Führung lag, die wenigsten Punkte. Da haben es Bremen, Leverkusen oder Mönchengladbach schon schlechter, denn die mussten bisher von den Pausenführungen im Schnitt noch einen Punkt wieder abgeben bis zum Ende des Spiels.

Hinter den Teams folgen nur noch Darmstadt und Augsburg. Wobei das angesichts der wenigen Spiele mit Pausenführungen der Klubs auch wenig aussagekräftig ist. Interessant allerdings, dass Augsburg und Hamburg bisher lediglich dreimal mit dem Positivgefühl, vorn zu liegen, zum Pausentee schreiten konnten.

[Spiele = Anzahl der Spiele, in denen das jeweilige Team zur Pause in Führung lag; 2.HZ = Gesamtzahl der gesammelten Punkte in Spielen, in denen die Teams zur Halbzeit in Führung lagen; +/- = Differenz zwischen Punktestand zur Pause und zum Schlusspfiff; Pkt/Sp = Punkte pro Spiel, die jeder Verein nach einer Halbzeitführung noch verspielt

 Spiele2.HZ+/-Pkt/Sp
Dortmund1646-2-0,13
Bayern1440-2-0,14
Hertha822-2-0,25
Frankfurt719-2-0,29
Freiburg616-2-0,33
Köln616-2-0,33
Schalke616-2-0,33
Leipzig1129-4-0,36
Ingolstadt820-4-0,50
Hoffenheim1126-7-0,64
Hamburg37-2-0,66
Wolfsburg921-6-0,67
Mainz920-7-0,78
Bremen1122-11-1,00
Leverkusen1020-10-1,00
Gladbach816-8-1,00
Darmstadt510-5-1,00
Augsburg34-5-1,67

Nicht ganz so aussagekräftig die Statistik zur Punkteausbeute nach Rückständen zur Pause. Weil dazu die Zahl der erfolgreich gedrehten Spiele zu gering ist. Bei immerhin drei von vier Spielen ändert sich am Gewinner (bzw. eben am Verlierer) im Verlauf der zweiten Halbzeit nichts mehr.

Hoffenheim ist der einzige Verein, der nach Halbzeitrückstand noch nicht verloren hat. Drei Unentschieden sprangen bei drei Rückständen noch heraus. Mit Bayern, Dortmund, Hoffenheim, Bremen, Schalke, Hamburg und Darmstadt gibt es zudem gleich sieben Mannschaften, die in dieser Saison noch keinen Rückstand zur Pause in einen Sieg verwandeln konnten.

Herausstechend, dass Darmstadt und Hamburg noch keinen einzigen Punkt nach Pausenrückstand holen konnten. In neun bzw. sechs Anläufen. Auf der anderen Seite holte keine Mannschaft mehr Punkte noch nach Rückständen als Frankfurt und Leverkusen. Bei zehn bzw. neun Halbzeitrückständen sprangen noch jeweils sieben Punkte heraus.

[Spiele = Anzahl der Spiele, die die jeweiligen Teams zur Halbzeitpause in Rückstand lagen; 2.HZ = Anzahl der Punkte, die man nach Pausenrückstand bis zum Schlusspfiff noch einfahren konnte; Pkt/Sp = Punkte pro Spiel, die jedes Team nach Halbzeitrückstand noch holt]

 Spiele2.HZPkt/Sp
Hoffenheim331,00
Leverkusen970,78
Frankfurt1070,70
Dortmund740,57
Gladbach740,57
Wolfsburg950,56
Bayern420,50
Köln840,50
Leipzig730,43
Mainz1140,36
Hertha1240,33
Ingolstadt1240,33
Freiburg1030,30
Augsburg1030,30
Bremen1130,27
Schalke610,17
Hamburg600,00
Darmstadt900,00

Am besten vergleichbar sind derweil die Daten bei Unentschieden zur Halbzeit. Während bei Rückständen und Führungen auch die Höhe eine Rolle spielt, die einen Einfluss auf die Daten nimmt, sind Unentschieden immer Unentschieden und für alle gleich. Im Schnitt hat jedes Team rund 13mal den Fall erlebt, dass man mit einem Unentschieden in die Pause ging (entsprechend war man 17mal in Führung oder in Rückstand). Bis zum Ende sinkt dieser Wert auf knapp sieben Unentschieden. Sprich bei reichlich sechs Spielen pro Team wandelt sich das Ergebnis von einem Unentschieden in einen Sieg oder eine Niederlage um.

Insgesamt gibt es mit Bayern und Leipzig nur zwei Teams, die nach Unentschieden zur Pause nicht mehr verloren haben. Beide dominieren die Tabelle deutlich. Zu dem einen Punkt pro Spiel (bei 12 Unentschieden-Partien) packt RB Leipzig bis zum Schlusspiff noch mal unglaubliche 1,5 Punkte pro Spiel, also insgesamt 18 Punkte drauf. 18! Nur Hoffenheim, Köln und Augsburg gelang es gegen RB, den Punkt zur Pause auch am Ende in den Händen zu halten. Selbst die Bayern kommen in ebenfalls zwölf Spielen nur auf 16 zusätzliche Punkte, die man aus Unentschieden-Spielen zur Pause bis zum Ende noch holt.

Besonders auffällig in dieser Statistik der BVB. Die schaffen es in sieben Spielen, in denen es zur Pause Unentschieden steht, am Ende weniger Punkte in der Tasche zu haben als zum Halbzeitpfiff. Eine negative Bilanz, das schaffen neben Dortmund nur noch fünf weitere Teams. Allesamt Abstiegskandidaten. In der ersten Halbzeit ist Dortmund das beste Team der Liga und nach der Pause bricht man in sich zusammen, wenn man nicht mit einer Führung in die Kabine gegangen ist. Wer das erklären kann, für den gibt es im Leben keine Limits mehr.

Im Ernst. Da steht mit Thomas Tuchel ein eigentlich taktisch versierter Coach an der Linie, der in der Lage sein müsste, Anpassungen vorzunehmen. Dazu hat man eine gute und auch tiefe Bank. Und trotzdem gewinnt man nur eins von sieben Spielen, die zur Pause Unentschieden stehen. Viellicht ist es ja angesichts der geringen Anzahl an Spielen auch nur Zufall. Aber ein sehr auffälliger Zufall.

[Spiele = Anzahl der Spiele pro Team, die zur Pause Unentschieden standen; 2.HZ = Anzahl der Punkte, die die Teams ingesamt in diesen Spielen noch bis zum Schlusspfiff sammelten; +/- = Differenz zwischen Punktestand zur Pause und beim Schlusspfiff; Pkt/Sp = Punkte, die jedes Team pro Spiel zusätzlich zu den Punkten zur Pause noch bis zum Ende holte]

 Spiele2.HZ+/-Pkt/Sp
Leipzig1230181,50
Bayern1228161,33
Bremen81791,13
Hertha1020101,00
Freiburg1425110,79
Hoffenheim1626100,63
Augsburg172580,47
Köln162150,31
Hamburg212650,24
Gladbach151940,23
Schalke182130,17
Frankfurt131520,15
Mainz109-1-0,10
Dortmund76-1-0,14
Leverkusen119-2-0,18
Darmstadt1611-5-0,31
Wolfsburg127-5-0,42
Ingolstadt104-6-0,60

Die Halbzeitpause ist jener Zeitpunkt im Spiel, zu dem man aus den Erfahrungen der ersten Halbzeit heraus noch mal in relativer Ruhe an der Taktik schrauben, Dinge verändern und die Mannschaft in die eine oder andere Richtung motivieren oder einstellen kann. Entsprechend sind Vergleichsdaten über den Verlauf der zweiten Halbzeit nicht ganz uninteressant dahingehend, wie Anpassungen und Veränderungen auch funktionieren.

Allerdings gibt es vür Entwicklungen nach der Pause natürlich verschiedene Erklärungen, die sich gegenseitig überlagen und nicht nur mit der Arbeit des Trainerteams in der Pause zu tun haben. Fitness. Joker. Erfahrung/ Druck. Tiefe der Bank. Entsprechend könnte man nach Herzenslust spekulieren, was bei den einzelnen Teams zu den positiven oder eben negativen Bilanzen führte. Aber das ist letztlich gar nicht so einfach.

Wenn man beispielsweise nach Jokertoren guckt, dann ist eigentlich Hoffenheim ganz vorn. In den hier verzeichneten Statistiken des Abschneidens nach der Pause ist Hoffenheim aber nicht wirklich sonderlich herausragend. Die Jokertore haben offensichtlich keinen überdurchschnittlichen Effekt für die Punktausbeute. Vielmehr beeindruckt Hoffenheim vor allem dadurch, dass man zur Pause erst dreimal in Rückstand lag. Nur die Bayern kommen da mit vier Pausenrückständen in die Nähe. Ligaschnitt sind etwas über acht Rückstände in 30 Spielen.

Der Einfluss des Trainers ist sicherlich nicht zu verachten. Aber wie schon das Beispiel Tuchel zeigt, ist es schwer erklärbar, wenn ein absoluter Fachmann gerade nach der Pause und unter Ergebnisdruck nicht die treffenden Anpassungen findet, um noch zusätzliche Punkte einzufahren. Tiefe der Bank leuchtet zumindest sofort ein, wenn man auf die Bayern guckt. Dass sie im Vergleich mit anderen Teams nach der Pause besser abschneiden können, liegt angesichts der personellen Möglichkeiten auf der Hand. Bei RB ließe sich derweil schon wieder trefflich streiten, ob man die Bank wirklich als tief bezeichnen könnte. Und Erfahrung kann man in die eine oder andere Richtung sehen. Leverkusen und Schalke sind mit ihren jungen Teams nach der Pause wie Dortmund eher am Abtauchen. RB Leipzig auf der anderen Seite schwimmt mit einem jungen Team oben mit.

Vermutlich ist es bei RB Leipzig eine Mischung aus verschiedenen Dingen. Natürlich Anpassungen des Trainers. Taktischer Natur, weil Hasenhüttl auch ein Betreuerteam um sich herum hat, das noch mal wichtige Tipps mitgeben kann, aber vielleicht auch motivationaler Art. Zumindest betonen letzteres Ex-Spieler von Hasenhüttl immer wieder.

Jokertore haben bei RB zumindest in der Anfangsphase der Saison eine Rolle gespielt, wenn man an Partien wie gegen Dortmund oder in Darmstadt denkt. Damals saß manch ein Spieler, der später gerade offensiv unverzichtbar wurde, aber auch immer mal wieder noch auf der Bank, wenn man an Forsberg, Werner oder Keita in der ganz frühen Phase der Saison denkt. Ab dem 9.Spieltag spielten Jokertore aber fast keine Rolle mehr für den Erfolg. Yussuf Poulsen erzielte zuletzt allerdings gegen Leverkusen wieder mal einen (entscheidenden) Treffer von der Bank. Timo Werner war in Mainz zudem Schütze des 2:0.

Vielleicht spielt Jugend RB insofern in die Karten als dass sie in der Selbstwahrnehmung als Aufsteiger auch eine gewisse Lockerheit mitbringt, die eben nicht krampfig wird, wenn Spiele mal eng sind. Sondern sich eher darin äußert, dass das Team beim Stand von 1:1 mit wesentlich mehr Feuer und Gier auf den Sieg auf den Platz geht, als wenn es 3:0 stehen würde. So rein hypthetisch. Das auch Freiburg nach der Pause recht gut ist, könnte diese These unterstützen.

Insgesamt keine ganz uninteressanten Daten. Leipzig und Bayern stechen in Spielen heraus, in denen man zur Pause nicht führte. Dortmund ist Meister der ersten Halbzeit und überragend, wenn man zur Pause führt (was man sehr oft macht), aber ein Team aus dem unteren Drittel der Bundesliga, wenn man nicht führt. Packe das jeder nach Herzenslust mit Theorien voll.

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"Mal gucken, was ich für Verbesserungen für die Halbzeitpause finde." Ralph Hasenhüttl macht in der Kabine zwischen den Halbzeiten offenbar viel richtig. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Bundesliga: FC Schalke 04 vs. RB Leipzig 1:1

30. Spieltag in der Bundesliga. RB Leipzig musste zum FC Schalke 04 reisen. Die hatten unter der Woche eine Energieleistung gegen Ajax Amsterdam hingelegt und waren trotzdem aus der Europa League ausgeschieden. Der Substanzverlust war durchaus spürbar. Vor allem in der ersten Halbzeit lief man dem Spiel meist hinterher. Trotzdem stand nach 90 Minuten ein 1:1 auf der Anzeigetafel, das aufgrund der zweiten Halbzeit auch in Ordnung ging.

Bei RB Leipzig kehrte Willi Orban nach seiner Sperre wegen der gelb-roten Karte, die er gegen Leverkusen gesehen hatte, ins Team zurück. Dafür musste Dayot Upamecano zurück auf die Bank. Ansonsten trat man unverändert und im 4-2-2-2 auf. Demme und Keita spielten dabei die Doppelsechs, während sich Stefan Ilsanker die Dinge erstmal von der Bank aus ansah.

Schalke nahm gegenüber dem Spiel in der Europa League drei Änderungen vor. Coke, der für Europa gar nicht gemeldet wurde, spielte für Riether Rechtsverteidiger. Badstuber spielte für Nastasic in der Innenverteidigung. Und Huntelaar ersetzte den kopfverletzten Goretzka. Wodurch ein 4-4-2 entstand, in dem Burgstaller zur Abwechslung mal nicht alleinige Spitze spielen musste.

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Presse 24.04.2017

Gestern Abend das 1:1 zwischen dem FC Schalke 04 und RB Leipzig. RB mit einer sehr guten und dominanten ersten Hälfte, in der man es aber verpasste die Umschaltsituationen sehr gut auszuspielen und das Spiel frühzeitig zu entscheiden. In der zweiten Halbzeit war Schalke das etwas gefährlichere Team und verdiente sich den Ausgleich.

Timo Werner, der bei jedem Ballkontakt augepfiffen und mit Gesängen unfreundlichen Inhalts bedacht wurde, machte nach einer Viertelstunde per Kopf das 1:0. Klaar-Jan Huntelaar glich nicht mal eine Minute nach der Halbzeit ebenfalls per Kopf in einer fast deckungsgleichen Situation aus.

Knapp 61.000 Zuschauer waren bei der Partie zugegen und sahen ein Spiel mit überschaubar vielen Torraumszenen. Lediglich zwei der Torschüsse gingen auch aufs Tor und das waren die beiden Tore. Zu halten hatten beide Torhüter entsprechend nichts.

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Kippende Stimmung

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim FC Schalke 04 (23.04.2017, 17.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Es war schon deutlich überraschend, dass beim Hinspiel RB Leipzig den FC Schalke 04 mit 13 Punkten Vorsprung empfing. 17 Spiele später sind es sogar 24 Punkte und das Staunen darüber ist immer noch dasselbe. Was den Stand der Dinge beim RasenBallsport genauso betrifft wie die Dinge, die den Verein aus dem Ruhrpott angeht.

Man kann sich natürlich immer die ‚Was wäre gewesen, wenn..‘-Frage stellen. Und wenn der FC Schalke 04 zu Beginn der Saison nicht fünf Spiele am Stück verloren, sondern so wie in den folgenden 24 Spielen gepunktet hätte, dann stünde man jetzt mit 45 Punkten auf Platz 5 (wenn man das so einfach rechnen könnte). Und jeder würde die Saison wohl als halbwegs ordentlich wegstecken und nicht weiter drüber nachdenken.

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Presse 21.04.2017

RB Leipzig am Sonntag in der Bundesliga mit der Aufgabe bei Schalke 04. Zwei Siege braucht RB rechnerisch noch für die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions Leauge. Schalke braucht im vorletzten Heimspiel der Saison dringend einen Sieg, wenn man noch mal in den Kampf um die Europa League eingreifen will. Nach dem bitteren und kraftraubenden Ausscheiden gestern im Viertelfinale der EL gegen Ajax Amsterdam auch keine einfache Aufgabe für die Gastgeber, sich noch mal zu einer Energieleistung aufzuraffen.

Bei RB Leipzig sieht es personell sehr gut aus. Ausfälle sind nicht zu beklagen. Poulsen und Upamecano wurden im Freitagstraining geschont, sind aber für das Schalke-Spiel nicht fraglich. Bis auf Lukas Klostermann stehen damit alle Spieler zur Verfügung. Sind aber auch noch ein paar Stunden bis zum Spieltag.

Auf Schalker Seite wartet ein ordentliches Personalpuzzle. Naldo, Baba und Embolo fehlen sowieso schon unterschiedlich lange. Kehrer ist gesperrt. Goretzka hat sich gegen Amsterdam eine Gehirnerschütterung zugezogen. Choupo-Moting fehlte zuletzt auch und wird eventuell bis zum Saisonende ausfallen. Und ansonsten fragt sich, wer aus dem Amsterdam-Spiel Blessuren mitgenommen hat, die ihn für das Spiel gegen Leipzig ausfallen lassen. Bentaleb zum Beispiel. Oder Kolasinac. Oder Höwedes. In der Europa-League-Partie ging es über 120 Minuten auch foultechnisch ordentlich zur Sache. Da dürfte die medizinische Abteilung noch mal viel Zusatzarbeit kriegen.

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Shanghai, Shanghai, wir fahren (nicht) nach Shanghai

Die Anhänger von Bayern München beispielsweise sitzen heute nicht mehr nur in München oder in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Fans in China haben heute die gleichen Idole wie in Deutschland. (…) Was spricht dagegen, wenn künftig ein DFB-Pokalfinale statt in Berlin auch einmal in Shanghai ausgetragen würde? Ich befürworte das und sehe das als Chance. (Adidas-Chef Kasper Rorsted in der Süddeutschen Zeitung)

Für wen organisieren wir den Fußball? Wir spielen für diejenigen, die im Stadion sind. Das können wir auch im Fernsehen übertragen. Aber wir sollten unser Spiel nicht verbiegen. Über die Übertragung bekommen wir Konsumenten, aber keine Bindung. Die Bindung kommt über das Regionale. Wir dürfen den Kern nicht kaputt machen. Das macht uns beliebig. Davor fürchte ich mich. (Dirk Zingler, Präsident Union Berlin, zitiert nach textilvergehen.de)

‚Internationalisierungsstrategien‘ ist so etwas wie das neue Modewort. Man müsse sich öffnen und in die Welt hineingehen und neue Zuschauermärkte erschließen und bedienen. China scheint dabei das neue Hauptziel zu sein. Diverse Bundesligavereine, die dort ihre Fühler bezüglich Synergien und Kooperationen ausstrecken. Diverse chinesische Investoren, die den europäischen Fußball bereits für sich entdeckt haben. Und DFB und DFL, die schon eine Kooperationsvereinbarung mit dem chinesischen Verband unterzeichnet haben.

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Presse 20.04.2017

Thema des Tages ist Timo Werner und sein erstes Spiel gegen Schalke nach der Schwalbe im Hinspiel. Natürlich wird allseits ein eisiger Empfang prognostiziert. Ralph Hasenhüttl versucht dem Gelassenheit entgegenzustellen. Man werde auch andernorts nicht jubelnd empfangen und Werner könne mit der Situation umgehen. Sowieso sei der Trainer froh, dass er seinen Stürmer an Bord hat.

Personell gibt es vor dem Spiel auf Schalke sowieso keine Probleme. Bis auf Lukas Klostermann sind alle an Bord. Gibt, wenn es so bleibt, ein ordentliches Hauen und Stechen um die Plätze.

In England heißt es, dass Naby Keita der wichtigste Transferkandidat für Jürgen Klopp und den FC Liverpool ist. Da könnte im Sommer ein ordentliches Millionenangebot ins Leipziger Haus flattern. Wobei ich in irgendeinem englischsprachigen Artikel auch davon las, dass Keita für um die 25 Millionen Pfund zu haben sei. Dafür würde Ralf Rangnick wohl eher nicht ans Telefon gehen. Sowieso wird man diesen Sommer kein Interesse an Transferverhandlungen haben, wie Rangnick ja schon verkündete. Naby Keita vermutlich auch nicht, wenn RB direkt in die Champions League einzieht. Von daher sind die Keita-Gerüchte wohl (zumindest diesen Sommer) viel Rauschen um wenig Konkretes.

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Marvin Compper schlägt Yussuf Poulsen

Vier Spiele, vier Siege. Das die Bilanz der jüngeren Vergangenheit bei RB Leipzig. Und das auch die Bilanz der letzten Spiele von Yussuf Poulsen, der nach Verletzung im Spiel gegen Darmstadt erst spät und nicht mehr spielentscheidend in die Partie kam, aber in den folgenden drei Spielen mit zwei Toren und zwei Vorlagen entscheidenden Anteil am Erfolg hatte. Zuvor war RB dreimal in Folge sieglos geblieben. Woraus man natürlich konstruieren könnte, dass Leipzig ohne Poulsen (punktetechnisch) schwächer ist als mit.

Wenn man den Dänen mit den anderen RB-Spielern, die mindestens 50% der Spielzeit auf dem Platz standen, vergleicht, dann relativiert sich seine Bilanz als entscheidender Spieler allerdings auch ein wenig. Denn im Vergleich gesehen, punktet RB Leipzig leicht unterdurchschnittlich, wenn Poulsen auf dem Platz steht.

2,10 Punkte hat RB Leipzig bisher im Schnitt geholt. Wenn Yussuf Poulsen vom Platz ging, waren es im ’nur‘ Schnitt 2,00 Punkte. Damit liegt er auf Augenhöhe mit einem Marcel Sabitzer und Willi Orban (in Abwesenheit des Innenverteidigers holte RB zwei Siege).

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Presse 19.04.2017

Erstes Training der Woche heute bei RB Leipzig. Dank Ferien rund 500 Fans vor Ort. Von Ausfällen ist noch nichts bekannt.

Sportbild schreibt Freiburgs Offensivmann Maximilian Philipp auf die Wunschliste bei RB Leipzig. 23 Jahre. Einer mit sehr hoher Abschlussqualität. Sehr guter Offensivspieler, der es im Sturm zentral, aber auch außen (oder auf einer der Zehner-Positionen bei RB) kann. Von Qualität und Spielertyp her wäre Philipp absolut passend. Ob er tatsächlich bei RB auf dem Zettel steht und ob er überhaupt (für eine vertretbare Summe) zu haben ist, weiß man natürlich nie wirklich.

Auch genannt wird von Sportbild der französische Innenverteidiger Issa Diop. Der wird bei RB Leipzig seit ungefähr einem Jahr immer mal wieder gehandelt. Letzten Sommer soll ein Transfer am fehlenden Wille des FC Toulouse, Diop gehen zu lassen, gescheitert sein. Über 10 Millionen Euro standen als Ablöse im Raum. 20 Jahre ist Issa Diop und französischer U21-Nationalspieler.

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Presse 18.04.2017

Vor zwei Tagen das 4:0 von RB Leipzig gegen den SC Freiburg. Ein souveräner Erfolg, der nach guten 20 Minuten zu Beginn nur Mitte der ersten Halbzeit bei zwei Freiburger Chancen ein wenig in Gefahr geriet.

Yussuf Poulsen sorgte nach einer reichlichen halben Stunde nach Standard für die Führung. Timo Werner besorgte kurz darauf das 2:0. Direkt nach der Pause fiel durch das 3:0 von Naby Keita die Entscheidung. Diego Demme stellte mit seinen allerersten Tor im Männerbereich kurz vor Schluss den Endstand her, verlor dabei aber auch einen Schneidezahn.

Über 41.000 Zuschauer verfolgten die Partie der beiden Aufsteiger. Knapp 2.000 waren der Freiburger Seite zugetan.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. SC Freiburg 4:0

29. Spieltag in der Bundesliga bereits. Das Aufsteigerduell zwischen RB Leipzig und dem SC Freiburg stand an. Überraschend daran, dass es das Duell Zweiter gegen Sechster war. So etwas wie das Duell der Überraschungsteams also.

Überraschend auch, was Ralph Hasenhüttl aufstellungstechnisch veranstaltete. Denn da saß plötzlich Stefan Ilsanker anfangs auf der Bank, etwas was man sich gar nicht mehr so richtig vorstellen konnte. Dayot Upamecano ersetzte den gesperrten Willi Orban in der Innenverteidigung. Marcel Halstenberg kehrte links hinten wie erwartet zurück ins Team. Sodass Bernardo wieder nach rechts hinten rutschte und für Ilsanker nur die Bank blieb. Auf der Bank blieb zudem wie erwartet Oliver Burke, für den Yussuf Poulsen in der Startelf stand. Organisiert das Team wieder im 4-2-2-2.

Auf Freiburger Seite musste Christian Streich nach Maximilian Philipp auch noch Vincenzo Grifo ersetzen. Karim Guede kam als zweite Spitze und als kämpferischer Anläufer in die Mannschaft. Haberer rückte dafür auf die Grifo-Position links außen. Organisiert war das ganze im 4-4-2. Also keine Fünferkettenexperimente wie im Hinspiel.

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Presse 13.04.2017

In zwei Tagen das Spiel von RB Leipzig gegen den SC Freiburg. Zweiter gegen Sechster. Beides sehr überraschende Platzierungen. Zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte, dass zwei Aufsteiger zu diesem Zeitpunkt der Saison gemeinsam so weit oben in der Tabelle stehen.

Auf RB-Seiten fehlen Willi Orban (Sperre) und Lukas Klostermann (weiter im Aufbautraining nach Verletzung). Abgesehen davon dürfte Ralph Hasenhüttl die volle Auswahl haben. Stand heute. Kann ja personell immer noch was passieren bis zum Spiel.

Auf Freiburger Seiten wird man Vincenzo Grifo und Maximilian Philipp schmerzlich vermissen. Damit wurde die Offensive um zwei der wichtigsten Spieler beraubt. Pascal Stenzel könnte rechts hinten zurück ins Team kommen. Auch Nicolas Höfler könnte nach Verletzung wieder zur Option werden. Ausfallen werden mit Manuel Gulde und Marc Torrejon zwei Innenverteidiger.

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Chance zur Revanche

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den SC Freiburg (15.04.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

29.Spieltag der Bundesliga. Das Duell der Aufsteiger steht wieder an. Was man bei einem Spiel Zweiter gegen Sechster nicht wirklich erwarten würde. Beide Teams sind bis zu diesem Zeitpunkt der Saison die Überraschungen der Bundesliga. Wer da nun welchen Erfolg höher gewichtet, ist dann eher eine subjektive Frage.

Fakt ist, dass Freiburg noch in der Vorsaison verdient vor RB Leipzig in der Tabelle stand und als Meister aufstieg und den Weg mit der Entwicklung einer jungen Mannschaft ähnlich konsequent weiterbestritten hat wie RB, nur dass sie nicht die Möglichkeit hatten, noch zwei entscheidende Verpflichtungen wie Werner und Keita zu tätigen.

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Transfers: Yvon Mvogo, Philipp Köhn

Das geht ja diesmal zeitig los mit den Transfers für die neue Saison. Wie vor zwei Jahren als man Davie Selke schon Anfang April an Land zog. Diesmal ist ein Torhüter dran.  Yvon Mvogo kommt zur neuen Saison von Young Boys Bern aus der Schweiz nach Leipzig und wird das Torhüterteam komplettieren. Das nach heutigem Stand aus vier Keepern bestehen wird.

Yvon Mvogo ist ein Transfer der Rangnick-Idealvorstellung. Jung, talentiert, mit einer gewissen Erfahrung ausgestattet und gleichzeitig mit dem Schritt zu RB Leipzig in die Bundesliga den nächsten logischen Schritt machend. Dazu gilt der 22-Jährige auch als charakterlich über jeden Zweifel erhaben und bodenständig. Passt also auch diesbezüglich in das ausgerufene Anforderungsprofil bei RB.

Dazu ist Mvogo auch noch vergleichsweise preiswert. Zumindest wenn man mögliche Wertsteigerungen in seiner vorerst vierjährigen Vertragslaufzeit mitdenkt. Einen mittleren, einstelligen Millionenbetrag dürfte RB Leipzig als Ablöse in den Keeper investiert haben, dessen Vertrag in Bern im nächsten Jahr ausgelaufen wäre.

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Presse 12.04.2017

BILD und Sportbild treiben die Kaderplanung bei RB Leipzig voran. Oder so. 40 Millionen habe der Verein für Transfers zur Verfügung. Fünf neue Spieler sollen dafür geholt werden (klingt eher niedrig die Zahl). 45 Millionen Euro betrage das Gehaltsbudget kommende Saison (klingt angesichts eines größeren Kaders, von Gehaltserhöhungen und dann wohl auch gut verdienenden Neuzugängen eher sehr niedrig geschätzt).

Namenstechnisch ist es ein buntes Potpourri von Spielern, die in der Vergangenheit (länger oder kürzer her) gerüchteweise schon bei RB Leipzig gehandelt wurden. Jeremy Toljan, Nadiem Amiri (beide Hoffenheim), Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg; wenn die absteigen), Konrad Laimer (Salzburg), Matthias Ginter (Dortmund), Mitchell Weiser (Hertha). Wenn man die Liste abarbeitet, ist man jedenfalls schon mal deutlich über 40 Millionen Euro an Transferausgaben..

Klar bleibt dabei aber das Suchraster. Junge Spieler mit Entwicklungspotenzial (sportlich und in Bezug auf den Marktwert). Auch die sechs oben genannten sind allesamt zwischen 19 und 23 Jahren alt. Von daher passen sie von der Idee her zu RB Leipzig. Aber ob das bedeutet, dass einer oder mehrere davon mal bei RB landen (an Amiri hatte man schon letzten Sommer Interesse, Laimer hatte sich in der Vergangenheit dem Schritt nach Leipzig gegenüber nicht abgeneigt gezeigt), ist damit nicht gesagt. Ist eher eine Art Zusammenfassung bisheriger Gerüchte in dem Segment.

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Leben nach dem Tod

Diskussionen über 50+1 kommen mir persönlich ja meist recht seltsam vor. Bzw. kommt es recht seltsam , wenn Menschen darüber streiten, ob man die 50+1-Regel behalten soll oder nicht. Weil 50+1 eigentlich schon seit ein paar Jahren tot ist. Nämlich spätestens seit der DFB im Streit mit Hannovers Martin Kind nicht etwa die Regel stärkte, sondern sie quasi zu einer permanenten Ausnahmeregel machte, die jeder Verein nach 20 Jahren kippen kann.

Sprich, nach 50+1 ist es so, dass der eingetragene Verein an einer ausgelagerten Spielbetriebsgesellschaft die Stimmmehrheit und ergo die formale Entscheidungshoheit besitzen muss. Bayer und VW sind in Leverkusen und Wolfsburg historische Ausnahmen. Seit knapp sechs Jahren ist es so, dass die Stimmmehrheit auch dann an einen Investor, an eine Firma oder an eine Einzelperson gehen kann, wenn diese mehr als 20 Jahre lang „den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat“. Wenn man dann den Amateursport weiterfördert, dann kann der DFB auf Antrag der DFL (wenn ein Verein dies will) eine weitere Ausnahme von 50+1 zulassen. Wie eben bei Dietmar Hopp und Hoffenheim vor zwei Jahren geschehen.

Man hat also mit Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim drei reale Ausnahmen zur 50+1-Regel und mit Leipzig und 1860 München zwei kreative Umgangsweisen mit 50+1 (bzw. Umgehungstatbestände, wenn man es scharf formulieren will) und mit Hannovers Kind einen Verein, der demnächst gern die 20-Jahre-Regel in Anspruch würde. Wobei bei letzteren die Frage steht, ob die DFL einen entsprechenden Antrag weitergeben würde (die Geschäftsführung der DFL müsste dies entscheiden). Und falls sie das nicht tut, besteht die nicht geringe Wahrscheinlichkeit, dass Kind (der eigentlich einen Kompromiss sucht) die Regel juristisch prüfen wird und dann von einem Gericht komplett kassiert wird.

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Presse 11.04.2017

Stefan Ilsanker im unterhaltsamen (muss man lesen, kann man nicht nacherzählen) Interview mit der LVZ. Von einer „geilen Saison“, dem Weg zur Champions League, von der nur Fans träumen dürfen und den grandiosen Kollegen Naby Keita und Emil Forsberg. Interessant vielleicht, dass Ilsanker erklärt, der Schiedsrichter habe sein Handspiel gegen Leverkusen gesehen, aber nicht als absichtlich gewertet. Ilsanker meint, dass man den Elfer auch geben kann. Letztlich bleibt es entgegen vielen Berichten vom Spiel, die einen klaren Elfmeter gesehen haben wollen, dabei, dass es für beide Entscheidungen (Elfmeter und Weiterspielen) Argumente gibt und deswegen Kampkas Entscheidung völlig im Rahmen des Möglichen lag.

BILD hat Emil Forsberg, der in dieser Saison den Bundesliga-Vorlagenrekord von Kevin de Bruyne knacken kann und das auch will.

Oliver Burke erklärt auf der Vereins-Website, dass er mit Dayot Upamecano abhängt, seine Familie bald nach Leipzig zieht und er das Pressing inzwischen verinnerlicht hat. Zumindest hat er deutliche Fortschritte gemacht, möchte man hinzufügen. Aber es gibt immer noch oft diese eine Sekunde, die Burke nachdenkt, bevor er auf eine Situation reagiert und die dann fehlt, um gut in die Situation gegen den Ball (oder auch mit dem Ball) zu kommen.

Presse 11.04.2017 weiterlesen

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Presse 10.04.2017

Am Samstag das 1:0 von RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen. Umkämpftes Spiel, in dem Bayer Leverkusen die etwas feinere Klinge schlug und RB etwas zielstrebiger agierte und die besseren Chancen hatte. Ein Partie, die abgesehen von deutlich an RB gehenden 15 bis 20 Auftaktminuten jederzeit in jede Richtung hätte kippen können. Am Ende kippte sie durch einen Treffer in der Nachspielzeit auf spektakuläre Art und Weise noch auf Leipziger Seite.

Yussuf Poulsen erzielte seinen zweiten Saisontreffer, indem er einen Forsberg-Pass über die Linie drückte. Der Däne saß auf der Bank, weil das Spiel unter der Woche in Mainz zu anstrengend war. Fast hätte er deswegen auch nicht mal im Kader gestanden.

Willi Orban sah kurz vor Schluss die gelb-rote Karte und vermutet, dass man vielleicht nicht gewonnen hätte, wenn er nicht vom Platz gemusst und Leverkusen dann etwas höher gestanden hätte. Ein bisschen hart sei der Platzverweis trotzdem gewesen, vor allem angesichts des Mainz-Spiels, in dem es wesentlich härter zur Sache gegangen sei.

Presse 10.04.2017 weiterlesen

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Bayer Leverkusen 1:0

28. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig empfing Bayer Leverkusen. Ein Team, das noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt ist, aber vom Kader her Champions-League-Niveau hat. In Leipzig zeigte man, über welche fußballerischen Qualitäten man verfügt, musste sich nach 90 spannenden Minuten unglücklich, aber trotzdem insgesamt verdient mit 0:1 geschlagen geben.

Auf Seiten von RB Leipzig kam wie erwartet der zuletzt geschonte Marvin Compper zurück ins Team. Dayot Upamecano saß dafür wieder auf der Bank. Draußen blieb auch Yussuf Poulsen. Auch das nach seinem aufopferungsvollen, 90minüten Kampf in Mainz unter der Woche nicht ganz überraschend. Oliver Burke bekam dafür wie schon gegen Darmstadt eine Chance von Beginn an. Überraschend vor allem, dass Marcel Halstenberg komplett aus dem Kader verschwand. Der einzige RB-Spieler, der bisher bei allen Spielen auf dem Feld stand und nur 14 Spielminuten verpasst hatte. Werner rückte dafür wieder in die Startelf.

Das hatte diverse Umstellungen zur Folge. Bernardo spielte erstmals Linksverteidiger, also jene Position, die er eigentlich aus der Vergangenheit und bevor er in Leipzig zum Rechtsverteidiger gemacht wurde, ganz gut kennt. Ilsanker rückte nach rechts hinten. Keita übernahm die Sechs neben Demme. Sabitzer ging auf die rechte Zehn. Und Werner kam neu in die Startformation und spielte neben Burke im Sturm. Organisiert das ganze dann im RB-Vorzugssystem 4-2-2-2.

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