Alle Beiträge von rotebrauseblogger

Testspiel: SV Dessau 05 vs. RB Leipzig 0:7

Das erste Testspiel der Saison. Sportlich meist eher bedeutungslos, aber immer auch irgendwie ein wichtiger Termin, weil es halt der Beginn von etwas neuem, spannendem ist. Ein bisschen schade, dass man in diesem Sommer so gar keine Testspiele in Leipzig (oder alternativ Markranstädt) veranstaltet, nicht mal irgendeinen Trainingskick gegen einen lokalen Achtligisten.

Auf der anderen Seite hat es den netten Nebeneffekt der Umlandpflege, wenn man wie letztes Jahr in Frankfurt (Oder) (ok, das ist schon sehr weiteres Umland) oder wie in diesem Jahr in Dessau startet. Reichlich 7.000 Zuschauer zeugen davon, dass dieses Konzept voll aufgegangen ist. Es war ein sehr angenehmer und passender Rahmen für diesen Aufgalopp in die Saison.

Darin verdeutlicht sich auch die noch mal rasante Entwicklung in den letzten zwei Jahren. 2015 waren zum Auftakt in die Saison beim ersten Testkick damals in Herzberg gegen den Berliner AK gerade mal knapp 1.000 Leute in einer Stadt, die sich kaum dafür interessierte, vor Ort (was auch hübsch, aber eben eine völlig andere Nummer war) und begutachteten die ersten RB-Schritte von Willi Orban und Davie Selke.

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How to survive Bundesliga – kein Guide

Das erste Jahr Bundesliga. Für RB Leipzig, aber irgendwie auch für mich. Zumindest, wenn es um tatsächliche Nähe zum Gegenstand geht. Denn die letzten Versuche mit der höchsten Liga des Landes lagen schon 20 Jahre zurück und waren als lockere Liebelei mit dem BVB eher fernnah als nahnah. Falls das irgendwie selbsterklärend genug ist.

Zuletzt fragte mich jemand, ob ich die Saison nicht noch mal aus persönlicher Sicht Revue passieren lassen will. So vor dem Hintergrund, dass ich einmal durch alle Bundesligastadien reisen durfte. Um dann einen Eindruck von der Liga und ihren Facetten zu geben.

Tatsächlich bin ich mir nach dem Jahr noch nicht mal so richtig sicher, ob es schon so etwas wie einen Gesamteindruck jenseits von ‚irgendwie seltsam‘ gibt. Das Jahr schoss so dahin. Der sportliche Erfolg war in vielerlei Hinsicht unerwartet und fühlte sich entsprechend surreal an.

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Transfers: Laimer, Bruno, Chabot, Beierlorzer

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt bei RB Leipzig heute mit den Leistungstests. Kaderplanungstechnisch ist man trotz Trainingsstart noch nicht am Ende der Fahnenstange. Vor allem ein neuer Stürmer steht weiter auf der To-Do-Liste. Dafür wurde die Lücke im zentralen Mittelfeld geschlossen.

Denn mit Konrad Laimer wurde gerade der schon lange als fix geltende Neuzugang von Red Bull Salzburg nun auch offiziell gemacht. Im Raum steht eine Verpflichtung per Ausstiegsklausel für eine Summe von irgendwo zwischen fünf und acht Millionen Euro. Kommt drauf an, wen man fragt. Spielt am Ende aber auch nicht die ganz entscheidende Rolle.

Mit Laimer bekommt Leipzig einen Spieler, der relativ perfekt in den Kader im defensiven Mittelfeld passt. Ein Spieler, der verschiedene Aspekte anderer Spieler im RB-Kader vereint und den es so im Gesamtpaket noch nicht gab. Wenn man will, dann kann man in ihm eine gute Mischung aus Ilsanker, Demme und Aspekten eines offensiven Mittelfeldspieler sehen.

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Presse 30.06.2017

Gerüchtezeug. Der angebliche RB-Kandidat Yann Karamoh von SM Caen wird nun von AS Saint-Etienne umworben. Ex-Salzburg-Coach Oscar Garcia ist dort unterwegs. Der wird doch nicht etwa was vom Leipziger Scouting mitbekommen haben?^^ Karamoh (18, Stürmer) soll laut L’Equipe bereit sein, seinen angeblich nur noch bis Jahresende laufenden bis 2018 laufenden Vertrag auszusitzen und dann zu wechseln, selbst wenn er deswegen bis dahin in Caen keine Spielzeit mehr kriegt.

ESPN schmeißt Julien Ngoy als Namen auf den Gerüchtezug. 19, Stürmer bei Stoke City. Monaco soll aber derzeit das größte Interesse an einer Verpflichtung des Belgiers haben.

In Belgien heißt es, dass der RSC Anderlecht Emmanuel Sowah nicht gehen lassen will. Also auch nicht zu einem möglichen Interessenten RB Leipzig. 19 Jahre, Außenverteidiger. So richtig plausibel klang das Gerücht um den Ghanesen allerdings auch nie.

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Presse 29.06.2017

BILD schreibt Oliver Burke schon mal vorsorglich nach England. So richtig viel Grundlage gibt es dafür nicht. Angebote aus England gibt es. Aber abgeben will der Verein Burke eigentlich nicht. Im Raum steht laut BILD, dass RB noch Einnahmen braucht, um einen Offensivmann zu holen und deswegen Burke irgendwann zum Verkauf stehen könnte.

Sagen wir so. Dass man Oliver Burke in diesem Sommer verkauft, würde ich für komplett ausgeschlossen halten. Dass man ihn verleiht, ist nahezu ausgeschlossen, wäre aber bei schlechtem Verlauf der Vorbereitung zumindest denkbar. Wenn sich denn im August dann eine gute Alternative zu Burke auf dem Transfermarkt auftuen würde. Zum jetzigen Zeitpunkt allerdings wäre ein Burke-Abgang in vielerlei Hinsicht für die Kaderplanung kontraproduktiv.

Das Ausbluten im Nachwuchsbereich geht weiter. Joshua Endres landet beim Regionalligisten KFC Uerdingen. Das passt grundsätzlich sicherlich ganz gut. Ein bisschen bitterer derweil, dass man U19-Nationalspieler Julian Chabot an Sparta Rotterdam verliert. Der Innenverteidiger verkündete den Wechsel gleich mal selbst bei Instagram. Ist keine Leihe, sondern ein fester Wechsel.

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Größer werdende Herausforderungen

Eine engere Verzahnung von U19 und Profibereich ist ab kommender Saison bei RB Leipzig angesagt. Es sollen nur noch herausragende Talente, die aber dafür umso früher an den Männerbereich herangeführt werden. Ohne den Umweg über die abgemeldete U23. Soweit der Plan.

In der Praxis der gesamten Bundesliga ist die Heranführung von U19-Spielern an den Männerbereich derzeit noch die absolute Ausnahme. Wenn man mal als Indiz nimmt, dass entsprechend junge Spieler auch ein paar Pflichtspiele bei ihren Klubs kriegen

Gerade mal acht Spieler hatten in der abgelaufenen Spielzeit mindestens fünf Bundesliga-Einsätze, die vom Alter her noch für die U19 spielberechtigt gewesen wären. Lediglich Kai Havertz kam (als Einziger aus allen drei Profiligen im deutschen Fußball) aus dem jüngeren Jahrgang der U19 und wurde erst 1999 geboren. Die anderen waren alle Jahrgang 1998 und wachsen damit in diesem Sommer aus dem U19-Bereich heraus.

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Masse gewordene Antithese

Spaß mit Studien, die die Beliebtheit oder eben fehlende Beliebtheit von Fußballvereinen nachweisen sollen, gibt es immer wieder mal. So gab es letztens wieder mal eine Umfrage (der sogenannte IRIS-Elfmeter) nach den beliebtesten Fußballclubs in Deutschland. Bei der wenig überraschend mit Abstand Bayern und recht deutlich dahinter Borussia Dortmund an der Spitze aufgeführt wurden. Danach sortiert sich dann mit 5% abwärts der ganze Rest.

Das ist grundsätzlich wenig spannend und vielleicht auch was, was man intuitiv so annehmen bzw. als gesichert ansehen würde, dass Bayern und Dortmund in diesem Land den überwiegenden Teil des Interesses ziehen. Interessant war nur wieder mal, dass man auf der Basis von reichlich 1.000 Befragten versuchte, eine Rangliste zu erstellen. Was bei Werten von 5% abwärts (also rund 50 Menschen pro Verein abwärts) auch eine Maßnahme ohne jegliche Aussagekraft ist.

Oder um es anders zu sagen: RB Leipzig kam mit 2,4% der Stimmen in der Rangliste auf Platz 11 aller Bundesligavereine. Eine Steigerung von 1,1% wurde attestiert. Nimmt man allerdings mal die insgesamt 1.017 Befragten, dann basiert die Einschätzung zu RB Leipzig auf 24 bis 25 abgegebenen Stimmen. Und die Steigerung gegenüber der letzten Befragung basiert auf gerade mal auf irgendwas um die elf Stimmen. Wer aufgrund dieser Zahlen wirklich Einschätzungen über die Welt treffen will, kann das gern tun, aber so richtig erfolgreich sein, wird er damit nicht.

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Presse 28.06.2017

BILD mit Lukas Klostermann und dessen Vorfreude auf seine erste richtige Bundesliga-Saison. Inklusive Weltmeisterschaft 2018 im Hinterkopf.

Gerry Ehrmann erklärt bei Sport1, dass er gern Keeper Marius Müller zurück nach Kaiserslautern geholt hätte, dies aber an Müllers Berater gescheitert sei. Müller ist die einzige Personalie des Profikaders von RB Leipzig, dessen Zukunft noch geklärt werden muss. Bzw. ist er der einzige, bei dem der Verein noch Handlungsbedarf in Form von Verleihen sieht.

Nächste Runde in der Causa Hasan Cetinkaya/ Emil Forsberg vs. RB Leipzig in Form eines Berater-Interviews. Nicht allzu viel neues, aber der Ton scheint drohender zu werden. Die Situation habe sich seit dem Winter verändert, weil für Forsberg alle Ziele in Leipzig erreicht sind und der nächste Schritt dran sei. Wenn Leipzig das nicht respektiert, wäre das „für alle nicht gut“.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1

Es geht streng auf den Trainingsauftakt bei RB Leipzig zu. Nächste Woche trifft man sich, um in die Vorbereitung auf die neue Saison zu starten. Mit Yvon Mvogo, Philipp Köhn, Bruma und Ibrahima Konate wurden bisher vier Spieler neu verpflichtet. Mit Davie Selke und Rani Khedira hat man bisher zwei Abgänge zu verzeichnen. Torwart Marius Müller sucht noch einen Leihverein. Für Atinc Nukan, Nils Quaschner, Massimo Bruno und Anthony Jung sucht man nach Leihe noch zukunftsfähige Lösungen, die nicht RB Leipzig heißen. Nukan und Bruno stehen eigentlich bei ihren bisherigen Leihvereinen Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht recht hoch im Kurs. Nur Geld wollen die Klubs nicht so richtig zahlen.

Wagen wir zum jetzigen Zeitpunkt mal einen kleinen Überblick über den Stand der Dinge der Kaderplanung. Der letzte Überblick ist ja schon eine Weile her. Dabei werden alle Spieler aufgeführt, die nach derzeitigem Stand zum Team Bundesliga 2017/2018 gehören. Nicht mit aufgefüht werden die Leihspieler, da diese ja keine Zukunft mehr in Leipzig haben und auch vereinsseits nicht als Teil der Kaderplanung gelten. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 – Update 1 weiterlesen

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Presse 27.06.2017

Die RB-Fans mit ein paar, meist wohlwollenden Worten zum Fanball am letzten Samstag. Das jährliche Fußballturnier von RB-Anhängern ging hier gestern in den Presseupdates als Thema komplett verloren.

Ich würde den dortigen Worten noch hinzufügen, dass es ein sehr gut organisiertes Turnier war und die Einführung leistungsbezogener Zwischenrunden sehr sinnig ist und noch mal dazu führt, dass sich Mannschaften eher auf Augenhöhe treffen als teilweise in der Vorrunde. Abgesehen davon war es teilweise musikalisch etwas zu arg drüber (Erfüllen von Muskiwünschen hin oder her) und die Mischung von Familie bis Proll und von entspannt bis total ernst mal wieder sehr, ähm bunt.

Bei Gegenpressing gibt es einen Podcast, der sich auf englisch um die Bundesliga, RB Leipzig und Naby Keita dreht. Habe allerdings noch nicht reingehört.

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Presse 26.06.2017

Achim Beierlorzer ist nun auch offiziell zu Jahn Regensburg gewechselt. Zweijahresvertrag beim Zweitligaaufsteiger. Interessant, dass er den sicheren Posten bei RB Leipzig gegen den leichten Schleudersitz bei Jahn Regensburg eintauscht. Als Aufsteiger mit Regensburg in der zweiten Liga glänzen, da muss schon relativ viel passieren, damit das klappt.

In Leipzig hinterlässt Beierlorzer im Nachwuchsbereich die Lücke als sportlicher Leiter der oberen Jahrgänge ab U16. In seinen drei Jahren in Leipzig war er U17-Trainer, U19-Trainer, Zweitligatrainer, Zweitliga-Co-Trainer und sportlicher Leiter im Nachwuchsbereich. Das ist durchaus eine ordentliche Bilanz für die kurze Zeit. Die ganz großen Meriten hat sich Beierlorzer zumindest für die Öffentlichkeit in dieser Zeit nicht erworben. Im Verein gehörte er allerdings zu den sehr geschätzten Personen, die man eigentlich nicht abgeben wollte.

So ganz erschließt sich mir der Wechsel noch nicht. RB Leipzig verliert im Nachwuchsbereich einen guten Mann. Jahn Regensburg kriegt einen Trainer, der bisher noch nicht mal ein halbes Jahr im höherklassigen Männerbereich gearbeitet hat. Und Beierlorzer unterschreibt bei einem Klub, der sportlich zuletzt als Drittligadurchmarschierer am sportlichen Maximum oder darüber hinaus gespielt hat (also wenig Chancen zum Glänzen bietet) und sich in der Vergangenheit nicht eben zimperlich beim Entlassen von Trainern bei Erfolglosigkeit gezeigt hat (das ist aber auch ganz aus der Ferne interpretiert). Ist für Beierlorzer natürlich trotzdem eine Chance im Profibereich. Aber auch eine sehr wacklige.

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Presse 23.06.2017

Nächste Runde im Streit zwischen RB Leipzig und Emil Forsbergs Seite. Berater Hasan Cetinkaya wirft dem Verein Arroganz vor, weil der dem Spieler, dem man so viel zu verdanken hat, nicht mal zuhöre. Allerdings nimmt er vorerst auch zur Kenntnis, dass ein Wechsel in diesem Sommer nicht möglich ist und hat dies nach eigenen Angaben nachfragenden Großklubs aus Europa auch so mitgeteilt. Lustig noch ein bisschen, dass Cetinkaya bei Aftonbladet so zitiert wird, dass Forsberg noch vier Jahre Vertrag hat. Dabei sind es eigentlich nach der letzten Verlängerung noch fünf. Vielleicht war ja das Angebot von Mintzlaff gestern, Forsbergs Vertrag noch mal als Kopie zu verschicken, doch ganz freundlich gemeinte Hilfsbereitschaft.^^

Nun ja, die Geschichte taugt natürlich als gute Sommerpausenunterhaltung. Ansonsten wünscht man sich ein bisschen, dass sich die Beteiligten irgendwo in der (geographischen) Mitte treffen und ordentlich einen trinken gehen. Dann hat die eine Seite vielleicht das Gefühl, dass man mit ihr spricht und sie nicht abkanzelt, versteht aber auch, dass das öffentliche Diskutieren von Verträgen und Verhandlungen nicht nur albern, sondern auch noch wenig zielführend ist und die andere Seite kann ihre Position, niemanden ziehen zu lassen, vielleicht ohne kleine Respektlosigkeiten und mit mehr Verständnis vermitteln und kriegt gleichzeitig ein Verständnis, wo Forsberg mit seinem Kopf gerade so steckt.

BILD fügt hinzu, dass Forsberg nach seinem Trainingsstart am 11.07. noch mal mit Rangnick reden wird. Wie man Forsberg bisher hat spielen und auftreten sehen, würde man vermuten, dass er bei einer Wechselabsage keinen Draxler bauen würde. Aber im Moment wird allseits so viel Porzellan zerschlagen und so viel an Befindlichkeiten aufgebaut, dass man sich selbst da nicht mehr zu 100% sicher sein kann und auch eine Mané-Nummer (erstreikte sich einst in Salzburg unter Rangnick den Wechsel nach England) nicht undenkbar erscheint.

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Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2016/2017

Wagen wir uns auch noch mal an einen Überblick über die Zuschauerzahlen der letzten Saison. Meist als eine Art Schwanzvergleich benutzt, soll es hier eher um einen nüchternen Blick auf den Stand der Dinge, auf Interesse und Desinteresse gehen.

Bei RB Leipzig waren zum siebten Mal in Folge steigende Zuschauerzahlen zu beobachten. Das konnte nicht wirklich überraschen nach dem Bundesligaaufstieg. Es könnte allerdings vor dem Ausbau des Stadions auch das letzte Mal gewesen sein, dass man einen Anstieg im Zuschauerinteresse verzeichnen kann.

Wobei die Entwicklung in der kommenden Saison interessant bleibt. Der sportliche Erfolg diese Saison war überwältigend und dürfte in der Form nicht zu wiederholen sein. Entsprechend stellt sich die Frage, ob sich der Zuschauerschnitt trotzdem auf hohem Niveau konsolidiert, wie er das bisher stets bei Verbleib in einer Liga getan hatte, oder ob man da Verluste hinnehmen muss. Diesbezüglich auch nicht uninteressant, ob manch ein Besucher nicht auch mal ein Bundesliga-Heimspiel auslässt, wenn es unter der Woche ein Champions-League-Heimspiel gibt. Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2016/2017 weiterlesen

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Presse 22.06.2017

Ein bisschen Nachklapp zur UEFA-Lizenzierung von Salzburg und Leipzig. Aber so richtig viele eigene Beiträge gibt es nicht. Meistenteils werden nur Agenturmeldungen durch die Äther gejagt.

Der Kicker meint, dass die UEFA bisher nur die Frage nach der Integrität (positiv für RB) beschieden hat. Noch nicht entschieden sei, ob Leipzig auch die Bestimmungen des Financial Fairplay einhält. Dazu gibt es seit vorgestern verschiedene Ansichten. Die UEFA bestätigt allerdings gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung, dass man das Financial Fairplay erst ab Mitte Juli und über die Saison prüfe und Sanktionen erst zum Saisonende zu erwarten wären.

Viel Aufmerksamkeit bekam auch die Meldung, dass die UEFA zuerst Ende Mai gegen Leipzig entschied. Wie auch immer es genau gelaufen ist, dass es nicht ganz normal zuging, zeigt schon, dass die „Adjudicatory Chamber“ die Entscheidung getroffen hat. Die wird eigentlich nur bei unklaren Fällen oder Widersprüchen zur Entscheidungsfindung angerufen. Eine genaue Begründung des Urteils steht weiterhin aus. Auch das macht deutlich, dass es keine normale Lizenzierungsentscheidung war.

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Reformwillen trifft Konservatismus

Die älteren unter den LeserInnen werden sich erinnern, dass die Regionalliga-Reform einst hier im Blog recht intensiv begleitet wurde. Ein Prozess, der in seinem Ablauf erstaunlich war. Vereine definieren ein Problem (’schlechte Durchlässigkeit von Regionalliga zur dritten Liga‘) und zwischen Landesverbänden, DFB und DFL wird in Hinterzimmern nicht etwa eine Lösung des Problems erarbeitet, sondern ein Kompromiss ausgeheckt, gegen den die wichtigsten Abstimmungsakteure des DFB-Bundestages nichts hatten und der im Kern das ursprüngliche Problem durch eine Verkomplizierung des Aufstiegs noch verstärkte.

Man könnte natürlich diskutieren, ob die Verschärfung der Problemlage tatsächlich stattfand, denn seit Einführung der fünf Regionalligen und der Relegation zur dritten Liga ist nur eines von zwölf Teams direkt wieder abgestiegen. Drei Teams schafften sogar den direkten Durchmarsch in die zweite Liga. Zumindest für jene Teams, die sich durch den Flaschenhals Regionalliga gequält haben, scheint der Abstand zur dritten Liga eher gering zu sein. Dass der Abstand zwischen dritter und vierter Liga größer werden würde, war ursprünglich auch eine der Annahmen nach Einführung der Relegationsspiele in der Regionalliga.

Egal wie, der Ablauf, mit dem die Regionalliga-Reform umgesetzt wurde, war einer, wie er unbefriedigender nicht hätte sein können. In einem intransparenten Verfahren eine Lösung erarbeitet und umgesetzt, wie sie den ursprünglichen Absichten derjenigen, die die Reformen anschoben und ein Problem formulierten, nicht stärker hätte widersprechen können.

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Presse 21.06.2017

Das ging dann doch noch (von außen betrachtet) von heute auf morgen. Die Lizenz der UEFA für RB Leipzig (und auch Salzburg) und die Champions League ist da. Ungewöhnlicherweise bekanntgegeben über eine Extra-Nachricht auf der UEFA-Seite. Macht auch klar, dass nicht alles so klar war, wie man seit Monaten in Leipzig und Salzburg erklärt hat. Bzw. war die Sache mit Salzburg, Leipzig und Red Bull für die UEFA durchaus ein Fall mit mehr Gesprächsbedarf als gewöhnlich.

Die New York Times meint, dass die Vereine über diesen Gesprächsbedarf schon Ende Mai informiert wurden (während die UEFA noch im Juni davon sprach, dass man noch auf die entsprechenden Unterlagen warte). Auch Oliver Mintzlaff spricht von einem „jederzeit offenen und transparenten Austauschs mit der UEFA“, nachdem man lange erklärt hatte, dass es gar keinen Bedarf gebe, sich mit der UEFA auszutauschen. BILD berichtet, dass Salzburg und Leipzig am Freitag in der UEFA-Zentrale vorsprechen und sich erklären mussten.

Die Lizenz soll ohne Auflagen erteilt worden sein. Ob das nur für den Teil der Integritätsbestimmungen (also der Verflechtungen mit Salzburg) gilt oder auch für den Financial-Fairplay-Teil, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Eine detaillierte Erklärung der UEFA zur Entscheidung zu RB Leipzig steht ebenfalls noch aus.

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Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot

Na, da ist doch in den letzten Wochen dann doch einiges passiert auf dem Transferkarussell. Nicht nur auf der Abgangsseite, wo fleißig weiter diverse Spieler aus dem Nachwuchsbereich den Verein nach der Abmeldung der U23 verlassen. Sondern auch auf der Zugangsseite.

Mit der Kaderplanung ist man entsprechend schon relativ weit. Aus dem Kader der letzten Saison sucht nur noch Marius Müller einen neuen (Leih-)Verein. Dazu müssen die Leihspieler Atinc Nukan, Massimo Bruno, Anthony Jung und Nils Quaschner untergebracht werden. Bei ersteren beiden bieten sich die Leiclubs Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht an. Letztlich auch eine Geldfrage.

Auf Neuzugangsseite ist man nicht mehr weit von der Zielgröße 20 plus 4 Nachwuchsspieler (wobei Palacios als Nachwuchsspieler zählt) entfernt. Genaugenommen braucht man nur noch einen defensiven Mittelfeldspieler, einen Stürmer und einen Nachwuchsspieler (vermutlich eher defensiver Natur), um vollständig zu sein. Wobei es manchmal früh so scheint, als sei die Kaderplanung abgeschlossen und dann fallen am Ende doch noch ein paar Steinchen, sodass man umplanen muss. Möglich dass ein solches Steinchen Forsberg heißt. Möglich aber auch, dass so ein Steinchen eine schlicht unschlagbare, plötzliche Chance auf dem Transfermarkt ist. Also quasi ein neuer Burke. Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot weiterlesen

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Presse 20.06.2017

Irgendwas mit Champions League und weiter keine Nachricht von der UEFA bezüglich der Teilnahme von RB Leipzig. Viel Kommunikation wird da nicht betrieben seitens des Verbandes. Fristen scheint es (Ansage ist „ab Mitte Juni“) keine zu geben, wenn man laut 90minuten noch nicht mal Red Bull Salzburg trotz Teilnahme an der gestrigen Auslosung der ersten beiden Qualifikationsrunden als final zugelassen sieht. Offenbar läuft die Teilnehmerliste bei der Champions League weiterhin unter dem Oberbegriff provisorisch. Seltsames Vorgehen.

Die Mitteldeutsche Zeitung zu den Anforderungen der UEFA an den Spieltagsablauf in der Champions League. Bei RB sieht man sich diesbezüglich mit der Red Bull Arena gut aufgstellt. VIP-Plätze braucht es halt noch. Und offenbar gilt in der Königsklasse im und um das Stadion auf UEFA-Vorgabe hin Alkoholverbot. Die Arbeitgeber in Leipzig und Umgebung werden das vermutlich gut finden..

Bei detektorfm darf Sportrechtler Paul Lambertz die Sachlage rund um UEFA und RB Leipzig ein wenig mit gesprochener Sprache erklären. Im Kern wenig neues. Wer trotzdem dort vorbeischaut, sollte den Text rund um die Audiodatei lieber nicht lesen. Das ist nicht nur nicht erhellend, sondern teilweise schlicht falsch, weil da unterschiedlichste Zahlen mal einfach quer durcheinander gewürfelt werden.

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Startschuss

Neue Saison, neuer Wettbewerb. So die UEFA will, was Stand heute Vormittag ja offiziell noch nicht bekannt ist, wird RB Leipzig in dieser Saison an der Champions League teilnehmen. Die beginnt für RB erst am 12. oder 13. September oder wahlweise mit der Auslosung der Gruppenphase am 24. August.

Heute allerdings gibt es bereits den Startschuss in die Champions-League-Saison 2017/2018. Denn die ersten beiden Qualifikationsrunden werden ausgelost. Dabei nehmen an der ersten Runde Teams teil, die aus sehr kleinen Fußballnationen stammen. Die Meister von Wales, Nordirland, den Faröern, Malta, Andorra, Armenien, San Marino, Gibraltar, Estland und dem Kosovo duellieren sich hier. Die ersten fünf sind gesetzt und kriegen eines der fünf ungesetzten Teams zugelost.

Gespielt wird dann bereits nächste Woche, also am 27. und 28. Juni. Was auch Wahnsinn ist. Erstens, dass du mitten im Sommer mit Spielen im Europapokal starten sollst (zumindest, wenn du nicht in einer Liga nach Kalenderjahr spielst) und dass du als kleines Team binnen einer Woche einen Ausflug möglicherweise quer durch Europa organisieren musst.

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