Würdiger Auftakt

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen AS Monaco (13.09.2017, 20.45 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Willi Orban.]

Europapokal. Champions League. Klingt noch sehr unwirklich. Aber die Realität rückt immer näher, denn Mittwochabend ist es soweit und RB Leipzig empfängt im ersten internationalen Auftritt der Vereinsgeschichte den AS Monaco (eigentlich die AS, weil die Sportvereinigung, die Association).

Ein wenig war an manchen Stellen nach der Auslosung eine kleine Enttäuschung zu verspüren, dass da keiner der ganz großen Namen als Champions-League-Gegner zugelost wurde. Rein sportlich gesehen bekommt man mit Monaco ein Team vor die Brust gesetzt, das sicherlich der Favorit in Gruppe G ist (wenn auch der Abstand zum Rest nicht so riesig ist wie bspw. zwischen PSG und RSC Anderlecht). Und vielleicht ist es ja sogar so etwas wie der passende Gegner, um in den europäischen Wettbewerb zu starten.

Denn ein wenig ähneln sich RB Leipzig und Monaco, zumindest hinsichtlich ihrer Einkaufsstrategie. Wie RB setzt man auch in Frankreich darauf, junge Spieler zum Team zu holen, die eine gewisse Wertsteigerung versprechen. Den zweiten Sommer in Folge hat man deswegen mehr als 150 Millionen Euro durch Spielerverkäufe eingenommen. Und da ist der 180-Millionen-Mbappe-Transfer vom kommenden Sommer noch gar nicht eingepreist.

Mit Bernardo Silva, Benjamin Mendy und Tiemoué Bakayoko hat man drei 21-Jährige für rund 150 Millionen Euro nach England abgegeben. Von den elf meisteingesetzten Spielern der Vorsaison hat man vier Spieler verloren. Plus Kylian Mbappe, das Supertalent, der erstmal leihweise nach Paris ging, um dann kommenden Sommer fix dorthin zu wechseln.

Wenn man fünf Spieler dieser Qualität verliert, sollte das auch mit einem gewissen Bruch im Spiel und in der Mannschaft verbunden sein. Sprich, das Team sollte ein wenig Zeit brauchen, um den Umbruch auch zu gestalten und sich einzuspielen. Wenn man rein die Resultate als Maßstab nimmt, dann hat Monaco den Umbruch gut hinbekommen. Denn in der Liga hat man von den ersten fünf Spielen bereits vier gewonnen. Allerdings stand zuletzt wie schon in der Vorsaison eine 0:4-Klatsche in Nizza.

Zuvor hatte man aber saisonübergreifend 16 Spiele am Stück gewonnen in Frankreich und war 24 Spiele ohne Niederlage geblieben. Mitte Dezember 2016 hatte man in der Ligue 1 das letzte Mal verloren. Meister wurde man seitdem vor Paris Saint Germain, zog in der Champions League ins Halbfinale ein (Niederlage gegen Juventus Turin) und stand im Finale bzw. Halbfinale des französischen Liga- bzw. Landespokals (jeweils Niederlagen gegen Paris Saint Germain).

Rein sportlich gesehen war Monaco also in den letzten Monaten ganz heißer Scheiß. Mit jungen, schnellen Spielern hat man auch in Europa für Furore gesorgt, aber sich vor allem mit der nationalen Meisterschaft ein kleines Denkmal gesetzt. Die Frage ist nun, wie viel von dieser Qualität man mit in die neue Saison nehmen kann.

Positiv dabei, dass man das eingenommen Geld gleich wieder in viel Qualität investiert hat. Bis auf Stürmer Stevan Jovetic und Rechtsaußen Rachid Ghezzal hat man dabei wieder auf Spieler bis 23 Jahre gesetzt. Rund 100 Millionen Euro hat man investiert. Mit Keita Balde (Lazio Rom), Youri Tielemans (Anderlecht), Terence Kongolo (Rotterdam), Adama Diakhaby (Rennes) oder Soualiho Meite (Waregem) hat man neben den zwei genannten wieder einiges an junger Qualität und damit einiges an Potenzial und Wiederverkaufswert in die Mannschaft geholt.

In eine Mannschaft, die aus der Vorsaison auch noch über ein gutes Grundgerüst verfügte. Vor allem die Zentrale mit Subasic (Tor), Glik, Jemerson (beide IV), Fabinco, Mouthino (beide zentrales Mittelfeld) und Falcao im Sturm war auch letzte Saison so schon oft zusammen. Dazu noch der von Liverpool umworbene Lemar auf der linken Seite, der allerdings gegen RB verletzt ausfällt. Zusammen mit den Transferadditionen hat der AS Monaco einiges an Qualität im Kader, mit der man auch diese Saison national und international wieder für Furore sorgen könnte.

Spieltaktisch ist Monaco eher ein auf Ballbesitz setzendes Team. Mit Moutinho und Fabinho hat man da in der Mittelfeldzentrale zwei Spieler, die sich immer wieder zwischen die Innenverteidiger oder auf eine der Außenverteidigerpositionen fallen bzw. abkippen lassen, um von dort das Spiel zu gestalten. Lemar oder Lopes (bzw. die jeweiligen Vertreter) sollen dann über die Außenbahnen für Betrieb sorgen, während im Angriff Kapiän Falcao (schon sieben Tore in der Liga in fünf Spielen) und der noch etwas unglücklich wirkende Neuzugang Diakhaby auf Zuspiele warten.

Vergleichsweise wenig läuft bei Monaco über die Zentale, vergleichsweise viel über die Flügel. Vergleichsweise viel läuft auch über kurze, flache Pässe und nicht über den langen Ball. Spielkultur steht im Vordergrund. Verbunden eben auch mit einer gewissen Pressingresistenz, aber ganz grundsätzlich auch eine Spielweise, die RB Leipzig ein wenig liegt, weil man einen Spielaufbau hat, gegen den man arbeiten und den man auf den Außenpositionen einklemmen kann.

Interessanterweise kassierte Monaco gegen Nizza am vergangenen Wochenende einige Konter. Was aber gar nicht grundsätzlich das Problem des Spielaufbaus war, sondern vor allem eines des schlechten Umschaltens in die Defensive nach Ballverlusten tief in der gegnerischen Hälfte. Das wiederum ist durchaus etwas, worauf ein Team wie RB natürlich lauert.

Organisiert ist Monaco gegen den Ball im 4-4-2. Dabei ist man gar nicht so sehr ein Team, das auf hohe Ballgewinne setzt. Vielmehr verteidigt man mit zwei Viererketten dicht in der eigenen Hälfte und am eigenen Strafraum. Die zwei Stürmer beschäftigen derweil ein wenig den gegnerischen Spielaufbau. Es ist ein dichtes, unangenehmes, aber auch etwas gewöhnliches Verteidigen, bei dem man aus dem Spiel heraus durchaus anfällig ist. In der Defensivkette ist man in der Innenverteidigung und rechts außen sehr physisch und robust besetzt. Gerade Rechtsverteidiger Sidibe ist von ungewöhnlicher Statur. Aber ganz unanfällig ist die Formation nicht.

Verbunden mit sehr robusten, physisch starken Spielern ist auch eine der Stärken der Monegassen. Schon letzte Saison war man das beste Standardteam der Liga. Auch diese Saison hat man in fünf Spielen schon wieder acht(!) Tore nach Standards geschossen. Wobei da das Freak-6:1 gegen Marseille dabei war, als man in einem ausgeglichenen Spiel einen Standard nach dem anderen versenkte. Aber einen Glik beispielsweise zu verteidigen, ist im eigenen Strafraum nicht ganz einfach. Fünf Tore haben Sidibe, Glik und Jemerson zusammen schon auf dem Konto.

Insgesamt ist Monaco ein Team, das über sehr viel Qualität im Kader, eine gute Organisation, viel Ballsicherheit und gute Standards verfügt. Es bleibt nach den ersten Spielen der Saison aber auch ein wenig das Gefühl, dass noch nicht alles zu 100% passt. Dazu gehört auch, dass die Neuzugänge bisher noch nicht wirklich zum Zug gekommen sind. Und dazu gehört wahrscheinlich auch, dass die Saison erst nach dem Mbappe-Abgang und nach der ersten Länderspielpause nun so richtig losgeht und sich die Mannschaft finden kann. Potenzial und viele interessante Spieler hat man. Ob man daraus im 4-4-2 auch kurzfristig so etwas wie ein tragfähiges Spektakel schnitzen kann, muss man abwarten.

Auf jeden Fall hat man einen Kader mit 16 bis 18 Feldspielern auf zumindest gutem europäischem Niveau. Und man hat einige Spieler im Kader, die in der Champions League mit dem Halbfinaleinzug letzte Saison auch schon Erfolge gefeiert und Blut geleckt haben.

Gegen dieses interessante Team rückt RB Leipzig mit sehr wenig internationaler Erfahrung an. Zumindest was die Champions League betrifft. Wie schon letzte Saison in der Bundesliga versucht man das auch diese Saison in Europa als Chance und nicht als Makel zu verkaufen. Zudem spürt man aus den meisten Wortäußerungen, dass man sehr wohl sehr gern ins Achtelfinale will und das mehr ist als ein ‚mal gucken, wie es läuft‘.

Dafür wäre es wiederum sehr gut, wenn man aus dem ersten Gruppenspiel punktemäßig was mitnehmen kann. Auch wenn die Aufgabe nicht ganz einfach ist. Wobei man damit rechnen darf, dass man gegen Monaco nicht mehr so einen großen Ballbesitz wie in der Bundesliga (62,6% bisher in den ersten drei Spielen) hat. Man also mithin ein wenig stärker entlang der eigenen Stärken im Spiel gegen den Ball und im Umkehrspiel agieren kann.

Weswegen vielleicht ein Ausfall wie der von Keita (so schlimm er wäre) gar nicht so schwer ins Gewicht fallen würde wie in anderen Spielen. Denn auf der Doppelsechs käme man diesmal vielleicht auch gut mit einem Duo mit viel Qualität im Spiel gegen den Ball durch. Wer bis Mittwoch fit ist und wer vielleicht eine Pause braucht, ist schwer vorherzusagen. Compper wird wohl nach Erkältung eher ausfallen. Forsberg dürfte zumindest auf die Bank zurückkehren. Und ansonsten besteht wahrscheinlich eher die Qual der Wahl und im erst zweiten Spiel der englischen Wochen vielleicht noch nicht ganz so viel Grund zum Rotieren.

Interessant wird sowieso, wie Hasenhüttl in den kommenden Spielen auf den Zehnerpositionen plant. So wie Kampl in Hamburg aufgetreten ist, kommt man an ihm schon sehr kurzfristig nicht vorbei. Und dann gibt es nur noch eine weitere Position, wenn man nicht anfängt, die Spieler herumzuschieben. Bei einem Keita-Ausfall wäre es aber gegen Monaco auch gut möglich, wenn Kampl die offensivere Position in der Doppel-Sechs neben Demme besetzt.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg (Bernardo) – Demme, Keita (Laimer, Kampl) – Sabitzer, Forsberg (Kampl) – Poulsen (Augustin), Werner
  • AS Monaco: Subasic – Sidibe, Glik, Jemerson, Jorge – Fabinho, Mouthinho – Lopes (Ghezzal), Balde (Diakhaby) – Diakhaby (Jovetic), Falcao

Fazit: Es ist ein würdiger Auftakt für RB Leipzig in die erste Champions-League-Saison. Der letztjährige Halbfinalist AS Monaco ist mit einem sehr guten und talentierten Team zu Gast. Ein Team, das aufgrund des frühen Zeitpunkts in der Saison und aufgrund des Ballbesitzfokus durchaus anfällig für das Leipziger Spiel gegen den Ball sein könnte. Auf der anderen Seite verfügt Monaco mit einer gewissen Pressingresistenz und großen Qualitäten beim ruhenden Ball auch über genug Waffen, um RB Leipzig richtig weh zu tun. Spannendes Duell, nach dem man ein bisschen besser wissen wird, wo in Europa RB schon steht.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen AS Monaco nicht vor Ort verfolgen kann und am 13.09.2017, ab 20.45 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. AS Monaco

  • keine

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Will zum zweiten Mal in dieser Saison gegen den HSV gewinnen: Ralph Hasenhüttl. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel von RB Leipzig gegen AS Monaco mit Ralph Hasenhüttl und Willi Orban.

18.24

So, dann geht es mal in die Champions League. Großer Medienauflauf heute hier in der Red Bull Arena. Besonders das Kameraaufkommen ist durchaus beeindruckend

18.28

Mittwochabend. Flutlicht. Champions-League-Hymne. Das wird schon ein bisschen besonders morgen. Und wenn dann angepfiffen wird, ist auch dieses ganze Zeug mit den Berichten von der Ankunft von Monaco im Hotel und wer welchen Anzug trägt und wer welche Gedichte schreibt, dann endlich vorbei.

18.30

Über das Spiel steht hier drüber ja schon genug. Tatsächlich bin ich sehr gespannt auf Monaco und wo RB im Verhältnis dazu leistungstechnisch steht.

18.33

Willi Orban: „Absolutes Highlight morgen. Ein Jahr lang hart dafür gearbeitet. Vorfreude ist riesig. Emotionales Highlight.“

Heute mit französischer Übersetzung. Das gibt mehr Zeit zwischen den Fragen.

18.34

Orban: „Man spürt die Euphorie in der Stadt. Schon letzte Saison haben sich alle gefreut. In der Champions League ist es noch mal gewachsen. Leute freuen sich riesig auf die Gruppenspiele. Wird für Verein und Region ein Fest.“

Also die Übersetzung gibt es natürlich nur hier vor Ort und nicht im Blog..

18.36

Orban: „Monaco ist eine gestandene Mannschaft. Letzte Saison in der Champions League die Qualitäten gezeigt. Wir dürfen sie nicht spielen lassen und uns nicht verstecken. Wir haben auch unsere Qualitäten und müssen unser Speil durchziehen. Traue uns eine große Überraschung zu.“

18.39

Orban: „Hatte bei meinem Wechsel von Kaiserslautern nach Leipzig bestimmte Visionen auch von Europa. Dass es so schnell geht, war nicht zu erwarten. Jeder Spieler träumt von der Champions League. Wird morgen Realität.“

„Kenne natürlich Falcao. Sehr erfahren und mit viel Qualitäten im Abschluss. Müssen besonders auf ihn aufpassen.“

18.43

Orban: „Heute ganz normal trainiert. Werden jetzt essen und gut nachbereiten und vielleicht die Champions-League-Spiele gucken. Für mich wäre ein Heimsieg morgen eine Überraschung.“

Dass Berti Vogts RB als Geheimfavorit auf den Gewinn der Champions League sieht, ist etwas übertrieben. „Aber wir geben unser Bestes.“ (schmunzelt)

„In der Anfahrt zum Spiel wird wenig anders sein. Spätestens bei der Champions-League-Hymne wird aber der eine oder andere Gänsehaut haben und emotioal sein. Danach müssen wir uns auf unser Spiel konzentrieren.“

18.44

Orban zur mentalen Vorbereitung: Nichts besonderes gemacht. Vorbereitung wie in der Bundesliga. „Ist auch nur ein Fußballspiel, wenn auch ein besonderes und wichtiges.“ Vielleicht morgen vor dem Spiel noch ein Motivationsvideo für das Team.

18.45

Das war es hier erstmal von Willi Orban, der schon mal die Außenseiterrolle für sein Team klarmacht. Gleich kommt Ralph Hasenhüttl. Durch die Übersetzung zieht sich die Veranstaltung natürlich etwas stärker als sonst.

18.48

Ralph Hasenhüttl: „Nicht angespannt, ich bin fokussiert, aber auch kein großer Unterschied zur Bundesliga. Bälle haben eine andere Farbe beim Training. Dann weiß man, dass man nicht allles falsch gemacht hat letzte Saison..“

„Bleibt einem nicht verborgen, dass die Eurphorie groß ist und die Stadt sich auf das Spiel freut. Belohnung für die letzte Saison. Gibt hohe Erwartungen an uns. Wird viel positives von uns erwartet.“

18.50

Hasenhüttl zur Personallage: Naby Keita hat das Training abgebrochen. Wird wohl nicht spielen können, „Wenn kein Wunder passiert über Nacht.“ Laimer oder Ilsanker oder Kampl als Alternativen. „Entscheide ich morgen vormittag.“

18.52

Hasenhüttl: Ausfall von Lemar und Abgang von Mbappe macht Aufgabe nicht einfacher. „Ausgewogener Kader. Viel Qualität in den eigenen Reihen. Unangenehm zu bespielen. Viele Standardtore. Da müssen wir hellwach sein. Umschaltspiel von Monaco ist bekannt. Traue uns zu, dass wir Rätsel aufgeben und überraschen können. Auch ohne Keita viele Spieler die für Gefahr sorgen können. Sind gespannt und freuen uns auf die Aufgabe,“

18.56

Hasenhüttl zu Augustin oder Poulsen: „Werde überraschenderweise nicht sagen, wer spielt.“ (schmunzelt) Lob für Augustin. „Sprechen ein paar Punkte für Poulsen und ein paar für Augustin. Werde ich morgen entscheiden. Ist eine der offenen Positionen.“ Beide zusammen werden nicht spielen.

Kein Bock über Transfergerüchte zu reden. „Timo Werner ist im Fokus, klar. Aber er macht sich im Moment keine Gedanken über einen Wechsel. Weiß, was er dem Verein zu verdanken hat. Unser System passt perfekt zu ihm. Bin überzeugt, dass er noch ein paar Jahre für uns spielt. Wir wissen, was wir für ihn machen müssen.“

18.58

Hasenhüttl: „Möchten in der Champions League für Überraschungen sorgen. Sind neu im Wettbewerb, aber wollen nicht nur dabei sein. Morgen kommt die erste Herausforderung und wir werden versuchen unsere allerallerbeste Leistung zu bringen. Versuchen in den Wettbwerb zu finden. Ist Belohnung, aber auch Verantwortung, weil man auch für Deutschland spielt. Sind motiviert und voller Selbstvertrauen.“

19.03

Hasenhüttl noch mal zu Berti Vogts Geheimfavoriten-These: „Schön, dass er uns viel zutraut. Wahrscheinlich, weil wir letztes Jahr schon was geschafft haben, was unmöglich erschien. Wäre schön, wenn wir nur Teile des Vertrauens bestätigen können. Hilft uns aber nicht beim Spiele gewinnen, was Berti Vogts sagt.“

„Sind mittlerweile eine Mannschaft mit mehreren Gesichtern. Können jetzt auch Ballbesitz. Letzte Saison zu Beginn weniger als 50%. Haben die Aufgaben, die uns gestellt wurden, gelöst. Mannschaft hat gezeigt, was sie im letzten Jahr gelernt hat und was sie kann. Ist nicht so einfach, gegen uns zu gewinnen.“ Man kann sich flexibel auf Aufgaben einstellen. „Mit ist nicht Bange, auch nicht vor der Champions League.

19.06

Hasenhüttl: Weiß noch nicht, wer der stärkste Gegner der Gruppe ist. Wenn man die letzte Saison als Maßstab nimmt, dann wäre es Monaco. „Monaco hat uns Erfahrung voraus. Das ist sicherlich nicht hinderlich. Müssen unsere Unbekümmertheit dagegen setzen. Müssen uns an den Plan halten, den wir der Mannschaft mitgeben. Mannschaft ist fokussierter und ruhiger als vor einem Bundesligaspiel. Man merkt die Vorfreude, sich mit den besten Mannschaften zu messen.“

19.08

Irgendwas mit ‚Franzosen haben in Leipzig schon ewig nichts mehr gewonnen‘.

Anzug für die Champions League liegt bereit. Anzug passt zu dem Spiel. „Dann fühle ich mich darin auch wohl.“

19.11

Das war es von hier. Hasenhüttl und Orban setzen auf die Pychologie des Überraschens. Sprich, man versucht es mit der Rhetorik der Vorsaison. Unbekümmert die favorisierten Teams ärgern. Heißt natürlich wie schon in der Vorsaison nicht, dass man nicht allzu weit im Hinterkopf dann doch auch den sportlichen Erfolg hat. Unbekümmert erfolglos will man dann doch sicher eher nicht..

19.12

In 24 Stunden ist die Red Bull Arena dann schon hell erleuchtet. Macht das Beste draus. Viel Spaß mit diesem ersten Abend in Europa.

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2 Gedanken zu „Würdiger Auftakt“

  1. Auch Du bist ein Teil von der großen ganzen Geschichte um den einzig wahren Rasenballsport!

    Ich habe Deine Beiträge ab der Regionalliga immer wieder gerne gelesen, wie auch die PK’s.
    Und nun.
    Nun tickerst Du nicht vor der RB-Wand sondern verkleidet mit den Champions League Utensilien.
    Verrückt.
    Jetzt geht es nicht mehr über Zorniger, Sebastian uvm sondern um Falcao oder Lemar oder Anzüge und Napoleon.

    Danke!
    Und auch Dir viel Spaß morgen!
    Und hoffentlich kann ich Dir mal ein Bier ausgeben!

    Ach ja.
    Egal wie das Spiel ausgeht, aber ich bin sicher, Deine Analyse am Donnerstag werde ich mit Dauergänsehaut lesen.

    1. Dem ist nichts hinzuzufügen – ich freue mich auf die Gänsehaut, die nicht vom Frieren kommt! 🙂

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