Saisonabschluss als Pokalfinalvorbereitung

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt (20.05.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Gerade mal vier Monate her, dass RB Leipzig zum Start nach der Winterpause zum letzten Spieltag der Hinrunde Eintracht Frankfurt empfing. Zweiter gegen Vierter damals. Absolutes Topspiel. Samstagabend. Bis auf vier Punkte hätte Frankfurt an RB heranrücken können. Inzwischen stehen 25 Punkte zwischen den beiden Klubs.

Am Ende der Saison wird die Eintracht in Abhängigkeit vom Resulat gegen RB und dem Ausgang der anderen Spiele irgendwas zwischen Platz 9 und 12 belegen. Wenn man diese Platzierung dem Relegationsteilnehmer der letzten Saison vor der Spielzeit angeboten hätte, hätte der wohl eingeschlagen. Wenn man aber nach 19 Spieltagen auf Platz 3 liegt und in den folgenden 14 Spielen gerade mal noch sechs Punkte und nur einen Sieg holt, dann fühlt sich ein gesicherter Mittelfeldplatz aber dann doch nicht mehr so gut an. Bzw. hat man das Gefühl, dass da bei halbwegs normaler Punktausbeute wesentlich mehr, nämlich ein Europapokal-Platz drin gewesen wäre.

Dass die Stimmung noch nicht endgültig gekippt ist, liegt neben permanenten Verletzungsproblemen und deswegen bunten Kaderzusammenstellungen auch daran, dass man durch Siege in Hannover, gegen Bielefeld und in Mönchengladbach ins Pokalfinale einziehen konnte. Ein Erfolg, der über die Dürreperioden in der Liga hinwegkommen half. Und ein Erfolg, der immer noch ein Hintertürchen für den in der Liga verspielten Einzug in einen europäischen Wettbewerb offenhält. Auch wenn man mit Dortmund in Berlin eine denkbar schwere Aufgabe haben wird.

Das Spiel in Berlin ist natürlich auch in der Vorbereitung auf das RB-Spiel essenzieller Hintergrund. Man wird in Frankfurt im letzten Pflichtspiel in der Bundesliga sicherlich nichts machen, was die Chancen für das DFB-Pokalspiel auch nur in Ansätzen schmälern kann. Das bedeutet, dass man sehr wohl die individuelle Belastungssteuerung im Hinterkopf hat und Spielern, die eine Auszeit brauchen, vielleicht eine Pause gönnt oder ihnen nur Teileinsätze gibt. Und man könnte eventuell auch schon die eine oder andere taktische Idee für das Finale testen.

Entsprechend ist es etwas schwer vorauszusagen, womit man sportlicherseits am Samstagnachmittag rechnen muss. Klar, dass ausgerechnet gegen RB Leipzig gerade das Vereinsumfeld nicht unbedingt einem abgeschenkten Spiel zugucken will. Aber die ganz große Rücksicht, dass man gegen RB spielt, wird man seitens der sportlichen Leitung sicherlich nicht nehmen. Und das ist letztlich ja auch vernünftig so, in einem Spiel, in dem man nichts zu gewinnen, sondern nur etwas vorzubereiten hat.

Andererseits darf man sehr wohl davon ausgehen, dass die elf Spieler, die dann letztlich auf dem Platz stehen, die Partie nicht kampflos hergeben. Dafür steht die Eintracht zumindest bisher im Saisonverlauf. Ein Team zu sein, das einen sehr physischen Fußball spielt und dabei auch immer mal wieder gut hinlangt, wenn man in Zweikampfsituationen in Nachteil gerät. Und da man die schlechteste Zweikampfquote der Liga hat, gerät man relativ oft in Nachteil. Entsprechend kassiert man für herzhafte bis taktische Attacken auch mit Abstand die meisten gelben Karten der ganzen Liga.

Insgesamt definiert sich das Eintracht-Spiel sehr über eine geordnete Defensive. Dabei ist man relativ variabel im Einsatz von Fünfer- und Viererkette. Je nach Verschiebungen ändert sich das auch mal innerhalb des Spiels oder spielt der eine Außenverteidiger der Fünferkette offensiver als der andere. Am Ende steht in jedem Fall, dass man auf Augenhöhe mit Dortmund die drittwenigsten Chancen aller Bundesligisten zugelassen hat. Nur Bayern und Leipzig waren defensiv noch stärker. 41 Gegentore liegen etwas oberhalb dessen, was man angesichts der zugelassenen Chancen erwarten würde, ist aber trotzdem noch ein Top6-Wert in der Bundesliga.

In der Rückrunde kassierte man aber schon elf Tore mehr als in der Hinrunde (bzw. in 17 Spielen seit der Winterpause 17 Tore mehr als in den 16 Spielen bis zur Winterpause). Passend dazu ist auch Keeper Lukas Hradecky nicht mehr der überragende Rückhalt, der er bis zur Winterpause war, sondern im Durchschnitt der Liga angekommen.

Wobei es auch schmerzt, dass mit Jesus Vallejo einer der überragenden Defensivspieler der Eintracht in den letzten Wochen fast komplett ausfiel. Ohne ihn in der Mannschaft kassiert Frankfurt fast 1,9 Gegentore im Schnitt. Mit ihm im Team sind es gerade mal 1,0 Gegentore im Schnitt gewesen. Entsprechend ist seine mögliche Rückkehr ins Mannschaftstraining heute auch ein Lichtblick in Frankfurt. Vielleicht sieht man den Innenverteidiger am Samstag ja zumindest auf der Bank und für 15 Minuten am Ende zu einem kleinen Testlauf auf dem Rasen. Stichwort ‚alles ist auf Dortmund ausgerichtet‘.

Das Problem von Frankfurt liegt derweil in der Offensive. Man erarbeitet sich zwar noch im Schnitt der Bundesliga Chancen. Aber die Chancenverwertung ist eine der schlechtesten der Liga. Hrgota ist einer, der eigentlich über eine sehr feine Schusstechnik verfügt, aber trotzdem zu selten das Tor trifft (5). Meier hat in deutlich weniger Spielzeit auch fünf Treffer erzielt, war aber zuletzt länger verletzt, könnte aber wie Vallejo gegen RB oder spätestens gegen Dortmund zumindest für Kurzeinsätze zurückkehren. Und dahinter wird es bei den Seferovics, Gacinovics, Rebics (fehlt gegen Ex-Klub Leipzig wegen Gelbsperre) und Barkoks schon sehr dünn. Lediglich Mittelfeldmann Marco Fabian kann mit sieben Toren und vier Vorlagen überzeugen und ist auch aus der Entfernung ein sehr guter Schütze.

Problematisch angesichts der überschaubaren Verwertung von Chancen auch, dass man die wenigsten Standardtore der Bundesliga schießt. Lediglich zweimal (insgesamt fünfmal) führte ein ruhender Ball in Heimspielen zu einem Tor. Auch Kontertore erzielt man vergleichsweise wenige.

Hauptproblem der Eintracht ist aber, dass man permanent neu puzzeln musste, um eine Mannschaft auf den Platz zu stellen. Wen man da über die Saison von Tawatha bis Barkok (teilweise erfolgreich) auf den Platz geworfen hat, war schon erstaunlich. Auch mit Spielern wie Blum, Wolf oder Rebic, die zuvor noch nicht mal in der zweiten Liga die absoluten Könige waren, hat man mal mehr, mal weniger erfolgreich gearbeitet. Insgesamt bekamen gleich 25 Akteure mindestens 100 Minuten Einsatzzeit. Bei RB Leipzig waren es bisher gerade mal 18. Darin drückt sich durchaus ganz gut aus, wie oft Trainer Niko Kovac im Saisonverlauf bei der Aufstellung mit einem nicht wirklich qualitativ breit besetzten Kader zaubern musste. Zuletzt führte das dazu, dass man im defensiven Mittelfeld nach den Verletzungen von Hasebe und Mascarell mit Gacinovic und Barkok auflief. Das würde wohl auch Guardiola nicht ohne Qualitätsverlust hinbekommen.

So richtig zu fassen kriegt man die Eintracht spielerisch derweil nicht. Zumindest nicht als unregelmäßiger Beobachter. Man ist ein Team, das sehr wohl über lange Bälle kommen kann und wo das wie letzte Woche in Mainz mit zwei Stürmern wie Seferovic und Hrgota auch Sinn macht. Genauso kommt man aber auch über das Kurzpassspiel. In beiden Kategorien ist man, genau wie bei der Passquote und beim Ballbesitz ungefähr Ligaschnitt.

Wenn man denn vor dem gegnerischen Tor auftaucht, kann man dort in der Entstehung von Chancen mit einer ordentlichen Portion Wucht auftreten. Entsprechend schließt man überdurchschnittlich viele der eigenen Angriffe im gegnerischen Strafraum und nicht von außerhalb ab. Außenbahnspieler wie Tawatha und Chandler tragen da ihren Teil dazu bei, dass da manchmal auch ganz gutes Durcheinander entsteht. 72% der Abschlüsse in heimischer Umgebung passieren aus zentraler Position. Auch das (als relativer Wert) Topwert der Liga.

Insgesamt hat Eintracht Frankfurt vor der Winterpause sicherlich überperformt und nach der Winterpause unterperformt. Wenn man es runterbricht ist es weiterhin ein Team, das mit seiner Physis und seiner (im Normalfall) guten Organisation als Mannschaft immer noch sehr unangenehm zu bespielen ist. Allerdings macht es sich die SGE mit individuellen Fehlern in der Defensive und einer schlechten Chancenverwertung selber ein Stückweit schwerer als es unbedingt nötig wäre. Wenn sie eine konzentrierte, stabile Defensivleistung hinlegen, sind sie aber weiter schwer zu schlagen.

Schwer zu schlagen war die Eintracht beim Spiel im Januar nicht. Weil sich Hradecky quasi direkt nach Anpfiff eine skurrile rote Karte nach Handspiel außerhalb des Strafraums abholte und Marvin Compper den folgenden Standard zur Führung versenkte. Danach wehrte sich vor allem Ante Rebic nach Leibeskräften, aber insgesamt war man eher chancenlos.

Im Spielaufbau ist das Team bei aggressivem Anlaufen durchaus verwundbar. Vor allem, wenn zentrale, ballsichere Stützen fehlen. Auch das könnte beim letzten Spiel der Saison ein nicht unwesentlicher Punkt werden. Auch wenn es für RB Leipzig tabellarisch um nichts mehr geht, wird man die Partie sicherlich auch nicht einfach herschenken. Vermutlich wird Ralph Hasenhüttl seinen Spielern noch erklären, dass noch einige Aufsteigerrekorde winken (höchste Punktzahl eines Aufsteigers ever, meiste Siege, meiste Auswärtssiege) und entsprechend das Erreichen dieser Ziele als Sahnehäubchen auf die Saison verkaufen.

Ob das in Sachen Motivation bei den Spielern mehr Effekt hat als der abstrakte Verweis auf höhere TV-Einnahmen bei besserem Tabellenplatz bei anderen Teams sei mal dahingestellt. Wahrscheinlich wird aber spätestens beim vermutlich eher wenig freundlichen Empfang durch das Frankfurter Publikum die Motivationsfrage für den Rest des Nachmittags geklärt sein. Bei bisher bereits acht Auswärtssiegen zeigt sich ganz gut, dass die RasenBallsportler mit der Atmosphäre in fremden Stadien bisher ganz gut umgehen konnten.

Die allererste A-Elf wird vermutlich aber auch Ralph Hasenhüttl nicht auf den Platz bringen. Möglich, dass er im letzten Spiel noch mal Spielern die Möglichkeit gibt, sich zu zeigen, die dazu im Saisonverlauf nicht so viel Chancen hatten. Oliver Burke würde da beispielsweise einfallen. Auch ein Dominik Kaiser als Belohnung, das Team als Kapitän ohne große Spielzeit geführt zu haben. Oder ein Rani Khedira, der seine Bankrolle unzufrieden, aber meist klaglos hinnahm.

Viel Risiko wird man entsprechend im letzten Spiel der Saison nicht eingehen. Diverse Spieler werden in den nächsten Wochen noch in Nationalmannschaften unterwegs sein. Möglich dass auch hier der eine oder andere mit verkürzten Einsatzzeiten auskommen wird. Willi Orban ist aktuell auch für das letzte Saisonspiel nicht vorgesehen. Naby Keita setzte mit dem Mannschaftstraining aus und wird auch nicht mit aller Macht fitgemacht werden. Könnte also eine Elf mit deutlich verändertem Gesicht an den Start gehen.

Mögliche Aufstellungen:

  • Eintracht Frankfurt: Hradecky – Hector, Abraham, Russ – Chandler, Gavcinovic, Barkok, Oczipka – Fabian, Seferovic – Hrgota
  • RB Leipzig: Gulacsi – Bernardo (Schmitz), Upamecano, Compper, Halstenberg (Bernardo) – Demme (Khedira), Ilsanker (Keita) – Sabitzer (Kaiser), Forsberg – Werner (Burke), Poulsen (Selke)

Fazit: Eigentlich hat die Partie viel, dass sie zu einem echten Sommerkick werden könnte. Es geht nicht mehr um viel und auf beiden Seiten werden nicht die 1A-Teams auflaufen (können). Aber für Frankfurt geht es auch um einen Test für das DFB-Pokalfinale und für Leipzig geht es noch um ein paar Aufsteigerbestmarken. Das zusammen mit einer sicherlich trotzdem emotional aufgeheizten Atmosphäre im Stadion könnte aus einem Sommerkick dann doch noch mal schnell ein umkämpftes Match machen. Wie es wirklich kommt, wird sich wohl erst im Spielverlauf zeigen.

[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt nicht vor Ort verfolgen kann und am 20.05.2017, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

———————————————————————————–

Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Eintracht Frankfurt

———————————————————————————–

Letzter Vorhang für eine wahnsinnig erfolgreiche Saison. Gilt auch für die Pressekonferenzen vor dem Spiel mit Ralph Hasenhüttl. | Foto: GEPA Pictures - Andreas Pranter.
Foto: GEPA Pictures – Andreas Pranter.

———————————————————————————–

Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt. Mit Ralph Hasenhüttl.

13.17

So, letzter Schritt schon in der ersten Bundesligasaison. Und es geht um fast nichts mehr als den Spaß an der Freude. Wer hätte das in der Form vor der Saison vermutet. Bzw. wer hätte vermutet, dass ‚es geht um nichts mehr‘ bedeutet, dass Platz 2 schon sicher ist. Das dritte Mal in vier Spielzeiten, dass man Zweiter wird. Geht das schon als Traditions-Vize durch?

13.18

2.500 RB-Fans werden vor Ort erwartet. Um die 50.000 Zuschauer werden es insgesamt. Noch mal eine recht imposante Kulisse zum Abschluss.

13.27

Letzte Pressekonferenz dieser Saison vor einem Spieltag auch. Wird vermutlich viel positiv-stolze Blicke zurück geben. Und vielleicht auch einen kleinen Ausblick auf die Zukunft. Konkrete Transferverkündungen sind derweil eher nicht zu erwarten..

13.32

Ralph Hasenhüttl: Willi Orban wird ausfallen. Naby Keita gestern nicht im Training, aber heute wieder dabei. Auch sonst alle fit. Lukas Klostermann noch keine Option. Wird aber im Training voll belastet. Noch unklar, wie viel Wechsel am Samstag anstehen. „Verschiedene Optionen im Hinterkopf. Wollen das Spiel mit einer Topformation bestreiten und uns mit einem Sieg verabschieden. Will ähnlich gute Leistung wie gegen die Bayern über 75 Minuten sehen. Wäre schön, wenn wir das leisten könnten. Spannungsabfall ist aber zu spüren. Werden uns noch mal straffen und versuchen, ein tolles Spiel hinzulegen.“

13.36

Zur Bayern-Niederlage: „Bin nicht nachdenklicher als sonst. Habe nichts anders machen können.“ Sabitzer hätte schon zur Halbzeit rausgemusst. Andere beiden konnten auch nicht mehr. Zu viele Standardtore bekommen. „Da liegt der Hund begraben. Haben für uns einen Schritt nach vorn gemacht. Haben ein Spiel gemacht, das man uns nicht zugetraut hätte. Gegen eine Mannschaft, die alles wollte. Wenn wir noch unbedingt Punkte gebraucht hätten, hätten wir das Spiel vielleicht nicht verloren. Waren nicht überheblich, aber zu früh in Feierlaune. Brauchten Ballkontrollle. Wer uns kennt, weiß, dass wir nicht überheblich auftreten. Schlimm wäre die Niederlage gewesen, wenn wir die Punkte gebraucht hätten. Hat sich nach dem Spiel nicht gut angefühlt, aber das Positive überwiegt. Highlight der Saison gewesen. So ein Spiel habe ich als Trainer noch nicht erlebt. Sieg-Tor war nicht verdient, das sahen auch Bayern-Fans so.“

13.39

Lässt durchklingen, dass in Frankfurt nur Spieler auflaufen, mit denen man auch nächste Saison planen kann. Mal was probieren, die Partie als Test nutzen.

Motivation für das Spiel?: Aufsteigerrekorde als ein Punkt. „Müssen aber keinen künstlichen Druck aufbauen. Haben viel geleistet. Können befreit aufspielen. Gegner hat auch noch ein Highlight und will sich gegen uns Selbstvertrauen holen.“ Könnte ein offenes Spiel mit Schlagabtausch werden. „Den Zuschauern wird wahrscheinlich einiges geboten.“

Zu Demme und Werner: Nicht dramatisch, dass sie in der Vorbereitung fehlen. „Wissen, was wir an ihnen haben.“ „Demme ist ein Märchen. Dass ein Spieler aus der dritten Liga zurecht in die Nationalmannschaft marschiert. Konstante in unserem Spiel. Hat gezeigt, dass er sich fußballerisch und charakertlich weiterentwickelt hat. Glückwunsch.“

13.44

Zum Bayern-Spiel: Macht sich noch ein bisschen über die fünf Minuten Nachspielzeit lustig. „War mir auch bei 4:2 nicht sicher, dass wir gewinnen.“

Zu Frankfurt: „Oliver Burke von Anfang eine Option. Vielleicht Bernardo auf einer anderen Position. Vielleicht Benno Schmitz rechts hinten. Vielleicht ein paar Optionen testen. Vielleicht Burke und Poulsen zusammen.“ Ob Werner und Demme spielen oder geschont werden, ist noch unklar. Nur Gedankenspiele, nichts fest.

„Wenn ich an das Hinspiel denke, da waren wir fast noch auf Augenhöhe. Eines unserer Schlüsselspiele. Hätte nicht für möglich gehalten, dass Frankfurt so einbricht. Nicht so einfach, das Niveau der Hinrunde zu halten. Hatten Probleme in der Offensive. Aber sie stehen im DFB-Pokalfinale. Riesenerfolg. Bessere Saison als in den Spielzeiten zuvor. Nicht so einfach, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Holen sie den Pokal, dann war es eine sensationelle Saison.“ „Fahren mit Selbstvertrauen nach Frankfurt und nehmen keine Rücksicht auf den Zustand des Gegners. Hoffe ich.“​

13.49

„Können noch viele Dinge besser machen. Besprechen das aber intern. Besondere Saison, die wir erlebt haben. Entscheidend ist, dass wir schnell gelernt haben, so wie wir es vor der Saison gesagt haben. Das Positive steht absolut im Vordergrund als Zweiter und Best of the Rest. Kaum erklärbar, dass das gelungen ist.“

„Gute Zeit schon jetzt,um die Saison zu resümieren. Am Sonntag wird die Mannschaft noch mal mit Input versorgt.“ Dank an die Medienvertreter für vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Medien als Sprachrohr für die Menschen da draußen.“

Zu Oliver Burke: „Sehe das Problem, dass er fußallerisch viele Defizite hatte, als er kam. Kam über Dribblings und individuelle Qualität. Muss aber kombinieren können.“ Hat schon viel gelernt. „Hardware ist überragend. Daraus was zu formen, ist schwer, aber es wird uns gelingen. Riesenpotenzial. Wird nächste Saison mehr Spiele kommen, bei denen er von Anfang an ran darf.“ Als Einwechsler bisher nicht so wirkungsvoll.

Zu Bernardo: „Kann defensiv überall spielen.“ Option, ihn in Frankfurt mal als Innenverteidiger zu testen. Linker Innenverteidiger.

13.54

Lieblingsspruch: „Die Blumen der Sieger gehören in viele Vasen.“ Erfolg ist Verdienst aller Mitarbeiter im Verein.

Zu U23-Coach Robert Klauß: „Keine einfache Situation, eine Mannschaft zu motivieren, die abgemeldet wird. Hat er hervorragend gemacht. Jungs so vorbereitet, dass sie voll da waren, auch wenn sie mal zu uns kamen. Großartige Leistung.“

Wer könnte zu den Profis kommen aus der U23? Gibt Gespräche. „Den einen oder anderen auf dem Zettel, der nächste Saison noch da sein soll.“ Palacios zum Beispiel.

Benno Schmitz nächste Saison Teil von RB Leipzig. Davon geht Hasenhüttl aus.

Auswärtsspiel in Berlin war das Auwärtshighlight. „Beste Leistung.“

13.59

Irgendwas mit Aberglaube und Kleidung: Weist Aberglaube von sich (aber mit Lachen). Hat schon Sachen aussortiert, mit denen verloren wurde. „Am wichtigsten ist, dass man sich wohlfühlt.“

Mögliche Abgänge? Noch nichts zu sagen dazu. „Wir schicken keinen weg.“ Aber wenn jemand unzufrieden ist, wird man reden. „Ich weiß, wer fix hier ist und mit wem man planen kann.“

Zu Kaiser: „Hat auch noch Vertrag nächste Saison. Nicht so glücklich, weil er nicht so viel gespielt hat. Brutale Konkurrenz. Aber wichtiger Bestanteil der Mannschaft, der uns immer weiterhelfen kann. Bin überzeugt, dass er nächste Saison mehr Spiele machen wird.“

Am meisten gelernt in der Saison? „Innovation hier war für mich neu. So viel Expertise am Start. Forschungswillig und innovativ. Lernen alle jeden Tag, auch die Trainer. Im Austauch mit den Fachleuten entwickelt man sich weiter. Bin en wesentlich besserer Trainer als noch vor einem Jahr.“

14.00

Das war es von hier und Ralph Hasenhüttl. Viel Dank in alle Richtungen. Viel Zufriedenheit des Trainers. Aber das letzte Spiel würde er, mögliche Experimente hin oder her, dann doch noch gewinnen. Und überspitzt könnte man aus den Äußerungen interpretieren, dass jene, die auf der Bank sitzen, nächste Saison keine entscheidende Rolle bei RB spielen. Oder so (just kidding).

14.03

Wie auch immer, viel Spaß mit dem letzten Spieltag. Wer nicht in Frankfurt ist, kann ja am Samstag die U23 ab 13.30 Uhr in Markranstädt durch ihr allerallerletzes Spiel begleiten. Ihr werdet schon was finden, um die Zeit rumzukriegen. In diesem Sinne, auf in die letzten 90 Minuten.

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.