Pressekonferenz: RB Leipzig vs. FC Ingolstadt

[Nach dem Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Ingolstadt hier die Einschätzungen der beiden Trainer Maik Walpurgis und Ralph Hasenhüttl von der Pressekonferenz.]

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17.45

Das erste 0:0 der Saison von RB Leipzig. Ein passendes Resultat zu einem Spiel, das viel Aufregung, viele Unterbrechungen, viele Fouls, viele Diskussionen und zu wenig fußballerische Klasse gesehen hat. RB verpasst es eine von zwei, drei Großchancen in der zweiten Halbzeit zu nutzen. Ingolstadt versteht es gut, Geschwindigkeit und Tempo aus dem Spiel zu nehmen und hatte selbst auch zwei, drei ganz gute Gelegenheiten, selbst das entscheidende Tor zu schießen.

17.49

Am Ende fehlt ein Tor, um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League klarzumachen. Ärgerlich, aber vor allem, weil RB in einem unruhigen Spiel zu wenig ruhig und kopfklar agierte.

17.58

Maik Walpurgis: „Denke, dass wir eine hart umkämpfte Partie gesehen haben. Beide Mannschaften mit Pressing/ Gegenpressing. Wollten das Zentrum engmaschig gestalten. Ist uns gelungen. Sehr gut defensiv organisiert. Letzte Drangphase gut überstanden in Unterzahl. Da mussten wir sehr gut stehen. Klasse gelöst von der Mannschaft. Nicht das beste Fußballspiel von uns heute. Ging aber nur darum zu punkten. Gerade bei einer Spitzenmannschaft sind wir sehr froh über den Punkt für den Abstiegskampf. Hoffe, dass bei Timo Werner nichts großes passiert ist. Wünsche ihm alles gute.“

18.00

Ralph Hasenhüttl: „War kein schöner Nachmittag. Nettospielzeit von 25 Minuten in der ersten Halbzeit. Schwer in den Rhythmus zu kommen. Haben versucht Fußball zu spielen. Phasenweise gelungen. Haben aus den Chancen keine Tore gemacht. Vielleicht hat uns da auch die Ruhe gefehlt. Schwer, wenn man nach Unterbrechungen immer zwei Minuten braucht, bis es weitergeht. Gegner ist es gelungen, unseren Rhythmus zu brechen. Hatten die Chancen. Schade, dass wir das große Ziel heute nicht erreicht haben. Nächste Woche werden wir versuchen, in Berlin zu punkten.“

18.03

Hasenhüttl zu Werner: Weiß noch nicht, was er hat.

18.04

Hasenhüttl: Bei Orban und Compper wollte man kein Risiko eingehen. Hätten spielen können, aber Orban mit dickem Knöchel und Compper mit Einblutung im Oberschenkel. Deswegen auf gute Alternativen zurückgegriffen. Art der Ingolstädter Fußball zu spielen, ist unbefriedigend. Hasenhüttl hat das früher auch selbst so spielen lassen (kleine Teams, die ihr „Fell teuer verkaufen“) und war damals auch schon unbefriedigt davon. Aber kein Vorwurf an Walpurgis. Regeln sind wie sie sind. Wenn jemand behandelt wird, dann muss man halt warten. Auch kein Vorwurf an Schiedsrichter.

18.06

Walpurgis: „Sind in der Rolle des Jägers. Brauchen Lust am Jagen und Fußballspielen. Das ist unser Spiel. Können wesentlich besser Fußball spielen als heute. Haben wir in den letzen Wochen getan und ohne Punkte dagestanden. Haben uns den Punkt nicht ermauert. Haben auch gute Chancen gehabt. Gab wahrscheinlich nicht viele, die hier Punkte gewonnen haben. Brauchten einen Punkt und sind froh, dass wir den mitnehmen konnten.“

18.12

Das war es von hier. Hasenhüttl sichtbar wenig amüsiert. Die Art von heute, Fußball zu spielen ohne Fußball zu spielen, weil das Spiel permanent unterbrochen ist, hat ihm mal gar nicht gefallen. Und dass man das eine Tor nicht gemacht hat auch nicht. Irgendwas mit ‚Hasenhüttl hat keinen Bock auf Ekelfußball‘ dann morgen in den Headlines. Im Ernst, Hasenhüttl hat Verständnis dafür, dass man als kleines Team zu allen Mitteln, die das Regelwerk hergibt, greift, mag es aber nicht und zeigt das hier in der PK nach dem Spiel dann doch überraschend deutlich.

18.15

Schön war dieses zerfahrene und zerdiskutierte Spiel tatsächlich nicht. Dass man den Dreier nicht geholt hat, kann man aber am Ende nicht der Art des Spiels anlasten. Nun ja, macht was draus aus der Partie und dem 0:0. Und habt Spaß mit dem verlängerten Wochenende.

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Viel Aufregung, viele Zweikämpfe, wenig Fußball. Leipzig und Ingolstadt trennen sich 0:0 | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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