Gesicherter Klassenerhalt

12 Punkte aus den ersten sechs Spielen. Dass die Auftaktbilanz von RB Leipzig mehr als ordentlich ist, zeigt sich auch darin, dass seit Einführung der Dreipunktregel zu diesem Zeitpunkt der Saison erst zwei Aufsteiger besser waren als RB Leipzig. Zum einen der 1.FC Kaiserslautern 1997/1998 und zum anderen – noch gar nicht so lange her – Eintracht Frankfurt 2012/2013. Beide starteten mit 16 Punkten, also fünf Siegen und einem Unentschieden in die Saison. Kaiserslautern wurde am Ende Meister. Frankfurt wurde Sechster und zog in den Europapokal ein.

Insgesamt 59 Mannschaften hatten in den letzten 21 Spielzeiten seit Einführung der Dreipunkteregel nach sechs Spieltage zwölf Punkte oder mehr auf ihrem Konto. Das sind pro Saison nicht einmal drei. In den letzten zehn Spielzeiten waren es sogar insgesamt nur 25 Teams, das sind gerade mal 2,5 pro Saison.

Aktuell sind es zusammen mit RB Leipzig fünf Teams mit zwölf Punkten nach sechs Spielen. Seit 1995 kam es lediglich einmal vor, dass so viele Teams nach sechs Spielen schon mindestens zwölf Punkte auf dem Konto hatten. Und das war 1996/1997. Wenn das mal nicht für die neue Breite in der Spitze der Bundesliga spricht. Oder eben für irgendwas ganz anderes.

Von den 59 Teams mit mindestens zwölf Punkten ist in den letzten 21 Spielzeiten keines mehr abgestiegen. Die schlechteste Platzierung war Platz 14. Das war 1995/1996 Bayer Leverkusen, die mit drei Siegen und drei Unentschieden in die Saison gestartet waren. Lang, lang ist es her. Zweitschlechtester war Hansa Rostock als 13., die in den ersten drei Spielen viermal gewannen und zweimal verloren. Auch das ist mit der Saison 2002/2003 schon eine ordentliche Weile her.

Von den 44 Teams, die mit mehr als 12 Punkten starteten, landeten nur fünf Teams unterhalb von Platz 7, also heutzutage einem potenziellen Platz im europäischen Wettbewerb. Die schlechteste Platzierung nahmen Dortmund ein, die 1999/2000 nach 13 Punkten aus 12 Spielen nach 34 Spieltagen 11. wurden. Im Schnitt sprang am Ende irgendwas zwischen Platz 3 und 4 heraus.

Von den 15 Teams, die mit exakt 12 Punkten in die Saison starteten, landeten insgesamt acht am Ende unterhalb von Platz 7. Zwischen Platz 1 und 14 war so ziemlich alles dabei. Im Schnitt lief es auf Platz 8 hinaus.

Wenn man aus den Zahlen etwas herauslesen will, dann mit Sicherheit das, dass ein guter Saisonstart nach sechs Spieltagen durchaus etwas über Wettbewerbsfähigkeit und eigene Leistungskraft aussagt. Dass von 59 Teams niemand mehr abgestiegen ist, zeigt, dass es die ganz krassen Abstürze von ganz oben nach ganz unten nach dem sechsten Spieltag nicht mehr gibt.

Statistiken sagen natürlich nichts darüber aus, dass nicht doch mal was Historisches passiert, aber beschreiben eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Wenn man danach geht und bei RB Leipzig noch mitrechnet, dass man im Winter immer noch in der Lage ist, Veränderungen vorzunehmen, wenn denn Veränderungen nötig sind, dann kann man das Team prognostisch durchaus Richtung einstelligem Tabellenplatz, wo es ja inzwischen von diversen Beobachtern gesehen wird, verorten. Mal die Besonderheit einer sehr jungen Mannschaft für den Moment außen vor gelassen. Irgendwas um Platz 8 bis 10 wäre jedenfalls aus statistischer Sicht ein angemessenes Saisonergebnis.

Am Ende wird aber trotz Statistik noch Fußball gespielt. Und an den Spieltagen selbst ist dann mal abgesehen von der Endplatzierung dann eben doch vieles möglich. Die Statistik kann man ja trotzdem als Beruhigung im Hinterkopf behalten..

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Viel Grund zum Jubeln bisher. Und auch künftig? | GEPA Pictures - Sven Sonntag.
GEPA Pictures – Sven Sonntag.

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2 Gedanken zu „Gesicherter Klassenerhalt“

  1. RBB, der letzte Abschnitt Deines Kommentares scheint mir besonders sehr wichtig zu sein!

    Was ist eigentlich aus der Vereins-Hymne („Du bist mein Verein…“) geworden, die nach der ersten Vorstellung bereits als „Supersong“ eingeschätzt wurde und aus dem Gedankengut des in Leipzig ein wenig umstrittenen Sebastian Krumbiegel entstammte und in Begleitung mit dem Gewandhausorchester sowie gleichnamigen (Kinder-) Chor bei der Aufstiegsfeier ihre Premiere hatte? Bekanntlich fielen aber die Umfrageergebnisse der Fans dafür nicht sehr günstig aus…….und favorisierten deshalb den „Fan-Son“ des etwas unbekannteren Komponisten Dreibrodt, der diesen praktisch in Feierabendtätigkeit entstehen ließ…..

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