Stresstest bei Team mit europäischem Niveau

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Bayer Leverkusen (18.11.2016, 20.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Der letzte Bundesliga-Block vor der Winterpause steht für RB Leipzig schon an. Nach zehn Spielen ohne Niederlage warten noch ein paar ordentliche Aufgaben. Bayern, Schalke, Hertha, Leverkusen. Vier Teams, die oben stehen oder sich im oberen Drittel sehen. Dazu mit Freiburg und Ingolstadt zwei Spiele mit sehr hoher Intensität. Das wird in den verbleibenden fünf Wochen ein ziemlich heftiges und anspruchsvolles Programm.

Den Anfang macht die Partie in Leverkusen. Natürlich mit den bekannten Vorzeichen, auf Roger Schmidt zu treffen. Also auf einen Trainer, der vor kurzem noch unter Ralf Rangnick in Salzburg gearbeitet hat. Ein Trainer also auch, der für Pressing, Attackieren und schnelles Umkehrspiel steht. Allerdings auch ein Trainer, der dabei nicht immer für die gute Defensivarbeit stand, wie dies ein Alexander Zorniger einst in Leipzig meist tat und jetzt ein Ralph Hasenhüttl wieder tut.

Wenn man die aktuelle Saison heranzieht, dann sind Leverkusen und Leipzig im Herausspielen von Chancen ungefähr auf Augenhöhe . Allerdings lässt Bayer auch fast so viele Chancen zu, wie man herausspielt. Also ungefähr doppelt so viele Chancen bzw. Schüsse auf das eigene Tor als RB Leipzig. Sodass man mit dem ausgeglichenen Torverhältnis von 16:15 und mit fünf Siegen und vier Niederlagen in zehn Spielen ungefähr das erntet, was man auch gesät hat.

Was wenig ist, wenn man die allgemeine Erwartungshaltung vor der Saison bedenkt. Mit Christoph Kramer hatte man nur einen wirkliche relevanten Abgang. Und der funktionierte letzte Saison auch noch nicht mal so überragend, wie man sich das von ihm erwartet hätte. Dazu die Zugänge von Volland, Dragovic und Baumgartlinger und die Superserie am Ende der letzten Spielzeit mit acht Siegen aus neun Spielen. Nicht zu vergessen, der Umbruch im Kader in Dortmund und der Trainerwechsel in München.

Eigentlich hätte man erwarten können, dass sich Leverkusen gerade zu Beginn dieser Spielzeit oben festbeißt und sogar zu einem ernsthaften Kontrahenten im Titelkampf wird. Die acht Punkte Rückstand auf die Bayern nach zehn Spielen sind da doch einigermaßen depremierend.

Wobei diese Erwartungshaltung, Leverkusen als ersten Bayern-Jäger zu sehen, vielleicht von vornherein etwas zu hoch ins Regal gegriffen war. Denn Bayer ist eine der jüngsten Mannschaften der Liga. Tah, Wendell, der frisch gebackene Nationalspieler Henrichs (Wahnsinnstalent auf der Außenverteidigerposition und erst 19), Jedvaj, Brandt, Calhanoglu und der vor knapp zwei Wochen debütierende Havertz (17!) sind allesamt 23 oder jünger. Auch ein Bernd Leno und ein Kevin Volland sind gerade mal 24.  Die Mannschaft verfügt über extrem viel, noch nicht fertiges Talent, das nicht zwangsläufig ein Kandidat für die Meisterschaft ist.

Trotzdem erstaunt es, dass Leverkusen immer wieder auch Leverkusen-Dinge macht. Gerade in den Spielen gegen Augsburg und in Bremen agierte man teilweise pomadig und völlig ideenlos und ohne die für das Team an guten Tagen so typische Geschwindigkeit. Die fünf Punkte, die man in diesen beiden Spielen gegen schwächere Teams der Liga hat liegen lassen, schmerzen letztlich richtig. Holt man diese fünf Punkte, wäre auch eine unglückliche Niederlagen wie die in Mönchengladbach oder eine Freakniederlage wie die gegen Hoffenheim (nach roter Karte nach bereits sechs Minuten) verkraftbar gewesen.

Aber Leverkusen zeigte auch wieder das andere Gesicht vom Ende der Vorsaison. Gerade als schon die Katastrophenmeldungen in den Schubladen der bundesdeutschen Öffentlichkeit griffbereit waren und Roger Schmidt wieder stärker in Frage gestellt wurde, also nach der Niederlage in Lotte im Pokal in der zweiten Runde, zeigte man als Team Stärke und gewann in Wolfsburg, in der Champions League bei (den in der Premier League noch ungeschlagenen) Tottenham Hotspur und gegen Darmstadt. Wobei die Siege in der Bundesliga jetzt auch nicht gerade die herausragenden Hurra-Veranstaltungen waren.

Die bisherige Saison ist also aus Leverkusen-Sicht nicht gerade eine grandiose Spaßveranstaltung. Fraglich, ob es direkt nach der Länderspielpause besser wird. Denn von den Bundesliga-Teams hatte Bayer mit die meisten Abstellungen zu meistern. Insgesamt 13 Spieler waren unterwegs.  Wobei es eigentlich 15 hätten sein sollen, wenn Julian Brandt nicht kurzfristig erkrankt abgesagt und Ömer Toprak nicht wegen einer Zerrung schon letzte Woche wieder die Rückreise angetreten hätte. Zwei der 13 Spieler waren in Amerika unterwegs (also dem Kontinent Amerkia). Stürmer Chicharito wird sogar erst morgen zurückerwartet, nachdem heute morgen noch ein Länderspiel für Mexiko in Panama anstand. Könnte die Einsatzchancen von Edeljoker Stefan Kießling erhöhen.

Neben Toprak und Brandt war auch Kevin Kampl in der Länderspielpause kein Trainingsweltmeister, sondern setzte wegen einer Fußprellung aus und trainierte zu Wochenbeginn noch inidividuell. Auch Charles Aranguiz kehrte angeschlagen frühzeitig von der chilenischen Nationalelf zurück. Bellarabi fehlt sowieso verletzt. Benders Rückkehr auf den Trainingsplatz ist auch noch nicht geschehen. Und Pohjanpalo kommt gerade erst von einer Verletzung zurück. Im Vergleich dazu dürfte die Vorbereitung bei RB Leipzig auf das Spiel in Leverkusen fast als Planwirtschaft im guten Wortsinne durchgehen. Auch wenn natürlich auch RB immerhin zehn Nationalspieler abstellte. Von denen aber gleich vier seit Montag wieder in Leipzig sind.

Egal wie, Bayer Leverkusen wird eine gute und namhaft besetzte Elf mit viel Talent zusammenkriegen. Selbst wenn der eine oder andere nicht ganz fit wird oder aufgrund der Belastungen in der Länderspielpause draußen bleiben sollte. An guten Tagen kriegt man von Bayer Leverkusen ein gutes Pressing und viel Aggressivität zu sehen. An guten Tagen kann das Team auch was aus den Ballgewinnen machen.

Einem Julian Brandt in der Offensive zuzugucken, macht unheimlich viel Spaß, auch wenn die ganz große Effektivität noch fehlt. Von Chicharitos Abschlussqualitäten müssen wir nicht reden.  Admir Mehmedi hat sich nach einem schwierigen Vorjahr in dieser Saison zu einem torgefährlichen Arbeiter in der Offensive entwickelt. Hakan Calhanoglu ist der absolute Weitschusskönig der Liga. Und dann ist da ja auch noch ein Kevin Kampl, der gern vorneweg geht. Oder ein Kevin Volland, von dem Leverkusen auch noch das kriegen wird, was man sich von ihm erwartete. Oder ein Stefan Kießling, der vor dem Tor von seinen Qualitäten noch nicht viel eingebüßt hat. Oder ein Pohjanpalo, der beste Joker der Liga (alle 26 Minuten ein Tor), der zuletzt verletzt fehlte. Oder ein Bellarabi, der schnelle Mann für die Außenbahn, der noch verletzt ist. Oder auch ein Charles Aranguiz, der von der Sechs aus torgefährlich sein. kann. Das ist schon ein Wahnsinnsarsenal an fußallerischen Waffen, über das Leverkusen verfügt. Wenn man denn es zusammengefügt kriegt und alles halbwegs gesund ist.

In der Abwehr hat man mit Wendell und Hernichs zwei junge, dynamische Außenverteidiger, die in beide Richtungen des Platzes gut arbeiten. Mit Toprak und Tah hat man ein Innenverteidier-Duo auf internationalem Niveau. An guten Tagen. Mit Aleksandar Dragovic gibt es dazu einen Backup aus der österreichischen Nationalmannschaft. Und Lars Bender und Julian Baumgartlinger ergänzen das Team auf der Sechs. Ein Team, das auf ungefähr 17 Feldspielerpositionen allerhöchsten Ansprüchen genügt. Zumindest allerhöchsten Bundesliga-Ansprüchen. Wenn denn das viele Talent aus den Füßen auch auf den Rasen kommt.

Was man von Bayer Leverkusen in jedem Fall bekommt, ist Geschwindigkeit auf dem Platz. Typisch für ein Team, das auch hoch anläuft und in guten Phasen als Team intensiv presst, ist man eine der Mannschaften mit den besten Laufwerten im höheren Geschwindigkeitsbereich. Bei zurückgelegten intensiven und schnellen Kilometern ist man sogar das beste Team der Liga, liegt da also auch noch vor RB Leipzig.

Probleme hat Bayer Leverkusen gelegentlich mit Ballverlusten bei hohem Verteidigen. Da steht man dann defensiv schnell mal relativ offen. Das ist natürlich etwas, was RB Leipzig tendenziell entgegenkommen sollte. Auf der anderen Seite ist man auch ein Team, das sehr gut darin ist, schnell Räume in der Tiefe zu bespielen, wenn man sie denn mal kriegt. Probleme mit dem Angriffspiel bekommt man vor allem gegen Teams, die spätestens ab der Mittellinie aggressiv attackieren, aber gleichzeitg am und im Strafraum kompakt verteidigen und die Räume eng machen können.

Interessant wird nicht nur sein, ob RB Leipzig ein solches Team sein kann, sondern auch wie man gegen aggressive Pressingphasen der Leverkusener besteht. Diesbezüglich wurde der Spielaufbau von RB Leipzig über Compper, Orban oder Demme im bisherigen Saisonverlauf noch nicht wirklich einem Stresstest unterworfen.

In diesem Zusammenhang auch interessant, wie RB Leipzig auf die Probleme aus dem Mainz-Spiel reagiert. Dort ließ man immer mal wieder die Kontrolle im Spiel gegen den Ball vermissen, sodass phasenweise ein offener Schlagabtausch entstand, bei dem RB die besseren Offensivlösungen hatte. Gegen Leverkusen möchte man sich eigentlich keinen offenen Schlagabtausch ausmalen. Dafür ist Bayer in der Offensive zu gut besetzt.

Spannend wird, wer bei RB Leipzig am Ende überhaupt auf dem Platz steht. Sabitzer, Forsberg und Ilsanker kommen von den Feldspielern erst heute von der Nationalmannschaft zurück und werden wohl erst morgen so richtig in den Trainingsbetrieb integriert. Morgen ist allerdings auch schon der Tag, wo man nach Leverkusen reist. Das lässt Raum für Fragen, inwieweit sie eine Option für das Spiel in Leverkusen sind. Aber so richtig kann man sich ein Team ohne Sabitzer und Forsberg auch nicht vorstellen. Zumal auch Timo Werner und Oliver Burke gestern erkältet fehlten.

Viele Optionen bleiben Ralph Hasenhüttl allerdings sowieso nicht. Zuletzt bestand das Team aus 13 Feldspielern. Mit Selke, Burke und Kaiser als den Spielern, die das Team von der Bank komplettierten. Das wären auch die drei Optionen, die sich in unterschiedlichem Ausmaß Hoffnungen auf einen Einsatz in der Startelf machen können. Wobei eigentlich ein Bankplatz für Poulsen nach nur kurzem Ausflug zur Nationalmannschaft auch eher unwahrscheinlich scheint. Ein Ausfall von Poulsen wäre aber fast schon die einzige Option, überhaupt ins Team zu rutschen.

Mögliche Aufstellungen:

  • Bayer Leverkusen: Leno – Henrichs, Toprak (Dragovic), Tah, Wendell – Baumgartlinger (Bender), Aranguiz (Calhanoglu) – Kampl (Mehmedi), Brand (Mehmedi) – Chicharito (Kießling), Volland (Calhanoglu)
  • RB Leipzig: Gulacsi – Ilsanker, Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Keita – Sabitzer (Kaiser), Forsberg – Poulsen, Werner (Sabitzer)

Fazit: Eine ganz harte Nuss, die RB Leipzig da knacken muss. Bayer Leverkusen ist ein topbesetztes Team mit europäischem Niveau, gegen das man praktisch fehlerfrei agieren muss. Allerdings sind sie in der Rückwärtsbewegung auch nicht unanfällig, sodass RB sicher auch nicht chancenlos zu einem der deutschen Top-3-, Top-4-Teams der letzten Jahre fehlt. Spannend hinsichtlich der Qualität, die dort auf RB Leipzig wartet. Spannend aber auch wegen vieler Ähnlichkeiten in der Spielphilosophie.

[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Bayer Leverkusen nicht vor Ort verfolgen kann und am 18.11.2016, ab 20.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

———————————————————————————–

Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Bayer Leverkusen

  • keine

———————————————————————————–

Neue Herausforderung mit dem Spiel in Leverkusen für Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures - Andreas Pranter.
Foto: GEPA Pictures – Andreas Pranter.

———————————————————————————–

Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den 1.FSV Mainz 05. Mit Ralph Hasenhüttl.

11.49

Wir in Sachsen wissen Feiertage wirklich zu feiern. Pressekonferenz bei RB Leipzig zum Buß- und Bettag. Eine sakrale Gemeinschaft auf der Suche nach der Schlagzeile..

11.51

In zwei Tagen also das Spiel in Leverkusen. Freitag Abend einmal quer durch die Republik. Und eine Woche später dann auch am Freitag nach Freiburg. Reisetechnisch gibt es bessere Konstellationen. Irgendwas ab 1.000 Fans aufwärts werden in Leverkusen dabei sein. Für einen Freitagabend und für die Entfernung und für RB eine durchaus ordentliche Zahl, die sich für das Stadionerlebnis interessiert.

11.53

Leverkusen gehört sicherlich sportlich zu den interessantesten Teams der Liga. Viel Qualität, viel Potenzial, viel Jugend. Eine ganz harte Nuss für RB Leipzig. Und ein Duell, das vermutlich sehr viel Geschwindigkeit haben wird.

11.57

Beim Spiel in Leverkusen winkt RB Leipzig auch die Übernahme der Tabellenführung in der Bundesliga. Zumindest für eine Nacht. Ein Punkt reicht dafür. Dann wäre man auch der zum Start am längsten ungeschlagene Aufsteiger aller Zeiten.

12.05

Ralph Hasenhüttl: Oliver Burke ist krank. Auf dem Wege der Besserung. Vielleicht morgen wieder im Training. Fürs Spiel wird es eng. Timo Werner heute vielleicht wieder dabei nach Magen-Darm-Geschichte. Kleines Fragezeichen bei ihm in Bezug auf Freitag. Aber nur kleines. Forsberg, Ilsanker und Sabitzer heute von den Nationalmannschaften zurück. Sollen heute wieder ins Training einsteigen. „Einheit heute nutzen, uns auf Leverkusen vorzubereiten.“ Ilsanker mit leichten Oberschenkelproblemen.

12.10

Hasenhüttl zum Vergleich mit Roger Schmidt: „Fühle mich in meiner Haut und mit meiner Aufgabe sehr wohl. Deswegen möchte ich eigentlich nicht mit ihm tauschen.“

Parallelen zwischen Leverkusen und Leipzig „nicht von der Hand zu weisen“. In den „Nuancen“ aber unterschiedlich. Gemeinsamkeiten nicht zu hoch hängen. Auf eigene Stärken fokussieren. Leverkusen hat Topmannschaft mit Topspielern auf allen Positionen. „Wollen beweisen, dass wir auch in Leverkusen bestehen können.“ Bei einem Gegner, der zuletzt gezeigt hat, was er kann.

„Wir wissen, was uns manchmal weh tut in unserer Spielweise.“ Das komme entgegen bei der Spielvorbereitung, wenn man gegen Leverkusen spielt, weil das auch Dinge sind, die Bayer weh tun könnten. Genau könne man aber nie wissen, wie der Gegner auftritt. Komme darauf an, sich während des Spiels auf die Gegebenheiten einzustellen.

Tabellenführung ist nicht interessant und auch kein Thema in Verein und Team. „Haben zu viel damit zu tun, uns auf die Aufgabe am Freitag vorzubereiten. Für uns geht es darum, ungeschlagen zu bleiben. Wollen in Leverkusen unbedingt was mitnehmen. Wollen uns nicht verstecken und mutig auftreten.“ Egal ob es dabei um die Tabellenführung geht. „Chance auf drei Punkte nutzen.“

12.12

Hasenhüttl zur Länderspielpause: Hätte sich mehr Vorbereitungszeit auf das Leverkusen-Spiel gewünscht. „Termin am Freitag Abend etwas unglücklich.“ Gut an der Pause, dass man mal durchpusten kann.

Auch Nationalteams wissen, dass man den Spielern Raum zur Erholung geben muss. Dosiertes Training dort, damit die Spieler frisch bleiben. „Sensibilität ist dort vorhanden.“ Profitieren alle davon. „Hatten mit vielen Nationaltrainern Kontakt und haben gebeten, unsere Spieler im zweiten Spiel zu schonen.“ Das habe auch gut geklappt.

12.16

Hasenhüttl: Man scoute den Gegner nicht mehr so oft vor Ort, weil man genug Material zur Vorbereitung hat. Videoanalyse wesentlich „aussagekräftiger“. Ohne das würde es in der Spielvorbereitung gar nicht mehr gehen.

Zu Watzke und der Getränkedosenperformance-Geschichte. Ralph Hasenhüttl sieht erfreute Menschen und Euphorie in Leipzig und denkt in seiner Arbeit nicht in Dosen. „Man sollte uns eine Chance geben, Menschen glücklich zu machen. Wenn Dosen der einzige Grund wären, dann wäre es schade.“

Die Spitzen gegen RB Leipzig nerven nicht. Sei klar, dass die Gegner vermehrt zu Leipzig befragt werden. Schön sei, dass sich die Leute oft über die Spielweise von RB unterhalten und diese positiv bewerten. Sticheleien seien dabei nicht das große Thema.

12.20

Hasenhüttl: Musste über die „Wer wird Millionär“-Geschichte schmunzeln. Der Kandidat, der Hasenhüttl nicht kannte, wird wohl von RB eingeladen zu einem der nächsten Heimspiele. Noch nicht klar, ob der annimmt.

Papadopoulos-Rot bei der Nationalmannschaft weil er einem Gegenspieler ins Gesicht gelangt hatte.

Tabellenführung wird gegenüber der Mannschaft gar nicht thematisiert. Auch nicht, um ihr das Thema aus dem Kopf zu schlagen. Man gucke eher auf den Punktestand und den Punkteschnitt. Erst mal aber abwarten, bis man gegen jeden Gegner einmal gespielt hat.

12.23

Hasenhüttl zum Videobeweis: Lange Befürworter, vor allem wenn man benachteiligt wird. Torlinientechnik findet Hasenhüttl gut. „Jede Hilfestellung, die der Schiedsrichter kriegen kann, finde ich gut.“ Ein Videobeweis wird sehr in das Spiel eingreifen. „Unabdingbar“, wenn es um essenzielle Dinge wie die Torerzielung geht. Reiz des Fußballs bestehe aber auch darin, dass es Diskussionen gibt und auch mal der Kleine gewinnen kann. „Finde es, wie es gerade ist, eigentlich ganz ok.“

Zur Nationalmannschaft: „Glaube, dass wir ein paar Spieler haben, die das Potenzial zur Nationalmannschaft haben. Finde es aber gut, dass man nicht nach zwei guten Spielen nominiert wird. Täte den Spielern nicht gut.“ Haben keine Spieler, die schon den Anspruch auf die Nationalmannschaft haben. Ehrgeiz und Hunger, sich dorthin zu spielen, sind aber bei einigen vorhanden. „Nationalmannschaft muss für einige Jungs das Ziel sein.“

12.25

Das war es schon von hier. Mit einem Ralph Hasenhütt, der versucht den Fokus auf Leverkusen und die Aufgabe, die einen dort erwartet zu lenken. Und damit vom Tabellenführungsthema abzulenken. Dazu ist er hinsichtlich des Videobeweises etwas hin- und hergerissen zwischen Gewohnheit und Anforderungen der Fußballmoderne. Und löst ansonsten die PK-Aufgabe mit der ihm eigenen Ruhe und Klarheit.

12.28

Wird ein spannender Freitagabend in Leverkusen. Sportlich eines der interessanteren Spiele, die man sich in der Bundesliga bauen kann. Dazu stellt sich auch die Frage, wie beide Teams aus der Länderspielpause kommen. Leverkusen war mit Abstellungen zur Nationalmannschaften und mit Verletzungen wesentlich gebeutelter in den letzten zwei Wochen als Leipzig. Dafür hat RB den zusätzlichen Reiseweg nach Leverkusen und den deutlich dünneren Kader. Wird die Elf, die letztlich auf dem Platz stehen, aber auch nicht daran hindern, viel zu rennen.

12.30

In diesem Sinne. Genießt den Restfeiertag. Habt eine gute Restwoche. Und vor allem: Findet einen Platz am Freitagabend, von dem aus ihr das RB-Spiel sehen könnt. Wir lesen uns.

Flattr this!

Ein Gedanke zu „Stresstest bei Team mit europäischem Niveau“

  1. Nach dem Blog Lesen mit PK habe ich mir diese auch nochmals angeschaut, weil ich dachte, Du hättest eventuell etwas vergessen. Hast Du aber nicht, denn es wirklich niemand gefragt, ob es eine andere Variante des RV geben könnte. Denn das ist doch die vakante Position. Denn ich kann mir nicht vorstellen, daß Ilsanker diese bis zum Jahresende bekleiten wird, weil er mMn auf der 6 in bestimmten Spielen mehr gebraucht wird.

    Wird mehr als schwer werden, wenn auch noch Burke und Werner fehlen sollten. Aber gut, Leverkusen hat ja ähnliche Probleme.

    Viel Spaß beim Stresstest aka Pressing-Massaker-Spiel!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *