Mehr Relevanz als man meinen könnte

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Bayern München (13.05.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Letztes Heimspiel der ersten Bundesligasaison von RB Leipzig. Sowieso sind diese letzten Stunden in heimischer Umgebung immer auch etwas besonderes. Durch das Erreichen der Champions League, das Größte, was man in der aktuellen Bundesliga mit den Bayern so erreichen kann, wird der Tag sicherlich noch mal ein ganz besonderer.

Wobei in dem Spiel mehr Relevanz steckt, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Eigentlich geht es beim Duell des Meisters mit dem Zweiten nicht mehr um wirklich was. Aber dann irgendwie doch. Denn RB Leipzig will den zweiten Platz, den man seit 14 Spielen innehat (seit dem achten Spieltag war man nicht mehr schlechter als Zweiter), ins Ziel bringen. Ein Punkt braucht man dazu noch, wenn Dortmund die letzten zwei Spiele gewinnt. Was nicht unwahrscheinlich ist.

Und die Bayern stehen nach den eher etwas depremierenden Erlebnissen in DFB-Pokal und Champions League vor dem letzten so halbwegs wichtigen Spiel der Saison. Dem Emporkömmling und aktuellen Zweiten wie schon im Hinspiel die Grenzen aufzuzeigen und auch im direkten Duell und nicht nur durch die Tabelle zu demonstrieren, wer die klare Nummer 1 ist, dürfte für den einen oder anderen Bayern-Akteur durchaus noch mal ein besonderer Ansporn sein. Mal von individuellen Zielen, wie dem von Robert Lewandowski, Torschützenkönig zu werden, ganz abgesehen. Vorausgesetzt er spielt auch. Wovon man trotz Trainingspause unter der Woche ausgehen sollte.

Dass in München nach der fünften Meisterschaft in Folge wegen der Niederlagen gegen Dortmund und Real wenig Feierstimmung zu verspüren ist, sagt durchaus einiges über die Wertigkeit des nationalen Wettbewerbs aus. Es ist inzwischen (Titel zählen, hin oder her) doch ein wenig die Suppe, der die nahr- und schmackhafte hafte Einlage fehlt, wenn man vor allem vom Abschneiden oder der Art des Ausscheidens im europäischen Wettbewerb enttäuscht ist.

Dass das Abschneiden in der Bundesliga eher als Selbstverständlichkeit hingenommen oder gar als wenig überzeugend wahrgenommen wird, darf durchaus (Qualität im Kader hin oder her) ein wenig überraschen. Denn die Dominanz, mit der sich die Bayern auch diese Saison wieder durch die Liga gewalzt haben, ist trotz einiger knapper Spiele und später Punktgewinne oder Siege durchaus beeindruckend.

Kein Team in der Bundesliga spielt mehr Chancen heraus. Nur Dortmund hat mehr Großchancen verbucht. Kein Team der Liga lässt weniger Chancen oder Großchancen zu. Zudem hat man eine der besten Chancenverwertungen. Und auf der anderen Seite verwerten die Gegner gegen keine Mannschaft so wenige ihrer Chancen wie gegen die Bayern. Was verschiedene Interpretationen zulässt. Dass Bayern-Gegnern vor dem Tor ein wenig der Fuß zittert, also psychologische Komponenten eine Rolle spielen, ist dabei sicherlich genauso eine Teilkomponente wie ein Torwart namens Manuel Neuer, solange er nicht verletzt war.

Bayern steht also völlig zurecht mit Abstand an der Tabellenspitze und könnte mit maximal 82 Punkten, also auch im Vergleich mit den letzten Spielzeiten, sehr ordentlich aus der Saison gehen. Die Bundesligasaison mag nur selten ein Spektakel gewesen sein, aber man hat die Liga über Ballbesitz dominiert und aus der Spielanlage heraus die Gegner so kontrolliert, dass man nur wenig zugelassen hat. Auch die Tatsache, dass man nach 26 Führungen nur noch dreimal in Form von Unentschieden Punkte abgegeben hat, verweist auf eine gute Organisation, gegen die zumindest für Bundesligisten, die ihre Stärken im Spiel gegen den Ball haben, schwer anspielbar war.

Auf der anderen Seite hatten die Bayern durchaus auch ihre Probleme. 55 (mit Abstand die meisten der Liga) von 80 Toren schießt man aus dem normalen Spiel heraus. In Heimspielen demonstriert man die spielerische Überlegenheit mit 40 (mit noch mehr Abstand die meisten der Liga; Dortmund folgt mit 25) von insgesamt 51 Toren, die man aus dem normalen Spiel heraus schießt. Auswärts allerdings sind es gerade mal 15 (zusammen mit RB die fünftmeisten der Liga) von 29 Toren, die man aus dem normalen Spiel heraus erzielt. Dort sind es vor allem Standards (und mit Abstrichen Konter), die die Punkte brachten. Neun Tore nach Standards erzielte man in der Fremde, die meisten der Liga.

Insgesamt verweist das darauf, dass man in Auswärtsspielen durchaus ein Problem hatte, die eigene Dominanz auch in offensiven Erfolg umzusetzen (während es defensiv keinen Unterschied gibt). Gut und dicht verteidigende Mannschaften dort erfolgreich zu zerspielen, gehörte offenbar nicht immer zu den herausragenden Qualitäten in dieser Saison. Wobei es dann auch eine Qualität ist, wenn du stattdessen halt Standardtore machst, wenn Standards rund um den Strafraum die Dinge sind, die dir gestattet werden.

Dass man defensiv (vor allem nach der Pause, wo man fast keine Tore mehr zulässt) meist gut organisiert ist, zeigt sich darin, dass man knapp vor RB Leipzig die wenigsten Treffer aus normalem Spiel heraus zugelassen hat (12). Im Gegensatz zu Leipzig ist man allerdings auch nicht anfällig für Konter und Standards (nur je zwei Gegentore vs. jeweils acht) Sprich, Bayern ist nicht nur eine Ansammlung von individueller Klasse, sondern auch in der Mannschaftsorganisation in verschiedenen Teilbereichen sehr gut. Wobei man das gar nicht so recht glauben mag, wenn man Spieler wie Douglas Costa manchmal in der Rückwärtsbewegung sieht.

Bayen ist in dieser Saison sicher nicht mehr die Pass- und Positionsspielmaschine, die man noch unter Guardiola war. Die häufige Taktik einfach die Außenspieler wie Robben und Ribery die Arbeit in Form von Dribblings machen zu lassen, ist nicht unbedingt der Höhepunkt der Kreativität. Aber es ist halt eingebettet in einen guten Kader und in eine Mannschaft, die trotzdem gut organisiert ist, sodass es am Ende mehr als gut funktioniert. Zumindest in der Bundesliga.

Wobei es durchaus erstaunlich war, dass die Bayern gerade in den großen und wichtigen Heimspielen in Pokal und CL gegen Dortmund und Real jeweils nach der Pause in eine Art Run-and-Gun-Spiel verfielen, bei der zwischen Offensivakteuren und Defensivakteuren riesige Lücken entstanden und entsprechend ein wenig die Spielkontrolle und ergo auch die Spiele verloren ging. Da schien dann doch ein wenig die Möglichkeit einer Guardiola-Mannschaft zu fehlen, aus einer Führung heraus, dem Gegner mit Ballbesitz den Atem für das Zurückschlagen zu nehmen.

Von daher kann man sich auch fragen, ob die Theorie, dass die Bayen-Saison deswegen eher unspektakulär war, weil man nur so hoch sprang, wie man musste, auch wirklich stimmig ist. Denn man hatte eher den Eindruck, dass man meist (und abgesehen von tatsächlichen Statement-Auftritten wie dem gegen Leipzig in der Hinrunde) auf ähnlichem Niveau agierte und das gegen die schwächeren Teams der Liga eben reichte, aber je höher es in der Tabelle ging eben auch mal nicht reichen konnte.

Am Ende der Saison ist rund um München auch die Debatte entbrannt, ob das Team nicht zu alt wäre. Tatsächlich sind die Bayern vom Kader her das älteste Team der Liga und Trainer Carlo Ancelotti noch dazu nicht der Trainer, der die jüngeren Teile des Kaders permanent pusht und entwickelt. Entsprechend hat sich über die Saison wenig Zukunft im Team entwickelt. Was bedeutet, dass man entweder auch künftig eher extern Erfahrung verpflichtet oder Ancelotti vielleicht nicht ganz der richtige Trainer ist, eine möglicherweise leicht veränderte Kaderzusammenstellungsphilosophie hin zu jüngeren Spielern auch mitzutragen.

Nicht unbedingt eine Frage des Alters ist dabei die geringe Laufleistung des Teams. Keine Mannschaft läuft weniger als die Bayern. Was vor allem daran liegt, dass man auch im Schnitt 59 von 90 Minuten den Ball hat und den Gegner laufen lässt. Allerdings ist man in Sachen Sprintstrecken auf Augenhöhe mit RB Leipzig ein Durchschnittsteam der Liga.

Was auch darauf verweist, dass man in entscheidenden Zonen dann doch die entscheidende Geschwindigkeit auf den Platz bringen kann. Zumal die Geschwindigkeit bei den Bayern sowieso meist aus der Bewegung des Balls resultiert. Das Tempo, mit der sie sich aus Gegnerdruck heraus über den ganzen Platz kombinieren können, ist an guten Tagen nicht nur nach nationalen Maßstäben schlicht atemberaubend.

Und trotzdem bleibt der Fakt, dass es nicht zu den großen Stärken der Bayern gehört, große Laufwege absolvieren zu müssen. Das Problem ist, dass es kaum einer Mannschaft mal gelingt, die Bayern auch tatsächlich in großartiges und konstantes Laufen zu kriegen, sie also an ihre physischen Grenzen zu bringen. Ralph Hasenhüttl hatte genau das beim Hinspiel vor, scheiterte daran mit seinem Team nicht nur wegen Forsbergs roter Karte aber grandios. Auch beim Rückspiel wird man wieder versuchen, den Kontrahenten in eine Situation zu bringen, in der er läuferisch-physisch mehr leisten muss als gewohnt.

Sowieso dürfte interessant sein, was RB Leipzig aus dem Hinspiel gelernt hat (außer, dass man zu zehnt erst recht keine Chance hat). Die Deutlichkeit der Niederlage hat damals durchaus Spuren hinterlassen. Zumindest dahingehend, dass man noch intensiver am nächsten sportlichen Schritt arbeiten wollte. So wie man Hasenhüttl bisher kennenlernen durfte, wird er intensiv darüber nachgedacht haben, wie er den Bayern diesmal begegnet und mit einer ordentlichen Portion Motivation in die Vorbereitung auf die Begegnung gehen.

Eine Vorbereitung, die ein wenig dadurch gestört wurde, dass man nach dem Sieg in Berlin erst mal bis Mittwoch Nachmittag frei gemacht hat und sich Teile der Spieler in alle Himmelsrichtungen verabschiedeten. Man darf annehmen, dass das nicht die extremen Partytouren waren, aber ein bisschen weniger Professionalität im Umgang mit Schlaf, Nahrungsmitteln und Getränken als sonst dürfte nicht nur in der Nacht nach dem Hertha-Spiel dabeigewesen sein. Inwieweit sich das auch auf das Spiel gegen die Bayern auswirkt, wird man dann am Samstag sehen.

Beim Hinspiel jedenfalls verzweifelte man daran, dass man in vorderster Linie keinen Zugriff auf den Bayern-Spielaufbau über die Innenverteidigung bekam. Und man im eigenen Drittel bei den Pässen aus der Innenverteidigung nicht eng genug verteidigte. Dazu bekam man auch das Flügelspiel der Bayern nicht in den Griff, weil die Verlagerungen teilweise zu schnell gingen, weil sich die Münchener immer wieder gut aus Drucksituationen befreiten und dann die öffnenden Pässe genau spielen konnten. Für das Rückspiel stellt sich entsprechend ein wenig die Frage, ob man nicht noch offensiver verteidigen will, um die Bayern gar nicht erst in die Ballzirkulation kommen zu lassen oder ob man den Fokus eher darauf liegt, die Räume im eigenen Defensivdrittel und auf den Außenbahnen zu verdichten.

Nach dem etwas naiven Auftritt eines Teams in der Hinrunde, das noch nie gegen Bayern und schon gar nicht gegen angepiekste Bayern gespielt hatte, folgt nun Teil 2 der Auseinandersetzung mit dem Dauermeister. Grundsätzlich bleibt RB Leipzig dabei recht deutlich Außenseiter. Allerdings könnte man den Bayern über läuferische Qualitäten und gute Defensivarbeit auch gut zusetzen. Wie oben ausgeführt, ist die spielerische Dominanz der Bayern gerade in Auswärtsspielen nicht immer extrem gewesen. Dazu kommt, dass der FCB in engen Spielen durchaus immer wieder Punkte hat liegen lassen und zumindest nicht die beste Bilanz der Liga hat. Spiel eng halten, mit einer guten Mischung aus Aggressivität und Kompaktheit in der Tiefe verteidigen, den Gegner müde laufen (wozu auch ein vernünftiges Spiel mit dem Ball gehört) und gucken, ob man gerade am Ende nicht noch die Chance kriegt, das Spiel auf seine Seite zu ziehen. Klingt ein bisschen nach dem Dortmund-Matchplan im allerersten Heimspiel der Saison.

Auf Seiten der Bayern fehlen mit Neuer und Ulreich gleich zwei Torhüter. Dazu kommt Innenverteidiger Martinez, der sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hat. Lewandowski und Robben fehlten zuletzt im Training, aber so richtig an einen Ausfall glauben sollte man nicht. Rechnen sollte man dagegen damit, dass Bayern mit der bestmöglichen Aufstellung antritt. Eine Doppelsechs Sanches/ Kimmich, die gegen Darmstadt zusammen nicht ganz optimal funktionierten, und auf der Bank sitzende Thiago, Lahm, Robben, Vidal, Hummels und Alonso sollte man eher nicht erwarten.

Wer auf Seiten von RB Leipzig mit am letzten fehlenden Punkt für die Vizemeisterschaft arbeiten kann, ist noch unklar. Bei Willi Orban besteht sicherlich die berechtigte Hoffnung, dass er in den Kader zurückkehren kann. Ansonsten gab es zuletzt keine Verletzungsprobleme. Für Lukas Klostermann dürfte das Spiel aber nach Wiedereinstieg in das Mannschaftstraining noch zu früh kommen.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Ilsanker (Bernardo), Orban (Upamecano), Compper, Bernardo (Halstenberg) – Demme, Keita – Sabitzer, Forsberg – Werner, Poulsen
  • Bayern München: Starke – Lahm, Boateng, Hummels, Alaba – Alonso (Kimmich), Vidal – Robben (Müller), Thiago, Ribery – Lewandowski

Fazit: Noch mal ein Knüller zum Saisonfinale im heimischen Umfeld. Ein Spiel, in dem es eigentlich um nicht viel, aber dann doch auch nicht um nichts geht. Es ist der Rückkampf nach einer deutlichen Lektion im Hinspiel und eine Partie, nach der, der eine gern die Vizemeisterschaft feiern würde und der andere gern Lektion Nummer 2 erteilt haben will. Entsprechend ist nicht wirklich mit gemütlicher Saisonabschlussatmosphäre zu rechnen, sondern eher mit einem Spiel, in dem beide Parteien noch mal nach ihren besten Leistungen streben.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München nicht vor Ort verfolgen kann und am 13.05.2017, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Bayern München

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Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures - Andreas Pranter.
Foto: GEPA Pictures – Andreas Pranter.

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München. Mit Ralph Hasenhüttl.

13.18

Letztes Heimspiel der Saison. Der Kameraauflauf hier bei der Pressekonferenz ist noch mal deutlich überdurchschnittlich. Angemessen, wenn die Nummer 2 der Liga die Nummer 1 empfängt. Auch wenn es nicht mehr um so richtig viel geht. Außer natürlich den sportlichen Wettbewerb an sich. Der jenseits von Tabellenplätzen schon interessant genug ist.​

13.20

Zu gewinnen gibt es aus RB-Sicht noch die Vizemeisterschaft. Gewonnen hat man bereits die Teilnahme an der Champions League. Entsprechend wird rund um die Partie auch gefeiert werden. Besonders nach dem Spiel, wenn die Mannschaft auf der Festwiese vor der Red Bull Arena erwartet wird. Dürfte ein etwas angenehmere und ungezwungenere Geschichte werden als letztes Jahr auf dem Marktplatz. Vielleicht kann man ja dann auch wirklich schon final den zweiten Platz feiern. 100.000 Menschen passen laut LVZ auf den Platz. Ist also genug Platz für jeden da.

13.27

Ein bisschen darf man natürlich noch im Kopf vor sich hinspinnen, wie es wohl gewesen wäre, wenn es in diesem Spiel noch für beide Teams um was gegangen, wenn der Rückstand von RB also vielleicht maximal fünf Punkte betragen hätte. Wenn man so an die nur drei Punkte aus den Spielen gegen Ingolstadt, Schalke, Wolfsburg, Augsburg und Hamburg nach der Winterpause denkt, dann wäre es auch nicht komplett unmöglich gewesen. Aber wenn man an das Brimborium vor dem Hinspiel denkt, dann ist es vielleicht auch gut so wie es ist..

13.33

Ralph Hasenhüttl: „Gibt nicht viel schöneres als im letzten Heimspiel gegen den Rekordmeister zu spielen. Letztes Heimspiel ist sowieso besonders. Hatten vor der Saison gehofft, dass es dann schon um nichts mehr geht.“ Wahnsinn, dass man schon für CL qualifiziert ist. Letzten zwei Spiele noch genießen.

„Im Hinspiel keine Angst und keinen Druck gehabt. War eine Standortbestimmung. Haben wir nicht so gut gemacht. Wäre günstig, diesmal elf gegen elf zu spielen. Hinspiel war wichtig. Viel gelernt. Hoffe, dass wir es diesmal besser machen.“

13.37

„Sind in unserer Entwicklung weiter. Phantastische Saison. Wollen uns beweisen, ob wir gegen einen Topgegner mithalten können. Gegner wird topmotiviert sein, um seine Vormachtstellung zu demonstrieren. Bayern wird sicher mit bester Formation ins Spiel gehen. Wird viel Tempo im Spiel sein. Brauchen auch guten Ballbesitz gegen die Bayern. Müssen den Gegner bewegen. Ist uns in den letzten Heimspielen gut gelungen. Bayern aber eine andere Hausnummer.“ Mannschaft hat die drei Tage gebraucht,um den Erfolg zu feiern und abzuschalten. „Erfolg ist aber auch Verpflichtung, das Geschaffte zu bestätigen. Volle Motivation gegen Bayern. Wollen Rechnung aus dem Hinspiel begleichen.“

Willi Orban weiter mit Schwellung im Sprunggelenk. „An Training nicht zu denken. Wenn allergrößte Not da wäre, würde man es wagen. Gehen kein Risiko ein und warten, bis die Schwellung weg ist.“

13.40

„Meisterschaft war für die Bayern früher intensiver. Ich finde es aber weiterhin phänomenal, fünf Titel in Folge zu holen. Ist für mich wesentlich höher einzuschätzen als ein Champions-League-Titel. Kompliment für die Saison. Wir können auch noch was historisches schaffen. Aufsteigerrekord derezit bei 68 Punkten. Würde lange halten. Unsere Saison war außergewöhnlich und unerwartet. Sechs Punkte vor Dortmund, das ist Wahnsinn. Wollen den Rekord noch holen und den zweiten Platz abzusichern, ist auch noch ein Thema. Am besten gleich am Wochenende holen.“

Zu Poulsen: „Glänzt nicht durch Torgefahr. Richtig aufgefallen, wie wichtig er ist, ist es, als er weg war. Timo Werner kommt neben ihm prima zu Geltung. Poulsen ist ein prima Wandspieler und ackert viel. Torgefahr kann noch wachsen. Ist aber ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler. Froh, dass er fit ist.“

13.42

Zu Sabitzer: „Ist bei allem Lob für Forsberg, Keita und Werner ein bisschen untergegangen.“ Vielseitigster Offensivspieler im Kader. „Führungsspieler für mich, der voran geht und cool und rotzfrech ist. Trotzdem sehr kritisch und hinterfragt viel. Nicht einfach, sich ihn zu schnappen und ihn zu kriegen. Aber er hört genau zu und setzt Dinge sehr gut um.“

Fernschüsse trainiert, um die Mannschaftskasse aufzubessern, nicht weil es taktisches Mittel gegen Bayern wird.​

13.48

„Jungs sind sehr diszipliniert. Brav würde ich nicht unterschreiben. Feiern können sie auch. Bleibt aber im Rahmen. Haben junge Spieler. Für alle der größte Erfolg ihrer Karriere. Da gehört das Feiern dazu.“

Reform des DFB-Pokals wäre „überragend“, weil „ich dann auch mal die erste Runde überstehen würde. Gibt glaube keinen erfolgloseren Pokaltrainer als mich.“

Zum Thema Erfahrung (Hoeneß meinte, dass man mit der jungen RB-Mannschaft in der CL nicht bestehen kann): „Haben wir vor der Bundesliga auch schon gehört, dass wir mit der jungen Mannschaft nicht bestehen können. Liegt an uns, zu bweisen, dass es doch geht und auch in der Champions League funktioniert. Haben nicht vor, etwas anders zu machen. Gibt verschiedene Wege zum Erfolg. Gehen einen spannenden Weg beim Entwickeln von spielen.“ Lob für Upamecano und das Spiel bei Hertha. „Nächster Weltklassespieler.“

„Klostermann wird diese Saison nicht mehr spielen. Nicht notwendig. Wichtig ist für den Kopf, dass er wieder im Mannschaftstraining ist.“ Niveau höher als im Rehatraininig, aber nicht so intensiv wie in Spielen.

13.52

„Teamgeist unabdingbar für Erfolg. Allein hilft es aber auch nicht. Hatten einen kleinen Kader und eingeschworenen Haufen. Anstrengungen darin gesetzt, die Spieler hinten dran bei der Stange zu halten. Kompliment auch an die, die nicht so viel gespielt haben, dass sie den Spirit eingebracht haben. Jeder hat seine Chancen gekriegt, zu zeigen was er kann.“ Viel Spaß miteinander, auch im Betreuerteam.

„Habe nicht viel gefeiert. War zu Hause und habe Dienstag schon gemerkt, dass mir was fehlt und mich auf Samstag gefreut.“

Bis auf einen Sonnenbrand bei einem nicht genannten Spieler nichts was an Verletzungen und Auffälligkeiten aus der Feierei mitgebracht wurde.

Kaderplanung läuft darauf hinaus, Alternativen in den Kader zu holen, damit man mehr rotieren kann. 15-16 gleichwertige Spieler sind Ziel. „Haben Augen und Ohren offen. Jungs müssen mental auch passen.“ Vielleicht auch Spieler, die man letzte Saison schon im Auge hatte.​ „Müssen keine großen Namen sein.“

13.57

„Zsolt Löw ganz wichtiger Bestandteil des Trainerteams. Einnehmende Art. Kommt bei Spielern gut an und ist Topfachmann. Guten Blick für Details. Sehe großes Potenzial für ihn, Cheftrainer zu sein. Im Moment genießt er aber noch, dass er nicht ganz vorn steht. Kriegt viel Freiheiten und Vertrauen. Sind nicht immer einer Meinung, aber finden immer Konsens. Sehr fruchtbare Zusammenarbeit wie im gesamten Trainerstab. Treffe selten Entscheidungen, ohne alle gehört zu haben.“

Irgendwas mit zu wenig Nachwuchs bei den Spielern.

Mateschitz-Besuch bei Bayern-Spiel ist geplant.

Irgendwas mit Anfeindungen gegen RB. Klassische Antwort: sind nur einige wenige. „Grundstimmung nach Dortmund eine ganz andere geworden. Über Stimmung in der Region müssen wir gar nicht reden. Das ist das, was mich antreibt. Mit Diskussion um Tradition und so kann ich nichts anfangen. Freue mich für unsere Leute, dass wir ihnen so viel Freude bereiten konnten. Man kann es nicht immer allen recht machen. Blende ich aus.“

13.59

„Wäre fast schon mal Trainer der Frauenmannschaft des FC Bayern geworden. Habe auch schon Jugendmannschaften trainiert. Jeder Schritt ist wichtig in der Entwicklung.“ Trotzdem stellt er es sich schwierig, aber spannend vor, eine Frauenmannschaft zu trainieren. (Frage einer Kinderreporterin war, ob er sich einen Trainerposten im Frauenfußball vorstellen kann und ob er dort auch erfolgreich wäre.)

14.01

Das war es von hier. Ralph Hasenhüttl in Plauderlaune und sichtlich stolz auf das Erreichte. Aber auch mit Bock, nun den Meister noch ein bisschen zu ärgern. Mal sehen, was davon am Samstag Nachmittag zu sehen ist. Viel Spaß mit dem Spiel und der Party drumherum.

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Ein Gedanke zu „Mehr Relevanz als man meinen könnte“

  1. Ich bin ja immer noch angefressen von der Terminplanung diese Saison: Weder das letzte noch das erste Spiel von RB darf ein Heimspiel sein (die Bayern haben bzw. hatten beide Male Heimrecht). Wie schön wäre es doch nach so einem Match im Zentralstadion, äh Red Bull Arena, den Saisonabschluss zu feiern, zumal man schon die Saisoneröffnung auswärts (in Hoffenheim) hatte.

    Ansonsten wieder mal eine gelungene Analyse bei der Einiges für mich Neues dabei war. Dürfte trotzdem sehr schwer werden gegen die Bayern. Zur Not heben wir uns den Heimsieg für ein späteres Spiel auf in dem es mal um mehr geht…

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