Bundesliga: FC Schalke 04 vs. RB Leipzig 2:0

Erster Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig ging es zu Schalke 04. Interessantes Duell zweier Teams, die man in dieser Spielzeit im oberen Tabellendrittel erwarten könnte. Interessant auch, weil man bei beiden Mannschaften nicht so richtig wusste, wo sie stehen. Wenn man die 90 Minuten als Maßstab nimmt, dann ist RB Leipzig abgesehen von Aktionen im letzten Drittel schon sehr weit und wusste Schalke durch gute Defensivarbeit und taktisches Konzept zu gefallen.

In die Partie gegangen war RB Leipzig wie erwartet ohne Diego Demme und auch ohne Emil Forsberg. Demme blieb zu Hause, weil er noch nicht ganz fit ist. Forsberg durfte nach Angina auf der Bank sitzen. In der Innenverteidigung entschied sich Hasenhüttl auch diesmal für Upamecano und nicht für Compper. Etwas überraschend vielleicht, dass die Doppelsechs von Laimer und Ilsanker gebildet wurde. Dafür rückte Keita statt Bruma nach vorn auf die Forsberg-Position.

Wobei Hasenhüttl seine Formation als ein 4-3-3 mit Laimer und Keita auf der Acht erklärte. Ganz in live sah man (bzw. ich als Beobachter) diese klare Formation mit Sabitzer, Poulsen und Werner als Anläufer in vorderster Front nur in den allerersten Spielminuten. Danach war es eigentlich recht schnell wieder meist ein 4-2-2-2, in dem Keita aber tatsächlich eine etwas tiefere Rolle spielte, als es ein Forsberg normalerweise tut.

Schalke auf der anderen Seite spielte im in der Vorbereitung eingeübten 3-4-3, das auch relativ schnell in ein 5-4-1 abkippen, sich also sehr defensiv formieren kann. Im 3-4-3 ist aber auch ein gutes Pressing möglich. Leon Goretzka kehrte für Schalke neben Bentaleb auf die Doppelsechs zurück und machte in beide Richtungen des Feldes eine gute Partie. Im Sturm hatte sich Burgstaller kurzfristig verletzt und wurde durch di Santo ersetzt, der zumindest viel arbeitete. Höwedes blieb auf der Bank, aber das war nach Verletzung so auch zu erwarten.

Die erste Halbzeit dieser Saison gehörte eigentlich komplett RB Leipzig, Man zog ein mehr als passables Ballbesitzspiel auf, das man bis zum gegnerischen Strafraum sehr sicher durchzog. Dazu war man hochgradig wach nach Ballverlusten und immer wieder schnell am Gegner dran. Daraus resultierten viele gute Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte, bei denen vor allem die Doppelsechs eine sehr gute Figur machte.

Eigentlich lief also alles nach Matchplan. Gut im Ballbesitz, aber auch immer wieder Situationen kreierend, in den man den Gastgeber durch Balleroberungen in Unordnung erwischen konnte. Nur Chancen resultierten aus dem Auftritt praktisch überhaupt nicht. Denn ab der Strafraumgrenze war Schluss mit der Herrlichkeit. Fehlende Zielstrebigkeit. Ungenaues Spiel. Ungenaue letzte Pässe. Nicht immer die nötigen Wege in die Tiefe (die von der Schalker Abwehr aber auch gut zugestellt waren).

Vielleicht bezeichnend dafür Naby Keita, der eigentlich eine gute Partie machte und seine typische Dynamik in die Begegnung einbrachte. Am letzten Pass scheiterte er allerdings in schöner oder unschöner Regelmäßigkeit. Ein Phänomen, das man auch in der letzten Saison schon immer mal sah, dass der letzte Pass aus einer offensiven Position heraus, nicht so genau gespielt wurde, wie es nötig wäre, um daraus tatsächlich Tore entstehen zu lassen.

Ralph Hasenhüttl hatte am ersten Spieltag gute Gründe für erhöhte Unzufriedenheit. | GEPA Pictures - Sven Sonntag

Schalke auf der anderen Seite hatte erhebliche Mühe, sich aus der Umklammerung zu befreien. Man verteidigte vor allem in der Spielfeldmitte am und im Strafraum sehr aufmerksam und versuchte es immer wieder mit Spielverlagerungen auf die Außenpositionen. Gelegentlich kam man dadurch auch in aussichtsreiche Angriffspositionen, die ganz große Torgefahr kam dabei aber auch nur selten auf. Trotzdem war man insgesamt gefährlicher als RB. Bei einem Kopfball von Goretzka, einem Fernschuss von Bentaleb (großartig von Gulacsi gehalten) und einem Abschluss von di Santo war man schon an der Führung dran. Auf der anderen Seite hatte Sabitzer nach 40 Minuten den ersten Schuss, den Fährmann halten musste. Ein eher harmloser Abschluss, den Schalkes Keeper locker fing.

Aufgrund der fehlenden Durchschlagskraft des dominanten RB-Spiels war es eigentlich ein klassisches 0:0-Spiel. Wenn da nicht Dayot Upamecano gewesen wäre. Der hätte eigentlich schon vorher bei zwei als Fouls gepfiffenen Aktionen lernen können, dass Schiedsrichter Zwayers Linie bei Körperkontakt eher kleinlicher Natur ist. Hatte er aber nicht. Und so wurde eine Körperkontakt-Aktion des Franzosen nach einem Konter gegen di Santo mit Elfmeter geahndet. Völlig unnötig, weil Upamecano den Stürmer schon eingeholt und zugestellt hatte, bevor er ihn dann in eher ungefährlicher Schussposition doch mit seinem Körper zu Fall brachte.

Auch der Videoschiedsrichter wollte an dieser Zwayer-Entscheidung nicht herumkritteln, sodass Nabil Bentaleb den Strafstoß in den Maschen versenken konnte. 1:0 zur Pause, nachdem man 45 Minuten praktisch alles bis auf die entscheidenden Aktionen im Schalker Strafraum richtig gemacht hatte. Vel Aufwand für wenig Ertrag. Erstaunlich, dass RB gerade in der Paradedisziplin des Umschaltens nach Ballgewinnen auch komplett ungefährlich blieb. Aber es hatte sich schon in der Vorbereitung angedeutet, dass man Probleme mit den Aktionen im vordersten Spielfelddrittel hat.

Mit einem Rückstand in die zweite Halbzeit zu gehen, machte die Aufgabe gegen die defensiv gut organisierten Gastgeber naturgemäß nicht einfacher. Schalke konnte nun noch stärker über eine gute Organisation kommen und auf den entscheidenden Konter lauern.

Forsberg kam nun für den gelb-rot-gefährdeten Halstenberg. Klostermann übernahm die Position links hinten. Ilsanker rückte nach rechts hinten. Keita ging auf die Sechs neben Laimer. Und Forsberg spielte auf seiner Positon links vorn. Bzw. spielte er meist fast schon einen klassischen, zentralen Zehner.

Das machte von der Formation her alles durchaus Sinn und im Ansatz sah manches nun auch etwas dynamischer aus im Offensivspiel. Aber die entscheidende Genauigkeit fehlte trotzdem. Auch von den Standards kam nichts. Ein Handspiel im Schalke-Strafraum wurde als nicht strafbar gewertet. Und wenn dann doch mal ein Ball durchrutschte wie nach reichlich 60 Minuten als Forsberg auf Poulsen durchsteckt, hatte der Linienrichter und die Abseitsfahne etwas dagegen.

Irgendwie wurde es im Laufe der zweiten Halbzeit aber auch immer wilder und ungeordneter im Offensivspiel. Phasenweise wollte man es mit Einzelaktionen erzwingen und suchte den Weg mit dem Kopf durch die Wand. Das war für die vielbeinige Schalker Abwehr aber ein gefundenes Fressen. Vor allem als man sich irgendwann im 5-4-1 am eigenen Strafraum verschanzte.

Die Vorentscheidung fiel nach 73 Minuten. Laimer hatte sich in der gegnerischen Hälfte einen Querpass geleistet, der vom Gegner abgefangen wurde. Da man sich in der Vorwärtsbewegung befand, funktionierte auch kein Gegenpressing, weil schlicht niemand nah hinter dem Ball war zum gegenpressen. Und so konnte Harit seinen Kollegen Konoplyanka schicken, der Upamecano davon lief und den Ball schön im langen Eck versenkte. Keine Chance für Gulacsi. 2:0. Tobendes Stadion.

Hasenhüttl versuchte es noch mal mit totaler Offensive. Bruma und Augustin rein. Laimer und Poulsen raus. Sabitzer spielte nun Rechtsverteidiger und das gar nicht mal schlecht. Es sollte das letzte Aufbäumen sein,. Mit vielen Einzelaktonen und einigem Chaos. Und sogar noch einer Hunderprozentigen, als Keita aus Nahdistanz frei zum Schuss kam. Doch Fährmann hielt auch diesen Ball, der das Spiel nach 80 Minuten noch mal hätte spannend machen können.

Viel passierte dann in der restlichen Spielzeit und trotz fünf Minuten Nachspielzeit nicht mehr. Caligiuri hatte bei einem Konter sogar noch das 3:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am Aluminium. 3:0 wäre aber auch etwas arg hoch gewesen als Resultat.

Fazit: Eine Halbzeit lang hat RB Leipzig bei aller fehlender Durchschlagskraft sehr viel richtig und eine gute Partie gemacht. Das ungeschickte Zweikampfverhalten von Upamecano und das folgende 0:1 war ein Wirkungstreffer, nach dem RB gegen eine gut eingestellte und dicht verteidigende Schalker Mannschaft nicht mehr zurückkam. Insgesamt verdienten sich die Gastgeber diesen Sieg durch ihre gute Defensive und ihre Nadelstiche im Konter, mit denen sie immer gefährlich und lange sogar gefährlicher als RB waren. Eine durchaus vermeidbare und ein Stück auch selbstverschuldete Niederlage, die Fragen zu den offensiven Qualitäten von RB offen lässt, aber auch kein Auftakt in die Saison, auf den grundsätzliche Fragen folgen müssten.

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Randbemerkung 1: Zweite Saison in der Bundesliga. Endlich hat man was zum vergleichen. Auch wenn das nach dem ersten Spieltag noch etwas hohl ist. Jedenfalls hat RB einen Punkt weniger als vor einem Jahr nach dem ersten Spieltag. Und gegen denselben Gegner holte man letzte Saison auch einen Punkt mehr im Auswärtsspiel.

Randbemerkung 2: 2.800 RB-Fans zum Auftakt mit auf Schalke. Im Vergleich zur Vorsaison waren das mal glatt 1.000 Leute mehr. Diesmal halt an einem Samstagabend und nicht an einem Sonntagabend. Letztes Jahr in Hoffenheim waren auch an einem Sonntag zum ersten Bundesligaspiel 1.200 Fans mitgereist. Vielleicht ja ganz interessant hinsichtlich der Fanentwicklung bei RB auch diese Zahlen so ein bisschen im Hinterkopf zu behalten. Ohne sie überzuinterpretieren.

Randbemerkung 3: Im neunten Anlauf dann auch die erste Niederlage für RB Leipzig in einem Saisoneröffnungsspiel. Zuvor gab es in den acht Spielzeiten seit Vereinsgründung drei Siege (alle auwärts) und fünf Unentschieden. Da waren aber bei den Unentschieden schon legendärere Misserfolge dabei als es nun die Niederlage gegen Schalke ist. Unter anderem das glorreiche 1:1 unter Oral gegen Türkiyemspor im Sommer 2010. Gegen ein Team, das damals in einer kompletten Regionalligasaison sieglos blieb und in 34 Spielen auf fünf Punkte kam. Von denen den Berlinern auch noch drei Punkte wegen irgendwas abgezogen wurden..

Randbemerkung 4: Keine 40 Prozent Ballbesitz für Schalke im eigenen Stadion zum Saisonbeginn. Gib den Ball dem Gegner und dann gucke, was passiert. Auf das Spiel dürfte sich RB Leipzig in den kommenden Monaten noch öfters einstellen (wenn man mal von Spielen in der Champioins League absieht). Letzte Saison machte man in solchen Spielen gegen tief verteidigende Gegner eigentlich oft viel richtig und  legte ihn sich solange zurecht, bis sich die Chancen ergaben. Wird interessant, wie man die Dinge diese Saison so löst. Eine Demme wäre dafür halt nicht schlecht.

Randbemerkung 5: Vor dem Spiel wird die Präsentation der Mannschaftsaufstellung der Gäste bei Schalke auch mit Bildern unterlegt. Als einziger Spieler hatte dabei nur Timo Werner kein Gesicht. Die Interpretation einer (albernen) Retourkutsche für den ungebliebten Sohn von irgendjemanden liegt nahe. Offiziell galt die Erklärung, dass es von Timo Werner kein aktuelles Bild gab, weil er nicht an den Mediadays der Bundesliga teilgenommen hatte. Sagen wir mal so, es hätte sich sicherlich irgendwo ein Bild von Werner finden lassen, schließlich verwendet die Bundesliga auf ihren Kanälen auch eins. Von daher wirkte es schon eher wie seltsamer Pennälerhumor.

Randbemerkung 6: „Das Herz des Kumpels schlägt für Tradition – für euch empfinden wir nur Spott und Hohn“ – Banner in der Schalke-Kurve vor dem Spiel. Klar schlägt das Herz im Pott für Tradition. Gegenwart und Zukunft hat man ja als Kumpel heutzutage nicht mehr.. Tschuldigung. Wo wir doch gerade bei Pennälerhumor waren..

Randbemerkung 7: Oliver Burke bei RB Leipzig nicht im Kader. Ich dächte, ich hätte ihn zumindest bei der Platzbegehung gesehen. Nach Gelsenkirchen mitgereist war er also. Dass er dann nicht im Kader stand, sollte man hinsichtlich eines möglichen Wechsels nicht überinterpretieren. Klar, wenn er eine überragende Vorbereitung gespielt hätte, hätte sich ein Platz für ihn gefunden. Aber so war halt hinter Bruma, Forsberg und Augustin kein Bedarf für einen weiteren Offensivmann. Das dürfte nicht zwangsläufig bedeuten, dass man bei RB den Schotten abschreibt. Für Burke wird das trotzdem keine gute Nachricht gewesen sein. Denn sein Ziel war eigentlich mehr Spielzeit, im besten Fall sogar Startelfeinsätze. Im ersten Saisonspiel nicht mal im Kader zu stehen, ist da nicht gerade ein ermutigendes Signal.

Randbemerkung 8: Timo Werner bleibt bisher in dieser Spielzeit inklusive Vorbereitung ein seltsames Phänomen. Irgendwie passen sein Positionsspiel und seine Laufwege noch nicht so gut wie letzte Saison. Immer wieder bewegt er sich langanhaltend im Abseits, sodass er unanspielbar ist. Einige Male auch gestern, dass jemand einen langen Ball spielen wollte und dies dann aber ließ, weil Werner sich quer zur Abwehrkette der Schalker im Abseits bewegte. Das war schon gegen Stoke auffällig. Keine Ahnung, ob das so sein soll oder nur ein vorübergehender Spleen ist. Manchmal nimmt er sich damit mit seinen Fähigkeiten ganz schön aus dem Spiel. Klar, dass Abseits für einen Stürmer, der auch und vor allem in der Tiefe agieren soll, dazugehört, aber so richtig sauber und passend sieht das häufige Bewegen für längere Zeit im Abseits bei Werner gerade nicht aus. Dreimal wurde Werner wegen Abseits zurückgepfiffen. Das ist nichts extremes, aber es geht auch eher um Situationen, in denen er sich im Abseits bewegt und unanspielbar wird.

Randbemerkung 9: Erster Spieltag mit Videobeweis. Erstes Chaos auch. Am Samstagnachmittag hatte der Videoassistent bei einigen Partien keinen Kontakt zum Schiedsrichter. Die Abseitslinien funktionierten offenbar auch nicht. Wie es beim Schalke-Spiel war, ist (mir) nicht genau bekannt. Fakt ist, dass Zwayer mindestens zweimal sichtbar Kontakt zum Videoassistenten hatte. Wobei bei der zweiten Geschichte, als auch der Videowürfel den Kontakt zum Videoassistenten anzeigte, völlig unklar blieb, um welche Szene es ging. Anlaufschwierigkeiten, nachdem der Videobeweis am Vortag beim Bayern-Spiel sehr gut funktionierte und zu einem Elfmeter für die Bayern führte. Mal sehen, wie es weitergeht, aber es ist als Stadionzuschauer schon lustig bzw. neu, wie man auf den Schiedsrichter guckt und hofft (oder nicht hofft), dass da noch irgendwas vom Videoassisten kommt. Beim Handspiel im Strafraum war das beispielsweise so. Ein bisschen gespannt bin ich ja, wie das in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht. Als grundsätzlicher Befürworter der ganzen Geschichte bin ich noch nicht in jedem Detail von der Praxistauglichkeit überzeugt. Auf jeden Fall verändert sich beim Zuschauen dadurch etwas, von dem ich auch noch nicht genau weß, ob ich das gut finde oder nicht.

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Lichtblicke:

  • Konrad Laimer: Machte auf der Sechs eine gute Partie. Aggressiv in der Balleroberung. Gut im Positionsspiel. Auch mit einigen dynamischen Aktionen in der Offensive. Machte schon eher Spaß zuzugucken, auch wenn er als Spielertyp nicht 1:1 ein Demme-Ersatz ist. Kleiner Makel in der Laimer-Bilanz des Tages der schlimme Fehlpass in der gegnerischen Hälfte, aus dem der Konter zum 2:0 für Schalke entstand.
  • Marcel Sabitzer: War in der Offensive ein sehr auffälliger Aktivposten, Viel unterwegs in den Räumen. Immer gut anspielbar. Wenig Fehler. Ein, zwei gute Torabschlüsse. Im Strafraum passerte da auch nicht viel, aber als Teil des Spiels mit und gegen den Ball eine Bank.
  • Willi Orban: Der Kapitän zumindest mit einer soliden Partie. Ihm fehlt weiterhin in manchen Situationen die Sprintgeschwindigkeit, aber im Stellungsspiel und im Zweikampfverhalten ist er top. War er auch auf Schalke wieder. Gute Passquote und in der zweiten Halbzeit auch mit ein paar guten Pässen durch das Mittelfeld auf Forsberg auf der Zehn. Vernünftiger, aber auch nicht überragender Start in die Saison.

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Tore: 1:0 Bentaleb (44./ FE), 2:0 Konoplyanka (73.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg (46. Forsberg) – Laimer (75. Bruma), Ilsanker – Sabitzer, Keita – Poulsen (75. Augustin), Sabitzer; Bank: Mvogo, Schmitz, Compper, Kaiser; Nicht im Kader: Demme, Bernardo, Kühn (alle verletzt oder nach Verletzungen noch nicht dabei), Burke, Konaté Abouchabaka, Palacios, Köhn, Coltorti

Aufstellung Schalke 04: Fährmann – Kehrer, Naldo, Nastasic – Caligiuri, Bentaleb, Goretzka, Oczipka – Harit (78. McKennie), Di Santo (63. Reese), Konoplyanka (88. Meyer)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Souverände Schiedsricherleistung mit klarer, konsequenter Linie. Die war zwar in der Zweikampfbewertung manchmal übertrieben kleinlich und beinhaltete auch, mal eher nach Fallen und nicht nach Foul zu entscheiden. Aber es war eine in alle Richtungen gleiche und nachvollziehbare Linie. Und die entscheidenden Situationen waren sowieso richtig entschieden.)

Gelbe Karten: McKennie, Bentaleb – Halstenberg (1.), Keita (1.)

Zuschauer: 61.435 (davon 2.800 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, S04-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 11 : 12
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 6 : 5
  • Schüsse auf das Tor: 3 : 5
  • gewonnene Zweikämpfe: 49,6% : 50,4%
  • Ballbesitz: 39,7% : 60,3%
  • Passquote: 74,0% : 82,3%
  • Laufstrecke: 114,7 km : 115,9 km
  • Sprints: 216 : 210
  • Intensive Läufe: 658 : 652
  • Fouls: 18 : 16
  • Ecken: 4 : 5
  • Abseits: 4 : 5
  • Meiste Torschüsse: Bentaleb: 3 – Sabitzer, Forsberg: je 3
  • Meiste Torschussvorlagen: Oczipka: 4 – Keita: 4
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Naldo: 92,9% – Orban: 75,0%
  • Meiste Ballkontakte: Oczipka: 64 – Upamecano: 101
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Nastasic: 90,3% – Orban: 91,1%
  • Größte Laufstrecke: Goretzka: 11,7 km – Ilsanker: 11,8 km
  • Meiste Sprints: Caligiuri: 29 – Werner: 26

Statistiken von bundesliga.de

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Saisontorschützen: –

Saisonvorlagengeber: –

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): –

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Bild: © GEPA pictures/ Sven Sonntag

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10 Gedanken zu „Bundesliga: FC Schalke 04 vs. RB Leipzig 2:0“

  1. War gespannt, wen du als „Lichtblick“ gesehen hast … Sabitzer, einverstanden. Bei Laimer habe ich mehrere Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung in Erinnerung. Und wenn ein „nicht überragender Start“ (Orban) schon reicht, sagt das ja einiges aus. Im TV sah man nach dem Halbzeitpfiff Hasenhüttel und Löw in einem (gefühlt) minutenlangem Gespräch, während die Spieler schon lange vom Rasen verschwunden waren; es kam ziemliche Ratlosigkeit rüber. Damit ist nicht alles schlecht – aber die von dir schon in den Vorbereitungsspielen beschriebenen Probleme könnten gestern nicht ansatzweise behoben werden.

  2. Ich hätte statt Orban eher Gulasci als Lichtblick genommen. Starke Paraden
    und immer gut mit dem Fuß. Auch dann, wenn Upamecano mal wieder einen etwas schärferen Rückpass spielen musste.

  3. Eigentlich gutes Spiel zur Saisoneröffnung.leider war das Fehlen von Demme nicht zu übersehen.vorallem weil Ilse auch kein 100% Tag erwischt hat.Bei Laimer schliesse ich mich da dem Vorschreiber an .
    Keira in der Balleroberung und Sicherung sehr gut .leider zu eigensinnig in der Vorwärtsbewegung .gegen Schalker mit Messer zwischen den Zähnen brauch man nicht dribbeln.
    Werner stand oft zwar im Abseits aber auch oft auf dem Flügel frei würde aber zu wenig ins Spiel von der Mittelline von Keita oder Laimer einbezogen.

  4. Keita als Forsberg-Vertretung – das Experiment hatten wir doch schon mal und es war genauso wenig erfolgreich wie gestern! Warum nicht Bruma, auch wenn er unser System noch nicht umfänglich verinnerlicht hat? Zu Deinen Lichtblicken – da teile ich die Meinung vom Operettenfan! Und Keita, bei aller Klasse, die immer mal wieder aufblitzte – er sollte sich mal wieder an seine Anfänge in LE besinnen, fast zu verspielt und mit vielen falschen Entscheidungen (ein/zwei Dribblings zu viel, gut gedachte Pässe kommen nicht an). Zum Schluß: Danke rotebrauseblogger für Deine Arbeit, Deinen Bericht!

  5. Bei Niederlagen ist es doch immer so, daß da jeder Rasenballtrainer es ein wenig anders sieht 😉
    Zum Elfmeter. Ja Upa stellt sich etwas ungeschickt an, aber den zu pfeiffen? Ich weiß nicht. Vielleicht hat ja der Fußballgott noch das vorletzte Aufeinandertreffen im Kopf gehabt.
    Umso bemerkenswerter, daß Upa mMn eine Klasse 2. Halbzeit abgeliefert hat. Auch den Wechsel von Klostermann auf links war gut gedacht, so das Keita auf die 6 zurück fiel.

    Das mit dem Werner-im-Abseits habe ich auch nicht verstanden. Es gab mMn nur eine Sitation in der. 2. Hz, wo dies beim Freistoss beinahe gefählich wurde.
    Hätte Augustin oder Bruma ein wenig eher erwartet als nach dem 2:0 und dann All In zu gehen.
    Defensiv war das mMn bis zum 2:0 richtig stark, denn soviel hat man nicht zugelassen, aber richtig, nach vorne ist alles noch ausbaufähig.

    1. „Zum Elfmeter. Ja Upa stellt sich etwas ungeschickt an, aber den zu pfeiffen? Ich weiß nicht. Vielleicht hat ja der Fußballgott noch das vorletzte Aufeinandertreffen im Kopf gehabt.“

      Der Fußballgott nicht, aber der Schiedsrichter. Ich wette, diesen Elfmeter hätte es für Timo Werner nicht gegeben. Und ohne diesen umstrittenen Elfmeter kurz vor der Pause hätte das Spiel auch einen anderen Lauf genommen. Deswegen ist auch nicht alles schlecht, was RB geboten hat. Nur die fehlende Zielstrebigkeit zum Tor macht mir Sorgen.

  6. @Herr Müller
    So kann man es auch schreiben.
    Hatte heute noch das Spitzenspiel in der PL gesehen, also Tottenham-Chelsea. Der Schiedsrichter dort, hätte garantiert auch nicht gepfiffen.
    Oder Zwayer hätte dort 3 davon gegeben 😉

  7. Ich empfinde den (Nicht-)Einsatz des Video-Schiedsrichters noch als unbefriedigend. Er soll nur bei krassen Fehlentscheidungen aktiviert werden, von daher war bei diesem Spiel auch alles in Ordnung. Es gab aber aus meiner Sicht 3 sehr enge Entscheidungen, der Elfmeter, das Abseitstor, der kein Handelfmeter. Da sitzt also einer oben und würde bei einer schlimmen Fehlentscheidung aufs Knöpfchen drücken. Aber warum darf er das nicht bei einer kleinen Fehlentscheidung (z.B. knappes Ab-/Nichtabseits mit Torfolge) und gar nur den Verdacht auf eine solche? Selbst wenn eine Fehlentscheidung knapp oder klein ist, kann sie bei spielentscheidenden Szenen doch erhebliche Auswirkungen haben. Da sollte man auch mal drüber schauen, wenn die Möglichkeit eh schon da ist. Aber ich will auch nicht zu viel meckern. Die Sache muss erst mal anlaufen und dann wird man sehen, wie man das ausgestalten möchte.

  8. Zum Thema Videoschiedsrichter gibt es für mich nur eine klare Lösung: Das Challenge-System muss her! Es kann doch nicht sein, dass es bei jedem Spiel andere „klare Situationen“ gibt, wo er oder sie einzugreifen hat.

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