Saubere Kommunikation

Kommunikation = „der Austausch oder die Übertragung von Informationen. „Information“ ist in diesem Zusammenhang eine zusammenfassende Bezeichnung für Wissen, Erkenntnis, Erfahrung oder Empathie. Mit „Austausch“ ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen gemeint. „Übertragung“ ist die Beschreibung dafür, dass dabei Distanzen überwunden werden können, oder es ist eine Vorstellung gemeint, dass Gedanken, Vorstellungen, Meinungen und anderes ein Individuum „verlassen“ und in ein anderes „hineingelangen““ (laut Wiki)

„Nein, das wurde sauber besprochen.“ (Oliver Mintzlaff heute in der LVZ auf die Frage, ob es beim Bannergate „Defizite bei der internen Kommunikation“ gab.)

„Operative Entscheidungen trifft auch in Zukunft der Verein und teilt diese entsprechend mit.“ (Oliver Mintzlaff und wie er offenbar auch in der LVZ die Kommunikationswege sieht.)

Sagen wir mal so, die Entscheidung, dass in Sektor A und Teilen von Sektor D künftig keine Banner mehr hängen dürfen, wurde von Vereinsseite aus sauber mitgeteilt. Darüber gibt es wohl kaum einen relevanten Dissenz. Von Seiten der Fanbetreuung wurde die Entscheidung aus dem Marketing-Sales-Bereich den entsprechenden Gruppen mitgeteilt und nach bestem Wissen und Gewissen erklärt.

Dass man das nun aber für Kommunikation hält, die den Namen verdient, ist dagegen (sehr freundlich gesagt) strittig. Kommunikation im Wortsinne hätte die Bereitschaft zum Austausch vorausgesetzt. Das wiederum hätte beinhaltet, frühzeitig im Entscheidungsprozess festzustellen, dass von den Plänen auch Gruppen und Spieltagsabläufe betroffen sind, die seit einer geraumen Zeit zum normalen Alltag bei RB Leipzig gehören. Wenn man dies festgestellt hätte, wäre (unter Kommunikationsgesichtspunkten) die naheliegende oder gar zwangsläufige Folge gewesen, die entsprechenden Leute ins Boot zu holen, sie über die Pläne zu informieren und mit ihnen Folgen und Möglichkeiten (und natürlich auch, was aus Vereinssicht unmöglich ist) zu diskutieren.

Kommunizieren halt. Gedanken und Ideen austauschen. Sich dafür Zeit nehmen. Menschen auf Augenhöhe begegnen. Menschen ernst nehmen. Menschen Respekt entgegenbringen. Dabei vielleicht auch streiten und nicht einer Meinung sein, aber dank Austausch doch Probleme vermeiden oder zumindest abmildern. Am Ende bleiben vielleicht ein paar enttäuschte Gesichter, aber es bleibt auch das Gefühl von Augenhöhe.

Das alles ist nicht geschehen und deswegen stimmt es schlicht nicht, dass die Dinge rund um die Bannerverbannung aus A „sauber besprochen“, im Sinne von kommuniziert wurden. Punkt. Das jetzt öffentlich zu behaupten, nachdem hinter den Kulissen in der tatsächlichen Kommunikation(!) mit der Fanbetreuung versucht wurde, zerschlagenes Porzellan zu kitten, macht (auch das sehr freundlich gesagt) keinen Sinn. Punkt.

Am Ende läuft die Mintzlaffsche Gleichsetzung von Kommunikation mit dem Mitteilen von Entscheidungen auf das hinaus, was schon am Montag hier im Blog die Überschrift zur ausführlichen Darstellung der Bannergeschichte war: Entscheidungsbekanntgabe als Kommunikationsstil. Quod erat demonstrandum. Eine Beweisführung, auf die man auch gern verzichtet hätte.

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Oliver Mintzlaff in einer vereinstypischen Kommunikationssituation. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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24 Gedanken zu „Saubere Kommunikation“

  1. Für alle die, die es vielleicht mittlerweile aus den Augen verloren haben: Es geht hier nicht um den Bau eines Staudamms, die Abholzung eines Waldes oder die Verlegung einer Produktion nach Asien. Nein, Es geht hier darum, dass irgendwelche Banner nicht mehr an der gleichen Stelle hängen sollen, wo sie bis jetzt hingen. Ich weiß nicht, ob alle Beteiligte der Sache die angemessene Bedeutung beimessen. Vielleicht hätte man ja eine dreitägige Konferenz einberufen sollen…

    1. Nein, mit diesem zweiten, heutigen Interview-Schritt geht es nicht mehr um Banner, es geht um eine grundsätzlichere Idee des Umgangs. Mag nicht so wichtig sein, wie der Bau eines Staudamms, gehört aber zufällig zu meiner Lebenswelt und zum Blogthema. 😉

    2. Und genau an diesem Kommentar merkt man, das du, lieber Mathias, keine Ahnung von Fankultur hast.

  2. Ich unterschreibe und bekräftige Deine Ausführungen voll und ganz. So kann man mit seinen Fans nicht umgehen. Zwei Sätze sind aus meiner Sicht entscheidend: „Menschen auf Augenhöhe begegnen. Menschen ernst nehmen.“
    Kommunikation ist nicht einseitig.
    So jedoch: Wir entscheiden sowieso, was wir für richtig halten. Was Ihr dazu denkt oder sagt, ist uns egal oder spielt keine Rolle für uns. Da fühle ich mich doch wie ein zahlender Idiot. Das mag so in einem Konzern funktionieren, aber nicht in einem Fussballverein, da hat Herr Mintzlaff offensichtlich noch Entwicklungsmöglichkeiten, um nicht zu sagen Nachholbedarf.

    1. „Das mag so in einem Konzern funktionieren, aber nicht in einem Fußballverein.“

      Darüber denke einmal nach.

    2. Gelassenheit ist angemahnt ! Ein machbarer Weg wird sich finden, wenn beide Seiten es wollen. Versucht euch mal zu erklären, wer wem ans Leben wollte und schaukelt euch nicht gegenseitig hoch. Damit meine ich auch den Rotebrauseblogger.

  3. Aber im deutschen Sprachgebrauch ist es ein Unterschied, wenn auch ein geringer, ob ich mit jemandem kommuniziere oder ob ich etwas kommuniziere. Und etwas zu kommunizieren heißt eben nicht selbstverständlich, dass ich mit jemandem darüber rede, sondern nur, dass ich ihn informiere. Und das ist geschehen, vielleicht nicht mit ner Schleife drumrum, aber es ist geschehen. So gesehen ist die Aussage von Minzlaff absolut korrekt. Er hat ausreichend informiert. Mein Chef kommuniziert auch unangenehme Entscheidungen ohne dass er auf meine Meinung dazu Wert legt. So ist das in der Welt. Und ich sehe nicht wieso ausgerechnet Fußballfans hier eine gesonderte Behandlung benötigen.
    Bei mir zu Hause muss jeder seine Schuhe ausziehen, wenn er in meine Wohnung will, ob ihm das passt oder nicht. Das kommuniziere ich deutlich. Da veranstalte ich auch nicht noch vorher ein Happening, wo ich am Lagerfeuer die Möglichkeit einer Unterkühlung erörtern lasse. Die Kommunikation, die ihr verlangt, ist meines Erachtens einfach weltfremd und auch nicht nötig.

    1. Wir können jetzt auch eine kleine Sprachwissenschaft draus machen (ich denk, das Thema war nicht so wichtig?), aber wenn ich im Zusammenhang mit Kommunizieren davon rede, dass etwas „sauber besprochen“ wurde, dann sollte das eigentlich dialogische Elemente beinhalten. Und warum es so völlig absurd und weltfremd ist, es normal zu finden, im Zuge einer Entscheidungsfindung die mitzunehmen, die von der Entscheidung mitbetroffen sind, weiß ich nicht. Und ja, vermutlich liegt die Antwort darin, dass du ein Chef-Mitarbeiter- oder ein Hausherr-Gast-Verhältnis vor Augen hast und ich ein Verein-Unterstützer-Verhältnis. Und nein und nochmal, es geht nicht darum unangenehme Entscheidungen zu treffen.

    2. Dein Vergleich hinkt. Wenn jemand in Deine Wohnung kommt, dann begegnet Ihr Euch auf Augenhöhe. Du wirst Deinem Gast nicht von oben herab sagen, er soll seine Schuhe ausziehen, sondern wirst es zwar klar, aber freundlich und respektvoll tun. Der Kontext ist auch der einer persönlichen Begegnung, auch insofern stimmt Dein Vergleich nicht bzw. verfälscht er die Thematik, wie es mit den Bannern gelaufen ist. In Deinem Bild wäre das so, als würdest Du Deinem Gast per Telefon mitteilen, er soll seine Schuhe vor der Tür des Nachbarn abstellen. Eine andere Möglichkeit gebe es nicht, weil die Fläche vor der Haustür für andere Zwecke vorgesehen ist.

    3. Vlt. sollte man hier mal das sonst im RB-technischen Rahmen gern zitierte „Auftragnehmer-Kunden“-Verhältnis in den Fokus rücken:
      RB Leipzig bietet ein Produkt an, guten Fußball. Diese Dienstleistung wird in der Spielstätte erbracht und dafür werden Gegenleistungen erwartet.

      Und vlt. sollte man aus der Warte heraus mal den Verein daran erinnern, dass Kundenkommunikation wichtig ist und das gerade Stammkunden und Menschen, die sich mit der Unternehmensmarke identifizieren, besonders schützens- bzw. erhaltenswert sind. Die sollte man vlt. nicht verprellen, weil gerade solche Personen auch zum Flair der Marke beitragen. Und wenn das Produkt dann auch noch mit dem Zutun der Kunden wächst, dann natürlich erstrecht!

      Meine BWL’er Sicht 😉

      Grundsätzlich sind mir die Banner egal. Und oft hab ich durchaus Verständnis für die Denke des Vereins (z.B. in Sachen Stadionneubau). Hier wiederum sehe ich eher eine unnötige Drangsalierung der Fans, die man für paar schmale Taler in Kauf nimmt. Eher unnötig.

  4. Meiner Meinung nach hätte es sogar gereicht ne kurze Info auf die Bullen Homepage zu stellen und gut ist mit „Kommunikation“. Alle Besucher der Spiele sind Kunden die einer Dienstleistung beiwohnen und unterwerfen sich den Hausregeln und gut ist. Der Hausherr sagt wie es abläuft, da braucht man keine hyperintellektuelle Diskussion auch wenn das im aktuellen politischen Klima schick ist alles zu zerreden.

    1. „Alle Besucher der Spiele sind Kunden die einer Dienstleistung beiwohnen …“

      Noch Fragen?

    2. Lieber Karl,

      das trifft natürlich auch auf „Wahre Liebe“ oder „Glück Auf“ Unternehmen und deren Kundschaft zu, falls du da Unterschiede sehen wolltest.

  5. Ich schließe mich da FA Bull an.aber hier sind Manager am Werk für die ist es Tagesgeschäft und da wird in Hierarchien gedacht .welches Fanfeeling nicht beinhaltet und gerade für die Aussendarstellung zu so ein unter Beobachtung stehenden Verein absolut nicht förderlich.

  6. FABull schrieb: „Was Ihr dazu denkt oder sagt, ist uns egal oder spielt keine Rolle für uns. Da fühle ich mich doch wie ein zahlender Idiot. Das mag so in einem Konzern funktionieren, aber nicht in einem Fussballverein […]“

    Ich will hier nicht nachtreten oder stänkern, aber sind diese heutigen Aussagen und Empfindungen nicht genau das, was viele Kritiker – vor allem sachlich – schon ganz am Anfang des „Prozesses“ RasenBallsport Leipzig in die zahlreichen Diskussionen trugen? Damals wurde man für solche Hinweise verspottet, als „Neider“ betitelt oder als „beleidigter Traditionalist“ abgetan. Die Kritik am Konstrukt war doch schon immer, dass sich die Verantwortlichen nicht reinreden lassen wollen. Zuschauer bzw. Fans sind gern gesehen, aber nur als Fassade nach außen, unpolitisch, familiär, der Markenzielgruppe gerecht werdend. Mitsprache ist aber nicht gewollt. Die meisten RB-Sympathisanten waren aber der Meinung, dass sie das nicht stört. „Ich will doch nur guten Fußball sehen“ – war/ist eine häufig Antwort.

    Jetzt aber, wo sich ganz langsam eine Fankultur aufbaut hat, und der „Konzern“ (noch einmal) deutlich macht, wer am Drücker sitzt, plötzlich ein langes Gesicht zu machen, überrascht. Ich persönlich bin so ganz und gar nicht verwundert darüber. Aber es scheint, dass sich viele Fans und Fanclubs in der kurzen Existenz eine kleine Scheinwelt um ihren „Verein“ aufgebaut haben, auf den Fundamenten von Marketingsprech wie „gestiegene Imagewerte sprechen für sich“, „enger Dialog und Austausch mit unseren Fans, haben sehr engagierte Fan-Beauftragte und sensationelle Anhänger“, „nach Meinung vieler aus der Branche, d e r Verein zum Anfassen mit sehr vielen positiven Attributen“ (nur mal die neuesten Club-Aussagen zitiert). Na Guten Morgen…

    Die nächste Entscheidung von RasenBallsport Leipzig wird wohl auch bald kommuniziert – ohne zu kommunizieren. Ich bin mir sicher, dass der Stadionneubau kommt. Sieht man sich die Historie der in kleinen Zirkeln getroffenen Club-Entscheidungen von größerer Bedeutung an, wäre das nur ein allzu logischer Schritt. Red Bull will es schnell, Red Bull will es groß. Ein 50.000er Stadion passt da nicht ins Bild.

    @Rotebrauseblogger: Könntest du in näherer Zukunft eventuell mal recherchieren, was hinter der Mintzlaff-Aussage „Er ist dick im Plus.“ (Rangnick und die Transfers) wirklich steckt?

    1. Um da mal eine „sowohl als auch“-Position einzunehmen:
      1) es wird den allermeisten Zuschauern von RBL in der Tat recht egal sein, ob in Sektor A und D Transpis hängen oder nicht.
      2) es wird weiterhin die Mehrheit vermutlich kein Problem damit haben, dass diese Entscheidung nicht in Absprach mit den Betroffenen gefällt wurde sondern autonom. Aber zumindest die betroffenen Fanklubs im Vorfeld und nicht erst im Stadion davon informiert wurden. Ich tendiere ebenfalls zu dieserPosition.
      3) wer sich von dem Marketing-Sprech von Rangnick und Mintzlaff einlullen lässt, hat es nicht anders verdient. Ich frage mich sowie, an welchen Kriterien man es fest macht, dass die Zuschauer in Leipzig besonders familienfreundlich, bunt und heterogen sein sollen. Wenn ich mir die Zuschauer im Bochumer Ruhstadion anschauen: von Voll-Assi bis Hipster, Familien mit Kindern, Opas, StudentInnen, Normalos und Kutten. Frauenanteil selbst in der Ostkurve hoch. Rechte Hools bis linke IG-Metaller aus dem Bildungszentrum der IGM in Sprockhövel. Alles da und in der Regel genauso friedlich wie in den meisten anderen Stadien der 1. und 2.Liga.
      4) Die Gegenfrage der RBLer, inwieweit den die Fans/Mitglieder in „richtigen“ Vereinen bei Fragen wie eines Kaufs/Neubaus eines Stadions wirklich Einfluss nehmen können, das über ein Rederecht auf der JHV hinausgeht, ist ja nicht von der Hand zu weisen. Auch dort würde vermutlich einen Entscheidung im Vorstand getroffen werden, uns sich anschliessend eventuell das Plazet auf einer JHV nachträglich einzuholen. Wenn überhaupt. Keine Ahnung, ob damals der Verein Schalke 04 darüber abgestimmt hat, ob die Turnhalle gebaut werden soll, oder ob das Assauer und seine Vorstandskollegen einfach entschiedenen und gemacht haben.
      5) zum letzte Absatz: ich würde es so interpretieren, dass Mintzlaff die potentiellen Ablösesummen der Spieler gegenrechnet, die er für Poulsen&Co. generieren könnte. Denn der Marktwert (zumindest in den Zahlen auf transermarkt.de) reichen da schon nicht mehr.

    2. Da muss ich dem Wuppertaler tatsächlich mal recht geben.

      Was erwarten wir bei einem Verein, der schon in seiner Struktur darauf angelegt ist, sich nicht reinreden zu lassen. In solchen Belangen hätte auch kein anderer Verein wirtschaftliche Interessen zurückgestellt.

      Kommunikation? Glaubt denn jemand im Ernst, alle betroffenen Fanclubs wären zufrieden gestellt worden, wenn RB vorher lieb und offen ein Meinungsbild eingeholt hätte? Rhetorische Frage. Es ist gut, dass es an die Betroffenen direkt kommuniziert wurde und das ein Ausweichplatz angeboten wurde.

      Und mein Gott, dann hängt halt „A-Block-Bullen“ (welch kreativer Name, fast so gut wie „Bulltras“ oder „08/15-Bulls“) in Block C. Es gibt doch immer noch hinreichend Bannerflächen.

      Das Problem ist, dass wir Fans verwöhnt sind. Bei RB konnte man mitbauen, es gab 2010 ein viel zu großes Stadion mit viel zu viel freien Flächen, wo man sich anarchisch austoben konnte. Die Zeiten sind vorbei.

      Ich bin keinen Deut weniger emotional bei der Sache „Rasenballsport Leipzig“ als andere, ich finde bestimmt nicht alles toll, was der Verein macht. Aber ich finde es sehr gut, dass der Verein – wenn er es für wirtschaftlich notwendig hält – solche Dinge entscheidet und den Betroffenen erklärt (ist geschehen) und bitte nicht durch sachfremde Diskussionen gehemmt wird.

  7. @ Wuppertaler
    Die komplette Aussage von Mintzlaff im Interview lautet: “ Aber Sie dürfen gerne schon heute einen Strich unter Ralf Rangnicks Transferbilanz ziehen. Er ist dick im Plus.“
    Klingt nicht unbedingt wie ein Gegenrechnen mit in Zukunft zu erwartenden Transfererlösen 😉 Das wäre ja auch ziemlich naiv, wie ich finde.

  8. @Beobachter: Ich kann mir die Transfergeschichte mit drei Sachen erklären. Entweder er rechnet mit rein, was in Salzburg in den letzten Jahren (bei weitem nicht nur durch Leipzig ;-)) dank Rangnick eingenommen wurde. Oder er rechnet dagegen, welchen sportlichen Erfolg die Spieler gebracht haben. Oder er hat gestiegene Marktwerte, also im Wert gestiegene Spieler, also entwickelte Spieler im Blick. Das ist natürlich schwer als „dickes Plus in der Transferbilanz“ bei RB Leipzig zu bezeichnen, aber du wolltest ja nur mögliche Erklärungen und keinen Plausibilitätstest..

    1. Dann nehme ich von deinen Erklärungen diese hier: „Oder er rechnet dagegen, welchen sportlichen Erfolg die Spieler gebracht haben.“ Andererseits sind Transferausgaben von 100.000.000 € seit der Implementierung von RasenBallsport schon ’ne ganz schöne Hausnummer, die auch der Aufstieg in die 1. Bundesliga und der aktuelle Erfolg nicht ins Haben zieht. Wie dem auch sei, eigentlich wäre es die Aufgabe einen gewissen Herrn G. Schäfers gewesen, an dieser Stelle beim Interview mal genauer nachzufragen.

  9. Mit seiner heutigen sachlichen Wortmeldung zu einer besonders vieldiskutierten bevorstehenden Entscheidung der Firmenzentrale „hinter den Bergen“, wie es u.a. mit der zu überprüfenden Stadionsituation weitergehen soll, hat aus meiner Sicht besonders „@ Beobachter“ in seinem ersten heutigen Beitrag richtig erkannt, dass z.B. der frühere Dauerläufer und heutige Mehrfachfunktionär sowie Berater mit verschiedenen Anstellungen, O. Mintzlaff, sich nicht in erster Linie für die Belange der möglichst zufrieden zu stellenden Zuschauer und Fangruppen zu befassen hat, sondern eiskalt für eine konstruktivere Vermarktung seines Vereines und damit natürlich des Hauptsponsors, der seine Augen besonders auf einen gut florierenden Ticket-, Spieler-, und Brauseverkauf richten soll, um damit die benötigten Investitionsmittel generieren zu können, die sich in Richtung Stadionneubau bewegen! Natürlich weiß auch dieser eingesetzte Funktionär bestens, dass heutzutage sein Verein, dessen richtiger Name selbst gegenwärtig überwiegend von Freund und Feind (absichtlich!) verwechselt und von einer übernormalen Gewinnsucht begleitet wird, die durch die allgemeinen unterschiedlichen wirtschaftlichen und damit auch sportlichen Voraussetzungen der Mitbewerber, die „RasenBaller“ durch die eigene anhaltende Erfolgswelle zukünftig weiter nach oben gespült werden könnte.

    Bei dem sich aber abzeichnenden Übermut besteht allerdings aber auch die Gefahr, dass sich die bisher gefühlte Einigkeit auf den Rängen durch die schleichenden ungeliebten „organisatorischen Maßnahmen“ des Vorstandes ganz schnell in eine schädliche Polarisierung umwandeln kann! Bevor es zu spät ist, sollten sich daher die vermeintlichen Geldgeber mit den Stimmen der zahlenmäßig schwachen, nur knapp einstelligen Mitglieder, genauestens überlegen, ob der in der unruhig in der Warteschleife stehende Stadionbetreiber, Herr Kölmel, tatsächlich verärgert werden soll……..

  10. Ein Fußballverein ohne Fans ist nichts wert. Gerade das volle Stadion und die friedlichen Fans, die Stimmung machen, haben neben der sportlichen Leistung der Mannschaft, für eine rasche Akzeptanz von RB Leipzig in der Bundesliga gesorgt. Fans sind eben mehr als Kunden. Und selbst Kunden behandelt man anders, als es Mintzlaff tut. Es ist ja nicht das erste Mal, dass er durch Ansagen auffällt, anstatt das Gespräch zu suchen. Manche Leute in Entscheiderpositionen tun sich schwer, von ihrem hohen Ross herunter zu kommen. Solche Einstellungen sind auch nicht durch Kommunikationsseminare für Manager („Wie verkünde ich dem Fußvolk Entscheidungen?“) zu beheben. Es muss sich die Erkenntnis durchsetzen, wie wichtig zufriedene Fans, die sich in ihren Belangen ernst genommen fühlen, für einen erfolgreichen Fußballverein sind.

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