Bundesliga: FC Bayern München vs. RB Leipzig 3:0

Sportliches Gipfeltreffen des deutschen Fußballs kurz vor Weihnachten. Erster gegen Zweiter. Beide mit identischer Punktzahl. Eine Partie, die mit einem wahnwitzigen Aufgebot an Artikeln allerlei Qualitätssorten begleitet und mit Bedeutung aufgeladen wurde. Am Ende wurde es eine erstaunlich einseitige Angelegenheit und eine Demonstration der Stärke der Bayern, die es aber bei einem verhältnismäßig erträglichen 3:0 beließen.

RB Leipzig war mit den fraglichen Halstenberg und Keita in die Partie gegangen. Und entsprechend mit derselben Mannschaft wie am Wochenende gegen Hertha BSC. Ralph Hasenhüttl war damit nach der Partie nicht so zufrieden, weil er Keita in der Halbzeit schon vom Platz nehmen musste. Weil er dann doch nicht so fit war, wie gedacht.

Bayern auf der anderen Seite wechselte zweimal. Lahm und Robben kamen in die Mannschaft. Rafinha und Müller mussten dafür weichen. Etwas überraschender, dass sowohl Ribery als auch Müller auf der Bank Platz nehmen musste. Douglas Costa durfte dafür mitmachen.

Das alles war aber nicht wirklich entscheidend. Entscheidender war die Formation in der Mittelfeldzentrale. Denn etwas überraschend führte die gleichzeitige Besetzung des Mittelfelds mit Alonso (was der Vermutung nach der Spielidee von RB in die Karten gespielt hätte), Vidal und Thiago nicht zum 4-3-3 mit einem Sechser Alonso, sondern zu einem 4-2-3-1, in dem Thiago den Zehner (bzw. gegen den Ball auch gern einen zweiten Stümer) gab und Alonso und Vidal eine Doppelsechs spielten. Vielleicht war dies sogar der spielentscheidende Schachzug.

Denn gerade gegen den überragenden Thiago fand RB überhaupt kein Mittel zwischen den Ketten. Nach Herzenslust tobte er sich dort aus, während Alonso und Vidal vor allem durch Ballgewinne dem Spiel dahinter Stabilität gaben. Zusammen mit dem Rest verstand man es sehr gut, den RB-Spielaufbau durch hohes Anlaufen zu stören und ungenau zu machen und darüber viele Bälle früh zurückzuerobern.

Aus RB-Sicht gelang an diesem Abend gar nichts. Das ging schon beim (Gegen)pressing los. Nach Ballverlusten kam man eigentlich immer einen Schritt zu spät und kam kaum in Situationen, in denen man mal Druck auf den Ball ausüben konnte. Die entsprechenden Räume nutzten die Bayern mit spielerischer Klasse und konnten RB die Bälle immer wieder durch Verlagerungen und durch Pässe zwischen die Ketten um die Ohren hauen.

Unterstützt wurde dies durch viele schlechte Befreiungen von RB Leipzig. Im Passspiel immer wieder gut unter Druck gesetzt und nicht mit der nötigen Ruhe und Präzision ausgerüstet, spielte man viele Bälle lang nach vorn. Wo sie aber schnell wieder hergeschenkt wurden, weil man praktisch nie in die entscheidenden Zweikämpfe um den zweiten Ball kam. So schnell wie die Bälle nach der Befreiung zurückkamen, konnte man teilweise gar nicht gucken.

Nix zu machen für RB Leipzig beim FC Bayern München. | GEPA Pictures - Kerstin Kummer

Die ganze Formation von RB Leipzig kam eigentlich nie in die nötige Kompaktheit. Auch weil die Bayern gar nicht erst versuchten, ihr Spiel in Ruhe und zentral über Alonso und Vidal über das Zentrum aufzubauen. Bzw. waren sie davon nicht abhängig, sodass es nicht die eine Option im Zentrum gab, die RB hätte aus dem Spiel nehmen müssen, um gut auszusehen und Bayern schlecht aussehen zu lassen.

Zu spielsystematischen Problemen kamen auch diverse individuelle Unsicherheiten am Ball und Nachlässigkeiten im Zweikampf dazu. Man hatte zwischendurch durchaus den Eindruck, dass da ein Aufsteiger steht, der von der ganzen Situation etwas überfordert ist und deren Spieler mit zu viel Respekt und wenig Gedankenschnelligkeit agieren. Frühe Ballverluste und immer wieder Hinterherlaufen waren die Folge.

Entsprechend passierte das, was ein Team wie RB Leipzig, also eines das auf individueller Ebene eben kein Spitzenteam ist, eigentlich gar nicht gebrauchen kann. Dass die Bälle permanent in Strafraumnähe sind und die Bayern-Spieler dort Eins-gegen-Eins-Situationen kriegen. Thiago, Robben, Costa, Lewandowski. Vier Spieler auf Champions-League-Niveau, die am gegnerischen Straraum permanent an den Ball kommen. Gibt wohl kein Team auf dieser Welt, das die daraus entstehende Wucht nachhaltig stoppen könnte.

Es kam eigentlich alles zusammen in dieser ersten Halbzeit in München. Schlechtes Pressing und keine Chance bei den zweiten Bällen führten dazu, dass man als Mannschaft nie so richtig kompakt war. Nicht immer glückliches Zweikampfverhalten führte dazu, dass man einige brenzlige Situationen nicht schon frühzeitig klären konnte. Die Unsicherheit im Spiel mit dem Ball führte zu Ballverlusten, die die Bayern mit Kusshand annahmen. Und Aussetzer wie die von Forsberg bei der roten Karte und Gulacsi vor dem Elfmeter entschieden das sowieso schon einseitige Spiel endgültig.

Von vorn bis hinten ein gebrauchter Tag für RB Leipzig. Der vielleicht anders verlaufen wäre, wenn Yussuf Poulsen nach vier Minuten nicht an einer Werner-Hereingabe vorbeigerauscht wäre.

Tat er aber und so blieben die ersten fünf Minuten die einzigen, in denen RB so etwas wie einen Kampf auf Augenhöhe liefern konnte. Der Rest war Bayern, Bayern und noch mal Bayern, die sich nach Belieben die Bälle in der eigenen Hälfte oder an der Mittellinie holten und dann ihr Spiel über die Außen oder Thiago aufzogen. Viel Offensivdruck entstand. Druck, dem RB Leipzig nicht lange standhalten konnte.

Nach 16 Minuten das dem Druck entsprechende 1:0. Lahm hatte sich rechts durchgesetzt. Lewandowski in der Mitte den Pfosten getroffen. Und in der Mitte war Thiago gedanklich schneller als die RasenBallsportler und drückte den Abpraller über die Linie.

Costa hatte schon die Chance auf das 2:0 direkt nach dem Führungstreffer. Erzielen durfte es aber Alonso ein paar Minuten später nach einem Fehler von Keita 15 Meter zentral vor dem eigenen Strafraum in der Vorwärtsbewegung. Ein Ballverlust an einem Ort, wo er einfach nicht passieren darf. Thiago sagte danke und bediente Alonso, der an Gulacsi vorbei einschob.

Jetzt war es schwer. Nach einer halben Stunde wurde es für RB Leipzig unmöglich. Denn Forsberg flog nach einem überambitionierten Einsteigen von hinten, um einen Konter zu unterbinden mit glatt rot vom Platz.

Zu zehnt, völlig unterlegen und 0:2 bei den Bayern zurück. Es hätte schon ein Wunder gebraucht, um da noch mal zurückzukommen. Zumal Willi Orban kurz vor Forsbergs Platzverweis beim einzig wirklich gefährlichen Torabschluss von RB nach einer Ecke mit dem Kopf an Manuel Neuer gescheitert war.

Statt Wunder gab es die nächste Szene, die zum Spiel passte. Diesmal fehlte Peter Gulacsi die Gedankenschnelligkeit beim Herauslaufen, sodass er gegen Costa am Strafraumeck zu spät kommt. Elfmeter. Lewandowski. 3:0.

Damit war das Spiel zur Halbzeit bereits gelaufen. In der zweiten Halbzeit versuchte RB Leipzig mit Kaiser statt Keita durch eher tiefes Verteidigen und permanentes Verschieben die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten. Bayern spielte sich den Ball meist um diesen Verbund herum zu, um dann immer mal wieder offensiv Lücken zu finden und zuzuschlagen. Lewandowski, Ribery, Thiago. Chancen auf eine viertes oder fünftes Tor gab es reichlich. Gulacsi und das Aluminium retteten wahlweise.

RB Leipzig gab sich nach der Pause nicht auf und versuchte selbst auch immer mal wieder noch einen Nadelstich zu setzen und vielleicht noch einen Ehrentreffer zu setzen. Nur wirkliche Gefahr entstand dabei nicht. Stellvertretend für vieles, was an diesem Abend schief lief eine Szene nach 84 Minuten, als sich Selke schon durchgesetzt hatte und nur noch den mitgelaufenen Burke schicken muss, der frei auf das Neuer-Tor hätte laufen können. Stattdessen dreht Selke mit dem Ball ab und die Situation verpufft.Verpufft, wie zuvor schon die Hoffnung, in München einen großen Kampf liefern zu können.

Fazit: Niederlagen passieren. Gerade wenn man bei den Bayern antritt. Ärgerlich in dem Fall halt nur, dass RB Leipzig die wohl schlechteste Partie der Saison (und Bayern gleichzeitig eine sehr gute) erwischt hatte. Gegen den Ball nicht kompakt. Im Kampf um den zweiten Ball oft nicht präsent. Im Spiel mit dem Ball fehleranfällig und gelegentlich auch nicht mit dem Blick oder der Überzeugung für den tiefen Ball. Im Zweikampf eine Klasse schlechter als die Bayern. Dazu die individuellen Aussetzer wie beim Platzverweis und beim Elfmeter. Man wollte den Bayern eine Aufgabe stellen. Am Ende fehlte dafür bei allem Einsatz, den man den RasenBallsportlern bis zum Schlusspfiff nicht absprechen konnte, spieltaktisch, spielerisch und individuell fast alles, was nötig gewesen wäre und was das Team bisher im Saisonverlauf ausgezeichnet hatte. Mit dem 3:0 war man angesichts des Chancenverhältnisses sogar noch gut bedient. Eine Niederlage, die an sich nicht schmerzt, deren Zustandekommen trotzdem auch die Spieler und Verantwortlichen bei RB Leipzig ärgern dürfte.

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Randbemerkung 1: „Gegen den modernen Fußball“ prangte das Spiel über vor dem Block der Bayern-Fans. Das gab auch das Motto für verschiedenste Banneraktionen vor. In einer der modernsten Arenen des Landes beim absoluten Vorreiter moderner Fußballvermarktung in sämtlichen Vereinsbereichen mit einer durchchoreographierten Spieltagsdurchführung. (inklusive 3D-Show nach dem Spiel). Das ist ja schon kein hohes Ross mehr, auf dem man da thront. Vorsicht, in der Höhe wird der Sauerstoff knapp..

Randbemerkung 2: 24 Torschüsse hatten die Bayern. Das ist bereits viel. Gleich 18 davon wurden von innerhalb des Strafraums abgeben. Ein wahnsinnig hoher Wert. Im Schnitt geben die Bundesligateams pro Spiel keine acht Schüsse von innerhalb des Strafraums ab. Bei RB Leipzig waren es bisher im Saisonverlauf keine fünf Schüsse von innerhalb des Strafraums, die man den Gegnern gestattete. Und nun gleich 18 bei den Bayern. Ähnlich sieht das für Schüsse aus, die auch auf das Tor gehen. Elf davon hatten die Bayern. 2,5 hatte RB bisher pro Spiel in dieser Saison zugelassen. Das was RB  in München passiert ist, hatte schon was von Scheibenschießen. Und da hatte der Rekordmeister in der zweiten Halbzeit noch nicht mal richtig ernst gemacht.

Randbemerkung 3: Die Torschussstatistiken waren nahezu identisch mit denen des Spiels zwischen Bayern und Werder am ersten Spieltag. Damals hieß es am Ende 6:0. Auch das wäre im Spiel gegen RB durchaus ein realistisches Ergebnis gewesen.

Randbemerkung 4:Angesichts der Deutlichkeit konnten einem die RasenBallsportler richtiggehend leidtun. Zwischenzeitlich hatte man fast das Bedürfnis, sie in den Arm zu nehmen und zu trösten, so unglaublich leichte Fehler unterliefen ihnen, auf so verlorenem Posten standen sie.

Randbemerkung 5: Vor dem Spiel hatte Ralph Hasenhüttl erklärt, dass er will, dass Bayern am Tag danach spüren soll, was sie körperlich tun mussten. Vielleicht tun sie das auch. Mehr als im Schnitt im bisherigen Saisonverlauf mussten sie aber nicht laufen, sondern sogar weniger. Weil sie den Ball laufen ließen. Und damit vor allem den Gegner. Am Ende hatte RB sogar die deutlich besseren Laufwerte. Trotzdem man 60 Minuten lang mit einem Mann weniger spielte (weswegen ungefähr 7 Kilometer und reichlich zehn Sprints in der Mannschaftsbilanz fehlten). Das Spiel werden dann also vor allem die RasenBallsportler am Tag danach gut in den Beinen gespürt haben. Zusätzlich zur Niederlage.

Randbemerkung 6: Auch wenn es nach dieser Demonstration schwerfällt. Es bleiben 36 Punkte auf dem RB-Konto. Es bleiben sechs bzw. sieben Punkte Vorsprung auf die Plätze 3 und 4. Bei aller Enttäuschung über das Bayern-Spiel ändert das nichts an einer überragenden Platzierung zur Winterpause. Mit ein bisschen Abstand werden das wohl auch die beteiligten Spieler wieder so sehen.

Randbemerkung 7: Erster Platzverweis in dieser Saison für RB Leipzig. Meist besteht beim aggressiven Verteidigen ja die Gefahr, dass man mal in eine Notbremsensituation kommt. De facto war das Foul von Forsberg ja auch in einer ähnlichen Situation, als er den schnellen Gegenstoß unterbinden will. Glatt rot wegen grobem Foulspiel führt dann auch zu einer entsprechenden Sperre von mindestens zwei Spielen. Verlängerte Winterpause also für Emil Forsberg.

Randbemerkung 8: Wiedersehen mit Joshua Kimmich. Nach 75 Minuten hatte Carlo Ancelotti ein Einsehen und brachte den Ex-RBLer doch noch. Im Gästeblock rief man dann auch gleich bei der Stadionansage den Nachnamen mit. Auch nicht ganz gewöhnlich. Freundlicher Applaus rundete die Sache noch ab.

Randbemerkung 9: 7.500 Fans im Gästeblock.Mehr reisten noch nie mit RB Leipzig irgendwohin. Eine durchaus stattliche Ansammlung an einem Mittwochabend. Machte auch ein bisschen Spaß in diesem riesigen Gästeblock. Trotz des spaßtötenden Spielverlaufs. Die Karawane, die sich vor allem über die Autobahn wälzte, war eindrücklich.

Randbemerkung 10: Seltsam nur, dass sich vor allem im Sitzplatzbereich des Gästeblocks (wo so richtig auch nicht gesessen wurde) diverse Bayern-Fans einfanden. Seltsam, dass man mit Utensilien des Gastgebers in den Gästebereich kommt. Seltsam aber auch, dass ein Vorverkauf in Leipzig nur an Fanclub-Mitglieder und Dauerkartenbesitzer und im Ticketsystem registrierte Nutzer dazu führen kann, dass Karten bei Bayern-Fans landen.

Lichtblicke:

  • Willi Orban: Nicht so zweikampfstark wie gewohnt, aber immer noch derjenige, der in der Defensive nach besten Möglichkeiten versuchte, die Löcher zu stopfen und einige gefährliche Situationen durch Verteidigen nach vorn klärte. Offensiv fast mit dem identischen Tor wie gegen Hertha nach einer Ecke.
  • Yussuf Poulsen: Rieb sich in vielen Zweikämpfen auf. Führte fast 40 Zweikämpfe und gewann beachtliche 18. Hübsche Duelle mit Vidal waren darunter. Humpelte am Ende nur noch über das Feld, aber gab sich nie auf. Zu Beginn der Partie Pech, als er eine Werner-Hereingabe knapp verpasste.
  • Naby Keita: Trotz des Ballverlusts vor dem 0:2 und trotz offenbar dann doch nicht ganz auskurierter Verletzung in der ersten Halbzeit noch einer der ballsichersten Spieler, der sich immer mal vom Druck löste oder einen Ball eroberte und so ein wenig Struktur und Gefahr ins Spiel brachte. Zweikampfquote aber eher sehr schlecht.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des 16.Spieltags bei Bayern München bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 1:0 Thiago (17.), 2:0 Alonso (25.), 3:0 Lewandowski (45./ FE)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Bernardo, Ilsanker, Orban, Halstenberg – Keita (46. Kaiser), Demme – Sabitzer (82. Burke), Forsberg – Werner (59. Selke), Poulsen; Bank: Müller, Khedira, Schmitz, Kalmár; Nicht im Kader: Gipson, Klostermann, Papadopoulos, Compper (alle verletzt), Coltorti, Boyd

Aufstellung FC Bayern: Neuer – Lahm, Martinez, Hummels, Alaba (67. Bernat) – Vidal (75. Kimmich), Alonso – Robben (46. Ribery), Thiago, Douglas Costa – Lewandowski

Schiedsrichter:  Felix Zwayer (Souveräne Spielleitung. Ein, zwei kleine Szenen aus Stadionsicht diskutabel. Die rote Karte auch. Aber eher grundsätzlich. Nach aktuellen Schiedsrichterkriterien ist das halt rot, Ob diese Kriterien sinnig sind oder ob das Foul nicht ein vergleichsweise normales, taktisches, weil nicht eine Verletzung in Kauf nehmend war, darüber ließe sich trefflich streiten. Für mich war damals das vergleichbare Rudy-Rot in Dortmund auch keins, aus ähnlichen Gründen. Aber Zwayer hat die Argumente der aktuellen Regelauslegung auf seiner Seite. Und die Spieler kennen das ja auch. Von daher passt die Entscheidung. [Update: inzwischen auch ein TV-Bild gesehen. Ich ziehe alles zurück. Das ist in jedem Fall rot, weil Forsberg Lahm von hinten tritt und nicht nur von hinten kommt und ihm vorn ein Bein stellt.])

Rote Karte: Forsberg (30./ grobes Foulspiel)

Gelbe Karten: Sabitzer (2.) – Vidal

Zuschauer: 75.000 (davon 7.500 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, FCB-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 24 : 5
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 18 : 2
  • Schüsse auf das Tor: 11 : 2
  • gewonnene Zweikämpfe: 58,1% : 41,9%
  • Ballbesitz: 70,7% : 29,3%
  • Passquote: 89,0% : 64,6%
  • Laufstrecke: 109,0 km : 109,2 km
  • Sprints: 192 : 211
  • Intensive Läufe: 590 : 637
  • Fouls: 12 : 12
  • Ecken: 9 : 4
  • Abseits: 4 : 1
  • Meiste Torschüsse: Lewandowski: 7 – Bernardo: 2
  • Meiste Torschussvorlagen: Costa: 7 – Forsberg: 2
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Hummels: 80,0% – Halstenberg: 53,9%
  • Meiste Ballkontakte: Thiago: 113 – Gulacsi, Demme: je 47
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Ribery: 92,5% – Keita: 80,0%
  • Größte Laufstrecke: Thiago: 11,5 km – Demme: 12,0 km
  • Meiste Sprints: Costa, Lewandowsi: je 27 – Poulsen: 26

Statistiken von bundesliga.de, bild.de, FourFourTwo

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Saisontorschützen: Werner – 9; Forsberg – 5; Keita, Sabitzer – je 4; Selke, Orban – je 2; Kaiser, Burke, Poulsen – je 1; Eigentore: Baumgartlinger, Kolasinac

Saisonvorlagengeber: Forsberg – 9; Werner – 5; Sabitzer – 4; Demme – 3; Poulsen, Burke, Keita – je 2; Schmitz, Orban, Compper, Selke – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme – 10; Forsberg, Sabitzer – je 7; Orban, Ilsanker – je 5; Halstenberg, Poulsen – je 4; Keita, Compper, Gulacsi – je 3; Kaiser – 2; Bernardo – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Kerstin Kummer

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12 Gedanken zu „Bundesliga: FC Bayern München vs. RB Leipzig 3:0“

  1. Ich hatte diesmal Gelegenheit das Spiel bei Sky zu verfolgen und kann dem wieder mal sehr objektiven Bericht hier in allen Punkten beipflichten. Noch 2 Kommentare:

    Die rote Karte:
    Absolut korrekt sie hier zu geben. Nur würde ich mir wünschen, dass in solchen Situationen auch immer konsequent rot gegeben wird. Tatsächlich passiert das aber eher selten, deshalb habe ich mich dann doch innerhalb der allgemeinen Erregung beim Zusehen geärgert.

    Die mitgereisten Fans:
    Sensationell was die an Stimmung machten. Vor allem in der 2. Halbzeit, wo man auch mehr Muße hatte auf solche Details zu achten, hat man eigentlich nur noch die Leipziger gehört. Und das nach 0:3. Alle Achtung und großes Lob an die Mitgereisten. Leider war in der Sportschau-Zusammenfassung davon eher nichts zu bemerken.

  2. „Die mitgereisten Fans:
    Sensationell was die an Stimmung machten. Vor allem in der 2. Halbzeit, wo man auch mehr Muße hatte auf solche Details zu achten, hat man eigentlich nur noch die Leipziger gehört. Und das nach 0:3. Alle Achtung und großes Lob an die Mitgereisten.“

    Absolut!!! Das war schon ein bißchen Gänsehaut! 🙂

  3. Zur Randbemerkung 1: diese Banner ist m.E. schon ziemlich alt. Also nicht extra für RBL angefertigt und so – zumindest meine Vermutung – auch nicht alleinig auf RBL bezogen.

  4. Dumm der Sky Moderator, der kein Wort zum lauten RB-Anhang und zum stillen Bayernzuseher sagte, nur immer lauter den Auftritt der 580 Mio Truppe München gegen die 82 Mio aus Leipzig bejubelte.
    Offensichtlich hatte die Legionäre von Bayern Angst, ihre Bezüge würde auf ein Siebentel gekürzt.

  5. Ja, die Ansagen des Moderators fand ich in der 1. Halbzeit völlig daneben. In der 2. Hälfte war es dann besser, ob es wohl eine „Halbzeitansprache“ gab?

  6. Kein Spielerbashing oder Ähnliches: Aber Gulacsi ist in der Hinrunde jetzt schon mehrfach durch Unsicherheiten im Herauslaufen aufgefallen. Man denke an Leverkusen, Schalke und gestern in München. Durch die starke Defensive von RB schwimmt er etwas unter dem Radar. Er mag ein guter Keeper auf der Linie sein, aber ob das den wachsenden Ansprüchen von RB genügt, bleibt fraglich.

  7. 3 Spiele Sperre für Forsberg…. Meh das ist nicht gut. Zumal es auch wieder bitter ist, wie hoch da verloren wurde und in welcher Art und Weise. Bernardo sonst so sicher, nun völlig überfordert… hoffe Klostermann kommt stark in der Rückrunde wieder und man finde vill doch noch einen entsprechenden Keeper. Schade das wir so in die Winterpause gehen. In der 1. HZ war die Mannschaft das wohl schon…

  8. Es ist mir seit langem unverständlich und auch schon mehrfach von mir erwähnt , das Gulasci immer noch im Tor steht , sieht von der RB Trainergarde keiner das da was schief läuft?
    Keine Strafraum und 5 Meter Raum Beherrschung und wer zufällig das WM Quali Spiel gegen die Schweiz gesehen hat wird wissen was ich meine.
    Sonst waren alle bissel zu aufgeregt und dementsprechend nicht fokussiert es wurde ja allerseits bestens beobachtet.
    Es fing ja schon beim Anstoß an .stand nach vorn wie sonst .erstmal nach hinten .
    Und allen Vorrednern absolut beipflichtend……..ohne Leipzig wäre in München gar nichts los 👍👍👍👍👍

  9. Für meinen Geschmack war es gestern etwas zuviel der Inszenierung in der Kommerzarena. Boah, so weit sind wir in Leipzig noch nicht (aber die verhältnismäßig wenig supportenden Bayernfans hinterm Tor müssen gegen RB ätzen). Zur Inszenierung gehörte auch ein Sieg der Bayern. Leider fügten sich die RB-Spieler schnell in die ihnen zugedachte Rolle. Ich hätte mir mehr von unserer Mannschaft gewünscht, aber auch einen Sieg der Bayern erwartet. Auffällig war, dass die beste Stimmung im Stadion fast etwas trotzig wegen des Spiels von uns Leipzigern ausging. Die meisten Bayernfans (außer die hinterm Tor) verfolgten das Spiel lethargisch. Eigentlich sprangen sie nur für Essen und Trinken auf (und vielleicht bei den Toren). Das Rückspiel wird anders.

    1. Das ist ganz normal für erfolgsverwöhnte Luxusteams und deren Zuschauer.

      In München herrscht schon von jeher z.B. im Vergleich mit Dortmund und Underdog-Teams „Leichenhallenstimmung“.

      Das Publikum ist erfolgsverwöhnt und gut situiert, worunter die Athmosphäre / Begeisterung massiv leidet….. Stimmung macht nur der Fanblock und kommt im Rest des Runds, wenn überhaupt, nur gegen ganz große internationale Gegner auf.

      Darüber täuschen nur die Außenmikrophone, die anscheinend geziehlt vor dem Fanblock positioniert sind, regelmäßig hinweg.

      Ich komme aus dem Unterallgäu, im Großraum gab es mal den ESV bzw. die Adler Kaufbeuren als Bundesliga Eishockeyteam.

      Bei den seltenen Siegen, insbesondere auch gegen Spitzenmannschaften wie Köln, die DEG oder damals Preußen Berlin brannte damals die Hütte und verwandelte sich das Stadion in einen Hexenkessel, was im Eishockey noch viel eindrücklicher als im Fußball ist, wegen der geschlossenen Hallen und der Schnelligkeit des Spiels / der permanenten Torgefahr.

      Fazit: Der Underdog-Status und rare Siege befeuern die Stimmung, permanenter Erfolg hingegen treibt die Preise in die Höhe, lenkt ein bei weitem nicht so begeisterungsfähiges Publikum in Stadion und killt auf Dauer insgesamt die Stimmung. Bei den Bayern ist dies voll der Fall…

      Gruß!

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