Bundesliga: RB Leipzig vs. Hertha BSC 2:0

Zweiter gegen Dritter. RB Leipzig gegen Hertha BSC war tabellarisch ein absolutes Topspiel. Umso erstaunlicher, dass das eine Topteam das andere Topteam über 90 Minuten fast komplett dominierte. Und am Ende völlig verdient mit 2:0 gewann. Weswegen Topteam RB Leipzig nach dem Spiel neun Punkte Vorsprung auf das andere Topteam Hertha BSC hat.

RB Leipzig nahm vor der Partie eine Änderung vor. Bernardo kehrte nach Verletzung ins Team zurück. Benno Schmitz musste dafür zurück auf die Bank weichen. Die erste Änderung in der Besetzung nach drei Spielen mit derselben Mannschaft. Das ganze wie üblich im 4-2-2-2, in dem Sabitzer rechts eine etwas tiefere Position einnahm als links Forsberg.

Pal Dardai spielte auf der anderen Seite eher Aufstellungsroulette. Zwar kam die gerüchtelte Fünferkette nicht zum Einsatz. Trotzdem gab es gleich fünf Wechsel im Vergleich zur Vorwoche. Allan, Hegeler, Schieber, Weiser, Haraguchi rein. Darida, Esswein, Pekarik, Skjelbred, Langkamp raus. Eine interessante Formation. Einerseits weil man mit Doppelspitze spielte (was offenbar den Einsatz von langen Bällen begünstigen sollte). Und andererseits, weil auf der Doppelsechs neben Stark kein Derida und kein Skjelbred auftauchte, sondern ein Allan.

Das ganze war von der Formation her in guten Phasen gar nicht mal so defensiv eingestellt, sondern wie man es auch von RB kennt gegen den Ball auch gern mal ein 4-2-4. Pal Dardai erklärte aber in der Presskonferenz nach dem Spiel, das man zu viel nach hinten statt nach vorn verteidigt hat. Das sah man auch darin, dass das 4-2-4 dann doch meist in eine recht klassisches 4-4-2 zusammenfiel.

Noch dazu war es ein eher passives 4-4-2, das vor allem am Strafraum kompakt sein wollte. Damit bringt man RB Leipzig vermeintlich in die Position des ungeliebten Ballbesitzes. Problem ist, dass man eigentlich im Saisonverlauf schon einige Male gesehen hat, dass es Leipzig durchaus sehr gut versteht, etwas aus Ballbesitz zu machen, wenn man denn die Ruhe hat, die Dinge über die Innenverteidiger, über die Außenverteidiger und vor allem über Demme und Keita zu entwickeln.

Und so war es auch gegen Hertha BSC. Mit hoher Ballsicherheit, auch wegen des geringen Gegnerdrucks rund um die Mittellinie, spielte man sich die Bälle so lange zu, bis man am gegnerischen Sechszehner war und dort die Lücke suchte. Oder nach Ballverlust direkt die Balleroberung versuchte.

Vielleicht bezeichnend dafür das 1:0 kurz vor der Pause. Eine Minute darf RB (auch begünstigt durch ein Schieber-Behandlung abseits des Spielfelds) den Ball wie im Handball rund um den Strafraum bewegen. Bis Demme den Ball plötzlich schnell macht und Keita in Szene setzt. Der wiederum perfekt auf Werner durchsteckt. Der das Tor macht.

Leitete den Sieg mit seinem 1:0 ein. Timo Werner einmal mehr in Jubelstimmung. | GEPA Pictures - Sven Sonntag

Es ist, wie es ist. Die bisherigen Saisonspiele haben gezeigt, dass das Einbauen am eigenen Strafraum ohne Aggressivität gegen den RB-Spielaufbau eher heißt, auf das Gegentor zu warten, als es besser verhindern zu können. Und dank der Ballsicherheit im Spielaufbau kriegt der Gegner auch nicht wirklich gute Umschaltsituationen, um aus dem tiefen Verteidigen irgendwas sinniges in der Offensive kreieren zu können.

So war schon die erste Halbzeit eine sehr einseitige Nummer. Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn sich Julian Schieber früh in der Partie in abseitsverdächtiger Position nicht den Ball zu weit vorgelegt hätte, sodass Bernardo ihn abgrätschen konnte. Oder wenn der Freistoß aus 20 Metern aufs Tor und nicht in die Mauer gegangen wäre. Aber abgesehen davon spielte nur RB. Und war nur RB gefährlich.

Wie schon nach sieben Minuten, als Jarstein einen Halstenberg-Schuss links unten rausfischte. Sabitzer scheiterte freistehend von der Strafraumgrenze. Keita bekam aus fünf Metern keinen Druck mehr hinter den Ball. Forsberg durfte gleich zweimal schießen und scheiterte einmal an einem Abwehrbein und jagte den Nachschuss in die Wolken. Bis dann eben Werner kam und vier Minuten vor der Pause das mehr als verdiente 1:0 machte.

Wenn man von der Chancenverwertung absieht, war das in der ersten Hälfte gegen einen tief verteidigenden Gegner fast schon das Optimum dessen, wie man so ein Spiel abwickeln kann. Ballsicher, ruhig auf die richtigen Situationen wartend. Trotzdem immer wieder nach Ballgewinnen Geschwindigkeit ins Spiel bringend. Es war ingesamt ein überraschend kurzweiliges und unterhaltsames Spiel, das man sich auch wesentlich harziger hätte vorstellen können.

Auch die zweite Halbzeit hatte früh eine Szene, durch die das Spiel hätte in eine andere Richtung laufen können. Wieder war Schieber beteiligt, der links frei Richtung Mittellinie läuft. Und den startenden Haraguchi zu bedienen versucht. Der allerdings von seinem Laufweg abbiegt, sodass der Schieber-Pass in Orbans Füßen landet. Es war kurz nach der Pause der letzte Moment, in dem man halbwegs das Gefühl hatte, dieses Spiel könnte noch mal irgendwie kippen.

Spätestens mit dem 2:0 war das Thema aber endgültig abgehakt. Das erzielte Willi Orban nach einer reichlichen Stunde nach einer Ecke. Eine einstudierte Variante, bei der Orban im ballnahen Teil des Strafraums wartet, während am Fünfmeterraum Sabitzer und Poulsen die Gegenspieler ausblocken. Auch dadurch kann Orban in einen sehr freien Raum am kurzen Fünfmetereck einlaufen und aus vielleicht sieben Metern einköpfen. Jarstein ist noch am Ball, kann ihn aber nicht mehr entscheidend ablenken.

Der Rest des Spiels ist dann mehr oder minder Schaulaufen. Pal Dardai erklärte nach dem Spiel, die Taktik sei darauf hinausgelaufen, dass man auf die letzten 20 Minuten spekuliert. Das Problem war halt, dass man nach 70 Minuten schon mit 0:2 hinten lag. Und man in den 20 Minuten nicht mal in Ansätzen in die Situation kam, das Spiel noch irgendwie in die eigene Richtung zu lenken. RB hatte in Ansätzen noch die eine oder andere Offensivaktion, ohne diese mit der letzten Konsequenz auszuspielen.

Fazit: Über 90 Minuten ein völlig verdienter Sieg. Das einzige, was man kritteln könnte nach einem unterhaltsamen Fußballabend wäre, dass aus der Dominanz nur zwei Tore entsprangen. Aber das wäre dann schon hohes Niveau der Kritik. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung Leipzig könne keinen Ballbesitz, haben die RasenBallsportler nun schon zum wiederholten Male gezeigt, dass sie sehr wohl tief stehende, passive Gegner gut bespielen können. Und dass sie solche Spiele souverän, dominant, reif und erfolgreich runterspielen können. Selbst gegen einen Tabellendritten, der das, was der Tabellenplatz versprach, aber auch nie wirklich auf den Platz bringen konnte, sodass Peter Gulacsi nicht einen Ball halten musste. Das RB solche Spiele so routiniert runterspielen kann, ist letztlich vielleicht die erstaunlichste Erkenntnis der bisherigen Saison.

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Randbemerkung 1: Null Schüsse in Richtung Tor von innerhalb des Strafraums. Also nicht nur, dass Peter Gulacsi nichts zu halten hatte (Wer denkt eigentlich mal an seine Bilanz abgewehrter Bälle bei all der guten Abwehrarbeit?), die Berliner kamen nicht einmal in eine Abschlussituation in Tornähe, bei der sie abgeblockt wurden oder vorbeischossen. Alle (überhaupt nur) drei Torschüsse kamen von jenseits der Strafraumgrenze. Ohne jetzt die entsprechenden Statistiken durchzuwühlen, aber erinnern kann ich mich nicht, dass es das schon mal gab, seitdem RB 2014 in die zweite Liga aufstieg und die entsprechenden Statistiken öffentlich verfügbar sind. Und wir reden hier vom Spiel gegen den Dritten der Bundesliga..

Randbemerkung 2: Nach der Auswechslung von Halstenberg ist nun Willi Orban der einzige verbleibende RB-Feldspieler, der noch keine einzige Minute Bundesliga verpasst hat. Lange wird das wohl nicht mehr so sein, denn der Innenverteidiger steht weiter bei vier gelben Karten. Immerhin hat er es geschafft, in München nicht gesperrt auszufallen..

Randbemerkung 3: Neben Halstenberg musste auch Keita verletzt vom Platz. Zwei ziemlich dolle Wermutstropfen. Eigentlich hätte man beide schon gern bei den Bayern dabei. Beides Spieler, die das Niveau im Team noch mal deutlich erhöhen. Gerade Keita kann im zentralen Mittelfeld auf einem Level spielen, das Wahnsinn ist und auch den Bayern wehtun kann.

Randbemerkung 4: Immer noch eine beeindruckende Statistik, dass erst fünf Teams seit Einführung der Dreipunktregel 1995 nach 15 Spielen 36 Punkte hatten. Sechsmal die Bayern, zweimal Leverkusen und je einmal Dortmund, Stuttgart und Kaiserslautern (in der Aufsteiger-Meistersaison). In den letzten Jahren ist es allerdings eher zur Regel denn zur Ausnahme geworden. Was sehr mit der Guardiola-Bayern-Dominanz zu tun hatte.

Randbemerkung 5: Ein Spieltag wie gemalt für RB Leipzig. Von den ersten sieben Teams konnte bisher außer RB keines gewinnen (Bayern spielt erst heute). Was bedeutet, dass man nun neun Punkte Vorsprung auf den vierten Platz hat. Neun Punkte Vorsprung auf einen Platz, der nicht direkte Champions-League-Teilnahme bedeutet. Nach 15 Spielen. Wer das nicht verrückt findet, ist selber schuld.

Randbemerkung 6: „Richtige Reaktion“ titelte die RB-Website. „Wieder in der Spur“ hieß es bspw. auch beim MDR. Das muss man sich mal vorstellen. Da verliert RB am 14.Spieltag erstmals (wenn auch beim Letzten Ingolstadt) und das gilt als Aufsteiger schon als Saisoneinschnitt, der eine Reaktion erfordert. Bzw. gilt der Sieg danach als einer, mit dem man wieder zurück auf dem Weg ist, auf den man gehört. Anspruchsdenken, ick hör dir trapsen..

Randbemerkung 7: Passend dazu auch die eher devoten Reaktionen der Herthaner, die wie manch ein RB-Gegner zuvor schon die Niederlage nicht so richtig schlimm zu finden, sondern eher nach dem Motto ‚In Leipzig kann man schon mal verlieren‘ wieder zu fahren schienen. Man hat das Gefühl, dass manch Zweitligist in den letzten zwei Jahren mit mehr Überzeugung nach Leipzig kam als der eine oder andere Erstligist. Bzw. dass manch Zweitligist nach Niederlagen in Leipzig schlechter gelaunt war. Seltsame Entwicklung.

Randbemerkung 8: Nun, wenn wir schon soweit sind. Ich glaube, es war Olaf Marschall (und wenn nicht, dann irgendein anderer aus dem Meisterteam von Kaiserslautern 1998), der über die Titelchancen von RB Leipzig sagte, dass man Bayern in den direkten Duellen schlagen muss, wenn man zum großen Wurf ausholen will. Nun denn, Mittwoch ist die erste Chance dazu. Und da es das letzte Spiel des Jahres ist, darf sich ab jetzt alles im ganz großen Medienkarussell nur noch darum drehen.

Randbemerkung 9: Banner zeigen. Immer wichtig. Hertha-Fans machten in der hauptstädtischen Debatte um die Trikotfarbe mal wieder klar, dass für sie nur blau-weiß echt und traditionell ist, während ihr Team in den ungeliebten pinken Ausweichtrikots antrat. Das war harmlos, genauso wie die Verweise, dass in Leipzig nur Lok und Chemie für Hertha-Fans richtige Klubs sind. Oder die Frage, ob man für sowas wie RB 1989 auf die Straße gegangen sei. Mit der Aussage, dass es den RB-Fans egal sei, was man bei Hertha für Werte vertrete, war man der Wahrheit wohl relativ nahe. Rangnick eine neuerliche Burnout-Auszeit zu wünschen, war dann allerdings diesen berühmten Schritt jenseits der Grenzen. Nun ja..

Randbemerkung 10: Auf RB-Seite bahnten sich im Fanblock derweil kurz vor dem Ende Ordner ihren Weg in eine Reihe kurz oberhalb des Capo-Podests. Weil dort Fans auf Stühlen standen. Ein Thema, was schon mal vor zwei Jahren hochgekocht war. Erlaubt ist es nicht. Den Klappsitzen tut es nicht gut. Und dahinter freut man sich unter Umständen auch nicht. Wer, wie, was, warum, egal. Fakt ist, dass Ordner da unten mitten in der Kerntraube im Fanblock nicht so gern gesehen werden. Entsprechend machten die auch mit Bier Bekanntschaft. Und wurden später von „Einmal Leipzig, immer Leipzig“-Hüpfeinlagen durchgeschüttelt. Eine Gemengelage, die wiederum die Ordner nicht so richtig gern hatten. Der Fanbetreuung, die man vielleicht besser schon vorher in die Klärung der Situation einbezogen hätte, war es vorbehalten, das Thema zu entspannen. Die geriet dabei dann aber selbst noch mal in den Fokus eines Anhängers, der offenbar dem „Suff“ in seinem Gruppennamen etwas zu viel der Ehre erwiesen hatte. Letztlich viel unnötiger Lärm um eher wenig, aber auch mit deutlich spürbarer Abkühlung der Stimmung kurz vor Spielschluss verbunden.

Randbemerkung 11: Nun, letztlich ist das Stehen auf den Klappsitzen vielleicht eher eine Lappalie. Und trotzdem verboten. Sprich, wenn man weiß, dass das dem Verein im Sinne seiner Einrichtung oder anderen Menschen im Block dahinter eher wichtig ist, dann kann man das durchaus akzeptieren. Selbst wenn man einen Ordnereinsatz deswegen etwas überambitioniert, ohne vorherige Rücksprache mit der Fanbetreuung deplatziert und wenig befriedend finden mag. Interessant wurde die Herangehensweise im Kontrast deswegen, weil im Hertha-Block abseits der zentralen Fanmeute in der zweiten Halbzeit ein Blinker vor sich hin blinkte und qualmte. Ungefähr fünf Meter entfernt von einer Ordnerreihe, die sich dafür nicht mal halbherzig zu interessieren schien, geschweige denn deswegen in die Reihen ging, vermutlich weil man sich diesem Eskalationspotenzial nicht aussetzen wollten. War, soweit ich mich erinnere das erste Mal, dass in der Red Bull Arena Pyro gezündet wurde, seitdem vor fünf Jahren im Spiel gegen Kiel ein ähnlich albern-bemitleidenswertes Stück Pyro vor sich hinqualmte und einen heftigen Ordner- und Polizeieinsatz auslöste, der dazu führte, dass der Gästeblock quasi nicht mehr existierte..

Randbemerkung 12: All das tangierte Tim Thoelke als Stadionsprecher wohl eher kaum. Oder als Moderator wie er mal hieß (oder immer noch heißt?). Denn der feierte sein 100. Pflichtspiel in seiner RB-Funktion und bekam den gewünschten Sieg zum Jubiläum. Sein erstes Spiel war der Pokalsieg gegen Wolfsburg 2011. Seitdem finden ihn Gästefans wegen seiner Show bei der Ansage der RB-Formation meist schlimm (also zumindest die Fans, die hier und dort über Spielbesuche in Leipzig schreiben) und die RB-Fans ihn immer besser. Zum Jubiläum bekam er sein eigenes Banner im Fanblock, auf dem irgendwas mit 100 und Tradition draufstand. Passt schon alles so wie es ist sehr gut, auch wenn man in der Stunde vor dem Spiel inzwischen vieles von dem wieder eingestampft hat, was man in Thoelkes Anfangszeit an Einspielern und Meldungen aus verschiedenen Arealen des Stadions mal entwickelt hatte. Auf die nächtsten 100 Pflichtspiele.

Randbemerkung 13: Gesehen hat das alles auch wieder mal Finanzier Dietrich Mateschitz. Viertes Mal, dass er in Leipzig im Stadion war. Vierter Sieg, den er beobachten durfte. Echter Eventfan halt. Vielleicht lässt er sich am Mittwoch in München ja auch mal sehen. Vielleicht kriegt er ja aber auch Hausverbot in der Allianz Arena.

Lichtblicke:

  • Willi Orban: Und wieder absolut souveräner Kopf der Abwehr. Gute Zweikampfquote, sicher im Passspiel, dazu noch ein Tor gemacht. Und es geschafft, sich nicht die fünfte gelbe Karte abzuholen. Topauftritt. Wie so oft in den letzten Wochen und dieser Saison.
  • Diego Demme: War in der letzten Instanz in der Offensive nicht der entscheidende Mann. Aber fürs Positionsspiel und die Balance im Mittelfeld unheimlich wichtig. Kaum Ballverluste, immer ein sicherer Ballverteiler, der das Spiel dahin verlagert, wo es hin muss, dazu ein sehr guter Zweikämpfer. Und das 1:0 mit einem schnellen Pass mit dem ersten Kontakt eingeleitet. Vor der Partie mit einer Vertragsverlängerung bis 2021 belohnt und dann gleich gezeigt, warum das eine sehr gute Entscheidung war.
  • Timo Werner: Hatte in der ersten Halbzeit ein, zwei Situationen, in denen er im Spiel gegen den Ball zu spät und nicht antizipierend aktiv wird, aber insgesamt in beide Richtungen eine sehr gute Vorstellung. Mannschaftsdienlich auch in das Kombinationsspiel eingebunden. Immer wieder mit guten Wegen in die Tiefe. Perfekte Ballauf- und mitnahme und Vollendung beim 1:0. Und Extra-Applaus zumindest von Heimseite bei der Auswechslung kurz vor Schluss. Wahnsinn, wie perfekt auf ihn zugeschnitten die Rolle ist, die er bei RB spielen kann.

Fanarena-Spieltagsspieler:

Spieler des Spiels von RB Leipzig gegen Hertha BSC bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 1:0 Werner (41.), 2:0 Werner (62.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Bernardo, Ilsanker, Orban, Halstenberg (67. Schmitz) – Demme, Keita (46. Kaiser) – Sabitzer, Forsberg – Werner (84. Selke), Poulsen; Bank: Coltorti, Burke, Kalmár, Khedira; Nicht im Kader: Gipson, Klostermann, Papadopoulos, Compper (alle verletzt), Müller, Boyd

Aufstellung Hertha BSC: Jarstein – Weiser (11. Pekarik), Hegeler, Lustenberger, Plattenhardt – Haraguchi (80. Esswein), Allan, Stark, Kalou (46. Darida) – Schieber, Ibisevic

Schiedsrichter: Marco Fritz (Insgesamt souverän. Stark in der ersten Halbzeit nicht die gelbe Karte zu zeigen, war ziemlich grenzwertig. Und mutig, wenn man bedenkt, dass so etwas manchmal auch zum Entgleiten eines Spiels führen kann. Werner in der zweiten Halbzeit für sein Beschweren gelb zu zeigen, war absolut regelkonform. Auch wenn sein Ärger, dass er für die Aktion und den Ellenbogen gegen sich keinen Freistoß bekommen hatte, durchaus nachvollziehbar war. Alles in allem kein Spiel, in dem die Akteure dem Schiedsrichter übermäßig Probleme machten. Entsprechend bliebe auch nur Detailkritik an der Spielleitung.)

Gelbe Karten: Werner (3.) – Stark, Lustenberger, Darida

Zuschauer: 42.558 (davon 5.000 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, Hertha-Bericht, Kicker-Bericht, Pressekonferenz-Ticker

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  • Torschüsse: 16 : 3
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 12 : 0
  • Schüsse auf das Tor: 8 : 0
  • gewonnene Zweikämpfe: 56,3% : 43,7%
  • Ballbesitz: 61,4% : 38,6%
  • Passquote: 80,4% : 61,4%
  • Laufstrecke: 113,3 km : 106,8 km
  • Sprints: 173 : 163
  • Intensive Läufe: 559 : 546
  • Fouls: 10 : 14
  • Ecken: 9 : 1
  • Abseits: 2 : 0
  • Meiste Torschüsse: Forsberg: 4 – Plattenhardt, Allan, Esswein: je 1
  • Meiste Torschussvorlagen: Forsberg: 5 – Schieber, Ibisevic, Dardia: je 1
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Halstenberg: 81,3% – Plattenhardt: 70,0%
  • Meiste Ballkontakte: Demme: 109 – Hegeler: 63
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Orban: 89,2% – Hegeler: 78,6%
  • Größte Laufstrecke: Sabitzer: 11,3 km – Stark: 10,7 km
  • Meiste Sprints: Werner: 34 – Haraguchi: 24

Statistiken von bundesliga.de, bild.de, FourFourTwo

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Saisontorschützen: Werner – 9; Forsberg – 5; Keita, Sabitzer – je 4; Selke, Orban – je 2; Kaiser, Burke, Poulsen – je 1; Eigentore: Baumgartlinger, Kolasinac

Saisonvorlagengeber: Forsberg – 9; Werner – 5; Sabitzer – 4; Demme – 3; Poulsen, Burke, Keita – je 2; Schmitz, Orban, Compper, Selke – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme – 10; Forsberg, Sabitzer – je 7; Orban, Ilsanker – je 5; Halstenberg, Poulsen – je 4; Keita, Compper, Gulacsi – je 3; Kaiser – 2; Bernardo – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Sven Sonntag

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10 Gedanken zu „Bundesliga: RB Leipzig vs. Hertha BSC 2:0“

  1. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen .was Ilse, Diego , Marcel und nicht zu vergessen Bernardo👍da hinten so abliefern.
    Sabi auch wieder voll unter Strom.
    Forsberg gut, aber sollte sich manchmal früher vom Ball trennen .da war in einigen Situationen mehr drin und Schusstechnik , naja .
    Aber wie immer jammern auf hohem Niveau.
    Manche Gesangseinlagen der Herthaner zeugten ja nicht gerade von hohem Geisteslevel was ja auch die Ralf Tapete ausdrückte.
    Frage mich eigentlich wie man in solch einer grossen Fangemeinde so ein Dünnpfiff mittragen kann.

  2. Nachtrag zum gestrigen Spieltag , Wolfsburg gegen Frankfurt Hasebe mit lupenreiner Schwalbe .mal sehen ob Mediendeutschland da so drauf abfährt, glaube ehr nicht .Maier hat hat bestimmt mit Absicht verschossen 😀😉

  3. War wieder einmal ein wunderschönes Spiel, passend dazu der wieder äußerst gelungene Bericht hier!
    Ein paar Dinge könnte man noch anmerken:
    Dass mit Keita einer der besten Männer zur Halbzeit ausgewechselt werden musste stimmte bedenklich. Dass das aber in der 2. Halbzeit kaum auffiel spricht für die Leistung von Kaiser und natürlich der ganzen Mannschaft.
    Auffällig wieder wie alle offensiven Kräfte auch ganz hinten mitarbeiteten. Sieht man auch nicht bei vielen anderen Mannschaften.
    Sehr gut die (vielen) Ecken von Forsberg. Es schien fast zwingend, dass irgendwann eine zum Tor führte. Auch das bei vielen anderen Teams eher eine Schwäche.
    Verblüffend war es, dass Hertha nach 1:0 und selbst 2:0 weitgehend defensiv agierte. Konnten die nicht anders oder waren sie einfach vor Ehrfurcht erstarrt?

    In den letzten 2 Spielen waren also sämtliche Schüsse der RB-Gegner aufs Tor auch drin. Nämlich genau einer. Ist zwar ne´ schlechte Quote, zeigt aber eben auch die sensationelle Abwehrleistung. Wirklich unglaublich, wo wir aktuell stehen!

  4. Ich denke, die Aussagen von RH beziehen sich darauf, daß die Jungs genau das umgesetzt haben, was der Trainer verlangte, was wiederum bei FCI eben nicht der Fall war.

    Auf Twitter diskutiert ihr ja auch gerade über das 2:0. Ich bin da voll bei Dir und habe es auch öfters angeschaut. Das sieht nach einstudierter Variante aus, mit dem Blocken von Sabitzer und Poulsen. Die Berliner Abwehr verteidigt im Raum und will Orban bzw Bernado dann „in Emfang nehmen“, aber dazu kommt es eben nicht, weil die RB-Spieler den Weg zu machen.

    Lichtblicke bei mir sind noch unsere AV besonders Bernado. Diese Grätsche am Anfang war genau das richtige Signal. Dazu bei der Einwechslung von Schmitz geht Bernado einfach auf die andere Seite und spielt so, als ob nix wäre. Orban und Demme völlig richtig dabei. Bei Demme fällt mir die Szene ein, wo er in einen Berliner Einwurf „reinspringt“, den Ball sichert und das Spiel sofort wieder schnell macht.

    In der 2. Hz spielten wir mit 3 Spielern aus Liga 3. Was für eine Entwicklung.

    Bleibt zu hoffen, daß Keita und Halstenberg wieder zum Bayernspiel fit werden.

    Ach ja, Didi M. kommt auf jeden Fall am Mittwoch. Er hat ja ein „Termin“ mit Uli H. wegen der Halle.

  5. Wie immer ein sehr passender und objektiver Beitrag. Zu Randbemerkung 9: wenn zu den allgemeinen Werten der Hertha-Fans tatsächlich gehört: Rangnick einen weiteren Burnout zu wünschen, gefoulten Spielern „steh auf du Sau“ zuzurufen, „Bullenhass“ per Banner aufzuhängen, um nur 3 Unsportlichkeiten zu nennen, ja dann sind mir deren Werte „scheissegal“.

  6. Taktischen genau richtig, als Zweiter in München anzutreten. Ein souveräner Schiri hätte Werner einfach angelächelt. Dieser Schiri hatte einige sichere Gelbe Karten vergessen. man steckt in so einem Kopf nicht drin…

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