Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 4:5

Zweiter gegen Erster am vorletzten Spieltag der Bundesliga. Auch wenn es tabellarisch nicht mehr um sehr viel ging, war es dann doch noch mal ein hübsches Aufeinandertreffen zum Saisonende hin. Und aus RB-Sicht der Versuch, im Duell Nummer 2 zu zeigen, dass man näher dran ist, als man es beim 0:3 im Hinspiel war. Nach 90 spektakulären Minuten stand ein 4:5 und die trotzdem gesicherte Vizemeisterschaft auf der Anzeigetafel. Ein weinendes und ein lachendes Auge und entsprechend eine etwas ambivalente Stimmungslage.

Ralph Hasenhüttl schickte eine komplett unveränderte Elf in die Partie. Entsprechend spielten erneut Ilsanker und Bernardo auf den Außenverteidigerpositionen und ersetzte Dayot Upamecano den verletzten Willi Orban in der Innenverteidigung. Organisiert war man wie gewohnt in einem 4-2-2-2.

Bayern auf der anderen Seite stellte viermal um und spielte mit so etwas wie der bestmöglichen Elf. Rafinha, Sanches, Müller und Costa raus. Lahm, Alonso, Robben und Thiago rein. Organisiert war man im 4-2-3-1, wobei Thiago nicht nur auf der Zehn, sondern auch immer mal im Spielaufbau zu finden war.

Die ersten fünf Minuten des Spiels waren ein echter Knalleffekt. Wer gedacht hätte, dass die Beteiligten erst mal ein paar Minuten brauchen würden, um auf Betriebstemperatur zu kommen, sah sich komplett getäuscht. Schon nach zwei Minuten explodierte die Red Bull Arena erstmals. Weil der Ball von Gulacsi über Bernardo zu Werner kommt, der Forsberg schickt. Und der Schwede macht seiner Statistik als bester Vorlagengeber in Europas Topligen alle Ehre. Indem er links am Strafraum nicht die naheliegende Anspielstation Poulsen suchte, sondern den Ball perfekt für Sabitzer am langen Pfosten auflegte, der ihn per Kopf über die Linie drückte.

Bayern in den ersten Minuten komplett überfordert vom Tempo in die Tiefe. Poulsen und Sabitzer hatten schon früh den zweiten Treffer auf dem Fuß. Auch Werner durfte nach 12 Minuten noch mal vergleichsweise unbedrängt durch den Bayern-Strafraum wirbeln, traf aber nur den Pfosten.

Ab der 5. Minute hatte aber der FC Bayern trotz Anfälligkeit für Konter die Kontrolle über die Partie übernommen. Bis ungefähr zur 20. Minute setzte man sich teilweise für mehrere Minuten in der RB-Hälfte fest und ließ die Gastgeber laufen. Mit welcher Dominanz sie sich rund um den Strafraum festbissen, war durchaus beeindruckend. Und trotz neun bis zehn RB-Spielern am eigenen Strafraum fand Bayern immer wieder Möglichkeiten vor allem über Robben und Lahm Freiräume zu erspielen.

So richtig gefährlich wurden die Bayern bei ihrer Dominanz aber nicht, weil RB das im Strafraum dann meist gut verteidigte. Entsprechend musste ein etwas umstrittener Elfmeter für den Ausgleich her. Lahm hatte geflankt und der Ball war Bernardo an Brust und vielleicht auch Arm geprallt. Für den Linienrichter war es ein strafwürdiges Handspiel, sodass Robert Lewandowski nach 17 Minuten auf 1:1 stellte.

Problem in der Phase rund um das 1:1, dass RB Leipzig die defensiven Situationen meist nur mit Befreiungsschlägen lösen konnte, sodass Bayern entsprechend immer wieder schnell an den Strafraum kommen konnte und der Druck recht hoch war. Die schnellen Schläge nach vorn resultierten als Idee auch daraus, dass man mit den schnellen Gegenzügen immer wieder durchkam und die fehlende Ballkontrolle entsprechend vielversprechend war.

Trainer Hasenhüttl hatte vor der Partie aber noch zurecht davon gesprochen, dass man guten Ballbesitz brauche, wenn man eine Chance haben will. Sprich, man braucht auch Spielkontrolle, mit der man den Gegner laufen lässt. Das setzte man dann ab der 20. Minute immer besser um, sodass der Druck der Bayern sofort geringer wurde, weil sie nicht sofort wieder in Ballbesitz kamen, sondern sich immer wieder defensiv orientieren mussten.

Trotz mehr Ballbesitzfokus ab der 20. Minute blieb RB weiter gefährlich, spielte also nicht nur in ungefährlichen Zonen. Sabitzer und Forsberg hatten bereits ein weiteres Tor auf dem Fuß, bevor RB nach einer knappen halben Stunde erneut in Führung ging. Mit gutem Passspiel aber auch eher dezentem Gegnerdruck aus der eigenen Hälfte heraus, wo Keita und Werner die Situation auflösen. Werner ist es auch, der links dann mit dem Ball am Fuß die Linie entlanggeht und Forsberg in der Mitte bedient. Der wählt diesmal nicht den Fernschuss, sondern mit grandioser Bewegung das Dribbling durch drei Gegenspieler hindurch. Alonso kommt zu spät und foult. Werner lässt sich die Chance nicht nehmen und verwandelt den unstrittigen Foulelfmeter.

Der Rest der ersten Halbzeit war dann nicht mehr ganz so spektakulär. RB weiter mit guter Kontrolle über den Ball. Bayern noch mit einer sehr guten Chance für Lewandowski. Dazu eine lange Verletzungsunterbrechung, nach der Ribery vom Platz ging.

2:1 zur Pause. Das ging absolut in Ordnung bzw. war eher noch zu wenig. Zumindest wenn man die Qualität der Chancen zum Maßstab nimmt. Denn da waren die Bayern mit den zwei Gegentreffern noch gut bedient. Von der Spielanlage her war die phasenweise Dominanz des Meisters durchaus beeindruckend. Von der Durchschlagskraft her kam allerdings wenig bei rum.

Sabitzer Poulsen und Demme bejubeln mit Torschütze Werner das 4 zu 2 | Dirk Hofmeister

Die zweite Halbzeit konnte aus RB-Sicht gar nicht besser beginnen als sie es tat. Nach einem Abschlag von Gulacsi kommt der Ball über Poulsen und Sabitzer zu Werner, der rechts viel Platz hat und nicht angegriffen wird. Und zeigt, dass er sich in den letzten zehn Monaten in Leipzig enorm entwickelt hat. Weil er nicht nur der Sprinter Richtung Tor ist, sondern den Überblick hat und wie schon vor dem 2:1 Forsberg in der Mitte einsetzt. Von dem springt der Ball zu Poulsen, der direkt abzieht und das Glück hat, dass der Ball von Alonso ins Tor abgefälscht wird.

3:1 nach nicht mal 47 Minuten. Jeweils ein Tor in den ersten zwei Minuten beider Halbzeiten. Doch entschieden war diese Partie zwischen zwei Mannschaften mit recht unterschiedlichen Stärken noch lange nicht. Lewandowski hätte nur kurz nach dem 3:1 fast wieder den Ausgleich erzielt. Thiago erledigte das nach einer Stunde, als RB bei einer Flanke nach Ecke in der Mitte nicht gut verteidigt, Alonso sich gegen Ilsanker durchsetzt und per Kopf für Thiago auflegt. Compper hebt das Abseits auf, sodass der Spanier komplett frei einköpfen kann.

Das Spiel in dieser Phase schon ein wenig am Kippen, aber RB Leipzig immer noch auch immer wieder um Kontrolle bemüht. Offensiv passiert aber nicht mehr so viel wie in der ersten Halbzeit. Bis Timo Werner seinen Auftritt hat und fünf Minuten nach dem Anschlusstreffer das 4:2 erzielt. Wieder erstaunlich nachlässig verteidigt von den Bayern. Gulacsi erneut mit dem langen Ball (seine dritte Toreinleitung an diesem Tag!). Poulsen verlängert. Werner spritzt in einen von Lahm wegspringenden Ball und schiebt das Leder aus spitzestem Winkel Starke durch die Beine.

4:2, das sollte es doch dann aber sein. Aber schon ein Pfostentreffer von Lewandowski direkt nach dem vierten RB-Treffer auf gute Vorlage von Lahm machte deutlich, dass es nicht so einfach sein würde.

Ralph Hasenhüttl reagierte auf die guten Bayern-Chancen mit der Einwechslung von Benno Schmitz für den guten Sabitzer und einer Umstellung auf Fünferkette. Ilsanker rutschte in die Rolle des mittleren Innenverteidigers. Schmitz übernahm die Position rechts außen. Mehr Zugriff kriegen in letzter Linie, auch und gerade auf Lahm und Robben auf der rechten Bayern-Seite. Weniger durchlässig sein am eigenen Strafraum. So die Rechnung.

In der Praxis verlor RB nun minütlich und noch mehr nach der Auswechslung  der anderen auffälligen Offensivkräfte Werner und Poulsen immer mehr die Kontrolle über Ballbesitz und Spiel. Ab der 80. Minute fehlte mit Werner auch noch die Waffe in der Tiefe. Dazu wurden die Fehler aus dem Ballbesitz heraus häufiger. Sodass Bayern wieder intensiver um den Strafraum herum spielen und die Räume suchen konnte. Und sich dort immer wieder Standards erarbeite, weil RB in der Zweikampfführung zumindest für einen eher kleinlichen Schiedsrichter  nicht mehr sauber genug arbeitete.

Das wäre vielleicht gegen 16 andere Bundesligisten gut gegangen. Aber nicht gegen die Bayern. Standard halbrechts. Nur kurz ausgeführt und ganz schlecht verteidigt von RB. Weil ein Spieler (Forsberg) sich um zwei Freistoßschützen (Thiago und Robben) kümmern muss. Was nicht gut gehen kann und einer immer frei steht. In dem Fall ist es Robben, der sich aus 20 Metern nicht bitten lässt. Leicht abgefälscht. Latte. Und Lewandowski drückt den Abpraller über die Linie, weil er schneller reagiert als Upamecano.

Ab jetzt spielen nur noch die Bayern. RB nur noch mit langen Bällen, die sofort beim Gegner landen. Und wieder ein Standard, der zum 4:4 führt. Keita mit unsauberer Zweikampfführung gegen Lewandowski. Und Alaba macht das, was er so gut kann. Den Ball aus 20 Metern in den Winkel nageln.  Gulacsi versucht den Ball noch am Tor vorbeizugucken, aber da hätte er schon Oliver Kahn heißen müssen.

Binnen sechs Minuten einen Zweitorevorsprung verspielen war schon bitter. Doch da ging am Ende sogar noch mehr. In der fünften Minute der erstaunlich langen Nachspielzeit versucht sich Keita am gegnerischen Sechzehner in einem arg optimistischen Dribbling gegen drei Bayern-Spieler, während Linksverteidiger Bernardo in Mittelstürmerposition unterwegs ist. Beide fehlen dann auf der linken Seite. So kann der FCB den Ball von hinten über Müller auf Robben spielen. Der ist zu schnell Compper, der auf Bernardos Position rausgerutscht war. Ilsanker kommt rechts am Strafraum zu spät, um vielleicht noch das Foul zu ziehen. Und Robben macht das Tor, wie es vielleicht nur ein Robben kann. 4:5. Schluss. Ende. Aus.

Klar, wenn man bis zur 84. Minute mit 4:2 führt, dann ist es mehr als bitter, wenn man am Ende mit 4:5 verliert. Aber insgesamt fehlte den RB-Aktionen in der zweiten Halbzeit auch die offensive Klasse. Gerade mal zwei Schüsse gab man nach der Pause noch ab. Die waren zwar beide drin, aber die Geradlinigkeit der ersten Halbzeit ging dann doch einigermaßen ab. Bayern dagegen hatte 14 Torschüsse und darunter gleich fünf Großchancen, bei denen man frei vor Gulacsi auftauchte (vom Spielstand her nicht mal als Konterteam wohlgemerkt).

Dazu schien RB Leipzig am Ende etwas die Kraft auszugehen. Auch die Umstellung auf eine etwas passivere, verwaltendere Spielweise tat nicht so richtig gut und lud die Bayern eher dazu ein, sich am RB-Strafraum festzusetzen. Drei Gegentore nach Standards in der zweiten Halbzeit, wovon zwei nicht so richtig gut verteidigt waren, muss man sich selber ankreiden. Dazu war man in den Zweikämpfen am eigenen Strafraum einfach nicht clever genug. Wobei das natürlich auch immer eine Frage der Klasse des Gegners ist, wenn der es schafft, den Körper zwischen Gegenspieler und Ball zu bringen und so Fouls zu ziehen.

Insgesamt war es bis ungefähr zur 75. Minute, nach der man keine Kontrolle und keinen guten Ballbesitz mehr hatte, eine sehr gute Vorstellung von RB Leipzig, bei der man zeigte, wie man den Meister mit Geschwindigkeit vor Probleme stellen kann. Auf der anderen Seite zeigte sich aber auch, wo das RB-Prinzip der Spielfeldverengung seine Grenzen hat. Wenn man nämlich auf einen Gegner trifft, der immer wieder die spielerische Klasse hat, das Spiel schnell auf die Außenbahnen zu verlagern und dort im Zusammenspiel und durch Hinterlaufen auch immer wieder Räume zu schaffen. Was da vor allem Lahm und Robben gemacht haben, war ein bisschen wie aus einem Lehrfilm.

Und doch muss man zumindest mit einem 4:4 aus der Partie gehen. Denn sich in der letzten Minute der Nachspielzeit auskontern zu lassen, darf dann eigentlich nicht mehr passieren. Da fehlte komplett die Absicherung, die Mannschaftsorganisation und ein funktionierendes Gegenpressing nach Ballverlust. Das nennt man dann wohl Lernen durch den Holzhammer.

Fazit: Ein spektakuläres Fußballspiel und eine bittere Niederlage für RB Leipzig, die man sich mit eher schlecht verteidigten Standards (vor allem beim 4:3), einer uncleveren Zweikampfführung am eigenen Strafraum und naiver Absicherung beim 4:5 selber einbrockte. 75 Minuten lang hatte man sein Herz in beide Hände genommen und die Bayern-Defensive immer wieder richtig durchgeschüttelt. Vor allem in der ersten Halbzeit hätte man auch mehr als die zwei Tore erzielen können, die bis dahin auf der Anzeigetafel standen. In der zweiten Halbzeit führte das Bayern-Spiel im Gegensatz zur ersten Halbzeit aber zu einer Vielzahl an Torchancen, sodass der Sieg der Gäste nicht mal unverdient war. Man hatte das Gefühl, dass RB mit der Schlussviertelstunde zum ersten Mal in dieser Saison so richtig Lehrgeld zahlt. Keine Schande gegen die Klasse des FC Bayern München. Aber eben auch ein Zeichen, dass in Sachen Cleverness und Abgebrühtheit noch ein Schuss fehlt, um sich für eine sehr gute Partie gegen das Topteam der Liga auch zu belohnen.

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Randbemerkung 1: 36 Punkte holte RB Leipzig in den ersten 16 Spielen der Hinrunde. 27 Punkte sind es gegen dieselben Gegner in der Rückrunde. Man hängt hinter der (deutlich außerhalb des Normalen liegenden) Hinrunde hinterher (und kann die dortige Punktausbeute von 39 Punkten gar nicht mehr knacken). In der Rückrundentabelle steht man mit zehn Punkten Rückstand auf die Bayern auf Platz 5.

Randbemerkung 2: Trotz Niederlage die Vizemeisterschaft gesichert. Weil Dortmund in Augsburg nicht gewinnen konnte. Das war dann so etwas wie das Trostplaster, auch wenn das vielleicht nicht bei jedem die letzten zehn Minuten gegen die Bayern vergessen machte..

Randbemerkung 3: Vor dem Spiel der Stadionsprecher mit Glückwünschen an die Bayern zur Meisterschaft. Untermalt von nicht euphorischem, aber respektvollem Applaus aus allen Bereichen des Stadions. Immer gut, wenn es eine Ebene gibt, auf der man seine Anerkennung für die Leistung eines anderen ausdrücken kann.

Nach dem Spiel konnte auch Ralph Hasenhüttl wieder lachen. | Foto: Dirk Hofmeister

Randbemerkung 4: Umso erstaunlicher (und auch im Widerspruch zu einer ansonsten großartigen Stimmung), dass dieser Respekt dann nicht über die kompletten 90 Minuten hielt. Spätestens wenn man merkt, dass sich da jemand, wie bei Ribery, offensichtlich etwas schwerer verletzt hat, kann man sich eigentlich hämische Gesänge komplett sparen. Es gab mal eine Zeit in der Red Bull Arena als man so etwas aus dem Auer Block, als sich Niklas Hoheneder schwer verletzt hatte, komplett daneben fand. Und es bleibt auch daneben, wenn es einen gegnerischen Spieler trifft. Zumal es absurd war, ausgerechnet Ribery bei 1:2-Rückstand Zeitspiel oder Schauspielerei zu unterstellen. Ging ja dann auch verletzt vom Platz. (Und weiterhin bleibt das Holzmichl-Lied bspw. absolut in Ordnung, wenn Spieler spektakulär zu Boden gehen und sich wälzen, um dann eine halbe Minute später wieder jung und frisch über den Platz zu sprinten.)

Randbemerkung 5: Und ja, Emotionen und so. Aber ey, behaltet verdammt noch mal eure Bierbecher bei euch und haut sie euch selbst über den Kopf (oder tretet gegen den Sitz vor euch oder sonst was), wenn ihr das als Frustabbau braucht. Sie Richtung Jubeltrauben wie beim 4:4 zu schmeißen, ist sowas von komplett überflüssig. Nicht unspannend, wie RB vor allem angesichts der Menge an Bierbechern damit umgeht. Als man mal in der zweiten Liga eine Strafe wegen Becherwurfs kassierte, gab man die an den Verursacher weiter. Wird man diesmal wieder bestraft, könnte man es unter so vielen Verursachern aufteilen, dass der Einzelne fast schon wieder günstig wegkommt.^^

Randbemerkung 6: Dass es in dem Spiel dann doch nicht ganz um nichts ging, konnte man nach dem 5:4 für die Bayern gut sehen. Dass da selbst ein Carlo Ancelotti einen Sprint über den Platz macht, machte auch die besondere Emotionalität des Sieges für den Meister deutlich. Klar, auf diese Erkenntnisse hätte man aus RB-Sicht lieber verzichtet..

Randbemerkung 7: Bayern damit das einzige Team der Bundesliga, gegen das RB diese Saison keinen Punkt holen konnte. Vielleicht holt man sich den Sieg ja dafür irgendwann, wenn man ihn dringender braucht, als man das gestern tat.

Randbemerkung 8: Das Tor von Marcel Sabitzer nach einer reichlichen Minute war das neunte Tor in den ersten sechs Minuten in dieser Saison. Einstellung des Bundesligarekords. Es war aber auch das erste so frühe Tor seit dem 22.Spieltag gegen Köln. Nach zwei Unentschieden und sechs Siegen war es auch die erste Niederlage, wenn man ein solch frühes Tor erzielte. Und es war die erste Niederlage überhaupt, wenn man nicht schon zur Pause zurücklag. Spricht auch alles dafür, dass die Bayern nicht irgendein Bundesligateam sind, sondern eines, das in jeder Situation noch in der Lage ist zurückzuschlagen.

Randbemerkung 9: Nach dem Spiel noch eine gut gefüllte Festwiese, auf der Mannschaft und Fans zusammen die erfolgreiche Saison begingen. Eine etwas kurze Party, die um 19 Uhr programmtechnisch schon wieder beendet war. Während man letzte Saison mit überlangem Show-Programm auf einem Platz mit zu geringem Fassungsvermögen glänzte, war es diesmal ein ziemlich perfekter Platz im Schatten des Stadions, aber eine etwas arg kurze Veranstaltung. Aber vielleicht auch gar nicht schlimm, gab ja keinen Titel zu feiern.

RBL-Fanfest Diego Demme feiert mit Rani Khedira und Marcel Sabitzer | Foto: Dirk Hofmeister

Randbemerkung 10: Zumindest aber eine Veranstaltung, die noch die schöne Nachricht mit sich brachte, dass Fabio Coltorti noch ein Jahr in Leipzig bleibt. Die Wahrscheinlichkeit, ihn noch mal im Bundesliga-Tor zu sehen, ist zwar nicht extrem hoch, aber dass der neben Dominik Kaiser dienstälteste RB-Spieler bleibt und den Torwart-Mentor gibt, ist für alle Beteiligten sinnig und gut fürs Fußballfanherz.

Randbemerkung 11: Und irgendwie, egal wie du es dir hin- und herredest und argumentierst und überhaupt, es ging ja um nicht viel, am Ende ist es trotzdem eine (sorry) sich ätzend anfühlende Niederlage, wenn man in den letzten zehn Minuten noch ein 4:2 herschenkt.

Lichtblicke:

  • Emil Forsberg: Tobte sich offensiv mal wieder so richtig aus. An drei der vier Tore als Vorbereiter beteiligt. Zeigte mal wieder seine enormen Qualitäten in der Ballverarbeitung mit dem ersten Kontakt. Die Bewegung vor dem Elfmeter zum 2:1 war schlicht atemberaubend. Wenn man ihm ein bisschen Platz lässt oder mit nur einem Spieler versucht im Schach zu halten, kann man viel Spaß an dem Schweden haben.
  • Marcel Sabitzer: Sehr präsent auf der rechten Seite. Viele gute Aktionen in der Offensive, aber auch im Spiel mit dem Ball und in der Balleroberung. Viel gearbeitet, schön zum 1:0 eingeköpft. Etwas erstaunlich, dass der Österreicher nach 69 Minuten für eine Umstellung auf Fünferkette geopfert wurde.
  • Timo Werner: Für die FCB-Verteidigung nur selten zu fassen mit seiner Mischung aus Geschwindigkeit, aber inzwischen auch Kombinationsspieler. Zwei Tore, ein Pfostentreffer, viele gute Wege in der Offensive. Vielleicht hätte er in den letzten zehn Minuten noch mal für einen Nadelstichkonter sorgen können, da saß er dann aber schon auf der Bank.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des 33.Spieltags gegen den FC Bayern München bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 1:0 Sabitzer (2.), 1:1 Lewandowski (17./ HE), 2:1 Werner (29./ FE), 3:1 Poulsen (47.), 3:2 Thiago (60.), 4:2 Werner (65.), 4:3 Lewandowski (84.), 4:4 Alaba (90.), 4:5 Robben (90. + 5)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Ilsanker, Upamecano, Compper, Bernardo – Demme, Keita – Sabitzer (69. Schmitz), Forsberg – Poulsen (76. Selke), Werner (80. Khedira); Bank: Müller, Franke, Burke, Kaiser; Nicht im Kader: Orban (angeschlagen), Halstenberg, Gipson, Coltorti, Klostermann

Aufstellung Bayern München: Starke – Lahm, Boateng, Alaba, Bernat – Alonso (61. Vidal), Kimmich (Müller) – Robben, Thiago, Ribery (44. Costa) – Lewandowski

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Einige umstrittene Entscheidungen. Den Handelfmeter in der ersten Halbzeit hatten nicht alle so gesehen. Ein Videoreview hätte ihn wohl eher nicht zurückgenommen, weil selbst nach vielen Wiederholungen nicht klar wird, ob der Ball ausschließlich die Brust oder auch den Arm berührt hat. Problem ist, dass der Arm in Richtung der Flugrichtung des Balls zurückpendelt und so daraus eine aktive Bewegung zum Ball hin zu werden scheint. Wie gesagt, wenn der Ball denn überhaupt an den Arm ging. Einige Argumente für den Linienrichter, den Strafstoß anzuzeigen und so Stieler zu überreden, der ihn wohl aus seiner (schlechteren) Sicht nicht gegeben hätte. Eine Minute Nachspielzeit in Hälfte eins war erstaunlich, da allein Ribery handgeschätzt vier Minuten auf dem Rasen gelegen hatte, bevor er ausgewechselt wurde. War vielleicht eine pädagogische Maßnahme, weil Stieler den Bayern im Rückstand nicht noch zusätzlich Spielzeit geben wollte, nachdem man solange für die Verletzungspause gebraucht hatte.  Fünf Minuten Nachspielzeit am Ende waren eher die englische und nicht die gewohnte deutsche Variante an Nachspielzeit angesichts dessen, dass es kaum relevantes Zeitspiel und abgesehen von einer Rudelbildung auch keine längeren Unterbrechungen gab. Stieler hatte sich für eine kleinliche Linie entschieden, die man schon aus manchem Spiel der Vergangenheit kannte. Eine Linie, die eher das Team bevorteilt, das den Ball mehr und oft in Strafraumnähe hat. Gerade in der Schlussphase entstanden da ein paar Standardsituationen für die Bayern, die man geben kann, wenn man eine Linie hat, wie sie Stieler hatte. Da war das RB-Zweikampfverhalten aber auch nicht immer clever. Insgesamt war die Linie von Stieler relativ schnell klar und relativ konsequent und nicht einseitig (was sich auch an der Verteilung der gelben Karten demonstriert – 5 gegen 1 für die Bayern, nur Lewandowski kam etwas erstaunlich davon). Insgesamt eine absolut vernünftige Schiedsrichterleistung mit leichten Abzügen für die letzten zehn Minuten, in denen es aus Stadionsicht zu kleinlich wirkte (aber aus TV-Sicht auch alles im Rahmen der sonstigen Spielleitungslinie lag).)

Gelbe Karten: Keita (8.) – Alonso, Vidal, Costa, Thiago, Boateng

Zuschauer: 42.558 (davon 5.000 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, FCB-Bericht, Kicker-Bericht, Pressekonferenz-Ticker

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  • Torschüsse: 11 : 20
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 9 : 12
  • Schüsse auf das Tor: 6 : 9
  • gewonnene Zweikämpfe: 49,4% : 50,6%
  • Ballbesitz: 42,3% : 57,7%
  • Passquote: 81,7% : 85,3%
  • Laufstrecke: 109,4 km : 102,7 km
  • Sprints: 183 : 179
  • Intensive Läufe: 603 : 572
  • Fouls: 18 : 11
  • Ecken: 2 : 6
  • Abseits: 3 : 3
  • Meiste Torschüsse: Sabitzer, Werner: je 3 – Lewandowski: 6
  • Meiste Torschussvorlagen: Forsberg: 3 – Lahm: 6
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Upamecano: 81,8% – Kimmich: 69,2%
  • Meiste Ballkontakte: Demme: 65 – Lahm: 87
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Compper: 92,3% – Alonso: 96,2%
  • Größte Laufstrecke: Demme: 11,5 km – Thiago: 10,6 km
  • Meiste Sprints: Ilsanker: 23 – Bernat: 29

Statistiken von bundesliga.de, bild.de, FourFourTwo

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Saisontorschützen: Werner – 21; Forsberg, Keita – je 8; Sabitzer – 7; Selke, Poulsen – je 4; Orban – 3; Compper – 2; Kaiser, Burke, Demme – je 1; Eigentore: Baumgartlinger, Kolasinac, Vallejo, Maroh

Saisonvorlagengeber: Forsberg – 21; Werner – 9; Keita – 8; Poulsen – 6; Sabitzer  – 5; Demme, Halstenberg – je 3; Burke – 2; Schmitz, Orban, Compper, Selke, Ilsanker, Bernardo, Kaiser – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme, Sabitzer – 15;  Orban – 9; Keita, Forsberg, Ilsanker – je 8; Gulacsi – 7; Compper, Poulsen – 6; Bernardo – 5; Werner, Halstenberg – je 4; Upamecano, Kaiser – je 3; Schmitz, Burke – je 2; Selke – 1

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Bilder: Dirk Hofmeister

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18 Gedanken zu „Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Bayern München 4:5“

  1. Ich schätze sonst immer deine Sachlichkeit, heute finde ich sie irritierend. Selbst nach einer Nacht drüber schlafen, kann ich der Schiedsrichterleistung gestern nichts Positives abgewinnen. Ich habe so viele Szenen im Kopf, wo er falsch und einseitig entschieden hat, dass ich mich immer noch ärgern kann. Und ich gebe mir gerade Mühe, mich sachlich auszudrücken …

    1. Hatte im Stadion den Eindruck von Kleinlichkeit, aber nicht von Einseitigkeit. Habe mir längere Passagen mit strittigen Geschichten noch mal angeschaut und sah mich da eher bestätigt. Grade in der Schlussphase kann man alles auch so pfeifen, wie es Stieler getan hat.

    2. Sehr gut! War eben auch mein Gedanke. 5 Minuten Nachspielzeit sind Wahnsinn. Handelfmeter… Wenn es fraglich ist, dann im Zweifel des angeklagten. Ein Freistoß vor, ich glaube dem 3. Bayern Tor, war keiner. Mir fällt auch viel ein. Es gibt ja wie sowas wie die wahre Tabelle. Hier sollten für gestern 3 Punkte bei RB dazu kommen.

  2. Wie immer, klasse Analyse. Aber was ist eigentlich mit der vermeintlichen gelben Karte in der 65. Minute für Thiago, welche dann wohl Costa galt?
    Diese Situation, und die folgende Gelbe für das zu früh Ausführen des Freistoßes, sowie ein seltsam verstohlener Blick Stielers auf seine Aufzeichnungen (einige Minuten später) kam mir doch sehr komisch vor…

    1. War klar Costa, der in der Rudelbildung gelb gesehen hat und nicht Thiago.

    2. Der Freistoß wurde 2 mal zu früh ausgeführt. Wird er dann nicht beim 2. Mal für den Gegner gepfiffen?

  3. Seltsames Spiel. Erst nicht ernst genommen von den Bayern – oder doch durch die Klasse von RB geplättet? Dann ernst gemacht. Oder doch nur von der Sorglosigkeit der Rasenballer profitiert? Ich kann es überhaupt nicht einordnen. Am Ende vielleicht genau die richtige Hausaufgabe zum Saisonschluss aufgezeigt zu bekommen wieviel mehr an Qualität man noch erreichen könnte.

  4. Ich zitiere mich mal selbst nach dem Hertha-Spiel: „Bis zu den üblichen Einwechslungen (warum?) hatten wir alles im Griff, danach kam es zum Bruch im Spiel.“ Ohne unsere Offensiv-Power sieht die Defensive nämlich gar nicht gut aus. Wie man den Bayern (Robben!) dann spätestens mit Khedira das Spiel komplett überlässt wird mir immer unerklärlich bleiben. Danach haben die alten Herren gezeigt, wo der Hammer hängt… Hoeneß hat schon Recht, was die Kaderpolitik angeht, gegen Madrid oder Barca wäre so ein Spielverlauf wie gestern richtig ärgerlich. Ungeachtet dessen: Vizemeister – das nimmt uns keiner mehr, es war eine tolle Saison!!! Und: Ich freue mich auf Mvogo!

  5. Wie immer eine sachliche und anspruchsvolle Analyse vom RBB. Kompliment! Leider ist meine Trauerbewältigung damit nicht vorangekommen. War ich unmittelbar nach Spielschluss noch euphorisiert von dieser Glanzleistung des Teams (daran ändern auch die letzten 15 Minuten nichts), so hoffte ich, in Deiner heutigen Spielbetrachtung auch ein wenig Streicheleinheiten für die Seele zu finden. Das ist nicht Deine Aufgabe, weiß ich doch 🙂

    PS: Weiß jemand von euch, ob es einen Schal / ein T-Shirt mit der Botschaft „Vizemeister“ geben wird? Für mich ist es das, was am Ende dieser Saison bleiben wird. Das Team hat die Erwartungen (Hoffnungen, Ängste, Sehnsüchte) übertroffen und – egal, was in den nächsten Jahren kommt – einen fantastischen Bundeligaeinstieg gegeben. Und in 10 Jahren werden wir uns alle daran erinnern!

  6. Auch wenn ich auf der anderen Seite stand und stehe.

    DANKE für diesen aus meiner Sicht schon fast epischen Fight gestern!

    Ich hoffe das Leipzig weiter so unbekümmert in Zukunft auftritt und den ganzen Hatern, mit dieser erfrischenden Art und Weise Fußball zu spielen, den Wind aus den Segeln nimmt. Viel Glück in der nächsten Saison und viel Spaß in der CL, genießt es einfach!

  7. Erstaunlich und irgendwie auch beunruhigend fand ich, wie im TV mehrmals darüber nachgedacht wurde, ob der FCB nun gleich schon Forsberg, Keita und Werner kaufen wird. Oder erst später. Nach Art der Konkurrentenschwächung, wie schon so oft. Ist das wirklich so, dass Bayern unwiderstehliche Angebote für alle und jeden machen kann? (Ist ne ernstgemeinte Überlegung. )

  8. Wie immer Hut ab vor Deiner Sachlichkeit, mit der Du mich im Nachhinein auch von der doch wohl weniger einseitigen Leistung Stielers überzeugt hast. Gestern war das für mich noch klar ein Bayernschiedsrichter.

  9. Ja, es war eine ärgerliche Niederlage, und ja, die Auswechslungen haben wohl eher geschadet. Aber Herrn Stieler kann ich wohl bestenfalls vorwerfen, dass er beim Elfmeter auf seinen Linienrichter vertraut hat und 5 Minuten Nachspielzeit zu lang waren. Was aber bleibt ist ein sensationelles Fußballspiel, vor allem in der jeweiligen Offensive und mit wirklich genialen Spielern auf beiden Seiten (ich nenne mal nur Werner und Robben). Da es ja außer ums Prestige um (fast) nichts mehr ging, kann man ja versuchen, die Vereinsbrille mal abzulegen und sich einfach darüber freuen, was für ein toller Fußballnachmittag das war, zumindest für mich (und meine Mitgucker) ein echter Augenschmauß, selbst wenn unser Verein dann doch verloren hat.
    Also sich freuen über eine tolle Saison mit Vizemeisterschaft und noch auf einen schönen Saisonabschluß in Frankfurt hoffen, bei dem ja noch ein paar Rekorde purzeln können.

  10. Entscheidend war die Achse Lahm .,/ Robben was die an blinden Passspiel gezeigt haben war echte Weltklasse die wir nicht in den Griff bekamen, ohne Lahm dürfte Robben nächstes Jahr wesentlich schlechter aussehen.
    Henne bin bei dir bei Mvogo hoffentlich gleich Stamm keeper .kann das Torwartspiel von Gulasci echt nicht mehr sehen.
    Trotz angeblicher vorlagen .
    Stieler hätte auch das Rückspiel von Paris gegen Barcelona pfeifen können.

  11. Ich finde die Schiedsrichterleistung auch eher … naja … (ich habe mir heute vorgenommen mich zurückzuhalten) …

    Es hatte in Summe schon den Anschein, dass man den armen Bayernspielern helfen musste zu ihren Standards zu finden …

    Wie oft kullerte ein Bayern rum, umgeworfen vom Sprintwind von RB …

    Schade auch das es 5 Minuten Nachspielzeit gibt die sofort nach dem Siegtor abgepfiffen wird … Sieht scheisse aus und nervt eben auch …

    Übrigens fällt mir zunehmende Becherwürfe aus A auf … Und die Schmähgesänge aus der 28 bei verletzten Gästespielern nervt auch zusehends …

    Das Spile machte definitiv Werbung für eine klarere Schiedrichterhilfe … Stopft das Stadion zu mit Kameras, würfelt die Situationsentscheidungen für Elfmeter aus, was weiß ich ABER tut was (geht an die Verbände) …

    Und was mir noch sauer aufstößt über die Saison ist dieses ständige Ball wegschlagen, -treten, wegtragen undsoweiter … Bitte die Handballregel einführen … Danke … Weitermachen

  12. Vielen Dank für Deine wie immer gelungene Analyse. Grundsätzlich muss ich Dir in Deiner versachlichten Schiedsrichtereinschätzung recht geben. Bis zur 94. Minute waren so ziemlich alle Entscheidungen des Unparteiischen irgendwie vertretbar. Was mir allerdings so gänzlich fehlt in der Debatte um das Refereegespann, ist die Szene aus der 94./95. Minute, wo Forsberg deutlich ballfern gefoult wird und es im Anschluss dennoch den Einwurf zum RobbenRun gibt. Stieler scheint in diesem kurzen Moment von seiner Linie abgewichen zu sein und man wird das Gefühl nicht los, dass ihm daran irgendwie auch gelegen war… Andererseits ist der Offizielle wahrlich nicht der Grund für den Verlust der sicher geglaubten Lederhosen Spendenaktion. Ein 4:4 Unentschieden hätte trotzdem gewiss nicht nur dem Sky Seitenlinien Moderator gefallen.

  13. Gestern sagte ein Loki zu mir, ihr jammert auf sehr hohem Niveau. Recht hat er,! Aber, wer 3 Dinger in 10 Minuten bekommt, ist eben doch „nur“ zweiter Sieger.
    Sei’s drum, eine fantastische Saison geht zu Ende. Danke an alle Beteiligten!

  14. So, nach 2 Tagen, der Wiederholung und dem Puls runterfahren ein paar Worte.
    Bei Abpfiff war natürlich das Glas mehr als halbleer und ich kann Spieler wie Ilsanker verstehen, daß man da kein Bock auf Feierei hat. Uns ging es ähnlich auf der Festwiese.

    Heute am Montag sehe ich viel mehr positives. Vor allen im Hinblick auf die Medien und den FC Bayern. Man stelle sich vor, wir hätten die Bayern 4:2 inkl. der Tiki Taka Szene geschlagen. Da hätte zum einen in München der „Baum gebrannt“ inkl. diverse (medialen) Transfergerüchte aus Leipzig und anders rum, wäre man in Leipzig nur mit dem fliegenden Teppich unterwegs. So aber hat man wieder etwas gelernt und dies könnte für kommende Aufgaben enorm wichtig sein. Einen Weltklassegegner wie den FC Bayern bezwingst Du erst, wenn jene im Bus sitzen.

    Die ersten 20 Minuten werden wohl als Video-Standard-Material herhalten. Was haben sich da die jungen Rasenballer in einen Rausch gespielt und die Bayern überrumpelt. Mehr geht nicht.

    Was am Ende sportlich passierte, wird man richtig analysieren und die Lehren draus ziehen (Hoffentlich). Aus meiner Nicht-Trainer-Stadionsicht, fing es mit dem Wechsel Sabitzer-Schmitz und der darauffolgenden Umstellung an.

    Auch wenn noch ein Spiel zu absolvieren ist, mein MVP der Saison steht schon fest:
    Emil Forsberg!
    Ich sehe ihn noch die ersten Spiele in Liga 2 vor mir als gar nix ging und jetzt diese Leistungsexplosion.
    Wahnsinn

    Eine klitzkleine Randbemerkung 12 hätte ich noch:
    Es gab wirklich kein Lederhosenlied zu hören!

    Beim Schiedsrichter bin ich bei Dir. Auch wenn im Stadion die (nicht) Pfiffe manchmal seltsam sind, aber im TV später habe ich gesehen, er hat vieles richtig gemacht. Tja und die NSZ, da musste ich an Deinen Blog denken.

    Ach ja, am Freitag habe ich mein Kicktipp auf 4:3 geändert.
    Irgendwann mal stand es ja so. 😉

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