Mal wieder auswärts bei einem Walpurgis-Team

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim FC Ingolstadt (10.12.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Spieltag Nummer 14 in der Bundesliga schon. RB Leipzig weiterhin Tabellenführer. Und auf der achten Auswärtsreise der Saison. Es geht zum FC Ingolstadt. Für Ralph Hasenhüttl ein besonderes Spiel, weil es zum alten Klub geht. Und auch ein Spiel der tabellarischen Extreme, weil der Erste zum Letzten fährt. Eine Konstellation, wie sie trügerischer nicht sein könnte, weil sie eine Differenz zwischen den Kontrahenten suggeriert, die es in der extremen Form nicht gibt.

Dafür dass die Differenzen nicht so groß sind, wie die Tabelle sagt, sorgt schon Ingolstadts neuer Coach Maik Walpurgis. Niemand verfolgt RB Leipzig in den letzten Jahren hartnäckiger als der 43-Jährige. Schon zum sechsten Mal trifft RB Leipzig auf Walpurgis, der bereits den dritten Verein in ein Spiel gegen RB führt. Bisher gab es für Leipzig dabei drei denkwürdige Auswärtsspiele gegen Walpurgis-Mannschaften.

Zuerst wäre da natürlich das so wichtige Relegationsrückspiel bei den Sportfreunden Lotte 2013 als es um den Aufstieg in die dritte Liga ging. Mit einem 2:0-Vorsprung war RB damals nach Lotte gereist. Ein Ergebnis, das die Gastgeber unbedingt umdrehen wollten und auftraten, als hätte sie irgendjemand vorher mit Speed vollgepumpt. 2:0 hieß es nach 90 Minuten. Mit dem bekannten 2:2-Aufstiegsende gegen ausgelaugte Sportfreunde, die in der Verlängerung nichts mehr zum Zusetzen hatten.

Noch im selben Jahr folgte das Auswärtsspiel in Osnabrück, in dem der VfL wie zuvor schon Lotte mit hoher Intensität und Laufbereitschaft, aber nicht immer hoher Klasse aus einem 1:2 ein 3:2 machten. Schließlich dann vor einem Jahr das denkwürdige Auswärtsspiel in Osnabrück im DFB-Pokal. In dem der VfL als Drittligist den Zweitligisten RB Leipzig am Rande einer Niederlage hatte und auf dem Weg in die nächste Runde nur von einem roten Feuerzeug gestoppt wurde, das Schiedsrichter Petersen am Kopf traf.

Wenn man es so sehen will, dann ist Walpurgis in Heimspielen gegen RB Leipzig noch ungeschlagen und ohne Punktverlust. Immer wieder haben seine Teams RB Leipzig mit dem selben Prinzip von hoher Intensität gegen den Ball und im Offensivspiel beeindruckt und vor große Probleme gestellt.

Auch beim Ausflug nach Ingolstadt, wo Walpurgis überraschend, aber in Bezug auf seine Spielphilosophie absolut sinng als Trainer eingestellt wurde, ist das nun zu erwarten. Weil Walpurgis sein Team in den letzten drei Spielen, die er es nun schon betreut, auf seine Spiellinie eingeschworen hat. Eine Spiellinie, die wieder sehr viel näher am Hasenhüttl-Fußball der letzten zwei Spielzeiten dran ist, als es jene des glücklosen Markus Kauczinski war, der versuchte dem FC Ingolstadt ein wenig vom Karlsruher Mix aus Spiel mit dem Ball und gegen den Ball mitzugeben.

Dabei blieb er allerdings glücklos. So richtig schlecht war der FC Ingolstadt in der Anfangsphase der Saison eigentlich nie. Sogar beim FC Bayern spielte man eine sehr gute Partie. Nur vor dem Tor haperte es allzuoft. Und mit den fehlenden Ergebnissen kam auch immer mehr die Frage auf, was eigentlich die eigene Spielphilosophie ist. Mehr Kompaktheit in der eigenen Hälfte oder mehr Aggressivität gegen den Ball? Die Meinungen in Ingolstadt waren offenbar gespalten, sodass der eigentlich nicht schlechte Kauczinski fast zwangsläufig an der Aufgabe scheiterte, sich über die Station Ingolstadt in der Bundesliga zu etablieren.

Mit Walpurgis ist man nun also wieder weitgehend zu dem zurückgekehrt, was den FC Ingolstadt in den letzten zwei Spielzeiten stark machte und was die Spieler offenbar auch als ihr Spielsystem akzeptieren und präferieren. Was sich gleich in gewachsenem Selbstbewusstsein, in Aktivität und guten Spielen ausdrückt, nachdem man in der Kauczinski-Endphase ein bisschen mutlos gewirkt hatte.

Dass trotzdem aus den letzten drei Spielen ’nur‘ vier Punkte heraussprangen, ist angesichts der Leistungen eigentlich ein Witz. In Darmstadt beim ersten Walpurgis-Spiel holte man vielleicht noch ein bisschen glücklich einen 1:0-Sieg. Moritz Hartmann hatte in einer ausgeglichenen Partie per Sonntagsschuss getroffen.

In den folgenden Partien sah man dann die Walpurgis-Handschrift der Balljagd schon stärker. Belohnt wurde es allerdings nicht, weil die Ingolstädter schlicht zu wenig aus ihren Chancen machten. Gegen Wolfsburg hätte man locker sechs Tore schießen können, traf man dreimal Aluminium und verschoss einen Elfmeter. Am Ende stand in einer einseitigen und eigentlich aus Gastgebersicht imposanten Partie ein 1:1. Und auch in Bremen letzte Woche war man mindestens gleichwertig oder optisch sogar ein bisschen besser, machte aber gerade in der Schlussphase die sich bietenden Chancen nicht rein und fuhr mit einer bitteren 1:2-Niederlage nach Hause.

Ob das die Aufgabe für Leipzig jetzt einfacher oder schwerer macht, dass Ingolstadt zuletzt vor dem Tor glücklos blieb, darüber ließe sich trefflich streiten. Fakt ist, dass es insgesamt acht Teams in der Bundesliga gibt, die sich im Saisonverlauf bisher weniger Chancen herausgespielt haben als der FCI. Aber kein Team hat weniger Tore geschossen. Knapp 17 Schüsse braucht man für einen Torerfolg. Bei RB Leipzig sind es gerade mal etwas mehr als sechs. Ein Torjäger würde dem Spiel des FC Ingolstadt gut tun. Aber das ist keine sonderlich neue Erkenntnis.

Von der reinen Spielanlage passt beim FC Ingolstadt relativ viel zusammen. Was den Klub für jeden Gegner unangenehm zu bespielen macht. Die Frage ist halt von Woche zu Woche, ob der Tabellenletzte die eigenen Leistungen auch in Tore umsetzen kann oder nicht. Auch gegen Leipzig wird davon sehr viel abhängen.

Man braucht aus Leipziger Sicht jedenfalls nicht darauf zu hoffen, dass Ingolstadt das aufwändige Spielsystem nicht durchziehen kann. Denn Kauczinski hat seinem Nachfolger eine körperlich topfitte Mannschaft übergeben. Etwas wofür schon Karlsruhe in den letzten Kauczinski-Jahren immer stand. Über die Saison gesehen ist Ingolstadt in Sachen Sprints und Gesamtlaufleistung auf Augenhöhe mit Leipzig. Im intensiven und schnellen Laufbereich ist man sogar im Vorteil. Gegen Wolfsburg und in Bremen war man dem Gegner läuferisch überlegen, während Leipzigs Werte eher zurückgingen. Wobei sowas ja auch immer sehr gegnerabhängig ist.

Viel Glück hatte der FC Ingolstadt bisher derweil nicht mit seinen Neuzugängen im Sommer. Bzw. schaffte es Markus Kauszinski nicht, sie dauerhaft und gewinnbringend einzubauen. Mit Benjamin Hübner, Ramazan Özcan, Robert Bauer und Danny da Costa verlor man vier teilweise sehr wichtige Spieler.  Mit dem nicht durchgängig fehlerlosen Marcel Tisserand baute man nur einen Neuzugang dauerhaft ein.

Wobei das in jüngerer Vergangenheit und unter Maik Walpurgis ein wenig anders aussieht.  Außenverteidiger Florent Hadergjonaj, Torwart Martin Hansen und Ex-RBLer Anthony Jung bekommen nun ihre Chance. Jung wurde dabei zuletzt nicht als Linksverteidiger, sondern auf der offensiveren Außenbahn eingesetzt. Gegen Wolfsburg erzielte er so ein Kopfballtor. In Bremen wurde er zur Pause ausgewechselt. Jung ist ja aktuell für ein Jahr ausgeliehen. Falls Ingolstadt die Klasse hält, würde daraus ein finaler Wechsel werden, wenn die Berichte aus dem Sommer stimmen.

Ausfallen wird beim FC Ingolstadt definitiv Linksverteidiger Markus Suttner, der sich in Bremen eine halbe Minute vor dem Schlusspfiff wegen eines emotionalen Ausbruches die fünfte gelbe Karte abholte. Könnte sein, dass Anthony Jung deswegen auf Suttners Position rutscht. Auch der Einsatz von Mathew Leckie ist noch nicht gesichert. Eine Bindehautentzündung hat ihn erwischt.

Mit Leckie oder ohne Leckie dürfte für die Formation kaum eine Rolle spielen. Gegen Bremen agierte man gegen den Ball aus einem 4-4-2 heraus. Aggressiv im Anlaufen in der vordersten Reihe ab ungefähr fünf bis zehn Meter in der gegnerischen Hälfte. Dahinter zwei Viererreihen, die auch immer wieder aggressiv nach vorn verteidigen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Eine etwas andere Formation als die von RB Leipzig, die gegen den Ball oft mit einem 4-2-4 agieren. Aber die Differenz besteht nur in der Höhe des Verteidigens der Außenspieler und nicht im Grundprinzip.

Veränderungen in der Formation gegenüber dem vorigen Spiel wird es wohl nur bezüglich Sutter und vielleicht Leckie geben. Wobei sich in der Offensive bei einem Leckie-Ausfall mit Lezcano, Hartmann, Hinterseer und Lex vier Spieler um die drei Positionen in der Sturmzentrale und auf den Außenbahnen streiten würden. Vom Typ her nehmen sich gerade Hartmann, Hinterseer und Lex nicht so viel. Viel Dynamik in der Tiefe, vor allem Hartmann ist auch ein guter Ballsicherer. Und mit Pascal Groß hat man einen Spieler, der es an guten Tagen versteht, diese Spieler auch gut in Szene zu setzen. In er aktuellen Spielzeit fehlt ihm allerdings noch das Offensivglück.

Auf RB Leipzig wartet in Ingolstadt eine sehr intensive Herausforderung. Gewonnen hat man gegen den FCI in zwei Spielen in der zweiten Liga bisher noch nicht. Und auch im dritten Anlauf wird es sehr schwer. Dafür steht schon Maik Walpurgis, der sein Team wieder mit sehr viel Laufbereitschaft und Feuer auf den Rasen schicken wird, sodass es für die RasenBallsportler in keiner Phase des Spiels Ruhepausen geben wird. Dafür steht aber auch ein Ingolstädter Team, das von der Grundanlage her eine gute Balance zwischen aggressivem und kompakten Defensivspiel und viel Geschwindigkeit und Power im Offensivspiel hat.

Mit Intensität dagegenhalten ist da wohl das passende Grundprinzip. Werder hat das letzte Woche teilweise ganz gut geschafft und den Gegner schließlich mit ein wenig Glück niedergerungen. Entsprechend wird RB Leipzig aber auch viel Energie investieren müssen. Da man ja aber weiterhin die Woche über Zeit zum Regenerien und Fokussieren hat, sollte es möglich sein, die nötige Energie einzubringen. Wird man aber sehen. Man spielt ja auch nicht jeden Tag gegen ein Team, das ein ganzes Stück wie man selbst spielt.

Einziges Fragezeichen im Team von RB ist die Rückkehr von Marvin Compper. Aktuell sieht es nicht so aus, als würde er nach Verletzung schon wieder dabei sein können. Da es auch für Bernardo nach seiner Meniskus-OP zu früh sein dürfte, würde sich das Team erneut von selbst aufstellen. Läuft dann auf die Startformation vom Schalke-Spiel hinaus, wenn denn Schmitz nach seiner Schädelprellung und den Sehausfällen nicht noch aus dem Verkehr gezogen wird.

Mögliche Aufstellungen:

  • FC Ingolstadt: Hansen – Hadergjonaj, Tisserand, Matip, Jung – Hartmann, Cohen, Roger, Hinterseer – Groß – Lezcano
  • RB Leipzig: Gulacsi – Schmitz (Ilsanker), Ilsanker (Compper), Orban, Halstenberg – Demme, Keita – Sabitzer, Forsberg – Werner, Poulsen

Fazit: Mal wieder Maik Walpurgis. Ein paar spektakuläre Duelle hatte RB Leipzig schon mit ihm. Spricht nichts dagegen, dass es auch diesmal in Ingolstadt wieder intensiv und aggressiv und spektakulär zur Sache geht. Der FCI in den letzten Spielen durch eine Rückbesinnung auf die eigenen Stärken jedenfalls wieder deutlich besser im Spiel. Treffen sie künftig auch noch ins Tor, dann sind sie für alle Bundesligisten ein schwer zu schlagender Gegner.

[Wer das Spiel von RB Leipzig beim FC Ingolstadt nicht vor Ort verfolgen kann und am 10.12.2016, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. FC Ingolstadt

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Mal wieder eine Pressekonferenz mit Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures - Andreas Pranter.
Foto: GEPA Pictures – Andreas Pranter.

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig beim FC Ingolstadt. Mit Ralph Hasenhüttl.

13.21

So, 14. Spieltag. Das Setting ist klar. Es geht wieder mal zu einem Walpurgis-Team. Wer eines der letzten drei Auswärtsspiele in Lotte und Osnabrück mit RB-Beteiligung gesehen hat, der weiß wie weh das tut und wie schwierig es ist, in solchen Spielen zu bestehen.

13.23

Aus Transparenz-Gründen sei darauf hingewiesen, dass ich physisch zu Hause gerade unabkömmlich bin. Von daher werde ich so gut es geht die PK von hier aus tickern und ausnahmsweise nicht vor Ort sein. Mehr als das, was durch den Stream auf der RB-Seite kommt, kann ich also auch nicht wiedergeben. Mal sehen, wie das funktioniert.

13.26

Nicht täuschen lassen sollte man sich von den erst zwei Punkten, die Ingolstadt bisher in Heimspielen geholt hat. Zuletzt gegen Wolfsburg hätte man auch gut und gerne mit 6:1 gewinnen können. Vor dem Tor der FCI aber diese Saison bisher mit einer Mischung aus Pech und Unvermögen.

13.32

Hasenhüttl: Compper gar nicht im Training. Hoffentlich nächste Woche dabei. Klostermann und Gipson im Aufbautraining. Bernardo ab nächste Woche wahrscheinlich im Mannschaftstraining. Benno Schmitz voll einsatzfähig.

Besondere Momente in Ingolstadt erlebt. „Positive Erinnerungen an den Ort.“

13.36

Hasenhüttl: „Kein Problem mit der Bezeichnung Lego-Fußball. Hoffe man sieht den Plan ab und zu auf dem Platz. Sehe ich als Kompliment.“ (Walpurgis hatte RB-Fußball in einem Interview „Lego-Fußball“ genannt und das positiv, weil aufeinander aufbauend, gemeint)

„Ingolstadt zuletzt mit mehr Überzeugung und Aggressivität. In den letzten drei Spielen gute Leistungen. Hätten mehr als vier Punkte sein können. Sind gewarnt.“ Tabelle wenig aussagekräftig. „Dort zu gewinnen ist ein dickes Brett, was man bohren muss. Fahren mit Respekt, aber auch mit Selbstvertrauen hin.“ „Schalke-Spiel eine unserer besten Saisonleistungen. Beeindruckend sowohl in der ersten und zweiten Halbzeit. Gutes Spiel war für die Mannschaft schnell kein Thema mehr. Jeder weiß, dass es in Ingolstadt nicht einfacher wird. Bewerten Schalke-Spiel nicht über. Brauchen in Ingolstadt wieder konzentrierte Leistung.“

13.39

Hasenhüttl: Besten Kontakt nach Ingolstadt zum eigenen Sohn. Der scoutet aber nicht für den Papa. Auch zu anderen beim FCI noch Kontakt per SMS. Keine Spitzen vor dem Spiel, kein direkter Kontakt in der Woche.

„Wir kennen uns gegenseitig. Wissen, was Ingolstadt ausmacht. Sie wissen, was uns ausmacht.“

„RB hatte es gegen Walpurgis bisher nicht einfach.“ Lob für Walpurgis-Arbeit. Habe Ingolstadt in die Spur gebracht.

Zu frühen Toren: „Ist nicht planbar. Wollen die Wahrscheinlichkeit auf schnelle Tore aber erhöhen. Jungs sind von Anfang an fokussiert. Schlägt sich aber nicht immer in einem Tor nieder. Hatten auch schon Spiele, in denen wir in der ersten Halbzeit abwartender gespielt haben. Man merkt inzwischen schon, dass wir von uns überzeugt sind.“

13.43

Hasenhüttl: „Auch gegen Diagonalbälle gibt es Lösungen.“ Laufwege der Mannschaft können einiges unterbinden. Aber Diagonalbälle wie sie Lotte damals gegen RB gespielt hat, kann man nicht auf heute übertragen. Wie immer muss man Lösungen für Aufgaben finden.

Kein Kontakt zum Sohn. Kommt aber zum Spiel.

Zu Diego Demme: „Mit seiner Art zu spielen, typisches RB-Beispiel. Jäger, der überall Bälle gewinnen möchte. Große Qualität darin. Dabei wird übersehen, was er am Ball kann. Fußballerisch richtig gut. Warten gespannt auf sein erstes Tor. Aber selbst das kommt, da bin ich sicher. Aber auch wenn nicht, weiß ich was ich an ihm hab. Wichtige Größe.“

13.46

Hasenhüttl zu Orban: „In der Mannschaft sehr hoch angesehen. Vizekapitän, Topprofi. Im Zweikampf immer präsent. Tolle Mentaliät, sehr cool, sehr abgeklärt, liest das Spiel sehr gut und ist hinten der Chef. Könnte manchmal lauter sein, aber das ist nicht so wichtig, weil er präsent ist. Nicht wegzudenken.“

„Alexander Zickler hospitiert bei uns. Ist Jugendtrainer in Salzburg.“ Gibt viele Anfragen von Trainer für Hospitationen. Nicht möglich, alle Anfragen zu befriedigen. „Tut mir leid, aber man muss sich dann auch drum kümmern.“ Liegt im Alltag nicht drin.

Werner-Schwalbe war die Woche kein Thema mehr. „Nicht das Gefühl, dass ihn das noch belastet.“

13.48

Hasenhüttl: Werner soll weitermachen wie bisher. Bisher nicht als Schwalbenkönig aufgefallen. Soll sein Spiel weiter durchziehen und normal in die Zweikämpfe gehen.

Öffentliche Debatte zu Werner kann man nicht ändern. „Ist so. Schade, dass dadurch unser gutes Spiel untergegangen ist.“ Man habe die 33 Punkte nicht wegen solcher Entscheidungen.

13.51

Hasenhüttl: „Jungs brauchen keine Pause. Sie kriegen sowieso ihre Pausen. Auch gegen Schalke am Ende mehr im Tank, obwohl die auch unter der Woche kein Spiel hatten.“ Mit Trainingssteuerung kriegt man die Spieler gut hin. „Wir müssen die Augen offen halten, aber im Endeffekt haben die Jungs gezeigt, dass sie bereit sind und das Tempo gehen können. Geht auch nicht anders in unserem System. Hoffen wir mal, dass wir das bis zum Schluss durchbringen können.“

Zu Ingolstadt: „Letzte Saison sollte man nicht als Maßstab heranziehen. Radikalen Fußball gespielt letzte Saison. Harakiri-Pressing. Hat funktioniert. Wandert ins Archiv. Nun haben sie neue Aufgaben. Volle Chancen, in der Liga zu bleiben.“

13.54

Hasenhüttl: „Muss mir nicht Gedanken machen, was der Gegner gegen uns spielen muss. Muss mir um mein Team Gedanken machen.“

„Bin nicht so überrascht, dass wir so intensiv spielen können. Dafür trainieren wir seit Sommer.“ Nicht so viele Pflichtspiele zu haben, helfe dabei. „Ist nicht so, dass wir 90 Minuten durchpowern. Ist aber auch nicht notwendig. Man muss in den richtigen Momenten da sein. Dafür haben wir junge Spieler, die schneller regenerieren. Muss die Spieler unter der Woche bremsen, weil sie da schon zeigen wollen, was sie drauf haben. Am Wochenende werden sie dann von der Leine gelassen.“ Lobt Positionsspiel und Passqualität im Team.

13.58

Hasenhüttl: Keine Spieler mehr auf der PK, weil die zu viel verraten über das Spiel und den Spielplan.

Trainingssteuerung führt zu gut vorbereiteten Spielern. „So machen wir weiter.“

Hat sich in der Vorbereitung auf das Spiel etwas zurückgenommen, um die Spieler nicht mit Informationen zuzuschütten. „Bewusst zurückgehalten, auch wenn ich zu manchen Ingolstädtern mehr Informationen gehabt hätte.“ Ob man selbst im Vorteil ist, weil Hasenhüttl viel über Ingolstadt weiß oder Ingolstadt im Vorteil ist, weil die viel über Hasenhüttl wissen, sehe man dann am Samstag.

14.00

Das war es schon von der Pressekonferenz. Viel Trainingssteuerung, viel Ex-Verein, viel Lob auch für einzelne Akteure. In Bezug auf die Mannschaft hat Hasenhüttl offenbar nicht das Gefühl, dass sie sich von der Tabellensituation und dem Duell Letzter gegen Erster blenden lasse. Auch das wird man dann am Samstag sehen. Viele Spieler kennen ein Walpurgis-Team ja noch von vor einem reichlichen Jahr vom abgebrochenen Pokalspiel in Osnabrück.

14.01

Man wird sehen, was Walpurgis diesmal seinem Team an Intensität einimpfen kann und ob Diagonalbälle Teil des Spiels sein werden. Bisher fand RB Leipzig gegen so ziemlich alle Gegnerversuche gute Lösungen. Mal sehen, wie das am Samstag wird. In diesem Sinne eine schöne Restwoche und viel Spaß mit dem Bundesliganachmittag am Samstag.

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2 Gedanken zu „Mal wieder auswärts bei einem Walpurgis-Team“

  1. ich vermute, poulsen bekommt mal ne pause und selke seine chance…ansonsten wieder alles auf den punkt gebracht

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