Ansehnlicher Fußball im kleinen Tief

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei der TSG 1899 Hoffenheim (02.12.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick.]

Bereits der 14. Spieltag der Bundesliga. Letzte Saison kassierte RB an diesem Spieltag die erste Niederlage nach dem Aufstieg. In Ingolstadt. Mit der Fahrt nach Hoffenheim wartet nun gleichzeitig das Auswärtsspiel bei jenem Verein, bei dem man letzte Saison in das Abenteuer Bundesliga startete. Bei sommerlichen Temperaturen damals. Das zumindest wird diesmal bei Temperaturen um die null Grad ganz anders.

Nicht komplett anders stellt sich die TSG 1899 Hoffenheim in dieser Saison auf. Allerdings musste man in der Sommerpause Abgänge durchaus schmerzlichen Ausmaßes hinnehmen. Denn mit Sebastian Rudy und Niklas Süle verlor man zwei entscheidende Eckpfeiler und machte damit mit der Tatsache Bekanntschaft, dass man bei Erfolg in Deutschland die zentralen Erfolgsgaranten auch gern mal an die Bayern verliert.

Nicht völlig zu vernachlässigen auch die Abgänge von Pirmin Schwegler, Jeremy Toljan, Fabian Schär und Marco Terrazzino, auch wenn das Quartett letzte Saison in unterschiedlichem Ausmaß und aus unterschiedlichen Gründen nicht die ganz große Rolle bei der TSG spielte. Aber in der Breite hat man da (teilweise gegen gutes Geld) für die erste internationale Saison durchaus Qualität verloren.

Auf der anderen Seite hat man sich aber für die Breite auch wieder Qualität dazugeholt. Wobei die noch nicht in dem Umfang zum Tragen kommt, wie man sich das vermutlich vor der Saison gewünscht hat. Nordtveit war zwischendurch verletzt und ist insgesamt noch kein konstanter Leistungsträger. Gnabry ist aufgrund von Verletzungen fast noch gar kein Faktor, wenn man mal von der Vorbereitung des späten 1:1 im letzten Heimspiel gegen Frankfurt absieht. Nico Schulz ist der Typ ’stets bemüht‘. Zulj ist bisher noch gar nicht gesund gewesen, Passlack überhaupt noch nicht angekommen. Florian Grillitsch hat sich derweil immerhin zuletzt zu einem festen Bestandteil des Teams entwickelt.

Von den elf meisteingesetzten Spielern in dieser Saison ist lediglich ein Spieler ein Neuzugang. Und das ist mit Nico Schulz einer, der mit 18 von 22 Spielen und im Schnitt 62 Minuten Einsatzzeit in den 18 Einsätzen nun bei weitem auch nicht ganz oben in der Hierarchie angekommen ist. Wenn man dann noch hinzurechnet, dass mit Rudy und Süle die meisteingesetzten Feldspieler der Vorsaison gegangen sind, dann kann man sich leicht selber ausrechnen, dass der Kader nicht unbedingt stärker geworden ist.

Dafür muss man aber in dieser Saison die berühmte Dreifachbelastung stemmen. Bzw. ist es inzwischen wegen dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal nur noch eine Doppelbelastung. Und wegen dem Ausscheiden aus der Europa League ist es ab Januar nur noch die ganz normale Bundesligabelastung.

Unter den Bedingungen der Dreifachbelastung und angesichts vieler Ausfälle gerade in der Defensive ist das, was die TSG Hoffenheim bisher zumindest tabellarisch in der Bundesliga leistet, durchaus ordentlich. Wobei die jüngere Vergangenheit mit nur zwei Siegen aus wettbewerbsübergreifend zwölf Pflichtpielen durchaus unbefriedigend bleibt. Aber man spielte zuletzt beispielsweise verletzungsbedingt auch mit der Abwehrdreierkette Akpoguma (letzte Saison zweite Liga), Vogt und Posch (letzte Saison Regionalliga). Das ist bei allem Respekt ganz sicher keine Kette, die man zu den besseren Abwehrketten der Liga zählen würde. Will sagen, dass bei so einer Formation Verluste in der Qualität einfach einzurechnen sind.

Genau die Defensive gehört auch zu den Problemzonen der TSG in dieser Saison. Zwar sind 18 Gegentore noch halbwegs in Ordnung. Aber mit Köln und Freiburg haben bisher in dieser Saison auch nur zwei Teams weniger Torchancen zugelassen als Hoffenheim. Das kann dann auch die Offensive, die immerhin weiterhin irgendwo zu den Top6 der Liga gehört, auch nicht so recht auffangen.

In der Balance zwischen Offensive und Defensive gehört man entsprechend ’nur‘ zum besseren Teil der unteren Tabellenhälfte der Liga. In der Europa League ging man in sieben Spielen nie ohne Gegentor vom Platz. Insgesamt kassierte man dort 15 Treffer, mehr als zwei im Schnitt. Wenn dann da die Offensive dem nicht Wunderdinge entgegensetzt (oder die vorhandenen Chancen nicht macht), dann scheidet man eben schnell mal aus der Europa League aus.

Etwas überraschend vielleicht, dass Hoffenheim trotz Dreifachbelastung am Laufaufwand keine Abstriche macht. Man gehört derzeit zu den Teams der Liga mit den höchsten Laufwerten. Lediglich im Sprintbereich ist man nur ein Durchschnittsteam. Während man bei RB Leipzig den Laufaufwand im Vergleich zur Vorsaison ungefähr konstant hielt bzw. nur leicht steigerte, läuft man in Hoffenheim wesentlich mehr. Das dürfte auch mit entsprechenden Spielverläufen zu tun haben, ist aber bei nun schon 22 Pflichtspielen ein eher ungünstiges Szenario, das nicht unbedingt zu Frische und konstanten Höchstleistungen beiträgt. Dass man also zuletzt einen eher müden Herbst erlebte, ist durchaus nachvollziehbar.

In der Bundesliga steht man mit Platz 7 und 20 Punkten und mitten im Kampf um einen erneuten Platz in einem europäischen Wettbewerb aber weiterhin sehr gut da. Entsprechend ist das Krisengefühl, das nach dem 0:3 in Hamburg rund um die TSG aufgekommen ist, auch eher ein Gefühl, das auf dem Trend und nicht auf den Fakten von insgesamt 13 Spieltagen beruht.

Man ruft dabei auch ein bisschen die Mentalitätsfrage auf. Nicht gierig genug sei die Mannschaft auf neue Erfolge. Das ist meist ein sehr schlichter Reflex. Was vom Augenschein des Hoffenheimer Auftretens bleibt, ist aber das Gefühl, dass man weiter ein gut kickendes Fußballteam ist, dem aber in den entscheidenden Situationen offensiv die Durchschlagskraft oder der letzte Pass oder der Abschluss fehlt und das defensiv nicht sehr stabil (Stichwort Ausfälle in der Abwehrkette) agiert. In Hamburg zerschellte man mit dem Versuch, ein bisschen Fußball zu spielen, ein wenig an der körperlichen Robustheit der Gastgeber, hatte aber sehr gute Aktionen, wenn man mal in die Gelegenheit kam, aus dem Mittelfeld heraus Geschwindigkeit in die Tiefe aufzunehmen.

Dabei ist die Offensivabteilung weiterhin sehr gut besetzt. Wagner bleibt die eher brachiale Option in der Mitte. Daneben sorgen Uth (bester Torschütze der TSG) und der vor dem Tor glücklose Kramaric für Gefahr. Demirbay hat von seiner Eleganz nichts verloren, auch wenn es manchmal nicht zielstrebig genug ist, was er spielt. Über Serge Gnabrys Klasse braucht man nicht reden, wenn er denn fit ist. Nadiem Amiri hat auch ein feines Füßchen, spielt aber weiter nicht auf konstant hohem Niveau. Und mit Dennis Geiger hat man in der Mittelfeldzentrale und in der Verbindung in die Offensive einen jungen Mann mit sehr viel Selbstvertrauen, der schon gezeigt hat, dass ganz er viel Perspektive im Profifußball hat.

Die TSG Hoffenheim hat also weiterhin ein gutes bis sehr gutes Bundesligateam beisammen, bei dem noch nicht alles Klick gemacht hat und dessen Entwicklung durch Verletzungen und Dreifachbelastung ein wenig erschwert wurde. Gelöst werden die Dinge weiterhin meist aus dem Ballbesitz heraus. Der lange Ball ist eher verpönt, wird aber durchaus genutzt, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

So wie beim HSV, der mit drei Leuten vorn die Dreierkette zustellte, sodass Hoffenheim meist auf lange Bälle setzen musste und sich damit gegen die robuste Defensive des HSV sehr schwer tat. Wird interessant, ob RB die Kette der TSG auch mit drei Leuten anläuft. Ganz fehlerfrei ist Hoffenheim im Spielaufbau nicht. Sowohl gegen Frankfurt als auch in Hamburg kassierte man die Tore nach Fehlern im Spielaufbau tief in der eigenen Hälfte.

Im Zusammenhang mit dem Fokus auf Spielaufbau bei der TSG steht auch, dass man kaum aus dem Umschaltspiel heraus gefährlich wird. Man hat noch hinter den Bayern die wenigsten abgefangenen Bälle aller Bundesligisten. Aus Kontern heraus erarbeitet sich nur Hertha weniger Torschüsse als Hoffenheim. Heißt im Umkehrschluss auch, dass die TSG direkt hinter RB Leipzig auf Platz 4 liegt, wenn es um erarbeitete Abschlüsse aus dem normalen Spiel heraus geht. Was dann wiederum für ihre spielerischen Qualitäten spricht. Wobei viele Torabschlüsse auch aus eher ungefährlichen Positionen geschehen. Sprich, man tut sich schwer, sich in den Strafraum zu kombinieren und dort abzuschließen. Bei keinem Team der Liga laufen dabei mehr Angriffe über die Mitte als bei der TSG.

Man erwischt die Hoffenheimer derzeit sicher nicht in der besten Phase, die sie unter Nagelsmann je hatten. Vielmehr steckt das recht junge Team mit viel Potenzial in einem kleinen Tief, das vielleicht angesichts der Abgänge im Sommer und des Pensums, das man nun seit mehr als drei Monaten absolviert, auch nicht ganz verwunderlich ist.

Vieles an Abläufen klappte zuletzt nicht mehr so, wie es sollte. Unter der Woche hatten Nagelsmann und sein Team aber mal wieder Zeit, intensiv am eigenen Spiel zu arbeiten. Und auf die Europa League nächste Woche muss man nach dem vorzeitigen Ausscheiden keine Rücksicht bei der Aufstellung für das RB-Spiel mehr nehmen. Das heißt, dass man sämtliche Energie und eine gute Vorbereitung mit in das Spiel gegen Leipzig nehmen kann, um ein Erfolgserlebnis zu feiern. Dürfte nicht so richtig einfach werden, ein Team zu bespielen, das durch seinen guten Trainer einen guten Plan mit und gegen den Ball entwickelt haben wird.

Aber auch bei RB Leipzig hatte man unter der Woche mal wieder ungewöhnlich viel Zeit (bzw. das erste Mal seit Saisonbeginn mit dem kompletten Kader Zeit), sich auf den kommenden Gegner vorzubereiten. Allerdings wird man bei der Aufstellung für das Hoffenheim-Spiel sicherlich auch schon das Besiktas-Spiel am Mittwoch zumindest in Ansätzen mitdenken. Extrem viele Varianten bei der Aufstellung wird es in Abwesenheit von Marcel Sabitzer aber auch nicht geben.

Auf Hoffenheimer Seite ist dagegen noch einiges unklar. Sicher ist, dass Abwehrchef Kevin Vogt gesperrt ausfällt, was das Puzzle in der Defensive nicht einfacher macht. Der Stand der Dinge bei den zuletzt verletzten Bicakcic, Hübner und Kaderabek ist noch ein wenig unklar. Gerade die ersten beiden sind noch nicht bei 100%. Wagner und Gnabry sind beide angeschlagen und entsprechend auch fraglich. Von daher ist die Prognose einer Startformation für Samstag derzeit auch pures Rätselraten.

Mögliche Aufstellungen:

  • TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Akpoguma (Kaderabek), Bicakcic (Hübner), Posch – Zuber (Kaderabek),Grillitsch, Schulz – Demirbay, Gnabry (Geiger, Amiri) – Uth, Wagner (Kramaric)
  • RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann (Bernardo), Orban, Upamecano, Halstenberg – Demme (Kampl), Keita – Kampl (Bruma), Forsberg – Poulsen (Augustin), Werner

Fazit: Siebter gegen Zweiter. Das geht durchaus als kleines Topduell durch. Zumal Hoffenheim weiter über eine Mannschaft verfügt, die einen ansehnlichen Fußball spielen kann. Zuletzt machte man aber defensiv zu viele Fehler und war offensiv nicht effektiv genug. Stellt man das gegen RB Leipzig nicht ab, wird es schwer für die Gastgeber. Hat man sich die Woche über aber einen guten Plan erarbeitet, wird es schwer für die Gäste, die erhofften ein bis drei Punkte mitzunehmen.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig bei der TSG 1899 Hoffenheim nicht vor Ort verfolgen kann und am 02.12.2017, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. TSG 1899 Hoffenheim

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Ralph Hasenhüttl. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel von RB Leipzig gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick.

12.19

So, der 14. Spieltag steht an. Das große El Plastico wartet. Auf Seiten der Heimfans wird die Partie angesichts eines ausverkauften Stadions mit großer Vorfreude erwartet. Auf Gästeseite gibt es erwartungsgemäß noch Tickets an der Tageskasse. Ausverkauft wird der Gästeblock bei Temperaturen um die null Grad sicherlich nicht sein.

12.20

Hoffenheim wird gerade eine Krise angedichtet. Angesichts des Kaders und der Dreifachbelastung steht man allerdings als Siebter absolut gut da. Da gibt es eigentlich wenig zu meckern. Aber die Erwartungshaltung ist nach dem vierten Platz letzte Saison offenbar doch um einiges gestiegen.

12.29

Egal ob Krise oder nicht. Fakt ist, dass man in Hoffenheim nach dem 0:3 in Hamburg noch mal besonders motiviert ist, drei Punkte einzufahren. Wobei man in Abwesenheit von Vogt und vielleicht auch Wagner und Gnabry ein ordentliches Personalpuzzle lösen muss.

12.30

Sportdirektor Ralf Rangnick heute mit auf dem Podium zur PK.

12.34

Ralf Rangnick zu seiner Vertragsverlängerung: Zwei, drei Monate in Gesprächen gewesen. Oliver Mintzlaff wollte jetzt schon verlängern. Ging um „Planungssicherheit“. „Fühle mich pudelwohl hier.“ Super Zusammenarbeit mit Ralph Hasenhüttl. „Noch keine Streitgespräche, sondern harmonische Zusammenarbeit.“ „War für mich klar hierzubleiben“ und den gemeinsamen Weg weiterzugehen.

Ziele bis 2021? „Zuerst mal in Hoffenheim gewinnen.“ Dann so weiterentwickeln wie bisher. Außergewöhnliche Entwicklung. Junge Mannschaft steht für noch mehr Potenzial und Klasse. Durch die Blume steht das internationale Geschäft als Saisonziel.

12.39

Rangnick: „Erfolg weckt Begehrlichkeiten.“ Ist aber besser als ohne Erfolg keine Begehrlichkeiten zu wecken. Spieler wissen, dass es innerhalb der Bundesliga nicht so viele Möglichkeiten gibt, sich zu verbessern. „Glaube nicht, dass sie sich mit anderen Vereinen beschäftigen.“ Gehe aber auch immer ums Geld. Deswegen auch der Versuch, Verträge zu verlängern. „Glaube nicht, dass wir allzu viel machen müssen nächsten Sommer“ in Sachen Neuzugängen. Ungefähr so wie diesen Sommer.

Rangnick über Hasenhüttl: Irgendwas mit Klavier und gutem Sportler und Golfer. „Einer der fittesten Trainer der Bundesliga.“ „Toller Mensch als Trainer.“ Super erfolgreich. Will ihn noch ein paar Jahre hier haben. Bei Vertragsverhandlungen kein Zeitdruck. „Wegen mir würde ich heute verlängern, aber verstehe auch, dass noch Spiele sind. Winter bietet genug Zeit, um sich zusammenzusetzen.“

12.43

Rangnick: Werner wird nicht abgegeben, auch nicht an Real, auch nicht nächsten Sommer. Man verhandelt mit dem Berater über eine Vertragsverlängerung.

Hasenhüttl: „Bis 2019 Vertrag. Abgeschlossen, um mich bei einem perfekten Verein weiterzuentwickeln. Noch nie bereut, hierher gekommen zu sein. Trainergeschäft ist kurzlebig. Habe noch nicht mal die Hälfte meines Vertrags hinter mir. Haben uns verständigt, uns im Winter zusammenzusetzen. Der dauert bis März.“ Erst mal gucken, ob man auch über die Saison konstant erfolgreich ist. Hasenhüttl will sich erstmal beweisen, bevor er seinen Vertrag verlängert.

Hasenhüttl als Bayern-Trainer: „Glaube nicht, dass ich ein Kandidat sein kann. Bayern kann sich jeden Trainer der Welt holen mit viel Erfahrung und Titeln. Erfahrung ist essenziell.“ Sieht sich aktuell nicht auf einem Level, auf dem er Bayern-Trainer werden kann. Entwicklung dauert noch ein paar Jahre, bis das so weit sei. Deswegen für Hasenhüttl Bayern kein Thema.

12.47

Rangnick: Erzählt noch mal, dass es nicht einfach war, Hasenhüttl aus Ingolstadt wegzulocken und er im ersten Anlauf für die zweite Liga scheiterte. „Gehe davon aus, dass unsere Gespräche diesen Winter konstruktiv und harmonisch laufen.“ Trainer kriegt seine Zeit, sich zu entscheiden. Reicht auch bis Saisonende. „An der gegenseitigen Wertschätzung werden die Verhandlungen nichts ändern.“

Rangnick: Wunsch auch des Sponsors, dass Hasenhüttl verlängert. Grundsätzlich spielt das bei Entscheidungen aber keine Rolle. Mateschitz derzeit zufrieden.

12.49

Rangnick: Sieht nicht die große Signalwirkung für die Spieler in seiner eigenen Vertragsverlängerung. Ging eher darum, auch nach außen und möglichen Neuzugängen zu demonstrieren, dass der Weg des Vereins so weitergeht wie zuletzt. Spieler, die schon da sind, wissen ganz gut um die Langfristigkeit von RB Leipzigs Planungen.

Hasenhüttl: Wichtig für meine Entscheidung, zu wissen, wer künftig Sportdirektor ist und mit wem man zusammenarbeitet. Gibt nichts besseres als mit Rangnick zusammenzuarbeiten, weil immer der Sport im Mittelpunkt steht. „Harmonische Zusammenarbeit.“

12.53

Rangnick zur Nachwuchsarbeit: „Als wir 2012 angefangen haben, war außer der U17 keine Mannschaft in der höchsten Spielklasse. In den zwei Jahren danach sind die Mannschaften in den oberen Spielklassen angekommen.“ Spielen überall oben mit. „Entscheidend ist aber, ob wir es in den nächsten Jahren schaffen, eigene Spieler bei den Profis einzubauen.“ Aber Niveau der Profis macht es nicht einfach. „Haben wir nicht exklusiv das Problem.“ Bayern und andere Bundesligisten auch mit den Problemen. „Müssen noch ein paar Dinge verfeinern und umentscheiden.“ Auch in Bezug darauf, in welchem Alter man Talente holt und von wo. Kampf um Toptalente wird immer früher stattfinden.

12.56

Ralph Hasenhüttl zur Personalsituation beim Hoffenheim-Spiel: Alle an Bord bis auf Sabitzer. Noch unklar, wie lange es bei ihm dauert. Ilsanker die ganze Woche im Training. Kein Thema für die Startelf, aber für den Kader. Orban mit kleineren Oberschenkelproblemen, aber gestern mittrainiert. Mittwoch intensiv trainiert. „Hoffenheim wird uns alles abverlangen. Erwarte das schwerstmögliche Spiel. Darauf wollen wir uns vorbereiten.“

Hasenhüttl: Ob Gnabry und Wagner ausfallen, ist noch unklar. „Sie kämpfen in Hoffenheim ein bisschen mit Verletzungen. Da hatten wir ein bisschen mehr Glück.“ Egal wer aufläuft, hat Hoffenheim viel Qualität. Nagelsmann mit „sehr gutem Job“ trotz Dreifachbelastung. „Ändern oft ihre Grundordnung und reagieren auf Situationen. Wird sicher auch für uns Trainer ein intensives Spiel.“

13.00

Hasenhüttl will nicht rechnen, was man bis zur Winterpause noch holen kann. Auch noch nicht über Besiktas nachgedacht.

Hasenhüttl mit Erinnerungen ans erste Spiel in der Bundesliga in Hoffenheim und die schlimme Startphase, als man zehn Minuten lang von der Geschwindigkeit Hoffenheims überfordert war. „Erwarte diesmal wieder ein laufintensives Spiel.“

Hasenhüttl zu Poulsen: „Ist für unser Spiel ein wichtiges Element.“ Robustheit bringt ein anderes Element ein. „Bin mit seiner Entwicklung sehr zufrieden. Wichtige Komponente in unserem Spiel.“

13.03

Irgendwas mit WM, Deutschland und Timo Werner. Mehr dazu drüben bei deutschebrauseblogger.de. Oder so.

Hasenhüttl: „Hoffenheim hat Süle und Rudy verloren. Wir konnten den Kader zusammenhalten und uns verstärken.“ Sieht nicht so große Unterschiede im sportlichen Abschneiden zwischen Hoffenheim und Leipzig.

Besiktas-Spiel am Mittwoch hat keinen Einfluss auf die Hoffenheim-Aufstellung.

13.09

Ralf Rangnick zu Augsburgs Klaus Hofmann: Will nicht antworten, weil er schließlich nicht für die Mitgliederbetreuung zuständig ist, sondern Mintzlaff.

Rangnick eher zufrieden mit der bisherigen Champions-League-Saison. Schade, dass man es nicht mehr selbst in der Hand hat. „Wir müssen gewinnen und alles andere hängt vom Ausgang des Porto-Spiels ab. Ärgerlich wäre, wenn Porto Unentschieden spielt und wir auch.“ Aber erstmal ist Hoffenheim wichtig.

Rangnick: Ob es andere Anfragen gab, sagt er nicht. „Spielt keine Rolle für mich“, weil ich mich hier sehr wohlfühle

Rangnick: Financial Fairplay wird eingehalten. Schränkt den Verein ein wenig ein, weil man von den letzten fünf Jahren drei in der Unterklassigkeit verbracht hat. Bei Vertragsgesprächen genau geguckt, was der künftige finanzielle Spielraum ist und wie man Spieler verlängern kann. Man will den bisherigen Weg konsequent weitergehen.

13.12

Das war es von hier. Etwas länger, etwas mehr abseits des Spiels. Viel gegenseitige Wertschätzung zwischen Rangnick und Hasenhüttl. Viel alles prima und so weitermachen. Interessant vielleicht, dass sich Rangnick bei den Vertragsverhandlungen intensiv hat vorrechnen lassen, was er in den nächsten Jahren für Geld haben könnte und ob das reicht wenigstens ein paar seiner Lieblinge auch langfristig zu halten. Wird man dann wohl schon bei Sabitzer sehen, wie viel Geld Rangnick seinem Chef aus dem Kreuz leiern konnte.

13.13

Um Geld geht es morgen in Hoffenheim in erster Linie nicht, sondern um drei Punkte. Mal sehen, wer sich wie viele davon sichern kann. Viel Spaß mit dem Spiel und ein schönes Wochenende allerseits.

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