Mit mehr Stabilität zu mehr Erfolg

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen (08.04.2017, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

28.Spieltag der Bundesliga schon. Ja, die Saison neigt sich langsam dem Ende zu. In der letzten englischen Wochen neigt es sich dabei ohne Atempause. „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht“, hieß es einst bei den Fehlfarben. Auch in Leipzig wollen sie Geschichte schreiben und nun als Aufsteiger in die Champions League einziehen, wie Ralph Hasenhüttl (siehe ganz unten) auf der PK vor dem Spiel bekannte. Und zwar auf direktem Wege und ohne den Umweg über die Qualifikation über Platz 4.

Saisonziel ist also Zweiter oder Dritter. Wenn man nicht auf Niederlagen von Hoffenheim oder Dortmund hoffen, sondern das Ziel aus eigener Kraft schaffen will, dann bedeutet das, dass man fünf Siege aus den ausstehenden sieben Spielen braucht. Oder alternativ vier Siege und drei Unentschieden. Das wäre durchaus ambitioniert.

Zum Auftakt der sieben Spiele wartet schon mal ein Team, das diese Saison (wie schon in vielen der letzten Spielzeiten) dort spielte, wo RB Leipzig noch hin will, nämlich in der Champions League. Wo Bayer Leverkusen immerhin die Gruppenphase überstand und kürzlich an Atletico Madrid scheiterte.

Ansonsten ist die Saison von Bayer eher ein Trümmerhaufen. Eine Saison, die man noch ein wenig retten könnte, wenn man wenigstens noch in die Europa League einzieht. Drei bzw. fünf Punkte Rückstand auf die Plätze 7 bzw. 6 lassen das nicht gerade aussichtslos erscheinen.

Dass man der Musik der Plätze 1 bis 4 so weit hinterher hinkt, hätte man vor der Saison allerdings nicht ahnen können. Die Kaderzusammenstellung machte Leverkusen zu einem durchaus ernsthaften Anwärter auf den Titel. Zumindest auf einem Champions-League-Platz hätte wohl so ziemlich jeder den Klub gesehen.

Doch irgendwie war die Saison ein ewiges Pendeln zwischen guten Aufritten und leblosen Auftritten. Wobei es viel zu oft schlechte Auftritte waren. Und auch die sonst unter Roger Schmidt in den letzten Spielzeiten gekannte Phase, in der man dann plötzlich die Ergebnisse in Serie einfährt, blieb diesmal aus. Immer wieder mal gab es Punkte, wie das sehr gute 3:1 in Augsburg, an denen man dachte, dass jetzt der Knoten platzen würde, um dann nur noch heftiger in die Depression (0:2 gegen Mainz eine Woche später) gestürzt zu werden.

Letztlich war es eine 2:6-Klatsche in Dortmund, die Schmidt als Schritt in die richtige Richtung interpretierte, die dem Übungsleiter seinen Posten kostete. Seit vier Bundesliga-Spielen steht nun Tayfun Korkut an der Linie. Eine überraschende Lösung, da Korkut in seiner bisherigen Trainerlaufbahn (Hannover, Kaiserslautern) nicht unbedingt den ganz großen Erfolg angezogen hatte.

In Leverkusen soll er nun die Saison zu Ende bringen und im besten Fall noch was europäisches rausholen. Dabei setzt Korkut auf eine veränderte Philosophie im Vergleich mit Vorgänger Schmidt (was aus Sicht der Vereinsstrategie auch seltsam ist, mitten in der Saison nicht nur den Trainer zu tauschen, sondern einen Trainer einzustellen, der für einen anderen Fußball steht; zumal wenn man bis zu seiner Entlassung von Schmidts Spielidee eigentlich bzw. angeblich überzeugt war).

Wer Leverkusen unter Korkut schon mal gesehen hat, dem wird zumindest die Formation, mit der er spielen lässt, bekannt vorkommen. Denn Präferenz ist das 4-2-2-2, das auch RB Leipzig vor allem im ersten Teil der Saison spielte. Mit einer Viererkette und davor einem Sechseck, das variabel den Spielaufbau des Gegners zustellt und Räume eng macht. Verteidigt wird dabei in Leverkusen meist etwas tiefer und nicht so aggressiv wie das in einem Schmidt-System der Fall wäre.

Wobei die Sache mit dem Schmidt-System auch ein bisschen ein kleiner Mythos ist, denn genaugenommen spielte Leverkusen in dieser Saison gerade in Sachen Pressing und Anlaufen viel zu wenig Schmidt-Vollgasfußball. Ein bisschen halbherzig wirkte das oft, wenn man den Bayer-Akteuren beim Kicken zuschaute. Nur vier Kontertore, eine durchschnittliche Zahl von Abseitsstellungen, relativ viel Ballbesitz und eine vernünftige Passquote sprechen dafür, dass das Prinzip des wilden Spiels gar nicht wirklich umgesetzt wurde. Also Schmidt eher daran gescheitert ist, dass seine Mannschaft gar nicht mehr wirklich Schmidt-Fußball spielte. Ob das jetzt gegen den Trainer spricht oder ob es in der Mannschaft nicht stimmte, lässt sich dann von außen nicht wirklich beurteilen.

Fakt ist, dass die Konstante in Leverkusens Spiel blieb, dass man viele Großchancen zulässt. Nur drei Teams in der Bundesliga haben den eigenen Torwart öfters in Eins-gegen-Eins-Duelle gehen lassen. Auch wenn man gar nicht mehr die Wildheit eines aggressiven Pressingsystems hatte, blieb doch die Anfälligkeit für Großchancen, die man von aggressiven Pressingsystem kennt, wenn dann doch mal die erste Linie überspielt wurde.

Genau da, dass sich die Gegner von Bayer bisher im Saisonverlauf mehr Chancen herausarbeiten konnten als man selbst, will Korkut nun also ansetzen. Stabilität, die man sich durch ein kompaktes System holt, soll Trumpf sein. So richtig klappt das allerdings noch nicht immer. Gerade in den Heimspielen gegen Werder und Wolfsburg hat man viele Chancen und potenziell gefährliche Spielsituationen, denen nur der letzte Pass fehlte, zugelassen. In Hoffenheim und Darmstadt stand man derweil vergleichsweise kompakt und sicher.

Die Idee ist natürlich, wenig Tore zu kassieren und vorn über die vorhandene Qualität immer für Tore gut zu sein. Nur vier Teams in der Liga haben sich bisher mehr Großchancen als Bayer erarbeitet. Man schießt genauso oft aufs Tor wie Leipzig oder Hoffenheim. Diese Qualität will man sich bewahren. Und mit Spielern wie Volland und Bellarabi hat man natürlich auch die perfekten Akteure für die Außenbahnen, die ein kompaktes System mit Ballgewinnen gut über Tempo veredeln können. Allerdings gewinnt man die Bälle durch nicht mehr so aggressives Anlaufen auch nicht mehr so hoch, sodass die Wege etwas weiter werden als zuvor.

Trotzdem ist es beeindruckend, mit welcher Qualität man in vorderster Reihe auflaufen kann. Neben Volland und Bellarabi stehen da noch Kießling, Chicharito, Mehmedi, Brandt, Winterneuzugang Bailey, Supertalent Havertz oder auch Joker Pohjanpalo für die vier offensiven Plätze im 4-2-2-2 zur Verfügung. Ein komplette Arsenal unterschiedlichster Waffen, von denen einige, vor allem Brandt und Havertz, noch eine große Karriere vor sich haben. Und hinter den vier Leuten hat man mit Kampl, Aranguiz und Baumgartlinger (Bender ist leider mal wieder verletzt) auch noch Akteure, die die Offensivleute gut in Szene setzen oder (Kampl, Arranguiz) selbst torgefährlich werden können.

Bei aller Qualität im Team (und das relativiert auch die Erwartungen zu Beginn der Saison ein wenig) ist Bayer Leverkusens Mannschaft auch eine extrem junge. Unter den zehn jüngsten Bundesligaformationen der aktuellen Saison ist viermal eine Formation von Bayer Leverkusen. Nur Borussia Dortmund stellte in einem Spiel ein jüngeres Team auf. RB Leipzig taucht in dieser Top10-Liste zweimal auf. Beide Startformationen waren allerdings älter als jene vier von Bayer. Dass man mit so einer jungen Mannschaft mal eben zur Meisterschaft durchstartet, ist vielleicht auch etwas zu viel erwartet.

Tayfun Korkut hat auch hier ein wenig angesetzt. Roberto Hilpert, unter Schmidt komplett weg vom Team, rückte als erfahrene Kraft wieder in die Abwehrkette. Auch Stefan Kießling durfte zwischenzeitlich mal wieder starten. Insgesamt bleiben aber doch auch weiterhin diverse junge Talente im Team.

Was vielleicht auch erklärt, dass Bayer zu den schlechtesten Teams gehört, wenn es um enge Spiele geht. Keine andere Mannschaft der Bundesliga hat öfters mit einem Tor Differenz verloren als Bayer. Neunmal war das schon der Fall. Wenn man es positiv ausdrücken will, dann bedeutet das, dass man nur selten chancenlos war. Wenn man es negativ interpretieren will, dann bedeutet es, dass das junge Team nicht so gut mit Druck klarkam.

Fast schon unfassbar zwei weitere Statistiken, die viel vom bisherigen Bayer-Misserfolg in dieser Saison erklären. Da ist zum einen die Standardstatistik. Offensiv gehört man zu den besseren Teams der Liga. Defensiv allerdings ist man mit riesigem Abstand das schlechteste Team. Bereits 17mal holte man den Ball nach Standards aus dem eigenen Netz. Mainz folgt in dieser Statistik mit elf Treffern auf Platz 2. Nur um mal die Dimension zu verdeutlichen. Leipzig steht bei acht, was in der Liga ein durchschnittlicher Wert ist.

Aber wie auch immer, 17 Gegentore nach Standards sind einfach viel zu viel. Bedeutet aber auch, dass man im Saisonverlauf vergleichsweise wenige Tore aus dem normalen Spielverlauf und aus Kontern kassiert hat. Was wiederum auch bedeutet, dass man (mal von den oben erwähnten Großchancen abgesehen) einen relativ guten Ansatzpunkt hat, schnell für weniger Gegentore zu sorgen, indem man Standards vernünftig verteidigt.

Bleibt noch eine skurrile Statistik, die auch schon diverse Siege und vielleicht einen völlig anderen Saisonverlauf gekostet hat. Und das ist die Elfmeterbilanz. Sechs Elfmeter hat Bayer schon erhalten. Nur Freiburg bekam öfter einen entsprechenden Pfiff. Nur einmal folgte dem Strafstoß aber auch ein Tor. Schwierig das immer so zu rechnen, aber da es praktisch immer entscheidende Elfmeter, gern auch kurz vor Schluss waren oder wie im Hinspiel gegen RB einer, der das Spiel hätte vorentscheiden können, haben die Fehlschüsse mal eben zehn Punkte gekostet. Blicke jeder selbst auf die Tabelle und überlege, wie man auf Bayer gucken würde, wenn sie zehn Punkte mehr hätten und Fünfter wären.

Standards und Elfmeter, dazu ein nicht mehr mit voller Überzeugung gespieltes Schmidt-System unter Beibehaltung der Anfälligkeit für Großchancen. Das Paket der Hauptprobleme von Bayer Leverkusen ist gar nicht mal so groß. Und das Potenzial der Mannschaft angesichts der individuellen Klasse des Teams (das ja auch noch die Namen Leno, Tah, Toprak, Henrichs, Wendell etc. kennt) und der auch kurzfristigen Ausmerzbarkeit der Hauptproblemfelder sehr groß.

Welches Bayer Leverkusen man gegen RB Leipzig zu sehen kriegt, wird man abwarten müssen. Fakt ist, dass wie schon gegen Wolfsburg ein Gegner kommt, der von seinen Möglichkeiten her mit seinem Tabellenplatz nichts zu tun hat. Und entsprechend ein extrem starker und unangenehmer Gegner sein kann. Zumal in einem Spiel, in dem man erst mal kompakt agieren und auf die eigenen Chancen lauern kann. Wenn man etwas holen will, braucht man aber auch mehr defensive Stabilität als bspw. im Spiel gegen Wolfsburg, als man trotz kompaktem System viele Chancen zuließ.

Genau wie für Bayer ist es auch für RB das dritte Spiel der englischen Woche. Entsprechend ist auch unklar, wie beide Teams auflaufen und ob ein wenig rotiert wird. Bei Bayer könnten bspw. Tah, Chicharito und Aranguiz nach Verletzungen bzw. Sperren zurückkehren. Leipzig kann Stand Donnerstag Abend aus dem Vollen schöpfen, wird aber vielleicht kleinere Veränderungen vornehmen. Wobei man eventuell am Ende der Englischen Woche auch gar nicht so viel verändert, weil man danach ja bis zum nächsten Spiel wieder mehr Zeit zum regenerieren hat.

Zumindest theoretisch denkbar wäre bei RB Leipzig auch eine Fünferkette (oder Dreierkette, je nachdem wie man es notieren will) in der Abwehr wie man sie in Bremen spielte. Damit würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits hätte man dadurch mehr defensive Stabilität gegen das Umkehrspiel der Leverkusener auch auf den Flügeln. Und man könnte mit zwei offensiveren Außenverteidigern auch gut eine der Schwachstellen der Leverkusener in den Spielen gegen Wolfsburg und Bremen auf den Flügeln attackieren. Aber ob das wirklich Sinn macht, wissen andere, insbesondere jene, die einen Trainerschein haben und bei RB angestellt sind, ganz sicher besser.

Mögliche Formationen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Orban, Ilsanker, Compper – Schmitz (Bernardo), Demme, Keita, Halstenberg – Werner, Poulsen (Sabitzer), Forsberg – (kann man auch gut und schnell ein 4-2-2-2 draus machen oder ein 4-3-3)
  • Bayer Leverkusen: Leno – Hilpert, Tah (Jedvaj), Toprak, Wendell – Kampl (Aranguiz), Baumgartlinger (Aranguiz) – Bellarabi, Brandt (Mehmedi) – Volland, Havertz (Chicharito, Kießling)

Fazit: Es wartet durchaus ein spektakuläres Spiel gegen eines der talentiertesten Teams der Liga. Bei dem die offene Frage ist, wie viel ihres Potenzials sie unter relativ neuem Trainer in Leipzig auf den Rasen kriegen. Bisher waren die Auftritte unter Korkut eher durchwachsen. Mit etwas mehr Orientierung auf Stabilität in der Formation und den sehr guten Offensivoptionen kann Bayer Leverkusen aber sicherlich mit der Hoffnung nach Leipzig fahren, sich nicht nur eine Niederlage abzuholen. Auf der anderen Seite werden die RasenBallsportler wohl eine weitere Energieleistung und eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive brauchen, um Bayer niederzuringen..

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen nicht vor Ort verfolgen kann und am 08.04.2017, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

———————————————————————————–

Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Bayer Leverkusen

———————————————————————————–

Neue Herausforderung mit dem Spiel in Leverkusen für Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures - Andreas Pranter.
Foto: GEPA Pictures – Andreas Pranter.

———————————————————————————–

Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen. Mit Ralph Hasenhüttl.

13.47

So, weiter geht es schon wieder. Das Mainz-Spiel dürfte allen (den Spielern körperlich, den anderen emotional) noch in den Knochen stecken. Und trotzdem geht der Blick schon wieder gen Leverkusen. Wobei Ralph Hasenhüttl kadertechnisch vielleicht noch gar nicht so viel weiß. Vor zwei Stunden war gerade mal Auslaufen. Mal sehen, ob man schon weiß, was mit Keita und Co los ist.

13.49

Leverkusen ist unter Neu-Coach Korkut bisher durchwachsen unterwegs. Man versucht es etwas kompakter und defensiver, kassiert aber auch weiter einige Tore. Gestern in Darmstadt war es aber ziemlich souverän. Individuelle Klasse hat das junge Team natürlich weiterhin reichlich. Gerade in der Offensive. Dürfte ein ganz schönes Brett werden, das Team so zu bespielen, dass man defensiv wenig zulässt. Vielleicht spricht das ja wieder mal für einen Dreier- aka Fünferkette.

13.50

Das Stadion ist am Samstag zumindest im Heimbereich ausverkauft. Wie voll der Gästeblock wird, ist bisher nicnt bekannt. Gute Rahmenbedingungen sind es aber in jedem Fall.

14.06

Ralph Hasenhüttl zu Mainz: „War intensiv. Hatten wir erwartet. Sind in einer Phase in der Bundesliga, in der es für alle um viel geht. Deswegen sind solche Spiele zu erwarten. Zeichnet die Bundesliga aus, dass man solche emotionalen Spiele durchstehen muss. Bin froh, dass alle heil durchgekommen sind. Foul an Rani Khedira hätte auch anders ausgehen können. Wurde mit harten Bandagen gearbeitet. Stolz, dass wir uns als Mannschaft durchgesetzt haben.“ Erste Halbzeit nicht gut, zweite Halbzeit besser. „Nicht unverdient gewonnen.“ Andere wie Dortmund haben dort nicht gewonnen. „Wir haben einen großen Schritt gemacht.“

„Yussuf Poulsen hat einen Ganzkörperkrampf. Löst sich aber wieder auf. 90 Minuten waren vielleicht etwas viel.“ Keita hatte Krämpfe gestern. Bisher keiner fraglich für Samstag. „Mal schauen, wie sich die Jungs morgen im Training präsentieren.“ Davon hängt ab, wie stark rotiert wird.

„Unglücklich für Upamecano gelaufen gestern.“ Wegen gelb vom Platz geholt. „Lehrreiche Partie für ihn.“ Wegen starkem Gegenspieler Cordoba. „Aufstellung von Upa war mutig, aber zukunftsorientiert. Ich war nicht so unzufrieden.“ Traut sich viel. Wird weiter seine Chancen kriegen, auch wenn es „zweimal unglücklich gelaufen ist für ihn.“

14.10

Hasenhüttl: Spielvorbereitung und -nachbreitung muss man in englischer Woche kompakter halten. „Wenn wir international spielen sollten nächste Saison, müssen wir damit umgehen und uns weiterentwickeln.“

Zu Upamecano: Wenn Upa nicht gelb-rot-gefährdet gewesen wäre, wäre er auf dem Platz geblieben. Zu zehnt hätte man nicht gewinnen können in Mainz. Deswegen zu hohes Risiko, ihn draufzulassen. „Vielleicht schwierige Zeit für Upamecano, aber ich habe Vertrauen in ihn. Seine Zeit wird kommen.“

Zu Compper: „Wurde geschont, weil ich ihn am Samstag brauche. Der älteste Feldspieler im Kader darf in der englischen Woche auch mal pausieren.“

Zur Leverkusen-Vorbereitung: Mannschaften lassen gerade alle mehr Chancen zu als gewöhnlich, auch RB. Konsequenz ist, dass man konsequenter verteidigen muss. Man darf nach einem 2:0 in Mainz nicht mehr zittern müssen. „Spricht aber auch für Mainz, dass sie es gestern lange richtig gut gemacht haben.“

14.14

Hasenhüttl zum Hinspiel in Leverkusen: „Ähnlich kurios wie in Mainz. Wenn sie den Elfmeter machen, wären wir geschlagen gewesen. Durch eine Willensleistung das Spiel gedreht. Waren damals im Flow und hatten viel Selbstvertrauen. Haben jetzt auch wieder Selbstvertrauen getankt und gehen zuversichtlich ins Spiel am Samstag.“ Lobhudelei für die individuelle Qualität von Leverkusen. „Deswegen ein ganz schweres Spiel.“

Zu Platz 2: „Uns ist allen bewusst, dass wir ein Wunder von Leipzig vollbringen können, wenn wir direkt in die Champions League einsteigen. Wird lange dauern, bis mal wieder ein Aufsteiger die Chance hat, in die Champions League zu kommen. Gefühl, etwas gewinnen zu können, überwiegt alles. Hoffenheim, Dortmund und wir werden bis zum Schluss um die sicheren Champions-League-Plätze spielen. Wollen den Platz vorn mit aller Macht verteidigen. Geht nur, wenn man Topleistungen bringt. Man bleibt nur vorn, wenn man Spiele gewinnt.“ Man braucht nicht darauf hoffen, dass Dortmund oder Hoffenheim jetzt Spiele verlieren. „Spannung bis zum Saisonende. Chance, Geschichte zu schreiben.“

14.17

Hasenhüttl: Analyse zu Leverkusen beginnt im Detail erst noch, aber Leverkusen verteidigt etwas tiefer. Spiele zuletzt, in denen man mehr hätte holen können. Werden mit großen Vorhaben nach Leipzig kommen. „Stellen uns auf schwerstmögliches Spiel an. Am Ende der englischen Woche wird eine Willensleistung gebraucht.“

„Hatten schon ähnlich intensive Spiele wie in Mainz. Zum Beispiel in Mönchengladbach. Hatten schon oft Hexenkessel, die uns noch mal angestachelt haben.“ Momentum gerade auf RB-Seiten. Immer wieder enge Spiele. Manchmal weniger Glück (Bremen), manchmal mehr (Mainz). Gut entwickelt, aber auch noch viel Potenzial. Verwaltung von Führungen wie gestern geht noch besser. In engen Momenten müssen sich die Spieler noch mehr zeigen.

14.20

Hasenhüttl zu Leverkusen: Will nicht analysieren, warum sie bisher nur auf Platz 10 stehen. „Hatte sie vor der Saison als Titelkandidat auf dem Schirm.“ Spieler geholt, auf die auch RB ein Auge hatte, die aber die Champions-League-Perspektive gelockt hat.

Qualifikation für die Champions League bedeutet Platz 2 oder 3 (weil Vierter nur Quali). Eng bis zum Schluss. „Genießen die Situation in vollen Zügen. Auch die Fans.“

Zu Poulsen: „Hat nichts verlernt. Ist weiter so gefährlich vor dem Tor wie vor der Verletzung (lacht). Aber daran messe ich ihn nicht. Wie er gestern geackert hat und Bälle ablegt, dafür brauchen wir ihn. Wichtig, dass er 90 Minuten durchgehalten hat. Dafür musste er aber in die Vollen gehen.“

14.25

Hasenhüttl zu den Kopfballtoren: „Bei Ecken sind wir wieder gefährlich. Werner-Kopfball einstudiert.“ „Für Sabitzer hat es mich gefreut. Mein Krieger. Hat sich sebst belohnt für den Aufwand, den er für die Mannschaft leistet.“

Zu Forsberg: „Hackenvorlage war eher Notaktion. Mich fasziniert seine Handlungsschnelligkeit viel mehr. Hatte es gestern schwer und dem Spiel in der ersten Halbzeit nicht den Stempel aufgedrückt.“ In der ersten Halbzeit zu weit draußen. Vom Platz geholt, um mehr defensive Staiblität reinzubringen. Ganz viel Verständnis haben Auswechselspieler für so etwas nicht, aber Forsberg hat es schnell verstanden. „Jeder Spieler will natürlich mithelfen, aber manchmal braucht man taktische Veränderungen für mehr Stabilität. Waren nach dem 2:1 etwas konfus. Deswegen musste ich wechseln. Und Emil hat das sofort akzeptiert.“

14.26

Hasenhüttl: Mehr Optionen durch wenige verletzte Spieler. „Keine Garantie für Siege, aber erhöht die Wahrscheinlichkeit und das Selbstvertrauen. Macht es für die Gegner schwierig. Nehmen wir dankend an.“

14.31

Das war es von hier. Ein lockerer und gelöster Hasenhüttl, der Richtung Platz 2 und 3 als Ziel für die Saison kampfeslustig ist und sich nebenbei ein bisschen über Poulsens Torgefahr lustig macht. Und natürlich viel Respekt vor Leverkusen hat. Zurecht. Zumindest nominell. Man wird sehen, was von dieser Qualität am Samstag von den Gästen auf den Platz gebracht wird. Vor allem wird man dann sehen, wie viel Kraft die Partie in Mainz auch geistig gekostet hat. Man wird wohl wieder eine Energieleistung brauchen, um Leverkusen im Schach zu halten. Aber warten wir das ab. Auch für Leverkusen ist es das dritte Spiel in kurzer Zeit. In diesem Sinne viel Spaß mit dem Spiel. Morgen gibt es dann hier im Blog noch den Vorbericht mit der genaueren Analyse zu Leverkusen.

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.