Champions League: FC Porto vs. RB Leipzig 3:1

Viertes Spiel für RB Leipzig in der Champions Leauge. Ein Punkt war das Minimalziel, um nicht den direkten Vergleich mit dem FC Porto zu verlieren. Doch nach 90 Minuten hieß es aus RB-Sicht verdientermaßen 1:3, weil man erneut bei Standards nicht gut verteidigte.

Ins Spiel gegangen war Ralph Hasenhüttl überraschenderweise ohne Timo Werner. Der war eigentlich in dieser Partie nach seiner frühen Auswechslung in München in der Startelf erwartet worden. Auch Diego Demme, Yussuf Poulsen und Lukas Klostermann sahen zu Beginn nur die Bank. Bernardo, Bruma, Jean-Kevin Augustin und Kevin Kampl standen dafür zu Beginn auf dem Platz. Organisiert das Ganze in einer Mischung aus 4-2-2-2 und manchmal auch etwas klarerem 4-4-2.

Der FC Porto ging auf der anderen Seite gegenüber dem Derby gegen Boavista ohne Veränderungen in die wichtige Partie gegen RB Leipzig. Dabei setzte man im 4-4-2 erneut auf die Doppelspitze Marega/ Aboubakar. Allerdings verletzte sich Moussa Marega früh und aus dem 4-4-2 wurde dann oft eine Art 4-5-1, in dem die zentralen Mittelfeldspieler sehr flexibel anliefen.

Die ersten zehn Minuten der Partie kann man getrost als langweilig bezeichnen. Auf beiden Seiten war die Fehlerquote erstaunlich hoch. Spielfluss kam dadurch kaum zustande. Die Partie plätschert so vor sich hin, wobei die Gastgeber etwas mehr Zug zum Tor haben.

Den ersten Aufreger gab es dann nach 13 Minuten, kurz nachdem Marega vom Platz musste. Wie schon vor zwei Wochen traf Porto erneut nach einer lang getretetenen Ecke, die von hinten wieder zurück in den Strafraum geköpft wird. Eigentlich sieht die Situation schon geklärt aus. Dachte sich auch Kevin Kampl und ließ Hector Herrera aus den Augen, zu dem der Ball prallte und der die Kugel aus Nahdistanz im langen Eck versenkte. Gulacsi in der Situation wegen der kurzen Distanz mit schlechten Karten, so schnell runterzukommen und den Ball zu halten.

Das war so ziemlich der schlechtest denkbare Beginn. Porto ist in der heimischen Liga zwar ein spielstarkes Ballbesitzteam, kann aber auch sehr gut kompakt verteidigen und auf Konter lauern. Und das taten sie nun. RB hatte den Ball und versuchte Lücken zu finden. Porto verteidigte und versuchte, Konter zu fahren.

Erleichtert wurde den Gastgebern das Ganze durch ein eher uninspiriertes Offensivspiel der Gäste. Es gab zu wenig Bewegung in der Angriffsreihe, sodass Portos Defensiv kaum in größere Wallungen kam. Bruma erwischte rechts keinen guten Tag, weder mit noch gegen den Ball. Sabitzer war im Sturm wirkungslos, weil gegen die extrem zweikampfstarke Innenverteidigung nicht so richtig gut besetzt. Augustin konnte unter Gegnerdruck auch kaum einen Ball behalten. Und die Außenverteidiger agierten zaghaft und zurückhaltend und spielten den Ball meist zurück, statt eigene Akzente zu setzen.

Symbolbild von einem gebrauchten Tag. Die Spieler von RB Leipzig lassen die Köpfe hängen. | GEPA Pictures - Roger Petzsche

So richtig gut anzusehen war das Spiel in der ersten Halbzeit nicht. Bei RB blieb vieles Stückwerk. Und Porto sah sich nicht mehr so richtig veranlasst, nach der Führung in das Spiel mit dem Ball zu investieren. Manchmal schaffte man es noch durch gute Pässe durch das Zentrum oder durch das Aulösen über die Außenbahnen potenziell gefährliche Situationen herzustellen und waren auch insgesamt das zielstrebigere und bessere Team. Aber tatsächliche Offensivgefahr entstand daraus auch nur selten. Auf der anderen Seite schoss Emil Forsberg Mitte der ersten Halbzeit einen sehr gefährlichen Freistoß. Es sollte das einzige Mal in 90 Minuten bleiben, dass Porto-Keeper Jose Sa einen Ball (spektakulär) hielt.

Mit dem 1:0 ging s dann in die Pause. Klar war, dass sich hinsichtlich Tempo, Kombinationssicherheit und auch Arbeit gegen den Ball etwas ändern muss, wenn man aus Porto was mitnehmen will. Bruma und Halstenberg gegen Werner und Klostermann zu tauschen, waren diesbezüglich absolut logische Wechsel.

Schon nach zwei Minuten in der zweiten Halbzeit zahlten sich die Wechsel aus. Ballgewinn, Sabitzer, der nun auf der Zehn spielte und dort wesentlich besser aufgehoben war, sieht Werner starten und bedient ihn perfekt, während die Abseitsfalle der Portugiesen nicht funktioniert. Und Timo Werner direkt nach der Einwechslung mit dem perfekten Abschluss ins lange Eck. Ein Tor, das durchaus der Champions League würdig war.

Es waren sehr gute fünf Minuten direkt nach dem Wechsel und das Spiel schien für einen Moment zu kippen. Doch das war ein Trugschluss. Denn plötzlich übernimmt Porto wieder das Kommando, nachdem man in der ersten Halbzeit eigentlich vornehmlich verteidigt hatte. Dabei zeigt man dann auch, dass man nicht nur kontern, sondern auch ein ballsicheres Team sein kann, das den Gegner gut bespielt.

Erfolgreich ist Porto aber erneut nach einem Standard. Ein Freistoß aus dem Halbfeld ist eine gefühlte Ewigkeit in der Luft, bevor er im RB-Strafraum niedergeht. Mittelfeld-Kante Danilo köpft den Ball ein, ohne dabei groß bedrängt zu werden. Leicht im Abseits hat der Torschütze wohl gestanden. Aber selbst wenn, dann ist das trotzdem angesichts der Freistoßposition und der Art der Freistoßausführung nicht gut verteidigt.

Man stand nun wieder auf dem Stand der ersten Halbzeit. Und auch wenn RB nun nicht mehr ganz so hilflos in der Offensive agierte, blieb man doch komplett ohne Durchschlagskraft. Man versuchte es immer wieder und tapfer über Kampl, Keita un Forsberg oder über Klostermann und Sabitzer. Doch vieles blieb ungenau. Die Defensive des FC Porto war derweil zweikampfstark und wach und machte die Räume ganz eng. Ein paar Distanzschüsse und ein paar wenige unübersichtliche Situationen nach Standards (bei denen man zu allem Überfluss auch kein Glück hatte, dass ein Ball mal vor die eigenen Füße sprang), mehr kam bei den RB-Offensivbemühungen nicht heraus.

Die RB-Spielweise eröffnet derweil neue Konterräume für den FC Porto, der zur Vermeidung von Ballverlusten auf lange Bälle setzte und sich immer wieder befreien oder von Ballverlusten profitieren kann. Spät in der Nachspielzeit ist es dann der eingewechselte Maxi Peireira, der einen solchen Konter zum 3:1 und zur Entscheidung vollendet.

Es war insgesamt kein gutes Spiel von RB Leipzig. In der ersten Halbzeit ging offensiv ganz wenig bis nichts. Gegen den Ball stimmte vor allem auf der Bruma-Seite auch lange nicht alles. In der zweiten Halbzeit investierte RB Leipzig mehr in die Offensive, blieb aber gegen eine starke Defensive der Gastgeber oft zu hektisch und zu ungenau. Auch die Geschwindigkeit in der Tiefe fehlte abgesehen vom 1:1. Diverse Situationen, in denen Werner oder Sabitzer tief starten, aber gar nicht oder kurz angespielt werden.

Das alles an Problemen im Spiel mit dem Ball hätte man vielleicht noch überspielen können, wenn man denn bei Standards aufmerksam und sicher verteidigt hätte. Dass man durch ruhende Bälle gleich zweimal in Rückstand geriet, war an diesem Tag, an dem offensiv so wenig zusammenlief, einfach nicht zu verkraften.

Fazit: Ein lange Zeit überschaubar gutes Fußballspiel, in dem RB Leipzig in der Offensive viele Probleme hatte, klar Aktionen zu setzen und zweimal im eigenen Strafraum bei Standards patzte. Porto auf der anderen Seite spielte defensiv stark, machte die Räume geschickt eng, gewann die wichtigen Zweikämpfe und präsentierte sich zwischendurch auch als jenes ballsichere Team, das man auch in der heimischen Liga ist. Am Ende holte man sich einen verdienten Sieg, weil man an diesem Tag einfach das komplettere zweier beileibe nicht überragenden Teams war, auch wenn der Sieg letztlich ’nur‘ auf zwei Standards basierte.

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Randbemerkung 1: Für RB Leipzig und die Tabelle in Gruppe G der Champions League ist das 1:3 in Porto natürlich ganz mies. Die Portugiesen liegen nun nicht nur zwei Punkte vor RB, sondern haben auch das direkte Duell mit RB mit 5:4 Toren gewonnen. Sprich, bei Punktgleichheit nach sechs Spielen liegt Porto aufgrund des direkten Duells in der Tabelle vor RB. Istanbul hat zehn Punkte, Porto sechs und RB vier. Realistisch betrachtet, braucht RB zwei Siege, um noch eine Chance auf das Achtelfinale der Champions League zu haben. Holt Porto in Istanbul in zwei Wochen einen Punkt, ist RB in jedem Fall auf Schützenhilfe von Monaco am letzten Spieltag angewiesen (denn wenn der FC Porto am Ende bei zehn Punkten landet, ist er für RB unerreichbar). Gewinnt Porto gegen Istanbul, braucht RB entweder Schützenhilfe von Monaco oder muss Istanbul im letzten Spiel mit mehr als zwei Toren besiegen (um das direkte Duell mit Istanbul zu gewinnen). Gewinnt Istanbul gegen Porto, dann hat es RB mit zwei Siegen komplett in der eigenen Hand, ins Achtelfinale einzuziehen. Und das alles lässt völlig außer Acht, dass Monaco zumindest noch Platz 3 erreichen und in der Europa League überwintern will und auch noch kleine Chancen hat, in der Champions League weiterzukommen (wenn Istanbul gegen Porto mindestens einen Punkt holt und Monaco beide Spiele gewinnt). Aber ihr könnt ja die Tabelle im Kopf die nächsten drei Wochen bis zum Auswärtsspiel in Monaco selber hin- und herwälzen.

Randbemerkung 2: Vier Standardtore hat RB Leipzig in zwei Spielen gegen den FC Porto kassiert. Das ist unglaublich viel. Die zwei Gegentore im Hinspiel kosten den Sieg im direkten Duell mit Porto. Die zwei Gegentore im Rückspiel kosten mindestens einen Punkt. Das könnte bei der Endabrechung in der Champions-League-Gruppenphase ein ganz schön teures Standardvergnügen werden..

Randbemerkung 3: Entsprechend war man nach der Partie auch unisono sauer, dass man bei den Standards so schlecht verteidigt hat. Auf der anderen Seite hörte man aus verschiedenen Mündern, dass man ansonsten eine gute Auswärtspartie gespielt habe. Das wiederum fällt mir schwer, so zu unterschreiben.

Randbemerkung 4: Was auch damit zusammenhängt, dass RB Leipzig gerade mal einen einzigen Schuss von innerhalb des Strafraums abgab. Einen einzigen von insgesamt neun. 13 von 14 waren es bei den Gastgebern. Das macht ganz gut deutlich, wie unterschiedlich beide Teams in Sachen Spielanlage und Durchschlagskraft agierten und woran es RB an diesem Abend mangelte.

Randbemerkung 5: Aufschlussreich auch, dass RB Leipzig gleich 49 Ballverluste produzierte (Porto hatte 29). Das war eine bunte Mischung aus zweikampfstarken Gastgebern, die RB den Ball abnahmen und fehlender Ballsicherheit, mit der RB den Ball verlor. Das dürfte eine der zentralen Geschichten des Spiels sein, dass es RB über 90 Minuten nicht verstand, den Ball sicher zu dominieren (wo man ihn doch eh schon mal hatte) und so auch nie in einen Spielflow, geschweige denn in aussichtsreiche Abschlusssituationen kam.

Randbemerkung 6: Erstes Auswärtstor in der Champions League für RB Leipzig. Ein sehr schönes noch dazu. Erstes Tor in der Champions League auch für Timo Werner. Nach Forsberg, Augustin und Orban der RB-Schütze Nummer 4 in der Königsklasse.

Randbemerkung 7: Erstes Champions-League-Auswärtsspiel für mich. Da ist Porto nicht gerade das schlechteste Ziel. Ziemlich schicke Stadt mit vielen hübschen Bars, einem alten Bahnhof, der einem Zug-Fred wie mir die Tränchen in die Augen treibt, viel Fluß, viel Lebensqualität. Wenn man nicht gerade wegen Fußballl dagewesen wäre, hätte es sehr schön sein können..

Randbemerkung 8: Im Stadion ging es zunächst, abgesehen vom Stadionsprecher, der irgendwie gleichzeitig der Capo vons Janze war, recht gemächlich zu, nachdem sich das Stadion sowieso erst zu Spielbeginn zumindest ordentlich füllte. Dass es im Estadio do Dragao auch toll sein kann, zeigte sich dann vor allem in der zweiten Halbzeit, als für ein paar Phasen das komplette Stadion bis in die letzte Reihe des Oberrangs hüpfte und sang oder den Schiedsrichter auspfiff, als der es sich erdreistete den meist sehr aktiv coachenden Sergio Conceicao zu ermahnen. Ja, das war dann nach dem gemütlichen Auftakt schon ganz hübsch.

Randbemerkung 9: Champions League heißt offenbar auch, dass man als Veranstalter auf jeden Fall alles organisieren muss, selbst wenn es dafür keinen Bedarf gibt. So musste man nach dem Spiel einfach mal über eine halbe Stunde im Gästeblock verharren. Keine Ahnung, wer da wem zugetraut hat, sich gegenseitig was auf die Mütze zu geben. Als dann der Block geöffnet wurde, wurde der Zug der Fans quasi direkt durch Ordnerspaliere vom Stadion zur Metro eskortiert. Was jetzt nicht für jeden das favorisierte Ziel war. An der Metro stellte man dann fast eine Stunde nach dem Spiel eine Ordnerreihe auf, die Tickets kontrollierte. Für den Zugang zu einer exklusiven Shuttlebahn für die Gästefans. War ein hübsches Gedränge an den paar Ticketautomaten..  Manchmal wäre weniger so viel mehr..

Randbemerkung 10: 1.100 Gästefans in Porto. Die geöffneten Blöcke waren ganz gut gefüllt. Einen Block des Gästebereichs ließ man allerdings zu. 1.100 ist so irgendwo am unteren Rand dessen, was RB Leipzig letzte Saison in der Bundesliga als regelmäßigen Auswärtsfahrerkern hatte. Die Zahl liegt also ungefähr im Rahmen des Erwartbaren. Stimmungstechnisch war es irgendwann eher Schockstarre angesichts eines überschaubaren Fußballabends. Dass die Mannschaft nach dem Spiel eher halbherzig noch mal aus der Ferne winkte und dann in der Kabine verschwand, kam dann auch nicht mehr überall gut an. Verständlich war es am Ende eines depremierenden Tages aber doch irgendwie.

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Lichtblicke:

  • Marcel Sabitzer: War wieder derjenige, dem man immer anmerkte, wie sehr er den Erfolg in diesem Spiel will. Ging in der ersten Halbzeit mit unter, aber versteckte sich auch da schon nicht. Bereitete das 1:1 nach der Pause perfekt vor und zerrte auch danach immer wieder an seinen Ketten. Dann aus der Zehnerposition heraus, auf der er sehr viel Aufwand betrieb, defensiv mitarbeitete und sich immer als Anspielstation anbot. Holte sich irgendwann gelb ab, weil er den Schiedsrichter einige Male volltextete. Gehört dann in so einem Spiel auch mal dazu.
  • Naby Keita: Keine Gala, aber ein sehr solider Auftritt. Ballsicher. Wenig Ballverluste und viele Ballgewinne. Dabei sauber gespielt in der Balleroberung und wenig gefoult. Im Offensivspiel vor allem in der zweiten Halbzeit immer mal mit einer Idee und den Fähigkeiten, aus der Bedrängnis heraus, zum Mitspieler zu passen. Wenn man Keita nicht darauf reduziert, dass er fünf Gegenspieler ausdribbeln und dann den perfekten Pass in die Tiefe spielen muss, dann war das gegen Porto der solide Keita, der im Mittelfeld über 90 Minuten gebraucht wird.
  • Dayot Upamecano: Einige schöne Duelle mit Portos Offensivschrank Vincent Aboubakar, die im Normalfall Upamecano mit Schnelligkeit und Körper gewann. Spielte wie fast schon normal eine sehr abgeklärte, unaufgeregte Partie, bei der er seine Dinge im Griff hatte, auch wenn der eine oder andere Pass im Spielaufbau sicher noch besser geht.

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Tore: 1:0 Herrera (13.), 1;1 Werner (48.), 2:1 Danilo (61.), 3:1 M. Pereira (90.+3)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Bernardo, Orban, Upamecano, Halstenberg (46. Klostermann) – Keita, Kampl – Bruma (46. Werner), Forsberg – Sabitzer, Augustin (75. Poulsen); Bank: Mvogo, Konaté, Demme, Laimer; Nicht im Kader: Ilsanker (verletzt), Schmitz, Kaiser, Compper, Abouchabak, Kühn (beide Youth League)

Aufstellung FC Porto: Sa – R. Pereira, Felipe, Marcano, Telles – Corona (72. M. Pereira), Danilo, Herrera, Brahimi (89. Reyes) – Marega (13. André), Aboubakar

Schiedsrichter: Ovidiu Hategan (Insgesamt hatte der Unparteiische die Partie im Griff. Ab und zu war er bei der Freistoßausführung zu kleinlich. Beim 2:1 hat das Gespann Pech, dass man wohl eine knappe Abseitsstellung übersehen hat. Danilo hätte schon in der ersten Halbzeit gelb sehen müssen, nachdem Hategan beidseitig je einmal eine ernste Ermahnung ausgesprochen hatte und damit bis dahin eigentlich richtig lag. Dass er dann bei einem folgenden Ziehen im Mittelfeld nicht gelb gab, war inkonsequent. Hätte Hategan gelb gezeigt, dann hätte Danilo in der zweiten Halbzeit sein zweites taktisches Foul nicht mehr begehen können. Aus Stadionsicht sah nicht jede Zweikampfbewertung von Hategan glücklich aus, aber insgesamt war seine Linie bis auf die ausbleibende Danilo-Karte konsistent und nachvollziehbar.)

Gelbe Karten: Danilo – Halstenberg (2.), Augustin (1.), Sabitzer (1.)

Zuschauer: 41.616 (davon 1.100 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, MDR-Bericht, FCP-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 14 : 9
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 13 : 1
  • Schüsse auf das Tor: 4 : 2
  • gewonnene Zweikämpfe: 53,0% : 47,0%
  • Ballbesitz: 41,7% : 58,3%
  • Passquote: 74,0% : 79,0%
  • Laufstrecke: 108,0 km : 107,4 km
  • Fouls: 19 : 20
  • Ecken: 3 : 5
  • Abseits: 1 : 2
  • Meiste Torschüsse: Herrera, Danilo, André: je 3 – Keita, Sabitzer, Forsberg: je 2
  • Meiste Torschussvorlagen: R. Pereira, Telles: je 3 – Forsberg: 2
  • Meiste Ballkontakte: R. Pereira: 62 – Keita: 87

Statistiken von kicker.de, whoscored.com, sofascore.com, uefa.com

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Saisontorschützen: Forsberg – 2; Augustin, Orban, Werner – je 1

Saisonvorlagengeber: Sabitzer – 2; Poulsen, Bruma, Forsberg – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Forsberg, Upamecano, Keita, Halstenberg – je 2; Demme, Sabitzer, Gulacsi, Klostermann – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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6 Gedanken zu „Champions League: FC Porto vs. RB Leipzig 3:1“

  1. Hast Du den Blog im Flieger geschrieben?
    Habe ja bei Twitter mitbekommen, daß Du vor Ort bist und erst heute Abend mit der Analyse gerechnet.

    Nun, man muss sagen, daß es Porto richtig abgezockt umgesetzt hat. Ja, die Rasenballer haben nicht wirklich gut gespielt, aber das lag eben auch daran, daß Porto ganz stark in der Defensive war.
    Und eben eiskalt die ruhenden Bälle ausgenutzt.
    107,4 km und 79% Passquote – mhm, am TV hatte ich einen anderen Eindruck, aber gut. Vor allen 1. Hz, da hatte man den Ball erobert und dann kam der Fehlpass. Was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn er in die Tiefe gegangen wäre, aber sie gingen horizontal, was sehr ungewöhnlich ist.

    Lichtblicke:
    Ist schon lustig, wenn man nach Spielende sich seine Gedanken macht, wer denn es verdient hat, hier aufzutauchen 😉
    Sabitzer und Upamecano hatte ich auch auf dem Schirm. Das waren schon starke Duelle Upa/Abo
    Auch Sabitzer als Leader auf dem Feld.
    Aber Keita?
    Ja, insgesamt ein guter Auftritt, aber gefühlt sah das aus, als seie er nicht bei 100% nach dem Tritt von Thiago. Hat mich an das 0:3 von M. erinnert als er auch angeschlagen in das Spiel ging.

    Das ZDF hat Herrn Schneider an das Mikro gelassen. Man war das schlecht, vergleicht u.a. das NLZ mit einem Chemielabor.

    SR
    im Grunde auch eine gute Leistung, wenn nicht genau diese eine Abseitssituation gewesen wäre. War knapp, aber mit VAR hätte das Tor eben nicht gezählt. Lehrreich in dem Zusammenhang, daß kein Leipziger den Reklamierarm hebt, daß würde es bei Real oder Bayern nicht geben, um den SR zu beeinflussen.

    1. Geschrieben habe ich in einer durchgemachten Nacht am Flughafen. Und nun im Zug entsteht der Vorbericht zu Hannover. Harte Zeiten. 😉

  2. Ich schließe mich @ausLE an. Keita ruft derzeit 70% seines Könnens ab. Damit hebt er sich trotzdem noch hier und da von anderen ab, aber die Leistungen sind trotzdem enttäuschend. Von ihm müssen deutlich mehr Impulse nach vorne kommen. Er ist an zu wenig Torchanchen beteiligt, spielt für mich eher Dienst nach Vorschrift. Das ist sehr schade.

  3. Sehr schade. Und ich glaube, dass es, wenn die 2 Bayernspiele anders gelaufen wären, in Porto besser ausgesehen hätte. Physisch und auch psychisch.

  4. Danke für Deinen Bericht! Was ich mich gefragt habe: Warum geht man nach dem Ausgleich nicht mehr auf Absicherung und bringt Konate für Orban um so die Risiken bei Portos Standards zu reduzieren??

  5. Hoffe ja mal das mit den Standards bekommen sie schnell in den Griff. ist ja nicht erst seit gestern eine Baustelle .mich beschleicht immer ein ungutes Gefühl bei gegnerischen ruhenden Bällen und mit Hannover haben wir ja gleich wieder so eine Mannschaft .wie man gegen den BVB gesehen hat.

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