Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 1

Die Rückrunde ist zwar schon wieder losgegangen, aber es fehlen noch ein paar Worte zur Hinrunde. Und zwar vor allem in Zahlenform rund um die eingesetzten Spieler von RB Leipzig. Betrachtet werden nur die 17 Bundesligaspiele bis zur Winterpause. Teil 2 folgt dann demnächst.

Schon 22 Spieler hat Ralph Hasenhüttl in der Bundesliga auf das Feld geschickt. Das klingt erstmal viel. Allerdings kamen Kaiser, Compper, Mvogo und Schmitz in zusammen gerade mal reichlich knapp 400 Spielminuten zum Einsatz, sodass nur noch 18 Spieler übrig bleiben, davon 17 Feldspieler.

Federico Palacios, Fabio Coltorti und Philipp Köhn waren die drei Spieler, die gar nicht zum Einsatz kamen. Köhn und Coltorti schafften es in der Bundesliga noch nicht mal in den Spieltagskader. Auch die Nachwuchskräfte Nicolas Kühn und Elias Abouchabaka kamen nicht zum Einsatz oder zu einer Kadernominierung, waren im Hinrundenverlauf aber sowieso auch aus dem Profitraining genommen worden.

Insgesamt vier Spieler standen in allen 17 Hinrundenspielen im Kader. Darunter die beiden Torhüter Yvon Mvogo und Peter Gulacsi. Aber mit Konrad Laimer und Bruma auch zwei Spieler, die nicht unbedingt zu den Stammkräften gehörten. Denn zusammen mit Jean-Kevin Augustin waren sie die beiden einzigen unter den häufig eingesetzten Akteuren, die pro Spiel weniger als 60 Minuten Spielzeit hatten.

Mit Upamecano, Werner und Sabitzer haben jenseits von Keeper Gulacsi drei Stammkräfte des Teams mehr als 80 Minuten pro Spiel in der Bundesliga. Nicht ganz verwunderlich, dass Sabitzer hier mit 85 Minuten pro Einsatz die Feldspieler anführt. Schließlich ist er auch der einzige Akteur, der nie von der Bank kam, sondern immer in der Startelf stand, wenn er auch im Kader war. Insgesamt die höchsten Einsatzzeiten aller Feldspieler sammelten allerdings Timo Werner, Marcel Halstenberg und Diego Demme, da Sabitzer die letzten fünf Bundesligaspiele verletzt fehlte.

Wollte man sich aus den Einsatzzeiten ein Stammteam der Hinrunde bauen, dann käme man auf folgende Formation: Gulacsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg – Demme, Kampl – Sabitzer, Keita – Poulsen, Werner. Interessant, dass hier Forsberg fehlt, der nach seiner prägenden Rolle in der Vorsaison in der Hinrunde ein wenig in der Breite des Kaders verschwand, häufiger verletzt fehlte und ja auch den Rückrundenstart angeschlagen verpasste.

[Sp = Anzahl der Spiele; Min = Einsatzminuten; Min/Sp = Einsatzminuten pro Spiel; Min HR = Einsatzminuten bis zur Winterpause; Min/Sp HR = Einsatzminuten pro Spiel bis zur Winterpause]

Spieler SpMinMin/Sp
Peter Gulacsi16144090
Timo Werner15122782
Marcel Halstenberg15117879
Diego Demme16117674
Lukas Klostermann14111079
Dayot Upamecano13105781
Yussuf Poulsen15100567
Naby Keita1399276
Marcel Sabitzer1194085
Willi Orban1289475
Kevin Kampl1388968
Emil Forsberg1285371
Bruma1474253
Stefan Ilsanker1073073
Ibrahima Konate859474
Bernardo956262
Jean-Kevin Augustin1151046
Konrad Laimer1141438
Dominik Kaiser613122
Yvon Mvogo19090
Marvin Compper29045
Benno Schmitz18080
Fabio Coltorti000
Federico Palacios000

Toretechnisch fokussiert sich bisher in der Bundesliga bei RB Leipzig auch in dieser Hinrunde wieder vieles auf Timo Werner. Mit acht Toren führt er die teaminterne Liste an. Dahinter fehlt es an ein, zwei weiteren Spieler, die konstant Tore hinzufügen. Emil Forsberg ist in dieser Rolle komplett weggebrochen. Auch Sabitzer und Keita blieben da hinter den Leistungen der Hinrunde zurück.

In Sachen Torquote ist Jean-Kevin Augustin gar nicht soweit hinter Timo Werner zurück. Alle 170 Minuten trifft Augustin, Werner alle 153 Minuten. Augustin verwandelt jeden fünften Torschuss und ist damit sogar etwas effektiver als Werner, der 5,4 Schüsse pro Tor braucht. Letzte Saison war Werner mit einem Tor alle vier Schüsse nach der Hinrunde noch nicht von diesem Stern.

Positiv anzumerken, dass mit Orban und Halstenberg auch zwei Defensivspieler unter den Akteuren mit mindestens zwei Toren sind. Gerade Halstenbergs Leistungen in der Offensive haben sich in dieser Saison deutlich verbessert.

[Tore = Anzahl der Tore der Saison; Min/Tor = Minuten pro Tor gesamte Saison; Chance = Chancenverwertung (Tore/Torschüsse) Tore HR = Tore bis zur Winterpause; Min/Tor HR = Minuten pro Tor bis zur Winterpause]

Spieler ToreMin/TorChance
Timo Werner815318,6
Jean-Kevin Augustin317020,0
Yussuf Poulsen333515,0
Willi Orban244740,0
Marcel Sabitzer24706,0
Naby Keita24969,0
Marcel Halstenberg25898,0

Insgesamt acht Spieler bereiteten mindestens zwei Tore vor. Das ist eine ganz leicht breitere Basis als noch vor einem Jahr. Eingebrochen ist hier Emil Forsberg, der nur noch alle 284 Minuten ein Tor vorbereitet statt alle 120 Minuten wie in der Hinrunde der Vorsaison. Marcel Sabitzer ist ein Stück aufgeblüht und hat bereits fünf Vorlagen gesammelt. Jean-Kevin Augustin ist mit einer Vorlage alle 128 Minuten der effektivste Assistgeber. Diego Demme sollte man auf seiner tieferen Sechserposition mit seinen drei Torvorlagen auch nicht vergesen.

[Vorl = Anzahl der Vorlagen der Saison; Min/Vorl = Minuten pro Vorlage gesamte Saison; Vorl HR = Vorlagen bis zur Winterpause; Min/Vorl HR = Minuten pro Vorlage bis zur Winterpause]

Spieler VorlMin/Vorl
Marcel Sabitzer5188
Jean-Kevin Augustin4128
Emil Forsberg3284
Diego Demme3392
Timo Werner3409
Bruma2371
Kevin Kampl2445
Marcel Halstenberg2589

Bei den vorletzten Pässen rückt dann Kevin Kampl stärker in den Vordergrund. Bei direkten Toraktionen ist der Neuzugang eher nicht vertreten. Im Kreieren von Situationen, die dann in der Folge zu Toren führen, ist er offenbar schon stärker beteiligt. Nicht vergessen sollte man dabei auch, dass Kampl bei Forsberg-Abwesenheit auch Standard-Schütze ist.

Auch in dieser Statistik wieder Diego Demme relativ weit vorn dabei. Was noch mal seine Wichtigkeit nicht nur für die Defensive, sondern auch für Offensivabläufe belegt. Auch hier gilt, dass Emil Forsbergs Rolle deutlich eingeschrumpft ist.

[Vorvorl = Anzahl der vorletzten Pässe vor einem Tor in dieser Saison; Min/Vovorl = Minuten pro vorletztem Pass vor einem Tor in dieser Saison; Vorvorl HR = Anzahl der vorletzten Pässe vor einem Tor bis zur Winterpause; Min/Vorvorl HR = Minuten pro vorletztem Pass vor einem Tor bis zur Winterpause]

Spieler VorvorlMin/Vorvorl
Kevin Kampl4222
Emil Forsberg3284
Diego Demme3392
Stefan Ilsanker2365
Marcel Sabitzer2470
Naby Keita2496
Peter Gulacsi2720

Wenn man alle Beteiligungen an Toren zusammenrechnet (also Tore, Vorlagen, Vorvorlagen und sonstige Beteiligungen zuvor an einem zu einem Tor führenden Angriff), dann ist diese Saison bisher Marcel Sabitzer der überragende Akteur. An elf Toren war er in irgendeiner Form in der Hinrunde beteiligt. Alle 86 Minuten ergibt das aufgrund seiner geringen Spielzeit. Damit ist er auch besser als Timo Werner, der zwar auch an elf Toren beteiligt war, aber eben nur alle 112 Minuten.

Sehr interessant die Rolle von Diego Demme, der in dieser Saion etwas unter dem Radar läuft, aber trotz seiner recht tiefen Sechserrolle auch an zehn Toren beteiligt war (und das nicht nur mit torfernen Aktionen, wie die drei Vorlagen und drei Vorvorlagen oben belegen).

Emil Forsberg wurde derweil komplett eingenordet. Statt einer Beteiligung an einem Tor alle 51 Minuten wie in der letzten Hinrunde, kommt er jetzt nur noch alle 107 Minuten zum Zug. Auch Naby Keita ist weit von den Daten von vor einem Jahr entfernt.

Positiv fällt Marcel Halstenberg auf. In den Zahlen belegt sich seine deutlich veränderte Rolle im RB-Spiel sehr eindeutig. Langsam wird er mit starkem linken Fuß und gutem Positionsspiel auch offensiv zu dem Faktor, als den man ihn schon länger erwartet hätte. Etwas überraschend, dass Jean-Kevin Augustin der Spieler ist, dessen Torbeteiligungsquote besser als bei jedem anderen Spieler ist. Alle 73 Minuten eine Aktion mit Torfolge, das kann kein anderer RB-Akteur toppen.

[TB = Anzahl der Beteiligung am Torerfolg (Tore plus Assists plus Beteiligung an Torentstehung); Min/TB = Minuten pro Beteiligung an der Torentstehung; TB HR = Anzahl der Beteiligung am Torerfolg vor der Winterpause; Min/TB HR = Minuten pro Beteiligung an der Torentstehung vor der Winterpause]

Spieler TBMin/TB
Marcel Sabitzer1186
Timo Werner11112
Diego Demme10118
Emil Forsberg8107
Kevin Kampl8111
Marcel Halstenberg8147
Jean-Kevin Augustin773
Naby Keita7142
Yussuf Poulsen6168
Bruma5148

Größter Sünder im Team in Sachen gelbwürdige Vergehen ist bisher Stefan Ilsanker, der diesbezüglich gegenüber dem Vorjahr noch mal zugelegt hat. Naby Keita hat auch deutlich zugelegt und kassiert alle 248 Minuten eine Karte. Wobei er damit auf dem Niveau angekommen ist, auf dem vielleicht auch schon letzte Saison gelegen hätte, wenn die Schiedsrichter Keita konsequenter auf dem Zettel gehabt hätten. Upamecanos Quote ist für einen Innenverteidiger absolut ok. Orban kommt mit erstaunlich wenig gelben Karten aus, das war letzte Saison noch anders.

[Gelb = Anzahl der gelben Karten der Saison (gelb-rote Karten zählen als zwei gelbe Karten); Min/Gelb = Minuten pro gelber Karte gesamte Saison; Gelb HR = gelbe Karten bis zur Winterpause; Min/Gelb HR = Minuten pro gelber Karte bis zur Winterpause]

Spieler GelbMin/Gelb
Stefan Ilsanker4183
Naby Keita4248
Dayot Upamecano3352
Diego Demme3392
Marcel Halstenberg3393
Willi Orban2447

In der Foulstatistik hat Naby Keita Yussuf Poulsen abgelöst. 25 Fouls und ein Foul alle 40 Minuten stehen in seiner Bilanz, was allerdings für ihn praktisch identisch zur Hinrunde der Vorsaison ist. Poulsen hat sich von einem Foul alle 32 Minuten zu einem Foul alle 48 Minuten weiterentwickelt.

Meistgefoulter Spieler ist Diego Demme, der 35 Freistöße gekriegt hat, einen alle 34 Minuten. Auch das noch mal ein Beleg für seine zentrale Rolle. Demme ist damit auch der Spieler, der am häufigsten an Foulspielen beteiligt ist, nämlich an 58. Was bei Demme immer auffällt, ist dass er auch im Foulspiel nie brutal aussieht, sodass er relativ wenig gelbe Karten für seine manchmal auch deutlich taktisch geprägten Aktionen sieht.

Naby Keita seinerseits wurde nur leicht häufiger gefoult als dass er selber foulte. Aber der Unterschied ist marginal und in Sachen gefoult werden unterscheidet er sich von Augustin, Poulsen oder Demme nicht wirklich. Dafür wird er inzwischen deutlich häufiger gefoult als noch vor einem Jahr, worin sich auch ausdrückt, dass die Gegner eben darum wissen, welche Wichtigkeit Keita für das RB-Spiel hat.

Interessant vielleicht noch, dass Bernardo als einziger Spieler aus der Viererkette in Sachen Foulspiel sehr abfällt. Alle 43 Minuten ein Foul sind doppelt so viele wie Orban begeht und fast dreimal so viele wie bei Halstenberg oder Klostermann. Bernardo ist natürlich auch ein zweikampflastiger Typ, aber angesichts des Hasenhüttlschen Vorhabens, im eigenen Drittel möglichst wenige Standards zuzulassen, ist das wohl eher kontraproduktiv.

[Fouls pro Spieler bzw. Anzahl der Fouls gegen die Spieler. Mindestens 10 Fouls/ zehnmal gefoult worden oder mindestens 500 Einsatzminuten (außer Upamecano, weil der erst zur Winterpause kam).]

Spieler FMin/FGefMin/Gef
Naby Keita25402737
Diego Demme23513534
Yussuf Poulsen21482442
Stefan Ilsanker1841891
Timo Werner16771394
Kevin Kampl15598111
Bernardo13431056
Dayot Upamceano12888132
Willi Orban11811464
Jean-Kevin Augustin10511339
Emil Forsberg10851271
Marcel Halstenberg1011810118
Lukas Klostermann91236185
Ibrahima Konate7853198
Bruma71061357
Marcel Sabitzer71341852

Der Topzweikämpfer bleibt auch in dieser Saison Yussuf Poulsen. 38 Zweikämpfe pro 90 Minuten bei für einen Stürmer ganz guter Quote von knapp 50% sind wahnsinnig viel. Dass seine Foulquote trotzdem deutlich gesunken ist, ist dann in diesem Zusammenhang noch mal besonders bemerkenswert. Hinter Poulsen folgt gleich Keita, für den Zweikämpfe zu seiner Rolle als Balleroberer gehören. Danach folgen mit Konrad Laimer, Jean-Kevin Augustin und Bruma drei Neuzugänge, bei denen man vermuten könnte, dass die hohen Zahlen damit zu tun haben, dass sie in nicht ganz so hoher Spielzeit pro Spiel noch mal alles reinschmeißen. Laimer beispielsweise wurde sehr häufig eingewechselt und war dadurch automatisch in einer Rolle, in der Endphase einer Partie noch mal besonders gegenhalten zu müssen. Problematisch da schon eher seine Zweikampfquote von gerade mal 36%. Das ist auf der Sechserposition etwas arg wenig. Entsprechend vielleicht auch der Versuch auf der Rechtsverteidigerposition zuletzt nachvollziehbar, wo man mehr auch über Geschwindigkeit lösen kann.

Top 5 Anzahl der Zweikämpfe pro 90 Minuten (mindestens 300 Minuten Einsatzzeit)

  • Yussuf Poulsen: 38
  • Naby Keita: 31
  • Konrad Laimer: 30
  • Jean-Kevin Augustin: 28
  • Bruma: 25

Bester Zweikämpfer im Team ist Dayot Upamecano, der mit seiner Geschwindigkeit und seiner Physis viele Dinge löst, die andere Spieler nicht lösen können. Willi Orban macht es dabei fast ebenso gut und ist vor allem in der Luft eine Bank. Auch Ibrahima Konaté steht dem wenig nach, spielte aber vor allem in Spielen gegen schwächere Mannschaften. Am Ende der Liste steht derweil Jean-Kevin Augustin, dessen 34% Zweikampfquote für einen Stürmer nicht komplett verrückt, aber trotzdem ausbaufähig ist.

Top 5 gewonnene Zweikämpfe (mindestens 300 Minuten Einsatzzeit)

  • Dayot Upamecano: 64,1%
  • Willi Orban: 63,9%
  • Ibrahima Konate: 63,6%
  • Marcel Halstenberg: 59,0%
  • Bernardo: 57,3%
  • Jean-Kevin Augustin: 34,2%

Aus den Zahlen lassen sich wie immer schön die unterschiedlichen Rollen herauslesen. Werner bleibt der Abschlussstürmer der Vorsaison, Poulsen der Zweikampfstürmer. Demme ist weiter der Balancegeber, der offensiv deutlich mehr Einfluss hat, als man denken könnte. Bemerkenswert auch die deutlich schlechteren Zahlen bei der Offensivmaschine der Vorsaison Emil Forsberg, der eine Lücke hinterlassen hat, die nun ein Stückweit Marcel Sabitzer füllt.

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Datengrundlage: Bunte Mischung aus aufgearbeiteten Zahlen aus eigener Sammlung, bundesliga.de, transfermarkt.de und whoscored.com.

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Alte Zahlenrundumleuchten:

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Marcel Sabitzer überragte Timo Werner in der Hinrunde von RB Leipzig. | GEPA Pictures - Sven Sonntag
GEPA Pictures – Sven Sonntag

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4 Gedanken zu „Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2017 – Teil 1“

  1. Was für Zahlen mal wieder!!
    Belegen sie doch genau Spielweise und die Wichtigkeit von Spielern wieder, positiv wie negativ.
    Am interesantesten finde ich die Zahlen zu Jika. Für ihn war ja alles neu (Sprache, Land, Umfeld, Spielweise) und dann sein Alter, dann sind das sehr gute Werte, außer natürlich die Zweikampfquote. Ich kann die Kritik von Hasenhüttl nur bedingt nachvollziehen, vielleicht oder eher ist da was intern, was wir nicht wissen.

    Ich habe gestern die Rasenfunk Schlußkonferenz gehört und bei Leipzig gegen Schalke wurde eifrigst diskutiert, wieso Standardstärke bzw Standardschwäche. Und einer meinte, das es genau diese Zahlen im Netz nicht gibt. Sprich, wieviele Standard bekommt man wirklich die gefährlich sind. Also die kurzen Ecken müssten da raus, ebenso die Freistösse, die als Flanke ins Aus gehen usw. sprich nur die Flanken in den Strafraum. Nur dann kann man eben von Standardstärke/schwäche sprechen.

    Kennst Du als Meister der Zahlen etwas in der Form??
    (Ich hoffe, Du hast den Podcast auch gehört, weil ich es etwas umständlich formuliert habe) 😉

    1. Gibt bei Whoscored durchaus ein paar gute Statistiken zu Standards, aber keine perfekten. Hatte das beim Hertha-Spiel im Vorbericht ansatzweise, als ich gezeigt habe, dass Hertha nur wenige Standardabschlüsse hat, aber daraus viele Tore macht, also sehr effektiv ist und somit sehr gute Standards spielen muss (auf den Beweis mit zwei Standardgegentoren hätte ich gern verzichtet). Ganz genaue Zahlen über die Anzahl von Standards, die mit der Absicht einer Torerzielung in den Strafraum geschlagen werden, im Verhältnis zu daraus entstehenden Torabschlüssen und im Verhältnis zu daraus entstehenden Toren gibt es leider nicht. Das muss man sich so ein bisschen zusammenreimen. Problem ist vor allem, dass es noch halbwegs gute Zahlen zur Offensive gibt, aber keine zur Defensive. Da findet man zwar die Anzahl der Standardgegentore, aber nicht die Zahl der Abschlüsse nach Standards oder die Zahl der Standards für die Gegner. Das macht es ziemlich schwierig, beispielsweise bei RB zu analysieren, ob man ein gutes oder ein schlechtes Team beim Verteidigen von Standards ist. Offensiv ist man grob gesagt irgendwas bei Durchschnitt der Liga.

  2. Danke für die schnelle Antwort.
    Ja, ich kann mich an den Hertha-Blog erinnern.

    Aber Du bestätigst ja die Aussagen aus dem Podcast.
    Ist in der heutigen Zeit mit der Technik und dem Internetz ein (Un)Ding, das man diese Werte nicht veröffentlicht.
    Die Teams wissen das bestimmt.

    Also wissen wir stand heute immer noch nicht so richtig, ob wir eine Standardstärke/schwäche haben 😉

  3. Zu Augustin: Rein subjektiv schien er mir zum Anfang der Saison erheblich stärker als später. Womöglich zehren seine guten Werte noch von den ersten Spielen und womöglich ist dieses Nachlassen ja auch der Grund für Hasenhüttels Kritik.

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