Guter Saisonstart trotz Problemen

Das erste Paket mit drei englischen Wochen am Stück haben die RasenBallsportler nun also hinter sich gebracht. Zeit für einen kleinen Überblick über den Stand der Dinge.

Wenn man zuerst mal einfach von der Seite der Tabelle auf die Dinge guckt, dann muss man rund um den RasenBallsport absolut zufrieden sein. 13 Punkte aus sieben Spielen sind sehr nah an den zwei Punkten pro Spiel dran, die so als magische Grenze gelten, ab der man auf jeden Fall in Europa mitkickt. Aus den letzten fünf Spielen stehen zehn Punkte zu Buche, also zwei pro Spiel.

Vergleicht man es mit dem Vorjahr, dann hat man diese Saison bisher gegen dieselben Gegner genauso viele Punkte geholt. Was auch darauf hinweist, dass man sich punktetechnisch trotz Dreifachbelastung vorerst auf dem Niveau des Vorjahres einpendelt. Und damals führten die Dinge am Ende immerhin in die Champions League.

Allerdings muss man auf der anderen Seite auch sehen, dass es der Spielplan bisher mit den RasenBallsportlern sehr gut meinte. Drei der vier Mannschaften auf den letzten Plätzen hat man bespielt. Alle drei Spiele hat man gewonnen. Das waren schon neun der insgesamt 13 Punkte. Gegen Augsburg, Gladbach, Frankfurt und Schalke, die derzeit auf den Plätzen 6 bis 9 stehen, holte man dagegen nur vier Punkte. Es bleibt halt ein bisschen die Frage, wie weit die Qualität von RB Leipzig in Spielen gegen gute Teams in dieser Saison trägt.

Da sind auch die Champions-League-Spiele bisher kein guter Maßstab. Weil es zu viele Faktoren jenseits des rein sportlichen gab, die die Spiele überlagerten. Gegen Monaco war es Nervosität und Vorsicht, gegen Besiktas war es die offenbar ungewohnte und einschüchternde Atmosphäre vor Ort. Wie stark RB in der Champions League tatsächlich ist, wird sich dann in zwei bzw. vier Wochen zeigen, wenn man die beiden Spiele gegen Porto austrägt, wo Nervositiät und Atmosphäre keine allzu große Rolle mehr spielen dürften. Ralph Hasenhüttl zeigte sich diesbezüglich zuletzt jedenfalls schon mal sehr angriffslustig und kündigte Siege in Europas Königsklasse an.

‚Jugend forscht‘ war gestern

Wenn man diese erste Phase der Saison mal Revue passieren lässt, dann fällt auf, dass sich in der Herangehensweise an die Dinge etwas geändert hat. War man vor einem Jahr das Jugend-forscht-Bundesligaeroberungskollektiv, will man diese Saison offenbar erwachsener werden. Da muss man nur mal das BVB-Heimspiel zu Beginn der letzten Saison mit dem ersten Champions-League-Heimspiel diese Saison vergleichen. Von der Art der neuen Aufgabe her durchaus miteindander vergleichbar. Letzte Saison wechselte man in der Schlussphase gegen den Favoriten offensiv und gewann mit etwas Glück noch 1:0. Gegen Monaco diese Saison war man früh mit dem Punkt zufrieden und ging bewusst nicht das Risiko, mit größerer Offensive die drei Punkte einzufahren. Lieber erst mal den einen Punkt mitnehmen, so das Motto. Durchaus nachvollziehbar, aber im Vergleich zum ‚mit fliegenden Fahnen ins Abenteuer‘-Vorgehen der Vorsaison ein kompletter Stilbruch.

Vieles von dem, was man jetzt bei RB Leipzig in Sachen Stilentwicklung sieht, ist aber auch nur eine logische Fortentwicklung der Dinge aus der Rückrunde der Vorsaison. Denn die Veränderungen im Stil sind ja auch fußballerisch zu beobachten und waren es teilweise auch schon in der letzten Saison, je länger sie dauerte.

Mehr Ballbesitz

Da wäre zuerst einmal die Veränderung hin zu mehr Ballbesitz. Zu 59% muss man in dieser Saison etwas für das Spiel tun. In der Vorsaison waren es noch reichlich 52% gewesen. Wobei dieser Wert nach der Winterpause noch mal deutlich nach oben ging. Damals zeigten sich schon in manchen Partien wie gegen den HSV, gegen Wolfsburg oder in Bremen die Problme, aus dem Ballbesitz heraus die richtige Balance herzustellen und gefährlich zu sein, ohne in Konter zu laufen.

An dieser Aufgabe arbeitet man bei RB Leipzig seitdem. Aber weiterhin macht man dabei gute Spiele, aber auch schlechte Spiele. Vor allem spielt man aber auch innerhalb von Spielen nicht konstant gut. Man hat, so scheint es manchmal, nicht die Fähigkeiten, innerhalb eines Spiels von einer ballbesitzorientierten hin zu einer abwartenden, aggressiv gegen den Ball arbeitenden Spielweise und zurück umzuswitchen. Sodass man immer mal wieder plötzlich unter Druck gerät in Spielen, die man eigentlich im Griff hat.

Ballbesitz ist natürlich in der Spielidee von RB Leipzig weiterhin kein Selbstzweck. Für eine Guardiolaeske Passmaschine hat man überhaupt nicht den Kader und die Spieler. Für BVBesken Extremballbesitzfußball mit zwei Innenverteidigern als Spielaufbaulinie in der gegnerischen Hälfte fehlen vielleicht die Passqualitäten von zwei Innenverteidigern. Und doch fällt es auf, dass es viele Situationen gibt, in denen letzte Saison ganz selbstverständlich der schnelle Pass nach vorn in die Tiefe gekommen wäre und man inzwischen eher noch mal das Tempo rausnimmt und hinten herum spielt.

Könige des Dribblings

Und so ist Ballbesitz bei RB Leipzig etwas, bei dem man gucken muss, was man daraus macht. Auffällig vielleicht, dass man derzeit das Team der Bundesliga ist, das die meisten (erfolreichen) Dribblings pro Spiel auf dem Konto hat. 10,4 sind es pro 90 Minuten. Beim BVB und München, jenen beiden Teams mit noch mehr Ballbesitz als RB, sind es auf Platz 3 und 4 in dieser Statistik unter acht pro Spiel. Klingt plausibel, dass man auf andere Mittel am Ball zurückgreifen muss, wenn man keine geölte Tiki-Taka-Maschine ist. Gut abgesicherte Dribblings, die Räume schaffen, sind da eine Möglichkeit. Zumal man mit Bruma, Keita und mit Abstrichen Forsberg gute Dribbler in den Reihen hat.

Sowieso muss es für Teams wie RB Leipzig jenseits einer vernünftigen Ballzirkulation, wenn man denn schon den Ball hat, darum gehen, einen Plan für den Ballverlust zu haben. Erstens um dann defensiv nicht zu offen zu stehen. Und zweitens, um durch das Wiedergewinnen von Bällen, schnell gegen eine mal ungeordnete Defensive agieren zu können. Auch beim 1.FC Köln entstanden zuletzt beide Tore durch Balleroberungen. Beim ersten Tor war es eine hohe Ballsicherung am gegnerischen Strafraum nach Kölner Abwehraktion, beim zweiten eine schnelle Eroberung nach Ballverlust zuvor.

Letztlich muss es bei all dem hübschen Ballbesitz, den man von den Gegnern oft aufgedrängt bekommt und der es einem ermöglicht, den Rhtythmus zu bestimmen, darum gehen, den Gegner trotzdem in Bewegung zu bekommen und in überraschende Positionen zu gelangen. Schnelle Balleroberungen sind das eine, mal ein gelungenes Dribbling mit guter Absicherung dahinter sind das andere. In jedem Fall muss man bei allem Ballbesitz auch immer wieder Bewegung in die Tiefe kriegen, um die gegnerische Verteidigung in Bewegung zu bringen.

Letztlich steht RB Leipzig beim fußballerischen Reifungsprozess vor der Aufgabe, vor der so viele Mannschaften mit ganz hohen Ambitionen stehen, nämlich Ballbesitz zu organisieren, der weder Selbstzweck noch brotlos ist. Bei diesem Prozess wird man in mancherlei Hinsicht der Spielanlage den Bayern und Dortmund immer ähnlicher, ist aber von der Umsetzung und von der individuellen Qualität her auch Meilen zurück.

Defensive relativ instabil

Vor allem in der defensiven Qualität zeigt sich das. Zwar lässt man gar nicht allzu viele Torschüsse zu, aber wenn dann werden die entsprechenden Abschlüsse auch schnell zu Großchancen. Bei zugelassenen Chancen- und Großchancen liegt man derzeit auf einem geteilten achten Rang in der Liga. Durchschnitt halt. In Sachen Offensive liegt man derweil ein ganzes Stück hinter Bayern und Dortmund zusammen mit Leverkusen irgendwo bei Platz 3 oder 4. In Sachen Balance zwischen Offensive und Defensive ist man jenes Top6-Team, das man gern sein würde.

Ein Kontertor hat man bisher erzielt, aber schon zwei gefangen (nur Köln und der HSV haben schon genauso viel kassiert). Das demonstriert vielleicht ganz gut die Transformation zu einem Ballbesitzteam, dem noch ein bisschen die Balance zwischen Offensive und defensiver Absicherung fehlt. Auch das hat man aus der Rückrunde der Vorsaison übernommen, als man nach einer defensiv extrem stabilen Hinrunde am Ende zu den elf Kontertoren (die meisten der Liga) auch neun Kontergegentore (die meisten der Liga) gesammelt hatte.

Rotation

Diese erste Saisonphase lief auch unter dem Obertitel ‚Lernen‘. Lernen mit den Herausforderungen umzugehen, die mit der Dreifachbelastung einhergehen. Belastungssteuerung war ein viel genutztes Zauberwort. Das führte zu einer recht großen Rotation. Schon 22 Spieler hat Ralph Hasenhüttl eingesetzt. Zwei Torhüter und 20 Feldspieler. Und damit auch alle Feldspieler bis auf die Nachwuchskicker Palacios, Abouchabaka und Kühn. 18 Spieler wurden bereits in mindestens vier Saisonspielen eingesetzt. Im Kern besteht die Rotation aus einem Torwart und 15 Feldspielern.

Mit den relativ häufigen Wechseln muss man natürlich auch erst mal umzugehen lernen. In der letzten Saison kam man noch mit einer Rotation von 11, 12 Feldspielern praktisch durch die Saison und hatte entsprechend viel Spielrhythmus. In dieser Saison fehlt genau diese Konstanz noch ein bisschen und müssen sich die Spieler an die neuen Gegebenheiten, die aus den englischen Wochen und aus einem breiteren Kader resultieren, gewöhnen.

Diesen Weg zu gehen und dabei vielleicht auch mal einen Rückschlag hinzunehmen, ist auf Dauer unausweichlich. Vielleicht sollte man es aber nicht mehr ganz so radikal machen wie in Augsburg, als man neun Spieler wechselte. Hasenhüttl nannte es die Herausforderung, von Spiel zu Spiel Frische zu bringen, ohne die Abläufe im Team und zwischen den Mannschaftsteilen zu sehr durcheinander zu bringen. Da ist man abgesehen von erwähntem Augsburg-Spiel auf einem guten Weg. Ein bisschen Luft nach oben bleibt. Wenn man in diese neue Rotationswelt hineinwächst, wird das viele sportliche Dinge in den kommenden Wochen einfacher machen.

Mit dieser Rotation geht natürlich aber auch Unzufriedenheit einher. Schon jetzt sind vor allem Dominik Kaiser, Benno Schmitz, Ibrahima Konaté und Marvin Compper recht deutlich hinten dran. Bei Konaté war das aufgrund des sehr großen Sprungs für einen sehr jungen Spieler ein bisschen zu erwarten. Bei Compper, der letztes Jahr noch ein sehr verlässlicher Innenverteidiger war, kommt das schon überraschender. Nach seinem 45minütigen Einsatz in Augsburg wurde er schon recht deutlich vom Trainer kritisiert. Und auch Kaiser hat sich die Saison sicherlich anders vorgestellt, aber die Verpflichtung von Kevin Kampl wies recht deutlich darauf hin, dass Kaisers Einsatzzeiten nicht gerade anwachsen werden. Derzeit spielt er so ein bisschen die Khedira-Rolle von letzter Saison, ist also ein Spieler, der mal am Ende hineinkommt, wenn es gilt einen Spielstand abzusichern.

Problemkinder Naby Keita und Emil Forsberg

Noch nicht so wirklich in der Saison angekommen, sind Emil Forsberg und Naby Keita, also genau jene Spieler die letzte Saison neben Timo Werner die Garanten für den Erfolg waren und in vielen Spielen den Unterschied ausmachten. In dieser Saison tun sie sich noch schwer und liegen in Sachen Torbeteiligungen auf Augenhöhe mit Diego Demme, aber auf 90 Minuten gesehen deutlich hinter Werner, Sabitzer, Augustin oder Kampl.

Forsberg kam zuletzt etwas besser in Fahrt, nachdem er zu Saisonbeginn auch wegen Krankheit zwischen Feld und Bank oder Bett pendelte und nicht in seinen Rhythmus fand, auch weil er körperlich nicht auf dem Niveau seiner Mitspieler war. Bei Keita bleibt das Gefühl, dass er zusätzlich zu seiner letzte Saison schon sichtbaren Laxheit in manchen Situationen (Dribbling oder auch Passspiel) nun noch etwas übermotiviert zu Werke geht und mit seinen häufigen Foulspielen nicht mehr so gut durchkommt wie noch im Vorjahr. Eine rote Karte, dazu in Istanbul nur mit viel Glück an Gelb-Rot vorbeigekommen. Bisher ist es noch nicht die Saison des 70-Millionen-Mannes mit dem Magneten im Fuß, wenn man mal vom Geniestreich zum 1:0 in Hamburg absieht.

Vielleicht ist es das erstaunlichste an den ersten Wochen der Saison, dass man trotz dieser noch nicht zu 100% funktionierenden zentralen Stützen Forsberg und Keita ganz gut aus den Startlöchern gekommen ist und zu den offensivstärksten Teams der Liga gehört. Ganz leicht geht es zwar nur selten von der Hand, aber im Verbund und offensiv vor allem mit der Hilfe eines bisher überragenden Sabitzer löst man auch viele Dinge sehr gut. Das spricht für die Breite des Kaders und für die Qualitäten als Team, denn ohne Keita und Forsberg auf hohem Niveau ist RB Leipzig nun auch nicht gerade zwangsläufig ein Top4-Team in der Bundesliga.

Höherer Laufaufwand

Auch lernen wollte man in dieser Saison, Siege mit weniger Aufwand einzufahren. Prinzipiell bietet sich ein guter Ballbesitz dafür ja auch an, auch mal das Tempo und das Spiel zu kontrollieren. Allerdings brach bisher das Ballbesitzspiel oft gerade dann zusammen, wenn man es zur Beruhigung des Spiels gebraucht hätte.

Wenn man auf die Laufdaten schaut, dann lässt sich auch noch nicht erkennen, dass sich die Idee mit dem geringeren Aufwand schon einlöst. Im Gegenteil, man läuft im Schnitt noch ein bisschen mehr als in der Vorsaison (wobei das nach sieben Spieltagen erst mal nur eine Tendenz und noch kein finales Ergebnis ist). Was aber auch nicht heißt, dass man im Ligavergleich diesbezüglich eine dominante Größe wäre. Man ist weiter nur besserer Durchschnitt. Zusammengenommen mit der permanenten Spielbelastung bleibt es aber trotzdem ein hoher Aufwand, der betrieben wird und wie in Köln betrieben werden muss, um überhaupt Punkte mitzunehmen.

Auf und Ab

Insgesamt war dieser Block mit sieben Spielen in 24 Tagen keiner, durch den RB Leipzig mit größter Leichtigkeit durchmarschiert wäre. Vielmehr war es viel Auf und Ab, viel Umgehen mit neuen Reizen und Herausforderungen und auch einiges an Inkonstanz. Das Spiel in Hamburg (2:0) war ok, stand aber auch lange auf der Kippe. Im Heimspiel gegen Monaco (1:1) stand wie erwähnt die Nervosität im Weg. Im Heimspiel gegen Mönchengladbach (2:2) konnte man trotz zweimaliger Führung nicht gewinnen und verlor im Spielverlauf komplett die Kontrolle über die Partie.

Die Partie in Augsburg (0:1) war der Tiefpunkt der englischen Wochen, weil man 15 Minuten lang nicht gut auf die Partie eingestellt war und die restliche Zeit kopflos gegen die Niederlage anrannte. Gegen Frankfurt (2:1) spielte man dann lange solide und abgeklärt, um dann doch wieder die Kontrolle über das Spiel zu verlieren und fast noch den Ausgleich zu kassieren. In Istanbul (0:2) spielte man 20 ganz schlimme Minuten, um sich in einer sehr guten zweiten Halbzeit nicht mit Toren zu belohnen. Und zuletzt in Köln (2:1) war man in einem Torschussfestival das etwas torgefährlichere Team.

Fazit: Viel sowohl als auch

Insgesamt gibt es mal jenseits der Ergebnisse viel sowohl als auch. Es gibt sehr viele gute Ansätze, auch aus dem Ballbesitz heraus, dominant und offensiv gefährlich aufzutreten. Es gibt auch gute Ansätze, die Neuzugänge wie vor allem Augustin und Kampl und mit Abstrichen Bruma und Laimer einzubinden, was die Qualität des Teams deutlich erhöht. Es gibt aber auch immer wieder individuelle Fehler, die das Team zurückwerfen oder Spielphasen, in denen man die Ordnung und die Kontrolle verliert und ins Hintertreffen gerät oder Punkte (fast) verschenkt.

Nach zehn Pflichtspielen steht man in der Bundesliga auf Platz 4, hat im DFB-Pokal die zweite Runde erreicht und ist in der Champions League bei ein, zwei Punkten zu wenig nie unterlegen gewesen. Trotz aller Dinge, die gerade im Defensivverhalten offensichtlich noch nicht so richtig gut funktionieren, hat man sich eine prima Ausgangssituation geschaffen, um in die Tiefen der Saison zu starten. Wenn man bedenkt, dass diese Spielzeit noch Lerneffekte bezüglich Rotation, Spielrhythmus, Spielbalance und Konstanz mit sich bringen kann und vielleicht auch Forsberg und Keita noch stärker wieder in ihre Rollen als kreative Köpfe des Teams hineinwachsen, dann sind das für RB Leipzig eigentlich gute Neuigkeiten.

In den kommenden Wochen warten mit zweimal Bayern, zweimal Champions League gegen Porto, dem Auswärtsspiel in Dortmund und den Heimpartien gegen die starken Aufsteiger aus Hannover und Stuttgart ganz dicke Brocken. Dann wird sich bereits zeigen, ob man auf dem Weg, ein erwachsenes Fußballteam zu werden, das mit Ballbesitz und Rotation trotzdem konstant und ausbalanciert kicken kann, schon weitergekommen ist. Der Start in die Saison und die Transformation zu einem Ballbesitzteam, das ein vernünftiges Gegenpressing hat, war ok, hat aber auch Probleme im Defensivverhalten als Team und in der Zielstrebigkeit im Offensivspiel offengelegt. Mal sehen, was man davon in der Länderspielpause aufgearbeitet kriegt.

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Die ganz große Zufriedenheit ist bei Ralph Hasenhüttl noch nicht ausgebrochen. Schlecht war der Saisonstart bisher aber auf gar keinen Fall. | GEPA Pictures - Sven Sonntag
GEPA Pictures – Sven Sonntag

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4 Gedanken zu „Guter Saisonstart trotz Problemen“

  1. Mein Güte, ich dachte, ich hätte Urlaub bis zum 13. Aber das betrifft wohl nur die Pressearbeit. Deine Schlagzahl hier ist immer wieder beeindruckend. Hoffentlich kannst Du Dir noch zwei, drei Jahre Zeit geben. Ich denke, so lange wird es schon noch brauchen, um Dein Projekt wachsen zu lassen. Wie auch immer, Dankeschön!

  2. Das gezogene „Resümee“ durch die eingelegte Zwangspause belegt eindeutig, dass im „RaBa“ – Getriebe noch einige Baustellen abzuarbeiten sind! Doch ehrlich gesagt, die Entwicklung ist doch trotzdem o.k., auch wenn noch viele Anhänger die nicht ganz durchdachte Abmeldung der U-23 Mannschaft immer noch nicht verstanden haben, weil damit auch die ständig verkündete Vertrauensförderung zum direkten Anschlusskader einen großen Knacks erhielt, was auch im Beitrag unter „Jugend forscht“, (allerdings in der Vergangenheitsform) Erwähnung fand…….

    Die vielen Worte zum Ballbesitz hätten durchaus reduziert werden können, „RBB“, weil es meiner Meinung nur einen Sinn hat, wenn mit dem Ballbesitz auch unbedingt ein möglicher aggressiver, überfallähnlicher Drang zum gegnerischen Tor gestartet und so oder so auch abgeschlossen wird! Mich macht es in der Praxis regelrecht verrückt und sogar wütend, von taktischen Notwendigkeiten allerdings abgesehen, wenn allgemein einige Stationen nach vorn klappten und mit einem überraschenden Rückpass fast bis zur eigenen Verteidigung mit einem Male alles umsonst war…….! Da werden sicherlich nicht nur bei mir Erinnerungen wach als die damalige „Rakete“ Frahn nach nur ca. acht Sekunden nach dem Anpfiff, angepuscht vom heute in Dänemark beschäftigten Trainer
    Zorniger, ein Tor schoss!

    Mit der „Rotation“ hat sich der heute mutige Trainer Hasenhüttl ein wenig zu weit aus dem Fenster gelegt. Es sollte aber auch ein Zeichen gewesen sein, dass er seine eigenen Ideen auch entsprechend umsetzen darf! Die manchmal unverständlichen personellen Maßnahmen gaben allerdings auch den sonstigen Reservisten das Gefühl, auch zur Mannschaft zu gehören.

    Die Geschichten um Keita und Forsberg schmälern leider das bisher positive Auftreten der Leipziger in dieser Saison. Da sieht man wieder einmal, welchen Wert in Wirklichkeit diese Langzeitverträge in der Wirklichkeit haben……

    Die Mannschaften, die die meisten km zurückgelegt haben, müssen nicht immer auch die erfolgreichsten gewesen sein. Es ist bei diesen Zählungen meistens untergegangen, dass einige Vereine mit Spitzenwerten dabei waren, deren Spieler allerdings vordergründig nur versuchten, verlorengegangene Bälle wieder zurück zu erobern!

    Es wird noch eine spannende Saison für die Leipziger werden, die bestimmt mit verschiedenen Überraschungen bestückt ist……

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