Pressekonferenz: RB Leipzig vs. 1.FSV Mainz 05

[Nach dem Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und dem 1.FSV Mainz 05 hier die Einschätzungen der beiden Trainer Martin Schmidt und Ralph Hasenhüttl von der Pressekonferenz.]

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17.43

Merkwürdiges Offensivspektakel. Wenn RB die Chancen gut nutzt, schießen sie tatsächlich sechs, sieben oder auch acht Tore. Wenn Mainz was aus den vorhandenen Räumen macht, können sie auch drei, vier Treffer erzielen. Insgesamt ein absolut verdienter RB-Sieg, aber die defensive Kompaktheit war heute nicht so vorhanden wie in den letzten Wochen.

17.47

Platz 2. Punktgleich mit den Bayern. Vier Punkte Vorsprung auf Platz 3 und 4. Das ist schon irre, was RB Leipzig in den ersten zehn Spielen geleistet hat. Ralf Rangnick meinte immer, nach zehn Spieltagen ergebe die Tabelle ein erstes realistisches Abbild der Dinge. Mache da jeder selber was draus..

18.01

Immer noch warten auf die Pressekonferenz. Auch wenn zumindest die Verteilung der Freude jetzt schon leicht vorhersagbar wäre..

18.04

Martin Schmidt: „Muss überz wei verschiedene Halbzeiten reden. Erste Halbzeit war nicht so gut. Auch durch das frühe Gegentor. Wussten, dass die ersten 20 Minuten hart werden. Und dann stolpern wir uns ein frühes Tor rein und der Plan ist über den Haufen geworfen.“ Tor hat RB voll in die Karten gespielt, weil Mainz dann mehr den Ball hatte und gut zugepresst wurde. „Nach der Pause ging es um Ehre und Charakter. Das haben wir gezeigt. Kein läuferisches Problem. Tiefer verteidigt, versucht umzuschalten. Reinnahme von Ramalho hat gezeigt, dass der Kader wieder größer wird. Ziel war, die zweite Halbzeit zu gewinnen, damit wir mit nem halbwegs ordentlichen Gefühl aus dem Spiel gehen.“

18.07

Ralph Hasenhüttl: „Glückwünsche an meine Mannschaft. Sehr viel umgesetzt, von dem was wir uns vorgenommen haben. Typisches Spiel zweier Umschaltmannschaften. Kaum Ruhephasen in der ersten Halbzeit. War klar, dass es gegen den Ball nicht so gut aussehen würde. Wenn man das vierte oder fünfte Tor nicht macht, lebt der Gegner weiter. Guter Charakter. Beeindruckend, wie Mainz nicht aufgegeben hat. Haben es am Ende nicht mehr so gut geschafft, uns Chancen zu erarbeiten. Haben gute Lösungen gefunden, gegen einen Gegner, der Räume gegeben hat. Waren in der ersten Halbzeit sehr handlungsschnell. Reife Leistung. Wichtig, ungeschlagen zu bleiben vor der Länderspielpause. Nächste Spiele werden schwer genug.“

18.09

Hasenhüttl: „Lehre ist, dass man auch nach einem 3:0 nicht sicher sein kann. Hatte nie das Gefühl, dass man draußen sicher sitzen kann. Will nicht sagen, dass man zittern musste, aber man konnte nicht ruhig draußen sitzen. Funktioniert nicht immer alles optimal. Sind trotzdem ein sehr verdienter Sieger. Haben nach vorn schönen und erfolgreichen Fußball gezeigt. Für die Zuschauer ein schönes Spiel.“

18.11

Hasenhüttl: „Möchte uns nicht gern mit anderen Mannschaften vergleichen. Sind stolz auf die Punkte, die wir geholt haben. Wurden uns nicht geschenkt. Steckt sehr viel Arbeit drin. Sind bisher aber nur einen kurzen Weg gegangen. Erst zehn Spiele gespielt. Können uns vom Tabellenplatz nichts kaufen. Bewegen uns aber in ruhigen Tabellengebieten und es macht viel Spaß.“

18.12

Hasenhüttl zu Ilsanker: „Reingeworfen, freigeschwommen. Mit dem Ball anfangs vielleicht etwas hektisch, aber sehr gut gegen den Ball. War ordentlich, aber er sieht selbst, wo es noch besser werden muss.“

18.13

Hasenhüttl: „Gibt auch freie Tage in der Länderspielpause. Werden nicht so viele Spieler hier sein. Belastung wird dosiert sein. Herausforderung wird sein, schon am Freitag gegen Leverkusen zu spielen. Wird nicht viele Einheiten geben, sich vorzubereiten.“

18.14

Hasenhüttl: „Feueralarm war eine komische Situation.“ Schon alle hochgefahren zu der Zeit. „Ist uns aber gelungen, dann gleich wieder hochzufahren.“

Schmidt: „Komische Situation der Alarm.“ Mannschaften wurden aufgefordert den Raum zu verlassen. Alle Jacken an und am losgehen, bevor dann die Entwarnung kam. „Nicht gut, um die Konzentration hochzuhalten. Ging aber beiden Teams so. Gut, dass es nur ein Fehlalarm war.“

18.21

Das war es von hier. Hasenhüttl ist natürlich sehr zufrieden, lässt aber trotzdem durchscheinen, dass er in dem Offensivspektaktel defensiv noch Verbesserungspotenzial sah. Aber hey, was willst du nach 24(!) Punkten aus zehn Spielen groß meckern. Es ist und bleibt Wahnsinn, wie RB Leipzig die Spiele bestreitet und gegen verschiedenste Gegner Lösungen findet.

Zwölf Tage bleiben Zeit, die Tabellensituation sacken zu lassen und zu genießen. Dann geht es in die Auswärtsspiele in Leverkusen und Freiburg. Ordentliche Herausforderungen. In diesem Sinne einen schönen Restsonntag noch.

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Zwei Tore, eine Vorlage: Timo Werner mag es effektiv. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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