Alle Beiträge von rotebrauseblogger

Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2016/2017

Wagen wir uns auch noch mal an einen Überblick über die Zuschauerzahlen der letzten Saison. Meist als eine Art Schwanzvergleich benutzt, soll es hier eher um einen nüchternen Blick auf den Stand der Dinge, auf Interesse und Desinteresse gehen.

Bei RB Leipzig waren zum siebten Mal in Folge steigende Zuschauerzahlen zu beobachten. Das konnte nicht wirklich überraschen nach dem Bundesligaaufstieg. Es könnte allerdings vor dem Ausbau des Stadions auch das letzte Mal gewesen sein, dass man einen Anstieg im Zuschauerinteresse verzeichnen kann.

Wobei die Entwicklung in der kommenden Saison interessant bleibt. Der sportliche Erfolg diese Saison war überwältigend und dürfte in der Form nicht zu wiederholen sein. Entsprechend stellt sich die Frage, ob sich der Zuschauerschnitt trotzdem auf hohem Niveau konsolidiert, wie er das bisher stets bei Verbleib in einer Liga getan hatte, oder ob man da Verluste hinnehmen muss. Diesbezüglich auch nicht uninteressant, ob manch ein Besucher nicht auch mal ein Bundesliga-Heimspiel auslässt, wenn es unter der Woche ein Champions-League-Heimspiel gibt. Bilanzen vom Rande des Spielfelds aus der Bundesliga 2016/2017 weiterlesen

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Presse 22.06.2017

Ein bisschen Nachklapp zur UEFA-Lizenzierung von Salzburg und Leipzig. Aber so richtig viele eigene Beiträge gibt es nicht. Meistenteils werden nur Agenturmeldungen durch die Äther gejagt.

Der Kicker meint, dass die UEFA bisher nur die Frage nach der Integrität (positiv für RB) beschieden hat. Noch nicht entschieden sei, ob Leipzig auch die Bestimmungen des Financial Fairplay einhält. Dazu gibt es seit vorgestern verschiedene Ansichten. Die UEFA bestätigt allerdings gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung, dass man das Financial Fairplay erst ab Mitte Juli und über die Saison prüfe und Sanktionen erst zum Saisonende zu erwarten wären.

Viel Aufmerksamkeit bekam auch die Meldung, dass die UEFA zuerst Ende Mai gegen Leipzig entschied. Wie auch immer es genau gelaufen ist, dass es nicht ganz normal zuging, zeigt schon, dass die „Adjudicatory Chamber“ die Entscheidung getroffen hat. Die wird eigentlich nur bei unklaren Fällen oder Widersprüchen zur Entscheidungsfindung angerufen. Eine genaue Begründung des Urteils steht weiterhin aus. Auch das macht deutlich, dass es keine normale Lizenzierungsentscheidung war.

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Reformwillen trifft Konservatismus

Die älteren unter den LeserInnen werden sich erinnern, dass die Regionalliga-Reform einst hier im Blog recht intensiv begleitet wurde. Ein Prozess, der in seinem Ablauf erstaunlich war. Vereine definieren ein Problem (’schlechte Durchlässigkeit von Regionalliga zur dritten Liga‘) und zwischen Landesverbänden, DFB und DFL wird in Hinterzimmern nicht etwa eine Lösung des Problems erarbeitet, sondern ein Kompromiss ausgeheckt, gegen den die wichtigsten Abstimmungsakteure des DFB-Bundestages nichts hatten und der im Kern das ursprüngliche Problem durch eine Verkomplizierung des Aufstiegs noch verstärkte.

Man könnte natürlich diskutieren, ob die Verschärfung der Problemlage tatsächlich stattfand, denn seit Einführung der fünf Regionalligen und der Relegation zur dritten Liga ist nur eines von zwölf Teams direkt wieder abgestiegen. Drei Teams schafften sogar den direkten Durchmarsch in die zweite Liga. Zumindest für jene Teams, die sich durch den Flaschenhals Regionalliga gequält haben, scheint der Abstand zur dritten Liga eher gering zu sein. Dass der Abstand zwischen dritter und vierter Liga größer werden würde, war ursprünglich auch eine der Annahmen nach Einführung der Relegationsspiele in der Regionalliga.

Egal wie, der Ablauf, mit dem die Regionalliga-Reform umgesetzt wurde, war einer, wie er unbefriedigender nicht hätte sein können. In einem intransparenten Verfahren eine Lösung erarbeitet und umgesetzt, wie sie den ursprünglichen Absichten derjenigen, die die Reformen anschoben und ein Problem formulierten, nicht stärker hätte widersprechen können.

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Presse 21.06.2017

Das ging dann doch noch (von außen betrachtet) von heute auf morgen. Die Lizenz der UEFA für RB Leipzig (und auch Salzburg) und die Champions League ist da. Ungewöhnlicherweise bekanntgegeben über eine Extra-Nachricht auf der UEFA-Seite. Macht auch klar, dass nicht alles so klar war, wie man seit Monaten in Leipzig und Salzburg erklärt hat. Bzw. war die Sache mit Salzburg, Leipzig und Red Bull für die UEFA durchaus ein Fall mit mehr Gesprächsbedarf als gewöhnlich.

Die New York Times meint, dass die Vereine über diesen Gesprächsbedarf schon Ende Mai informiert wurden (während die UEFA noch im Juni davon sprach, dass man noch auf die entsprechenden Unterlagen warte). Auch Oliver Mintzlaff spricht von einem „jederzeit offenen und transparenten Austauschs mit der UEFA“, nachdem man lange erklärt hatte, dass es gar keinen Bedarf gebe, sich mit der UEFA auszutauschen. BILD berichtet, dass Salzburg und Leipzig am Freitag in der UEFA-Zentrale vorsprechen und sich erklären mussten.

Die Lizenz soll ohne Auflagen erteilt worden sein. Ob das nur für den Teil der Integritätsbestimmungen (also der Verflechtungen mit Salzburg) gilt oder auch für den Financial-Fairplay-Teil, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Eine detaillierte Erklärung der UEFA zur Entscheidung zu RB Leipzig steht ebenfalls noch aus.

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Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot

Na, da ist doch in den letzten Wochen dann doch einiges passiert auf dem Transferkarussell. Nicht nur auf der Abgangsseite, wo fleißig weiter diverse Spieler aus dem Nachwuchsbereich den Verein nach der Abmeldung der U23 verlassen. Sondern auch auf der Zugangsseite.

Mit der Kaderplanung ist man entsprechend schon relativ weit. Aus dem Kader der letzten Saison sucht nur noch Marius Müller einen neuen (Leih-)Verein. Dazu müssen die Leihspieler Atinc Nukan, Massimo Bruno, Anthony Jung und Nils Quaschner untergebracht werden. Bei ersteren beiden bieten sich die Leiclubs Besiktas Istanbul und RSC Anderlecht an. Letztlich auch eine Geldfrage.

Auf Neuzugangsseite ist man nicht mehr weit von der Zielgröße 20 plus 4 Nachwuchsspieler (wobei Palacios als Nachwuchsspieler zählt) entfernt. Genaugenommen braucht man nur noch einen defensiven Mittelfeldspieler, einen Stürmer und einen Nachwuchsspieler (vermutlich eher defensiver Natur), um vollständig zu sein. Wobei es manchmal früh so scheint, als sei die Kaderplanung abgeschlossen und dann fallen am Ende doch noch ein paar Steinchen, sodass man umplanen muss. Möglich dass ein solches Steinchen Forsberg heißt. Möglich aber auch, dass so ein Steinchen eine schlicht unschlagbare, plötzliche Chance auf dem Transfermarkt ist. Also quasi ein neuer Burke. Transfers: Bruma, Konate, Khedira, Bellot weiterlesen

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Presse 20.06.2017

Irgendwas mit Champions League und weiter keine Nachricht von der UEFA bezüglich der Teilnahme von RB Leipzig. Viel Kommunikation wird da nicht betrieben seitens des Verbandes. Fristen scheint es (Ansage ist „ab Mitte Juni“) keine zu geben, wenn man laut 90minuten noch nicht mal Red Bull Salzburg trotz Teilnahme an der gestrigen Auslosung der ersten beiden Qualifikationsrunden als final zugelassen sieht. Offenbar läuft die Teilnehmerliste bei der Champions League weiterhin unter dem Oberbegriff provisorisch. Seltsames Vorgehen.

Die Mitteldeutsche Zeitung zu den Anforderungen der UEFA an den Spieltagsablauf in der Champions League. Bei RB sieht man sich diesbezüglich mit der Red Bull Arena gut aufgstellt. VIP-Plätze braucht es halt noch. Und offenbar gilt in der Königsklasse im und um das Stadion auf UEFA-Vorgabe hin Alkoholverbot. Die Arbeitgeber in Leipzig und Umgebung werden das vermutlich gut finden..

Bei detektorfm darf Sportrechtler Paul Lambertz die Sachlage rund um UEFA und RB Leipzig ein wenig mit gesprochener Sprache erklären. Im Kern wenig neues. Wer trotzdem dort vorbeischaut, sollte den Text rund um die Audiodatei lieber nicht lesen. Das ist nicht nur nicht erhellend, sondern teilweise schlicht falsch, weil da unterschiedlichste Zahlen mal einfach quer durcheinander gewürfelt werden.

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Startschuss

Neue Saison, neuer Wettbewerb. So die UEFA will, was Stand heute Vormittag ja offiziell noch nicht bekannt ist, wird RB Leipzig in dieser Saison an der Champions League teilnehmen. Die beginnt für RB erst am 12. oder 13. September oder wahlweise mit der Auslosung der Gruppenphase am 24. August.

Heute allerdings gibt es bereits den Startschuss in die Champions-League-Saison 2017/2018. Denn die ersten beiden Qualifikationsrunden werden ausgelost. Dabei nehmen an der ersten Runde Teams teil, die aus sehr kleinen Fußballnationen stammen. Die Meister von Wales, Nordirland, den Faröern, Malta, Andorra, Armenien, San Marino, Gibraltar, Estland und dem Kosovo duellieren sich hier. Die ersten fünf sind gesetzt und kriegen eines der fünf ungesetzten Teams zugelost.

Gespielt wird dann bereits nächste Woche, also am 27. und 28. Juni. Was auch Wahnsinn ist. Erstens, dass du mitten im Sommer mit Spielen im Europapokal starten sollst (zumindest, wenn du nicht in einer Liga nach Kalenderjahr spielst) und dass du als kleines Team binnen einer Woche einen Ausflug möglicherweise quer durch Europa organisieren musst.

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Presse 19.06.2017

Nächste Runde rund um Emil Forsberg. Berater Hasan Cetinkaya wird sich laut BILD demnächst mit Rangnick treffen. „Emil wird mein nächstes Projekt“, zitiert ihn das Blatt. Zuletzt hatte er den Wechsel von Viktor Lindelöf zu Manchester United über die Bühne gebracht. BILD sieht Rangnick deswegen nun in einer schwierigen Situation, weil er ja bisher ein klares Wechsel-Nein ausgesprochen hatte.

Es gibt diverse denkbare Szenarien von klarem Nein bis hin zu einem Verkauf erst kurz vor Schließen des Transferfensters. Von daher ist alles, was man zum jetzigen Zeitpunkt tun kann, pures Herumspinnen bzw. Spekulation. Man wird sehen, was herauskommt. Dass Forsberg in Leipzig ein Jahr lang mit herunterhängenden Mundwinkeln herumrennt, falls ein Wechsel nicht zustande kommt, ist dabei vermutlich das unwahrscheinlichste Szenario. Wenn in den kommenden Wochen nicht noch fleißig weiter mit Begeisterung an den Tischtüchern herumgeschnippelt wird..

BILD bringt Marius Müller als Kandidaten für Arminia Bielefeld ins Gespräch. Der sucht leihweise einen neuen Verein. Arminia sucht einen neuen Keeper, hat es aber nicht eilig bei der Entscheidung.

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Presse 16.06.2017

Alexander Zorniger bleibt bei seinem bekannt offenen Stil und erklärt in BILD, dass er schon länger an Dominik Kaiser baggert, aber immer abblitzt. Wenn der Kapitän künftig aber weiterhin so wenig spielt, werde er es wieder versuchen, ihn zu Bröndby IF zu holen. Die Wertschätzung des Trainers für den derzeitigen RB-Kapitän ist bekannt. 2012 holte er ihn als entscheidendes Puzzlestück in das damalige Regionalliga-Team. Nun will er ihn gern bei Bröndby IF. Ist halt auch eine Frage, was Kaiser mit seiner Karriere anstellen will. Bröndby IF wäre vielleicht im Vergleich mit der Bundesliga etwas weit ab vom Schuss, aber vielleicht auch irgendwann in einem Jahr ein gutes Ziel in Bezug auf viel Spielzeit in vernünftigem Umfeld.

Weiter Namen in der Gerüchteverlosung. Naby Keita wird in Italien bei Inter Mailand mal ins Gespräch gebracht. Aber italienische Gerüchte sollte man im ersten Schritt auch nicht allzu ernst nehmen.

In Frankreich wird Marvin Kokos mit RB Leipzig in Verbindung gebracht. 16 Jahre, Stürmer. Spielt bei Olympique Marseille. Kostet wohl 200.000 Euro Aufwandsentschädigung. Bleibt zum jetzigen Zeitpunkt erstmal sehr vage.

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Praktische Tipps zur Trennungsverarbeitung

Sommerpause. Die Bundesligasaison 2016/2017 ist gefühlt schon eine halbe Ewigkeit her. Trotzdem reden Dirk, Kai und meine bloggende Wenigkeit noch einmal über ein paar Erinnerungen an die Saison.

Dann driftet der Podcast trotz herausragender Konzepte erstaunlicherweise ein wenig ab und landet bei Naby Keita, Emil Forsberg, bei den Phasen der Trennungsverarbeitung und bei Enttäuschung und Empörung. Und schließlich werden auch noch die Gegner für die kommende Spielzeit in der Champions League festgelegt. Spoiler: Platz 1 in der Gruppe ist Pflicht.

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Presse 15.06.2017

Bruma nun also seit gestern Nachmittag offiziell ein Leipziger. 5 Jahre Vertrag. Ablöse sind 12,5 Millionen Euro netto. Bonuszahlungen können maximal weitere 2,5 Millionen Euro sein. Wobei die Bonuszahlungen sehr wahrscheinlich auch gezahlt werden müssen, wenn Bruma die gewünschte Entwicklung nimmt. Gezahlt werden muss bei Erreichen bestimmter Pflichtspieleinsatzzahlen und wenn RB ab 2018/2019 in Champions League oder Europa League einzieht. Auch eine Million für ein Freundschaftsspiel sind in den 2,5 Millionen schon drin.

Kaum da, schon wieder weg. Denn Bruma darf für Portugal bei der U21-EM mitkicken, die morgen startet. Im schlimmsten Fall ist er bis zum 30. Juni weg. Die Saison in der Türkei ging auch deutlich länger als in Deutschland, sodass bisher für Bruma noch gar keine Sommerpause drin war. Wird er nach der U21-EM sicherlich ranhängen. Dürfte bedeuten, dass man ihn vor dem Sommertrainingslager in Österreich (Start 20.07.) bei RB Leipzig gar nicht zu sehen kriegen wird.

Brumas Berater Catio Balde erklärt bei fussbaltransfers derweil die Hintergründe des Transfers. Gutes Angebot, klare Idee, wie man Bruma weiterentwickeln will. Für Bruma sei Deutschland und Leipzig gut, sich wieder mehr in den Fokus zu rücken und bei entsprechenden Leistungen „seine Karriere größer zu träumen“..

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Spieler der Rückrunde: Timo Werner

Fehlt noch eine Rubrik bei der Rückschau auf die Leistungen der Spieler von RB Leipzig in der ersten Bundesligasaison der Vereinsgeschichte. Die allumfassende Lobhudelei auf den besten Spieler der Rückrunde. Eine Rubrik, die hier im Blog auch immer mal eher die Wahl des Spielers mit dem unerwartetsten Leistungssprung war. Aber da setzt halt jeder auch so seine eigenen Prioritäten.

In Frage kommt eigentlich im groben derselbe Personenkreis wie in der Hinrunde. Ganz vorneweg natürlich Diego Demme, der sich  in seiner ersten Saison in der Bundesliga nicht nur bei RB Leipzig wieder mal unverzichtbar gemacht, sondern bis in die Nationalmannschaft gespielt hat. Durch seine gewohnte Laufstärke und dazu unheimliche Präsenz im Ballbesitz.

Vielleicht zu nennen wären auch Willi Orban oder Yussuf Poulsen. Beide fehlten dann aber in der Rückrunde auch einige Spiele, sodass ihr Gesamteindruck ein wenig verblasste. Trotzdem war Orban wohl der beste Defensivspieler im Team und über Poulsens Qualitäten als Zweikampfmaschine im Angriff muss man nicht mehr wirklich reden.

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Presse 14.06.2017

Welche Gradualitäten von fix gibt es eigentlich? Kutschke-fix? Embolo-fix? Rangnick-fix? Egal, der Bruma-Deal ist Stand halb zwölf mittags Schreibzeit LVZ-fix. Im Normalfall bedeutet das fixfix und wird dann eher kurzfristig von RB bestätigt. Bisher blieb die Bestätigung aber aus. Gestern hieß es aber in der Türkei schon, dass es nun schnell gehen wird und der Bruma-Vertrag bei Galatasaray aufgelöst wurde. Fünfjahresvertrag und bis zu 15 Millionen Euro Ablöse, so heißt es weiter in der Türkei. Ein Transfer, der sich lange hingezogen hatte.

Kleine Fragezeichen bleiben hinter dem fußballerisch großartigen Bruma. Die resultieren aus seinen bisherigen, eher verworrenen Karrierewegen von Portugal über die Türkei und eine Leihe nach Spanien nun nach Deutschland und aus Problemen mit seinem Trainer bei Galatasaray. Mal sehen, wie sich Bruma in Leipzig entwickeln wird und ob er in die Richtung gehen kann, wohin er bei seinen ersten Karriereschritten hingejubelt wurde, nämlich in die europäische Spitze.

Bei manchen Nachrichten fällt einem auch nur das Wort bitter ein. So wie bei der von Diego Demme gestern. Der wegen Rückenproblemen den Confed Cup verpassen wird. Das Turnier war eigentlich seine große Chance, sich bei vergleichsweise überschaubarer Konkurrenz mal über einen längeren Zeitraum dem Bundestrainer zu präsentieren. So bleibt es bei den 15 Minuten aus dem Spiel gegen San Marino. Dass der Weg in die deutsche Nationalelf in naher Zukunft noch mal so einfach wird wie in diesem Sommer , ist schwer vorstellbar. Mal sehen wie es mit Demme diesbezüglich weitergeht.

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Mehr Metropole wagen

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet im Umfeld von RB Leipzig nun teilweise Emil Forsberg angegangen wird, weil man ihm Wechselwünsche nachsagt. Geldgierig seien er und sein Berater heißt es an manchen Stellen vorwurfsvoll. Sie hätten doch in Leipzig alles, was sie brauchen. Ausgerechnet in Leipzig, wo man in den vergangenen acht Jahren sehr gut davon lebte, Spieler von Vereinen wegzuholen, die bei den entsprechenden Lohnzahlungen nicht mithalten konnten, erstaunt diese Argumentation dann doch ein wenig.

Man mag in der Bundesliga im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mehr (und bei weitem nicht mehr) der größte Fisch sein. Aber man ist im Vergleich mit anderen Klubs in der Liga immer noch ein großer Fisch. Nur dass es halt eben auch größere Tiere gibt, die nun mit RB Leipzig auch das machen können, was man selbst immer mal wieder gemacht hat in den letzten Jahren (sowohl im Nachwuchs- als auch im Erwachsenenbereich).

Dass nun Emil Forsberg dafür ein wenig ins Visier gerät und öffentlich über sein Modebewusstsein oder seine angeblich veränderte Persönlichkeit oder seine „niederen Instinkte“ (LVZ) oder das Mode- und Stylebewusstsein seiner Frau Shanga geurteilt wird, ist ziemlich absurd. Da fühlt man sich ein bisschen wie im Dorf, wenn einer in die große weite Welt will oder nach großer weiter Welt aussieht und dafür von allen begafft und bekopfschüttelt wird. Macht man nicht, sei gefälligst so wie wir und träume nur davon, den Haushalt und deinen Vorgarten jeden Tag in Ordnung zu halten, so der seltsame Duktus dahinter.

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Presse 13.06.2017

Weiter geht es mit Bruma. Die LVZ meint, dass der Deal heute über die Bühne geht. In der Türkei meint man, dass man sich weiter um die Verteilung der Ablöse (angeblich will Sporting Lissabon was abhaben) und Weiterverkaufsklauseln (Galatasaray will angeblich auch beteiligt werden) streitet. Ganz Verwegene bringen gar die Möglichkeit einer Verlängerung von Bruma in Istanbul ins Spiel. Unklar, wie fundiert diese Berichte sind. Aber sie passen zu diesem Kaugummi-Transfer..

Oliver Mintzlaff findet derweil Berichte um Emil Forsberg und einen möglichen Transfer langweilig. Es gebe kein entsprechendes Thema und Ralf Rangnick habe mit seinem ‚verkaufen keine Stammspieler‘ alles gesagt. In der medialen Berichterstattung schiebt man Forsberg derweil langsam Richtung ‚geldgieriger Luxusprofi‘-Pranger. Klassischer, aber auch eher ätzender Mechanismus.

Emil Forsberg spielt derweil weiter noch ein bisschen Fußball. Bzw. spielen seine Schweden heute Abend ein Testspiel in Norwegen. Ob da dann Forsberg noch mal in der Startelf steht, wird man sehen. Was er wo und zu welchen Fragen in wessen Mikrofone spricht, wird man ganz sicher auch mitkriegen..

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Presse 12.06.2017

Gestern die Auslosung zum DFB-Pokal. RB Leipzig fährt am zweiten Augustwochenende zu den Sportfreunden Dorfmerkingen. Gerade aufgestiegener Sechstligist in der Nähe von Heidenheim und Aalen. Sportlich fast schon das Ideallos für ein Weiterkommen und ein angenehmer Start in die Saison. Auch in Dorfmerkingen hat man sich gefreut, dass man einen Champions-League-Teilnehmer gezogen hat. Gespielt wird aber wohl nicht in Dorfmerkingen, was viel Charme hätte, sondern aufgrund des nicht ausreichenden Stadions in Heidenheim oder Aalen.

Fixer Transfer. Der erste eines Feldspielers. RB Leipzig hat Ibrahima Konate geholt, nachdem BILD am Wochenende schon Bilder eines Stadtrundgangs mit Rangnick und Konate veröffentlicht hatte. Gerade 18 Jahre geworden. Innenverteidiger beim FC Sochaux in der zweiten französischen Liga. Der Kicker meint, Konate wäre ablösefrei. Gute Perspektivverpflichtung. Konate könnte zudem aufgrund seines Alters noch U19 und im europäischen Rahmen Youth League spielen. Beim FC Sochaux ist man nicht sehr erfreut, dass man mit Konate ein großes Talent verloren hat.

Damit wäre dann zumindest in der Innenverteidigung von RB kein akuter Bedarf mehr. Orban, Upamecano, Compper, Konate. Dazu mit Bernardo oder Ilsanker Spieler, die da aushilfsweise auch spielen können. Das müsste es schon gewesen sein. Ob man noch einen Außenverteidiger braucht, ist sicher eine Frage des Standpunkts. Ganz schlecht wäre es nicht. Mit Bernardo, Schmitz, Klostermann und Halstenberg hat man allerdings auch schon vier. Ilsanker hat das zuletzt auch immer mal spielen dürfen.

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Neues Jahr, neuer Versuch gegen unterklassigen Gegner

Wie gefühlt jedes Jahr drehten sich die Wünsche der BlogleserInnen, die gern an den entsprechenden Umfragen hier teilnehmen (siehe ganz unten), für die erste Runde des DFB-Pokals um Mannschaften aus dem Bereich des NOFV. Sieben der neun meistgenannten Vereine waren NOFV-Clubs. Wobei vorneweg mit Magdeburg und Chemnitz alte Regionalliga-Wegbegleiter von RB Leipzig standen.

Nur zwei Wunschvereine hatten nichts mit dem Fußballosten zu tun. Der TSV 1860 München (das muss wohl so eine Art erhoffter Katastrophentourismus sein) und die Sportfreunde Dorfmerkingen. Geworden sind es schließlich tatsächlich die Sportfreunde, die gerade erst von der siebten Liga in die sechste Liga aufgestiegen sind. Im besten Sinne ein Pokallos, das einen irgendwo in die fußballerische Provinz führt. 1.000-Seelen-Ort als Teil der Stadt Neresheim. Irgendwo quasi zwischen Aalen und Heidenheim.

Sportlich muss man ja nicht lange herumreden. Das ist natürlich für einen Bundesligisten eine Pflichtaufgabe. Als Bundesligist sollte man gegen eine Mannschaft unterhalb der vierten Liga inzwischen praktisch eigentlich nicht mehr verlieren können. Auch wenn man den unterklassigen Verein natürlich nicht unterschätzen darf und bspw. mit Fabian Weiß auch einer mit ganz ordentlicher Erfahrung in zweiter und dritter Liga im Team steht (der Ende 2014 auch beim legendären 0:0 des VfR Aalen in der 2.Liga gegen RB bei nasskaltem Dezemberwetter ein paar Minuten am Ende auf dem Platz stand). Und die Verbindungen nach Aalen, Heidenheim und Großaspach personell recht eng erscheinen, sodass da jetzt auch keine reinen Dorfkicker auf dem Platz stehen.

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Presse 09.06.2017

Weiter geht es mit Transfergeschichten. Auf der Abgangsseite kam gestern Gino Fechner (19) dazu. U20-Nationalspieler. Einfach weg. Keine Leihe. Vertrag in Kaiserslautern bis 2020. Heute kam dann noch U23-Offensivkraft Timo Mauer (20) dazu. Der geht für zwei Jahre in die dritte Liga zum SC Paderborn. Nicht so überaschend, dass er den Verein komplett verlässt.

Damit ist nun bei 15 U23- bzw. U19-Spielern die Zukunft klar. Lediglich bei Palacios (geht zu den RB-Profis) und Diawusie (verliehen nach Wiesbaden) hat Leipzig weiter die Finger im Spiel. Leute wie Demirovic und Fechner so ganz ohne Zukunftsoptionen zu verlieren, tut schon ein bisschen weh. Aber mit Franke, Wojtkowski, Chabot und Beiersdorf warten auch noch ein paar spannende Personalien, die zu klären sind.

Bei Bruma ruht der See in Sachen Verkündung weiter still. BILD meint aber, dass der Transfer fix ist und die Bekanntgabe jederzeit erfolgen könne, wenn die Unterschrift denn wirklich final geleistet wurde. In der Türkei berichtet man, dass die viertägige Einspruchsfrist von Sporting Lissabon abgelaufen ist und nun alles über die Bühne gebracht werden könne. Zudem distanziert sich Galatasaray von irgendeinem Berater (Bayram Tutumlu), der offenbar unberechtigterweise so tut, als hätte er in der Bruma-Sache was zu sagen oder Geld zu kriegen. Da geht es aber auch um irgendwelche persönlichen Gemetzel, bei denen ich raus bin. Insgesamt gilt bei Bruma immer noch: Warten wir einfach ab..

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Kaderrückblick RB Leipzig: Bundesliga 2016/2017 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit. Wobei die Zuordnung zu den Positionen eher nach Spielertypen erfolgt. Marcel Sabitzer hat genaugenommen von der Position her dasselbe gespielt wie Emil Forsberg, ist aber trotzdem vom Typ her eher Stürmer. Gilt ähnlich für Burke.

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Presse 08.06.2017

Action auf dem Transfermarkt. Zumindest auf der Abgangsseite. Rani Khedira verlässt RB Leipzig ablösefrei, weil auslaufender Vertrag, zum FC Augsburg. Sicherlich für ihn ein sinnvoller Schritt, bei einem kleineren Klub der Liga zu gucken, mehr Spielzeiten abzukriegen. RB verliert dadurch allerdings einen verlässlichen Bankspieler.

Ken Gipson verlässt mit einem Jahr Verspätung auch RB Leipzig. Wie erwartet wurde es der SV Sandhausen, der ja bereits öffentlich Interesse angemeldet hatte. Auch das eine sinnige Wahl für den dynamischen Mann für die Außenbahn und den Außenverteidigerposten.

Auch bei der U19 geht der Ausverkauf derweil weiter. Paul Grauschopf verlässt RB Leipzig und wird nun beim FC Ingolstadt versuchen, den Schritt in den Profifußball zu schaffen. Allerdings ist Grauschopf erst mal in der U23 vorgesehen. So wie der Wechsel kommuniziert wurde, handelt es sich um einen fixen Wechsel und keine Leihe.

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