Aufsteiger trifft Aufsteiger

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim SC Freiburg (25.11.2016, 20.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Der Spitzenreiter der Bundesliga reist zum Aufsteiger. Alias der Aufsteiger reist zum Aufsteiger. Seltsame Konstellation, dass der letztjährige Zweite der zweiten Bundesliga nun als Spitzenreiter der Bundesliga, also als aktuell Deutschlands Topteam, zum Mitaufsteiger reist, der letzte Saison noch vor RB Leipzig ins Ziel kam.

Manch einer wird jetzt einwenden, dass das ja auch kein Wunder sei, angesichts der unterschiedlichen Investitionssummen beider Vereine. Andererseits bleibt der auch nicht uninteressante Fakt, dass bei beiden Teams gerade mal zwei Neuzugänge unter den elf meisteingesetzten Spielern sind. Sprich, jeweils neun Stammspieler sind bei beiden Mannschaften noch aus der Zweitligasaison übrig, in der Freiburg verdient vor Leipzig ins Ziel kam. Die Unterschiede zwischen den zwei Stammspieler-Neuzugängen Werner und Keita auf der einen Seite und Söyüncü und Bulut auf der anderen Seite sind allerdings in Bezug auf die Qualität auch nicht wegzudiskutieren.

Fakt ist aber, dass der SC Freiburg in Sachen Eingespieltheit und allgemeine Kenntnis der Abläufe ähnliche Vorteile hat wie RB Leipzig. Was sich auch an der bisherigen Saison ablesen lässt. 15 Punkte hat man bisher geholt. Was eigentlich eher ein paar zu wenig sind. In Berlin oder in Hoffenheim, aber auch gegen Wolfsburg oder in Mainz ließ man ein paar Punkte liegen und feierte auf der anderen Seite fünf völig verdiente Siege.

Vier der Siege errang man zu Hause. Wobei erringen tatsächlich die richtige Wortwahl ist, denn wie schon aus der Vorsaison gewohnt, spielt Freiburg vor heimischer Kulisse mit einer unheimlichen Energie und Wucht. Mönchengladbach, Hamburg, Frankfurt und Augsburg machten damit Bekanntschaft und mussten sich dem verdient beugen.

Dass man die letzten beiden Spiele verlor, darunter das Heimspiel gegen Wolfsburg, geht vielleicht als Lehrgeld durch, das ein Aufsteiger zahlen muss. Standards und invididuelle Abwehrfehler aus dem Spiel heraus waren für die Niederlagen gegen Wolfsburg und in Mainz verantwortlich. Eigentlich ein bisschen freakig, vor allem das Spiel in Mainz, bei dem man Torchancen für zwei Spiele hatte, aber am Ende trotzdem mit 2:4 verlor.

Wenn man wissen will, wie gut Freiburg wirklich ist, sollte man zumindest die Ergebnisse der letzten beiden Spiele sofort aus dem Gedächtnis streichen. Denn sie sagen weniger über den Leistungsstand aus als die 15 Punkte, die man zuvor in neun Spielen holte und die Freiburg auf Platz 8 in der Tabelle gespült hatten.

Insgesamt fällt dem SC vor allem defensiv die Anpassung an die Bundesliga noch ein bisschen schwer. Man lässt im Vergleich mit den besseren Teams der Liga doch ein paar zu viele Chancen und Großchancen zu.

Wobei das Kernproblem in einigen Spielen Innenverteidiger Caglar Söyüncü war. Ein Spieler, der manchmal wie eine etwas beweglichere Version von Atinc Nukan, der aktuell von RB Leipzig zu Besiktas Istanbul verliehen ist, wirkt. Söyüncü spielt mutig und sehr unterhaltsam, aber leider auch oft übermotiviert und fehleranfällg. In Mainz war er an allen drei Gegentoren dick beteiligt. In Hoffenheim an beiden Gegentreffern. In Luftduellen neigt er dazu, den Gegner immer ein wenig über den Haufen zu springen und dadurch Fouls zu verursachen (frag nach bei Nukan).

Interessanter Typ, der Caglar Söyüncü, der allerdings auch eher aus der Not so früh in der Bundesliga zum Einsatz kam. Mit den Verletzungen von Kempf und Gulde wurde der 20-Jährige, der aus der zweiten türkischen Liga kam, mal eben ins kalte Wasser geworfen. Aber wo könnte man besser schwimmen lernen als in Freiburg, wo sie dir immer mal wieder auch helfen, nicht zu ertrinken und dir im Rahmen der Möglichkeiten die Zeit geben, das Schwimmen auch richtig zu lernen. Wenn es Söyüncü in Freiburg nicht schafft, eine bessere Kontrolle über sein Zweikampfverhalten zu kriegen, dann nirgendwo.

Ob der Türke am Freitag gegen RB Leipzig noch mitwirken kann, bleibt derweil unklar. Beim Spiel in Mainz zog er sich eine Gehirnerschütterung zu. Manuel Gulde, der vor der Saison vom KSC kam, könnte ihn nach Verletzung ersetzen. Zuletzt saß er immerhin schon wieder beim SC Freiburg auf der Bank.

Apropos Neuzugänge. Da bediente sich der SC Freiburg vor allem aus der zweiten deutschen Liga. Neben Gulde holte man Janik Haberer und Onur Bulut, die letzte Saison noch in Bochum spielten. Jonas Meffert kam über den Umweg Leverkusen aus Karlsruhe. Und Rafal Gikiewicz kam für die Torhüterposition aus Braunschweig. Gute Neuverpflichtungen in teilweise noch jungen Jahren, die den Kader vor allem in der Breite verstärkten. Zumal wenn man noch Aleksandar Ignjovski von Eintracht Frankfurt und Georg Niedermeier vom VfB Stuttgart dazunimmt.

Erstaunlich tatsächlich, dass von diesen Neuzugängen so wenig in der Stammelf angekommen ist. Söyüncü war dafür gar nicht so recht vorgesehen und eher von äußeren Umständen auf die Position eines regelmäßigen Startelfspielers geschoben. Und Bulut war eine Zeitlang Stamm, zuletzt aber auch nicht mehr.

Generell sitzen beim SC Freiburg noch einige Spieler hinten dran, die man eigentlich auf der Rechnung haben könnte, die aber vornehmlich aus Verletzungsgründen bisher wenig zum Zuge kamen. Lukas Kübler, Julian Schuster, Havard Nielsen, Lucas Hufnagel oder Marc-Oliver Kempf haben beispielsweise bisher in dieser Saison noch nicht mal eine Spielminute absolviert.

Aber in Freiburg redet man sowieso seltener über das, was man nicht hat, sondern widmet sich lieber dem, was man hat und was man daraus machen kann. Und das macht man auf der Basis der letztjährigen Formation sehr gut. Vor allem die Offensivreihe war schon in der zweiten Liga erstligareif und zeigt das nun auch. Wobei man gegen RB Leipzig auf Maximilian Philipp verzichten muss, der sich in Mainz schwerer verletzte. Mit Philipp fehlt der beste Torschütze im Team und vor allem das anarchisch-kreative Moment und derjenige, der immer wieder für das Besondere steht.

Wie weh das tut, wird man sehen. Mit Niederlechner hat man immer noch ein Arbeitstier im Sturm. Eine Art Demme-Verschnitt auf Stürmerart. Und daneben als möglichen Philipp-Ersatz einen Nils Petersen, der auch in der Bundesliga bei geringer Einsatzzeit alle 90 Minuten trifft und damit der effektivste Schütze der Freiburger ist. Da Kämpfer Guede, der sich gegen Leipzig gut angeboten hätte, fehlt, liegt ein Einsatz von Petersen jedenfalls nahe.

Außer Onur Bulut kehrt nach Krankheit wieder ins Team zurück. Dann könnte der schnelle 22-Jährige auf die rechte Außenbahn gehen. Und dafür Mike Frantz von rechts auf einen zweiten Sturmposten neben Niederlechner rücken und die Position eher als eine gegen den Ball interpretieren. Vincenzo Grifo ist derweil links mit seiner perfekten Schusstechnik gesetzt (3 Tore). Auch als Vorebereiter von Toren vor allem bei Standards ist Grifo im Saisonverlauf schon wieder besonders auffällig geworden (5 Assists).

In der Mittelfeldzentrale spielt weiterhin meist das Duo Abrashi/ Höfler. Wenn letzterer nicht mal aushilfsweise als Innenverteidiger gebraucht wird. Die Kombination kommt in der Bundesliga ein wenig an ihre Grenzen. Aber gegen den Ball ist das weiterhin sehr gut und darauf wird es ja gegen RB Leipzig durchaus ankommen. Abrashi ist dabei eher der Typ aggressiver Wadenbeißer und Höfler derjenige, der auch immer mal eine Idee für den Spielaufbau hat.

Hinten links verteidigt mit Christian Günther ein alter Bekannter. Rechts hat sich Pascal Stenzel trotz gelegentlicher Fehler zu einem Leistungsträger entwickelt, der vor allem eine feine Technik hat. In der Mitte wartet Routinier Marc Torrejon darauf, wer ihm an die Seite gestellt werden wird. Und im Tor steht weiterhin Alexander Schwolow, der nicht immer 100% sicher wirkt und im Ligavergleich eher wenige Bälle hält.

Aber das hatte man im März diesen Jahres auch schon gesagt und dann fischte er kurz vor dem Schlusspfiff den sicheren Ausgleich von Sabitzer aus dem Eck. Nach einem Spiel, das allen Beteiligten ob des Wintereinbruchs und des Schnees, auf dem sich Freiburg vor allem in den ersten 45 Minuten wesentlich besser eingestellt zeigte, noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Zumal man sich bei RB Leipzig auf dem Rückweg jenen legendären Virus einfing, der in den Folgewochen Trainingsbetrieb und Spielleistungen beeinflusste.

Schnee wird es diesmal mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geben. Sodass es diesmal das schon im März in der zweiten Liga erwartete, aber in den Schnee gefallene hochklassige Duell zweier Mannschaften geben könnte, die sich mit viel Aggressivität bekämpfen, die aber auch beide über unheimliche Qualitäten in ihren Offensivreihen verfügen. Ein Duell, das vor acht Monaten ein Topduell war und in dieser Zeit ja von der Qualität her nichts verloren hat.

Dass es so richtig intensiv wird, dafür sprechen auch die Laufdaten beider Mannschaften. Leipzig und Freiburg nehmen sich in Sachen Laufleistung in sämtlichen Kategorien wenig bis nichts und haben ihre entsprechende Qualität aus der zweiten Liga mit nach oben gerettet. Im Normalfall wird es ein schnelles Spiel mit wenig Platz und viel Balljagd und vielen Zweikämpfen. Also eher ein Spiel der Sorte unangenehm. Also so ungefähr wie in Leverkusen, nur dass Freiburg mal abgesehen vom Freakspiel gegen Wolfsburg in Heimspielen bisher extrem kompakt und defensiv sicher aufgereten ist. Der Widerstand, den man in Freiburg durchbrechen muss, wird also zumindest in Bezug auf Mentalität und Defensive eher größer sein als der, den man in Leverkusen durchbrechen musste.

Wer auf Seiten von RB Leipzig beim Sichern der Tabellenführung helfen kann, wird man sehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Marvin Compper ausfällt, ist relativ hoch. Wie man Ralph Hasenhüttl bisher kennengelernt hat, setzt er bei Ausfällen auf Lösungen, die zuletzt schon zeigten, dass sie funktioniert haben. Was dafür spricht, dass wie in Leverkusen ab der 30. Minute Ilsanker in der Innenverteidigung und Schmitz rechts hinten spielen. Möglich wäre auch ein Papadopoulos in der Mitte und Schmitz oder Ilsanker rechts.

Im Offensivbereich wird es wohl eher kaum Änderungen geben. Keine englische Woche, keine besonders kurze Vorbereitung, kein Grund für Wechsel. Dazu haben die vier Offensivspieler auch letzte Woche überzeugt. Am ehesten könnte man noch Poulsen in Frage stellen. Allerdings ist er mit seiner Art, die gegnerische Innenverteidigung müde zu kämpfen, eigentlich auch alternativlos.

Mögliche Aufstellungen:

  • SC Freiburg: Schwolow – Stenzel, Torrejon, Gulde (Söyüncü), Günter – Höfler, Abrashi – Frantz (Bulut), Grifo – Petersen (Frantz), Niederlechner
  • RB Leipzig: Gulacsi – Schmitz (Ilsanker), Ilsanker (Papadopoulos), Orban, Halstenberg – Demme, Keita (Ilsanker) – Sabitzer (Keita), Forsberg – Poulsen (Burke), Werner (Sabitzer)

Fazit: Vor acht Monaten war Freiburg gegen Leipzig das Duell, nach dem sich alle die Finger leckten, das aber aufgrund des Schnees zu einer Hoch-und-Weit-Schlacht mutierte. Vielleicht bekommt der geneigte Anhänger ja diesmal das Spiel nachgeliefert, das man im März schon erwartete. Zwei fußballerisch gute Mannschaften mit viel Tempo und Qualität in der Offensive, die sich mit viel Mut eine hochklassiges Duell liefern. Sicherlich ist RB Leipzig seit der zweiten Liga wegen vieler junger Spieler und zwei, drei guten Kaderverstärkungen in der Entwicklung einen Schritt schneller vorangekommen als der SC Freiburg. Aber besonders weit liegen beide Teams ganz sicher nicht auseinander. Und genau das dürfte man am Freitag im Schwarzwald-Stadion auch sehen.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig beim SC Freiburg nicht vor Ort verfolgen kann und am 25.11.2016, ab 20.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sport1 oder bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. SC Freiburg

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Auch diesmal wieder auskunftsfreudig bei der Pressekonferenz: Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures - Sven Sonntag
Foto: GEPA Pictures – Sven Sonntag

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig beim SC Freiburg. Mit Ralph Hasenhüttl.

13.19

12.Spieltag schon wieder. Je besser der Tabellenstand, desto mehr sinnlose Titel werden vergeben. So wie der von der Drittelmeisterschaft. Hilft aber auch nichts. Es geht trotzdem an einem Freitagabend nach Freiburg. Wo es erfahrungsgemäß in Sachen Intensität und Power ordentlich zur Sache geht. Die Spitzenreiter-Rolle von RB Leipzig dürfte das höchstens noch verstärken.

13.23

Fakt ist auch, dass RB Leipzig gegen den SC Freiburg noch sieglos ist. Zwei Duelle gab es bisher. 1:1 trennte man sich letzte Saison in Leipzig. 2:1 gewann Freiburg im März im legendären Schnee-Heimspiel.

13.28

Die Fahrt nach Freiburg ist die längste Auswärtsfahrt des Jahres. 650 km. An einem Freitag. Das wird für die Autofahrer unter den RB-Fans ein echter Spaß. Reichlich 1.000 werden mit vor Ort sein. Im März waren es an einem Montagabend etwa 400. Der Heimbereich ist ausverkauft.

13.29

Mal sehen, wie sehr wir hier und heute über Tabellenführung und Bayern-Jagd reden werden. Der Andrang ist jedenfalls wesentlich größer als sonst im Presseonferenz-Raum. Der Erfolg hinterlässt Spuren..

13.34

Ralph Hasenhüttl: Marvin Compper wird sicher ausfallen. Schalke-Spiel wird für ihn auch knapp. Sabitzer und Papadopoulos im Training. Sabitzer ohne Kopfball-Training. Klostermann, Gipson und Bernardo natürlich nicht dabei. Aber Fortschritte. Bernardo schon bald im Mannschaftstraining. Keita heute nicht im Training, aber für Freitag noch kein Problem.

Zu Freiburg: RB hat dort zweimal nicht gewonnen. „Zwei Mannschaften, die über ihre Laufstärke kommen. Freiburgs Heimsiege über ihre tolle Laufleistung. Schwere Aufgabe. Beide Mannschaften mit viel Personal aus der letzten Saison. Beide Teams kommen über Automatismen. Größtes Pfund der Mannschaften. Schwer, dort was mitzunehmen. Letztes Jahr war Freiburg vor RB. Spiel auf Augenhöhe.“

13.38

Hasenhüttl: „Tabellenführung spielt für die Siegwahrscheinlichkeit keine Rolle. Nicht viel Gedanken drüber gemacht. Energie fließt in Lösungen für die Viererkette. Kann mir nicht vorstellen, dass Freiburg anders agiert als wenn wir Zweiter wären.“

Varianten für die Viererkette. Papadopoulos innen und Ilsanker rechts oder Ilsanker innen und Schmitz rechts. Lobt noch mal Schmitz‘ Leistung in Leverkusen.

Zu Papadopoulos: „Glaube, dass er seine Qualitäten hat und für uns wichtig ist. Chance zu spielen, hätte sich ergeben. Aber da war er verletzt. Schade für ihn. Mit Beschwerden ist es im Konkurrenzkampf schwer.“ Orban und Compper haben einen prima Job gemacht. Schwierig als Innenverteidiger zu Einsatzzeiten zu kommen. Ist im Sturm einfacher, wo man immer mal nach 60 Minuten wechseln kann. Papa muss sich weiter anbieten.

13.42

Hasenhüttl: Wenn Papadopoulos fit ist, bekommt er die Wertschätzung in Form von Einsätzen. „Hoffe, dass er unsere Wertschätzung aber auch so spürt.“ Weicht ein wenig dem Thema aus, ob Papadopoulos im Winter wechseln wollen könnte.

Zur Laufleistung: „Müssen hohen Aufwand betreiben. Ist einfacher, wenn man Erfolg hat.“ Genaue Trainingsplanung über die Woche. „Hatten Angst vor dem Spiel in Leverkusen, weil wir nicht wussten, wie es nach der Länderspielpause mit den Nationalspielern ist.“ Aber gerade die haben es super gemacht. „Haben eine gute Grundfitness. Haben eine gute Mentalität. Enge Spiele immer wieder auf unsere Seite gezogen.“ Wenn Leverkusen den Elfer versenkt, dann wäre es aber wohl eine Niederlage geworden.

„Jeder Bereich im sportlichen Teil ist ein Mosaiksteinchen in der Gesamtleistung.“ Torwarttrainer, Athletik, Videoanalyse etc.

13.48

Findet es gut, dass Hoenß wieder zurückkommt („Phantastisch, Gewinn für die Bundesliga, Fußballfachmann“). Bayern-Kampfansagen sind egal. Was andere über RB gutes sagen auch. Gehe eher darum, mit den Spieler dran zu arbeiten, was man verbessern kann. (Habe hier leider durch einen Copy-und-Paste-Fehler ein paar direkte Zitate verloren.)

Freiburg mit Supermentalität. „Schwere Aufgabe, dort zu bestehen.“

„Laufen nicht jubelnd und selbstbeweihräuchernd durch die Gegend. Spielen schönen und erfolgreichen Fußball. Das macht uns auf dem Platz selbstbewusster. Wissen aber, wo wir herkommen und dass wir eine junge Mannschaft haben. Selbst Freiburg hat mehr Bundesligaerfahrung. Tun gut daran manche Dinge von der Mannschaft fernzuhalten.“

13.51

Hasenhüttl: Noch nie elf Spiele am Stück ungeschlagen gewesen. Ändert aber nichts an der Arbeit. „Als Trainer geht man mit Ergebnissen nüchterner um. Ergebnisse helfen dabei, besser zu werden. Ändert aber nichts an der Vorbereitung. Wäre schlimm, wenn wir aufhören würden zu arbeiten. Muss aber auch nicht warnen, dass man erst recht aufpassen muss. Führen alles so weiter, wie es bis jetzt erfolgreich war.“

Zu Beginn von Spielen wird im Fußball inzwischen generell defensiv besser gearbeitet. Macht die Offensivleistung schwieriger (Frage war, warum es in der zweiten Halbzeit bei RB besser wird). „Hilft nichts, wenn du hinten raus gut bist, wenn du vorher schon vier im Kasten hast.“

13.54

Hasenhüttl: „Weiß nicht, ob es ein Vorteil ist, dass Freiburg noch nie gegen uns verloren hat. Gibt einfacheres zur Zeit als gegen uns zu spielen. Super Mannschaft mit super Trainer, die topmotiviert gegen uns auflaufen werden.“

Zu Kaiser: „Schätze Dominik auch als Mensch sehr. Dass er im Moment außen vor ist, stellt ihn nicht zufrieden. Bereitet mir aber auch keine schlaflosen Nächte, weil ich weiß, wie er damit umgeht. Ist nicht umsonst Kapitän. Wichtiger Führungsspieler. Man kann sich in allen Situationen auf ihn verassen.“ Auf dem Platz, im Fernsehen und auch als Bankspieler. „Kann nur elf Mann aufstellen. Bin froh, wie Kaiser mit der Situation umgeht. Ist unzufrieden, zeigt es aber verbal nicht. Gibt im Training Gas und zeigt sich.“

Wahrscheinlich morgen noch mal Standardtraining. Ist aber nichts besonderes, sondern jede Woche so.

13.59

Hasenhüttl: Keine Vorbereitung auf Schnee.

„Duell gegen Freiburg, das temporeich und spannend wird.“ Zu erwarten sind auch einige Torchancen. „Wünsche mit ein ähnlich interessantes Spiel wie in Leverkusen. Mit ähnlichem Ausgang.“

Wunde am Kopf bei Sabitzer wird für das Freiburg-Spiel ein bisschen verpackt, damit sie nicht wieder aufgeht. „Kann mir nicht vorstellen, dass er zurückzieht, wenn ein Ball in Richtung seines Kopfes fliegt.“

Zu Keita: „Redet nicht mehr als vorher. Zumindest nicht mir gegenüber. Ich spreche nicht gut französisch und er nicht gut deutsch. Fühlt sich aber wohler hier. Sein Stellenwert in der Truppe steigt enorm. Hat eindrucksvoll gezeigt, was er für Qualität hat. Für ihn war das Tor gegen Bremen wichtig. Schlüsselspiel für seine Entwicklung. Auch gegen den Ball konsequenter geworden. Mit dem Ball kann er sowieso viel. Muss seine Position gewissenhaft interpretieren und das tut er inzwischen.“

14.03

Hasenhüttl: An- und Abreise mit dem Flugzeug.

„Spieler in der Defensive aus dem Nachwuchs sind aktuell auf unseren Zettel, weil wir kaum noch Defensivspieler haben. Außenverteidiger sind wir praktisch leer. Dominik Franke ist die nächste Option.“

Zu Freiburg: „Bin ein großer Fan von Christian Streich. Macht viel aus den Möglichkeiten. Wichtig für die Region. Nicht selbstverständlich, dass man nach einem Jahr gleich wieder in die Bundesliga aufsteigt. Großer Respekt. Höre ihn auch gern reden, wenn er nicht gerade mit mir schreit an der Seitenlinie. Schätze Streich sehr und wünsche ihm alles gute.“

Dominik Franke „lernt schnell, ist ein guter Junge. Kann schnell gehen und dann bist du auf dem Platz und musst dich freischwimmen.“ Gut, ihn dabeizuhaben, damit er sich schon an die Abläufe gewöhnt und weiß, was von einem Außenverteidiger erwartet wird.

„Gestern inkognito auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. An jedem Stand gibt es nur ein Thema und das ist nicht der Weihnachtsmarkt, sondern um Fußball.“

14.13

Jetzt kann man rätseln, wie Ralph Hasenhüttl wohl aussieht, wenn er inkognito unterwegs ist. Haltet dafür eure Augen auf dem Weihnachtsmarkt offen..

Ansonsten bleibt nur viel Spaß mit der restlichen Woche zu wünschen. Und sowieso viel Spaß mit dem Spiel in Freiburg.

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3 Gedanken zu „Aufsteiger trifft Aufsteiger“

  1. Was ist der Ralph Hasenhüttl aka Sepp Hundehuus für ein wunderbarer Mensch. Es wird ja immer besser. Klar, wenn man 11 Spiele ungeschlagen ist, dann geht so mancher Spruch locker über die Lippen. Aber heute? Ob “ … dann bleiben wir im Bus!“, „Sportlich haben wir in ein Wespennest gestochen. Dass es jetzt ein bisschen summt, ist klar“, (Ein Glück, er hat nicht Bienennest gesagt!) usw.

    Zum sportlichen.
    Es klang, also ob es nur eine Entscheidung mit Ilsanker gibt, sprich Ilse IV und Schmitz RV wie gegen Lev oder Papa IV und Ilse RV, aber nicht Papa IV und Schmitz RV?!
    Klar, bei der letzten Variante ist ein höheres Risiko, aber die Beiden wären die Spieler, die ihre eigentliche Position spielen würden. Na mal schauen, wer dann am Freitag auflaufen wird.

    Danke für die PK!

    Ach ja, bei “ … eine etwas beweglichere Version von Atinc Nukan…“ wäre mir beinah die Tasse Kaffee aus der Hand gefallen. 🙂

    1. So schnell geht es.
      Wenn Papa 3 Wochen ausfällt, dann stellt sich hinten alles von alleine auf.
      Da darf nun nix, aber gar nix mehr passieren, also weder Sperre noch Verletzung.
      Wagner, Reddemann und Fechner werden nun mit den Profis mittrainieren.

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