Versuch Nummer 2 bei einem deutschen Topklub

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei Borussia Dortmund (04.02.2017, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Egal, wie die Saison von RB Leipzig ausgeht, das Hinspiel hat seinen Platz in allen Rückblicken bereits sicher. Der Siegtreffer von Naby Keita dürfte bis hierhin der emotionaleste Moment dieser Spielzeit und vielleicht auch so etwas wie die Initialzündung für alles danach gewesen sein. Damals als absoluter Underdog in das Spiel gegangen, hat man am Ende eine Art Pokalkampf gewinnen können.

Inzwischen ist fast alles anders. RB Leipzig ist nicht mehr der Underdog, der man mal war. Klar, fährt man von der Kaderbesetzung her weiter als Außenseiter nach Dortmund. Aber angesichts von elf Punkten Vorsprung auf den BVB fiele es auch schwer, eine tatsächliche Underdog-Situation herbeizureden. Nein, Leipzig ist in der Bundesliga angekommen und fährt entsprechend der bisherigen Saison zum Topspiel auf sportlicher Augenhöhe zum eigentlich zweitgrößten und zweitstärksten Verein Deutschlands.

Dabei ähnelt die Situation ein wenig jener, wie sie sich vor dem Spiel bei den Bayern darstellte. Der Gegner kriselt ein bisschen vor sich hin. Bzw. wird der BVB in der Öffentlichkeit ein wenig als Krisenklub, bei dem es zwischen Vereinsführung und Trainer nicht mehr so gut passt, thematisiert. Entsprechend ist das Spiel gegen den sportlichen Emporkömmling auch so etwas wie die Chance, der Weltuntergangsstimmung eins auszuwischen, die Wogen zu glätten und mit einer überzeugenden Partie, Ruhe ins Umfeld zu kriegen. Wie die Bayern es vor der Winterpause taten. Angesichts der wartenden Aufgaben auch in Champions League und DFB-Pokal nicht ganz unwichtig.

Dass in Dortmund überhaupt viele Dinge ein wenig in Frage stehen, muss erstaunen. Noch nach dem elften Spieltag stand man eigentlich recht gut da. Durch einen Sieg gegen die Bayern hatte man sich bis auf drei Punkte an die Münchener herangeschoben. Die Leipziger zu jenem Zeitpunkt sechs Punkte weg, aber deren Einbruch irgendwann war ausgemachte Sache. Seitdem hat man in sieben Spielen sagenhafte elf weiter Punkte Rückstand auf die Bayern angesammelt. Die Meisterschaft ist praktisch abgehakt und das Saisonziel kann nur noch direkte Qualifikation für die Champions League heißen. Wofür man als Vierter weiterhin alle Fäden selbst in der Hand hat.

Trotzdem erstaunen die letzten sieben Spiele und viele liegengelassene Punkte durchaus. Dass ein junges Team wie Dortmund, dem auch so ein bisschen die fußballerischen Führungspersönlichkeiten zu fehlen scheinen, nicht so konstant auftritt wie andere, ist nachvollziehbar. Dass man wie gegen Augsburg oder in Mainz oder in Frankfurt regelmäßig fahrlässig Punkte liegen lässt, weil man offensiv nicht konsequent genug ist und defensiv manchmal fahrlässig agiert (die letzten sieben Spiele immer mindestens ein Gegentor), ist dann aber doch schon auch weniger mangelnder Erfahrung denn eher konkreten Fähigkeiten als Mannschaftsverbund zuzuschreiben.

Dabei kommt es auch nicht gelegen, dass beim BVB über die Spielzeit nie Kaderruhe eingezogen ist. Man ist das Team, das am häufigsten von Spiel zu Spiel Spieler wechselt. Eine Stammformation entsteht so kaum. Das ist zu Teilen sicherlich auch dem Spielen in mehreren Wettbewerben und Verletzungen geschuldet, aber egal wie dann eben doch auch ein Grund, warum sich kaum Automatismen in beiden Richtungen des Spielfelds herstelllen lassen.

Das sieht dann bei RB Leipzig mit ihrer Fokussierung auf einen Wettbewerb schon ganz anders aus. Man ist die Mannschaft mit den wenigsten Wechseln von Spiel zu Spiel in der ganzen Liga. Acht Spieler wurden bei RB in mindestens 17 Spielen in der Bundesliga eingesetzt. Beim BVB sind es gerade mal zwei. Auch ein Ausdruck dessen, dass man in Dortmund weiter nach Stabilität sucht.

Eigentlich definierte sich der BVB zu Beginn der Saison über Ballbesitz und tut das auch noch. Allerdings fehlt ein ganzes Stück dazu, sich als eine Art Passmaschine an den gegnerischen Strafraum zu spielen, wie man es noch vor ein paar Monaten erwartet hätte. Sodass man inzwischen auch vermehrt auf lange Bälle zurückgreift. Wofür man dann aber eigentlich in der Formation nicht die Spieler hat, um mit diesen langen Bällen etwas anfangen zu können oder auf Balljagd zu gehen. Wobei von hinten auch ein wenig die Qualität fehlt, präzise lange Bälle, gern auch mal flach, zu spielen, um Gegner auszuhebeln, die den normalen Spielaufbau über die Innenverteidiger und Weigl auf der Sechs zustellen.

Richtig gut sieht der BVB aus, wenn er den Ball ins vordere Drittel bekommt oder ihn in der gegnerischen Hälfte gewinnt. In vorderster Linie hat man unheimlich viel Qualität und auch Geschwindigkeit. Reus, Aubameyang, Dembele, Schürrle oder auch der gern gescholtene Götze oder Pulisic. Wenn die Jungs erst mal in Räume und ins Laufen kommen, gibt es kaum Rezepte gegen sie, wie zuletzt Bremen und Mainz jeweils in der Anfangsviertelstunde der Spiele feststellen mussten. Aber eben auch fast ausschließlich in der Anfangsviertelstunde.

Allerdings tut man sich beim BVB in jüngerer Vergangenheit schwer darin, den Ball in die vorderen Regionen zu bekommen. Vielleicht entscheidend dafür die Besetzung der Achterpositionen vor Weigl. Wo sich noch keine herausragenden Optionen etabliert haben. Ein Typ wie Keita würde dem BVB dort extrem gut tun und viele Probleme lösen. Guerreiro ist potenziell ein Spieler, der auch Tiefe im Spiel hat und die Acht gut spielen kann, könnte aber gegen Leipzig ausfallen. Castro ist bisher den Nachweis ein wenig schuldig geblieben, dass er dort gut besetzt ist. Rode bringt vielleicht ein bisschen zu wenig Kreativität mit und ist auch ausfallgefährdet. Kagawa oder Götze wären in Sachen Kreativität schon eher was, sind aber mit ihen Formkrisen bisher auch keine dauerhaften Optionen.

Aufgrund der fehlenden Dynamik auf der Achterposition wirkt das Spiel des BVB manchmal seltsam pomadig. Und damit anfällig für Gegner, die nur darauf warten, in diesem Bereich Bälle zu erobern. Wie ja auch RB Leipzig eins ist. Wird nicht uninteressant, ob sich der BVB für das Spiel gegen RB etwas ausdenkt, dieses Problem zu lösen. Dass man sich wie gegen die Bayern auf eine vornehmlich zerstörerische Spielidee zurückzieht, ist eigentlich schwer vorstellbar.

Ein Indiz für die Pomadigkeit (zumindest, wenn man das hohe Niveau als Messlatte anlegt, dass man von einer normalen Nummer 2 in Deutschland erwartet) ist auch die Tatsache, dass nur zwei Teams in der Bundesliga weniger Kilometer pro 90 Minuten abspulen. Was aber auch eine Folge des Ballbesitzspiels ist, bei dem tendenziell der Gegner mehr läuft als man selbst. Auf der anderen Seite sprinten auch nur drei Teams in der Liga mehr as der BVB. Was dann dafür spricht, dass Dortmund in vielen Zonen und in entsprechenden Spielsituationen auch die nötige Dynamik mitbringt, um dem Gegner voraus zu sein.

Schwer zu schlagen ist der BVB trotz aller Probleme. Drei Niederlagen hat man bisher kassiert. Dabei verlor man nur einmal mit mehr als einem Tor Unterschied (und das war am 6.Spieltag in Leverkusen). Sprich, Dortmund war selten bis nie das schlechtere oder ein chancenloses Team. Ja auch schon bei der Niederlage in Leipzig nicht. Der Unterschied zwischen punktetechnischer Augenhöhe mit Leipzig und dem aktuellen Platz besteht in vielen unnötigen Unentschieden. Die sieben, die man bisher ansammelte, sind die drittmeisten der Liga. Von den letzten 12 Spielen endeten gleich sieben mit einem Remis.

Sieht man es von der Seite der Seite der Balance zwischen Offensive und Defensive her, dann ist Dortmund knapp hinter Leipzig die Nummer 3 der Bundesliga. Pro Spiel holt man mehr als zwei Chancen mehr heraus als man zulässt. Regelmäßig mehr Chancen als der Gegner zu haben, erhöht die Wahrscheinlichkeit, Punkte zu sammeln, schon mal enorm.

Dabei ist man offensiv klar die Nummer 2 der Liga. Nur die Bayern erspielen sich noch mal wesentlich mehr Torgelegenheiten. Wenn es um klare Torchancen geht, liegt man aber sogar mit den Bayern auf Augenhöhe. Fast dreimal pro Spiel tauchen BVB-Angreifer frei vor den gegnerischen Keepern auf. Auch in Sachen Chancenverwertung ist man eigentlich ordentlich dabei. Nur drei Mannschaften verwerten mehr Chancen als es der BVB tut.

Etwas problematischer wird es in der Defensive. Aber selbst die ist nicht wirklich schlecht. Trotzdem liegt man bei den zugelassenen Chancen als Teil des oberen Tabellenmittelfelds deutlich hinter den defensiv herausragenden Klubs aus München und Leipzig. Ungefähr vier zugelassene Schüsse auf das eigene Tor pro Spiel sind es in Dortmund (also Schüsse, bei denen Bürki oder Weidenfeller aktiv werden mussten, damit es keine Tore werden), während es in München und Leipzig nur drei sind. Wenn man davon ausgeht, dass Torhüter irgendwas zwischen 70 und 80% der Torschüsse halten, ergibt sich schon formallogisch, dass Dortmund einige Treffer mehr hinnehmen muss als die Konkurrenz. Knapp jeder dritte Torschuss ist beim BVB auch ein Gegentreffer. Eine Quote, die fast identisch mit der von RB Leipzig ist.

Erwischen will man die Borussia nicht, wenn sie in Führung liegt. Neunmal tat sie das bisher in der Saison. Achtmal gewann sie, einmal sprang nur ein Unentschieden heraus (letzte Woche in Mainz). Wenn man führt, kommt das den Qualitäten, die man in der Offensive hat entgegen. Bei Rückstand allerdings schafft man es mit dem Ballbesitzspiel nur selten, Spiele auch zu drehen. In neun Anläufen stehen ein Sieg, aber auch immer fünf Unentschieden.

Egal wie und was die Probleme von Borussia Dortmund in dieser Spielzeit sein mögen. Alle Zahlen verweisen darauf, dass sie mit geringem Abstand zu RB Leipzig bisher fußballerisch wie das drittbeste Team der Liga aufgetreten sind. Sprich, rund um den BVB eine Krise sehen zu wollen, ist zumindest jenseits des reinen Punktestands relativ.

Für das (sicherlich ordentlich aufgeladene) Heimspiel gegen Leipzig, gleichzeitig der Auftakt in zwei englische Wochen, bedeutet das sowieso alles recht wenig. Zumal man kadertechnisch immer noch viele Trümpfe in der Hand hält. Vom guten Keeper Bürki über den zweikampfstarken Sokratis, die Passmaschine Weigl bis hin zum Duo des Wahnsinns Reus und Aubameyang. Da muss schon viel passen, wenn man gegen dieses Team was holen will, wenn die im Volldampfmodus unterwegs sind.

Dabei passt es bei RB offenbar schon mal nicht mit Timo Werner, der nach Lage der Dinge nach Grippe in Dortmund noch nicht wieder dabei ist. Der beste RB-Stürmer, der beste deutsche Stürmer überhaupt nicht dabei, das ist durchaus eine Schwächung. Und wirft die Frage auf, wer ihn ersetzen soll.

Will man die Geschwindigkeit von Werner in der Offensive gut ersetzen, würde man sofort bei Oliver Burke landen, der individuell und mit seiner Physis die Qualitäten hätte, die tiefen Bälle in einer Art zu veredeln, wie es sonst Werner tut. Will man allerdings vor allem die Qualitäten von Werner im Spiel gegen den Ball ersetzen, dann führt fast kein Weg daran vorbei, Marcel Sabitzer als zweite Spitze aufzubieten und Dominik Kaiser dafür auf die Zehn zu setzen. Kaiser auf der Zehn wäre in Sachen Zustellen des BVB-Spielaufbaus vielleicht sowieso eine sinnvolle Idee gewesen. Von daher wäre das gar nicht die nachteiligste Lösung.

Die Alternative zu Burke oder Sabitzer wäre Selke. Wobei es eher unwahrscheinlich erscheint, dass man nun ausgerechnet im Spiel in Dortmund mit Poulsen und Selke jene Doppelspitze wählt, die man bisher im Saisonverlauf tunlichst vermieden hat und die auch in der vergangenen Saison nur im Ausnahmefall erwählt wurde. Vielleicht wäre Selke so etwas wie die Zwischenlösung zwischen Burkes offensiver Geschwindigkeit und Sabitzers Spiel gegen den Ball. Ihn spielen zu lassen, wäre sicherlich ein schönes Zeichen des Vertrauens, aber auch irgendwie eine halbherzige Lösung.

Mögliche Aufstellungen:

  • Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Ginter, Schmelzer – Weigl – Castro, Guerreiro (Götze, Kagawa) – Schürrle (Dembele), Reus – Aubameyang
  • RB Leipzig: Gulacsi – Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Ilsanker (Keita) – Keita (Kaiser), Kaiser (Sabitzer) – Sabitzer (Selke, Burke), Poulsen

Fazit: Ein spektakuläres Match zwischen einem an guten Tagen wahnsinnig offensivstarken und zu Hause ungeschlagenen Team auf der einen Seite und einem der besten Defensivteams der Liga (wenn man nicht gerade bei den Bayern spielt) auf der anderen Seite. Rein sportlich geht es derzeit in der Bundesliga nicht viel interessanter. Zudem ist es für RB Leipzig nach dem Bayern-Spiel der zweite Test, wie belastbar die eigene Qualität in einem Auswärtsspiel gegen ein deutsches Topteam eigentlich ist.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Borussia Dortmund nicht vor Ort verfolgen kann und am 04.02.2017, ab 18.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Borussia Dortmund

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Ralph Hasenhüttl hätte auch nach dem Spiel in Dortmund gern was zu lachen. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig bei Borussia Dortmund mit Ralph Hasenhüttl.

13.22

So, dann mal auf in das nächste Topspiel. Hertha, Frankfurt und Hoffenheim nacheinander (mit Bayern-Unterbrechung) zu Hause geschlagen. Und nun dann mit Dortmund der richtig heftige Brocken. Wieder ein absolutes Sechs-Punkte-Spiel. Verliert RB nicht oder gewinnt gar, kann man die Champions League schon fast fest verbuchen. Wenn Dortmund gewinnt, ist der BVB ’nur‘ noch acht Punkte zurück. Sportlich viel Zündstoff, auch weil die Unruhe in Dortmund doch durchaus ordentlich geworden ist.

13.25

80.000 Zuschauer. Die gelbe Wand. Auch das natürlich spezielle Rahmenbedingungen und für die RasenBallsportler eine besondere Herausforderung. Da kann man zehnmal sagen, dass einen das nicht negativ beeinflusst und man sich drauf freut. Wenn man dann erst mal mittendrin steht, wird es trotzdem etwas sein, auf das man sich erstmal einlassen muss. Zumal die Atmosphäre wohl eher hitziger Natur sein wird.

13.33

Ralph Hasenhüttl: „Nicht so angenehme 48 Stunden gehabt. Fieber ist endlich weg. Ansteckungsgefahr erst ab zwei Metern. Deswegen können wir jetzt loslegen.“

Timo Werner hat Grippe. „Geht ihm besser. Er hatte nicht so viel Fieber. Macht aber keinen Sinn fürs Wochenende.“ Burke im Training. Hat wegen Grippe Trainingsrückstand. „Option für die Bank.“

13.36

Hasenhüttl: „Werner schwer ersetzbar mit seiner Geschwindigkeit.“ Gerade gegen Dortmund hätten seine Qualitäten geholfen. „Jammern nicht, wollen Lösungen finden.“ Man habe auch Forsberg ersetzt. „Müssen Werners Verlust als Mannschaft auffangen. Eins zu eins nicht zu ersetzen.“ Burke und Selke als Optionen. Sabitzer könnte zweite Spitze spielen und Kaiser auf der Zehn. „Dann sind wir aber schon fast am Ende der Möglichkeiten.“ Entscheidung wird von Trainingseindrücken abhängen.

„Haben keinen Druck. Müssen nicht gewinnen, wollen aber gewinnen.“ Druck liegt beim Gegner, wenn die RB noch einholen wollen. Alle sind heiß auf das Spiel. „Freuen uns auf eine Riesenherausforderung.“

13.40

Hasenhüttl: Bayern und Dortmund von der Klasse her vergleichbar. Gewinnen aber im Unterschied zu den Bayern diese Saison ihre engen Spiele nicht. RB-Spiel gegen den Ball muss wieder stimmen. „Haben aber auch Qualität mit dem Ball.“ Spiel gegen den Ball sei schon im Hinspiel entscheidend gewesen. „Brauche Personal, die in der Lage sind, die Laufwege zu leisten. Das wird Schlüssel zum Erfolg.“

„Gegner spielt höchstes Niveau. Unterschiede zu uns sind marginal. Wahnsinn, elf Punkte vor Dortmund zu liegen. Wissen aber, wie schwer es ist, in Dortmund was mitzunehmen. Werden so heiß sein wie die Bayern gegen uns. Richtig schwere Aufgabe. Wir haben aber auch schon schwere Aufgaben gelöst auswärts diese Saison. Letzte zwei Spiele auswärts nicht so gut. Deswegen wollen wir nun wieder besser sein. Ein Punkt wäre ein Erfolg.“

13.42

Hasenhüttl: Man wird sich was ausdenken, was Dortmund vor Probleme stellt. Wird Tuchel andersrum genauso machen.

„Sind die einzigen, die noch an den Bayern dran sind. Ohne uns wäre die Bundesliga im März schon entschieden. Ist auch auf unsere Mentalität zurückzuführen.“ Mentalität auch in Dortmund wichtig.

„Weiß, wie es sich anfühlt dort zu verlieren. Muss nicht noch mal sein. Beeindruckende Kulisse. Hindert aber nicht daran, mutig aufzutreten. Mannschaft wird nicht gewillt sein, etwas abzuschenken.“

13.46

Hasenhüttl: Aufgrund der Grippe auf Distanz zu den Jungs.Nicht geimpft gewesen. Gegenüber der Mannschaft wird er nur bei ein paar Sitzungen und mit Abstand auftreten. Hofft, am Wochenende auf der Bank zu sitzen.

Zu Aubameyang: Kein Vorteil darin, dass über ihn und möglichen Wechsel diskutiert wird. „Vorteil wäre, wenn er nicht spielen würde.“ Ob er wechseln will, muss er selbst entscheiden.

„Haben uns bei den Bayern nicht von der Kulisse beeindrucken lassen, sondern von ihrem sportlichen Auftreten. Grundsätzlich wollen wir uns von nichts beeindrucken lassen. Und so wollen wir auch in Dortmund auftreten. Für die Entwicklung braucht man solche Spiele. Wollen das Spiel länger offen halten als bei den Bayern.

13.50

Hasenhütt wird jetzt gefragt, wie er mit seiner Grippe jubelt und ob er dann seine Spieler anfasst.. Äh, ja.

Zu Upamecano: „Die fehlende Vorbereitungszeit wird in jedem Fall zu einem Kaltstart führen. Transfer hat länger gedauert als wir wollten.“ Konnte deswegen noch nicht die Spielweise in Testspielen oder im Trainingslager üben. Falls Orban und Compper demnächst ausfallen (beide mit vier gelben Karten), wird er bereit sein.

Zur RB-Strahlkraft über die Stadt hinaus: „Die Art und wie wir Fußball spielen, sind eine Bereicherung. Besucher sind nach Spielen glücklich. Anerkennung steigt von Woche zu Woche. Hängt nicht daran, dass wir Zweiter sind, sondern wie wir auf und abseits des Platzes auftreten. Glaube, wir sind authentisch und machen die Leute in der Region stolz.“

13.54

Hasenhüttl: „Haben nie alle Spieler bekommen, die wir wollten.“ Über mögliches Interesse an RB-Spielern im Sommer macht man sich noch keine Gedanken. „Hoffe wir bleiben noch lange einer der spannendsten Vereine Europas. Jungs sind heiß und das soll auch noch lange so bleiben.“

Mit Ingolstadt in Dortmund 0:2 verloren. „Kurioses Spiel. Zwei Fehlentscheidungen. Stadion ist eine Macht. Dortmund eine Topmannschaft. Als Vierter sicherlich nicht zufrieden. Aber Jammern auf hohem Niveau. Noch in der Champions League vertreten und in der Liga werden sie sich noch nach vorn schieben. Mannschaft mit gutem Gesamtpaket.“ Hohes Verteidigen, Angriffspressing, hohe Qualität am Ball. „Vielleicht fehlt manchmal die Killermentalität, Spiele gewinnen zu wollen.“

„Über neue Saisonziele mache ich mir keine Gedanken.“

13.56

Hasenhüttl: Zettel als Coachingmittel nicht geplant. Informationen werden dem nächsten Spieler am Spielfeldrand mitgegeben. Anderes Coaching vor so einer Kulisse, als bei kleinen Kulissen. Muss vieles vorher geregelt sein, wer was wann wo macht, weil man während des Spiels nicht so schnell eingreifen kann.

13.57

Das war es von hier. Hasenhüttl hebt die Wichtigkeit des Spiels gegen den Ball in Dortmund hervor. Das spricht dann weiterhin für Sabitzer als zweitem Stürmer und Kaiser auf der Zehn. Wobei der Trainer auch Burke und Selke noch als Optionen in den Raum stellt.

13.59

Gelernt haben wir auch, dass in Eisleben über RB-Siege gejubelt wird. Wenn das nicht den Donnerstagnachmittag auf wundersame Weise versüßt. In diesem Sinne eine schöne Restwoche. Und dann ist ultimatives Topspiel angesagt. Viel Spaß dabei.

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Ein Gedanke zu „Versuch Nummer 2 bei einem deutschen Topklub“

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