Bundesliga: RB Leipzig vs. Werder Bremen 2:0

13. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig empfing mit Werder Bremen ein Team, das tief im Abstiegskampf steckt. Allerdings präsentierten sich die Gäste überhaupt nicht wie ein Absteiger, sondern als spielstarkes Team, das vor allem aufgrund mangelnder Abschlussstärke mit 0:2 verlor.

Ralph Hasenhüttl standen für die Partie die unter der Woche noch fraglichen, angeschlagenen Spieler zur Verfügung. Weswegen er auf Wechsel in der Formation verzichtete. Lediglich Marcel Sabitzer musste wegen seiner Schulterverletzung passen. Diego Demme kam für ihn in die Partie, wodurch Kevin Kampl eine Position nach vorn auf die Zehn rutschte. Damit spielte jene Formation, die auch in Monaco nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Sabitzer in der ersten Halbzeit auf dem Platz gestanden hatte. Organisiert das ganze wie immer im 4-2-2-2.

Bremen überraschte auf der anderen Seite mit der Rückkehr zur Fünferkette. Lamine Sane rückte für den kurzfristig verletzten Zlatko Junuzovic ins Team und spielte in der Abwehrzentrale. Wobei die Fünferkette eher eine Dreierkette war, weil die beiden Außenverteidiger Gebre Selassie und vor allem Augustinsson sehr offensive Rollen bekleideten. Das ganze ergab real irgendwas bei einem 3-3-3-1 oder 3-3-2-2. Mit einem Eggestein, der in der Mittelfeldzentrale ein Stück vor Bargfrede agierte. Und einem Bartels, der irgendwas zwischen Rechtsaußen und zweitem Stürmer spielte. Wie man es unter Kohfeldt schon aus den letzten beiden Spielen kennt, ist das ganze aber sowieso recht flexibel angelegt, sodass ein Mittelfeldmann wie Eggestein auch immer mal höher agieren kann als ein Stürmer Kruse.

Man hätte angesichts der Aufstellung vermuten können, dass Werder mit einem reinen Defensivkonzept nach Leipzig reist. Aber dem war nicht wirklich so. Denn in der ersten Viertelstunde verteidigte Werder zwar gut und mit weniger Ballbesitz, aber man war trotzdem das etwas bessere Team, weil man mit dem Ball gefälliger und zielstrebiger spielte und immer wieder gute Räume zum bespielen fand. RB auf der anderen Seite fand nur schwer ins Spiel und agierte zumeist in ungefährlichen Zonen und ohne Durchschlagskraft und hatte bei vielen 50:50-Bällen auch das Pech, dass sie meist zum Gegner und nicht zum Mitspieler sprangen.

Erst nach 15 Minuten begann sich bei RB-Ballbesitz so etwas wie Gefahr zu entwickeln. Demme wird in Werner-Manier im Strafraum steil geschickt und prüft erstmals Gäste-Keeper Pavlenka aus spitzem Winkel. Halstenberg schießt aufs Tor und Orban lenkt den Ball aus Abseitsposition in die Kiste. Werner rutscht wie viele andere Spieler auch immer wieder auf rutschigem Untergrund weg, als er von Forsberg perfekt freigespielt wurde.

Nach einer halben Stunde fällt dann doch die Führung für RB Leipzig. Delaney spitzelt einen Forsberg-Pass vor Werner weg, allerdings nur in den Lauf von Keita. Und der Mittelfeldmann macht es mit links ganz passgenau und schiebt den Ball von der Strafraumgrenze an den linken Innenpfosten.

Auch Halstenberg mit dem Kopf und Kampl mit Fernschuss haben in der ersten Halbzeit noch mal Gelegenheiten, ein Tor zu erzielen. Aber es bleibt beim 1:0, das aufgrund der Chancenverteilung durchaus verdient ist. Fußballerisch agieren die Gäste aber mindestens auf Augenhöhe und kombinieren sich immer wieder aus Drucksituationen heraus und kommen in der RB-Hälfte in Situationen, in denen sie Räume bespielen können.

Doch der letzte Zug zum Tor fehlt. Bartels kommt einmal frei zum Abschluss an der Strafraumgrenze, schießt aber eher deutlich links vorbei. In zwei, drei anderen Situationen wird er noch von Upamecano entscheidend gestört. Es war durchaus ansehnlich, was Werder in Leipzig spielte und wie Bartels und Kruse in der Offensive die RB-Hintermannschaft immer wieder mit guten Aktionen beschäftigten. Aber es fehlte an der letzten Durchschlagskraft und daran, die letzte Kette von RB auch zu durchbrechen.

Harter Kampf für RB Leipzig, um die Bemühungen des SV Werder Bremen zu stoppen. | GEPA Pictures - Roger Petzsche

In der zweiten Halbzeit wird aus einer guten Bremer Partie auch noch eine dominante Bremer Partie, in der man sogar mehr Ballbesitz als die Gastgeber hat. Von RB kommt in dieser zweiten Hälfte offensiv lange gar nichts. Vielmehr verlegt man sich nun komplett aufs Verteidigen. Im 4-2-2-2 mit dem Sechseck vor der Viererkette spielt man nun so, wie man es aus der Vorsaison gegen viele favorisierte Ballbesitzteams noch kennt. Spielfeld in Ballnähe eng machen. Immer mal an bestimmten Stellen ins Pressing gehen und versuchen, den Ballbesitz des Gegners konsequent zu verteidigen und in Ballgewinne umzumünzen, aus denen man dann ins Umkehrspiel schalten kann. Nur dass das mit den Ballgewinnen und vor allem dem Umkehrspiel lange nicht so wirklich funktionieren will, weil wie in der ersten Halbzeit viele technische Fehler den Fluss in entscheidenden Momenten stören.

Aber man verteidigt immerhin weitgehend und vor allem in der letzten Reihe gut.  Die Innenverteidiger Orban und Upamecano räumen extrem viel ab und schlagen alles aus dem Strafraum, was da an Flanken und Pässen in den Sechszehner gespielt wird. Trotzdem kommt Werder mit ansehnlichem Passspiel immer wieder mal durch. Kruse hat direkt nach der Pause in perfekter Position Pech mit der Ballkontrolle, sodass Gulacsi zuerst am Ball ist. Upamecano köpft einen Standard fast ins eigene Tor. Und Bartels scheiterte mit einem Fallrückzieher in der 58. Minute am gut reagierenden Gulacsi.

Das war es dann aber erstmal mit Offensivgefahr. RB Leipzig verteidigte weiter den Vorsprung in den entscheidenden Zonen sehr gut, war aber weiter weniger gut im Umschalten auf Offensive. Bremen kam mit seinem Ballbesitz angesichts des dichten Verteidigens von Leipzig an seine Grenzen. Das änderte sich erst wieder nach 70 Minuten. Da stand Kruse im Strafraum plötzlich in sehr guter Schussposition bereit. Sein Abschluss aus 14 Metern geriet aber zu schwach, um Gulacsi in größere Not zu bringen. Da musste der Keeper sich nach 75 Minuten schon mehr anstrengen, als mal wieder Bartels (am Ende fünf Torschüsse) von halbrechts abzog und Gulacsi sich mal in die Luft legen musste, um den Schuss abzuwehren.

Das Spiel wurde nun offener, Bremen löste die Dreierkette auf und ging auf volle Offensive. Sodass auch die Räume für RB in der Offensive noch größer wurden. Poulsen vergab eine Konterchance und die Entscheidung nach 78 Minuten noch knapp, als ein Ball von halblinks den falschen Effekt hat und sich rechts am Pfosten vorbeidreht, statt auf der anderen Seite des Pfostens ins Tor hinein. Bernardo macht es drei Minuten vor dem Ende schließlich besser und versenkt nach zu kurz abgewehrter Ecke mit links aus 18 Metern. Erstaunlich dabei, dass er 30 Sekunden zuvor praktisch an selber Stelle auch schon nach Ecke abschließen durfte, da aber Pavlenka noch abwehren konnte. Zweimal einen Spieler so frei im Rückraum nach Standard abschließen lassen, das war defensivtaktisch etwas erstaunlich.

Der Rest wurde dann so runtergespielt, weil die Partie entschieden war. Werder Bremen hatte es in einer ausgeglichenen Partie verpasst, in der zweiten Halbzeit eine der vorhandenen Chancen in ein Tor zu verwandeln und fuhr deswegen ohne Punkte nach Hause. RB Leipzig kam mit viel und meist guter Defensivarbeit trotz schwachem Offensivspiel in der zweiten Halbzeit zu drei Punkten gegen einen Gegner, der überhaupt nicht so spielte, als stünde er tabellarisch mit dem Rücken zur Wand. Vielmehr präsentierte man sich sehr ballsicher und fußballerisch stark, hatte allerdings auch immer mal Ballverluste in neuralgischen Zonen, die von RB Leipzig an anderen Tagen vielleicht auch stärker bestraft worden wären.

Fazit: Gewonnen hat das Team, das aus den eigenen Chancen mehr machte. In der ersten Halbzeit war RB das gefährlichere Team und führte durchaus verdient mit 1:0. In der zweiten Halbzeit war Werder lange das gefährlichere Team, verpasste aber den Ausgleich. Fußballerisch war Bremen in der ersten Halbzeit mit RB auf Augenhöhe, in der zweiten Halbzeit spielte man sogar dominant aus dem Ballbesitz heraus, wobei es gegen gut und meist konsequent verteidigende Gastgeber an offensiver Durchschlagskraft mangelte. Am Ende war der RB-Sieg sicherlich nicht unverdient und spiegelte die höhere Abschlussqualität wider, über ein Unentschieden hätte sich aber auch niemand beschweren dürfen.

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Randbemerkung 1: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig nach 13 Spielen mit sieben Punkten weniger (33 Punkte holte man letzte Saison in den ersten 13 Spielen, was für ein Wahnsinn war das denn?). Gegen dieselben Gegner wie 2016/2017 holte man in dieser Saison bisher drei Punkte mehr wie im Vorjahr (wenn man die Aufsteiger Stuttgart und Hannover gegen die Absteiger Darmstadt und Ingolstadt tauscht).

Randbemerkung 2: Wieder zurück auf Platz 2. Je nachdem wie Hoffenheim heute spielt zwischen drei und fünf Punkten Vorsprung auf Platz 4. Sechs Punkte Vorsprung auf Platz 7. Nur drei Puntke Rückstand auf Platz 1. Wenn man die der Qualität der Mannschaft angemessene Zielsetzung Top6 als Maßstab nimmt, dann ist RB schon wieder sehr gut dabei. Aber die Bundesliga ist diese Saison in der vorderen Hälfte auch extrem eng. Sieben Punkte Vorsprung sind es derzeit für RB auf Platz 10. Das ist nach 13. Spielen nicht arg viel Differenz zwischen den Plätzen 2 und 10. Mit Schalke, Dortmund, Gladbach, Leverkusen und Hoffenheim hat man zusammen mit  Leipzig und den sowieso gesetzten Bayern im engeren Kern sieben Mannschaften, die um einen der vier Champions-League-Plätze bzw. um einen Platz unter den ersten sechs konkurrieren. Das könnte noch ein ordentliches Hauen und Stechen geben diese Saison.

Randbemerkung 3: Gegen Stuttgart und Hannover hatte RB Leipzig nach Champions-League-Spielen schon Arbeitssiege errungen. Aber eher mit kontrolliertem, verwaltendem Fußball. Dass das gegen Bremen eine wesentlich offenere Partie war (was auch daran lag, dass sich Bremen nicht wie Hannover oder vor allem Stuttgart in der Defensive verschanzten, sondern sich in aktivem Fußball versuchten), in der es viel hoch und runter ging, zeigt sich auch in den Laufwerten. Jeweils über 120 km sind deutlich über Bundesligaschnitt und auch weit über dem Schnitt der beiden Teams. Auch im höheren Geschwindigkeitsbereich wurde viel in das Spiel geworfen. Wenn man bedenkt, dass da bei RB jenes Team auf dem Platz stand, das auch in Monaco spielte, ist das durchaus beeindruckend. Wobei man manch einem auch deutlich anmerkte, dass er platt war. Aber man kämpfte es dann doch über die Ziellinie.

Randbemerkung 4: Dass es hoch und runter ging, sieht man auch an 8:8 Eckbällen. Ein beidseits sehr hoher Wert, der anzeigt, dass beide Mannschaften oft bis an und in den gegnerischen Strafraum kamen.

Randbemerkung 5: RB Leipzig diese Saison ja oft spieltaktisch als Spitzenmannschaft unterwegs. Sprich, man hat viel den Ball und versucht den Gegner zu bespielen, während die Kontrahenten auf Umschaltmomente warten. Ergibt dann oft wenig Ballbesitz für die Gegner und eine geringe Passquote. Bei Werder Bremen war das eher nicht der Fall. Ballbesitzmäßig war Werder über 90 Minuten mit 47% nur leicht hintendran. Und die Passquote entsprach mit etwas über 80% auch eher einem Team, das aus dem Ballbesitz heraus versucht, Fußball zu spielen und nicht nur den langen Ball in die Spitze spielt. Für ein Team tief im Abstiegskampf eine fußballerisch sehr reife Leistung und für ein Auswärtsspiel beim Dritten (vor dem Spieltag) interessante Zahlen.

Randbemerkung 6: Das erste Bundesligator für Bernardo. Einer, der als Außenverteidiger nicht unbedingt für seine offensiven Qualitäten bekannt ist. Doch wenn man jemanden mit seinem starken linken Fuß gleich dreimal binnen zwei Minuten von der Strafraumkante schießen lässt, dann klingelt es dann eben auch mal. Seine Freude über diesen ersten Treffer im RB-Trikot war dann durchaus hübsch mit anzusehen.

Randbemerkung 7: Reichlich 40.000 Zuschauer nur bei diesem Bundesligaspiel gegen Werder. ‚Nur‘ auch deswegen, weil auch im Heimbereich viele Bremer unterwegs waren, da Werder traditionell über viel bundesweite Anhängerschaft verfügt und dazu viele Plätze selbst in den Bereichen hinter den Toren leer blieben, die sonst nicht leer sind (also einige Dauerkarten vermutlich nicht genutzt wurden). Auch atmosphärisch war es ein seltsames Spiel mit überschaubarer emotionaler Beteiligung des Publikums. Ganz bezeichnend, dass mit dem 2:0 größere Teile des Stadions schlagartig ihre Plätze verließen und sich nach dem Spiel die Gespräche fast ausschließlich um das 4:4 in Dortmund drehten (gut, das Spiel in Dortmund war natürlich auch ein krasses Spektakel). Vielleicht ist das dieser Bundesliga-Alltag, der bisher bei RB in reichlich einem Jahr Erstklassigkeit noch nicht eingezogen war und natürlich bei nun immerhin schon 20 Pflichtspielen in dieser Saison auch mal schneller spürbar wird als in einer Saison wie der letzten als es insgesamt bis zur Winterpause nur 17 Pflichtspiele waren.

Randbemerkung 8: Fünf Champions-League-Spiele gab es bisher. In den Bundesligaspielen am folgenden Wochenende holte man viermal einen Sieg und einmal ein Unentschieden. Sicherlich von Vorteil dabei, dass man viermal zu Hause antreten durfte und das Auswärtsspiel erst am Sonntag nach einem CL-Spiel am Dienstag stattfand. Beim einzigen Mal, bei dem man von einem Auswärtsspiel in der CL zu einem Auswärtsspiel in der Bundesliga musste, lagen vier komplette Tage ohne Spiel dazwischen. Aber jenseits dieser günstigen Tatsache bleibt es trotzdem erstaunlich, dass man die Spiele unter der Woche in Europa körperlich und mental so gut wegsteckt, dass man in der Bundesliga nichts liegen ließ. Soviel dann zum Thema Doppel- bzw. Dreifachbelastung..

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Lichtblicke:

  • Dayot Upamecano: Schon jetzt einer der besten Verteidiger in der Bundesliga. Die Mischung aus Geschwindigkeit und körperlicher Robustheit gibt ihm einfach eine Grundlage, die eine ganz große Karriere möglich macht. Gegen Werder mit unheimlich vielen, gewonnenen Zweikämpfen und geklärten Bällen in der Defensive. Der gewiss nicht schlechte Bartels hatte da in mancher Situation keinen so richtig schönen Nachmittag. Auch im Aufbauspiel schon eine sehr wichtige Station, wobei er bei manchem Pass noch das Risiko minimieren muss.
  • Naby Keita: Der Dominator im Mittelfeld, der die Fäden zog und immer wieder gut die Räume zustellte. Auch offensiv diesmal wesentlich auffälliger als in manchem der bisherigen Spiele diese Saison. Immer mal wieder mit der für ihn typischen Geschwindigkeit am Ball mit den ersten Schritten, mit denen er so geschmeidig an den Gegenspielern vorbeigleiten kann. Schön das 1:0 herausgeschossen und auch sonst an vielen gefährlichen Situationen beteiligt. Die Mischung aus Defensivarbeit inklusive gutem und derzeit auch sauberem Zweikampfverhalten und Offensivgefahr macht Keita einfach zu einem überragenden Bundesliga-Spieler.
  • Peter Gulacsi: Hielt den Sieg diesmal fest. Insbesondere gegen Bartels Schuss in der zweiten Halbzeit. Sehr sichere Partie, auch bei einigen nicht ganz einfach zu verarbeitenden Rückpässen. Muss an seinen langen Bällen mal wieder arbeiten. Die waren in der jüngeren Vergangenheit und auch gegen Bremen nicht immer genau genug und gingen manchmal in Zonen, wo sie nicht so richtig viel Sinn machten. Aber einige lange Bälle musste er gegen Bremen auch unter größerem Gegnerdruck spielen, da ist Genauigkeit manchmal nicht wirklich einfach.

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Tore: 1:0 Keita (34.), 2:0 Bernardo (87.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg (46. Bernardo) – Demme, Keita – Kampl, Forsberg (81, Laimer) – Werner (75. Augustin), Poulsen; Bank: Mvogo, Kaiser, Konaté, Bruma; Nicht im Kader: Sabitzer (verletzt), Köhn, Coltorti, Ilsanker, Compper, Schmitz, Palacios, Abouchabaka, Kühn

Aufstellung Werder Bremen: Pavlenka – Veljkovic, Sané (79, Belfodil), Moisander – Gebre Selassie, M. Eggestein, Bargfrede (66. Kainz), Augustinsson – Delaney, Bartels – Kruse

Schiedsrichter:  Sascha Stegemann (Leitete die nie harte Partie gut und sicher und mit eher langer, aber in sich konsistenter Leine. Ein Körpereinsatz gegen Keita hätte man vielleicht noch eher als Foul interpretieren dürfen (aber es gab auch Argumente, das nicht zu tun), eine Aktion von Upamecano als Rückspiel zum Torwart, aber ansonsten gab es keinerlei Diskussionsbedarf. Kam bis tief in die Schlussphase um das Zeigen von Karten herum. Erst Delaney verdiente sich den gelben Karton kurz vor Schluss noch mal. Sehr souveräne, sehr gute Schiedsrichterleistung in einer Partie, in der die Mannschaften den Spielleiter nicht vor allezu große Herausforderungen stellten.)

Gelbe Karten:  – | Delaney

Zuschauer: 40.172 (davon 5.000 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, SVW-Bericht, Kicker-Bericht, Pressekonferenz-Ticker

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  • Torschüsse: 14 : 9
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 7 : 8
  • Schüsse auf das Tor: 6 : 3
  • gewonnene Zweikämpfe: 54,8% : 45,2%
  • Ballbesitz: 53,5% : 46,5%
  • Passquote: 84,5% : 80,5%
  • Laufstrecke: 120,6 km : 121,7 km
  • Sprints: 232 : 216
  • Intensive Läufe: 704 : 730
  • Fouls: 9 : 10
  • Ecken: 8 : 8
  • Abseits: 5 : 2
  • Meiste Torschüsse: Bernardo: 3 – Bartels: 5
  • Meiste Torschussvorlagen: Keita: 4 – Gebre Selassie, Augustinsson, Kruse – je 2
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Upamecano: 79,2% – Veljkovic: 64,3%
  • Meiste Ballkontakte: Keita: 94 – Augustinsson: 68
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Halstenberg: 93,3% – Sané: 93,5%
  • Größte Laufstrecke: Demme: 12,8 km – Eggestein: 13,4 km
  • Meiste Sprints: Poulsen: 32 – Delaney: 32

Statistiken von bundesliga.de, whoscored.com

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Saisontorschützen: Werner – 7; Poulsen, Augustin – je 3; Sabitzer, Keita – 2; Orban, Bruma, Klostermann, Forsberg, Bernardo – je 1

Saisonvorlagengeber: Sabitzer – 5; Augustin – 4; Forsberg, Werner – je 3; Kampl, Halstenberg – je 2; Bernardo, Keita, Bruma – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme – 7; Upamecano, Sabitzer, Forsberg, Kampl – je 4; Keita, Halstenberg – je 3; Laimer, Klostermann – je 3; Gulasci, Ilsanker, Bruma, Poulsen, Bernardo – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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3 Gedanken zu „Bundesliga: RB Leipzig vs. Werder Bremen 2:0“

  1. Danke für den Artikel.
    Habe ich auch so gesehen.
    Peter Gulacsi für mich einer der Garanten der letzten
    Arbeitssiege.
    Auf der Linie bärenstark!, für mich einer der besten
    der Liga.

  2. Randbemerkung 8
    Das ist einfach mal eine hervorragende Leistung!
    Und klar, hätten wir da mehr Auswärstspiele wäre ggf nicht diese Ausbeute herraus gekommen.
    Darf man da Danke DFL sagen? 😉

    Wie gegen Vfb, H96 war nun Bremen so ein Spiel, wo eben die letzte Konzentration gefehlt hat. Aber man es verstanden, immer dann zuzuschlagen, wenn es nötig war.

    Das 3 Verteidiger als Lichtblicke dabei sind, ist da auch exemplarisch.
    Alle 3 genannten stehen da zu Recht!
    Und gefühlt hat uns Pete in dieser Saison schon mehr Punkte gerettet als in der kompletten Letzten.
    Als einer der ihn viel kritisiert hat, ziehe ich meinen virtullen Hut! Klingt komisch, aber vielleicht war die Verpflichtung von Mvogo genau das Richtige, um PG zu so einer Leistungssteigerung zu bringen.
    Für mich nach Sabitzer und Upa, der Spieler der Hinrunde.

    Randbemerkung 7
    40k können nie stimmen, da diesmal wirklich viele Plätze frei waren.
    Und diesmal bin auch ich eher gegangen, weil ich das Derby als Re-Live sehen und nicht das Ergebniss hören wollte. Aber zu spät, am Ausgang hatte es mich schon eingeholt 😉

    Sonst eine sehr gute Analyse von Dir, nur:
    „Ein Körpereinsatz gegen Keita hätte man vielleicht noch eher als Foul interpretieren dürfen (aber es gab auch Argumente, das nicht zu tun)“
    Was für Argumente?
    Das war ein Check ohne Chance auf den Ball, sprich klares Foul + ggf. gelbe Karte. Sonst eine sehr gute SR-Leistung.

    Und nun bin ich gespannt, mit was Du uns in der Fußballfreien Woche verwöhnst?!

    1. Rein aus Stadionsicht war der Bremer beim Kontakt mit Keita in besserer Position zum Ball. Sprich, man konnte es auch so sehen, dass nicht der Bremer checkt, sondern Keita einfach auf einen den Ball abschirmenden Bremer aufläuft. Wäre auch eher bei Foul gewesen, fand es aber nicht völlig abwegig, es nicht als solches zu sehen.

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