Showdown

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Bayern München (21.12.2016, 20.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick.]

Was für ein Showdown zum Abschluss des Kalenderjahres 2016. Die beiden besten Mannschaften der Bundesliga treffen drei Tage vor Weihnachten an einem Mittwochabend aufeinander. Man hätte vor ein paar Monaten sicherlich nicht gedacht, dass damit München gegen Leipzig hätten gemeint sein können, aber für eine Pointe ist das mal gar keine so schlechte. Eine Pointe, die an diesem 16. Spieltag tatsächlich alles überstrahlt, was der Spieltagsplaner sonst noch so auf das Board gezaubert hat.

Zu diesem Duell gibt es natürlich auch die entsprechenden Superlative. Die Mannschaft mit den meisten Torchancen trifft auf die Mannschaft, die die wenigsten Torchancen zulässt. Es ist tatsächlich nicht nur die Partie mit den Mannschaften, die die meisten Punkte haben. Sondern es ist auch die Partie, bei der man sich bei keiner der Mannschaften fragt, warum sie eigentlich so viele Punkte haben.

Dabei trennt beide Vereine durchaus auch einiges. Und da ist das Alter das vielleicht am meisten herausstechende Merkmal. Auch gestern in Darmstadt lief der FC Bayern wieder mit einer Startelf von fast 29 Jahren im Schnitt auf. Der Rekordmeister ist in der Bundesliga der älteste Klub. RB Leipzig gehört auf der anderen Seite bezüglich der Stammelf zum unteren Bundesligadrittel, was das Alter der eingesetzten Akteure angeht.

Heißt letztlich nur, dass bei den Bayern ein Umbruch ansteht, den es zu moderieren gilt. Die Spieler in München werden wohl immer ein Stück älter sein als anderswo, weil man stärker auf fertige Spieler setzt, die sich schon bewiesen haben, aber die drei bis vier Jahre, die aktuell pro Spieler der Stammelf zwischen München und Leipzig (oder auch Schalke oder Hoffenheim) liegen, sind durchaus etwas arg viel. Und weisen Leipzig nebenbei als kadertechnisch etwas zukunftsfähiger als die Bayern aus.

Eigentlich stünde bei den Bayern im Kader also ein Umbruch an. Wie schwer das fällt, sieht man aber schon daran, dass man weiter stark von der Flügelzange Robben/ Ribery abhängt. Bei vergleichsweise geringer Einsatzzeit haben sie zusammen in der Bundesliga bereits sieben Tore geschossen und neun vorbereitet. In der teaminternen Scorerliste belegen sie in dieser Spielzeit die Plätze 2 und 3. Nicht absehbar, dass die beiden von Douglas Costa oder Kingsley Coman adäquat und dauerhaft ersetzt werden können. Weswegen Ribery auch bis 2018 bleibt und man mit Roben um eine Verlängerung ringt.

Tatsächlich ist das Spiel unter Trainer Carlo Ancelotti auch wieder etwas flügellastiger geworden. Was Spielern wie Ribery und Robben entgegenkommt, die den Ball oft für Aktionen bekommen. Und immmer wieder Hilfe von hinterlaufenden Außenverteidigern erhalten.

Dabei bringt die Flügelzange Robben / Ribery so wie der Rest der Mannschaft auch durchaus noch genug Geschwindigkeit mit. Nur weil man mit einer Formation von knapp 29 Jahren auftritt, heißt das ja nicht, dass man läuferisch nicht mehr mit dem Rest mithalten kann. Wenn es bei den Bayern im Pass- und Kombinationsspiel schnell geht, dann entwickeln auch die Spieler im Spiel ohne den Ball immer wieder eine Geschwindigkeit, die dem Gegner wenig Möglichkeiten zum Verteidigen lässt. Dauerhaft spielt man das Tempo allerdings nicht, sondern nimmt sich auch immer wieder mal Auszeiten, weiß auch mal lange Bälle einzustreuen oder steht etwas tiefer, abwartender.

Dabei hat man natürlich gegen die meisten Gegner auch überwiegend den Ball. 65% beträgt die Qutoe über die bisher 15 Saisonspielen hinweg. Auch gegen Leipzig wird man wohl verstärkt den Ball kriegen. Dabei ist die Ballsicherheit recht hoch. 87% der Bälle kommen beim Mitspieler an.

Mit Hummels und Martinez stehen in der Innenverteidigung trotz Boateng-Verletzung zwei passsichere Optionen bereit. Und in der Mittelfeldzentrale sind sie angefangen bei Thiago und Alonso allesamt passsicher. Und vergleichsweise resistent gegenüber Gegnerdruck. Sprich, auch unter Anlaufen und in Pressingsituationen findet man eigentlich immer noch eine Lösung, sich im Passspiel oder im Eins gegen Eins zu befreien.

Wobei auch hier festzustellen ist, dass die totale Positionsspieldominanz, die man vielleicht unter Guardiola hatte und mit der man sich wie eine Maschine an den gegnerischen Strafraum heranwalzte, so nicht mehr vorhanden ist. Auch wenn da immer noch ein präziser und phasenweise auch sehr schneller Ball gespielt wird, gibt es doch für die Gegner auch immer mal wieder Möglichkeiten, Spieler in der Mittelfeldzentrale zu isolieren und Druck auf sie auszuüben.

Viel wichtiger aber, dass Bayern nach Ballverlusten in der defensiven Rückwärtsbewegung nicht immer so schnell ist, wie man sich das vielleicht aus FCB-Sicht wünschen würde. Sprich, man kann die Bayern im Umkehrspiel durchaus ganz gut auf dem falschen Fuß erwischen, weil das Passspiel nichti immer durch entsprechende Positionierung abgesichert wird. Es sind natürlicht immer noch die Bayern und die Qualität ist überrragend, aber gerade ohne Boateng scheint die Viererkette in der Abwehr und ihr Zusammenspiel mit dem zentralen Mittelfeld nicht unangreifbar.

Wobei das natürlich alles Fehlersuche auf hohem Niveau ist. Denn zum fünften Mal in Folge holten die Bayern in den ersten 15 Spielen mindestens 36 Punkte. Auch ihnen gelang das zuvor zwischen 1995 und 2012 insgesamt nur zweimal. So richtig viel scheint also in den letzten Wochen und Monaten nicht passiert zu sein. Wenn man von der historisch seltenen Situation absieht, dass es noch ein zweites Team gibt, das nach 15 Spielen so gut dasteht.

Aber eine gewisse Bissigkeit war dem FC Bayern schon immer eigen, wenn man denn Konkurrenz spürte. So war es denn vielleicht nicht ganz ungwöhnlich, dass Uli Hoeneß nach seiner Wieder-Inthronisierung als Bayern-Präsident fast schon erleichtet RB Leipzig als neuen Feind neben Dortmund ausrufen konnte, an dem man sich selbst prüfen und wachsen werde. Um sich später zumindest vom Begriff Feind zu distanzieren.

Fakt ist, dass der FC Bayern in der jüngeren Vergangenheiti mmer dann noch mal zulegte, wenn er von irgendeinem Kontrahenten in Bedrängnis gebracht wurde. Eine Form von Anpassungsfähigkeit, die durchaus bemerkenswert ist. Und weit darüber hinaus geht, dass der FC Bayern seit Hoeneß‘ Feind-Rede alle vier Bundesliga-Spiele gewonnen und Platz 1 zurückerobert hat (warum gibt es eigentlich noch nirgends die Hoeneß-Tabelle?).

Dreimal war man am Stück zwischen 11. und 13. Spieltag nicht Tabellenführer gewesen. Grund genug, dass man fast schon die Post-Guardiola-Krise ausrufen wollte. Oder schon ausgerufen hatte. Was eine interessante Wahrnehmung der Rolle des FC Bayern ist nach den letzten extrem dominanten Guardiola-Jahren. Denn wenn man mal von RB Leipzig absieht, dann spielt der FC Bayern auch diese Saison wieder eine sehr dominante Saison. Vielleicht nicht mit der krassen spielerischen Dominanz eines Guardiola. Und nicht mit der ganz extremen Punkteausbeute. Aber immer noch mit viel Dominanz auch durch viel individuelle Klasse und mit der Punkteausbeute, die ungefähr dem Schnitt der letzten acht Jahre entspricht.

Wie dem auch sei. Das Spiel gegen RB Leipzig wird eines sein, in dem der FC Bayern zeigen will, wo im deutschen Fußball der Hammer hängt und dass es keinen Weg an ihnen vorbei gibt. Entsprechend dürfte die Motivation im Team und im Klub deutlich über normalen Saisonspielen liegen. Wenn zum Potenzial an schnellem Passspiel und guter Geschwindigkeit in der Tiefe und in den Schnittstellen auch noch Motivation und Intensität dazukommt, kann man sich als Gästeteam schon mal warm anziehen.

Um sein persönliches Temperaur-Empfinden dürfte sich Ralph Hasenhüttl nur in den seltensten Fällen Gedanken machen. Auch nicht vor der Reise nach München. Die er mit der ihm eigenen Ruhe, Zurückhaltung und Kampfeslust angeht.

Letztlich hat sein Team in diesem Spiel auch nichts zu verlieren. Man hat sich bisher in 15 Spielen in eine Situation gebracht, die bedeutet, dass man mit mindestens sechs Punkten Vorsprung auf Champions-League-Qualifikationsplatz 4 in die Winterpause gehen wird. Das ist bereits mehr als man sich vor der Saison in den kühneren der Träume vorgestellt hatte.

Das Spiel in München mag angesichts der übererfüllten Erwartungen ein Bonusspiel sein. Trotzdem wird RB Leipzig nicht in einem Modus anreisen, bei dem auch eine knappe Niederlage schon als Erfolg durchgeht. So wie man Ralph Hasenhüttl und Co kennenlernen durfte, wird es auch in München darum gehen, dort drei Punkte mitzunehmen. Die Vorbereitung darauf ist zwar kürzer als gewohnt, aber das dürfte dem präzisen Analysieren und Ziehen von Schlüssen und den Erfolgsaussichten nicht entgegenstehen.

Dem Erfolg schon eher im Weg stehen dürften da die möglichen Ausfälle von Marcel Halstenberg und Naby Keita, die sich zu Lukas Klostermann, Marvin Compper, Ken Gipson und Kyriakos Papadopoulos gesellen würden. Gerade Keita wäre im zentralen Mittelfeld ein herber Verlust. Dessen individuelle Qualitäten lassen sich nicht adäquat ersetzen. Bei Marcel Halstenberg wäre es vielleicht noch eher möglich, dass System und Team den Ausfall auffangen.

Bei den Bayern kämpft der eine oder andere Spieler mit Zipperleins. Lahm musste gestern in Darmstadt passen. Robben war auch zu Hause geblieben. Ribery saß lange nur auf der Bank. Dazu die wohl längerfristige Boateng-Verletzung (Schulter). Bei Kingsley Coman dürfte Leipzig nach mehrwöchiger Ausfallzeit auch zu früh kommen. Am Ende dürfte für das Spiel gegen RB bis auf Boateng und Coman aber jeder fit werden.

Gegen Leipzig im Kader stehen wird sicher auch Joshua Kimmich. Der verlorene Sohn sozusagen. Der bei RB die ersten Schritte im Profibereich machte und bei den Bayern zum Nationalspieler reifte. Zuletzt stand er aber dreimal nicht in der Startelf. Ein bisschen steckt er bei den Bayern auch im Dilemma. Als Rechtsverteidiger ist er weiterhin von seinen Qualitäten her nicht perfekt besetzt. Und hat Lahm und Rafinha als Konkurrenten. Und im zentralen Mittelfeld ist die Konkurrenz auch groß und namhaft und Einsatzzeit begrenzt. Aber egal, was noch kommt. Schon die Art, mit der sich Kimmich in München ins Team gespielt hat, ist gleichermaßen imposant wie (so wie man ihn Leipzig kennenlernte) nicht unerwartet.

Mögliche Aufstellungen:

  • FC Bayern: Neuer – Lahm (Rafinha), Martinez, Hummels, Alaba – Thiago, Alonso – Robben, Müller, Ribery – Lewandowski
  • RB Leipzig: Gulacsi – Bernardo (Schmitz), Ilsanker, Orban, Halstenberg (Bernardo) – Keita (Kaiser), Demme – Sabitzer, Forsberg – Werner, Poulsen

Rein sportlich gesehen wartet zwischen Bayern München und RB Leipzig ein interessantes Duell zweier doch ziemlich unterschiedlicher Mannschaften. Auf der einen Seite Ballbesitz, Einbindung von Flügelspiel und Wechsel zwischen schnellen und langsamen Phasen. Auf der anderen Seite eine gute Mischung aus Aggressivität und Kompaktheit gegen den Ball, die man wohl braucht, um Bayern nicht in die Ballzirkulation kommen zu lassen und gleichzeitig die Räume zwischen den Ketten und in der Tiefe eng zu halten. Und dazu auch auf Leipziger Seite eine Menge Geschwindigkeit, mit der man die Umschaltmomente, die man kriegen wird, nutzen will.

Auf Bayern-Seite eine Mannschaft, die Fußball spielen will und sehr selten foult (und erstaunlicherweise auch nur durchschnittlich oft gefoult wird). Auf der anderen Seite die Mannschaft, die in der Bundesliga, die meisten Zweikämpfe bestreitet. Zweikampfkönig Poulsen gegen die Bayern-Innenverteidigung und besonders gegen Martinez könnte in dem Zusammenhang ein interessantes Matchup werden, bei dem die Physis für RB spricht.

Fazit: Tabellenführer gegen Zweiter. Zwei Mannschaften mit jeweils elf Siegen und einer Niederlage aus 15 Spielen. Zwei Mannschaften, die die Bundesliga bisher dominierten. Ein alterndes Starensemble gegen ein junges Team, in dem sich die Spieler erst noch einen großen Namen machen wollen. Es steckt rein sportlich viel drin in diesem Duell, das für RB Leipzig die nächste Prüfung ist, wo man mit dem eigenen Team eigentlich steht. Bisher löste man bis auf Ingolstadt praktisch alle Prüfungen mit Bravour..

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München nicht vor Ort verfolgen kann und am 21.12.2016, ab 20.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Bayern München

  • keine

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Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick im Sommer 2016 zu Beginn der gemeinsamen Arbeit. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Bayern München. Mit Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick.

14.51

Großer Auflauf heute hier im Medienraum von RB Leipzig. Das Spiel bei den Bayern steht an und alle sind sie natürlich gekommen. Als ob es nicht schon genug Wortmeldungen aller Art zum Spiel geht. Aber irgendwie ja auch verständlich, dass diese Welle bis Mittwoch durchgeritten wird angesichts des öffentlichen Interesses..

14.58

75.000 Zuschauer. 7.500 aus Leipzig. Das letzte Spiel vor Weihnachten. Ein Bayern-Team, das klarmachen will, dass es besser ist als RB. RasenBallsportler, denen das alles egal sein wird und die die Kirsche auf die Sahnetorte der bisherigen Saison legen wollen. Ist alles angerichtet für einen prima Jahresabschluss.

15.05

Rangnick zu 2016: „Das Jahr war grandios. Hätte nicht besser sein können. Hatten im ersten Halbjahr Hindernisse zu überwinden, aber nicht vom Weg abbringen lassen und aufgestiegen. Großartig der bisherige Weg in der Bundesliga. Muss man sich manchmal zwicken. Grandioses Jahr für den Verein unabhängig von Mittwoch. Wird unvergessen bleiben. Aufgabe ist, den Weg weiter so konsequent zu bestreiten.“

Hasenhüttl zu früher bei den Bayern: „Hatte da keine große Zeit. War ja nur Regionalliga. Freue mich auf eine sehr interessante Aufgabe. Merkt man schon in der Voranalyse. Bereiten uns seit heute konzentriert vor. Beginnen zu erkennen, womit wir es zu tun bekommen. Macht Spaß sich da hinein zu knien. Ist eine der besten Mannschaften der Welt. Sind gespannt, wie wir uns da schlagen. Mal gucken, mit welchem Personal wir anreisen.“ Wird knapp für Halstenberg und Keita. Auch andere angeschlagen. „Kann versprechen, egal mit welchem Personal, wir spielen nicht 11 mal eins gegen eins, sondern elf gegen elf.“ Mutig auftreten. Mannschaftliches Auftreten entscheidend. „Wollen dem Spitzenspiel gerecht werden.“

15.07

Hasenhüttl: Man wird genug Leute zusammen kriegen. Auch bisher nicht über Ausfälle gejammert, sondern Lösungen gefunden. Selten, dass man mal mit derselben Viererkette angetreten ist.

Hasenhüttl: Hoeneß-Aussage, dass Hasenhüttl ihn als Bayern-Trainer für denkbar hält, sei „schmeichelhaft“. Aber glücklich in Leipzig und Bayern suche wohl auch nicht so schnell einen deutschsprachigen Trainer.

Rangnick: Glaubt, dass Kimmich spielen wird gegen Leipzig. Der Frage, ob man ihn gern abwerben würde, weicht Rangnick natürlich aus bzw. beanwortet sie nicht wirklich.

15.10

Rangnick: Viel Respekt von der Konkurrenz in den letzten Wochen bekommen. „Inzwischen in der ganzen Liga der Fall, dass registriert wird, wie hier gearbeitet wird. Spannend am Mittwoch, dass die jüngste Mannschaft auf eine der ältesten trifft. Mannschaft mit der geringsten Erfahrung gegen die erfahrenste.“ Werde spannend, wie das ausgeht. „Solange wir mutig und mit unseren Tugenden auftreten, können wir mit jedem Spielausgang leben.“

Hasenhüttl: „Ein Tag mehr führt zu besserer Regeneration (Bayern spielte am Sonntag, RB schon am Samstag). Haben mehr Luft, uns auf den  Gegner einzustellen. Ob es zu mehr Erfolg führt, muss man sehen.“ Außenseiterrolle spielt keine Rolle. „Hat man der Mannschaft nie angemerkt, ob wir als Außenseiter oder als Favorit gesehen hat (Ausnahme vielleicht ingolstadt). Wird auch am Mittwoch so sein. Hätte nur ein Problem, wenn wir mutlos auftreten und uns nicht auf unsere Stärken verlassen.“ Normale Vorbereitung, viel Arbeit bis dahin.

15.14

Rangnick zu italienischen Vorbildern im Taktikbereich (Sacchi, Zeman): „Ist 25 Jahre her. Viererkette und Raumorientierung ist geblieben. Aber in den letzten 10 Jahren hat sich Fußball zu einer athletisch anderen Sportart entwickelt.“ Anfang der 90er aber durchaus geprägt worden. „Taktische Vorbilder damals in Deutschland nicht wirklich vorhanden.“

Hasenhüttl, ob man wie Leicester ist: „Theoretisch ist alles möglich. In Deutschland aber noch eine Spur schwerer. Wir haben bisher eine sensationelle Saison gespielt und sind nur punktegleich mit den Bayern. Wir machen es richtig gut. Aber um vor dem FC Bayern zu stehen, musst du eine perfekte Saison spielen und Bayern nicht.“ Spiel gegen Hertha war wichtiger, weil man die auf Distanz gehalten hat. „Bonusspiel am Mittwoch. Wollen uns aber zeigen, was zu den Bayern noch fehlt oder was der Gegner für Lösungen hat. Spannender als wer nach dem Tag vorn steht.“

15.17

Rangnick: Kritik an RB Leipzig „kein Thema mehr für uns“. „Zahl der Kritiker nimmt deutlich ab. Zahl derer, die uns den Erfolg gönnen, hat deutlich zugenommen.“ Im Flieger von München und auf dem Flughafen zuletzt viel Zuspruch von allen möglichen Personen bekommen.

Rangnick: „Weiß nicht, ob wir in München gewinnen können. Wenn, dann müssen wir am absoluten Leistungslimit sein. Müssen gegenüber Hertha noch ein Schippchen draulegen.“ Und Hertha sei schon nahezu perfekt gewesen. „Die Chance besteht darin, dass nicht einzelne Spieler gegeneinander spielen.“

15.20

Hasenhüttl: „Keine ganz normale Vorstellung der Bayern gegenüber den RB-Spielern.“ Man müsse nicht zu allen Spielen viel sagen, weil man sie kennt. Deswegen wird die Vorbereitung eine andere sein. „Bayern hat schon Spiele verloren. Sind nicht unschlagbar. Keine Mannschaft ist unschlagbar.“ Damit man sie schlägt, muss man aber viel für tun. Bayern soll am nächsten Tag spüren, dass sie gegen RB gespielt haben und was dafür tun und viel laufen mussten. „Brauchen Personal, dass sich nicht versteckt und an sich glaubt und mutig ist. Und das wird die Mannschaft sein, das kann ich versprechen.“

Hasenhüttl: „Freuen uns auf besondere Aufgabe. Im eigenen Stadion wäre alles andere als ein Sieg eine Majestätsbeleidigung.“ Darmstadt-Spiel der Bayern werde zu schlecht geredet. „Wenn sie schlechte Spiele haben, gewinnen sie am Ende trotzdem Eins zu Null.“ „Meine Mannschaft freut sich auf eine besondere Aufgabe und darauf, sich beweisen zu dürfen.“

15.26

Hasenhüttl: Nach dem Spiel Übernachtung in München und gemeinsames Frühstück. Dann sind Ferien. Kein Auslaufen mehr in Leipzig für die Spieler.

Hasenhüttl: „Freue mich auf Herrmann Gerland. Wird amüsant ihn wiederzusehen. “ Lahm kennt er auch noch aus der Bayern-Zeit.

Rangnick: Mit Kimmich und Neuer zwei ehemalige Spieler bei den Bayern. „Da freue ich mich drauf.“ Hofft, das Spiel genießen zu können. Hänge aber auch vom Verlauf ab. „Riesengroße Vorfreude bei uns allen.“

Rangnick zum Nachwuchs: „Schwer für den Nachwuchs angesichts des Tempos der Profis mitzuhalten. Haben uns in den letzten drei Jahren phantastisch entwickelt im Nachwuchs.“ Als er angefangen hatte, war alles schlimm im Nachwuchsbereich. „Hat sich alles geändert inzwischen. Auch mit der Akademie einen guten Ruf erarbeitet.“ Aber noch Arbeit, bis die ersten Spieler aus dem Nachwuchs bei den Profis reinrutschen können.

15.28

Rangnick: Wen einer wie Guardiola kommt, dann kann man einen wie Kimmich nicht halten. „Er hat alles richtig gemacht. Er ist dort Stammspieler geworden und Nationalspieler. Vergeht kaum ein Gespräch mit einem potenziellen Nachwuchsspieler, in dem wir die Geschichte von Kimmich nicht erzählen.“ Was kann man alles aus seinem Leben machen und so..

Rangnick: Leipzig und Hoffenheim nach dem Aufstieg nicht zu vergleichen. „Jägerrolle passt besser zu uns, auch von der Spielweise her.“ Irgendwas mit Hoffenheim und warum das damals nach der Winterpause schwer war. Man müsse in Leipzig auf die Vereinsentwicklung in der Zukunft achten. Gute Konstellation mit Hasenhüttl als Trainer und Rangnick als Sportdirektor. „Lassen uns nicht blenden.“ In Hoffenheim gab es wohl Eitelkeiten nach der Winterpause. Will man in Leipzig vermeiden.

15.31

Rangnick: Essen mit der Bayern-Spitze vor dem Spiel. 18 Uhr im Stadion (nein, das war wohl keine Einladung an die anwesenden Journalisten und die Menschen vor dem Livestream).

Rangnick zur Stadionfrage: Immer noch der Ansicht, dass ein neues Stadion nicht der Wunsch ist. Aktuelle Stadion ist von der Lage her „phantastisch“. „Kann man sogar vom Bahnhof hinlaufen.“ Nähe zum Nachwuchsleistungszentrum sei auch super.

15.32

Rangnick freut sich auf ruhige Tage über Weihnachten und Zeit mit der Familie zu verbringen. Geschenke spielen da nicht die große Rolle. „Zeit miteinander haben, ist Geschenk genug.“

Hasenhüttl freut sich auch auf die Familie und auf sportliche Betätigung im Schnee in der Heimat.

15.34

Das war es von hier von der Pressekonferenz vor dem letzten Spiel des Jahres. Die unmittelbare Spieltagsvorbereitung dreht sich also essenziell um das Wort „Mut“. Ansonsten viel Vorfreude auf Mittwoch und durchaus gesundes Selbstvertrauen. Und Ralf Rangnick ist weiter Teil des Teams Innenstadtstadion. Na dann. Viel Spaß mit dem Wochenstart und dann mit dem Mittwochabend. Irgendein Plätzchen zum Spiel gucken, wird schon jeder finden.

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3 Gedanken zu „Showdown“

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