Presse 22.03.2017

Gestern ein paar Stunden damit verbracht, mich mit Bilanzierungen zu beschäftigen, um die Jahresbilanz der RB Leipzig GmbH von 2015 ein bisschen besser zu verstehen. Hilfreich auch Gedankenanregungen und ausführliche Anmerkungen hier im Blog in den Kommentaren (http://rotebrauseblogger.de/2017/03/21/presse-21-03-2017/#comment-14564) oder bei Twitter (https://twitter.com/rotebrauseblog/status/844215766497091584). Nicht dass ich das Themenfeld nun buchhalterisch komplett durchdringen würde, aber zumindest habe ich nun eine Idee von dem, was da warum bilanziert wurde.

Interessant, und auch das war ein Hinweis bei Twitter (https://twitter.com/hellojed/status/844154747112296450), dass die Jahresbilanz von RB Leipzig für das Jahr 2015 quasi identisch mit der des 1.FC Köln aus der Saison 2014/2015 war (in Köln wird nach Spieljahr bilanziert, in Leipzig nach Kalenderjahr). Das war damals die erste Saison der Kölner nach dem Wiederaufstieg. Wie RB hatte man dabei ungefähre Personalkosten von 30 Millionen Euro.

Die Vergleichbarkeit ist schwierig, weil der Posten pauschal verbucht ist und unklar bleibt, was für Angestellte welche Kosten verursachen. Tendenziell ist es aber schon interessant, weil ich zumindest bisher davon ausging, dass 30 Millionen bei einem Bundesligisten wie Köln allein für den Profikader draufgehen. Scheint (zumindest für die vorletzte Saison) aber nicht so zu sein, weil in den Personalausgaben alle Angestellten drin sind. Ohne jetzt alle Bilanzen von Bundesligisten mit ausgegliederten Spiel-Kapitalgesellschaften angeguckt zu haben, bleibt nur noch der Verweis auf Werder, die 2014/2015 Personalkosten von 48 Millionen Euro hatten.

Insgesamt bleibt eine RB-Bilanz, die für das Jahr 2015 ausgeglichen ist. Und zwar ohne dass da die 50 Millionen Darlehen eingerechnet werden. Ohne zu tief in die Bilanzdetails zu gehen, ist einer der entscheidenden Punkte, dass Ablösesummen nicht komplett in die Gewinn- und Verlustrechnung für ein Jahr eingehen, sondern nur anteilig. Sprich, wenn ein Spieler zehn Millionen kostet und fünf Jahre Vertrag kriegt, fließen nur zwei Millionen als Ausgaben in die Jahresbilanz (also der Anteil für ein Vertragsjahr), auch wenn die zehn Millionen komplett vom Konto gingen (das verwirrende ist, dass die Gewinn- und Verlustbilanz nicht unbedingt etwas mit tatsächlichen Geldflüssen zu tun hat).

Sprich, die Gewinn- und Verlustrechnung von RB Leipzig ist für 2015 auch ohne dass die Darlehensgelder dort auftauchen (weil Darlehen keine Umsatzerlöse sind) leicht positiv. Übersetzt bedeutet das in der Theorie: wenn für die folgenden Jahre keine weiteren Transferkosten dazukommen und die Erlöse gleich bleiben, könnte man die Transfers, die auf Darlehenspump getätigt wurden, quasi aus eigener Wirtschaftskraft gegenfinanzieren. Bedeutet aber auch, dass die Transfers von 2016 wohl wieder über Darlehen finanziert wurden (was die theoretische Rechnung obsolet macht). Zwar sind die Umsatzerlöse 2016 durch den Bundesligaaufstieg erheblich gestiegen, aber sicherlich nicht in einem Rahmen, der so viel Gewinn (also Eigenkapital) abwirft, dass dadurch die Transfers (Werner, Keita und Co) hätten finanziert werden können.

Auch für 2016 ist allerdings eine ungefähr ausgeglichene Gewinn- und Verlustrechnung zu erwarten (so die GmbH). Das ist verwirrend, wenn gleichzeitig Transfers über Millionendarlehen finanziert werden, ist aber offenbar finanzbuchhalterisch so. Die Darlehen sind praktisch kontodeckende Zahlungen, mit denen dann Vereinsvermögen in Form von Spielermarktwerten geschaffen wird. Vereinsvermögen, dass es vorher nicht gab und nicht aus Eigenkapital geschaffen werden kann.

Für die DFL-Lizenzierung ist das alles egal (solange Red Bull nicht die Darlehen, die langfristige Laufzeiten haben und von Jahr zur Jahr verlängert bzw. in neue langfristige Darlehen umgewandelt werden dürften, bis man sie vielleicht mal bspw. durch einen Keita-Transfer zurückzahlen kann). Weil die DFL vornehmlich guckt, ob ein Verein liquide ist und eine Saison übersteht. Und da hat RB Leipzig (siehe ausgeglichene Jahresbilanz) keine Probleme. Wie die UEFA mit den Darlehen im Sinne des Financial Fairplay umgehen wird (wenn man davon ausgeht, dass die Dinge bis heute so weitergelaufen sind), ist seriös aber wohl kaum zu beurteilen. Von der Logik her sind das keine Investitionen in Nachhaltigkeit, sondern ist es Investition in die sportliche Konkurrenzfähigkeit auf Pump. Das ist nicht unbedingt das, was die UEFA will. Da die Investition langfristig über die ausgeglichenen Jahresbilanzen aber wiederum auch abgesichert scheint, sieht das die UEFA aber vielleicht auch anders. Wer weiß.

Interessant vielleicht noch an der gestrigen Bilanz, dass dort 79,5 Millionen Umsatzerlöse verbucht werden, die laut Darstellung „aus Erträgen mit Sponsoren, Erträgen aus Einnahmen des laufenden Spielbetriebs und aus Erträgen aus der Fernsehverwertung resultieren“. Fernsehgeld war damals noch nicht so hoch. Spielbetrieb (hier vor allem reine Ticketeinnahmen ohne Stadionkosten) dürfte einiges eingebracht haben (inklusive DFB-Pokal Anfang 2015 gegen Wolfsburg), aber selbst wenn man optimistisch herangeht, wären zusammen mit dem Sponsoring (ohne Red Bull) nicht viel mehr als 20 Millionen Euro denkbar (falls ich da einen Denkfehler habe, dann gern in den Kommentaren oder bei Twitter). Würde bedeuten, dass der Red-Bull-Anteil an den Umsatzerlösen (also das, was man jenseits von Darlehen in den Tagesbetrieb der GmbH gesteckt hat) bei rund 50 Millionen Euro Sponsoringleistung liegen würde. Für die zweite Liga wohlgemerkt. Gegenrechnungen sind herzlich willkommen.

(Frage nebenbei, weil es immer wieder irgendwo auftaucht. Woher kommt eigentlich die Behauptung, dass die UEFA einen Verein eventuell nicht zu einem ihrer Wettbewerbe zulassen könnte, wenn ein Geldgeber für mehr als 30% der Einnahmen verantwortlich ist? Gibt es tatsächlich entsprechende Passagen in den Regularien? Mir sind bis jetzt keine bekannt. Nur dass man als Quasi-Eigentümer gilt, wenn man mehr als 30% des Etats stemmt. Und man nicht bei zwei Klubs, die in Europa starten wollen, Eigentümer sein darf. Wenn die andere 30%-Regel gelten würde, hätte der VfL Wolfsburg ja in der Vergangenheit neben 100 Millionen von VW weit über 200 Millionen Euro weitere Einnahmen haben müssen. Never ever. Aber auch hier sind sachdienliche Hinweise zur Herkunft der 30%-Behauptung gern gesehen.)

Heute beginnt die Länderspielzeit. Timo Werner dabei mit der Chance auf sein Debüt. Deutschland spielt in Dortmund gegen England. Ab 20.45 live in der ARD. Draxler, Gomez und Özil fallen wohl aus. Das macht die Einsatzchancen für Werner nicht kleiner.

Oliver Burke derweil mit einem Testspiel gegen Kanada. Anstoß in Edinburgh ist auch 20.45 Uhr. Und auch Dayot Upamecano ist dran. Mit Frankreichs U19 trifft er in Romorantin-Lanthenay in der Mitte Frankreichs auf RB-U19-Stürmer Ermedin Demirovic und Bosnien-Herzegowina. Nur der Sieger des kleinen Qualifikationsturniers mit drei Gruppenspielen pro Team und vier Teams zieht in die EM-Endrunde ein.

Timo Werner freut sich naturgemäß auf die Nationalelf und will dort alle kennenlernen und dann regelmäßig eingeladen werden. Oliver Burke erklärt derweil der BBC, dass er froh ist in Leipzig zu sein, wo er „immer besser und besser“ werden kann. Vorerst aber vornehmlich durch Training.

Ralph Hasenhüttl erklärte gestern Bernardos-Nichteinsätze zuletzt damit, dass man mehr Offensivqualitäten gebraucht und sich deswegen für Rechtsfuß Schmitz entschieden habe. Wenn man wieder andere Qualitäten im Spiel brauche, dann werde auch Bernardo wieder seine Chance bekommen.

Das Westfalen-Blatt berichtet, dass Diego Demme als Sportler des Jahres im Kreis Herford geehrt wurde. Den Preis nahm aber Demmes Mutter entgegen. Die erklärte die Abwesenheit ihres Sohnes damit, dass Demme verletzt und in München zur Behandlung sei. Der war gestern aber wiederum fidel beim Training unterwegs (die Ehrung fand Montag Abend statt). Ob Demme am Montag wirklich in München weilte und sich dort gar behandeln ließ oder die Verletzungsgeschichte nur eine erfundene oder ein Übersetzungsfehler des Journalisten ist, bleibt allerdings unklar.

Irgendwas über den in Bremen gesichteten Selke-Berater. Naja..

Paul Breitner wie letztens schon mal irgendwo mit viel Support für RB Leipzig.

In Darmstadt will man zeigen, „was Darmstadt 98 so besonders macht und uns von anderen Clubs unterscheidet – unser lebendiges und vielfältiges Vereinsleben“. Und zwar indem man ein Programm macht für Leute, die „aus welchen Gründen auch immer“ in eineinhalb Wochen nicht nach Leipzig reisen wollen, ein Alternativprogramm auf die Beine stellt.

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Ist Timo Werner schon heute Abend deutscher Nationalspieler? | GEPA Pictures - Kerstin Kummer
GEPA Pictures – Kerstin Kummer

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[11Freunde] Auf Pump in die Bundesliga: http://www.11freunde.de/artikel/muss-leipzig-das-geld-red-bull-zurueckzahlen

[BBC] Scotland winger Oliver Burke relishing his German education at RB Leipzig: http://www.bbc.com/sport/football/39344413

[BILD] Darum ist Bernardo nicht mehr gut genug: http://www.bild.de/sport/fussball/bernardo/seit-5-spielen-auf-der-bank-50948596.bild.html

[BILD] „Werner vor großer Karriere“: http://www.bild.de/sport/fussball/joachim-loew/werner-vor-grosser-karriere-50948622.bild.html

[Block 1898] 1.4.17 – Tag der Mitglieder & Fans: http://block1898.de/?p=1009

[Bundesliga] Historische Daten: Das einzige Duell gewannen die Leipziger: http://www.bundesliga.de/de/liga/news/bundesliga-26-spieltag-rb-leipzig-sv-darmstadt-98-historische-daten-blmd26n.jsp

[Kicker] Keita und Poulsen stehen vor der Rückkehr: http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/673849/artikel_keita-und-poulsen-stehen-vor-der-rueckkehr.html

[LVZ] Keitas Kumpels bauen den Nationalspieler auf: http://www.sportbuzzer.de/artikel/keitas-kumpels-bauen-den-nationalspieler-auf/

[LVZ] Hoffen auf eine Chance: RB Leipzigs Werner ist bereit für Dortmund: http://www.sportbuzzer.de/artikel/hoffen-auf-eine-chance-rb-leipzigs-werner-ist-bereit-fur-dortmund/

[LVZ] RB Leipzig hofft auf Poulsen-Rückkehr – Keita nicht zur Auswahl: http://www.sportbuzzer.de/artikel/rb-leipzig-nur-mit-mini-kader-beim-training-keita-nicht-zur-auswahl/

[N-TV] Löw hat kein Stürmer-Problem: http://www.n-tv.de/sport/fussball/Loew-hat-kein-Stuermer-Problem-article19695803.html

[RBlive] Dominik Kaiser zweite Wahl – Bernardo als defensiver Schmitz: https://rblive.de/2017/03/21/rb-leipzig-dominik-kaiser-zweite-wahl-bernardo-defensive-option-ersatz-bank-ralph-hasenhuettl/

[RBlive] Ralph Hasenhüttl über das Training in der Länderspielpause: https://rblive.de/2017/03/21/training-rb-leipzig-sv-darmstadt-laenderspielpause-nationalspieler-diego-demme-sascha-lense/

[RBlive] Davie Selke: Berater unterwegs am Bremer-Weserstation: https://rblive.de/2017/03/21/davie-selke-berater-weserstation-werder-bremen-rueckkehr-wechsel-rb-leipzig/

[RBlive] Verwirrung um Demme-Verletzung bei Wahl zum Sportler des Jahres: https://rblive.de/2017/03/21/diego-demme-in-der-heimat-zum-sportler-des-jahres-gewaehlt-herford-rb-leipzig-sc-paderborn/

[RBlive] Timo Werner: RB Leipzig in der „komfortabelsten Krise der Liga“: https://rblive.de/2017/03/22/timo-werner-rb-leipzig-krise-bundesliga/

[RBlive] Paul Breitner ohne Verständnis für RB-Beleidiger und Traditionsschwafler: https://rblive.de/2017/03/22/paul-breitner-tradition-rb-leipzig-fc-bayern-muenchen/

[Spielverlagerung] TEs Bundesliga-Check: Anstrengendes Mittelfeldpressing: http://spielverlagerung.de/2017/03/20/tes-bundesliga-check-anstrengendes-mittelfeldpressing/

[Sportbild] Paul Breitner – „Leipzig wird für Bayern auch auf dem Transfermarkt Konkurrent“: nur Print

[Sportbild] Timo Werner – „Die WM ist mein Ziel“: nur Print

[Spox] Werner über Fan-Reaktionen: „Zu viel Hysterie“: http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1703/News/timo-werner-zu-viel-hysterie-fan-reaktion-rb-leipzig.html

[Weser Kurier] Fan-Projekt kritisiert Ulrich Mäurer: http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-fanprojekt-kritisiert-ulrich-maeurer-_arid,1570910.html

[Westfalen-Blatt] Verletzung zwingt Demme zur Absage: http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokalsport/Kreis-Herford/Herford/2745848-Profi-Fussballer-und-Maike-Naomi-Schnittger-sind-Sportler-des-Jahres-im-Kreis-Herford-Verletzung-zwingt-Demme-zur-Absage

[Zwangsbeglückt] Dosierte Dossiers (5): http://zwangsbeglueckt.de/2017/03/21/dosierte-dossiers-5/

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5 Gedanken zu „Presse 22.03.2017“

  1. Eine solche Regel, wie die erste formulierte, gibt es nicht. Nur die schon von Dir angeführte Version (PDF, S. 14 bei maßgeblicher Einfluss): http://de.uefa.org/MultimediaFiles/Download/Tech/uefaorg/General/02/26/77/93/2267793_DOWNLOAD.pdf Heißt: In Salzburg darf Red Bull keinen maßgeblichen Einfluss mehr ausüben, dort darf Red Bull nicht mehr als 30 Prozent beitragen.

    Was die Sponsoring-Zahlungen von Red Bull angeht, dürfte die Summe in etwa so hinkommen. Ist aber natürlich reine Spekulation, wie hoch die Einnahmen durch andere Sponsoren etc. waren. Aber das wird dann im Jahresbericht für 2016 detaillierter aufgeschlüsselt werden müssen.

  2. Du beschreibst das 30% Phänomen absolut richtig. Und weil der Irrtum der anderen Auslegung (die aber auch diurch Wiederholen nciht richtiger wird) den Anti-RBs in die Hände spielt, wird die Mär gern weitergetragen. Ich habe gefühlte 100 mal auf diversen Kanälen nach einer Quelle gefragt und auch keine Antwort bekommen. Ich würde das nciht als Fakenews bezeichnen wollen, sondern einfach als „populären Irrtum“.

  3. Also ich hab jetzt mal, nach dem Abflauen der 1.Entrüstungswelle, meinem Drang nachgegeben und alle möglichen Gazetten und Foren zu dem Thema Bilanz und RB durchgelesen. Auch ich bin in den Themen Bilanz, Buchführung und GuV-Rechnung ziemlich unbedarft da ich zu diesen Themen nur in BU-Schäden oder letztmalig intensiver in meiner Fachwirtausbildung vor mind.5 Jahren involviert war.Aus dieser ist mit aber noch sehr wohl bekannt, dass es positiv ist wenn mein Ergebnis am Ende des Berichtzeitraums ein Plus aufweist, welches ich nach Steuern z.B. ins EK übertragen kann um Selbiges zu erhöhen. Also RB alles richtig gemacht. Dies erhöht dann auch automatisch meine Kreditfähigkeit, was bei einer GmbH nicht irrrelevant ist, da diese ja nur mit der Gesellschaftereinlage haftet und dies sich für Banken oft nicht als sehr reizvoll darstellt im Gegensatz zu anderen Gesellschaftsformen welche komplett haften . Und des weiteren blieb mir noch hängen, dass Investitionen fast ausschließlich über Fremdfinanzierung 1. aufgrund der Höhe des Investments und 2. und zur Absenkung meines Steueraufkommens getätigt werden. Was liegt da näher den Darlehen bei einem, sagen wir mal wohlgesonnen, Kreditgeber aufzunehmen als dies über eine Bank zu tun, deren Absicherungsanforderungen viel höher und teurer gleichzeitig sind. Solange ich meine Verbindlichkeit verzinst bedienen kann, ist jeder Kreditgeber froh da er ansonsten mit dem Parken seines Vermögens aktuell Verlust erleidet (Thema Strafzins bei der EZB oder risikobehaftete Aktieninvestments).

    Das bringt uns halt auf den Fakt zurück, dass in diesem Land noch viele lernen müssen, dass es sich bei den großen Fußballclubs um Unternehmen handelt, welche auch tatsächlich so geführt werden und den Regeln des Marktes unterliegen. Und da in diesem Geschäft keine Grenzen mehr existieren, gelten die knallharten Gesetze des freien Marktes ohne soziale Abfederung.
    Und das ist bei dem besten Club in der schönsten Stadt der Welt nicht anders als beim Biene Maja Club oder in Berlin(deren Vorstand gerade in China weilt um Investoren klar zu machen).

    Just My 2 Cents……und sollte ich VWL-mäßig Kokolores erzählt haben, verzeiht mir.

    1. „Und das ist bei dem besten Club in der schönsten Stadt der Welt nicht anders als beim Biene Maja Club oder in Berlin(deren Vorstand gerade in China weilt um Investoren klar zu machen).“

      Sidefact: Zunächst einmal hat der „Biene Maja Club“ soeben die Interessen eines chinesischen Investors mit einer herzerfrischenden Selbstverständlichkeit abgeblockt, und festgestellt, dass dort überhaupt niemand die Mehrheit des Clubs übernehmen wird.

      Aber davon ab hast du natürlich grds Recht, dass alle Vereine wirtschaftlich denken und unternehmerisch handeln. Das würde doch überhaupt niemand abstreiten, sondern im Gegenteil; was meinst, wie viele bspw die Auslandsfahrten oder andere kommerziellen Auswüchse Schalkes oder Dortmunds kritisieren. In dieser Hinsicht ist RB sicher eine Projektionsfläche für viele, die in ihren eigenen Vereinen negative Entwicklungen ausmachen.
      Nur unterm Strich ist dies dennoch ein Scheinargument gegen sachliche RB-Kritik.

      1. An den beiden von dir wohl gemeinten altehrwürdigen großen deutschen Klubs sind jeweils drei Unternehmen mit zusammen rund 30% beteiligt. Zu wie viel Prozent ist Red Bull an Leipzig „beteiligt“?

      Die Beantwortung dieser Frage führt zu
      2. Red Bull ist mindestens faktisch kein Sponsor („wie bei den anderen auch“), sondern alleiniger Eigentümer, der Verein also ein Glied des Unternehmens RedBull.

      3. Die o.g. Sponsoren kamen wann genau zu diesen Vereinen? Der BVB hatte mal UHU und Die Continentale als Sponsor. Wann kamen Opel, Evonik, Turkisch Airlines? Achsooo…

      Zur abschließenden Klarstellung: Ich hege keinen Groll dagegen, dass sich RedBull in Leipzig in positiver Weise engagiert und verfolge (unter anderem hier) diese sportlich nicht uninteressante Mannschaft durchaus gern. Ich mag nur diese Heuchelei nicht, dass dort das gleiche geschehe wie bei allen anderen Vereinen, denn das tut es nicht. Punkt. Nur weil Rangnick und v.a. Mintzlaff immer wieder daher plappern „andere wirtschaften genauso“, wird der Einwand nicht klüger. Für mich ist da auch sehr viel mimimi und Ost-West-Minderwertigkeitskomplex drin.

  4. Wenn man in die GUV sieht findet man dort:
    8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 530.411,84
    würde bei 1% p.a. seht gut zu den ~53 Mill. Darlehnen passen.

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