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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2016/2017 – Teil 1

Sommerpause. Zeit für die entsprechenden Rückblicke auf die erste Saison von RB Leipzig in der Bundesliga. Los geht es heute mit dem ersten Teil mit Zahlen rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 34 Bundesligaspiele und nicht das DFB-Pokalspiel in Dresden. Teil 2 des Zahlenrundumblicks folgt dann irgendwann demnächst.

Eingesetzt wurden bei RB Leipzig insgesamt 21 Spieler. Das sind im Vergleich zur Winterpause zwei mehr. Bzw. drei, denn Kyriakos Papadopoulos ist als Winterabgang in der Liste der RB-Spieler nicht mehr drin. Zum Einsatz kamen zusätzlich zu den Hinrundenspielern noch Fabio Coltorti, der aufgrund eines Gulacsi-Ausfalls dann doch noch zu seinem Bundesliga-Debüt kam. Eingesetzt wurde auch Dayot Upamecano, der nach seiner Verpflichtung im Winter immerhin reichlich 660 Minuten sammelte. Nicht zu vergessen ist zudem Federico Palacios, der sich mit seinem Treffer in Dortmund gleich in die RB-Geschichtsbücher hätte eintragen können, wenn der Trefffer denn gezählt hätte.

Aus dem Profikader gar nicht eingesetzt wurden Keeper Marius Müller und Ken Gipson (dessen Zugehörigkeit zum Profikader aber eher formaler Natur war). Genauso wie die U23-Spieler Dominik Franke, Kamil Wojtkowski, Benjamin Bellot und Patrick Strauß durften sie aber zumindest mal auf der Bank sitzen. Müller teilte sich diese Rolle ja mit Coltorti. Zu Einsätzen kamen von den Nachwuchsspielern bis auf Palacios, der nächste Saison komplett bei den Profis eingegliedert wird, niemand. Durchlässigkeit von unten nach oben ist weiterhin nicht das hervorstechendste Merkmal von RB Leipzig. Ist aber auch schwierig, wenn dein Profiteam in der Bundesliga auf Platz 2 unterwegs ist.

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Presse 24.05.2017

Zwei Millionen Euro Unterschied gibt es laut BILD bezüglich der Ablösevorstellungen bei Davie Selke. Werder wolle acht Millionen zahlen, RB will zehn Millionen verdienen. Mal abgesehen von den konkreten Zahlen klingt das nach einem Poker, bei dem man sich irgendwann einigen wird (falls nicht noch eine Drittpartei einsteigt). Ob das, wie von Selke gwünscht schon vor der U21-EM sein wird, wird man sehen. Aus RB-Sicht könnte man auch noch mal auf eine Wertsteigerung durch Einsätze von Selke bei der U21-Nationalmannschaft hoffen. Dass man offenbar überhaupt die acht Millionen Euro wiedererlöst, die man einst bezahlte, darf man durchaus ein bisschen als überraschend empfinden, angesichts eines Spielers, der viele Qualitäten hat, aber große Teile der Saison 2016/2017 auch auf der Bank saß, also zwei Jahre lang keine oder nur sehr wenig Bundesliga gespielt hat.

Dietmar Hopp schießt in Sportbild mal ordentlich gegen Ralf Rangnick und dessen Ausgabewut einst in Hoffenheim und seine (vorsichtig interpretiert) gestörte Wahrnehmung von Ereignissen.

Ralf Rangnick findet in der LVZ derweil auf passende Nachfragen vieles phantastisch und kann sich vorstellen, seinen noch bis 2019 laufenden Vertrag schon jetzt zu verlängern. Ansonsten: guter Ralph Hasenhüttl, guter Alexander Zorniger, guter Philipp Lahm, gute Transfers, gute Neugier, guter Naby Keita, gutes organisches Wachstum. Alles gut am Ende einer guten Saison.

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Bilanz: RB Leipzig in der Saison 2016/2017

Aktuell geht es eher darum, die Welle auch über den Winter weiterzureiten. Die Diskussionen, dass Leipzig in einen europäischen Wettbewerb einziehen muss, werden weitergehen. Von RB-Seite hält man sich diesbezüglich weiter bedeckt und stellt lieber die Entwicklung der Mannschaft in den Mittelpunkt. Fakt ist, dass man an den Europa-Debatten als Zweiter und bei elf Punkten Vorsprung auf Platz 7 nicht vorbeikommt. Fakt ist auch, dass Rangnick und Hasenhüttl irgendwas zwischen Platz 1 und 6 sicherlich sehr gern mitnehmen würden. Und die sportlichen Leistungen der Hinrunde haben entsprechende Ansprüche durchaus untermauert. Wird halt spannend, ob man nach der Winterpause den nächsten sportlichen Schritt in Sachen Konstanz gehen kann. (Zwischenbilanz: B Leipzig in der Saison 2016/2017)

Das was RB Leipzig vor der Winterpause auf den Rasen brachte, war überragend. Dass man dieses Niveau über die ganze Saison würde tragen können, war mehr als unwahrscheinlich. Entsprechend waren die 18 Spiele nach der Winterpause auch im Vergleich zu den ersten 16 Spielen geprägt von einigen Wellen in der Tagesform.

Der von vielen erwartete oder prognostizierte Einbruch blieb allerdings aus. Vielmehr stand eine Konsolidierung auf sehr hohem Niveau an. Anpassungen im Team betrafen sowohl die personelle Zusammensetzung als auch taktische Fragen. Notgedrungen oder freiwillig war gerade der erste Teil der Zeit nach der Winterpause auch geprägt von Versuchen, den Kader breiter einzusetzen. Dazu wich man auch zeitweise vom 4-2-2-2 ab und probierte es mit einer Dreierkette in der Abwehr oder mit Hasenhüttls Ingolstädter 4-3-3.

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Presse 23.05.2017

Ralf Rangnick träumt in der LVZ ein bisschen von Titeln, gibt sich in Bezug auf die kommende Saison gemischt zurückhaltend und vorpreschend (Platz 10 in der Bundesliga sofort unterschreiben, wenn man ins Viertelfinale der Champions League kommt), und blickt ein bisschen auf Saison und RB-Vergangenheit.

Meedia mit den Sky-Bundesliga-Quoten vom Wochenende. Das Spiel in Frankfurt wollten nur 10.000 Zuschauer als Einzeloption sehen. Schwache Quote, auch weil es in dem Spiel um nichts mehr ging. Insgesamt liegt RB Leipzig auf Platz 6 der Quotentabelle. Ein guter Platz, der aber zu Teilen auch aus relativ vielen exklusiven Spielterminen (also Terminen ohne Parallelspiel) resultiert.

Insgesamt über die Saison gesehen, funktioniert RB am besten, wenn es gegen zuschauerstarke Klubs und um Topspiele geht. Da führte die Polarisierung ein Stückweit zu besonders starken Quoten. Bei normalen Spielen gegen weniger attraktive Gegner merkt man dann aber auch, dass die Quoten relativ schnell in den Keller gehen, es also zumindest bei Sky kein sehr großes RB-Stammpublikum gibt, das sich per se für die Einzeloption einer Leipziger Partie entscheidet, egal gegen wen es geht. Zweimal nicht messbarer Bereich als Quote bei den Spielen gegen Darmstadt wäre ein Beleg für diese These.

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Presse 22.05.2017

Am Samstag das abschließende 2:2 von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt. Lange war RB sehr effektiv und meist abgeklärt, während Frankfurt vor allem in den ersten 20 Minuten gute Chancen hatte, in Führung zu gehen. Zwischen 20. und 80. Minute war es ein überschaubar gutes und überschaubar aufregendes Match.

Erst in den letzten zehn Minuten, als Frankfurt mit Treffern von Jesus Vallejo und Danny Blum noch ausglich, kam richtig Stimmung auf. Zuvor hatten Marcel Sabitzer nach 25 Minuten und Yussuf Poulsen nach 56 Minuten getroffen und die 2:0-Führung herausgeschossen.

Durch die späte Punkteteilung verpasste RB Leipzig diverse Aufsteigerrekorde wie die höchste Punktzahl ever und die meisten Siege. Dafür konnte sich Emil Forsberg durch seine 22. Torvorbereitung (per Ecke vor dem 2:0) den Bundesliga-Rekord von Kevin de Bruyne schnappen.

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Bundesliga: Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig 2:2

Letzter Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig ging es zur Frankfurter Eintracht. Ein Spiel, das man sich aus Gästesicht nicht so richtig hätte vorstellen wollen, wenn es noch um etwas gegangen wäre. Ging es in Bezug auf die Bundesliga aber nicht mehr. Entsprechend entspannt konnte man der Aufgabe entgegensehen.

Ralph Hasenhüttls Überlegungen gingen dann auch in die Richtung, das Spiel in Frankfurt zum Testen von Optionen nutzen zu wollen. Letztlich waren es dann gar nicht so viele Wechsel wie man hätte annehmen können. Marin Compper und Timo Werner blieben auf der Bank. Benno Schmitz und Oliver Burke standen stattdessen in der Startelf.  Stefan Ilsanker spielte im 4-2-2-2 neben Upamecano in der Innenverteidigung. Schmitz verteidigte rechts, Bernardo links.

Wenn man das Ziel des Testens von Optionen als Maßgabe nimmt, dann war vor allem der Auftritt von Oliver Burke neben Yussuf Poulsen enttäuschend. Vom Typ her ist er mit seiner Geschwindigkeit eigentlich ideal als Werner-Ersatz. Rein von  der Anzahl der Sprints her steht er Werner auch in nichts nach. Aber die Wege, die er macht, wirken mit und oft auch gegen den Ball weiterhin nicht mit der Mannschaft abgestimmt. Im Zweikampf verhält er sich oft unclever. Und das Passspiel ist zumindest manchmal recht abenteuerlich. Nur 13 Pässe, gerade mal 18 mal im Ballbesitz, nur einen von vier Zweikämpfen gewonnen, kein einziger Torschuss. Die Zahlen unterstreichen den optischen Eindruck eines Burke, der gegen Frankfurt in knapp 70 Minuten Einsatzzeit trotz aller Bemühungen fast gar nicht im Spiel war.

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Presse 19.05.2017

Morgen das letzte Spiel der Saison für RB Leipzig. Es geht zur Eintracht aus Frankfurt. Die sind das schlechteste Rückrundenteam der Liga, wollen sich aber für das DFB-Pokalfinale in Schwung bringen und schon mal Dinge probieren, die man auch in Berlin auf den Platz bringen will. RB Leipzig wird derweil wahrscheinlich ein paar Aufstellungsvariationen in Hinblick auf die kommende Saison testen (Bernardo als Innenverteidiger beispielsweise steht als Option im Raum), möchte aber trotzdem gewinnen, weil es noch ein paar Aufsteigerrekorde zu holen gibt und weil es gut fürs Gefühl ist und überhaupt.

Auf Leipziger Seite fällt weiter Willi Orban aus. Auch Lukas Klostermann ist noch keine Option, trainiert aber voll mit der Mannschaft. Ansonsten wird wohl eher kurzfristig entschieden, wer geschont wird und wer spielt. Naby Keita, Diego Demme oder Timo Werner stehen aus unterschiedlichen Gründen (Blessur vs. Nationalspieler) als Schonkandidaten auf dem Zettel.

Auf Frankfurter Seite ist das Thema Verletzungen vielleicht das bestimmende der Saison. Nun musste sich Marc Stendera erneut einem Eingriff unterziehen und fällt aus. Aus dem wichtigen, zuletzt verletzten Quartett Jesus Vallejo, Omar Mascarell, Makoto Hasebe und Alexander Meier sind maximal bei Vallejo und Meier denkbar, vornehmlich für Kurzeinsätze. Und dahinter fehlen auch noch diverse Spieler aus dem erweiterten Kader, die nicht unbedingt Kandidaten für permanente Startelfeinsätze sind. Wie ein Marius Wolf beispielsweise. Kadertechnisch ist das in Frankfurt allerletzte Rille mit ganz leichtem Aufwärtstrend wegen der langsamen Rückkehr mancher Spieler.

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Saisonabschluss als Pokalfinalvorbereitung

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt (20.05.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Gerade mal vier Monate her, dass RB Leipzig zum Start nach der Winterpause zum letzten Spieltag der Hinrunde Eintracht Frankfurt empfing. Zweiter gegen Vierter damals. Absolutes Topspiel. Samstagabend. Bis auf vier Punkte hätte Frankfurt an RB heranrücken können. Inzwischen stehen 25 Punkte zwischen den beiden Klubs.

Am Ende der Saison wird die Eintracht in Abhängigkeit vom Resulat gegen RB und dem Ausgang der anderen Spiele irgendwas zwischen Platz 9 und 12 belegen. Wenn man diese Platzierung dem Relegationsteilnehmer der letzten Saison vor der Spielzeit angeboten hätte, hätte der wohl eingeschlagen. Wenn man aber nach 19 Spieltagen auf Platz 3 liegt und in den folgenden 14 Spielen gerade mal noch sechs Punkte und nur einen Sieg holt, dann fühlt sich ein gesicherter Mittelfeldplatz aber dann doch nicht mehr so gut an. Bzw. hat man das Gefühl, dass da bei halbwegs normaler Punktausbeute wesentlich mehr, nämlich ein Europapokal-Platz drin gewesen wäre.

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Presse 18.05.2017

(Kleine) Überraschung gestern bei der Präsentation des Kaders der deutschen Nationalmannschaft für die WM-Qualifikation gegen San Marino und für den Confed Cup. Neben Timo Werner wird auch Diego Demme erstmals berufen. Damit ist Urlaub für die beiden im Juni gestorben. Bis Anfang Juli wird man wahrscheinlich unterwegs sein und entsprechend auch deutlich verspätet in die Saisonvorbereitung einsteigen.

Die Demme-Nominierung ist natürlich ein absolutes Märchen. Vor reichlich drei Jahren aus der zweiten Liga nach Leipzig in die dritte Liga gewechselt. Anschließend in jeder Saison wegen neuer Konkurrenten in Frage gestellt. Immer durchgesetzt und nun in der Bundesliga noch mal einen Riesenschritt auch mit dem Ball am Fuß gemacht. Da er in irgendeinem der Pflichtspiele mit Deutschland sicher auch eingesetzt wird, ist damit auch das Flirten mit der italienischen Nationalmannschaft vorbei. Denn nach einem Pflichtspieleinsatz kann man nicht mehr den Verband wechseln. Angesichts der Riesenkonkurrenz im deutschen Mittelfeld auch anspruchsvoll, sich dort auch dauerhaft durchzusetzen. Aber wem, wenn nicht Demme würde man das nach den letzten dreieinhalb Jahren zutrauen. Sehr großes Kino. Auch wenn aus Vereinssicht immer auch das weinende Auge der zusätzlichen Belastung bleibt.

Erwartungsgemäß für die U21-Nationalmannschaft nominiert wurde Davie Selke. Die bestreitet in der zweiten Juni-Hälfte die EM in Polen. Mal sehen, ob das für RB alles noch Relevanz haben wird, dass Selke auch Teile der Vorbereitung verpasst oder ob das das Problem eines neuen Vereins sein wird.

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Schritte in die Weltklasse

Irgendwas um die 10 Millionen Euro hat sich RB Leipzig den Transfer von Dayot Upamecano in der Winterpause kosten lassen. Viel Geld für einen gerade mal 18 Jahre alten Innenverteidiger, der in Salzburg auch auf der Sechs zum Einsatz kam, aber über viel Potenzial verfügt und noch dazu bis zu einem gewissen Grad flexibel einsetzbar ist.

In Leipzig hatte der Franzose keinen ganz leichten Start. In seinen ersten sechs Einsätzen stand er reichlich 200 Minuten auf dem Platz. In dieser Zeit schoss RB Leipzig kein einziges Tor und kassierte fünf. Dazu kamen gegen den HSV und in Mainz gleich zwei Auswechslungen noch vor der Halbzeitpause.

Immer wieder wurde in dieser Zeit von den Verantwortlichen betont, dass das Talent weiter seine Chancen kriegen wird, damit er lernen kann und dass man jungen Spielern auch Fehler zugestehen muss. Das zahlte sich zuletzt auch aus. Denn von den letzten fünf RB-Spielen bestritt Upamecano vier über die volle Distanz und machte dabei eine recht gute, abgeklärte Figur. Und durfte mit der Mannschaft auch mal Erfolgserlebnisse feiern. Denn nach den 0:5 Toren zu Beginn erlebte er seitdem 13:6 Tore direkt auf dem Platz mit.

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Presse 17.05.2017

Weiter Gerüchtezeit. Dabei betreibt die Sportbild eine Art konsequentes Namedropping. Diesmal hat man sich den Kader von Ajax Amsterdam, die mit einer extrem jungen Mannschaft gerade durch die Europa League pflügen, angeschaut. Und schreibt Amin Younes, Bertrand Traoré, Kasper Dolberg und Matthijs de Ligt auf die RB-Interessensliste. Vor allem die letzten drei sind natürlich wegen Alters und Potenzials sehr interessant. Innenverteidiger de Ligt ist beispielsweise gerade mal 17. Dolberg dürfte laut Sportbild aber zu teuer sein. Und auch beim Rest stellt sich jenseits von ‚interessante Spieler‘ die Frage, inwieweit man da tatsächlich zuschlagen kann oder überhaupt will.

Apropos Namedropping. Weil Hasenhüttl zuletzt gemeint hatte, dass man ja auch noch mal auf Spieler gucken könnte, die man letzte Saison nicht gekriegt hat, schmeißt Sportbild auch noch die Namen Kevin Volland, Maximilian Arnold und Breel Embolo in den Ring. Wo man sie erstmal liegen lassen kann.

Gestern gab es ein bisschen Aufregung um Joshua Kimmich. Die Stuttgarter Zeitung in einer ersten Version mit der Aussage, dass Kimmich im Sommer weg ist. In einer zweiten Version ist die Formulierung etwas weicher und geht es darum, dass Kimmich unzufrieden ist und weg will. RB Leipzig und Manchester City seien Kandidaten. Bayern reagierte zwischenzeitlich mit einer Gegendarstellung, in der man den Bericht als „ungeheuerlich“ zurückwies und mit rechtlichen Mitteln drohte. Kimmich werde in jedem Fall nächste Saison bei den Bayern spielen.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018

So, die Saison ist in vielerlei Hinsicht für RB Leipzig schon vor dem letzten Spieltag gelaufen. Entsprechend kann man sich ja schon mit der Kaderplanung für die kommende Saison beschäftigen. Ralf Rangnick hat zuletzt auch angemerkt, dass man schon mittendrin sei und den Kontakt zu interessanten Spielern intensiviert hat.

Wobei man aus der Erfahrung der letzten Spielzeit auch lernen könnte, dass in der Praxis manche Dinge dann doch wieder erst relativ spät in Angriff genommen werden. Vielleicht ist dem ja diese Saison aber nicht so.

Zu tun gibt es allerdings reichlich für die Kaderplaner. Das hat nicht nur mit den potenziellen Neuzugängen zu tun, sondern auch damit, dass man einige Altlasten, Abgangswillige und Nachwuchsspieler versorgen muss. Kaderschmiede RB Leipzig 2017/2018 weiterlesen

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Presse 16.05.2017

Kader, Kader und Gerüchte. Es geht langsam Richtung Sommerpause und weiter werden diverse Namen gehandelt. Sky sieht dabei Freiburgs Maximilian Phillip auf dem direkten Weg nach Leipzig. Dessen Berater dementiert beim Kicker aber, dass ein Wechsel schon fix ist und dass es dabei nach Leipzig geht. Es gäbe auch andere Optionen.

So richtig deutlich ist das Dementi aber nicht. Entsprechend ist klar, dass man sich rund um Maximilian Philipp recht ernsthaft mit einem Wechsel beschäftigt. Und dass es kein Dementi zu Leipzig als Ziel gibt, könnte darauf verweisen, dass da RB durchaus in der Verlosung ist. Von Alter und Spielertyp her würde Philipp auch perfekt in die RB-Offensive passen. Wohl vornehmlich als Zehner, aber auch als einer der zwei Stürmer. Billig würde die Verpflichtung des 23-Jährigen aber nicht werden. Unter 10 Millionen ist da wohl gar nichts zu machen.

BILD schmeißt Jadon Sancho auf den Gerüchtewagen. 17 Jahre. Offensive Außenbahn. Spielt im Nachwuchs von Manchester City und soll dort langsam an die Profis herangeführt werden. Überzeugt gerade bei der U17-EM. Klar, von Alter und Potenzial her passt das. Dass RB Pep Guardiola ein Talent abspenstig machen kann, klingt trotzdem eher unwahrscheinlich. Das würde wohl richtig ins Geld gehen und falls RB da tatsächlich Interesse hat vor allem davon abhängen, wie stark Sancho daran glaubt, dass er nächste Saison auch in Manchester an die Profis herangeführt werden würde.

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Presse 15.05.2017

Zwei Tage her das 4:5 von RB Leipzig gegen Bayern München. Wer auf Spektakel steht, der hatte viel Spaß. Wer eher der ergebnisorientierte Typ und RB-Fan ist, hatte nach 95 Minuten vielleicht eher schlechte Laune.

RB Leipzig im Verlauf des Spiels zweimal mit Zweitoreführungen. 83 Minuten lang sah man wie der Sieger aus, dann schlugen die Bayern mit drei Toren zu. Es war laut Kicker der späteste Zeitpunkt ever, zu dem in der Bundesliga ein Rückstand von zwei Toren noch in einen Sieg verwandelt wurde.

Marcel Sabitzer brachte RB ganz früh in Führung. Robert Lewandowski glich nach umstrittenen Handelfmeter nach einer reichlichen Viertelstunde aus. Timo Werner verwandelte nach einer halben Stunde einen völlig unstrittigen Foulelfmeter. Kurz nach er Pause gelang Yussuf Poulsen der Treffer zum 3:1. Thiago erzielte nach einer knappen Stunde nach schlecht verteidigtem Standard den Anschluss. Erneut Timo Werner stellte fünf Minuten später aus sehr spitzem Winkel die Zweitoreführung wieder her. Lewandowski nach wiederum nicht gut verteidigten Standard per Abstauber, David Alaba in der 90. per perfektem direkten Freistoß und Arjen Robben per Konter in der fünften Minute der Nachspielzeit machten den Wahnsinn dieses Spiels perfekt.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 4:5

Zweiter gegen Erster am vorletzten Spieltag der Bundesliga. Auch wenn es tabellarisch nicht mehr um sehr viel ging, war es dann doch noch mal ein hübsches Aufeinandertreffen zum Saisonende hin. Und aus RB-Sicht der Versuch, im Duell Nummer 2 zu zeigen, dass man näher dran ist, als man es beim 0:3 im Hinspiel war. Nach 90 spektakulären Minuten stand ein 4:5 und die trotzdem gesicherte Vizemeisterschaft auf der Anzeigetafel. Ein weinendes und ein lachendes Auge und entsprechend eine etwas ambivalente Stimmungslage.

Ralph Hasenhüttl schickte eine komplett unveränderte Elf in die Partie. Entsprechend spielten erneut Ilsanker und Bernardo auf den Außenverteidigerpositionen und ersetzte Dayot Upamecano den verletzten Willi Orban in der Innenverteidigung. Organisiert war man wie gewohnt in einem 4-2-2-2.

Bayern auf der anderen Seite stellte viermal um und spielte mit so etwas wie der bestmöglichen Elf. Rafinha, Sanches, Müller und Costa raus. Lahm, Alonso, Robben und Thiago rein. Organisiert war man im 4-2-3-1, wobei Thiago nicht nur auf der Zehn, sondern auch immer mal im Spielaufbau zu finden war.

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Presse 12.05.2017

Morgen dann also schon das Heimfinale für RB Leipzig in dieser Saison. Letztes Spiel in der Red Bull Arena für lange Zeit. 18. bis 20. August ist als Wochenende für den ersten Spieltag in der Bundesliga angesetzt. Das sind mal eben mindestens drei Monate bis zum nächsten Pflichtspiel von RB in Leipzig (in der Woche zuvor geht es mit einem Auswärtsspiel im DFB-Pokal los).

Gegner zum 33. Spieltag ist der FC Bayern München. Der Meister, der im Hinspiel Bock hatte zu demonstrieren, dass er die Nummer 1 im Land ist. Auch beim Rückspiel ist anzunehmen, dass man noch mal Bock hat, dem Tabellenzweiten zu zeigen, wie groß die Unterschiede sind.

Bei RB Leipzig hat man aber auch Bock. Bock auf die Vizemeisterschaft (fehlt noch ein Punkt), Bock auf den Aufsteigerrekord (fehlen noch drei Punkte). Bock zu zeigen, dass man mehr drauf hat gegen ein Topteam als im Hinspiel.

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Mehr Relevanz als man meinen könnte

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Bayern München (13.05.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Letztes Heimspiel der ersten Bundesligasaison von RB Leipzig. Sowieso sind diese letzten Stunden in heimischer Umgebung immer auch etwas besonderes. Durch das Erreichen der Champions League, das Größte, was man in der aktuellen Bundesliga mit den Bayern so erreichen kann, wird der Tag sicherlich noch mal ein ganz besonderer.

Wobei in dem Spiel mehr Relevanz steckt, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Eigentlich geht es beim Duell des Meisters mit dem Zweiten nicht mehr um wirklich was. Aber dann irgendwie doch. Denn RB Leipzig will den zweiten Platz, den man seit 14 Spielen innehat (seit dem achten Spieltag war man nicht mehr schlechter als Zweiter), ins Ziel bringen. Ein Punkt braucht man dazu noch, wenn Dortmund die letzten zwei Spiele gewinnt. Was nicht unwahrscheinlich ist.

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Presse 11.05.2017

Gestern trafen sich die Kicker von RB Leipzig nach ihrem verlängerten Wochenende wieder zur Vorbereitung auf das Bayern-Spiel. Heute Mittag dann eine öffentliche Trainingseinheit und dann direkte Spielvorbereitung.

Der Kicker schmeißt derweil gleich mal eine große Gerüchterunde. An Nadiem Amiri (20) habe RB wie schon letzten Sommer großes Interesse. Auch Ajax Amsterdams Dribbler Amin Younes (23) stehe auf dem Zettel. Serge Gnabry wurde derweil gestrichen. Wer da wen gestrichen haben soll, bleibt aber unklar. Allerdings soll Bayern weiter ein vertragliches Zugriffsrecht auf Gnabry auch für die kommende Saison haben, was für potenzielle Interessenten die Dinge erschwert.

Davie Selke will laut Kicker weiter weg. Bei Rani Khedira ist es noch unklar. Dass die Verträge von Marvin Compper und Fabio Coltorti verlängert werden, war klar. Nicht klar war, dass RB Leipzig als Interessent an Alexander Schwolow galt. Bzw. wurde das vor einem Jahr mal gerüchtelt, bevor man dann Marius Müller aus Kaiserslautern holte. Auch dieses Jahr soll sich RB mit Schwolow beschäftigt haben, hat dann allerdings Yvon Mvogo geholt. Schwolow verlängerte derweil in Freiburg und hat seinen nächsten Schritt zu einem Klub mit Champions-League-Perspektive vorerst verschoben.

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Hurensohn

Ich kann mich an eine Zeit kurz nach der Wende erinnern, als man sich im Rahmen der Berufsausbildung gegenseitig als „Banane“ bezeichnete und das als Beleidigung meinte. „Ey, du Banane“. Das war vermutlich als Schmähung (wie man heutzutage offenbar sagt) schon damals so skurril wie es heute klingt (vielleicht lag die Betonung aber auch auf ‚ey‘ und ‚du‘ und bekamen die Dinge dadurch ihren total bösen Klang^^).

Nicht ganz so skurril, aber ähnlich ist es bei der Beschimpfung „Hurensohn“, bei der man sich fragen kann, welche Eigenschaften genau das Wort eigentlich hat, damit man es als Beschimpfung verwendet (und ja, mir ist bewusst, dass das Wort vielerorts von Getroffenen als Beleidigung empfunden wird). Der Sohn einer Frau zu sein, die ihren Körper verkauft (oder auch nicht verkauft, sondern einfach nur viel Sex hat oder ein Kind vaterlos großzieht; die Konnotationen sind da vermutlich unterschiedlich), ist jetzt nicht unbedingt etwas, was ein Makel wäre. Zumal nicht in einer Gesellschaft, in der jeder irgendwas von seinem Körper verkauft, um damit Geld zu verdienen und Alltag zu bestreiten.

Trotzdem benutzt man Hurensohn bzw. Sohn einer Hure in Fußballstadien (und nicht nur dort) gern als Beschimpfung. Seltsamerweise nicht Sohn eines Försters. Oder Sohn eines Bibliothekars. Oder Sohn eines Profifußballers. Oder Sohn eines TV-Junkies. Oder was auch immer man an Berufen oder Freizeitbeschäftigungen finden mag. Nein, es ist der Hurensohn, der irgendwie als besonders treffend und beleidigend empfunden wird. Warum auch immer.

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